Das Problem ist nicht das Urteil an sich, sondern deine konsequente Weigerung zu verstehen, dass meine Argumentation weit VOR der Justiz ansetzt. Ich spreche hier von einem gesellschaftlichen Problem (und damit einem politischen), das erst gelöst werden muss (meiner Meinung nach), bevor Gerichtsurteile überhaupt sinnvoll sind. Denn wenn die entsprechenden Gesetze geändert werden (durch den Gesetzgeber), ist jedes (Grundsatz-)Urteil hinfällig...
Falls (nicht wenn) die Gesetze geändert werden, ist das Urteil hinfällig, richtig. Nur sieht es momentan wohl nicht danach aus. Und ein gesellschaftliches Problem ... also bitte. Ich denke nicht, daß die Allgemeinheit an Gesetzen interessiert ist, die ihr nichts nützen sondern nur Geschäftsmodelle schützen.
Ich sagte nicht, dass Recht nicht gilt. Ich sage, dass die meisten Leute gleichgültig gegenüber einem Recht sind, dass sie nicht tangiert.
Ah, ok. Heh, dann laß uns doch gleich mal das Urheberrecht abschaffen. Den meisten Leuten ist das völlig gleichgültig.
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Oder die Unschuldsvermutung, das tangiert auch nur Leute, die irgendwas verdächtigt werden ...
Das ist deine Meinung. Denn es gibt keine Regelungen bzw. Gesetze, die genau definieren, was beim Download oder Streaming genau gemacht wird und wie sich die beiden Dinge rechtlich unterscheiden. So ist es ja noch nicht mal geklärt, ob es es illegal ist, sich gestreamte Inhalte kostenlos anzuschauen.
Wieso sollte Streaming per se illegal sein? Und warum sollte man das gesetzlich nochmal definieren?
Am Beispiel Film: ein Streaming ist ein kontinuierlicher Datenstrom, vergleichbar mit der Übertragung im Fernsehen. Der Film wird noch während der Datenübertragung abgespielt, die Daten werden anschließend verworfen. Ein Download des Films hingegen ist vergleichbar mit der Nutzung einer DVD. Man holt ihn sich erst und spielt ihn danach ab. So wie die DVD nicht verschwindet, verschwindet auch die Datei nach dem Abspielen nicht,
Und nein, der Ursprung ist nicht unwichtig, ganz und gar nicht. Denn die CD ist ein physischer Gegenstand, eine Datei nicht. Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Und nochmal, es spielt keine Rolle, ob die Datei von einem Server oder von einer CD den Weg auf den Computer gefunden hat.
LOL, wohl noch nie was von Tests, Let's plays usw gehört. Es ist in den Zeiten des Internets praktisch unmöglich, einen Fehlkauf zu tätigen, es sei denn natürlich, man informiert sich nicht im Voraus.
Let's Plays gibt es zum Release in der Regel noch nicht. Und Tests ... naja, ich sag nur Mass Effect 3. Die meisten Tests kann man einfach nur in die Tonne treten. Und selbst wenn das Spiel nicht Murks ist, kann es sein, daß man erst einen positiven Eindruck hatte und es einem dann einfach doch nicht gefällt.
Vielleicht solltest du vor dem Spielekauf einfach mal eine halbe Stunde Zeit investieren, dich über das jeweilige Spiel zu informieren, dann könntest du auch wieder Spiele zum Vollpreis kaufen.
Ich kauf Spiele zum Vollpreis nur noch für die Konsole, wenn ich sie im Zweifel auch wieder los werden kann.
Komisch, dass diese "Pro Gebrauchtkauf" Argumente meistens von den Leuten kommen, die eh kaum Geld für Spiele ausgeben.....
Wie kommst du denn auf das schmale Brett?
Ich will gar nichts einführen, ich will einfach mehr zulassen. Warum soll man einem Anbieter ein Geschäftsmodell per se untersagen, wenn es sich ausschließlich um ein Luxusgut handelt, das keiner zum Leben braucht?
Wer schränkt denn hier ein Geschäftsmodell ein? Die Anbieter können doch gern ein Spiel zur Miete oder als Streaming anbieten.
Meiner Meinung nach ist es hier nicht mal Aufgabe des Staates, sich einzumischen.
Hier mischt sich niemand ein, es wurde lediglich geltendes Recht ausgelegt.
Der Staat sollte nur dort regulativ eingreifen, wo es auch Sinn machen und den Rest den Kräften des Marktes überlassen. Wenn die Leute keine Lust mehr auf digitale Spiele mit dem Verbot des Weiterverkaufs haben, dann spielen sie sie eben nicht mehr, so einfach ist das. Dann verschwinden diese Anbieter vom Markt. Der Markt kann das selbst regeln, dafür braucht er den Staat nicht.
Das ist Unsinn. Wenn dem Kunden keine Alternative angeboten wird, dann hat er nur die Wahl zwischen kaufen oder nicht kaufen. Und der freie Markt braucht Grenzen. Es ist im Moment schon sehr bedenklich, daß Valve mit Steam ein Quasi-Monopol besitzt und man viele Spiele nur mit Bindung an diese Plattform bekommen kann. Genau das nennt man dann Marktversagen.
Mich wundert es nicht mehr, dass so viele Anbieter auf Free to play, Mikrotransaktionen und DLCs setzen....denn das sind die "aggressiven" Methoden (zumindest teilweise), wie man Gebrauchtverkäufe verhindert. Drücken wir jetzt auf Teufel komm raus dieses Recht durch, gefährden wir nicht nur die niedrigen Preise für neue Spiele (weil bei einem Preisverfall durch Gebrauchtspiele die "Core-Gamer" wahrscheinlich weniger ausgeben) sondern fördern auch noch so intrusive Ideen wie P2W.....wem damit geholfen sein soll, weiß ich auch nicht. Aber das ist alles nur meine persönliche Meinung.
So ein Unsinn. Früher hat der Gebrauchtspielmarkt auch nicht geschadet und günstige Budgettitel gab es schon immer.
Dieses aktuelle Preisdumping, was durch die Sales bei Steam, Amazon oder anderen Anbietern betrieben wird, finde ich da eher bedenklich. Wer kauft denn noch bei Steam einen Vollpreistitel, wenn er ihn quasi 2 Monate später schon für die Hälfte bekommt.