So, bin endlich dazu gekommen, alle Kommentare zu lesen. Vielen Dank für die rege Beteiligung!
Ihr habt einige sehr interessante Punkte angesprochen und ja, es ist definitiv Raum für Verbesserungen bei PCG. Ich bin ohnehin von Natur aus selbstkritisch und habe mir deshalb auch die negativen Reaktionen sehr genau durchgelesen. Danke für eure ehrliche Meinung.
Wie viel Angst schwingt da bei Redakteuren heutzutage eigentlich mit wenn denn in einem Interview wirklich mal unbequeme Fragen gestellt werden?
Wäre es, vom finanziellen Faktor mal abgesehen, so schlimm wenn man in Zukunft noch 2-3 Mal in der Woche über einen gehypten Titel berichtet anstatt täglich?
Angst? Keine. Selbst wenn da der PR-Mann daneben sitzt (was er fast immer tut). Klar kommt es vor, dass der bei manchen Fragen abzulenken versucht oder sagt: Darüber sprechen wir momentan nicht. Was will man da machen? Klar, man kann mehrmals nachfragen und das "Kein Kommentar" anschließend veröffentlichen. Haben wir in der Vergangenheit auch schon gemacht. Und kritische Fragen haben wir auch gestellt, ich erinnere mich da noch an ein Sim City-Interview kurz vor Release in dem es um die Notwendigkeit des Online-Modus ging. Aber 90% der Interviews auf Preview-Events sind für die Katz. Gut vorbereitete Entwickler, die ihre geschliffenen Antworten auswendig kennen ...
Freilich wird sich gerne beschwert. Das ist auch Aufgabe der Publisher-PR, die wollen ihr Spiel natürlich in einem möglichst guten Licht dastehen lassen. Es ist ein Geben und Nehmen.
Unsere Aufgabe ist es, uns davon nicht beeinflussen zu lassen - und das funktioniert meistens, weil ja nicht wir Redakteure selbst die Kritik abbekommen. Meist wird das Leitungsebene geklärt - ein guter Chefredakteur wehrt ungerechtfertigte Beschwerden ab und hakt nach, wenn ein Autor tatsächlich mal Fakten falsch berichtet hat oder nachweislich unfair war. Und zumindest in Sachen Angespielt-Berichte oder Tests haben wir da bislang immer einen ordentlichen Job gemacht, wie ich finde. Freilich ist der Computec-Verlag am Ende des Tages immer noch ein Unternehmen mit Angestellten, die am Ende des Monats bezahlt werden wollen. Hier kann es zu Interessenskonflikten kommen. Um die müssen sich dann aber andere sorgen, die in der Firmenhierarchie über mir stehen.
Was die Frequenz der Berichterstattung angeht: Tja, das hat Matthias ja eigentlich schon ganz gut beantwortet. Ich sehe es persönlich so:
- Kurz vor und nach Launch gibt es die meisten Neuigkeiten zu einem Spiel.
- Nicht alle News zu BF1, NMS & Co. sind es wirklich wert, berichtet zu werden. Volle Zustimmung.
- Wir wollen aber informieren und das wie erwähnt auf einer möglichst breiten Front und mit einem sehr weit gefassten Publikum, das teilweise weit entfernt vom hier im Forum repräsentierten "Hardcore-Gamer" ist.
- Wir wollen niemanden dieser, ich nenn sie jetzt mal "Normalo-Besucher" dadurch abschrecken, dass er auf einer anderen Seite eine Neuigkeit zu seinem heiß erwarteten künftigen Lieblingsspiel entdeckt und anschließend PCG den Rücken kehrt.
- Da spielt natürlich mit rein, dass eine Menge Besucher über Google zu uns kommen. Deshalb wäre es töricht, Suchmaschinen und deren Nutzer nicht in unsere Planung einzubeziehen. Und da tippen eben viele Leute "Battlefield 1 News" ins Suchfeld ein und in dem Fall wollen wir ganz oben stehen. Denn ja: Klicks sind wichtig. Besucherzahlen bestimmen unsere Werbeeinnahmen und mit Werbung finanzieren wir unseren Verlag. Das hat einige Konsequenzen wie eine gewisse Abhängigkeit von Werbekunden bzw. eine Wechselwirkung/symbiotische Beziehung. Nicht ideal, keine Frage, aber mit unserem
Online-Abo haben wir unlängst einen Schritt unternommen, der genau diese Abhängigkeit verringern kann. Denn wenn uns unsere Leser (wieder) bezahlen wie zu den Hochzeiten des Print-Journalismus, muss die Existenzgrundlage nicht durch Werbung gesichert werden. Und schwupps gibt es wieder finanzielle Freiräume, um die Berichterstattung auf Bereiche auszuweiten, die wir Redakteure bevorzugen.
- Wie erwähnt werden die News vorrangig von freien Autoren geschrieben. Heißt für uns Redakteure: Wir können uns um die hier geforderten Hintergrundberichte, Specials und Indie-Vorstellungen kümmern, weil das "Grundrauschen" mehr oder weniger von alleine entsteht. Eine bessere Qualitätskontrolle ist hier aber natürlich zu wünschen und das ist auch unser Anspruch. Muss man sehen, was da in Sachen Zeit, Geld und anderen Ressourcen noch möglich ist. Mindestens einer unser leitenden Redakteure verbringt schon jetzt jeden Tag sehr viel Zeit exakt damit, mit dem Korrekturlesen der News.
Die Presse bräuchte sich auch nicht am Nasenring durch die Manage ziehen lassen: der deutsche PC-Magazine Markt ist doch überschaubar. Da gibt es doch nur 2-3 große Wettbewerber. Wieso verabschieden die nicht einen Pressecodex a la 3 Monate vor dem Launch gibt es nur Berichterstattung wenn der Journalist das Produkt frei anspielen darf?
Das wäre in der Tat eine gute Sache, aber diese Verantwortung überschreitet dann doch etwas meine Gehaltsklasse. Fraglich, ob das mit dem über Jahrzehnte geförderten Konkurrenzdenken gerade der großen Print-Verlage (man denke an den "Vollversions-Krieg") vereinbar wäre.
Ich denke aber der wichtigste Punkt, in hier würde ich mir wirklich mal ein paar klare Zahlen von computec wünschen, ist doch gekaufter Journalismus. Wie viel Prozent der computec Einnahmen entfallen denn auf die Werbekunden? Kann ich als Publisher durch das Schalten von Werbeanzeigen den Umfang (nicht die Wertung!) der Berichterstattung beinflussen? Ich glaube einmal gelesen zu haben, dass man hier quasi ein komplettes Paket kaufen kann, also Vorberichterstattung, Hype, Nachberichterstattung (Umfragen, Patches etc.)...stimmt das? Verkauft ihr den Hype nicht geradezu?
Diese Angaben fallen leider unter Firmeninterna, da kann ich keine Auskunft geben. Nur so viel: Redaktion und Anzeigenabteilung sind bei uns getrennt.
Ihr seiht es die ein Spiel nach oben bringen und wegen Klicks ein Spiel pushen, am Anfang, und nicht wir Spieler. Und da müsst ihr euch den Schuh anziehen das viele, sehr viele Spieler darauf reinfallen und enttäuscht sind, nicht immer aber leider immer öfter.
Ich gebe dir teilweise Recht. Ja, wir als Presse fördern den Hype. ABER: Wir, gerade wir als PC Games, ein (im globalen Sinne) kleines deutsches Magazin, lässt ihn nicht entstehen.
Beispiel No Man's Sky. Da hat der allerste VGX-Trailer ungemeines Aufsehen erregt. Und alle waren heiß drauf. In der Folge konnten wir ein ungeheures Interesse an weiteren Meldungen zum Spiel erkennen. Also haben wir diesen Bedarf gedeckt. Du schreibst es ja selbst: Klar, da geht es um Klicks, um Werbeumsatz. Machen wir keinen Hehl draus. Hätte ich im Artikel wohl auch noch klarer beschreiben können so wie weiter oben in meinem Beitrag hier.
Ich postuliere aber: Selbst wenn wir anschließend nix zu NMS geschrieben hätten, wäre der Hype dagewesen.
Weil:
- Das Genre der Weltraumspiele so wenige Neuveröffentlichungen hat und die Leute demnach heiß auf ein Spiel waren, das scheinbar diese Lücke füllte. Auch die Star Citizen-Begeisterung hat da sicher mit reingespielt.
- Der Trailer so viel Lust auf mehr gemacht hat.
- NMS das Highlight einer ansonsten extrem schwachen VGX-Show war und somit am Ende des Jahres 2013 relativ problemlos in den Mittepunkt der Aufmerksamkeit rutschen konnte.
Und schauen wir uns doch mal die News in den ersten Wochen nach der Ankündigung an:
PC GAMES - Wissen, was gespielt wird!
Da sehe ich jetzt keine extremen Hype-Meldungen abseits der Tatsache, dass wir tatsächlich bei mehrfach über die Überflutung des Studios berichtet haben (ich vermute, dass zumindest eine einfach aus Versehen doppelt gepostet wurde, war schließlich Weihnachten

). Aber weder sehe ich einen "Wow, NMS wird so geil, das ist der Heilige Gral der Videospiel-Geschichte"-Artikel noch ist die Sprache in den News über Gebühr sensationalistisch. Hier mal die skandalösesten Formulierungen: "beeindruckender Trailer" "Screenshots zu bestaunen" "ambitionierten No Man's Sky"
Insgesamt vergleichsweise nüchterne Berichterstattung über Fakten. Neue Bilder hier, ein Trailer da, Büro überschwemmt. Über die Menge und Relevanz kann man bei einigen Titeln - gerade in Richtung Release - sicher diskutieren und da werden wir uns in Zukunft stärker Gedanken über die Wertigkeit machen müssen ("4 BF1-News am Tag reichen, es müssen keine 5 sein").
-Hype kommt von euch um Klicks zu generieren. Gegen den Hype zu schwimmen hieße auch massiv euch zu Boykottieren.
Das wäre sicher eine Möglichkeit, ja. Allerdings würde ich mir wünschen, dass die Boykottierer vorher die Gründe für ihre Entscheidung hier im Forum oder per E-Mail darlegen. Ansonsten schaut der Verlag auf die nach unten sackenden Zugriffszahlen und zieht vielleicht den Schluss: "Tja, da haben wir zu wenig BF1-News gemacht und die Leute sind lieber zur Konkurrenz gegangen ..."
-PCGames (und auch andere) geben vorab Tests her um ja die ersten zu sein. Dann gibt es Patch nachtest usw. nach Wochen Monaten wird ein Spiel dann Ab/Hoch gewertet. Und selbst nach nur ein paar tagen des Release sieht man, alles doch nicht so dolle, aber egal, wir haben die Leser und Klicks und waren die ersten.
Der Termindruck ist als kritisch zu sehen, ja. Ich habe mir in der Vergangenheit schon oft gewünscht, dass man sich lieber Zeit nimmt und die Community ein bisschen dazu erzieht, geduldig zu sein: "Bei PCG kommt der Test vielleicht etwas später als anderswo, aber dafür ist er dann auch fundiert." Da hat sich in den letzten paar Jahren intern aber schon einiges zum Positiven hin verändert. Wir bringen nicht mehr auf Biegen und Brechen Testwertungen zum Embargofall raus, wenn es nicht geht. Aber natürlich wollen wir dann informieren, wenn die Leute danach suchen und sich Gedanken über einen Kauf machen. Dass dabei widersprüchliche Aussagen im Vergleich zur Nachberichterstattung ergeben, dazu würde ich gerne mal ein konkretes Beispiel genannt haben
Patch-Nachtests sind bei uns übrigens die absolute Ausnahme. Ich kann mich nur an Stellaris erinnern, wo wir das zuletzt gemacht haben.
-Und die Sachen mit Steam, auch wenn Steam das größte Gamer Kaufhaus in Sachen PC Games ist, es ist auch mal wieder reine Werbung für Steam. Die Millionen Käufer von Spielen von EA und auch Blizzard kann ich da nicht nachlesen. Beendet endlich mal eure Allein Werbung für Steam, oder zahlt euch Big Newell doch zu viel Geld?
Meinst du die Erwähnung der Steam Reviews? Hätte ich die Gog-Kundenrezensionen erwähnen sollen? Sicher ein Punkt, über den sich nachzudenken lohnt. Fakt ist aber: Wer heute über den PC spricht, der kann Steam nicht unerwähnt lassen. Valve hat es übrigens nicht nötig, uns Geld zu bezahlen und tut das auch nicht. Die haben es noch nicht mal mehr nötig, auf unsere Presseanfragen zu reagieren (Schäm dich, Doug Lombardi!).
Wie wäre es wenn ihr mal selbst bei euch anfangen würdet. es dauert, aber die Community würde überspringen. Man würde sagen, da bei PCG, da wird noch neutral berichtet, ohne den ganzen Werbemüll und bezahl Dingsda. Dauert, aber dann habt ihr den 100% Vorteil. Ich weiß ist nicht machbar wenn man Cheffes hat die nur aufs eigene Bankkonto schauen.

Ist aber möglich, man muss nur mal wollen und den ersten Schritt wagen.
Würde sich rumsprechen wie ein Lauffeuer.
Ob du es glaubst oder nicht: Wir in der Redaktion sind da gar nicht so weit von deiner Meinung entfernt. Aber wie erwähnt: PCG ist Teil des Computec-Verlages. Der ist ein Unternehmen und das hat Mitarbeiter. Angesichts der verheerenden Situation am Print-Markt und dem allgemeinen Dahinsiechen des klassichen Journalismus, angesichts der schieren wirtschaftlichen Realitäten ist es einfach sehr schwer, solche radikalen Kurswechsel zu verargumentieren. Das geht erstens nicht von Knall auf Fall (ein großer Verlag ist kein wendiges Motorboot, sondern ein träger Dampfer) und zweitens sind damit große Risiken verbunden.
Ein Wandel kann da nur inkrementell erfolgen und ich hoffe, dass ich mit meiner Kolumne einen kleinen Schritt in eine bessere Zukunft gemacht habe. Ein bisschen Scheinheiligkeit mag da für dich mitschwingen und das ist okay, wenn du das bemängelst. Hoffentlich kommt das bei den richtigen Personen genauso an wie meine Wünsche für unsere Berichterstattung. Auf dass sich die langsame, aber beständige Evolution von PCG fortsetzen kann.
Wenn ich mir das hier anschaue ->
Durchsuchen Sie jetzt PC Games Hardware und
PC GAMES - Wissen, was gespielt wird! , dann brauche ich nicht einmal das Spiel gekauft zu haben um bereit svor Release davon genervt zu sein. Ich meine bis zu vier news pro tag, die zum Teil nur dürftigsten Inhalt bieten und zusätzlich noch wieviele Features?!
In meinen Augen geht es also nicht nur darum, kritischer hin zu gucken; denn das passiert schon (Ich weiß zum Beispiel nicht, wer nach dem tollen Vorabtest von Benjamin Kratsch ->
No Man's Sky im ersten Test: Wer es lieben wird - und wer sich schwer tun wird noch wirklich von No Man`s Sky entäuscht gewesen sein kann. Da ist alles drin und auf diesen Artikel hin habe ich das spiel gekauft und meine Entscheidung nicht bereut.
Viel von dem Rest allerdings hätte Ihr Euch sparen können. Nur: Passiert das in Zukunft wirklich?
Wie gesagt: Erhöhte Qualitätskontrolle und stärkere Selektion sind immer wieder ein Thema bei uns. Ich kann dir nur versprechen, dass ich solche Sachen weiterhin ansprechen werde und versuche, den Wandel fortzuführen. Beispiele wie deines helfen dabei, also vielen Dank für das Feedback
Kann sein, dass andere noch schlimmer sind, trotzdem sind 80% der Artikel hier einfach überflüssig. Wie es besser geht (zumindest aus Sicht der Spieler) zeigt z.B. die englischsprachige Seite spacesector.com. Die haben sich auf 4x-Strategiespiele spezialisiert und berichten vielleicht nur zwei mal über ein Spiel, dafür ist einer der Artikel dann ein sehr, sehr ausführlicher Test. Gut, ist nur ein Nischen-Genre und ob die davon leben können, weiß ich nicht, aber ich bekomme dort alle Infos, die ich brauche, ohne sie aus dem Müll fischen zu müssen.
Siehe Matthias. Ohne Frage ein klasse Ansatz, aber ich bezweifle, dass bei spacesector.com die Gehälter und Existenz von über 100 Mitarbeitern am wirtschaftlichen Erfolg der Seite hängen. Und natürlich ist das Zielpublikum der beiden Seiten nicht zu vergleichen.
Persönlich finde ich, dass gerade unsere Tests in den allermeisten Fällen aber ebenfalls sehr ausführlich sind und auch spezielle Interessen abdecken. Mit eriner News kann man so einen Artikel meines Erachtens nicht vergleichen und sollte man es auch nicht.
@PETER BATHGE - hier wird wirklich No Man Sky mit The Division zusammen erwähnt?
Sagen wir mal das The Division nicht fehlerfrei auf den Markt gekommen ist, aber nenne mir doch bitte einen Grund das Spiel via Marketing nicht an die Spitze zu heben? [..]
Ihr könnt nun bei beiden Spielen mit der Steam Spieler Statistik um euch werfen, jedoch wären andere Studios nicht engagiert das gleiche zu imitieren wenn es sich nicht lohnen würde.
Der Vergleich rührte vor allem von dem Umstand her, dass beide Spieler eine immense Vorfreude bei Spielern geweckt haben, aber beide innerhalb kurzer Zeit vom Großteil der Community wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen wurden. Aus sehr unterschiedlichen Gründen (Kollege Felix hat mich kürzlich wieder daran erinnert, dass bei The Division die am Anfang versprochene Spielvision nahezu 1:1 im fertigen Produkt geliefert wurde), aber eine gewisse Enttäuschung bei beiden Spielen ist definitiv nicht von der Hand zu weisen. Das soll dich jetzt in keiner Weise einschränken, was deinen Vergnügungsfaktor mit Division angeht. Wie hier schon ein Kommentator geschrieben hatte: Jeder mag andere Spiele. Manch ein von Fans und Kritikern in der Luft zerrissenes Spiel gehört für jemand anderen zu seinen absoluten Lieblingsspielen.
Ebenso muss ich anprangern: Spieler hatten bei The Division immer Transparenz, denn hier gab es wenigstens noch eine cb und eine open Beta in die jeder reingucken konnte, bei NMS gab es schön gescriptete Gameplay Scenen...
Definitiv, das kann man Massive und Ubisoft definitiv nicht ankreiden. Allerdings hat das Spiel in anderer Weise enttäuscht.
Man hat schon eher das Gefühl, dass es sich mehr und mehr um sogenanntes "native advertising" handelt. Alle Artikel über so ziemlich sämtliche Spiele die erscheinen lesen sich wie "die ultimative Lobbudelei", wie es bei "Zimmer frei" so schön hieß.
Budder bei die Fische liebe Autoren, verdient es sich auf diese Art leichter oder seid ihr einfach unfassbar begeisterungsfähige Menschen und bei so ziemlich jedem Spiel was erscheint über alle Maßen beeindruckt und erwartungsfroh angesichts des schier unglaublichen Potentials?
Hier wären konkrete Beispiele schön. Redest du von News oder speziell Anspielberichten?
Bei Mafia 3 schreibt Kollege Andy etwa aktuell:
"Passanten reagieren zwar auf Lincoln, wenn er sich vor sie hinstellt und sie anglotzt. Doch sind die Sprüche nicht so vielfältig oder witzig, wie in einem GTA 5.
Letztlich hat uns das Sandboxing anhand der in New Orleans gespielten Vorabversion auch deutlich weniger Spaß gemacht, als im Genre-Champion von Rockstar Games. [..] Die KI-Gegner laufen bislang
noch allzu leichtfertig in Lincolns Kugelhagel oder lassen sich problemlos per Pfeifen anlocken, um sich - im wahrsten Sinne - einen Aufschnitt abzuholen. Entwickler Hangar 13 ist sich dessen aber bewusst und feilt noch am KI-Verhalten.
Auch grafisch lief Mafia 3 bislang nicht rund. Die gespielte PS4-Fassung litt noch unter spät eingeblendeten Objektdetails und Schatten, sobald Lincoln in den Spurtmodus wechselte oder mit einem Fahrzeug unterwegs war. Begeistert haben uns dagegen die schicken Lichteffekte. Arg viel schöneres als einen Sonnenuntergang in New Bordeaux haben wir noch nicht gesehen."
Oder kürzlich im Deus Ex-Test von meiner Wenigkeit:
"Ein großes Mysterium war bis zuletzt aber noch die Geschichte, die um all diese Gameplay-Mechaniken zusammenhält. Und genau in dieser Disziplin hat Eidos Montreal meine hohen Erwartungen maßlos enttäuscht. Die Konsequenzen meiner Entscheidungen sind vernachlässigbar und für die wirklich spannenden Fragen vertrösten mich die Entwickler auf den wohl schon beschlossenen Nachfolger. Wären Eidos Montreal und Publisher Square Enix nicht so gierig, würden ihnen beim Gedanken an Deus Ex 5 nicht schon die Dollarzeichen in den Augen stehen, Mankind Divided hätte ein nahezu perfektes Spiel werden können. Ohne befriedigende Auflösung, ohne wertige Schlusssequenz bleibt für mich als Liebhaber spannender Geschichten aber ein übler Nachgeschmack."