• Aktualisierte Forenregeln

    Eine kleine Änderung hat es im Bereich Forenregeln unter Abschnitt 2 gegeben, wo wir nun explizit darauf verweisen, dass Forenkommentare in unserer Heftrubrik Leserbriefe landen können.

    Forenregeln


    Vielen Dank
  • Kritk / Fragen / Anregungen zu Artikeln

    Wenn ihr Kritik, Fragen oder Anregungen zu unseren Artikeln habt, dann könnt ihr diese nun in das entsprechende Forum packen. Vor allem Fehler in Artikeln gehören da rein, damit sie dort besser gesehen und bearbeitet werden können.

    Bitte beachtet dort den Eingangspost, der vorgibt, wie der Thread zu benutzen ist: Danke!

Stoppt den Hype! Was wir aus dem No Man's Sky-Debakel lernen können

Wahnisnn:
"Ich bestelle vor" ... och nee... das Spiel ist nicht annähernd so gut wie gehyped.
"Ich bestelle nie wieder vor" ... oh, ein neues Spiel; sieht super aus; geilo!
"Ich bestelle vor" ... och nee... das Spiel ist nicht annähernd so gut wie gehyped.
"Ich bestelle nie wieder vor" ... oh, ein neues Spiel; sieht super aus; geilo! …

Ich persönlich bestelle mir gar keine Spiele mehr vor. Nicht mal Fallout, TES oder GTA.
Nach einem Monat fallen die Preise und Patches habe erste Kinderkrankheiten beseitigt.
Ein nun dem Kaufwert entsprechendes Spiel liegt "im Laden". DANN kaufe ich es mir und
das rate ich auch jedem anderen. Denn die Gamehersteller schmeissen unfertige Spiele
auf den Markt und wir Spieler kaufen diese auch noch (bzw. bestellen eben vor).

So müssen die sich ja gar keine Mühe mehr geben und die Qualität geht flöten.

Selbstverständlich spreche ich hier jetzt nicht von ALLEN Herstellern. Aber in letzter
Zeit häufen sich diese Hype-Enttäuschungen.
 
Wenn es nicht um Vorbesteller-Boni geht, verstehe ich das noch weniger. Im besten Fall hast du dann ein genauso gutes Produkt, als wenn du Tests und Erfahrungsberichte abwartest und dann eine fundierte Kaufentscheidung triffst. Im schlechtesten Fall jedoch... Das ist wie umgekehrtes Glücksspiel: keine Chance auf Gewinn aber eine auf Verlust.

Gewisse Genre schließe ich für mich schon vorher aus. Dann gehe ich danach, wie die Mechaniken des Spiels ausschauen und ob die Atmosphäre passt. Vieles davon kann man schon in Trailern oder Expo-Gameplay sehen.

Tests lese ich eigentlich nie bzw. nicht mehr, da es sich hier auch wie mit Filmen verhalten kann:

IMDB listet einige für mich wirklich schlechte Filme im hohen Bewertungsbereich. Andersherum genauso.

Bei Spielen will ich mir halt meine eigene Meinung bilden bzw. den Eindruck von Pre-Release Material ausbauen. Hätte ich auf so manchen Test gehört, hätte ich einige gute Spiele verpasst.
 
was die pcg-community angeht, bin ich mir nicht sicher, ob das mit dem nms-"hype" wirklich so stimmt.
vor release waren viele fasziniert. und das imo ja auch völlig zu recht. die idee hinter nms klang absolut faszinierend und tut es immer noch.
gleichzeitig waren aber auch seit jeher sehr sehr viele skeptische kommentare zu lesen, gerade was mangelnden abwechslungsreichtum angeht. das widerspricht einem klassischen hype, bei dem negatives ja völlig ausgeblendet wird.
 
"Grundrauschen" ist ein treffender Begriff. Wer Information transportieren will, versucht ein gutes Signal-Rausch-Verhältnis zu erreichen, d.h. möglichst wenig Rauschen, damit das Signal gut gehört wird. Ihr erzeugt aber möglichst viel Rauschen, damit man das Signal möglichst lange suchen muss sprich möglichst oft und möglichst viele Artikel anklickt. Es geht nicht um Inhalte, sondern um Aufrufe. Auch ich habe den Twitter-Flame-Artikel geöffnet, in dem Irrglauben, dort etwas von Relevanz zu finden. Ein dröhender, tutender Hype-Train kommt da genau recht, da er so viel Rauschen erzeugt. Da springt ihr nicht nur auf, den schiebt ihr auch noch kräftig mit an.

Ich würde ein solches Geschäftsmodell ja Aufmerksamkeits-Vampirismus nennen. Dass ihr hier nur die Bedürfnisse der Leser erfüllt, halte ich mal im besten Fall für frommen Selbstbetrug, aber da will ich euch keinen Strick draus drehen, denn es gibt sicherlich unredlichere Berufe (ich breite das hier nur so lange aus, weil du direkt gefragt hast). Sich dann allerdings empört über das Phänomen geben, mit dem man Zitat:"mindestens die Hälfte seiner Aufrufe" generiert ist schon etwas scheinheilig...

Ich weiss allerdings nicht genau wie das eine ohne das andere funktionieren soll.
Ich google ja nicht nach News, sondern starte hier meine "Reise".
Wenns hier gar nix interessantes zu lesen gäbe, wird doch auch die "unnütze" News nicht angeschaut, weil man gar nicht mehr hierher kommt.

Gewisse News und Themen nehmen manchmal schon überhand. Das ist auch mein Empfinden.

Nur:
Kommt eine Pippifatz-News einen halben Tag später als auf anderen Portalen, kannst Du eine Wette darauf abschliessen, dass ein Kommentar so lautet:
Eh, ihr seit echt voll laaaam.
Wussste ich bereitz gestern!
 
Ich weiss allerdings nicht genau wie das eine ohne das andere funktionieren soll.
Ich google ja nicht nach News, sondern starte hier meine "Reise".
Wenns hier gar nix interessantes zu lesen gäbe, wird doch auch die "unnütze" News nicht angeschaut, weil man gar nicht mehr hierher kommt.

Nun, zwischen "gar nichts interessantem" und dem Status Quo ist ja noch eine Menge Luft. Auf GoG erscheinen z.B. regelmäßig interessante Spiele (und auf Steam sicher auch, aber da bin ich nicht) von denen ich hier noch nie gelesen habe. Anstatt also für jedes angekündigte Feature von No Man's Sky ein eigenes Fass aufzumachen und das Spiel damit viel wichtiger erscheinen zu lassen, als es eigentlich ist, könnte man ja mal gelegentlich über Titel berichten, die sich kein Ticket für den Hype-Train leisten können.
 
Anstatt also für jedes angekündigte Feature von No Man's Sky ein eigenes Fass aufzumachen und das Spiel damit viel wichtiger erscheinen zu lassen, als es eigentlich ist, könnte man ja mal gelegentlich über Titel berichten, die sich kein Ticket für den Hype-Train leisten können.

Das machen wir sehr regelmäßig.
Ich habe mir zuletzt Tempest und Life is Feudal: Forest Village angeschaut.
Gerade schaue ich mir wieder einen unbekannten Titel an.
Peter arbeitet an einem Bericht über Halcyon 6, das ebenfalls auf Steam aufgeschlagen ist.
Stefan hat sich letzte Woche Everspace angeschaut, Lucas hat Obduction getestet.
Bei der Masse, die jede Woche neu irgendwo auftaucht, ist es aber schlicht unmöglich alles mit zu nehmen.
 
Liebe PCG,

als Fachmagazin für Computer und Videogames seid ihr- wie richtig erkannt- Teil des Problems. Man sehe sich nur mal heute die Startseite an...PS4 hier, Playstation 4 dort.
Klar ist, dass PCG als großes (das größte?) deutsche Mag für Games mit News und spektakulären Tests nicht hinten anstehen darf.
Dennoch ... eben diese Stellung solltet ihr meiner Meinung nach mehr nutzen um das zu tun was Euch in den letzten 20 Jahren groß gemacht hat: objektive Bewertung aus Sicht eines Spielers, die News für den Hypegefährderten Spieler vorfiltern und/oder News auch mal wiederlegen oder die Quellen hinterfragen.

Ihr seid ein so großes Konglomerat aus Mags und Zeitschriften für verschiedene Plattormen, dass man sich bei manchen Schlagzeilen wirklich wundert, wer dieses geschrieben oder durchgewunken hat. Wenn das OnlineMAG "Fritzchens Gameseite" mit 3 Freizeitredakteuren mal ne News 1:1 irgendwoher kopiert ohne zu hinterfragen, dann kann man da schon mal drüber hinweg sehen -doch auch bei PCG scheint manchmal ein Auge zu pennen. Das fällt schon auf und gibt dann auch direkt ein Abwatschen der Community in Form von Korrekturen, den fehlenden Quellenangaben oder einfach verbalem Facepalm. Das sind so Situationen in denen ich mich frage, ob es da überhaupt eine Instanz wie "Qualitätskontrolle" gibt und ob ich mich als Qualitätsmanager mal bei Euch bewerben sollte um entsprechende Systeme einzuführen ;)

Wie dem auch sei, ich hoffe das lesen vielleicht sogar 1-2 PCG Mitarbeiter und rekapitulieren es mal kurz. Wir Spieler können unserer News überall bekommen und absorbieren sie eh auf englischen und deutschen Seiten- besinnt Euch auf die Werte die Euch groß gemacht haben- auch wenn es verleitet, einen gewissen journalistischen Auftrag habt ihr dennoch zu erfüllen - ich denke mal auch, um euren eigenen Ansprüchen gerecht zu bleiben. Seit 20 Jahren seit ihr mein Lieblings Spiele-Magazin, ich würde mich freuen Euch auch weiterhin lesen zu können-aber zurück zur Startseite: jedes zweite Wort dort ist "Playstation 4". An sich ins das schon okay, aber irgendwie müsst ihr einen Weg finden die Tagesthemen zu ein und derselben Geschichte cleverer darzubieten. Ob Playstation4 oder Battlefield...das ist mir schon so oft ausfgefallen, so dass ich an manchen Tagen wenn ich das direkt sehe das ansurfen von PCG direkt einstelle, weil man sich kaum noch zurecht findet in diesem scheinbar Sammelsurium teils ungefilterter News, hinzu kommen nicht selten wirklich gut gemeinte Beiträge oder Videos von neuen/kommenden Games - die sich aber teilweise beim zusehen wie "Werbevideos" anschauen lassen, weil der Redakteur selber total gehyped ist oder wie auch immer.

Zu Hypes allgemein- es wird sie immer geben. Jeder der sich in einem Hype wiederfindet kann ich nur ans Herz legen im Hinterkopf zu halten "Ein Produkt kann niemals so gut werden, wie es der Hype verspricht." Die Erwartungshaltung überschreitet irgendwann einen Zenit- ab dem Zeitpunkt kann das Spiel- egal wie gut es wird, die Erwartungen einfach nicht mehr erfüllen. Den Punkt muss man halt selber erkennen und eingestehen.

My50ct
 
Via Steam? Probier einmal folgendes, wenn Du einen abschlägigen Bescheid vom Support erhältst, weil Formalkriterien nicht erfüllt werden:

Widerspruch gegen die Entscheidung, Einforderung einer erneuten Prüfung, Darlegung der Rechtslage in Deutschland (§§ 346ff. u. 433ff.)

...kann Wunder bewirken. ;-)

Man muss sich das so vorstellen, die meisten Supportmitarbeiter sind kleine Leuchten (ohne das jetzt abschätzig zu meinen) ohne echte Entscheidungsbefugnisse. Da muss man erst einmal ein wenig mit dem Säbel rasseln, damit man sich durchsetzt und zumindest eine höherrangige Charge sich einmal den Fall ansieht. :-)

Danke das ist notiert. Ich werde es nächstes Mal benutzen wenn ich die Frist nicht komplett charmelos überschritten habe und meinen Anspruch wirklich für begründet halte. :-D

Ich möchte an dieser Stelle nochmal meine Fragen ausgraben, da mich eventuelle Antworten darauf wirklich interessieren und die wohl in der Diskussion ein wenig untergegangen sind.

Wie viel Angst schwingt da bei Redakteuren heutzutage eigentlich mit wenn denn in einem Interview wirklich mal unbequeme Fragen gestellt werden?
Wäre es, vom finanziellen Faktor mal abgesehen, so schlimm wenn man in Zukunft noch 2-3 Mal in der Woche über einen gehypten Titel berichtet anstatt täglich?
 
Das machen wir sehr regelmäßig.
Ich habe mir zuletzt Tempest und Life is Feudal: Forest Village angeschaut.
Gerade schaue ich mir wieder einen unbekannten Titel an.
Das freut mich und das will ich gar nicht in Abrede stellen (Verzeihung wenn es so rüberkam, als würdet ihr gar nicht über unbekannte Spiele berichten). Dennoch fallen viele Titel durchs Raster. Vielleicht ist es nicht möglich oder auch nur erstrebenswert, über alle zu berichten, aber würde man die Berichterstattung über z.B. Battlefield 1 nur um 10% reduzieren (dafür müssten lediglich "Rausch"-Artikel wegelassen werden, die ohnehin keinen Informationsgehalt bieten), könnte man schon 13 neue Spiele im Jahr vorstellen. Nur mal als Anregung.
 
Obwohl ich das Hype-Problem durchaus auch sehe, so muss ich die Schlussfolgerungen im Artikel leider als vollkommen falsch ansehen.
Und zwar fast alle.

1. Die Hersteller sollen erst später von dem Produkt berichten.
Das ist KOMPLETT falsch. Das wurde vorher ja so praktiziert und endet nur darin, dass nur noch auf Nummer sicher produziert wurde. Für die Hersteller ist es jedoch sehr wichtig zu sehen, ob bestimmte Ideen überhaupt ankommen. Das vorgeschlagene Verfahren würde einen kreativen Stillstand bedeuten, da kein Risiko mehr eingegangen wird.

2. Es soll nicht mehr unreflektiert über jedes, vom Hersteller ausgegebenes, Material berichtet werden.
Wenn interesse da ist, dann sollte man natürlich schon darüber berichten, aber ich erwarte von einer Fachpresse auch, dass diese in der Lage ist das gezeigte zu analysieren und zu deuten.
Ein CGI-Trailer sagt z.B. gar nichts aus und sollte vielleicht wirklich nicht erwähnt werden, Spielinhalte aber sehr wohl. Hier das gezeigte ins richtige Licht zu rücken ist eben die Aufgabe der Journalisten.

3. Man soll nicht mehr vorbestellen.
Auch hier ganz klar die perfekte Methode für kreativen Stillstand. Richtig ist, man soll bei den großen Publishern nicht mehr vorbestellen.
Ein EA, UBI oder auch das von pcgames so geliebte Blizzard brauchen das Vorbesteller Geld nicht. Die Produkte werden durch das frühzeitige Geld nicht besser. Im Gegenteil.
Bei Indyherstellern sieht das aber gänzlich anders aus. Erst durch Vorbesteller, Early-Access oder ähnliches werden solche Projekte möglich. Viele Features werden erst durch solche Gelder implementiert, weil sonst das Geld gefehlt hätte. Gerade den Indy-Entwicklern, die meiner Meinung nach die einzig verblibenden Kreativen der Branche sind, diese Gelder vorzuenthalten, führt nur dazu, dass wir wieder den stinklangweiligen Einheitsbrei der großen Publisher bekommen

Fazit: Es ist einfach die Intelligenz der Spieler gefragt und ob man einer Firma vertraut und wie sicher man bei dem Produkt ist.
Ein CoD oder Battlefield vorzubestellen ist einfach nur dämlich. Sorry, aber ist so. Das selbe bei WoW, auch wenn pcgames meint, Blizzard wäre so toll, dass das wohl ginge. Diese Meinung hat sicherlich auch nichts damit zu tun, dass Activision/Blizzard die Firma ist, wo das ungünstigste Verhältnis zwischen Produktions- und Werbekosten zu beobachten ist.

Bei NMS habe ich den Hype z.B. nie verstanden. Ein wenig nachdenken hätte einen genau gesagt, was da wirklich kommt und was da möglich ist. Budget, Firmengröße, Entwicklungszeit... Alles deutete darauf hin, dass das zum Release unmöglich diesen Umfang haben kann. Das selbe bei Elite Dangerous. Das war viel zu kurz in der Entwicklung, um den versprochenen Umfang zu haben.
Geldmangel sorgt jedoch dafür, dass Spiele immer zu schnell heraus gebracht werden und gerade Indytitel würden einen Release nie schaffen, wenn man ihnen das Geld vorenthällt.
Die Spieler müssen einfach lernen ihre Erwartungen der Realität anzupassen und aufhören über Verschiebungen zu lästern. Verschiebungen sind teuer, nervig, aber letztendlich das einzig sinnvolle, um die Qualität zu sichern. Da stimme ich dem Artikel zu. Ich für meinen Teil werde weiter vorbestellen, aber halt genau hingucken bei wem und ob ich denen das zutraue was sie sagen. Ich werde weiterhin nicht einen schnellen Release fordern und Indyprojekte weiter fördern. Die großen Publisher sehen von mir hingenen so schnell kein Geld mehr, es sei denn, das Spiel was bereits geleased wurde ist wirklich so gut.
 
aber würde man die Berichterstattung über z.B. Battlefield 1 nur um 10% reduzieren (dafür müssten lediglich "Rausch"-Artikel wegelassen werden, die ohnehin keinen Informationsgehalt bieten), könnte man schon 13 neue Spiele im Jahr vorstellen. Nur mal als Anregung.

Die News schreiben freie Autoren. Wenn wir deren Output um 10% zurück fahren, wird trotzdem nicht mehr Kapazität bei uns Redakteuren frei.
 
Ich habe genau die Hälfte erhalten die mich interessiert hat.
Die andere Hälfte wäre der Standard gewesen.

Die möglichkeit das All zu erforschen hielt mich 2. Wochen an Spiel. Leider fehlen ordentliche Quests und das Spiel beweist leider das ein spiel, was nur auf dem Forschungsaspekt aufbaut, keine Quests oder entsprechende Gegner hat, leider kaum langzeitmovitation mit sich bringt.

Ironischerweise habe ich vorher nen Monat mit 7 Days to Die verbracht, auch hier gabs keine Ordentlichen Quest (nicht mal neutrale NPCS) und trotzdem haben Bau, Survial und Forschungs Aspekte das Spiel trotz nicht der besten Grafik und den angesprochen Mängeln eine Langzeoitmotivation geliefert.
 
Natürlich ist die oberste Währung eines Artikels die Anzahl der Aufrufe, weil der Verlag danach vom Vermarkter bezahlt wird.
Zusätzlich ist uns auch die Interaktion, also die Zahl der Kommentare und Shares wichtig, weil sie mögliche Potentiale aufzeigen.

...

Du
Und genau das ist der springende Punkt. Du bist nicht daran interessiert.
Wir machen die Webseite aber nicht nur für dich.
Um bei deinem Beispiel zu bleiben, der Artikel war am Donnerstag und am Freitag mit Abstand aufrufstärkster Artikel.



Battlefield 1 ist in diesem Herbst nun einmal eines der stärksten Themen überhaupt.
Die Leute zerreißen sich nach jeder Info, die sie zum Thema bekommen können.
Und wenn der Hersteller dann etwas zum Spiel sagt, berichten wir natürlich darüber, weil die Nachfrage groß ist.
Diese vom Informationsgehalt eher durchschnittlichen Meldungen werden übrigens von freien News-Autoren geschrieben.
Es ist also nicht so, dass hier mit "Null-Nachrichten", wie du es nennst, Redakteure ihre Zeit verschwenden.
Aber sie sind trotzdem wichtig, um ein gewisses "Grundrauschen" an News zu haben.
Würden wir dieses "Grundrauschen" einfach abstellen, fehlt uns am Tag mindestens die Hälfe aller Aufrufe, mindestens.
Ich verstehe, dass dir solche Meldungen zu belanglos sind und du sie nicht brauchst. Aber es gibt eben auch die andere Seite.
Es gibt auch immer wieder Wortmeldungen von Spielern, die fragen, warum wir nicht über Thema X berichten, oder wieso wir News Y zu Hype-Spiel Z noch nicht auf der Seite haben.
Denen können wir genaus wenig durchgängig gerecht werden, wie Leuten wir dir, denen es zu viel ist.

naja, also damit macht ihr euch das schon ein bisschen sehr einfach, finde ich. natürlich kann man argumentieren, dass man nur liefert, was der "kunde" haben will (und darauf läuft diese argumentation hinaus). aber wenn sich auf der einen seite ein redakteuer in seiner kolumne negativ (oder besser gesagt selbstkritisch) über die presse äußert, dann vom zweiten recht bekommt, der aber einschränkt, dass das nunmal so ist... tja. dann ist das nunmal eben (aus meiner sicht) ziemlich einfach gedacht.

IHR habt die macht und den einfluss über news/artikel/hype auf eurer webseite. wenn es diesen artikel über irgendwlechen sinnfreien twitter-diss nicht gibt, wird eben ein anderer am häufigsten angeclickt....

mir ist klar, dass der wettbewerb in eurer branche groß und hart ist. mir ist auch klar, dass das publikum manchmal nicht ganz einfach, oft aber auch viel zu einfach (gestrickt) ist. natürlich funktionieren billige artikel/news/infos ohne substanz bei der sich am ende 2 fraktionen in den comments die köppe einhauen. natürlich funktioniert jeder neue artikel über battlefield. natürlich funktioniert jede noch so kleine pups-neuigkeit zu wow. aber wenn ich doch den hype blöd finde. wenn ich doch industrie, spieler UND presse kritisiere. dann kann ich mich nicht hinstellen und sagen: jo, ist doof. können wir nicht ändern. doch. ihr könnt. ihr müsst nur wollen, etwas mut haben und entbehrungen in kauf nehmen. denn ich denke es wird euch zu anfang nicht unbedingt gedankt. aber ich (mit meinem fachmännischem laienwissen) sehe durchaus potential für ein gehobenes video- und oder pc-spielemagazin /-website. davon gibt es nämlich nicht so viele.
 
Was lernt man daraus?

- Erst Demo besorgen, dann kaufen.
- Sage "nein" zu Early Access.
- Niemals vorbestellen, erst abwarten.
- Previews nicht ernst nehmen, wird so und so nur gelogen.
 
"Und tatsächlich ist seit Kurzem ein Umdenken in der Branche zu erkennen - siehe Fallout 4 mit seinen gerade mal fünf Monaten zwischen Ankündigung und Release."

Fallout 4 als positiv-Beispiel?
Ich empfand das Spiel (so subjektiv das sein mag) in vielerlei Hinsicht ein Cash-Grabber. Die kurze Zeit zwischen Ankündigung und Release sah ich demzufolge, auch rückblickend, als ganz bewusstes Konzept, um die Unzulänglichkeiten des Titels zu verbergen.

Insofern kann ich auch das Problem der langen Zeit zwischen Ankündigung und Release eines Spiels nicht als problematisch ansehen. Sofern man die Zeit eben nicht nur nutzt, um den Hype anzufeuern, sondern auch kritisch schaut & nachhakt. NMS ist da ein super Beispiel! Man musste kein Orakel sein, um vorherzusagen, dass das Spiel nicht die hohen Erwartungen wird erfüllen können. Das vergleichsweise kleine Team & Budget in Verbindung mit der Vision eines nahezu unendlichen, vielseitigen & abwechslungsreichen Universums? Mit Handel, Raumflug, Crafting, Entdeckung, Weltraumschlachten, einer Story um den Mittelpunkt des Universums, Survival? Man wusste, das irgendwo Abstriche gemacht werden müssen, und man wusste eigentlich auch schon, wo: Beim Gameplay, über das nie konkrete Worte fielen. Und, wie wir jetzt wissen, eigentlich auch beim ganzen Rest.

Hier hätte ich mir in dem Artikel etwas mehr Einsicht gewünscht: Ja, Sony und Murrey hätten in ihrer Kommunikation vieles besser machen können. Dass es bei der PCG jedoch keine Redakteure gab, die ihrer Rolle als journalistisches Korrektiv nachgegangen sind, enttäuscht mich um einiges mehr.
Ein Publisher will verkaufen, er will werben. Von einer Fachzeitung aber erwarte ich nicht, dass sie sich zum simplen Erfüllungsgehilfen macht...
 
Day One Patches sind sinnvoll, sofern sie - leider - notwendig sind. Für mich bedeutet das jedoch, daß offensichtlich ein Master gepreßt wurde bevor man fertig war. Wenn sowas zum Normalfall wird... Qualität schaut anders aus.
Ein "fertiges" (im Sinne von "perfekt") Spiel gibt es nicht. Man kann immer noch was verbessern, auch wenn es nur um Details geht. Warum man das NICHT machen sollten und warum man die Zeit NICHT nutzen sollte, will mir einfach nicht einleuchten, sorry.
 
Hier hätte ich mir in dem Artikel etwas mehr Einsicht gewünscht: Ja, Sony und Murrey hätten in ihrer Kommunikation vieles besser machen können. Dass es bei der PCG jedoch keine Redakteure gab, die ihrer Rolle als journalistisches Korrektiv nachgegangen sind, enttäuscht mich um einiges mehr.
Ein Publisher will verkaufen, er will werben. Von einer Fachzeitung aber erwarte ich nicht, dass sie sich zum simplen Erfüllungsgehilfen macht...

Wir haben bei NMS auch vorab kritisch berichtet. Siehe der verlinkte Gamescom-Artikel von Stefan. Das Problem war freilich, dass auch wir als Journalisten sehr lange Zeit nichts Spielbares in die Hände bekommen haben und deshalb mehr oder weniger dazu verdammt waren, die vom Hersteller veröffentlichten Szenen und gemachten Versprechen für bare Münze zu nehmen.

Ideal ist das sicher nicht, aber komplett versagt haben wir in dieser Frage meines Erachtens nicht.

Das Ganze ist zweifellos ein Balanceakt. Denn natürlich sprechend wir bei Vorschauen immer von Spielen, die sich noch in Entwicklung befinden. Da es ist es selbst für uns Profis nicht immer genau abzuschätzen, wie weit ein Spiel ist, wie realistisch die versprochenen Features sind. Und wenn man dann zu negativ an die Sache ran geht, kann man auch mal komplett daneben liegen, weil die Entwickler nämlich in den sechs oder zwölf Monaten bis zum Release noch viele Probleme behoben/anderes Feedback umgesetzt haben.
 
@Peter

Only-SP ist gerade dabei, sein Businessmodell umzukrempeln:

Working on a pretty massive content restructure plan for OnlySP at the moment. Going to be making a big shift, but should have a while ago.
Games Journalism has changed A LOT in the past couple years, and we've fallen behind the times. It's affected traffic a lot.After taking a break for two or so months, I've really paid attention to the trends and to survive, we have to be different. Not just with our content focus, but with our actual content. With the way PR works now, and most major publishers releasing their own news. It's pointless to cover news like we have been. Expect big changes there. Expect real games journalism from us. Soon.

Quelle: https://twitter.com/OnlySP_Nick

Ich finde, dass da einige interessante Dinge angesprochen werden, die evtl. auch für PCG relevant sind. Vielleicht solltet ihr auch mal darüber nachdenken, noch weiter weg zu kommen vom Generieren von News und hin zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema Gaming. Deine Kolumne ist da imo ein absoluter Vorreiter, bitte mehr davon. Das ist Content, den es so nicht auf anderen Seiten gibt, der ist individuell, der ist in der Regel recht gut recherchiert und der reproduziert nicht einfach nur das, was die PR-Agenturen gerne sehen möchten.

Ihr müsste euch imo die Frage stellen, ob sich die PCG als Dienstleister für den Spieler/Leser begreift ODER als Dienstleister für den Publisher/die PR-Agentur. Einen Kompromiss zu finden, halte ich da für überaus schwierig. Das betrifft imo auch nicht nur die normalen Alltagsnews sondern auch explizit so Geschichten wie Previews. Wir sind ja mittlerweile schon soweit gekommen, dass man Previews von externen Redakteuren und die "Infomercials" der PR-Agenturen von Aufmachung und Inhalt her kaum noch auseinander halten kann, weil ihr ja letztlich auch maßgerecht gefüttert werdet mit den Dingen, die das Projekt in einem möglichst positiven Licht dastehen lassen sollen. Und je früher man im Entwicklungsprojekt ist, je weniger man selber spielen kann und je größer und professioneller das Team und seine PR ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Spielejournalisten letztlich einfach nur die Erfüllungsgehilfen des Marketings sind. Nicht weil sie es wollen würden, sondern weil sie einfach keine andere Möglichkeit haben, hinter den Vorhang zu schauen.

Ich würde mir also wünschen, dass die PCG ihren Fokus "nach hinten" verschiebt, sprich eine Verlagerung von Previews auf Reviews und von Vorbesprechungen auf Nachbesprechung. Weg vom Newsgenerator hin zum echtem, unabhängigen, Journalismus, inklusive mehr Kolumnen (deine sind sicherlich ein Anfang), mehr Hintergrundreportagen (siehe Eurogamer/Polygon etc.), mehr echte Medienkritiken und Nachbesprechungen (zuzüglich zu den klassisch deutschen Spieletests) usw. Klar, vielleicht würde man dadurch erst mal viele Klicks verlieren und es würde sicherlich auch erhöhte Anforderungen an euch Redakteure stellen, aber man würde die Marke PCG damit auch stärken und auf Qualität im Sinne der Spieler/Leser (re)fokussieren. Ansonsten werdet ihr über kurz oder lang echt zu kämpfen haben, zumal ihr ja eh mehr und mehr Konkurrenz durch englischsprachige Seiten und private Blogs bekommt. Ist aber nur meine Meinung. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Keine Sorge, diese Themen beschäftigen uns in der Redaktion und im Verlag auch schon lange und immer wieder. Wir haben bereits einiges an der Ausrichtung geändert, aber das Ganze ist ein laufender Prozess. Gleichzeitig ist es imho auch weiterhin sinnvoll, das News-Geschäft nicht komplett aufzugeben.

Zum Thema (Marken-)Qualität/Klickzahlen gibt es verschiedene Meinungen. Aber wir sind da momentan auf einem recht guten Weg, wie ich finde :)
 
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