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    Vielen Dank

Amerika, Amerika, und am 6. Tag ...

ElNonsk am 30.07.2007 09:34 schrieb:
Hi, bin wieder da :)
Das ist schön, aber ich bin ab heute abend erst mal weg. :P

Eine Bitte an aph. Du hattest mir versprochen auf meinen Post zu antworten. Könntest du mir bitte die Links zu deinen Antworten angeben.
Müssten dann die hier sein:
http://www.pcgames.de/?menu=0901&s=thread&bid=10&tid=4234796&mid=5852987#5852987
http://www.pcgames.de/?menu=0901&s=thread&bid=10&tid=4234796&mid=5854890#5854890

Mehrere Fragen meinerseits um auf den neuesten Stand zu kommen:
1) Ist es für die bisherige Diskussion relevant wenn ich mir die während meiner Abwesenheit geschriebenen Posts durchlese, oder ist das wieder ein ganz anderes Thema.
Das waren nur Warmhalt-Übungen.
2) Wurde das Thema "Wissenschaftstheorie" durchgemacht (respektive weiß sei-shirin jetzt was ich unter "Glaube in WIssenschaft" - ob nun Natur- oder Geisteswissenschaften - verstehe)?
3) Wurde noch einmal auf das Thema "Mittelalter - Dark Age?" eingegangen?
Beides: Hä?
4) Ist klar, dass sich die Evolutionstheorie nicht mit der Lehre der kath. Kirche beißt?
Keine Ahnung. War das Thema?

P.P.S.: Ich weiße nochmals darauf hin, dass ich nur „beweisen“ will, dass der Glaube an Gott vernünftig ist (Achtung: Das bedeutet nicht, dass der Glaube an Gott unvernünftig ist!). Eigentlich stört sich daran ja nur aph, was ich nicht verstehen kann, da er ja angeblich Agnostiker ist (und damit wären ja beide, sowohl Glaube als auch Unglaube, vernünftig oder beide unvernünftig – wie man’s nimmt *gg*).
Nun, dann kommt es wohl darauf an, was du unter "vernünftig" verstehst.
Wann ist es vernünftig, etwas zu glauben? Ich schätze, das hängt stets von mehreren Faktoren ab und ist letztlich immer auch subjektiv.

Ich will mal ein paar Beispiele nehmen, wie ich das für gewöhnlich halte.

1. Vor einigen Monaten war in den online-mags ein Bild von einem riesigen Wildschwein zu sehen, der Angabe von über 400kg und der Behauptung, der kleine Sohn der Familie hätte es bei der Jagd erschossen.
Zeugenanzahl: gering
Zeugenglaubwürdigkeit: unbekannt
Widersprüchlichkeit der Zeugenaussagen: nein
Wahrscheinlichkeit der Beobachtung: gering, aber möglich
Nützlichkeit der Theorie: nicht existent
Nützlichkeit der Theorie für die Zeugen: denkbar
Querverweise: keine

Ich entschied mich, das nicht zu glauben und eine Woche später konnte ich feststellen, damit richtig gelegen zu haben.

2. Vor einem Jahr berichteten die Boulevardblätter erregt, dass ein vorbestrafter Kinderschänder in der brandenburgischen Provinz einen Nachbarsjungen entführt habe. Ein Bekannter der Mutter habe den Mann beim Eisessen gesehen, und andere haben gesehen, wie er vor dem Haus in dessen Auto stieg.
Zeugenanzahl: gering
Zeugenglaubwürdigkeit: anzunehmen
Widersprüchlichkeit der Zeugenaussagen: ja (keine Zwanganwendung)
Wahrscheinlichkeit der Beobachtung: gering
Nützlichkeit der Theorie: nicht existent
Nützlichkeit der Theorie für die Zeugen: nein
Querverweise: keine

Auch hier entschied ich mich für's Nichtglauben. Es stellte sich später heraus, dass der Junge freiwillig von einer Gartenparty geflüchtet war und mit dem Nachbarn Eis essen gehen wollte, weil er seiner Mutter eins auswischen wollte. Die Boulevardblätter verzichteten darauf, auch über diese Auflösung zu berichten.

3. "Jesus ist auferstanden"
Zeugenanzahl: einige
Zeugenglaubwürdigkeit: unbekannt, da verstorben
Widersprüchlichkeit der Zeugenaussagen: hoch
Wahrscheinlichkeit der Beobachtung: äußerst gering
Nützlichkeit der Theorie: subjektiv
Nützlichkeit der Theorie für die Zeugen: unbekannt, aber denkbar. Insbesondere ist und war die Theorie für die Verbreiter der Zeugnisse nützlich.
Querverweise: keine zwingende Zuordnung möglich

Ich brauche wohl nicht erwähnen, dass ich mich auch hier für das Nichtglauben entscheide.

4. "Wenn man mit einer Geschwindigkeit nahe der des Lichtes fliegt, vergeht die Zeit für den Reisenden langsamer."
Zeugenanzahl: einige
Zeugenglaubwürdigkeit: gegeben (vor allem da die Experimente wiederholbar sind)
Widersprüchlichkeit der Zeugenaussagen: nicht vorhanden
Wahrscheinlichkeit der Beobachtung: bis dahin gering
Nützlichkeit der Theorie: mir unbekannt
Nützlichkeit der Theorie für die Zeugen: unbekannt
Querverweise: Einsteins Relativitätstheorie, die die Ergebnisse der Messungen vorausgesagt hat und theoretisch begründet

Für mich als Agnostiker ist es nicht vernünftig irgendwas zu glauben, das mir erzählt wird. Die Frage nach Gott finde ich so lange irrelevant, wie ich keine glaubwürdigen Hinweise auf seine Existenz finde. Wenn ich etwas irrelevant finde, ist es auch nicht vernünftig, daran zu glauben.

Ich muss allerdings feststellen, dass ich mit wenigstens 3 meiner 4 Beispiele zu einer Minderheit gehöre, die sie nicht glaubten. Nur: Was sagt das über die Vernunft des Glaubens aus? Und über ihre Subjektivität?
 
Trickmaster am 30.07.2007 14:51 schrieb:
:-D Wenn man das so liest, scheinst du zu glauben, dass dein verhalten wohl nur von deinen Instinkten geprägt ist. Hier in Deutschland in Europa!! Du bist das, was man heutzutage Kulturchrist nennt, wenn du verstehst was ich meine. Von oben bis unten hat sich in deinem gehirn, wei auch in allen anderen die christliche Moral eingebrannt. Menschlich sein ist etwas völlig anderes. Menschlichkeit zeigt sich im Holocaust z.B. oder auf Guantanamo. Mich verwundert immer wieder, was für Vorstelllungen manche Menschen vom Menschsein haben.
Wie kommst du darauf, dass ich zu sowas nicht fähig wäre? Was mit Wächtern passiert, oder mit Menschenmassen, denen man ihre Überlegenheit eintrichtert, passieren kann, sind ebenfalls menschliche Instinkte. Der Mensch ist in der Hinsicht ja recht vielfältig, weil er sich an viele Lebensumstände anpassen können musste.

Intelligenz gepaart mit Instinkten ist eine sehr gefährliche Mischung, die nur durch Moral, die durch die Memetik der ganzen Menschheit mitgeführt wurde "verdünnt" werden kann. Das ist Wissenschaft.
Nein, das ist Unfug. Und ich bin der lebende Gegenbeweis.

Was ich sagen will. Wir alle sind manipuliert (wobei diese Manipulation nicht Negatives ist) und jeder glaubt an etwas. Entweder an Gott/Götter oder an garkeinen Gott. Beides ist ein Glaube und beides füllt die Stellen im gehirn

Stimmt ebenfalls nicht. Zumindest nicht für mich. Ich kann keine Lücke füllen, die nicht existiert. Schon gar nicht mit etwas, das ebenfalls nicht existiert. Der Gedanke daran, dass Gott nicht existieren könnte (was ich nicht weiß) erfüllt mich ja nicht etwa mit irgendeinem Wohlbehagen. Es ist für mich schlicht irrelevant.
 
aph am 30.07.2007 17:11 schrieb:
Trickmaster am 30.07.2007 14:51 schrieb:
Intelligenz gepaart mit Instinkten ist eine sehr gefährliche Mischung, die nur durch Moral, die durch die Memetik der ganzen Menschheit mitgeführt wurde "verdünnt" werden kann. Das ist Wissenschaft.
Nein, das ist Unfug. Und ich bin der lebende Gegenbeweis.
Nicht übertreiben.
Bist du etwa einer dieser Menschen, die glauben, dass der Mensch einen freien Willen hat?
Mal davon abgesehen, dass wirklich jeder "normale" Mensch erzogen wurde. Und in Europa können deine Eltern/Großeltern, falls sie hier geboren sind, noch so sehr atheistisch geprägt sein. Sie alle gehören zur Rubrik Kulturchristen, d.h. es sind Mneschen, die christliche Werte mitgeteilt bekommen haben und sich nach diesen Werten verhalten. Das muss man es nicht merken. Und selbst, wenn sie dir diese Werte nicht mitgegeben haben kupferst du dir sie unbewusst von anderen ab. Das nennt man Memetik :-P
Genauso wie man lernt eine Sprache spricht ohne sich daran erinnern zu können von wem man sie gelernt hat, die übrigens auch einen passenden bereich im Gehirn einimmt, gibt es auch für Werte und den Glauben einen passenden Bereiche, wo diese abgespeichert werden. Ob man nun an Gott glaubt oder eben nicht an ihn glaubt ist egal. Oder hast du wissenschaftliche Beweise dafür, dass ich nicht Recht habe. ;-) Falls ja tut es mir leid, aber ich versuche mich so gut wie möglich an die neuesten wissenschaftlichen Kenntnisse und an meine Vernunft zu halten. Und ich kann mir keine absolut atheistische Gesellschaft vorstellen, die dieselben Ausmaße hat, wie unsere Jetztige. :-|

@crackajack

Ich persöhnlich zweifle ja sehr stark daran, dass die Menschen damals dort in der Wüste einen Kalendar mit 365/366 Tagen hatten, geschweige denn ihn lesen konnten. Das ist meine eigentliche Meinung dazu. =) Diese unterstütze ich auch vollstens.
 
crackajack am 30.07.2007 15:08 schrieb:
Inwieweit muss/darf ich denn das Genesis-buch wörtlich nehmen?
Ich zum Bleistift stosse mich etwas daran, dass alle "meine Vorfahren" locker über 100 Jahre alt geworden sind- beinahe 1000 Jahre- obwohl die Wahrscheinlichkeit ein solches Alter zu erreichen seeeehr unwahrscheinlich wäre. (z.B. hier http://www.bibel-online.net/buch/01.1-mose/5.html bzw. hier http://www.bibel-online.net/buch/01.1-mose/11.html)
Das gehört zwar nicht wirklich zur Evolutionstheorie, aber wenn man schon mit Jahreszahlen rumwirft und damit mögliche Menschenalter, die sehr ungewöhnlich sind, in Stein meißelt ...... Das mit den Jahreszahlen ist nur ähnlich wie der Dieter Nuhr Witz mit den exakt 72 Jungfrauen für die moslemischen Attentäter. ;-)
Was soll man mit den Jahreszahlen nun anfangen?
Viel weiter bin ich nicht gekommen, wenn du mir das erklären kannst, lese ich vielleicht weiter. (Wobei der Stammbaun wohl sowieso zum langweiligsten gehört das ich je in einem Buch lesen durfte. Vollkommen unnütz und uninteressant. :-P
Diese Zahlen sind -wie fast alle anderen im AT- symbolischer Natur. Aber genaueres weiß ich dazu nicht, Exegese war nie mein Lieblingsfach. :-S
(Und die Stammbaumreihen sind totlangweilig. ;-) )
 
Doc_Holiday am 30.07.2007 22:12 schrieb:
Leugnest Du ihn etwa? :-o
Wenn man davon ausgeht, dass Gott allwissend ist kann man meiner Meinung nach an nichts anderes glauben und wissenschaftlich gibt es immer mehr Beweise dafür, dass unser Gehirn uns nur ein freien Willen vorspielt.
Wenn man, wie Gott die Zukunft vorhersagen will, muss man wirklich bis aufs Letzte wissen, wie sich ein Mensch verhält. Und um das zu wissen, muss man wohl davon ausgehen, dass es keinen echten freien Willen gibt.

Ich bin davon überzeugt, dass sehr sehr viele Faktoren (Laune, Sehvermögen, Tageszeit, Position der Extremitäten,..) in unserem Gehirn dafür verantwortlich sind, was für eine Entscheidung wir über etwas treffen. Der freie Wille und Zufall sind nichts anderes als Ausreden. Früher oder später wird man das ganze erklären können oder man hat es schon. Der freie Wille ist enes dieser Dinge. Das sagt sogar die Bibel und dieses Buch weiß sehr viel über die Psychologie des Menschens und war in diesem bereich der Wissenschaft schon weit voraus. Wer das widerlegen möchte kann ich auf Wunsch die passenden Verse posten (ich schaue dabei besonders aph an). :-D

@Doc_Holiday Jepp. Schaut man sich nur mal an wie alt Noah geworden ist (777 Jahre). Wenn das nicht eine Bedeutung hat. :-D Warum es so manchen Stammbaum in der Bibel gibt weiß ich auch nicht und es ist auch ziemlich langweilig diese durchzulesen. Genau wie der Starwars-Vorspann, den ich mir wirklich nur in einem einzigen Film durchgelesen habe, aber das ist wohl ein völlig anderes Thema. :ugly:
 
ElNonsk am 30.07.2007 09:34 schrieb:
2) Wurde das Thema "Wissenschaftstheorie" durchgemacht (respektive weiß sei-shirin jetzt was ich unter "Glaube in WIssenschaft" - ob nun Natur- oder Geisteswissenschaften - verstehe)?

Ich denke nicht, dass er das weiß. Er hat sich aber irgendwann nicht mehr gemeldet. Keine Ahnung ob er überhaupt noch mit liest.

Aber könntest du es vielleicht trotzdem mal kurz erklären, was es mit dem Glauben in der Wissenschaft auf sich hat. Besonders bei den Naturwissenschaften.

3) Wurde noch einmal auf das Thema "Mittelalter - Dark Age?" eingegangen?

Ich denke da gibt es im Moment keinen weiteren Erklärungsbedarf
 
Trickmaster am 30.07.2007 22:32 schrieb:
@Doc_Holiday Jepp. Schaut man sich nur mal an wie alt Noah geworden ist (777 Jahre). Wenn das nicht eine Bedeutung hat. :-D
777 stimmt doch gar nicht, eine Boeing wär mir nämlich aufgefallen.*g*
Gen 9,28
Noah aber lebte nach der Sintflut dreihundertundfünfzig Jahre, daß sein ganzes Alter ward neunhundertundfünfzig Jahre, und starb. ;-)
Wobei das dann wohl genauso irgendwas und gar nichts heißt.


Doc_Holiday am 30.07.2007 22:17 schrieb:
Diese Zahlen sind -wie fast alle anderen im AT- symbolischer Natur.
Wenn man (Jahres-)Zahlen "vergewaltigt" wird es für mich schon etwas bizarr. Wird doch voll sinnlos, wenn kein Mensch versteht was gemeint ist, aber ich ignorier sowas dann einfach.

Und die Stammbaumreihen sind totlangweilig. ;-)
Und ich hatte schon befürchtet, dass ich deswegen die Schlusspointe nicht mitbekommen werde.^^
 
Trickmaster am 30.07.2007 22:32 schrieb:
Doc_Holiday am 30.07.2007 22:12 schrieb:
Leugnest Du ihn etwa? :-o
Wenn man davon ausgeht, dass Gott allwissend ist kann man meiner Meinung nach an nichts anderes glauben und wissenschaftlich gibt es immer mehr Beweise dafür, dass unser Gehirn uns nur ein freien Willen vorspielt.
Wenn man, wie Gott die Zukunft vorhersagen will, muss man wirklich bis aufs Letzte wissen, wie sich ein Mensch verhält. Und um das zu wissen, muss man wohl davon ausgehen, dass es keinen echten freien Willen gibt.

Ich bin davon überzeugt, dass sehr sehr viele Faktoren (Laune, Sehvermögen, Tageszeit, Position der Extremitäten,..) in unserem Gehirn dafür verantwortlich sind, was für eine Entscheidung wir über etwas treffen. Der freie Wille und Zufall sind nichts anderes als Ausreden. Früher oder später wird man das ganze erklären können oder man hat es schon. Der freie Wille ist enes dieser Dinge. Das sagt sogar die Bibel und dieses Buch weiß sehr viel über die Psychologie des Menschens und war in diesem bereich der Wissenschaft schon weit voraus. Wer das widerlegen möchte kann ich auf Wunsch die passenden Verse posten (ich schaue dabei besonders aph an). :-D

Ähmm hier muss ich mal was zu sagen :ugly:

Die Bibel bzw. die Religion, also jede Religion, muss doch von einem freien Willen ausgehen :-o

Das sieht man ja schon an den Geboten:
"Du sollst nicht stehlen" bedeutet ja: "entscheide dich bitte dafür nicht zu stehlen"

Gäbe es den freien Willen nicht, bräuchte es auch nicht ein solches Gebot. Gott hätte einen Gruppe "Diebe" und eine Gruppe "Nicht-Diebe" geschaffen. Die Diebe könnten nichts dafür, dass sie stehlen (sie wurden ja als Diebe geschaffen) - sie würden sich ohnehin nicht an das Gebot halten. Die Nicht-Diebe stehlen nicht, weil die eben als Nicht-Diebe geschaffen wurden - sie haben ein Gebot also auch nicht nötig, weil sie sich ohnehin so verhalten.

Also über diesen Punkt (kein freier Wille) musst du noch einmal ernsthaft nachdenken.

Im übrigen gibt es höchstens Hinweise darauf, dass es einen freien Willen angeblich nicht gibt, aber keine Beweise. Ich persönlich lehne diese Sichtweise in meinem Weltbild kategorisch ab.
 
TBrain am 30.07.2007 23:50 schrieb:
Trickmaster am 30.07.2007 22:32 schrieb:
Doc_Holiday am 30.07.2007 22:12 schrieb:
Leugnest Du ihn etwa? :-o
Wenn man davon ausgeht, dass Gott allwissend ist kann man meiner Meinung nach an nichts anderes glauben und wissenschaftlich gibt es immer mehr Beweise dafür, dass unser Gehirn uns nur ein freien Willen vorspielt.
Wenn man, wie Gott die Zukunft vorhersagen will, muss man wirklich bis aufs Letzte wissen, wie sich ein Mensch verhält. Und um das zu wissen, muss man wohl davon ausgehen, dass es keinen echten freien Willen gibt.

Ähmm hier muss ich mal was zu sagen :ugly:

Die Bibel bzw. die Religion, also jede Religion, muss doch von einem freien Willen ausgehen :-o

Das sieht man ja schon an den Geboten:
"Du sollst nicht stehlen" bedeutet ja: "entscheide dich bitte dafür nicht zu stehlen"

Gäbe es den freien Willen nicht, bräuchte es auch nicht ein solches Gebot. Gott hätte einen Gruppe "Diebe" und eine Gruppe "Nicht-Diebe" geschaffen. Die Diebe könnten nichts dafür, dass sie stehlen (sie wurden ja als Diebe geschaffen) - sie würden sich ohnehin nicht an das Gebot halten. Die Nicht-Diebe stehlen nicht, weil die eben als Nicht-Diebe geschaffen wurden - sie haben ein Gebot also auch nicht nötig, weil sie sich ohnehin so verhalten.

Was in der Bibel steht, ist nicht unbedingt konsistent. Gottes Allwissenheit ist mit dem Freien Willen unvereinbar, das lässt sich logisch zeigen (sofern man nicht den Metaphysikjoker zieht und behauptet, man könne hier nicht mit logischen Überlegungen rangehen). Sind die Zehn Gebote an den Freien Willen gekoppelt, so ist dieser auch mit jenen unvereinbar. Was man daraus macht, muss wohl jeder selbst sehen.
 
@crackajack
"Lamech war 182 Jahre alt und zeugte einen Sohn und nannte ihn Noah und sprach: Der wird uns trösten in unserer Mühe und Arbeit auf dem Acker, den der HERR averflucht hat. Danach lebte er 595 Jahre und zeugte Söhne und Töchter, daß sein ganzes Alter ward 777 Jahre, und starb. " :ugly:

"Auch Biologen haben versucht, die Frage des freien Willens zu erhellen. Eine der hitzigen Debatten der Biologie ist die Frage Natur vs. Prägung. Wie wichtig sind Genetik und biologische Grundlagen für das menschliche Verhalten im Gegensatz zur Prägung durch Kultur und Umgebung? Genetische Studien haben viele spezifische genetische Faktoren identifiziert, die die Persönlichkeit eines Individuums beeinflussen, von offensichtlichen Fällen wie dem Down-Syndrom bis hin zu eher subtilen Effekten wie der statistischen Disposition für Schizophrenie. In allen Fällen handelt es sich um ein Wechselspiel zwischen Disposition und Umwelt. Im biologischen Sinne wird auch der Wille eines Menschen also bestimmt durch Erbanlagen und Umwelteinflüsse."
Quelle: wikipedia.de Suchbegriff: "freier Wille"
 
TBrain am 30.07.2007 23:50 schrieb:
Ähmm hier muss ich mal was zu sagen :ugly:

Die Bibel bzw. die Religion, also jede Religion, muss doch von einem freien Willen ausgehen :-o

Das sieht man ja schon an den Geboten:
"Du sollst nicht stehlen" bedeutet ja: "entscheide dich bitte dafür nicht zu stehlen" [...]
Öhm, nein, das steht da nicht: Im Original heißt es lapidar "Du nicht stehlen." Das Hilfsverb muss je nach Verstehenshorizont (oder beabsichtigter Interpretation) eingefügt werden; bei uns hat sich die Lesart mit "sollst" durchgesetzt. Ich persönlich finde "Du wirst nicht ..." angebracht: "Wenn Du Gott liebst, wirst Du nicht töten/stehlen/ehebrechen/etc."
 
Meinereiner am 31.07.2007 00:26 schrieb:
Was in der Bibel steht, ist nicht unbedingt konsistent. Gottes Allwissenheit ist mit dem Freien Willen unvereinbar, das lässt sich logisch zeigen (sofern man nicht den Metaphysikjoker zieht und behauptet, man könne hier nicht mit logischen Überlegungen rangehen). Sind die Zehn Gebote an den Freien Willen gekoppelt, so ist dieser auch mit jenen unvereinbar. Was man daraus macht, muss wohl jeder selbst sehen.

Ich für meinen Teil wäre nie auf die Idee gekommen in der Bibel nach Konsistenz zu suchen ;-)

Das wäre ja ziemlich schwer zu bewerkstelligen, da sie über mehrere Jahrhunderte von jeder Menge verschiedener Personen geschrieben, die sich offenbar nicht abgesprochen haben. ^^

Ich würde in dem Fall den Joker ziehen wollen *g*
 
Doc_Holiday am 31.07.2007 13:39 schrieb:
TBrain am 30.07.2007 23:50 schrieb:
Ähmm hier muss ich mal was zu sagen :ugly:

Die Bibel bzw. die Religion, also jede Religion, muss doch von einem freien Willen ausgehen :-o

Das sieht man ja schon an den Geboten:
"Du sollst nicht stehlen" bedeutet ja: "entscheide dich bitte dafür nicht zu stehlen" [...]
Öhm, nein, das steht da nicht: Im Original heißt es lapidar "Du nicht stehlen." Das Hilfsverb muss je nach Verstehenshorizont (oder beabsichtigter Interpretation) eingefügt werden; bei uns hat sich die Lesart mit "sollst" durchgesetzt. Ich persönlich finde "Du wirst nicht ..." angebracht: "Wenn Du Gott liebst, wirst Du nicht töten/stehlen/ehebrechen/etc."

Gut, jetzt mal unabhängig von den Übersetzungsfehlern bzw. -problemen. Man muss doch von einem freien Willen ausgehen, oder? Ansonsten wäre imo jede Religion/ Ethik überflüssig.

Bei deiner Übersetzung muss man sich ja immerhin noch dafür entscheiden Gott zu lieben. Also trotzdem eine freie Entscheidung.
 
TBrain am 31.07.2007 14:14 schrieb:
Doc_Holiday am 31.07.2007 13:39 schrieb:
TBrain am 30.07.2007 23:50 schrieb:
Ähmm hier muss ich mal was zu sagen :ugly:

Die Bibel bzw. die Religion, also jede Religion, muss doch von einem freien Willen ausgehen :-o

Das sieht man ja schon an den Geboten:
"Du sollst nicht stehlen" bedeutet ja: "entscheide dich bitte dafür nicht zu stehlen" [...]
Öhm, nein, das steht da nicht: Im Original heißt es lapidar "Du nicht stehlen." Das Hilfsverb muss je nach Verstehenshorizont (oder beabsichtigter Interpretation) eingefügt werden; bei uns hat sich die Lesart mit "sollst" durchgesetzt. Ich persönlich finde "Du wirst nicht ..." angebracht: "Wenn Du Gott liebst, wirst Du nicht töten/stehlen/ehebrechen/etc."

Gut, jetzt mal unabhängig von den Übersetzungsfehlern bzw. -problemen. Man muss doch von einem freien Willen ausgehen, oder? Ansonsten wäre imo jede Religion/ Ethik überflüssig.

Bei deiner Übersetzung muss man sich ja immerhin noch dafür entscheiden Gott zu lieben. Also trotzdem eine freie Entscheidung.
Ja, sehe ich auch so. Ich glaube, dass Gott uns die Freiheit lässt, an Ihn zu glauben oder auch nicht, Böses oder Gutes zu tun usf.- mit allen Konsequenzen, die das nachsich ziehen mag.
 
crackajack am 30.07.2007 15:08 schrieb:
ElNonsk am 30.07.2007 09:34 schrieb:
1) Ist es für die bisherige Diskussion relevant wenn ich mir die während meiner Abwesenheit geschriebenen Posts durchlese, oder ist das wieder ein ganz anderes Thema.
Das musst du selber wissen.
Ok.
2) Wurde das Thema "Wissenschaftstheorie" durchgemacht (respektive weiß sei-shirin jetzt was ich unter "Glaube in WIssenschaft" - ob nun Natur- oder Geisteswissenschaften - verstehe)?
Das wird wohl nur seishin-ri wissen.
Wobei man ja nie wirklich weiß, ob jemand anderes etwas genau so verstanden hat, wie man meint das er er verstanden hat, oder?
Ok, wird schauen, ob ich noch Zeit finde, das Thema zu behandeln.
3) Wurde noch einmal auf das Thema "Mittelalter - Dark Age?" eingegangen?
Vielleicht weiß aph oder TBrain wann du dich ausgeklinkt hast und was dazwischen passiert ist. Ich habe keinen Durchblick mehr.
Ok (na das geht heute aber schnell *gg*).
4) Ist klar, dass sich die Evolutionstheorie nicht mit der Lehre der kath. Kirche beißt?
Klar ist wieder so eine Sache.
Inwieweit muss/darf ich denn das Genesis-buch wörtlich nehmen?
Ich zum Bleistift stosse mich etwas daran, dass alle "meine Vorfahren" locker über 100 Jahre alt geworden sind- beinahe 1000 Jahre- obwohl die Wahrscheinlichkeit ein solches Alter zu erreichen seeeehr unwahrscheinlich wäre. (z.B. hier http://www.bibel-online.net/buch/01.1-mose/5.html bzw. hier http://www.bibel-online.net/buch/01.1-mose/11.html)
Das gehört zwar nicht wirklich zur Evolutionstheorie, aber wenn man schon mit Jahreszahlen rumwirft und damit mögliche Menschenalter, die sehr ungewöhnlich sind, in Stein meißelt ...... Das mit den Jahreszahlen ist nur ähnlich wie der Dieter Nuhr Witz mit den exakt 72 Jungfrauen für die moslemischen Attentäter. ;-)
Was soll man mit den Jahreszahlen nun anfangen?
Viel weiter bin ich nicht gekommen, wenn du mir das erklären kannst, lese ich vielleicht weiter. (Wobei der Stammbaun wohl sowieso zum langweiligsten gehört das ich je in einem Buch lesen durfte. Vollkommen unnütz und uninteressant. :-P )
Gut, um das Thema (für die kath. Kirche zumindest) ein für alle Mal zu beenden, dazu Folgendes (DocHoliday hat ja schon das Wichtigste dazu gesagt):
Die wörtliche Auslegung der Bibel ist nach Lehre der katholischen Kirche Häresie!

Dazu eine Textstelle aus dem Dokument zur „Interpretation der Bibel in der Kirche“ (wer will kann sich auch den ganzen Text durchlesen – Bedenken über ein unwissenschaftliches Vorgehen der kath. Kirche in Bezug auf die Auslegung der Bibel dürften dann – wenn nicht sogar verschwunden – so doch abgemildert sein):

F. Der fundamentalistische Umgang mit der Heiligen Schrift
Die fundamentalistische Verwendung der Bibel geht davon aus, daß die Heilige Schrift – das inspirierte Wort Gottes und frei von jeglichem Irrtum – wortwörtlich gilt und bis in alle Einzelheiten wortwörtlich interpretiert werden muß. Mit solcher „wortwörtlicher Interpretation“ meint sie eine unmittelbare buchstäbliche Auslegung, d.h. eine Interpretation, die jede Bemühung, die Bibel in ihrem geschichtlichen Wachstum und in ihrer Entwicklung zu verstehen, von vorneherein ausschließt. Eine solche Art, die Bibel zu lesen, steht im Gegensatz zur historisch-kritischen Methode, aber auch zu jeder anderen wissenschaftlichen Interpretationsmethode der Heiligen Schrift.
Der fundamentalistische Umgang mit der Heiligen Schrift hat seine Wurzeln in der Zeit der Reformation, wo man dafür kämpfte, dem Literalsinn der Heiligen Schrift treu zu bleiben. Nach der Aufklärung erschien diese Art, die Bibel zu lesen, im Protestantismus als Reaktion auf die liberale Exegese. Der Begriff „fundamentalistisch“ wurde auf dem Amerikanischen Bibelkongreß geprägt, der 1895 in Niagara im Staate New York stattfand. Die konservativen protestantischen Exegeten legten damals „fünf Punkte des Fundamentalismus“ fest: die Lehre von der wörtlichen Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift, der Gottheit Christi, der jungfräulichen Geburt Jesu, der stellvertretenden Sühne Jesu und der körperlichen Auferstehung bei der Wiederkunft Christi. Als der fundamentalistische Umgang mit der Bibel sich in anderen Weltteilen ausbreitete, führte er in Europa, Asien, Afrika und Südamerika zu weiteren Spielarten, die alle auch die Bibel „buchstäblich“ lesen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fand der fundamentalistische Gebrauch der Bibel in religiösen Gruppen und Sekten wie auch unter den Katholiken immer mehr Anhänger.
Obschon der Fundamentalismus mit Recht auf der göttlichen Inspiration der Bibel, der Irrtumslosigkeit des Wortes Gottes und den anderen biblischen Wahrheiten insistiert, die in den fünf genannten Grundsätzen enthalten sind, so wurzelt seine Art, diese Wahrheiten darzulegen, doch in einer Ideologie, die nicht biblisch ist, mögen ihre Vertreter auch noch so sehr das Gegenteil behaupten. Denn diese verlangt ein totales Einverständnis mit starren doktrinären Haltungen und fordert als einzige Quelle der Lehre im Hinblick auf das christliche Leben und Heil eine Lektüre der Bibel, die jegliches kritisches Fragen und Forschen ablehnt.
Das Grundproblem dieses fundamentalistischen Umgangs mit der Heiligen Sch rift besteht darin, daß er den geschichtlichen Charakter der biblischen Offenbarung ablehnt und daher unfähig wird, die Wahrheit der Menschwerdung selbst voll anzunehmen. Für den Fundamentalismus ist die enge Verbindung zwischen Göttlichem und Menschlichem in der Beziehung zu Gott ein Ärgernis. Er weigert sich zuzugeben, daß das inspirierte Wort Gottes in menschlicher Sprache ausgedrückt und unter göttlicher Inspiration von menschlichen Autoren niedergeschrieben wurde, deren Fähigkeiten und Mittel beschränkt waren. Er hat deshalb die Tendenz, den biblischen Text so zu behandeln, als ob er vom Heiligen Geist wortwörtlich diktiert worden wäre. Er sieht nicht, daß das Wort Gottes in einer Sprache und in einem Stil formuliert worden ist, die durch die jeweilige Epoche der Texte bedingt sind. Er schenkt den literarischen Gattungen und der menschlichen Denkart, wie sie in den biblischen Texten vorliegen, keinerlei Beachtung, obschon sie Frucht einer sich über mehrere Zeitepochen erstreckenden Erarbeitung sind und Spuren ganz verschiedener historischer Situationen tragen.
Der Fundamentalismus betont über Gebühr die Irrtumslosigkeit in Einzelheiten der biblischen Texte, besonders was historische Fakten oder sogenannte wissenschaftliche Wahrheiten betrifft. Oft faßt er als geschichtlich auf, was gar nicht den Anspruch auf Historizität erhebt; denn für den Fundamentalismus ist alles geschichtlich, was in der Vergangenheitsform berichtet oder erzählt wird, ohne daß er auch nur der Möglichkeit eines symbolischen oder figurativen Sinnes die notwendige Beachtung schenkt.
Der Fundamentalismus hat oftmals die Tendenz, die Probleme des biblischen Textes in seiner hebräischen, aramäischen oder griechischen Sprachgestalt zu ignorieren. Nicht selten ist er eng an eine bestimmte, alte oder neue Übersetzung gebunden. Auch geht er nicht auf die Tatsache von „relectures“ in gewissen Abschnitten innerhalb der Bibel selbst ein.
Was die Evangelien anlangt, so trägt der Fundamentalismus dem Wachsen der Tradition der Evangelien keine Rechnung, sondern verwechselt naiv den Endtext dieser Tradition (das, was von den Evangelisten geschrieben wurde) mit ihrer Erstform (die Taten und Worte des geschichtlichen Jesus). Zugleich vernachlässigt er eine wichtige Dimension: die Art und Weise, wie die ersten christlichen Gemeinden selbst die Wirkung von Jesus und seiner Botschaft verstanden haben. Dabei bezeugt gerade dieses urchristliche Verständnis die apostolische Herkunft des christlichen Glaubens und ist ihr direkter Ausdruck. Der Fundamentalismus macht so den vom Evangelium selbst intendierten Anspruch unkenntlich.
Dem Fundamentalismus kann man auch eine Tendenz zu geistiger Enge nicht absprechen. Er erachtet z.B. eine alte vergangene Kosmologie, weil man sie in der Bibel findet, als übereinstimmend mit der Realität. Dies verhindert jeglichen Dialog mit einer offenen Auffassung der Beziehungen zwischen Kultur und Glauben. Er stützt sich auf eine unkritische Interpretation gewisser Bibeltexte, um politische Ideen und soziales Verhalten zu rechtfertigen, das von Vorurteilen gekennzeichnet ist, die ganz einfach im klaren Gegensatz zum Evangelium stehen, wie z.B. Rassendiskrimination und dgl. mehr.
Und schließlich trennt der Fundamentalismus die Interpretation der Bibel von der Tradition, weil er auf dem Prinzip der „sola Scriptura“ beruht. Die Tradition, die vom Geist Gottes geführt wird, entwickelt sich jedoch innerhalb der Glaubensgemeinschaft organisch aus der Heiligen Schrift heraus. Es fehlt dem Fundamentalismus die Erkenntnis, daß das Neue Testament in der christlichen Kirche entstanden ist und daß es Heilige Schrift dieser Kirche ist, deren Existenz der Abfassung ihrer Schriften schon vorausging. Aus diesem Grund ist der Fundamentalismus oft „antikirchlich“. Er erachtet die Glaubensbekenntnisse, die Dogmen und das liturgische Leben, die Teil der kirchlichen Tradition geworden sind, als nebensächlich. Das Gleiche gilt für die Lehrfunktion der Kirche selbst. Er stellt sich als eine Form privater Interpretation dar, die nicht erkennt, daß die Kirche auf der Bibel gründet und ihr Leben und ihre Inspiration aus den heiligen Schriften bezieht.
Der fundamentalistische Zugang ist gefährlich, denn er zieht Personen an, die auf ihre Lebensprobleme biblische Antworten suchen. Er kann sie täuschen, indem er ihnen fromme, aber illusorische Interpretationen anbietet, statt ihnen zu sagen, daß die Bibel nicht unbedingt sofortige, direkte Antworten auf jedes dieser Probleme bereithält. Ohne es zu sagen, lädt der Fundamentalismus doch zu einer Form der Selbstaufgabe des Denkens ein. Er gibt eine trügerische Sicherheit, indem er unbewußt die menschlichen Grenzen der biblischen Botschaft mit dem göttlichen Inhalt dieser Botschaft verwechselt.
Quelle: http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/pcb_documents/rc_con_cfaith_doc_19930415_interpretazione_ge.html


Papst Benedikt XVI. zum Thema „Evolutionstheorie“:

Es gebe viele wissenschaftliche Beweise für die Evolution, die man als Realität sehen müsse und die die Kenntnis des Lebens bereichere, betonte der Papst weiter.

Quelle (hab dazu wahllos gegoogelt, ich wusste nur mehr, dass es ein solches Zitat vom Papst vor Kurzem in den Medien zu finden war – nur lustig, dass einige Agnostiker/Atheisten es nicht für nötig hielten dieses Zitat ebenfalls wiederzugeben *gg* - bitte nicht gleich wieder beleidigt sein *zwinker*): http://derstandard.at/?url=/?id=2974707

Ich hoffe, dass sich dieses Thema – zumindest für die kath. Kirche – erledigt hat.
 
5) Hat crackajack jetzt den Ontologischen Gottesbeweis (der mir ja so unsympathisch ist *gg*) verstanden?
Ist der Papst Mitglied in einem Swingerclub? :ugly:

Ok, letzter Versuch meinerseits *g*:

Prämisse 1: Gott ist per Definition ein vollkommenes Wesen.
Prämisse 2: Zur Vollkommenheit gehört Existenz (ansonsten würde etwas fehlen – wäre es nicht vollkommen).

Conclusio: Also existiert Gott.

Ein in sich logischer – und wenn man so will „vernünftiger“ – Schluss, wäre da nicht die Sache mit der „Existenz“ bzw. dem „Sein“ von Dingen. Aber das hat ja Meinereiner schon zur Genüge erläutert.
Mich persönlich stört an dem Beweis aber vor allem, dass er zwingenden Charakter hat: Wer die Prämissen annimmt und „Existenz“ als etwas ganz Alltägliches ansieht, MUSS – wenn er der Vernunft gehorchen will – an Gott glauben. Dadurch sähe ich die persönliche (wenn auch unbeweisbare) Willensfreiheit des Menschen eingeschränkt und das Theodizeeproblem vor mir.

6) Ist TheSinner eigentlich noch einmal aufgetaucht? Mein ganzes Geschreibsel in dem Thread resultiert eigentlich nur als Antwort auf seine Posts?
Eingeloggt hat er sich zumindest länger nicht. Ob er zumindest mitgelesen hat, kann wohl nur er selber sagen.

Sodale, alles beantwortet. *g*
[/quote]

Dankeschön *g*.
 
Meinereiner am 30.07.2007 14:20 schrieb:
@ElNonsk

Deine Fragen 1 bis 6 kann ich dir leider auch nicht beantworten, am besten einfach den Thread überfliegen, mehr mache ich auch nicht.

Die Sache mit Popper ist eben, dass er am lautesten geschrieen hat. Dazu kommt, dass der eine Wissenschaftszweig oft nicht weiß, was der andere macht, weshalb heute außerhalb des Faches, also der Wissenschaftstheorie, immer noch Popper rauf- und runtergebetet wird. Darauf sollte man aber nichts geben; wenn man wissen will, wie der aktuelle Forschungsstand eines Faches ist, dann sollte man das eben schon mit Blick auf das Fach beurteilen und nicht daran, was andere davon mitbekommen haben. (Dass A nicht weiß, was B tut, findet man überall. So behandeln etwa Linguistik und analytische Philosophie in weiten Teilen dasselbe Gebiet, nämlich die Sprache, und dennoch wird etwa in der Linguistik mit Konzepten gearbeitet, die von der analytischen Philosophie schon längst in Grund und Boden gestampft wurden – und andersherum ist es gewiss nicht anders.)

Die Kritik, die gegen Popper erhoben wurde, gilt nicht für Kuhn, da Kuhn ja etwas ganz anderes gesagt hat. Allerdings wurde Kuhn freilich seinerseits kritisiert. Es scheinen mir aber die Grundüberlegungen von Kuhn, also dass Wissenschaftsfortschritt in Form von Paradigmenwechseln vonstatten geht, relativ unumstritten zu sein. Worum man sich streitet, ist eher das Drumherum.
THX, auf Kuhn werde ich vielleicht später noch einmal zurückkommen.
 
Ok, aphs Antwort wird wahrscheinlich erst morgen kommen, da es da ein bisschen länger dauert. Er will ja unbedingt Zahlen von mir hören. ;-)
Siehe:
"Und wann schrieb er das? Wie lange dauerten die jeweiligen Zeiträume an? Wann genau wurde die Auferstehung wahrgenommen und wann verbreitete sich die Kunde wo? Ich denke mal, die entsprechenden Zahlen bist du schuldig, nicht ich. "

EDIT: Wird wohl erst was morgen oder übermorgen.

P.S.: aph, könntest du bitte den Threadtitel inswoweit ändern, sodass er eher zum diskutierten Thema passt? Sonst gibts wieder solche Kommentare wie unten...
 
balrog am 27.11.2005 23:26 schrieb:
Atrox am 27.11.2005 23:15 schrieb:
fuse :-X

den streit gibt es schon seit langem, bush ist leider gottes (welch ironie, solch eine phrase hier zu verwenden) sehr christlich eingestellt und hat wirklich veraltete ansichten. an privatschulen sollte man imo das lehren, was der leiter für richtig hält, die staatlichen schulen, sollten sich doch an die wissenschaft halten.

moment, die erde wurde doch vom fliegenden spagethimonster geschaffen...

http://www.venganza.info/

kampf dem armerikanischen kulturimperrallismus er soll endlich aufhören uns mit seiner billligen fastfoodkultur zu überfluten . fuckball auch genann
t base nball hat nichts in der deutscheuropäischen konsumkultur zu suchen
da ist scoocer das mass aller dinge. was noch mehr stört sind die usamerikanischen walmatcenter die vesuchen usamischeiß zu verkaufen
der nicht schmeckt. wozu haben wir den unsere westdeutsche konsumkultur
die deutscheuropäische konsumkultur darf nicht in usmist ertrinken.
also kauft keine sachen die in der dteu kultur nichts zu suchen haben.
das bezieht sich nur auf uskonsunmist.
 
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