• Aktualisierte Forenregeln

    Eine kleine Änderung hat es im Bereich Forenregeln unter Abschnitt 2 gegeben, wo wir nun explizit darauf verweisen, dass Forenkommentare in unserer Heftrubrik Leserbriefe landen können.

    Forenregeln


    Vielen Dank

Amerika, Amerika, und am 6. Tag ...

crackajack am 08.03.2006 13:01 schrieb:
Auch wenn der Mensch das Buch schreibt oder die Linie zeichnet und er immer nur endlich lange diese erweitern kann, heißt das nicht, das er bei unendlich langer Zeit nicht auch unendlich schaffen kann.

Eben nicht. Du betrachtest hier die Unendlichkeit offenbar als Zeitpunkt und schlussfolgerst, dass, wenn dieser unendlich lange Zeit entfernte Zeitpunkt erreicht sei, dann würde die Linie unendlich lang sein. Der Witz aber ist ja gerade, dass es keinen unendlich lange Zeit entfernten Zeitpunkt gibt, den man erreichen könnte. Von einem unendlich lange Zeit entfernten erreichbaren Zeitpunkt zu reden, ist ein Widerspruch in sich selbst, denn würde dieser unendlich lange Zeit entfernte Zeitpunkt erreicht werden, dann könnten wir ja einfach halt machen und aufhören, den Graphen noch länger zu zeichnen. Würden wir aber aufhören, den Graphen zu zeichnen, dann hätte er ja ein Ende und wäre also nicht unendlich lang. Habe ich übrigens bereits erläutert.

Nimm unendlich viel Zeit (also Zeitpunkt unendlich) und die Anzahl der Einträge ist unendlich, vorausgesetzt das Vergangenes unendlich ist.

Siehe oben. Du setzt anscheinend voraus, dass es einen unendlich lange Zeit entfernten erreichbaren Zeitpunkt gäbe; diesen gibt es aber leider nicht.

Ich würde nämlich deine Prämisse 2 anzweiflen.
Wie du viele, viele Seiten zuvor erklärst hast, ist der Mensch ja nicht nur die Materie aus der er besteht. Aus dieser unendlichen Erklärungskette die du mir da erklären konntest, leite ich jetzt heraus, dass der Mensch (als Atom oder mehr :-D ) schon ewig existiert, wenn die Kausalität unendlich ist......und umgekehrt, wenn sie endlich wäre. (was aber deine unendliche "wenn, dann Kette", die du hier im thread verteitigt hast, vernichten würde.)

Hä?

PS: P1 ist der gemeinsame Ausgangspunkt von aph und mir in dieser Diskussion. Freilich gibt es Einwände gegen ihn, aber wir diskutieren hier, was passiert, wenn man P1 annimmt.

PPS: Nimm das Beispiel mit dem Buch, das ist leichter verständlich.
 
Meinereiner am 08.03.2006 13:42 schrieb:
crackajack am 08.03.2006 13:01 schrieb:
Auch wenn der Mensch das Buch schreibt oder die Linie zeichnet und er immer nur endlich lange diese erweitern kann, heißt das nicht, das er bei unendlich langer Zeit nicht auch unendlich schaffen kann.
Eben nicht. Du betrachtest hier die Unendlichkeit offenbar als Zeitpunkt und schlussfolgerst, dass, wenn dieser unendlich lange Zeit entfernte Zeitpunkt erreicht sei, dann würde die Linie unendlich lang sein. Der Witz aber ist ja gerade, dass es keinen unendlich lange Zeit entfernten Zeitpunkt gibt, den man erreichen könnte. Von einem unendlich lange Zeit entfernten erreichbaren Zeitpunkt zu reden, ist ein Widerspruch in sich selbst, denn würde dieser unendlich lange Zeit entfernte Zeitpunkt erreicht werden, dann könnten wir ja einfach halt machen und aufhören, den Graphen noch länger zu zeichnen. Würden wir aber aufhören, den Graphen zu zeichnen, dann hätte er ja ein Ende und wäre also nicht unendlich lang.
das mein ich ja, wir können nicht unendlich denken, handeln was auch immer, trotzdem schließt das ja unendlich nicht wirklich aus
Nimm unendlich viel Zeit (also Zeitpunkt unendlich) und die Anzahl der Einträge ist unendlich, vorausgesetzt das Vergangenes unendlich ist.

Siehe oben. Du setzt anscheinend voraus, dass es einen unendlich lange Zeit entfernten erreichbaren Zeitpunkt gäbe; diesen gibt es aber leider nicht.
aargh! Wir werden uns da wieder nicht einig.
Erst wenn ich die vergangene Kausalkette als endlich ansehe, muss ich doch sagen einen unendlich entfernten zukünftigen "Zeitpunkt" kann es nicht geben, da die Vergangenheit endlich und die Zukunft daher wahrscheinlich auch enden wird.
Ich würde nämlich deine Prämisse 2 anzweiflen.
Wie du viele, viele Seiten zuvor erklärst hast, ist der Mensch ja nicht nur die Materie aus der er besteht. Aus dieser unendlichen Erklärungskette die du mir da erklären konntest, leite ich jetzt heraus, dass der Mensch (als Atom oder mehr :-D ) schon ewig existiert, wenn die Kausalität unendlich ist......und umgekehrt, wenn sie endlich wäre. (was aber deine unendliche "wenn, dann Kette", die du hier im thread verteitigt hast, vernichten würde.)

Hä?
mir geht es da um das hier:
Meinereiner am 17.01.2006 15:45 schrieb:
Wir haben es also mit drei Elementen („p“, „->“, „q“) zu tun, die für eine vollständige Erklärung alle erklärt werden müssen. „p“ und „q“ haben wir bereits erklärt, aber nicht „->“ (Konditional heißt das Ding). Was du nun tust, ist, von p einfach auf q zu schließen, ohne das Konditional zu erklären. Du behauptest einfach, q folge aus p, ohne diese Folge zu erklären, worin sie besteht. Jedes mal allerdings, wenn du versuchst, dieses Konditional zu erklären, könntest du gewiss immer kleinlicher und detaillierter aufzählen, was für Vorgänge daran beteiligt sind, dass die Lampe leuchtet. Damit erklärst du aber nicht das Konditional, sondern du erweiterst lediglich p um bestimmte Dinge. Selbst wenn du jedes einzelne Atom in seiner Wirkung beschreiben würdest, erklärtest du nicht das Konditional, denn deine Aussage wäre noch immer: „Wenn die und die Atome gegeben sind und so und so wirken (=p), dann leuchtet die Lampe (=q)."
Laut dieser Aussage muss es unendlich sein, da es immer ein "->" geben wird, oder nicht?
PS: P1 ist der gemeinsame Ausgangspunkt von aph und mir in dieser Diskussion. Freilich gibt es Einwände gegen ihn, aber wir diskutieren hier, was passiert, wenn man P1 annimmt.
Na hab doch gesagt, dass ich den springenden Punkt verpasst habe.
Aha, ihr nehmt P1 einmal als gegeben an.

Trotzdem würde ich wegen deinem obigen Text P2 anzweiflen -> K1 falsch. Oder ist P2 auch fix?

PS.
Vergiss deine unendliche Geschichte, dass ist ein Kinderbuch :finger:
 
Meinereiner am 08.03.2006 10:45 schrieb:
Die Aussage „es gibt keinen Zeitpunkt, an dem die Einträge in unserem Buch unendlich viele sein werden“, ist für mich ziemlich eindeutig; besonders, wenn es um die Frage geht, ob die Einträge in unserem Buch jemals unendlich viele sein werden.

Wir sollten uns nicht weiter im Kreis drehen, können wir damit bitte aufhören, mir wird ganz schwindlich. Wenn doch, schreib ich jetzt:

Die Aussage "es gibt keinen Zeitpunkt, an dem ein Eintrag im Buch als der letzte bezeichnet werden kann", ist für mich ziemlich eindeutig; besonders, wenn es um die Frage geht, ob wir jemals einen letzten Eintrag in unserem Buch finden werden, um dann denjenigen zu finden, der die erste Ursache aller Kausalitätsketten darstellt.

Jetzt kannst du noch mal deine Sichtweise mit neuen Worten beschreiben, und dann wieder ich, usw.. Bringt aber nichts. Wie kommen wir weiter?

Mein Vorschlag: Wir stecken uns ein höheres Ziel, dass wir mit der Beweisführung erreichen wollen, und prüfen die Interpretationsmöglichkeiten daraufhin.

Die Frage ist doch, ob wir das Buch zu einem festen Zeitpunkt betrachten wollen, oder über den gesamten Eintrage-Prozess hinweg. Welche Sichtweise ist hinsichtlich eines Gottesbeweises (und nur zu diesem Zweck betrachten wir die Kantsche Argumentation) zielführender?
 
aph am 08.03.2006 15:45 schrieb:
Wir sollten uns nicht weiter im Kreis drehen, können wir damit bitte aufhören, mir wird ganz schwindlich.

Wie ich bereits schrieb, ist besagter Kreis hermeneutischer Art. Hermeneutische Zirkel allerdings sind etwas sehr, sehr positives.

Die Aussage "es gibt keinen Zeitpunkt, an dem ein Eintrag im Buch als der letzte bezeichnet werden kann", ist für mich ziemlich eindeutig; besonders, wenn es um die Frage geht, ob wir jemals einen letzten Eintrag in unserem Buch finden werden, um dann denjenigen zu finden, der die erste Ursache aller Kausalitätsketten darstellt.

Wenn du meinst, dass ein und derselbe Eintrag nicht ewig der letzte sein würde, dann gebe ich dir recht. Wenn du aber meinst, dass es überhaupt keinen letzten Eintrag gäbe, dann ist das falsch, denn unser Buch hat zu jeder Zeit einen letzten Eintrag (nur eben nicht immer denselben).

Aber schau mal hier:

aph am 25.02.2006 15:41 schrieb:
Du willst die Endlichkeit [der Kausalkette] beweisen, und bringst dafür ein zeitliches Element ein: den Beginn der Menschheit. Richtig?

Sagen wir also, jemand hat Buch geführt und alle Kausalitäten aufgelistet, die die Menschheit jemals herausgefunden bzw. in die Welt hineingedacht hat. Diese Kausalitäten stehen dann alle schön untereinander, das Buch hat einen Anfang. Ob es ein Ende hat, wissen wir nicht.

Meinereiner am 02.03.2006 10:57 schrieb:
Glaubst du, dass dieses Buch jemals unendlich viele Einträge haben wird?

aph am 02.03.2006 12:15 schrieb:
Ich glaube weder das eine noch das andere, weil ich es nicht wissen kann.

Doch nach einiger Überzeugungsarbeit:

aph am 07.03.2006 16:17 schrieb:
Wunderbar, dann sind wir uns doch einig (ich wollte p auch nicht widerlegen, sieht 2 Posts weiter oben). Ich sagte die ganze Zeit, dass beides gilt.

Wir rufen uns noch einmal in den Hinterkopf: „p“ ist „es gibt keinen Zeitpunkt, an dem die Einträge in dem Buch unendlich viele sind“ und dem hast du ja hier offensichtlich zugestimmt.

Würde ich dich daher noch einmal fragen, ob du glaubtest, ob die Einträge in dem Buch jemals unendlich viele sein würden, dann würdest du gemäß dem oben gesagten etwa antworten: „Nein, es gibt keinen Zeitpunkt, an dem die Zahl der Einträge unendlich ist.“

Damit ist doch alles gesagt; die ganze Analogie mit dem Buch zurückgedreht, heißt das: Wenn erst der Mensch die Kausalität in die Welt bringt, dann gibt es keinen Zeitpunkt, an dem die Kausalkette unendlich lang ist; sie ist zu jedem Zeitpunkt nur endlich lang; wenn erst der Mensch die Kausalität in die Welt bringt, dann ist die Kausalkette endlich.

Kant hat also recht, Punkt, Aus, Ende. Ich weiß wirklich nicht, was du daran noch auszusetzen hast, von wegen Interpretationen, Relevanz von Aussagen, Zeitpunkt(e) der Betrachtung usw.
 
crackajack am 08.03.2006 14:52 schrieb:
das mein ich ja, wir können nicht unendlich denken, handeln was auch immer, trotzdem schließt das ja unendlich nicht wirklich aus

Genau das meine ich ja auch. Meine Behauptung war etwa:

Wir können uns zwar denken, dass die Kausalkette unendlich lang ist (wir können uns zwar denken, dass der Graph von x=y unendlich lang ist), aber wir können uns keine unendlich lange Kausalkette denken (aber wir können diesen unendlich langen Graphen nicht zeichnen).

Erst wenn ich die vergangene Kausalkette als endlich ansehe, muss ich doch sagen einen unendlich entfernten zukünftigen "Zeitpunkt" kann es nicht geben, da die Vergangenheit endlich und die Zukunft daher wahrscheinlich auch enden wird.

Siehe oben.

Laut dieser Aussage muss es unendlich sein, da es immer ein "->" geben wird, oder nicht?

Das läuft wieder darauf hinaus, dass man sich zwar denken kann, dass die Kausalkette (bzw. hier die Erklärungskette) unendlich lang ist, aber sich keine unendlich lange Kausalkette (unendlich viele Erklärungen des „->“) denken kann. Ich behaupte in dem von dir zitierten Textauszug, dass zwischen „p“ und „q“ unendlich viele Erklärungen liegen können, ich habe aber nicht behauptet, dass wir diese unendlich vielen Erklärungen auch aufschreiben können.

Trotzdem würde ich wegen deinem obigen Text P2 anzweiflen -> K1 falsch. Oder ist P2 auch fix?

Einen Zweifel an P2 vernünftig zu begründen, halte ich für ziemlich aussichtslos. Du bist jetzt schon dabei, eine riesige Theorie aufzustellen mit Atomen, Kausalketten, Unendlichkeit usw., um das zu bewerkstelligen, doch i.d.R. wird eine Theorie umso anfälliger für Gegenargumente, je komplizierter sie ist. Der beste Weg ist noch immer der einfachste (kleiner Tipp, wenn du mal wieder das Internet nach komplizierten philosophischen Abhandlungen durchsuchst: die unverständlichsten sind oftmals auch die schlechtesten^^).

PS: Ich werde doch nicht das erste Buch, welches ich je gelesen habe, vergessen, tststs...
 
Meinereiner am 08.03.2006 19:29 schrieb:
crackajack am 08.03.2006 14:52 schrieb:
das mein ich ja, wir können nicht unendlich denken, handeln was auch immer, trotzdem schließt das ja unendlich nicht wirklich aus

Genau das meine ich ja auch. Meine Behauptung war etwa:

Wir können uns zwar denken, dass die Kausalkette unendlich lang ist (wir können uns zwar denken, dass der Graph von x=y unendlich lang ist), aber wir können uns keine unendlich lange Kausalkette denken (aber wir können diesen unendlich langen Graphen nicht zeichnen).
jetzt ist mir auch schwindelig :-D
Wir sind alle gleicher Meinung, aber irgendwie doch nicht ganz. :confused:

Laut dieser Aussage muss es unendlich sein, da es immer ein "->" geben wird, oder nicht?
Das läuft wieder darauf hinaus, dass man sich zwar denken kann, dass die Kausalkette (bzw. hier die Erklärungskette) unendlich lang ist, aber sich keine unendlich lange Kausalkette (unendlich viele Erklärungen des „->“) denken kann. Ich behaupte in dem von dir zitierten Textauszug, dass zwischen „p“ und „q“ unendlich viele Erklärungen liegen können, ich habe aber nicht behauptet, dass wir diese unendlich vielen Erklärungen auch aufschreiben können.
mit unendlich viel Zeit schon :-P
huih! *nochmal das Ringelspiel anschieb* ;-)
Trotzdem würde ich wegen deinem obigen Text P2 anzweiflen -> K1 falsch. Oder ist P2 auch fix?
Einen Zweifel an P2 vernünftig zu begründen, halte ich für ziemlich aussichtslos. Du bist jetzt schon dabei, eine riesige Theorie aufzustellen mit Atomen, Kausalketten, Unendlichkeit usw., um das zu bewerkstelligen, doch i.d.R. wird eine Theorie umso anfälliger für Gegenargumente, je komplizierter sie ist.
Was ist da kompliziert?
Das ist aussagenlogisch nicht möglich, dass es endlich ist.
Mehr steht ja nicht da.
Der beste Weg ist noch immer der einfachste (kleiner Tipp, wenn du mal wieder das Internet nach komplizierten philosophischen Abhandlungen durchsuchst: die unverständlichsten sind oftmals auch die schlechtesten^^).
hihi hab gleich eins für dich:
http://www.denken-im-glauben.de/Downloads/Splett Gotteserfahrung im Denken.pdf
wie ich bei den Gottesbeweisen eig. erwähnt habe, wollte ich ja den transzendentalen GB in der Extented Collectors Edition bringen.
Aber da der 40000 Zeichen hat, wollte ich den "übersetzen" und kurzfassen. So richtig verstehen tue ich ihn aber nicht, also wenn wer von euch daran interessiert ist, der findet sich in Kapitel 4. (@meinereiner: da ist auch was von der Unmöglichkeit der vermeintlichen Möglichkeit drin. ;-) Da sind wir glaube ich auch einer Meinung, aber dann irgendwie doch nicht.)

PS: Ich werde doch nicht das erste Buch, welches ich je gelesen habe, vergessen, tststs...
PS: Wie hast du denn das geschafft? :-o
Ist doch unendlich..... :finger: ;-)

PPS: Wo ist eig. die Christenfront?
Ich mein drei Diskussionspartner, die alle nicht an Gott glauben, wollen Gott beweisen?!!? Das kann ja gar nicht gut gehen. Am Ende kommt bei uns noch der Teufel raus. :ugly:
 
Meinereiner am 08.03.2006 19:12 schrieb:
Würde ich dich daher noch einmal fragen, ob du glaubtest, ob die Einträge in dem Buch jemals unendlich viele sein würden, dann würdest du gemäß dem oben gesagten etwa antworten: „Nein, es gibt keinen Zeitpunkt, an dem die Zahl der Einträge unendlich ist.“

Nein würde ich nicht. oO

Was ist eigentlich ein hermeneutischer Kreis? Und was soll daran gut sein?

Und nein, Kant hat nicht Recht, nur weil du das behauptest.

Konstruktives Edit: Ich würde das Buch deswegen auch als unendlich vermuten können, weil genau das das Wesen des Wortes unendlich darstellt: Unendlich ist etwas, wenn es kein Ende hat. Dabei geht es nicht um eine zeitliche Beschränkung. Wäre das so, dann gäbe es ohnehin nichts Unendliches. Dann könnten wir den Begriff auch aus dem Duden streichen. Unendlich bezeichnet daher grundsätzlich etwas, das _potentiell_ unendlich ist, was sich also als unendlich erweist, wenn man einen bestimmten Prozess mit unbegrenzter Zeitdauer fortsetzt. Zum Beispiel: Auf einer unendlich langen Straße fahren, unendlich lange vor dem Fernseher sitzen, unendlich viele Einträge in ein Buch schreiben. Nach deiner Interpretation wäre nichts im Universum unendlich, weil wir bei jedem Ding keinen Zeitpunkt fänden, an dem es unendlich wäre.
 
aph am 09.03.2006 15:07 schrieb:
Was ist eigentlich ein hermeneutischer Kreis?
Gehirnwäsche :ugly:
frag wiki
Und was soll daran gut sein?
Was ist in einem Forum gut? ;-)
Zum Beispiel: Auf einer unendlich langen Straße fahren, unendlich lange vor dem Fernseher sitzen, unendlich viele Einträge in ein Buch schreiben. Nach deiner Interpretation wäre nichts im Universum unendlich, weil wir bei jedem Ding keinen Zeitpunkt fänden, an dem es unendlich wäre.
Die Straße mag unendlich sein, aber der Weg den man zum Zeitpunkt X zurückgelegt hat, ist endlich.
Du kannst zwar unendlich lange fernsehen, aber zum Zeitpunkt y hast du nur z Stunden gesehen, da können noch unendlich viel Stunden Programm folgen.

Wenn der (unsterbliche) Mensch beginnt die Kette zu bilden, dann ist sie, selbst wenn sie unendlich wäre und er es ewig fortsetzen würde, zu jedem Zeitpunkt endlich.

Etwas endliches schließt ja das Unendliche nicht aus.

meinereiner schließt aber unendlich als Zeitpunkt aus und daher kommt er automatisch zu endlich bei all seinen Argumentationen.
Wenn etwas unendlich ist, muss man imo jedoch mit einem unendlichen Zeitpunkt rangehen, damit man prüfen kann ob es unendlich ist?

Das ist ja so als ob ich in einem 1x1m Garten wäre, der mit Mauern umgeben ist und ich, da ich nicht über die Mauer sehe, annehmen würde, das dahinter nichts sein kann.


Ich glaube wir sagen eh immer alle das Gleiche. Hermeneutisch tut sich da doch nix. :confused:
 
crackajack am 09.03.2006 16:02 schrieb:
meinereiner schließt aber unendlich als Zeitpunkt aus und daher kommt er automatisch zu endlich bei all seinen Argumentationen.
Wenn etwas unendlich ist, muss man imo jedoch mit einem unendlichen Zeitpunkt rangehen, damit man prüfen kann ob es unendlich ist?

So sehe ich das auch. Vielleicht sollte meinereiner mal ne Definition formulieren, was seinermeinung nach "unendlich" bedeutet.

Dein Wiki-Link ist interessant:

2. Stadium: Vorverständnis wird erweitert und korrigiert

Daran mangelt's derzeit noch.
 
ich weiß nicht von was ihr redet, doch ich will mal wieder was posten. hat wahrscheinlich nichts mit eurer sache zutun:

Es gibt eine große Ausrede für die Entstehung des Weltalls: Dunkle Materie. Auf sie basiert das ganze Weltall. Trotzdem ist ihre Exsistenz nicht einmal zum Teil bewiesen. Würde man die Exsistenz abstreiten, wären fast alle Gesetze für das Universum Müll.
Zudem muss noch erwähnt werden, dass sich noch kein Astronom bzw. Astrophysiker gewagt hat die Rotverschiebung verstärkt zu untersuchen.
Nach Einstein krümmt jedes (massereiche) Objekt die Raumzeit wodurch doch logischerweise, die bei uns angekommende Rotverschiebung verfälscht bis aufs letzte sein muss (durch schwarze Löcher, Überriesen und Riesen, Planeten, Quasare, die angenommene dunkle Materie, Galaxiehaufen, Superhaufen und Galaxien). Genau dasselbe gilt auch für das Licht:
Nehmen wir mal an, ich hab ne Taschelampe und lass sie in die Weiten des Universums leuchten, dann wird das Licht zuerst:
-von der Masse der Erde abgebremst
-dann von der Masse des Sonnensystems
-danach von der Masse der Milchstraße
-dann von dem Galaxiehaufen
und zuletzt vom Universum

Das heißt, dass das Licht sich viel schneller bewegt als die angenommenen 300.000 km/s. Das heißt, dass von uns aus gesehen sich die weiterentfernteren Himmelskörper um das millionenfache langsamer bewegen, als sie sich in echt bewegen. Doch darum geht es nicht. Ich will damit sagen, dass es völlig unmöglich ist das Alter des Universums zuschätzen. Für mich als Hobbyastronom und Christ ist für mich die Urknalltheorie und alles was davon abhängt eh nur eine "Ausrede der Atheisten"

So und nun will ich einfüralle mal beweisen das die Evolutionstheorie keine Gemeinsamkeiten mit der Bibel haben. Der Vatikan ist einfach nur das letzte, wenn es um die Beantwortung dieser Frage geht. Ihr einziges Argument widerspricht zwar der Bibel nicht, ignoriert aber fast das ganze Buch Genesis
(zudem sollte ich erwähnenen das die Bibel eigentlich 5000 Jahre alt ist und nicht die sog. 3000 Jahre).
1. "Ein jedes nach seiner Art" und nicht "ein jedes nach einem Ursprung" 1:0
2."Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.
20Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels. 21Und Gott schuf große Walfische und alles Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser wimmelt, ein jedes nach seiner Art, und alle gefiederten Vögel, einen jeden nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. a 22Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich mehren auf Erden.". Muss ich noch was sagen? Es ist eindeutig klar, dass nach der Evolutionstheorie fliegende Tiere vorher erst am land lebende Tiere gewesen sein mussten. Die am Land lebenden Tiere wurden aber erst einen Tag später erschaffen. 2:0
3. Die Tage. es ist wohl eindeutig klar, dass man zu der Zeit wusste was ein Tag und ein Jahr sind. Zudem ist die Bibel in Sachen Zeit lückenlos, weswegen man von Adam an bisjetzt 7000 Jahre zählt. 3:0
4. "Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, bzum Bilde Gottes schuf er ihn; und cschuf sie als Mann und Weib." Dieser Teil hat man natürlich falsch verstanden:
:hop: "Zugleich betont der Papst jedoch, der Mensch sei gemäß der Offenbarung nach dem Bild Gottes geschaffen worden, und dies sei »eine der Achsen des christlichen Denkens«. Das Zweite Vatikanische Konzil habe daran erinnert, dass der Mensch das einzige Wesen sei, das Gott um seiner selbst willen gewollt habe. »Wenn der menschliche Körper seinen Ursprung in der lebenden Materie hat, die vor ihm existierte, dann ist doch seine Seele unmittelbar von Gott geschaffen«, schreibt der Papst, indem er die Enzyklika von Pius XII. zitierte"http://www.willighp.de/evo/creationism/evokritik05.php?PHPSESSID=71982945e3492a9856d1466b18ac6bf1 (3:1???)
richtig ist: Was Gott mit diesem Satz gemeint eigentlich hat war der Charakter des Menschen: Mitleid, Hass, Eifersucht zuempfinden. Die Dinge, die uns von Tieren unterscheiden. 4:0 !!
5. "Am Anfang war das Wort"
Es wäre doch merkwürdig, wenn man als Gott einfach nur hier und da in der Evolution rumfummeln würde um am Ende, das perfekte Lebewesen zuerschaffen. Viel wahrscheinlich ist, dass er alles aufeinmal erschafft. Nach vielen Büchern über Gott ist man sich sicher, dass er der allmächtige schon während der Schöpfung gewusst hat, das Du z.B. das hier liest oder dass ich einen Urururururenkel haben werde. 5:0
6. Der wichtigste Grund warum sich die Evolution nie mit der bibel vereinen lassen wird: Der Sündenfall!!!! er ist der eindeutige Beweis für die Unmöglichkeit, dass Gott und durch Evolution geschaffen hat. ich schau mir sehr gerne diese BBC-Dokus über Ur-Dinos, Dinos und Erben der Saurier an.
-Nach vielen Knochen hatten einige Tiere Gebisse um andere Tiere zureißen
-im Sündenfall hat Adam von dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse
gegessen.
Doch nach der Evolutionstheorie herrschte Frieden bis der Mensch in Frucht aß(, was zudem von Gott gewollt war, was ich aber nicht jetzt erläutern will).
Lest euch das erste Kapitel selbst durch, dort steht, das alle Tiere auf der Erde Pflanzen, Früchte oder Erde essen sollten, der Mensch nur Früchte, warum kämpfen die armen Biester dann viele Milliarden jahre lang um ihr leben? oder war Adam eine Mikrobe bzw. "Urzeittier"? =) "Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. d 30Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. e 31Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, fes war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag. "
6:0
7. Der allerletzte Grund dafür das der Papst und all die anderen die glauben, dass die Evolution sich mit der Bibel vereinigen lässt, falsch liegen: "zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Weib"http://www.bibel-online.de/
Dadurch ist nun eindeutig bewiesen, dass nach der Bibel, der Mensch als ein ganz anderes Geschöpf erschaffen wurde und nicht durch Evolution. 7:0 eindeutiger Sieg für Fundamentalisten.

Ich hoffe ich hab keinen damit abgeschreckt oder schlimmstenfalls dazu verholfen nicht mehr an Gott zuglauben, trotzdem bin ich mir 100%ig sicher, dass die Bibel auch wissenschaftlich eine Granate ist. Allein aus dem ersten Kapitel weiß man, wie man gesund leben kann: Obst und Gemüse essen :-D

Für Darwin und den Vatikan hat Gott auch eine Antwort:
"Irrt euch nicht, Gott läßt sich nicht verspotten!
Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten."
Galater 6,7

Ratet mal was mit den text gemeint sein könnte..


P.S.Ich fänd es wirklich nett, wenn ihr darauf antworten würdet, nur damit ich weiß, dass einer sich alle meine Äußerungen druchgelesen hat :-)
und ich missioniere nicht, falls jemand das von mir denkt. :-]

Trickmaster
 
Ich finde es gut ,das du dir soviel mühe für deine Ausführungen gegeben hast :top:

Aber ich werde irgendwie nicht so wirklich schlau daraus ; ( vielleicht liegts da dran , dass ich müde bin ^^ )

Aber du hast mich auf eine Frage gebracht:
War/ist "Gott" ein Zwitter ?
Er schuf sie als sein Ebenbild zu Mann und Frau .
Ist jetzt der Mann sein Ebenbild oder die Frau ?


Um die allgemeine Verwirrtheit weiter anzustiften :
Meiner Meinung nach ist das Universum durch den Urknall entstanden und ist kollabiert.
Die Masse des gesamten Universums ist auf einen Punkt konzentriert
(oder so)
Dann gibts wieder einen "Urknall"

Und so geht das schon immer.

Also ist das Universum unendlich

Also der Kreislauf
Entstehung - Zusammenbruch - Enstehung - Zusammenbruch ... usw
Es wurde also nie erschaffen sondern war schon immer da.

Und die Raumzeit ist nicht mit dem Urknall entstanden , sondern war auch schon immer da.
Wobei sich natürlich die Frage stellt:
Was heißt "schon immer"?

So jetzt hab ich mal wieder meine Meinung abgegeben.

Ich bau grade eine Menschen -
Zu 80 % bin ich schon fertig ;-)
Badewanne voll Wasser
 
Trickmaster am 09.03.2006 21:56 schrieb:
Zudem muss noch erwähnt werden, dass sich noch kein Astronom bzw. Astrophysiker gewagt hat die Rotverschiebung verstärkt zu untersuchen.
Nach Einstein krümmt jedes (massereiche) Objekt die Raumzeit wodurch doch logischerweise, die bei uns angekommende Rotverschiebung verfälscht bis aufs letzte sein muss (durch schwarze Löcher, Überriesen und Riesen, Planeten, Quasare, die angenommene dunkle Materie, Galaxiehaufen, Superhaufen und Galaxien). Genau dasselbe gilt auch für das Licht:
Nehmen wir mal an, ich hab ne Taschelampe und lass sie in die Weiten des Universums leuchten, dann wird das Licht zuerst:
-von der Masse der Erde abgebremst
-dann von der Masse des Sonnensystems
-danach von der Masse der Milchstraße
-dann von dem Galaxiehaufen
und zuletzt vom Universum

Das heißt, dass das Licht sich viel schneller bewegt als die angenommenen 300.000 km/s. Das heißt, dass von uns aus gesehen sich die weiterentfernteren Himmelskörper um das millionenfache langsamer bewegen, als sie sich in echt bewegen.

Zu deinen theologischen Ausführungen kann ich nichts sagen. Bin halt Atheist und kenne mich mit den verschiedenen Auslegungen der Bibel nicht aus.

Aber deine wissenschaftliche Argumentation ist wieder mal hanebüchen. Wieso behauptest du dreist, es "wage" kein Wissenschaftler sich mit der Rotverschiebung auseinanderzusetzen. Das tun und taten etliche Wissenschaftler, deine Behauptung ist ne glatte Lüge.

Zweitens: der größte Teil des Raumes ist leer, dort wird das Licht überhaupt nicht gebremst. Und selbst in der Atmosphäre ist es noch nah an der Lichtgeschwindigkeit. Die "wahre" Lichtgeschwindigkeit lässt sich aus den Brechungswinkeln und den Geschwindigkeiten ableiten, sie ist gesichert. Und keinesfalls schneller als 300.000 km/s wie du behauptest. Damit bricht auch der Rest deiner Argumentation zusammen.
 
crackajack am 09.03.2006 08:30 schrieb:
Trotzdem würde ich wegen deinem obigen Text P2 anzweiflen -> K1 falsch. Oder ist P2 auch fix?

Einen Zweifel an P2 vernünftig zu begründen, halte ich für ziemlich aussichtslos. Du bist jetzt schon dabei, eine riesige Theorie aufzustellen mit Atomen, Kausalketten, Unendlichkeit usw., um das zu bewerkstelligen, doch i.d.R. wird eine Theorie umso anfälliger für Gegenargumente, je komplizierter sie ist.

Was ist da kompliziert?
Das ist aussagenlogisch nicht möglich, dass es endlich ist.
Mehr steht ja nicht da.

Wo steht das? Ich kann deinem Einwand absolut nicht folgen.
 
aph am 09.03.2006 15:07 schrieb:
Nein würde ich nicht. OO

Also bist du doch der Meinung, dass „p“ („es gibt keinen Zeitpunkt, an dem die Einträge in dem Buch unendlich viele sind“) falsch ist?

Und nein, Kant hat nicht Recht, nur weil du das behauptest.

Und nein, Kant hat nicht nicht Recht, nur weil du das behauptest. :oink: – Irgendwie bescheuert sowas, nicht wahr?

Ich würde das Buch deswegen auch als unendlich vermuten können, weil genau das das Wesen des Wortes unendlich darstellt: Unendlich ist etwas, wenn es kein Ende hat. Dabei geht es nicht um eine zeitliche Beschränkung.

Du kannst die Zeitdimension aber nicht aus der Betrachtung streichen, den wir gehen ja davon aus, dass zu einem Zeitpunkt t ein erster Eintrag in unser Buch geschrieben wird und dann endlos (ohne Zeitbegrenzung) lange weitere hinzugefügt werden. Wir setzen hier ja nicht etwa voraus, dass die Einträge in dem Buch unendlich viele sind, sondern wir setzen voraus, dass die Einträge unendlich lange Zeit mehr werden.

Unendlich bezeichnet daher grundsätzlich etwas, das _potentiell_ unendlich ist, was sich also als unendlich erweist, wenn man einen bestimmten Prozess mit unbegrenzter Zeitdauer fortsetzt.

Ich bin mit dir völlig einer Meinung, dass die Einträge in unserem Buch „_potentiell_ unendlich“ viele sind. Nur geht es mir ja nicht darum, wie viele die Einträge in unserem Buch der Möglichkeit nach sind, sondern wie viele sie der Wirklichkeit nach, d.h. tatsächlich jemals sind. Die potentiell unendliche Anzahl der Einträge kommt ja einzig dadurch zustande, dass wir davon ausgehen, es würden endlos lange weitere hinzugefügt. Ein Zeitpunkt jedoch ist auf eine ganz bestimmte Zeitstelle fixiert. Wollten wir bis zu einem Zeitpunkt t Einträge in unser Buch schreiben und hätten t schließlich erreicht, bräuchten wir nicht mehr weiterschreiben. Dieses Nicht-mehr-weiter-schreiben erfüllt jedoch nicht die für die unendliche Zahl der Einträge nötige Voraussetzung, dass wir endlos weiterschreiben. Darum gibt es keinen Zeitpunkt, an dem die Einträge in unserem Buch unendlich viele sind.

Wenn du bei eins beginnst zu zählen, wirst du, wann immer du aufhörst, erst endlich weit gezählt haben.

Nach deiner Interpretation wäre nichts im Universum unendlich, weil wir bei jedem Ding keinen Zeitpunkt fänden, an dem es unendlich wäre.

Es wäre nichts jemals tatsächlich unendlich; potentiell unendlich könnte vieles sein.

aph am 09.03.2006 17:06 schrieb:
So sehe ich das auch. Vielleicht sollte meinereiner mal ne Definition formulieren, was seinermeinung nach "unendlich" bedeutet.

Wohl so etwas wie „ohne Ende“. In welche Schwierigkeiten man gerät, wenn man in Verbindung damit von einem erreichbaren Zeitpunkt, d.h. einem Endpunkt im Zeitverlauf redet, habe ich ja bereits mehrmals gezeigt. Ein unendlich weit entfernter Zeitpunkt ist nun einmal ein Selbstwiderspruch und damit falsch. Aus diesem Grunde muss ein unendlich weit entfernter Zeitpunkt ausgeschlossen werden. Das, was mir hier zum Vorwurf gemacht wird, ist schlichtweg das, was der Fall ist. Da kann man gerne noch so viele Hypothesen „wenn es einen unendlich lange Zeit entfernten gibt, dann...“ aufstellen: einen unendlich lange Zeit entfernten Zeitpunkt gibt es nun einmal nicht.

2. Stadium: Vorverständnis wird erweitert und korrigiert

Daran mangelt's derzeit noch.

Darum machen wir das Ganze ja.
 
Meinereiner am 10.03.2006 12:44 schrieb:
crackajack am 09.03.2006 08:30 schrieb:
Trotzdem würde ich wegen deinem obigen Text P2 anzweiflen -> K1 falsch. Oder ist P2 auch fix?
Einen Zweifel an P2 vernünftig zu begründen, halte ich für ziemlich aussichtslos. Du bist jetzt schon dabei, eine riesige Theorie aufzustellen mit Atomen, Kausalketten, Unendlichkeit usw., um das zu bewerkstelligen, doch i.d.R. wird eine Theorie umso anfälliger für Gegenargumente, je komplizierter sie ist.
Was ist da kompliziert?
Das ist aussagenlogisch nicht möglich, dass es endlich ist.
Mehr steht ja nicht da.
Wo steht das? Ich kann deinem Einwand absolut nicht folgen. [/quote]
Vollführe ich jetzt nicht nachvollziehbare Gedankensprünge oder willst du es nicht vertstehen?

Wenn ? dann Entstehung von irgendwas.
Wenn irgendwas dann Entstehung des Universums.
Wenn Universum, dann Entstehung von Planeten.
Wenn Planeten, dann Entstehung von der Erde.
bliblablup Existenz des Menschen.

Damit P2 (Es gab eine Zeit, in der die Existenz der Menschheit begann) gilt muss das obige Fragezeichen ein endliches Dingens sein.

Und sicher ist das eine riesige Theorie, da ja die gesamte Kausalitätskette beinhaltet ist. Aber nach deiner Aussagenlogik kann sie nicht endlich sein bzw. kann die Existenz der Menschheit nicht beginnen, weil schon Teile seiner Existenz immer schon da gewesen sein müssen.

Meinereiner am 10.03.2006 13:27 schrieb:
aph am 09.03.2006 17:06 schrieb:
So sehe ich das auch. Vielleicht sollte meinereiner mal ne Definition formulieren, was seinermeinung nach "unendlich" bedeutet.
Wohl so etwas wie „ohne Ende“.
.....
Ein unendlich weit entfernter Zeitpunkt ist nun einmal ein Selbstwiderspruch und damit falsch.
Dann nennen wir es halt einen unendlichen langen Zeitraum mit unendlich entfernten hypotethischem erreichbarem Zeitpunkt als Ende.
 
Meinereiner am 10.03.2006 13:27 schrieb:
Also bist du doch der Meinung, dass „p“ („es gibt keinen Zeitpunkt, an dem die Einträge in dem Buch unendlich viele sind“) falsch ist?
Nein, ich bin der Meinung, dass man solch ein "p" durchaus zutreffend formulieren kann (je nach Sichtweise), dass es aber für unser Thema nicht zielführend ist, so zu formulieren, sondern dass es uns mehr um das potentiell Mögliche gehen sollte.

Es wäre nichts jemals tatsächlich unendlich; potentiell unendlich könnte vieles sein.

Ok, wenn etwas auf Unendlichkeit untersucht wird, meint man damit also immer "potentiell unendlich", weil es gar keine andere Form von Unendlichkeit gibt?
 
Trickmaster am 09.03.2006 21:56 schrieb:
6. Der wichtigste Grund warum sich die Evolution nie mit der bibel vereinen lassen wird: Der Sündenfall!!!! er ist der eindeutige Beweis für die Unmöglichkeit, dass Gott und durch Evolution geschaffen hat. ich schau mir sehr gerne diese BBC-Dokus über Ur-Dinos, Dinos und Erben der Saurier an.
-Nach vielen Knochen hatten einige Tiere Gebisse um andere Tiere zureißen
-im Sündenfall hat Adam von dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse
gegessen.
Irgendwie verstehe ich dich nicht. Wenn du glaubst, die Erde existiere erst seit ein paar k Jahren, wie kannst du dann mit der Tatsache, dass unter Dinos und Co. auch Fleischfresser waren, irgendetwas belegen? Diese Tiere dürfte es für dich doch gar nicht gegeben haben.
Abgesehen davon sprechen deine anderen Punkte auch eher gegen die Bibel bzw. deine Interpretation davon, als gegen die Evolutionstheorie...
 
aph am 10.03.2006 12:32 schrieb:
Trickmaster am 09.03.2006 21:56 schrieb:
Zudem muss noch erwähnt werden, dass sich noch kein Astronom bzw. Astrophysiker gewagt hat die Rotverschiebung verstärkt zu untersuchen.
Nach Einstein krümmt jedes (massereiche) Objekt die Raumzeit wodurch doch logischerweise, die bei uns angekommende Rotverschiebung verfälscht bis aufs letzte sein muss (durch schwarze Löcher, Überriesen und Riesen, Planeten, Quasare, die angenommene dunkle Materie, Galaxiehaufen, Superhaufen und Galaxien). Genau dasselbe gilt auch für das Licht:
Nehmen wir mal an, ich hab ne Taschelampe und lass sie in die Weiten des Universums leuchten, dann wird das Licht zuerst:
-von der Masse der Erde abgebremst
-dann von der Masse des Sonnensystems
-danach von der Masse der Milchstraße
-dann von dem Galaxiehaufen
und zuletzt vom Universum

Das heißt, dass das Licht sich viel schneller bewegt als die angenommenen 300.000 km/s. Das heißt, dass von uns aus gesehen sich die weiterentfernteren Himmelskörper um das millionenfache langsamer bewegen, als sie sich in echt bewegen.

Zu deinen theologischen Ausführungen kann ich nichts sagen. Bin halt Atheist und kenne mich mit den verschiedenen Auslegungen der Bibel nicht aus.

Aber deine wissenschaftliche Argumentation ist wieder mal hanebüchen. Wieso behauptest du dreist, es "wage" kein Wissenschaftler sich mit der Rotverschiebung auseinanderzusetzen. Das tun und taten etliche Wissenschaftler, deine Behauptung ist ne glatte Lüge.

Zweitens: der größte Teil des Raumes ist leer, dort wird das Licht überhaupt nicht gebremst. Und selbst in der Atmosphäre ist es noch nah an der Lichtgeschwindigkeit. Die "wahre" Lichtgeschwindigkeit lässt sich aus den Brechungswinkeln und den Geschwindigkeiten ableiten, sie ist gesichert. Und keinesfalls schneller als 300.000 km/s wie du behauptest. Damit bricht auch der Rest deiner Argumentation zusammen.

Ja du hast Recht. ich habe die Sache falsch erklärt. ich meinte damit, dass für den Beobachter, dass Licht langsamer erscheint, was er natürlich nicht wahrnimmt bzw. nicht ein. Zudem gilt die Raumzeitkrümmung. Bei deutlichen Krümmungen scheinst du zwar recht zu haben, aber was íst wenn das ganze Universum nur aus Krümmungen besteht, was seine Unendlichkeit für unsere Dimension erklären würde.
"Durch die Entdeckungen in Zusammenhang mit der Relativitätstheorie musste der newtonsche, absolute Zeitbegriff aufgegeben werden. So beurteilen Beobachter, die sich relativ zueinander bewegen, zeitliche Abläufe unterschiedlich. Das betrifft sowohl die Gleichzeitigkeit von Ereignissen, die an verschiedenen Orten stattfinden, als auch die Geschwindigkeit des zeitlichen Ablaufs. Da kein absolut ruhendes Koordinatensystem definierbar ist, gibt die Frage, welcher Beobachter die Situation korrekt beurteilt, keinen Sinn. Man ordnet daher jedem Beobachter seine so genannte Eigenzeit zu. Ferner beeinflusst die Anwesenheit von Massen den Ablauf der Zeit, so dass diese an verschiedenen Orten im Gravitationsfeld unterschiedlich schnell verstreicht. Damit ist Newtons Annahme, die Zeit verfließe ohne Bezug auf äußere Gegenstände, nicht mehr haltbar."
http://de.wikipedia.org/wiki/Zeit´

Zudem sind wie gesagt fast alle Gestze des Universums von der dunklen Materie abhängig. Zur sichtbaren dunklen Materie gehören Planeten, braune Sterne, Neutronensterne, also alle Objekte, die kein Licht erzeugen. Doch das ist nur ein ganz kleiner Teil. Die restliche dunkle Materie ist kaum entdeckt und nur vermutet. Neutrinos, Photinas und Co. sind bis jetzt nur in den Köpfen der Wissenschaftler und noch gar keine Tatsache. allein Antimaterie 50% der Weltalls ist eine bekannte Materie. allerdings mit einem Nachteil:
"Trotzdem zeigen alle bisherigen Beobachtungen im Kosmos nur eine Form, willkürlich Materie genannt. Dieses offensichtliche Ungleichgewicht ist eines der großen Rätsel der Elementarteilchenphysik und Kosmologie; es wird vermutet, dass erst vereinheitlichende Theorien (beispielsweise Stringtheorie, M-Theorie, Supersymmetrie) diese ungleiche Verteilung zufriedenstellend erklären werden."
http://de.wikipedia.org/wiki/Antimaterie
Zudem ist im Umkreis von 1 Milliarden Lichtjahren sehr wenig Antimaterie zufinden.
Doch da wir am Rand eines Spiralarmes der Milchstraße wohnen müsste hier reichlich dunkle Materie vorhanden sein, die man auch messen könnte. Das trifft aber nicht zu, wodurch das zweite keplersche Gesetz in Kraft geraten müsste:
"Die Konstanz der Flächengeschwindigkeit besagt nun, dass die vom Zeiger überstrichene Fläche des elliptischen Zifferblattes für alle gleich langen Zeitabschnitte gleich groß ist. Ein Planet bewegt sich also schneller, wenn er sich nahe an der Sonne befindet, und umso langsamer, je weiter er von der Sonne entfernt ist."http://de.wikipedia.org/wiki/Keplersche_Gesetze
Die Regel gilt für alle Objekte die eine Umkreisen. Würde sich am Äquator die Erde schneller bewegen als am Nord- oder Südpol, würde dort eine leichtere Schwerkraft herrschen schlimmstenfalls alle in diesem Gebiet wegschweben. Genau daselbe gilt auch für die Milchstraße. Allein das sie flach ist wäre nicht möglich. Alle Sterne müssten sich wie eine kugelförmig um das Zentrum bewegen.
Wenn unser Sonnensystem also die Milchstraße zweimal umrundet, hätte sie logischerweise keine Spiralarme mehr, da es unmöglich ist, dass alle Sterne sich mit der selben Geschwindigkeit um das Zentrum bewegen . In der Praxis hätten wir sogar schon längst die Milchstraße verlassen, falls die Sonne sich genauso schnell um das Zentrum dreht wie die Sonnen in der Nähe des Zentrums, oder wir müssten uns immer schneller auf das Zentrum zubewegen, wenn wir uns zu langsam bewegen würden. Und das trifft ja auch auf unsere Galaxie zu. Trotzdem müssten wir uns jetzt nach 4 Milliarden Jahren, viel näher am Zentrum befinden und die Spiralarme müssten viel steiler sein. Doch auch dazu hat die Astronomie ein "Vermutung" (Ausrede). Man nimmt an das die Spiralarme nicht aus Materie bestehen können. Doch belasse ich es mal auf die Theorie der Astronomen. Durch sie müsste das Ende des Universums so aussehen:
-alle Schwarzen Löcher im Mittelpunkt der Galaxien verschlingen die Sterne, wodurch überall Dunkelheit herrscht
-das Universum vergrößert sich bis in die Ewigkeit, da man herausgefunden hat, dass das Universum zu wenig Materie hat , damit ein Big Crunch geschieht

Doch ich kenn mich auch nicht ganz mit Astrophysik aus, wodurch all das was ich hier schreibe ebenso falsch sein kann. :oink:

Deswegen werd ich lieber nicht mehr so oft etwas über Astronomie und Physik posten.
 
drunkenmonkey am 10.03.2006 15:29 schrieb:
Trickmaster am 09.03.2006 21:56 schrieb:
6. Der wichtigste Grund warum sich die Evolution nie mit der bibel vereinen lassen wird: Der Sündenfall!!!! er ist der eindeutige Beweis für die Unmöglichkeit, dass Gott und durch Evolution geschaffen hat. ich schau mir sehr gerne diese BBC-Dokus über Ur-Dinos, Dinos und Erben der Saurier an.
-Nach vielen Knochen hatten einige Tiere Gebisse um andere Tiere zureißen
-im Sündenfall hat Adam von dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse
gegessen.
Irgendwie verstehe ich dich nicht. Wenn du glaubst, die Erde existiere erst seit ein paar k Jahren, wie kannst du dann mit der Tatsache, dass unter Dinos und Co. auch Fleischfresser waren, irgendetwas belegen? Diese Tiere dürfte es für dich doch gar nicht gegeben haben.
Abgesehen davon sprechen deine anderen Punkte auch eher gegen die Bibel bzw. deine Interpretation davon, als gegen die Evolutionstheorie...
Wer hat jemals gesagt, dass es Dinos und Co. nie gegeben hat?
Nach der Bibel, wurden sie von Gott nicht auf die Arche gelassen, da sie seiner Meinung nach für den Menschen eine zu große Gefahr darstellten. Gäbe noch all die Urzeittiere, wäre die Weltbevölkerung nicht so groß wie sie heute ist. Die Legenden über Drachen lassen auch darauf schließen, dass Menschen besonders Sauriern begegnet sind. Eine Lüge oder märchen hätte sich zu der Zeit nicht so schnell ausbreiten können, weswegen die Geschichten über Drachen vielen ein Rätsel ist. Das sie mit Komodorwaranen verwechselt wurden kann nicht möglich sein, da diese nie in Deutschland gelebt haben. Auch die Theorie, dass jemand Knochen von ihnen gefunden hätte gilt vielleicht nur für Ausnahmen, da diese tief in der Erde vergraben sind. Zudem gibt es die unglaubliche Fußspur eines Menschen um den Fußspuren eines Dinosauriers, was die Wissenschaft nicht klären kann.
 
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