AW: Special - Spielemarkt: Der Kopierschutz - eine Geschichte voller Missverständnisse?
Calyptratus am 22.09.2008 22:32 schrieb:
Also ich kann da keine Mißverständnisse erkennen: die Spielepublisher leben ihre Gier nach mehr Umsatz aus und verprellen ehrliche, treue Käufer. Hat die Musikindustrie auch gemacht und geht grade Pleite.
Wo kann man das nachlesen das die Musikindustrie pleite geht?
ICH habe mir noch viele original CDs gekauft, aber bei dem Schund der in den letzten 10-15 Jahren auf den Markt kommt - nee Danke.
Ja das stimmt es kommt viel "Schund" raus aber bei einem solchen Überangebot an Musik ist immer noch genug Gutes mit dabei.
Die Spieleindustrie geht einen ähnlichen Weg: die Spiele massentauglich machen für mehr Umsatz, in oftmals schlechter Qualität veröffentlichen,
Ich behaupte das die "Spieleindustrie" nur das Verlangen des Marktes bedient. Wenn du damit nicht zufrieden bist, unterstütze doch einfach die weniger großen Entwickler. Es gibt einige gute Spieleentwickler die kein Casualgamer-Konzept verfolgen um die Wünsche des Massenmarktes zu bedienen.
treue und leidenschaftliche Spielesammler durch Einschränkungen verärgern und irgendwann pleite gehen weil jetzt ALLE runterladen und kopieren weil es eh allen egal ist was aus der Branche wird. Immer schön an dem Ast sägen auf dem man sitzt, wirklich sehr klug.
Meiner Meinung nach sägen die die illegal runterladen an dem Ast auf dem sie sitzen und zusätzlich noch an dem Ast, auf dem die "ehrlichen Käufer" sitzen, da diese am stärksten unter dem Egoismuss jener zu leiden haben.
Die Erklärungsversuche der Industrie erninnern mich irgendwie an die Versuche der SPD die Agenda 2010 betreffend: "Wir wollen doch das beste für euch, wir haben es euch nur noch nicht gut genug erklärt. Deshalb versteht ihr es noch nicht." Ich verstehe schon sehr gut: Geld von unten nach oben verteilen. Ist doch gar nicht so schwer zu begreifen. Genauso gut verstehe ich die wahren Absichten der Spielepublisher: aus $ machen wir $$$.
Toller Vergleich^^ Politische Handlungen, die noch darüber hinaus parteiübergreifend, in der Mehrheit ihrer einzelnen Punkte für gut geheißen wurden, mit dem "Verhalten" der Spieleindustrie zu vergleichen. Dies zeigt eher, dass bei Dir noch einige Erklärungsversuche angebracht wären.
Gegenvorschlag: Macht euch mal Gedanken, wie ihr euch die Treue der leidenschaftlichen Spielesammler noch für viele Jahre erhalten könnt, damit habt ihr bisher auch ganz gut gelebt. Vielleicht kommen ja sogar ein paar dazu, wenn ihr euch geschickt anstellt und den Leuten tatsächlich Anreize bietet, zb. ein Spiel mit tollem Handbuch, Musik-Soundtrack usw.
Beispiel: The Witcher Enhanced Edition.
Ich weiß das schweift ein wenig ins gesellschaftliche ab aber ich finde man sollte vielleicht auch einmal versuchen, dass illegale Aneignen geistigen Eigentums Dritter, mehr zu verachten und weg von der Bagatellisierung hinzu kritischer Betrachtung dieses Handelns gehen. So lange das nicht geschieht, wird sich an der Mentalität, einfach wenn man etwas haben will es sich runterzuladen, auch nichts ändern.
Lieber weiter regelmäßig Millionenumsätze, als kurzfristige Milliarden - und dann Pleite gehen (siehe aktuelle Finanzkrise der Banken). Ist das so schwer zu begreifen??
Ja??!! Wie meinst du das genau, langfristig Millionen und kurzfristig Milliarden... ?
Aber ich befürchte, die Manager der Spielepublisher sind ähnlich Hirnlos wie in allen anderen Branchen und werden ihre Unternehmen in den gleichen Abgrund führen.
Zum Glück pauschalisierst du nicht, so das man sofort und gut differenziert deinen Kritikansatz erkennen kann.
MfG