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Tomb Raider im Test: Gelungener Serien-Neustart mit Bombastinszenierung

Genauso isses! Trifft den Nagel auf dem Kopf!!

Als "alter" "Stalker,Metro,HL,FarCry,Crysis" Zocker bekomme ich bei diesen doch mittlerweile sehr beliebten "QTE" Spielen einen fürchterlichen "Brechreiz".
Habe AC3 u.TR als Zugabe für die neue Graka bekommen.Habe beides von der Festplatte wieder gelöscht. Den tollen Origin Account direkt dazu!

Für mich als passionierter Aktion u. Shooter Spieler sind diese "QTE"Games absolutes "NO GO" !


Ich weiß nicht, wie es den anderen geht, aber der Zwang zu den ständigen Quick Time Events (QTE) nervt total. Wenn wie bei AC3 die Steuerung noch so verhunzt ist und man noch nicht einmal die Flucht antreten kann, sondern den QTE bis zum bitteren oder auch guten Ende durchziehen muß, macht es noch weniger Spaß.

Manchmal hab ich den Eindruck daß die Programmierer, wenn die Ideen fehlen einfach ein QTE einbauen. Es ist mal bei einem Spiel von mir aus als Puzzle ganz ok. Aber die nervigen Kampfsteuerungen per QTE, im Zweifelsfalle sogar mit Erwischung der richtigen Frequenz beim Tastendrücken verdirbt mir den Spielspaß. Bin mal gespannt wie es bei Lara gelöst ist. Bei Farcry 3 ging die ganze Sache. Bei Just Cause 2 auch, obwohl es dort auch nervig war, zur Bombenlegung 10 Tasten schnell hintereinander zu drücken oder beim kapern eines fliegenden Helis. Bei AC3 verderben die QTE regelrecht den Spielspaß. Vor allen Dingen weil sie geballt auftreten. Bei jedem Tier ab mittlerer Größe, dem man zufällig über den Weg läuft.
 
Ich störe mich an dem Wort "schönzufärben". Außerdem verstehe ich nicht ganz, was genau dein Problem ist - dein Beitrag hat irgendwie keine abschließende Aussage ...?

Entschuldigen Sie, meine langen Sätze zu Tomb Raider. Werden wohl die sommerlichen
Temperaturen heute Schuld sein. Aber im Ernst und kürzer formuliert: Sollten die nvidia
Treiber das Grafikproblem lösen, müsste unter Directx11, die Grafik von TR, zumindest
besser sein als die der Konsolen. Sie werden jetzt sicher keinen weiteren Test mehr dazu wagen, welches leider ein eklatantes Versäumnis Ihrer Redaktion darstellen würde.
 
Ich störe mich an dem Wort "schönzufärben". Außerdem verstehe ich nicht ganz, was genau dein Problem ist - dein Beitrag hat irgendwie keine abschließende Aussage ...?

Entschuldigen Sie, meine langen Sätze zu Tomb Raider. Werden wohl die sommerlichen
Temperaturen heute Schuld sein. Aber im Ernst und kürzer formuliert: Sollten die nvidia
Treiber das Grafikproblem lösen, müsste unter Directx11, die Grafik von TR, zumindest
besser sein als die der Konsolen. Sie werden jetzt sicher keinen weiteren Test mehr dazu wagen, welches leider ein eklatantes Versäumnis Ihrer Redaktion darstellen würde.

Klar, mit DX11 sieht die PC-Fassung besser aus als auf Konsole, keine Frage. Aber wie gesagt ist das kein Quantensprung und ohnehin halte ich es für Quatsch, nur wegen grafischer Verbesserungen ein Spiel besser zu bewerten. Wie schon jemand weiter oben gesagt hat: Schöne Optik erhöht ja nicht plötzlich den Spielspaß.

P.S: Für den Test im Heft werde ich mir Tomb Raider nächste Woche nochmal ansehen. Wenn Nixxes dann die erwähnten Fehler der PC-Portierung ausgebessert hat, gibt es natürlich wieder die 87 ;)
 
So, ich habe Tomb Raider jetzt auch mal über 10 Studen gespielt und hatte doch einigermaßen Spaß damit. Die Inszenierung ist klasse, die Grafik ansprechend und das Gameplay weiß beim Klettern usw. zu gefallen.

Es gibt jedoch zwei Dinge, die ich absolut enttäuschend finde und die mir im Test noch viel zu gut weggekommen sind:

1. ) Meiner Meinung nach ist das Spiel schlicht gewaltverherrlichend und das auf eine viel perfidere Weise als augenscheinlich viel brutalere Spiele.
Einerseits wird bewusst auf eine verletzliche und allzu menschliche Lara Wert gelegt, die mit Waffen usw. völlig unerfahren ist und keiner Fliege bisher was zu Leide tun konnte, und andererseits wird im gleichen Atemzug eine eiskallte Killerin präsentiert, die Menschen reihenweise ermordet. Und ich schreibe mit Absicht ermordet, da Lara nicht etwa nur in Notwehr töten kann/muss, sondern für das hinterhältige Töten von Gegnern oder Spezialaktionen wie "Finishingmoves" und Kopfschüsse zusätzliche Erfahrungspunkte kassiert. Und eine Chance zum Umgehen von Gegnern wird Lara nicht oft eingeräumt, d.h. Schleichen ist meist so gut wie unmöglich, was an sich schon eine weitere große Schwäche des Spiels darstellt. Das ist umso frustrierender, als die Umgebung das oftmals prinzipiell hergeben würde, aber das Spiel auf keine freie Fortbewegung sondern auf vordefinierte "Sprung- und Aktionspunkte" setzt (danke, lieber Konsolen....). Und anders als in vielen FPS wie CoD, Crysis, deren Protagonisten Soldaten etc. sind, die einen definierten Feind und offizielle Aufträge haben, oder in überzeichneten Actionspielen wie GTA oder Saints Row, die von der Realität bewusst abstrahieren und durch Übertreibungen mehr als Parodie funktionieren, wird dadurch der Eindruck erweckt, dass ein normaler Mensch wie du und ich, in einer bestimmten Extremsituation keine andere Möglichkeit hat, als zum eiskalten Mörder zu werden. Das Spiel trägt ein "ab 18" Logo, und das hat es sich auch wohl verdient. Meiner Meinung nach ist das Spiel (aus psychologischer Sicht) mit das gewaltverherrlichendste Mainstream-Spiel der letzten Jahre...
Abgesehen davon macht diese Geschichte auch den ganzen Charakter der Lara Croft unglaubwürdig. Einerseits will man eine realistische Lara präsentieren, anderseits will man den Mainstream mit einem weiteren Actionspiel bedienen. Aber beides zusammen geht eben nicht, zumindest nicht in nachvollziehbarer Weise. Also ich persönlich würde es der Lara der ersten 30 Minuten des Spiels nicht zutrauen, dass sie auf einem Hügel kauert und 2 Menschen von hinten in den Kopf schießt. Wäre es nicht viel nachvollziehbarer gewesen, wenn sich Lara möglichst leise aus dem Staub gemacht hätte und versucht hätte zu entkommen bzw. die Gegner zu umgehen, statt sie hinterrücks abzumeucheln? Ist doch alles nur ein Spiel? Ja klar, aber dann hätte man sich auch mit der neuen Lara auch nicht solche Mühe geben müssen. Man kann ja nicht behaupten, dass die "alte" Lara einen gut ausgearbeiteten Charakter hatte. Aber sie war immerhin keine Killerin, sondern zuallererst eine Archäologin, die nur in Notwehr tötete.

2.) Es wird viel zu wenig auf die absolut nervtötende (und leider immer noch nicht ausgerottete) Verwendung von QTE eingegangen. Was daran toll sein soll, dass man eigentlich schön gemachte Zwischensequenzen damit ungenießbar macht oder an anderer Stelle das eigentlich gute Gameplay ersetzen will, bleibt mir immer noch verborgen. In mir erzeugen diese ganzen QTE einzu und allein Frust, wenn ich eine bestimmte Stelle wieder und wieder von Neuem beginnen muss, weil ich nicht schnell genug auf zwei Tasten gehämmert habe. Ich hatte mal ein Leichtathletikspiel auf dem Gameboy, bei dem man die Sportler durch das abwechselnde Drücken der Tasten A und B beschleunigen musste. Dieses Spiel war damals, also vor knapp 20 Jahren, schon schlecht und trotzdem wird heute im Prinzip noch auf dieselben Mechaniken zurückgegriffen. Was bringen denn QTE? Sie tragen nichts zum Gameplay bei und sie enthalten keine Entscheidungen des Spielers. Sie unterbrechen einzig und alleine den Spielfluss und machen viele Cutscenes viel schlechter als sie eigentlich sind.

Aufgrund der oben genannten Punkte (Charaktergestaltung, Gewaltverherrlichung, fehlendes Schleichen, QTE) würde ich dem Spiel persönlich leider maximal eine Wertung von 80% geben. Es macht Spaß, aber es hat seine Frustmomente, und lässt mich einfach mit dem Gefühl zurück, dass hier viel Potenzial verschwendet wurde und die "Seele" des Spiels/der Serie einfach dem Action-Mainstream geopfert wurde....

Zur Story werde ich erst was sagen, wenn ich das Spiel durch habe. ;)
 
1. ) Meiner Meinung nach ist das Spiel schlicht gewaltverherrlichend und das auf eine viel perfidere Weise als augenscheinlich viel brutalere Spiele.
Einerseits wird bewusst auf eine verletzliche und allzu menschliche Lara Wert gelegt, die mit Waffen usw. völlig unerfahren ist und keiner Fliege bisher was zu Leide tun konnte, und andererseits wird im gleichen Atemzug eine eiskallte Killerin präsentiert, die Menschen reihenweise ermordet. Und ich schreibe mit Absicht ermordet, da Lara nicht etwa nur in Notwehr töten kann/muss, sondern für das hinterhältige Töten von Gegnern oder Spezialaktionen wie "Finishingmoves" und Kopfschüsse zusätzliche Erfahrungspunkte kassiert. Und eine Chance zum Umgehen von Gegnern wird Lara nicht oft eingeräumt, d.h. Schleichen ist meist so gut wie unmöglich, was an sich schon eine weitere große Schwäche des Spiels darstellt. Das ist umso frustrierender, als die Umgebung das oftmals prinzipiell hergeben würde, aber das Spiel auf keine freie Fortbewegung sondern auf vordefinierte "Sprung- und Aktionspunkte" setzt (danke, lieber Konsolen....). Und anders als in vielen FPS wie CoD, Crysis, deren Protagonisten Soldaten etc. sind, die einen definierten Feind und offizielle Aufträge haben, oder in überzeichneten Actionspielen wie GTA oder Saints Row, die von der Realität bewusst abstrahieren und durch Übertreibungen mehr als Parodie funktionieren, wird dadurch der Eindruck erweckt, dass ein normaler Mensch wie du und ich, in einer bestimmten Extremsituation keine andere Möglichkeit hat, als zum eiskalten Mörder zu werden. Das Spiel trägt ein "ab 18" Logo, und das hat es sich auch wohl verdient. Meiner Meinung nach ist das Spiel (aus psychologischer Sicht) mit das gewaltverherrlichendste Mainstream-Spiel der letzten Jahre...

Das Spiel ist sehr brutal das stimmt, aber auch gewaltverherrlichend? Würde ich jetzt nicht so sehen.
Deiner Logik nach müsste man doch alle aktuellen Shooter als gewaltverherrlichend sehen oder?
Oder ist das Töten in COD, Crysis und Co. legitim und weniger schlimm, nur weil der Protagonist dazu ausgebildet wurde und es "darf"?
Lara wird in dem Spiel ja in vielerlei Szenen praktisch zum Töten gezwungen bzw. hat keine andere Wahl mehr. Und in solchen Situationen kann eben auch jmd unschuldiges zum Mörder werden. Das würde ich so unterschreiben.
Das du dann später im Gameplay jede Menge Leute tötest, die du theoretisch umgehen könntest, das Spiel dir aber nicht den Raum bietet und dich praktisch dazu zwingt finde ich auch schade. Aber da kommt eben der Action-Part im Spiel raus, als Gewaltverherrlichung würde ich das nicht bezeichnen.
Kann man natürlich theoretisch so sehen, aber wie gesagt dann müsste man auch jeden anderen Shooter als gewaltverherrlichend bezeichnen.

Was die QTE angeht stimm ich dir größtenteils zu, auch wenn ich sie nicht als ganz so störend empfunden habe. Krass war die erste Stunde des Spiels, die hat fast nur aus QTE bestanden, da hab ich schon schlimmes befürchtet. Im laufenden Spiel kommen zum Glück nicht mehr so oft welche vor, zumindest keine so extrem unfairen mehr :-D Wäre in meiner Bewertung auch ein Kontrapunkt , allerdings kein so großer.

Ich hab jetzt auch so um die 10 Stunden Spielzeit und bewege mich so langsam aufs Ende zu glaube ich.
Bin immer noch recht zufrieden, finde es aber schade das viel Potenzial verschenkt wurde. Für ein absolut herausragendes Spiel hätte man den Survival Aspekt deutlich hervorheben müssen (Jagen und Essen mehr Gewicht geben, weniger Munition, Munition selbst herstellen, kein Auto Heal) und den Actionanteil verringern müssen. Es ist in vielen Szenen einfach zu viel Geballer, etwas mehr Stealth und optionaler Pazifismus hätten da durchaus gut reinpassen können.
So ist eben "nur" ein gutes bis sehr gutes Spiel :-)
 
Das Spiel verherrlicht unter anderem deshalb Gewalt, weil es besonders brutales bzw. tödliches Vorgehen belohnt. Extrapunkte für Headshots und spezielle "Finishingmoves" gibt es in Standard-FPS nicht, außerdem wird dort meistens gegen recht klar definierte Kombatanten gekämpft. Gerade bei Kriegsshooters ist es deshalb kein Mord, sondern ist unter Kriegsrecht erlaubt, falls der Krieg laut internationalen Verträgen nicht illegal ist. Trotzdem sind natürlich die meisten FPS und Actionspiele auch nicht gerade zimperlich im Umgang mit virtueller Gewalt, keine Frage.

Ich finde die Gewalt aber gerade deshalb so perfide in Tomb Raider, weil Lara eben als "ganz normale" junge Frau gezeigt wird, die alltägliche Emotionen wie Angst hat usw und gleichzeitig aber anscheinend
(bis auf eine Szene am Anfang nach nervigem QTE...)
absolut keine Probleme mit dem Töten von Menschen hat. Bei einem gewöhnlichen FPS als Soldat, Polizist, Gangster etc. spielt man klar eine Rolle, einen Kämpfer. Noch klarer ist das bei den satirisch überzeichneten Actionspielen, in den Gewalt schon dermaßen brutal dargestellt wird, dass sie jenseits jeglicher Realittät ist. Bei Tomb Raider ist das anders. Hier SOLL alles möglichst realistisch sein. Lara soll realistisch kämpfen und leiden, gegen realistische Gegner (=Menschen) kämpfen usw (natürlich mit diversen künstlerischen Freiheiten, das ist klar). Ich könnte das noch verstehen, wenn das Spiel sowas mit einem gewissen (schwarzen) Humor durchzieht (gibt dazu ja verschiedene Ansätze, z.b. Borderlands bei Spielen oder Indiana Jones bei Filmen). Tomb Raider nimmt sich selbst aber todernst, da ist absolut kein Platz für Humor oder Satire. Daher bin ich auch nicht einverstanden, wie Lara im Spiel als Killermaschine dargestellt wird und gleichzeitig als zerbrechliche junge Frau. Das erweckt den Eindruck, als sei das Töten von Menschen ein absolut legitimes Mittel in einer Extremsituation, das man nicht zu hinterfragen braucht. In den 17h, die ich das Spiel jetzt gespielt habe, wurde das zumindest kein einziges Mal hinterfragt und kein einziges Mal wurde ein nichttödliches Vorgehen vom Spiel vorgeschlagen oder belohnt. Das Ermorden von Gegnern war stets der "lohnenswerteste", wenn nicht einzige Weg. Ist das etwa nicht gewaltverherrlichend? Grausame und brutale Filme und Spiele, die sorgfältig mit Gewalt umgehen, zeigen die Folgen und die Gräuel von Gewalt und zwar auf allen Seiten, sowohl physisch als auch psychisch als auch moralisch. Bei Tomb Raider leidet nur Lara (wenn sie nicht gerade tötet), die Gegner sind nur auswechselbare Puppen, keines zweiten Blickes wert. Wenn man es genau nimmt, ist Tomb Raider für mich damit tatsächlich eines dieser sagenumwobenen Killerspiele, von denen man immer so viel hört..... ;-)

Klar ist es ein Spiel für Erwachsene und es macht ja auch Spaß, keine Frage, aber man sollte derartige Dinge doch auch mal hinterfragen, finde ich. Gerade bei einem Spiel, dass zunächst einmal "harmloser" daherkommt als die ganzen bekannten FPS...Mal ganz davon abgesehen, dass es auch für die ganze Charakterdarstellung von Lara überaus kontroproduktiv ist, wie ich ja schon geschrieben habe. :-S
 
Ok jetzt versteh ich schon etwas besser was du meinst.
Trotzdem würde ich es nicht als gewaltverherrlichend auslegend. Ich versuche gerade mal alle deine Punkte durchzugehen :-D

-das man für Headshots belohnt wird stimmt, ist aber nicht außergewöhnlich oder? Man wird in fast jedem Shooter dafür belohnt zumindest im MP und wenn nicht würde man wahrscheinlich überall dafür belohnt werden, falls es ein Punktesystem geben würde. Gleiches gilt für das Exekutionssystem. So ist das eben in Shootern heutzutage, ich finde nicht das Tomb Raider da was außergewöhnlich macht. Übrigens sind die Exekutionen ja auch optional, bzw für die brutaleren braucht man einen Extraskill.

-in der Theorie stimm ich dir mit dem Krieg zu, aber das beeinflusst mich als Spieler doch nicht. Ob ich nun als Soldat jemanden töte oder als "unschuldige" Lara Croft macht für mich vor dem PC keinen Unterschied, Kriegsrecht hin oder her.

-das Lara "unschuldig" ist und trotzdem keine Probleme damit hat Menschen zu töten, wollte glaube ich anders dargestellt werden.
In den Cutszenen sieht man ja schließlich immer wieder das Lara Probleme hat mit der Situation umzugehen. Im Gameplay macht sie dann eine 180 Grad Wendung. Hab ich ja auch schon mehrfach angesprochen, weniger Action hätte dem Spiel da auf jeden Fall gut getan.
Was die Darstellung von ihr angeht haben die Entwickler einfach ein paar Sachen versäumt. Aber als gewaltverherrlichend sehe ich das immer noch nicht an.

-das die Gegner alle gesichtslos sind und auswechselbare Puppen sind , die nur dafür da sind um umgebracht zu werden stimmt, trifft aber auch wieder auf jeden anderen Shooter zu.

Ich stimmt dir wie gesagt völlig zu was die Charakterdarstellung von Lara angeht, die ist schon krass gegensätzlich. Aber warum das dann gewaltverherrlichend sein soll, erschließt sich mir immer noch nicht. Ich schätze da haben wir einfach verschiedene Aufassungen :-)

BTW wie hast du es geschafft von 1 Uhr bis 4 Uhr aus 10 Spielstunden 17 zu machen? :-D:-B
 
Ok jetzt versteh ich schon etwas besser was du meinst.
Trotzdem würde ich es nicht als gewaltverherrlichend auslegend. Ich versuche gerade mal alle deine Punkte durchzugehen :-D

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Ich stimmt dir wie gesagt völlig zu was die Charakterdarstellung von Lara angeht, die ist schon krass gegensätzlich. Aber warum das dann gewaltverherrlichend sein soll, erschließt sich mir immer noch nicht. Ich schätze da haben wir einfach verschiedene Aufassungen :-)

BTW wie hast du es geschafft von 1 Uhr bis 4 Uhr aus 10 Spielstunden 17 zu machen? :-D:-B

Sagen wir es so, das Spiel hinterlässt einfach ein ungutes Gefühl bei mir. Das ist vielleicht/wahrscheinlich auch eine sehr persönliche Geschichte, aber ich fühlte mich an der ein oder anderen Stelle einfach "unkomfortabel" mit dem Spiel, anders als bei den meisten anderen Actionspielen. Schwer zu beschreiben, man hat zwar Spaß mit dem Spiel und trotzdem ärgert man sich ständig (leicht) über den unnötigen Gewaltgrad und die unglaubwürdige Lara.....;-)

Ich hatte bei meinem ersten Kommentar schon über 14 Stunden laut Steam gezockt, allerdings hab ich da vor dem Kommentar nicht explizit nachgesehen. D.h. die 10 Stunden waren eine recht grobe Schätzung, ich gebs ja zu.... :-D
 
Ich bin gerade im Funkturm, wo es mich auch überrascht hat, nach dem "Du musst das nicht tun!" nur ein paar Räume weiter das erste "Fahr zu Hölle!" zu hören. (Na gut, hätte den Mann auch liegen lassen können.) :)

Natürlich wird das Töten nicht so zelebriert wie in "Bulletstorm", wo die Erfahrungspunkte schneller anwachsen, je mehr du die Gegner quälst. (Also, *das* könnte man durchaus als Gewaltverherrlichung auslegen. Das Spiel war, auf eine makabre Art, trotzdem witzig.)

Für ein "Tomb Raider" Spiel hätte es aber nicht unbedingt sein müssen, die Hitboxen so genau zu trennen. Ich ertappe mich andauernd dabei, automatisch auf den Kopf zu zielen (was im realen Leben hauptsächlich Amateure machen, alle anderen visieren die Körpermitte an). Naja, wenigstens sind die Feinde dann sofort hinüber.

Witzigerweise fängt das sinnlose Töten aber gleich nach der ersten Jagd an. Ist das erste Reh noch zum Eigenbedarf getötet worden, sterben die weiteren Rehe, Hasen. Vögel, Ratten (na, Mahlzeit) nur der Punkte wegen. :) Wenn man mag.
 
Ich bin gerade im Funkturm, wo es mich auch überrascht hat, nach dem "Du musst das nicht tun!" nur ein paar Räume weiter das erste "Fahr zu Hölle!" zu hören. (Na gut, hätte den Mann auch liegen lassen können.) :)

Natürlich wird das Töten nicht so zelebriert wie in "Bulletstorm", wo die Erfahrungspunkte schneller anwachsen, je mehr du die Gegner quälst. (Also, *das* könnte man durchaus als Gewaltverherrlichung auslegen. Das Spiel war, auf eine makabre Art, trotzdem witzig.)

Für ein "Tomb Raider" Spiel hätte es aber nicht unbedingt sein müssen, die Hitboxen so genau zu trennen. Ich ertappe mich andauernd dabei, automatisch auf den Kopf zu zielen (was im realen Leben hauptsächlich Amateure machen, alle anderen visieren die Körpermitte an). Naja, wenigstens sind die Feinde dann sofort hinüber.

Witzigerweise fängt das sinnlose Töten aber gleich nach der ersten Jagd an. Ist das erste Reh noch zum Eigenbedarf getötet worden, sterben die weiteren Rehe, Hasen. Vögel, Ratten (na, Mahlzeit) nur der Punkte wegen. :) Wenn man mag.

Bulletstorm ist allerdings ein Spiel fernab jeden realistischen Anspruches. Es ist grausam und brutal, zweifellos, aber auf eine Art und Weise, wie Tarantino-Filme oder GTA-Spiele brutal sind - überzeichnet, "comichaft", parodistisch usw. Man erkennt ihnen an, dass sie sich selbst nicht ganz ernst nehmen bzw. eine parodistisch oder anders geartete Message hinter der zelebrierten Gewalt steckt. Tomb Raider zelebriert diese Blood-and-Gore Gewalt nicht so offensichtlich, aber dafür auf eine viel pervertiertere Art: als sinnloses Töten, wie du selbst geschrieben hast. Dahinter steckt weder Parodie, noch eine versteckte Message (z.B. Wachrütteln des Zuschauers usw) noch ist das Spiel abstrakt genug, um als Werk reiner Fiktion durchzugehen. Es fordert den Spieler vielmehr zum "sinnlosen" (virtuellen) Töten auf, während es eine relativ realistische Umgebung und einen augenscheinlich realistischen Charakter zeichnet. Denn je mehr uns ein Spielecharakter als wirklicher "Mensch", mit prinzipiell nachvollziehbaren Gefühlen, Gedanken und Motiven präsentiert wird, desto makabrer wird das sinnlose virtuelle Töten meiner Meinung nach. Und das finde ich schlicht bedenklich, so einfach ist das. ;-)
 
Es wird viel zu wenig auf die absolut nervtötende (und leider immer noch nicht ausgerottete) Verwendung von QTE eingegangen. Was daran toll sein soll, dass man eigentlich schön gemachte Zwischensequenzen damit ungenießbar macht oder an anderer Stelle das eigentlich gute Gameplay ersetzen will, bleibt mir immer noch verborgen. In mir erzeugen diese ganzen QTE einzu und allein Frust, wenn ich eine bestimmte Stelle wieder und wieder von Neuem beginnen muss, weil ich nicht schnell genug auf zwei Tasten gehämmert habe. Was bringen denn QTE? Sie tragen nichts zum Gameplay bei und sie enthalten keine Entscheidungen des Spielers. Sie unterbrechen einzig und alleine den Spielfluss und machen viele Cutscenes viel schlechter als sie eigentlich sind.
Amen, Bruder. Ich geh durch diese nervige Scheisse öfters drauf, als durch Gegner.
 
Eine kleine Anmerkung noch: ich persönlich bin heilfroh, dass es diese lächerlich aufgesetzen "Bildschirmeffekte" nicht auf den heimischen Rechenknecht geschafft haben.... Warum zur Hölle soll der Bildschirm sich mit Wassertropfen oder Blutspritzern anfüllen? Das Spiel ist ja nicht mal in FP Perspektive, wo das Ganze noch etwas mehr Sinn machen würde.... Wobei mich das schon bei Crysis 3 tierisch genervt hat, dass ständig der Bildschirm voll war mit irgendwelchen Effekten wie die Honigwabenstruktur (sollte wohl der Tarneffekt oder Panzereffekt sein), Blutspritzern, Trefferfeedback samt Richtungsanzeigen, Blendeffekten usw usw.
Bei Tomb Raider auf dem PC führt die Abwesenheit dieser Effekte immerhin dazu, dass ich in Ruhe die Spielwelt und Umgebung genießen kann, wenn mir das nicht gerade irgendwelche QTE samt Bildschirmanzeigen vermießen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass der eine oder andere Effekt nur des Effekts willen implementiert wird. Aber alles was den Spieler vom eigentlichen Spielgeschehen ablenkt und ihn aus der "Immersion" reißt, ist meiner Meinung nach absolut kontraproduktiv. ;)

Mit meiner Konfiguration ist Tomb Raider nach ca. 17 Stunden noch kein einziges Mal abgestürtzt, es gab noch keinen einzigen Ruckler (who cars about framerates as long as the game runs smoothly?....) und die Grafikoptionen sind alle auf Ulta gestellt inkl. Tessellation und TreesFX. Nur die Kantenglättung habe ich auch FXAA gelassen. Die Instabilität scheint also ausschließlich ein Nvidia Problem zu sein. ;)
 
Ich find diese Effekte in Spielen wie Metro und Crysis aber sehr atmosphärisch.
Eben nur aus der Ego-Perspektive.
 
Sorry an Peter, ich schätze deine Tests normalerweise sehr, wie du weißt, aber ich muss einfach sagen, dass der Test von Kollege Luibl von 4players um Längen besser ist als dieser hier auf PC Games, und zwar nicht nur deshalb, weil er etwa meine Meinung widerspiegelt (was er aber ehrlicherweise tut in Text und Wertung), sondern weil er deutlich umfassender ist und viel detailreicher auf die verschiedenen Spielelemente eingeht (pro und contra). Vielleicht wird der Test im Magazin ja ausführlicher sein, aber der Test hier auf der Seite hat schon sehr kurz gehalten....
http://www.4players.de/4players.php...ertung/Allgemein/25623/75877/Tomb_Raider.html

Vergleiche nur mal die Pro-Contra Übersicht des 4Players Tests mit deinem eigenen. Der Test hier auf PC Games bringt es insgesamt auf ganze 6 Punkte, der Test von 4Players auf sage und schreibe 27! Was hilft dem Spieler wohl eher, sich über die Stärken und Schwächen des Spiels kurz und prägnant zu informieren? ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Amen, Bruder. Ich geh durch diese nervige Scheisse öfters drauf, als durch Gegner.

Ich bin auch kein Freund von den QTE's. Sobald die auftauchen schaut man sowieso nur noch auf den Text um das blöde Tastendrücken nicht zu verpassen. Bisher habe ich keine einzige dieser Szenen richtig gesehen. Dann lieber eine vernünftige Zwischensequenz. Wenigstens werden seit dem neusten Patch die Tasten angezeigt, die man drücken muss.
 
Ich spiel das ältere Tomb Raider Anniversary parallel, und die erste halbe Stunde gefällt mir besser als 3 Stunden aus dem neuen. Das einzig tolle am neuen ist die Optik, aber da hörts dann auch schon auf. Auch Underworld gefiel mir bisher besser.
 
So hab das Spiel jetzt nach 16 Stunden Spielzeit durch.
Hab aber sogar relativ langsam und sorgfältig gespielt und auch einen ingame-Fortschritt von 90%. 2-3 Waffenmodifikationen fehlen mir noch, sowie diese ganzen Challenges. Die waren mir aber irgendwie zu blöd :-)

Mein Fazit bleibt eigentlich so, wie ich es auch schon in meinen obigen Posts beschrieben habe. Tomb Raider ist ein sehr gutes, unterhaltsames Action-Adventure geworden, wobei der Fokus auf jeden Fall eher auf der Action als auf dem Adventure liegt.
Das ist zugleich die größte Schwäche des Spiels, mit weniger Action und etwas mehr vllt nicht ganz massentauglichem Survival-Gameplay hätte das Spiel noch besser werden können.
Rätsel und Klettereinlagen haben mir ziemlich gut gefallen, war beides nie wirklich schwer, aber dadurch gab es eben auch keine Frustmomente.
Die Story fand ich eigentlich auch ziemlich interessant. Wird gegen Ende eben etwas mystisch, bzw. unlogisch, daran sollte man sich aber nicht stören :-) (Unlogisch ist sowieso so ziemlich alles am Spiel, wenn man genau kuckt xD)
Technisch ist das Spiel top, Abstürze hatte ich insgesamt 2. Und das ist bei 16 Stunden Spielzeit durchaus verkraftbar ;-)

Der Releasekauf hat sich auf jeden Fall gelohnt, ich hatte viel Spass und freue mich dementsprechend auf das unausweichliche Sequel :-)

Ach ja den Multiplayer hab ich kurz angespielt, der ist stinklangweilig, brauch kein Mensch :-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Guter Test, tolles Spiel, durch die hervorragende Inszenierung hat TR spass gemacht wie kein anderes game zurzeit. Für ein Spiel aus dem action genre hätte ich mir dennoch mehr Gegner gewünscht, auch wenn ich mit der Meinung wohl der Minderheit angehöhre.

"Ach ja den Multiplayer hab ich kurz angespielt, der ist stinklangweilig, brauch kein Mensch"

Warum? Der TR mp ist solide und hat alle gängigen Spielmodi, "Domination", "Capture the Flag" etc. Das ist jetzt nichts besonderes, aber zeitlos. Durch den neuen Patch der endlich eine push to talk funktion integriert hat, macht der mp auch richtig Spass. Für alle die noch etwas mehr wollen als die zwar hervorragende single player Kampagne, die leider nur einen geringen wiederspielwert hat, ist der mp eine tolle abwechslung und bietet Spass für mehrere Stunden.
 
Guter Test, tolles Spiel, durch die hervorragende Inszenierung hat TR spass gemacht wie kein anderes game zurzeit. Für ein Spiel aus dem action genre hätte ich mir dennoch mehr Gegner gewünscht, auch wenn ich mit der Meinung wohl der Minderheit angehöhre.

"Ach ja den Multiplayer hab ich kurz angespielt, der ist stinklangweilig, brauch kein Mensch"

Warum? Der TR mp ist solide und hat alle gängigen Spielmodi, "Domination", "Capture the Flag" etc. Das ist jetzt nichts besonderes, aber zeitlos. Durch den neuen Patch der endlich eine push to talk funktion integriert hat, macht der mp auch richtig Spass. Für alle die noch etwas mehr wollen als die zwar hervorragende single player Kampagne, die leider nur einen geringen wiederspielwert hat, ist der mp eine tolle abwechslung und bietet Spass für mehrere Stunden.


Der MP bietet tatsächlich alle gängigen Spielmodi, das ist für mich aber nichts Gutes ;-) D.h. nämlich im Klartext das ich hier keinerlei Innovation bekomme, sondern nur MP- Einheitsbrei.
Wenn ich einen guten Multiplayer Shooter spielen will, werf ich richtige Multiplayerspiele ein, Tomb Raider ist ein Singleplayer Spiel, alles was ich im MP geboten bekomme, bekomm ich in anderen Spielen besser präsentiert.

Aber wir scheinen da eh sehr unterschiedliche Vorstellungen zu haben, ich kann es z.B. absolut nicht nachvollziehen, dass du dir wirklich noch mehr Gegner wünschen würdest. Davon gab es in meinen Augen viel zu viele, der Anteil an 08/15 Geballer war so schon viel zu hoch.
 
Der MP bietet tatsächlich alle gängigen Spielmodi, das ist für mich aber nichts Gutes ;-) D.h. nämlich im Klartext das ich hier keinerlei Innovation bekomme, sondern nur MP- Einheitsbrei.
Wenn ich einen guten Multiplayer Shooter spielen will, werf ich richtige Multiplayerspiele ein, Tomb Raider ist ein Singleplayer Spiel, alles was ich im MP geboten bekomme, bekomm ich in anderen Spielen besser präsentiert.

Aber wir scheinen da eh sehr unterschiedliche Vorstellungen zu haben, ich kann es z.B. absolut nicht nachvollziehen, dass du dir wirklich noch mehr Gegner wünschen würdest. Davon gab es in meinen Augen viel zu viele, der Anteil an 08/15 Geballer war so schon viel zu hoch.

Um alle Feats/Errungenschaften in einem durchlauf zu bekommen (geschweige denn 2 Durchläufe), reichen die Gegner bei weitem nicht aus und die Kämpfe höhren meistens auf, wenn sie gerade anfangen spass zu machen. In einem Action Spiel, das es ja ist, kann es auch nicht genug Gegner geben. TR ist natürlich auf die Single Player Kampagne ausgelegt da hast du völlig recht und mit Spielen die sich auf den mp aufbauen kann es bei weitem nicht mithalten das ist klar. Dennoch hat die Kampagne hat ja bekanntlich einen geringen wiederspielwert, wer das Spiel nach 16 std nicht ins "Regal" stellen will , kann auch im mp noch einige Stunden Spass haben.Ist doch ne tolle Sache :) und nen solider mp ist es allemal.
 
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