Erinnerst du dich, was für ein übler Shitstorm über Last of Us 2 hereingebrochen is, weil Ellie lesbisch ist und Abby zu viele Muskeln hat?
Und solche Proteste gibt's auch nicht erst seit diesem Jahrzehnt.
So eine banale, falsche Aussage. Sicher gab es eine kleine Gruppe, die einfach nur intolerant waren, aber der Shitstorm war deswegen, weil viele nicht einverstanden waren, wie Ellie dargestellt wurde (nicht die Sexualität, sondern die inkonsequente und unsympathische Weise in der sie agierte), weil sie es nicht mochten, das Joel so brutal abgeschlachtet wurde und man dann noch seine Killerin als Spielercharakter für das halbe Spiel vorgesetzte bekam (das und nicht die Muskeln).
Diese Art der False-Flag Attacken sind ja genau das Problem, das viele Leute mit der woken-Linken haben, immer werden Kritiker an etwas, das sie gut finden, sofort in die extreme und hasserfüllte Ecke geschoben.
Du fandest die neue Star Wars Trilogie nicht gut, frauenfeindlich, du fandest Ghostbusters 2016 nicht gut, bestimmt nur, weil die Hauptrollen Frauen waren etc.. Immer die gleiche billige Tour um vollkommen berechtigte Kritik abzuwerten.
Um zurück auf das eigentliche Thema zu kommen, ich finde das einen guten Schritt, solange der Charakter natürlich wirkt und nicht aufgesetzt.
Gerade auch hier zeigen die Kommentare ja immer wieder, dass wir noch einen weiten Weg zu gehen haben, wenn Leute den alten Mist von wegen Transmenschen seien psychisch krank, oder Transfrauen seien nicht wirklich Frauen, also eben genau den Blödsinn den Frau Rowling ja auch von sich gibt, posten.
Das ist die eine Seite, die andere Seite ist natürlich das dies keinen Einfluss auf die Boykott-Aufrufe und das Harassment von Streamern, die das Spiel spielen haben wird, es reicht diesen Leuten ja schon das man das Spiel spielen will, um als transfeindlicher Extremist dargestellt zu werden. Da hilft es nicht einen Transcharakter im Spiel zu haben und sich wie die Devs es eh getan haben, sich von Rowling's Ansichten zu distanzieren.
Dann haben wir wieder die, die jedes Mal einen Anfall kriegen, wenn in einem Spiel überhaupt ein Transcharakter auftaucht.
Das ist alles so hysterisch und überzogen, keiner benimmt sich rational oder in irgendeiner Weise gemäßigt, immer führen nur die Extremen das Wort, das ist die Crux des Diskurses in der heutigen Diskussionskultur. Es kann keine Nuancen mehr geben, man ist entweder IMMER und ohne Betrachtung des tatsächlichen konkreten Falles auf einer Seite, weicht man davon ab, ist man gleich im feindlichen Lager.
Ich bin für Repräsentation, ich bin für Diversität, aber in erster Linie interessiert mich bei Spielen und anderen Medien die Qualität, alle anderen Punkten sollten dieser untergeordnet sein.