Wie soll sich durch ME: A die Wertschätzung von Matthias gegenüber DA: I noch steigern ?! Mal zur Erinnerung: DA: I bekam hier unfassbare 89 %, das ist fast ebenso übertrieben wie die 59 % von 4players untertrieben sind. Und ich gehe nicht davon aus, dass Mathias als Tester die Wertung von Stefan unterboten hätte...
Muss aber sagen, dass mir DA: I durchaus großen Spaß bereitet hat. Natürlich gibt es etliche Kritikpunkte, doch letztendlich würde ich auf gute 75 - 80 % kommen. Schließlich habe ich ohne viele DLC (Eindringling habe ich z.B. nicht) 150-160 Std. damit verbracht. es ist sicher schwierig, beide Spiele miteinander zu vergleichen. Aber es sind beides Party-RPG, wobei eben bei ME: A der RPG - Anteil schon deutlich zurückgefahren wurde. Bei einem Test muss ALLES auf den Tisch. Alle Punkte, die positiv oder negativ zu bewerten sind. Wie hoch deren Gewichtung dann ausfällt, liegt an der Subjektivität des Testers. Lässt man bei Hypespielen zwei Tester ran, ist das sicher richtig.
Die Musik von DA: I ist recht gut, aber natürlich weit entfernt von früheren Meisterwerken wie Kotor oder BG II (Hoenig the Soundmaster). Die Schlachtmusik von Haven ist ziemlich gelungen. Der Endkampf mit Corypheus war an Bombastik kaum zu überbieten, da kam selbst die ME 3 - Bombastik kaum mit.
die Mängel bei DA:I:
Grafik: kein Tag/Nachtübergang (eine Karte spielt nur in der Nacht), ansonsten technisch wie auch ansonsten sehr gelungen, Animationen einigermaßen gelungen (Sprünge möglich), Texturen auf Ultra fordert nicht allzuviel Rechenkraft, dafür aber 4x MSAA (mit meiner R 9 380X konnte ich nur 2 x MSAA aktivieren + Schatten auf hoch stellen, dann gab es 40 - 50 FPS), in der Mimik hat DA: I Vorteile gegenüber ME: A, auch die Performance ist besser
Sound: kann ich kaum Negativpunkte finden, die Musik ist weit wenig einprägsamer als in früheren Meisterwerken, ansonsten könnten die Soundeffekte vielleicht noch das eine oder andere vertragen
Atmosphäre: viele Schnitzer, die nicht hätten sein müssen: Vorratslager im Nichts, kein Diebstahl (kein Bewohner von Thedas scheint Eigentum zu besitzen, ALLES lässt sich plündern), zig Sammelaufgaben, die der Rolle des Helden nur anfangs gerecht werden (und immerhin erklärt die Schwester der Kirche das in Haven einmal, danach aber - mit den Himmelsfeste - Sammelaufgaben wird es lächerlich)
Bedienung: mit Ausnahme leichter Kameraprobleme recht gut, leider gibt es kein Schwimmen, der Held kann nicht fallen (was auch atmosphärisch ein Malus ist)
Charaktersystem: nur Kampffertigkeiten, immerhin gibt es durch die Inquisitionsboni auch Schlösser knacken usw.
Charaktere: Treffen mit Hawke, dazu die alten Gefährten, dazu halbwegs gute neue: hat mir sehr gefallen, so schaffte DA: I auch die Verbindung zum Vorgänger, dann natürlich wieder die vielfältig möglichen Beziehungen (diesmal ohne Geschenke, aber mit Quests)
Umfang: riesig, ca. 250 Quests + 50 Sammelaufgaben, leider gibt es Spielzeitstreckung
Kampfsystem: leider nicht ganz gelungen, keine Mehrfachbefehle, 0815 -Ablauf, Kameraprobleme
Dialoge: ordentlich gelungen, der Held kann durchaus verschieden reagieren, das Dialograd zeigt die Art der Reaktion gut an
Quests: unglaublich viele (s.o.), kaum Entscheidungen, zu viele Sammelaufgaben
Die Taktikkarte ist eine nette Neuerung gewesen, die in ME 3 ähnlich auftauchte. Sie brachte etwas Entscheidungsgewalt in die Szenerie.
Setze ich ME: A in jedem Punkt in den Vergleich, kann ich mir durchaus vorstellen, dass dort wo der Vergleich möglich ist, ME: A verliert.