Was mich stört, ist, wie mit undifferenziertem Schubladendenken immer gleich "Ausländerfeindlichkeit", oder "Fremdenfeindlichkeit" gerufen wird.
Von wem? Es ist leicht den Passiv für derlei Anschuldigungen zu verwenden, da kann man pauschale Dinge in den Raum stellen...
Meiner Erfahrung nach kommt es vor allem auf den Ton an, den man anschlägt und ob man sich selbst differenziert mit einem Thema auseinander setzt.
Das sind auch viele Bürger, die jahrelang friedlich und freundlich Haustür an Haustür mit Migranten gelebt haben und jetzt sehen, dass der Staat ohne Konzept, Resourcen und Kontrolle ungeregelte Zuwanderung ermöglicht hat. Ich finde es als völlig legitim, wenn man mit Einzelfällen negativer Auswirkungen genau dieser Politik konfrontiert wird, dass man da einen Kurswechsel fordert.
Was für einen Kurswechsel möchtest du denn haben?
Willst du bessere Integartion? Ich kann mir nicht vorstellen, dass dich viele als Fremdenfeind hinstellen, wenn du die Regierung für mangelhafte Integrationamaßnahmen kritisierst, ganz im Gegenteil.
Oder willst du einfach nur, dass die Flüchtlinge fort bleiben? Nun zunächst einmal ist das eh schon lange der Fall (zumindest in großen Zahlen) seit dem Türkeideal, also ist diese Forderung völlig unnötig, da schon eingetreten. Darüberhinaus wirft das natürlich die ethische Frage auf, ob man Opfern von Kriegshandlungen die Flucht verweigert. Das ist gegen unsere moralischen Überzeugungen und da kommst du eben schon in die Zone, in der man von Ausländerfeindlichkeit sprechen kann und sollte, weil du dein eigenes Wohl (bzw. das der "Deutschen") weit oberhalb dem Wohl der Flüchtlinge ansiedelst.
Außerdem hat der Staat nicht "einfach so" ungeregelte Zuwanderung ermöglicht. Der Staat musste auf eine humanitäre Krise reagieren und hatte gar keine andere Wahl. Es ist schon traurig, dass die deutsche Regierung von Teilen der eigenen Bevölkerung für das EINE MAL, in der sie sowas wie moralische Größe und Anstand bewiesen hat, so zerpflückt wird. Und zwar nicht nur auf der sachlichen Ebene, wie man diese Krise am besten bewältigt, sondern auf der prinzipiellen Ebene, auf der Ebene des puren Egoismus. Sind wir doch mal ganz ehrlich, die meisten scheren sich einen Scheiß um Werte, die scheren sich einzig und alleine um sich selbst und keilen nach unten aus, wie sie nur können. Das ist ja auch das einzige, was ihnen unsere Medien heutzutage beibringen, immer schön gegen die Austeilen, die noch ärmer dran sind. Der Nationalismus und der Faschismus, die bauen auf diesen Hass nach unten und nach außen...
Und nein, es ist nicht legitim, mit Einzelfällen zu argumentieren, weil Einzelfällen im großen Ganzen irrelevant sind und nur dafür sorgen sollen, dass Angst und Hass geschürt wrid. Und gerade diese Aufbauschung von Einzelfällen ist de facto ein fremdenfeindliches Instrument, weil du damit große Gruppen bzw. alle Fremden über einen Kamm scherst. Das ist fremdenfeindlich und darüber hinaus auch noch menschenfeindlich. Das soll nicht heißen, dass es keinerlei Probleme gibt. Die gibt es natürlich (es wird ja auch nicht umsonst so viel über Integration geredet), aber die werden nicht über den Einzelfall spezifiziert, sondern in aggregierter Form.
Noch eins: Es gab schon sehr interessante Interviews alteingesessener Migranten in den "Ghettobezirken" im Ruhrpott. Witziger weise waren dort auch viele Stimmen zu hören, die diesen massiven Flüchtlingszuzug ablehnten. Rechtsradikale, fremdenfeindliche und rassistische Türken also?
Das ist nichts Besonderes. Und ja, natürlich gibt es fremdenfeindliche Türken bzw. "türkenfeindliche Türken". Zumal die Nationalität eh eine völlig willkürliche Kategorie ist. Man kann auch Menschen des eigenen Staates ablehnen, etwa aufgrund von religiösen Unterschieden, wegen kulturellen Unterschieden, wegen wirtschaftlichen Unterschieden usw. Es gibt zig Gründe, warum Menschen sich untereinander nicht leiden können...
Kann meine Frage nur wiederholen, was habt ihr schon für die armen dieser Welt getan? Wisst ihr überhaupt was es bedeutet Opfer zu bringen?
Welches Opfer hast du denn genau gebracht und wofür? Für was hast du dich geopfert?
Ja. Die Meinungsfreiheit hat nur einen hacken. Jedes Ar*****ch, auch wenn er absolut keine Ahnung hat, darf eine eigene Meinung haben und sie auch kundtun.
Deswegen müssen wir ja auch so Leute wie dich oder Urbs hier ertragen...
Solange es noch so was wie gute Erziehung gab, hat es soweit funktioniert. Bei den ganzen Rotzbengeln heut zu tage ist es aber Mangelware.
Du glaubst also ernsthaft, dass du gut erzogen wurdest? Bei allem, was du hier so von dir gibst? Also manchmal kann man einfach nur noch den Kopf schütteln ob der Arroganz, der Einbildung und der Selbstgerechtigkeit mancher Leute...