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Spieletest - The Witcher

AW:

Die beiden letzten Nachrichten haben mir wieder etwas den Glauben an die Menschheit zurückgegeben. Danke, Leute. Und jetzt: Weiter The Witcher spielen! :)
 
AW:

Da ich ein Pole bin, spiele ich The Witcher in der polnischen Fassung. Und ich muss ehrlich sagen, dass die Sprachausgabe eine der absoluten Stärken des Spiels ist. Die Dialoge sind witzig, zynisch, bringen den schwarzen Humor von Sapkowski perfekt rüber, sie sind rau, direkt und einfach glaubwürdig in dieser düsteren Welt. Auch gibt es viele unheimlich witzige Sprüche direkt aus den Romanen, sowie Anspielungen auf verschiedene Sachen, sogar moderne Werbungen, die in Polen eine gewisse Popularität erreichten (z.B. Bierwerbung mit dem Spruch ["fast" macht aber einen grossen Unterschied"]. Die, glaub ich mal, können gar nicht perfekt übersetzt werden. Also ist für mich die Sprachausgabe eine Riesenstärke. Die deutsche Lokalisierung sollte daher mMn separat beurteilt werden, so wie die polnischen Spielemagazine das auch tun.

Was die Welt betrifft, ist sie kein Hochglanz Heroic Fantasy Setting wie die Forgotten Realms zum Beispiel. Ich hoffe, dass eines Tages die ganze Hexersaga von Sapkowski komplett übersetzt in den deutschsprachigen Ländern erscheint. Denn sie ist wirklich so ziemlich das beste Ding, dass meiner Meinung nach Fantasy zu bieten hat. Und ich habe wirklich viel gelesen, von Tolkien bis Salvatore. Humor, Sex, Liebe, Gewalt, Rassismus, Politik... Sapkowski kann alles sehr kohärent, galubwürdig und dazu noch interessant behandeln. Das Spiel hält sich weitgehend an die Buchvorlage, und daher sag ich mal folgendes... Wer es hier erwartet +5 Rüstungen, Schwerter mit Ausdauerboni usw. an jeder Ecke ernten zu können, der liegt hier verdammt falsch. In dieser Welt gibt es nun keine Massenproduktion von magischen Gegenständen. Magier sind eine Rarität, mischen heftig in der Politik mit, und hüten ihre Geheimnisse. Das ist kein Diablo oder WoW. Oder NWN. Sammler Finger weg ;-) Die Hexer kämpfen nun mal mit zwei Arten von Schwertern, und tragen keine schweren Rüstungen. Das taten sie vor langer, langer Zeit, aber gegen unglaublich schnelle Monster erwies sich diese Taktik als nutzlos. Sie müssen verdammt schnell und beweglich sein, nicht gepanzert.

Was mich am Spiel stört, ist die oft alberne Kameraarbeit, das umständliche Inventar und die zu häufigen und langen Ladezeiten, sowie die sich ein bissl zu oft wiederholenden Charaktermodelle. Ansonsten ist das Spiel wirklich toll. Das hübsche aber hölzerne und auf Dauer ziemlich langweilige Oblivion bleibt für mich im Schatten. Aber was kann ich denn objektiv bewerten, wenn mein Freund, mit dem ich fast jeden Sonntag pen & paper FR spiele, ein wichtiger Mitglied des Development-Teams war, und ich dazu noch ein absoluter Fan von Sapkowskis Romanen bin ;-)

Hmm... Moment mal. Gerade deswegen waren meine Erwartungen wirklich hoch. Deswegen auch bewerte ich das Game umso strenger ;-)
 
AW:

Streiter-Innos am 29.10.2007 17:24 schrieb:
schade das solche spiele, die wirklich mittlerweile rar sind und doch ein bisschen was anderes bieten als normaler einheitsbrei, so eine schlechte wertung kriegen. ich lese echt in diversen foren NUR positives, kaum irgendjemand verliert auch nur ein negatives wort und dennoch ist witcher so weit abgeschlagen hinter oblivion und co.(was ohne ende kritisiert wurde).hoffe dennoch das es sich gut verkauft und die entwickler erfolgreich sind. The Witcher ist ausnahmsweise mal ein spiel das ich original holen werde, denn so etwas muss unterstützt werden. alles andere ist anstandslos gegenüber den entwicklern und diesem Werke !!!!

wenn die potenziellen käufer sich nicht nur nach dieser ziemlich unbedeutenden prozentzahl richten, sondern nach den testberichten, wird es sich bestimmt gut verkaufen.
immerhin holst sogar du es di ausnahmsweise original, wobei mich da schon interessieren würde ob du sonst nicht spielst bzw wo die spiele sonst herkommen.
 
AW:

ThomasWeiß am 30.10.2007 13:21 schrieb:
Du kämpfst nicht, ich schon. Es will mir halt nicht in dem Kopf, was daran so falsch ist, Diablo oder World of Warcraft oder ein x-beliebiges anderes RPG als Beispiel dafür herzunehme, wie man Motivation mit Ausrüstungsgegenständen generiert.

*hust*

Jetzt muss ich mich auch kurz einschalten.

Diablo, WoW & Konsorten sind KEINE Rollenspiele im klassischen Sinn - The Witcher dagegen schon.
Diablo ist ein Action-RPG, das seine Motivation primär durch "Item Farming" generiert, bei WoW verhält es sich ähnlich. Story ist bei beiden Titeln jedoch relativ vernachlässigbar - die Welt ist starr, es gibt keine "Scheidewege", an denen der Spieler die Möglichkeit hat, die Handlung in eine andere Richtung zu treiben, Gesinnung, Verhalten, etc. spielt überhaupt keine Rolle.

Ein echtes Rollenspiel dagegen lebt vor allem von seiner Story. Ein echtes (Computerrollenspiel) ist ein -sehr freies- Adventure mit Kampf/Actionelementen.

Die genannte "grünleuchtende Zwergenstreitaxt" wäre übrigens im Kontext von "The Witcher" völlig deplatziert, da sich die Hexer, ähnlich wie die Jedi, auf ihre Schwerter spezialisiert haben. Und spätestens ab Akt 4 erhält man genügend Möglichkeiten, seine Schwerter zu "tunen".
Davon abgesehen gibt es eigentlich eine ganze Menge Waffen im Spiel - nur sind sie ziemlich nutzlos. Ich schleppe z. B. nur einen Dolch mit mir rum; zum einen, weil der stylisch aussieht, zum anderen, weil Geralt ihn manchmal automatisch für Finishing Moves benutzt.

The Witcher ist in meinen Augen übrigens das beste Rollenspiel seit "Baldur's Gate 2". Die Story ist so fantastisch komplex und verwoben, da kann auch ein Gothic (1 + 2, 3 will ich gar nicht erwähnen) mithalten.

Jeder RPG-Fan, der sich diesen Titel NICHT zulegt, verpasst was Einmaliges.

Für mich das Spiel des Jahres 2007.
Für "Normalos": eine gute 80er Wertung, da einige Kleinigkeiten (Inventar, Ladezeiten, "geklonte" NPCs) leicht stören.
Für RPG-Fans & Kenner: mind. 95%!
:top: :top: :top:

EDIT: @Thomas Weiß:

Hey, ich hab' NOX hier noch rumliegen!
:-) ;-)
 
AW:

Also da kann ich nur 100% zustimmen. WoW oder Diablo sind gar keine Rollenspiele. Da spielt man eigentlich keine Rolle. Es gibt zwar "Lore" in WoW, aber das Spiel an sich ist so seicht, dass man es gar nicht RPG nennen kann. Ich liebe WoW und spiele meinen Krieger sowohl in PvE als auch in PvP mit Vergnügen, aber Dialoge gibt es so gut wie keine, und die meisten Quests sind auch so primitiv, dass man sie in einem echten Rollenspiel nur als logische und mit der Handlung kohärente Zugabe einsetzen kann (was auch in The Witcher passiert - bringe 5x dies oder 3x das). Das es in einem "mechanisch weniger umfangreichen" Spiel nicht funktioniert, wenn man nur diese rudimentäre NPC-Interaktion und Questdesign implementiert, zeigt Hellgate: London. Das Spiel ist in Sachen Inhalt unvergleichbar mit WoW, und genau diese primitiven Aufgaben und Gespräche machen das Spiel langweilig und auf die Dauer enttäuschend. The Witcher ist dagegen ein Rollenspiel mit viel Action, da sollte man wirklich keine Äpfel mit Birnen vergleichen :-)
 
AW:

Spassbremse am 01.11.2007 20:58 schrieb:
Text von Bremsspur!
Ich hab mir gestern The Witcher gekauft und bin, wobei ich noch weit weit am Anfang bin, echt überrascht von dem Spiel.

Es läuft butterweich in den max. Einstellungen, sieht sehr gut aus ( die Charaktere in den Zwischensequenzen sind echt gelungen! ) und spielt sich echt leichgängig.

Die Typische Maussteuerung gefällt mir sehr gut und auch die Möglichkeit des Pausierens weiß zu gefallen.

Wenn die Präsentation der Story weiterhin genauso so erfolgt wie in den ersten 20 Minuten des Spieles dann ist es das beste RPG seit Jahren. Das letzte mal, dass mich ein RPG so gefesselt hat waren NWN1 und KotoR I.

Des Weiteren: die Brüste sind animiert ( bouncing boobs ) ... was will man(n) mehr? :ugly: :-D
 
AW:

Spassbremse am 01.11.2007 20:58 schrieb:
[Diablo, WoW & Konsorten sind KEINE Rollenspiele im klassischen Sinn - The Witcher dagegen schon.

Jetzt wird es zur Grundsatzdiskussion. Aber: Eigentlich ist es auch irrelevant, ob Diablo oder WoW nun Rollenspiele sind oder nicht. Es ging mir schlicht um Gegenstandvielfalt, und da können beide Titel als Beispiel herhalten. Ich hätte auch ein Actionspiel nennen können, wäre völlig Wurst gewesen.

Davon abgesehen: Für mich ist The Witcher auch kein klassisches Rollenspiel. Denn ich persönlich mache es nicht an der Story fest, sondern an bestimmten Punkten wie der Tatsache, dass man ein Inventar hat, dass man Fähigkeiten steigern kann, dass man im Level aufsteigt.

Aber ich red auch niemanden rein, der sagt, es sei ein klassisches Rollenspiel. Das Thema ist nicht wichtig genug, um sich drüber zu streiten, und es ändert ja nix an meiner Aussage. Die kann jeder bewerten, wie er mag, und offenbar wird das ja auch getan, nur dass einige etwas... äh, sensibilisiert sind.
 
AW:

ThomasWeiß am 02.11.2007 08:20 schrieb:
Aber: Eigentlich ist es auch irrelevant, ob Diablo oder WoW nun Rollenspiele sind oder nicht. Es ging mir schlicht um Gegenstandvielfalt, und da können beide Titel als Beispiel herhalten.

IMHO, stimmt nur die erste Aussage :-) Beispiele, die irrelevant sind, sind halt keine Beispiele. Genauso gut könnte man sagen, dass in der Geheimakte Tunguska der Spieler einfallsreicher Gegenstände einsetzen kann und dass die Puzzles besser sind. Na klar, Tunguska ist ein Adventure.

The Witcher ist ein Rollenspiel, das sich an die Buchvorlage hält. Gegenstandvielfalt wäre hier schlicht und einfach Fehl am Platz. Ich, als Sapkowskis Leser, würde das Spiel gar nicht kaufen wenn man magische Waffen oder Rüstungen wie am Fliessband erwerben könnte. Sorry, nicht in dieser Welt. Es wäre für die Fans eine echte Ohrfeige wenn Geralt in einer magischen Plattenrüstung herumlaufen würde.

Ich hab ehrlich gedacht, das wäre nicht so schwer zu begreifen ;-)
 
AW:

ThomasWeiß am 02.11.2007 08:20 schrieb:
Davon abgesehen: Für mich ist The Witcher auch kein klassisches Rollenspiel. Denn ich persönlich mache es nicht an der Story fest, sondern an bestimmten Punkten wie der Tatsache, dass man ein Inventar hat, dass man Fähigkeiten steigern kann, dass man im Level aufsteigt.
inventar - check
fähigkeiten steigern - check (wenn auch auf eine eigene weise)
levelaufstieg - check

:confused:
 
AW:

darXoul am 01.11.2007 20:23 schrieb:
Das Spiel hält sich weitgehend an die Buchvorlage, und daher sag ich mal folgendes... Wer es hier erwartet +5 Rüstungen, Schwerter mit Ausdauerboni usw. an jeder Ecke ernten zu können, der liegt hier verdammt falsch. In dieser Welt gibt es nun keine Massenproduktion von magischen Gegenständen. Magier sind eine Rarität, mischen heftig in der Politik mit, und hüten ihre Geheimnisse. Das ist kein Diablo oder WoW. Oder NWN. Sammler Finger weg ;-) Die Hexer kämpfen nun mal mit zwei Arten von Schwertern, und tragen keine schweren Rüstungen. Das taten sie vor langer, langer Zeit, aber gegen unglaublich schnelle Monster erwies sich diese Taktik als nutzlos. Sie müssen verdammt schnell und beweglich sein, nicht gepanzert.
Hmmm, ich finde das ist ein interessanter Aspekt (hab den Text nur etwas reduziert). Da stellt sich mir die Frage wie ein Redakteuer mit dem Wissen (Buchvorlage) an den Test rangegangen wäre. Wenn ich da den GS Test heranziehe in dem keine Fernkämpfe und Magie als Negativpunkte aufgezählt sind, wäre das mit dem Wissen aus dem Buch evtl. gar kein "Manko" gewesen...
 
AW:

Ich habe mich, wie sonst nur selten, nicht um Tests gekümmert. Sonst tat ich es, da ich mich ein, zweimal extrem verkauft hatte, als ich es ohne Tests zu berücksichtigen getan hatte (zB. Söldner).
Dieses Mal hatte ich keinen Test gelesen, keine Demo gespielt, die es ja auch nicht gab. Lediglich einige Trailer hatte ich angeschaut, jedoch alle auf Gametrailers.com gut , bis sehr gut bewertet.
Dazu kommt noch mein Interesse für Sapkowskis Bücher. In Kurzgeschichtensammelbänden hatte ich die ersten Geschichten über Geralt, den Hexer gelesen und vor kurzer Zeit auch die neue Auflage zu: Der letzte Wunsch gelesen, den Auftakt zur Geralt-Saga.
Ich hatte eigentlich ein ungutes Gefühl vor dem Kauf, aber als ich dann anfing zu spielen, hatte es sich erstmal bestätigt: Eine schlechte deutsche Sprachausgabe, als Auftakt. So, abgespeichert, und schnell auf englisch neu installiert. Alles viel besser, einfach nur ein geniales Spiel.
Wenn man voll dabei ist, beim Spielen, fühlt man richtig mit seinem Hexer mit. Schwere Entscheidungen usw..

Für mich, auf jeden Fall, das beste Einzelspieler Rollenspiel derzeit auf dem Markt.
 
AW:

Solon25 am 02.11.2007 13:43 schrieb:
darXoul am 01.11.2007 20:23 schrieb:
Das Spiel hält sich weitgehend an die Buchvorlage, und daher sag ich mal folgendes... Wer es hier erwartet +5 Rüstungen, Schwerter mit Ausdauerboni usw. an jeder Ecke ernten zu können, der liegt hier verdammt falsch. In dieser Welt gibt es nun keine Massenproduktion von magischen Gegenständen. Magier sind eine Rarität, mischen heftig in der Politik mit, und hüten ihre Geheimnisse. Das ist kein Diablo oder WoW. Oder NWN. Sammler Finger weg ;-) Die Hexer kämpfen nun mal mit zwei Arten von Schwertern, und tragen keine schweren Rüstungen. Das taten sie vor langer, langer Zeit, aber gegen unglaublich schnelle Monster erwies sich diese Taktik als nutzlos. Sie müssen verdammt schnell und beweglich sein, nicht gepanzert.
Hmmm, ich finde das ist ein interessanter Aspekt (hab den Text nur etwas reduziert). Da stellt sich mir die Frage wie ein Redakteuer mit dem Wissen (Buchvorlage) an den Test rangegangen wäre. Wenn ich da den GS Test heranziehe in dem keine Fernkämpfe und Magie als Negativpunkte aufgezählt sind, wäre das mit dem Wissen aus dem Buch evtl. gar kein "Manko" gewesen...

Genau das ist der Punkt...GS haben sich einmal Null mit der Materie auseinandergesezt, was für mich heisst sie haben einfach nicht ihre hausaufgaben gemacht. Zudem sagt diese Petra Schmitz, das sie sich langsam mit der Amnäsie als Spielelement abgefunden hat...da gibt es nur einen feinen Unterschied, und zwar sind andere Games in der Hinsicht einfach ideenlos, aber beim Hexer hatten sie keine andere Wahl, da die Buchvorlage (letzte band) wohl ein Ableben des Hexers aufzeigte ohne der Gewissheit ob er überlebte oder nicht, da lag es nahe die Amnäsie als Punkt zum Start des Games in Erwägung zu ziehen.
Zudem bin ich vom ersten Buch so begeistert, das ich es kaum erwarten kann die nächsten Bände zu lesen. Ein Test war mir auch ziemlcih egal,ich kaufe das was ich mag und für richtig finde, egal was die Zeitungen schreiben.
 
AW:

ThomasWeiß am 01.11.2007 11:15 schrieb:
L3ros am 01.11.2007 10:58 schrieb:
Es tut mir ja leid, aber jemand der die Rollenspiele der letzten Zeit nicht gespielt hat sollte einfach keine Rollenspiel Artikel schreiben. Das ist einfach unprofessionell.

Guck, ich hab alle relevanten PC-Rollenspiele gespielt, die es gibt. Alle. Ich hab die ganzen Klassiker gespielt und alles, was danach kam. Mit Gothic 3 und Two Worlds als Ausnahme. Die hab ich nur gesehen. Ich hab sogar die Konsolenrollenspiele gespielt, sämtliche Japano-Dinger auf der PS2, und davor auf dem SNES die Square-Spiele, auf anderen Konsolen den Rest der RPGs wie Lunar XY. Ich habe alle Online-Rollenspiele mit Ausnahme von Herr der Ringe gespielt.

Und ich soll jetzt, bloß ich weil ich weder Two Worlds noch Gothic 3 gespielt habe, zwei Produkte, die jetzt nicht sooo toll sind - ich soll jetzt bloß deswegen nicht The Witcher testen dürfen? Es gibt Personen, die waren mit dem Test zufrieden, weil er Negatives wie Positives anspricht. Wo liegt das Problem?

Es kann nicht dein Ernst sein, dieses Verhalten als unprofessionell zu bezeichnen.
Sry Weiß, aber du hast es einfach nicht drauf.... :rolleyes:
die Wertung ist ein Witz!!!
 
Du meine Güte, da ist man mal eine Woche im gemütlichen Familienurlaub mit Frau und Kindern, während ihr hier eine Diskussionsschlacht veranstaltet – seid ihr alle von Sinnen? :-]

Nachdem ich mich durch alle Einträge in diesem Thread gewühlt habe, gebe ich gerne noch ein paar eigene Gedanken dazu ab. – Bitte entschuldigt, wenn ich dabei vielleicht etwas abrupt zwischen den Themen hin- und herspringe, aber mir platzt gleich die Birne vor lauter Gedanken, die raus müssen:

Ganz ehrlich, wenn ich all die Meinungen hier lese, gibt es ja wohl nur eine Alternative: Die ganze Zahlenschieberei ist für die Katz! Wäre ich sofort mit dabei – aber die Frage bleibt: Was schreibt man drunter? Sternchen funktionieren nicht, Smilies/Winies ebenfalls nicht. Schulnoten – gemessen an welcher Definition?
To be continued…

Ich würde mal sehen wollen, was passiert, wenn wirklich nur noch ein „Kaufempfehlung ja/nein“ unter einem finalen Test drunter stünde.

In einer perfekten Welt würde ich persönlich unter jedem Test eine Art „Checklisten-System“ für objektiv abklopfbare Parameter wünschen, quasi eine erweiterte Form der Pro- und Contra-Punkte. Würde für den einzelnen Test bestimmt super funktionieren – bloß ist damit noch ein Produktvergleich möglich? Wie aussagekräftig wäre ein solches System und besser noch, welche Parameter braucht man dafür im jeweiligen Genre?

Das, was derzeit als PCG-Wertungsnote steht, kommt in den Meinungskasten eines Redakteurs. Würde auch genügen - und doch sehe ich schon wieder Heulen und Zähneklappen vor mir – Kein differenzierter Einkaufsführer mehr möglich, noch mehr nicht miteinander vergleichbare Wertungen, weil von unterschiedlichen Testern erstellt…

Noch was zum Vergleich zu Spielen wie KOTOR und Konsorten. Euch ist schon klar, dass die Wertungen teilweise noch vor Einführung der Mot-Kurve stammen? Hatten wir mal im Zuge des Einkaufsführers mit Auf- und Abwertungsorgie geändert – da blickte keine Sau mehr durch. Hm, braucht man da überhaupt noch einen Einkaufsführer mit Wertungen? Oder genügt es, pro Genre die unserer Meinung nach jeweils 10 besten Spiele aufzulisten, quasi als Must-Have! Wir hatten experimentiert - die Meinung der Community war jedoch eindeutig: "Wir wollen den alten Einkaufsführer zurück!" - Remember, der hat aber auch seine Tücken in puncto Vergleichbarkeit...

Spielewertungen, ein Fass ohne Boden?

Kehren wir einfach mal zum Wertungssystem der PCG zurück – in einem Punkt kann ich Thomas nur zustimmen – bitte seht eine PCG-Note als das was sie wirklich ist: Als eine mathematisch berechnete Größe, die als Parameter den Faktor Zeit (die tatsächlich gespielte Zeit) und die dabei subjektiv gefühlten Momente in einem Maß-System von 1 (sauschlecht) bis 10 (ultra-mega-geil) festhält. Dabei spielt ein Vergleich mit anderen Spielen überhaupt keine Rolle, es geht dabei um das reine Erlebnis im getesteten Spiel.

Löst euch von dem Gedanken, dass dieser Zahlenwert alleine die Kaufentscheidung darstellt. Es ist inzwischen längst erwiesen, dass die eigentliche Kaufentscheidung schon vor dem Test stattfindet. Schockiert? Wäre mit Sicherheit ein gutes Thema für einen weiteren Thread :-D

Blickt euch doch nur mal intensiv in diesem Thread zu The Witcher um. Es gibt kein objektives Testsystem, dass allen Meinungen gerecht wird – wie auch, es geht um subjektives Spielempfinden. Ist nun ein Test in einem Mag gänzlich überflüssig? Mit Sicherheit nicht, denn der Test kann wohl zu einer Meinungsfindung beitragen, die wiederum in eine Kaufentscheidung mit einfließen kann, jedoch sicherlich nicht (mehr) als alleiniges Kriterium. Nicht mehr im Zeitalter von Multi-Information auf "allen Kanälen", die das I-net bietet.

Wo wir/ihr gerade so schön beim Thema Professionalität sind – ihr macht mir Spaß, aber gut, packe ich mal meine Liste aus. Gothic 1 und 2 habe ich mehrfach heiß und innig gespielt. Gothic 1 trotz der fiesen Bugs, selbst mit Patch 1.08, G2 – der Leichenbug ätzte mich an, ebenso das zum Kotzen schlechte Balancing – drauf gesch… ich liebte das Spiel. Die Nacht des Raben - sowieso durchgespielt.
Action-RPGs sind ebenfalls auf meiner Platte gewandert, Diablo, Diablo 2, Titan-Quest, Loki, Silverfall, Silver (kennt das jemand?) und viele mehr. Mit Morrowind, Oblivion und den Shivering Isles habe ich mit Sicherheit – zusammengezählt – Jahre verbracht. Online züchtete ich einen WoW-Ork hoch, schlug und schlage stundenlange Quests in Guild Wars, Lotro, versuchte mich an SWG, erlebte beide KOTOR-Spiele bis zum (bitteren-Teil-2-Ende), Two Worlds habe ich gerade vor zwei Wochen zuende gebracht (mochte die Welt, das Design war jedoch lächerlich), Gothic 3 gab ich viele Chancen, um es dann zuletzt frustriert zu deinstallieren und ins Regal zu stellen. Die Bioware-Riege von Baldur’s Gate (komplette Reihe), Icewind Dale (1+2), Planescape Torment, ging komplett über meinen Monitor….genügt das als Voraussetzung (ich könnte sicher noch weitermachen), um meine persönliche Motkurven-84% (bzw. 88% nach altem System) unter The Witcher setzen zu dürfen? – Es wurde nach meiner Meinung zum Hexer gefragt: Kurz und knapp – kaufen, kaufen, kaufen! – Jeder, der einen Hauch Sympathie für ernste RPGs empfindet, sollte sich das polnische Werk zulegen. Ja es hat Macken, die ich genau so negativ empfinde wie Thomas. Trotzdem freue ich mich schon drauf, es weiter zu spielen, mit englischer Sprachausgabe versteht sich, denn die deutsche Version ist allzu oft falsch betont und die Stimmenwahl (gerade Geralt) misslungen. - Ansonsten, ich stehe auf das simple, aber cool anzusehene Kampfsystem, die rau dargestellte Welt, die Story, die sich schön entfaltet... alles in allem mein persönliches Lieblings-RPG für den Herbst!

So, Meinung kundgetan – ich beende damit den ohnehin viel zu lang geratenen Foreneintrag.
Diskutiert nicht zu viel, sondern fällt euer eigenes Urteil, indem ihr mit Geralt loszieht ;-)

Einen schönen Abend wünscht
Stefan Weiß
 
AW:

ThomasWeiß am 30.10.2007 13:21 schrieb:
Heute bewerten wir den Spielspaß über die Zeit des Spielens hinweg. Der Durchschnittswert ergibt dann die finale Prozentwertung. Heißt: 50% sind genau das, Durchschnitt. Früher wären 50% eine Katastrophe gewesen. Nemand hätte ein mit 50% bewertetes Spiel für Durchschnitt gehalten. Er wär fern geblieben. Heute ist es anders. 60% sind eindeutig überdurchschnittlich und für Fans empfehlenswert. 83% sind eine Wahnsinnswertung; da fehlen nur 17% bis die 100% voll ist. Die Verhältnisse haben sich mit der Motivationskurve verschoben, sie sind mathematischer geworden. Das steht alles in der "so testen wir"-Seite, und ich würde mir wünschen, dass es mal wahrgenommen wird. Denn wenn nicht, dann können wir uns die Motkurve auch sparen und wieder nach dem Bauch bewerten. Dann hätte ich dem Witcher auch nen hohen 80er gegeben.

Wenn 60% überdurchschnittlich sind, warum steht dann in der Rubrik so testen wir bei >60% nur "wenn sie diese Thematik interessiert, kommt dieser gerade noch befriedigende Titel für sie infrage" (das hörts sch ja nicht gerade nach einer Wahnsinnswertung an.) Und wenn ich mich noch recht erinnere, waren diese Formulierungen auch schon vor der Änderung des Wertungssystems gleich.

Die eigentliche Motivationskurve finde ich sehr gut und auch hilfreich.
 
PCG-SW am 04.11.2007 15:55 schrieb:
Du meine Güte, da ist man mal eine Woche im gemütlichen Familienurlaub mit Frau und Kindern, während ihr hier eine Diskussionsschlacht veranstaltet – seid ihr alle von Sinnen? :-]
Aber der Thread ist doch klasse, der hat alles was man sich wünschen kann.
Ein interessantes und komplexes Thema mit vielen Verzweigungen, ein wehrhafter "Bossgegner", Beleidigungen, eine Fast-Sperrung, Tag- und Nachtwechsel, bouncing boobs,...

-> Meine Thread-Lesespaß-Motivationskurven-Wertung: 88% :top: :ugly:
 
KONNAITN am 04.11.2007 17:40 schrieb:
PCG-SW am 04.11.2007 15:55 schrieb:
Du meine Güte, da ist man mal eine Woche im gemütlichen Familienurlaub mit Frau und Kindern, während ihr hier eine Diskussionsschlacht veranstaltet – seid ihr alle von Sinnen? :-]
Aber der Thread ist doch klasse, der hat alles was man sich wünschen kann.
Ein interessantes und komplexes Thema mit vielen Verzweigungen, ein wehrhafter "Bossgegner", Beleidigungen, eine Fast-Sperrung, Tag- und Nachtwechsel, bouncing boobs,...

-> Meine Thread-Lesespaß-Motivationskurven-Wertung: 88% :top: :ugly:

Ich glaube das ist jetzt auch der Grund warum ich auch mal meinen Senf hinzufügen muss. Man will ja teil des Großen hier werden. :-D

Ehrlich gesagt hab ich mir bis jetzt eine Menung verkniffen da ich The Withcer nur auf der GC2007 auf dem Pressetag spielen konnte.
Hat manchmal doch Vorteile nen Mediensklave zu sein.
Doch dieses WE war es soweit the Witcher landete vom Ladenregal in meine Hand, und von da auf meinen Rechner.
Erstes Fazit war. Ich brauch mal wieder nen besseren Rechner. :-D
Zweites Fazit war das selbe wie auf der GC und so verbrachte ich mein Wochenende mit The Witcher. Ich lies sogar ein WOW Raid ausfallen, das sagt doch schon alles oder? %-)
Würde ich nicht Arbeiten müssen, wäre ich immer noch an meinem Rechner.

Nun aber zum Thread. 83% hmm okay. Das für mich großartige Jade Empire hat ja auch nur 84% bekommen und ich liebe es. Also kann ich mit 83% Leben. Warum sich manche jetzt so sehr darüber aufregen ist für mich eigentlich wunderlich. Sicherlich hätte ich mich gefreut wenn es ein paar % Punkte mehr wären, aber davon geht ja nicht die Welt unter.
Wenn ich mich recht entsinne stand früher in der PC Games bei "so bewerten wir" das Spiele die 80% bis 90% bekommen für Fans des Genres eine wunderbare Bereicherung sind um die Zeit rumzubekommen. =)

Die extremlangen Ladezeiten sind mir nicht aufgefallen, liegt aber wahrscheinlich daran da ich schon einiges gewohnt bin, von Gothic1 zum Beispiel wo ich mir getraut habe es unter 1GHz Rechner zu spielen. ;-)

Erstaunlich fand ich das Spielzeit nicht im Testergebniss bzw. positiv erwähnt wird. Sicherlich kann man ein altes PC Games Sprichwort benutzen: Lieber 8 Stunden gut unterhalten, als 16 Stunden gelangweilt. Aber bei neueren Spielen muss ich doch sagen das ich wenig Spiel für viel Geld bekomme, siehe Crysis welches ich auch schon testen dürfte.
Hab ich schon erwähnt das ich nen neuen Rechner brauche. :rolleyes:

Des weiteren muss ich sagen das ich doch Schockiert war das der wundervolle Soundtrack nicht positiv erwähnt wurde. Selten habe ich bei einem Rollenspiel einen besseren gehört.
Das Thomas Weiß nicht TW oder G3 gespielt hat, ist nicht so schlimm meiner Meinung nach, hätte er G3 gespielt wären er bestimmt erleichtert gewesen das The Witcher nur 200 Bugs im ersten Patch behebt. :-D

So nun aber will ich mal schnell meine Arbeitszeit rumbekommen und dann zurück an den Rechner zu Geralt. Muss noch die Kellnerin vernaschen. :-]

Gruß Cant
 
Cant am 05.11.2007 10:35 schrieb:
Des weiteren muss ich sagen das ich doch Schockiert war das der wundervolle Soundtrack nicht positiv erwähnt wurde. Selten habe ich bei einem Rollenspiel einen besseren gehört.

Ich bin jemand, der gute Musik in Spielen zu schätzen weiß, aber den Soundtrack von The Witcher fand ich in keiner Weise außergewöhnlich. Sorry. :/
 
ThomasWeiß am 05.11.2007 10:39 schrieb:
Cant am 05.11.2007 10:35 schrieb:
Des weiteren muss ich sagen das ich doch Schockiert war das der wundervolle Soundtrack nicht positiv erwähnt wurde. Selten habe ich bei einem Rollenspiel einen besseren gehört.

Ich bin jemand, der gute Musik in Spielen zu schätzen weiß, aber den Soundtrack von The Witcher fand ich in keiner Weise außergewöhnlich. Sorry. :/

Zum Glück ist das ja Geschmackssache, und darüber lässt sich bekanntlich nicht Streiten. :-D
 
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