• Aktualisierte Forenregeln

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    Forenregeln


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  • Kritk / Fragen / Anregungen zu Artikeln

    Wenn ihr Kritik, Fragen oder Anregungen zu unseren Artikeln habt, dann könnt ihr diese nun in das entsprechende Forum packen. Vor allem Fehler in Artikeln gehören da rein, damit sie dort besser gesehen und bearbeitet werden können.

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Special - Fröhlich am Freitag (heute schon am Mittwoch): Keine Wertung, keine Eier

AW: Special - Fröhlich am Freitag (heute schon am Mittwoch): Keine Wertung, keine Eier

Es interessiert mich wirklich sehr: Wie hätten wir dir am besten helfen und dich am besten beraten können?
Schwierige Frage, vermutlich gar nicht, da ich in Tests auf eher "sonderbare" Kriterien wert lege. Der Test zu MW ist auch ein blödes Beispiel weil ich den Grundton einfach stupid finde und das schon mal völlig Ansichtssache ist.

Mir fehlt wohl generell eine stärkere Betonung und Beschreibung der neg. Punkte in vielen Tests.
Genauso wie das Wertungsspektrum (nach unten) nur unzureichend ausgenutzt wird, ist der Testtext auch oft zu positiv, zu überschwenglich. Als ob man schon nahe der Perfektion wäre.

Die "destruktive" Art von Yatzee trifft z.B. meine Vorstellung von Reviews momentan besser. Der macht zwar "alles" "nieder", gute Spiele überleben das aber. Ich will wohl mehr über das Negative im Klaren sein.

Das was du im Artikel schreibst, funktioniert bei mir halt mit euren derzeitigen Schreibern nicht. (im Forum weiß ich ein paar Leute deren Urteil für mich Gewicht hat, aber ich auch nicht blind nachlaufen würde) Ich kaufe und lese das Heft zwar jeden Monat aber den Service den ihr bieten wollt, finde ich halt nicht drin, da sind kontroverse Forenbeiträge einfach immer noch nötig, weil die mickrigen 2, 3, 10(!) Seiten dann doch nicht alles abdecken was ich wissen will. Features sind mir wohl mehr egal wie anderen. Ich will wissen ob diese Features Spass machen und eine Meinung dazu kann ich mir nur bilden wenn mir das viele auf unterschiedliche Art erzählen... oder ausreden.


Wie Günther Jauch in diesen Tagen sinngemäß feststellte: Du kannst im Netz zwei Milliarden Seiten über die Schweinegrippe nachlesen, weißt aber hinterher trotzdem nicht, ob du dich impfen lassen sollst oder nicht.
Und wenn mir jemand die Allheilzahl, 42 ;-), vor die Füße wirft, weiß ich es auch nicht. Das ist ja die Krux dran.

Wissen tut man den Spielspass eh erst wenn man es selber erforscht. Durch Lesen und nochmal Lesen von 20km Text ... oder genaugenommen weiß man es erst beim Selberspielen.
Vereinfachen? Löbliches Ziel. Es geht nur kaum Nicht in eine Wertung und auch nicht in einen Text. Es ist Glück wenn es mal passt, es ist aber immer genauso möglich das eine essentielle Kleinigkeit fehlt.


wie auch immer, ich bin wohl kaum und fühle mich nicht wie eure Zielgruppe ;-)
 
AW: Special - Fröhlich am Freitag (heute schon am Mittwoch): Keine Wertung, keine Eier

An die Zeit vor ca. 20 Jahren kann ich mich auch noch erinnern.
Ich hatte damals einen Amiga 500, und wenn ein neues Spiel
herauskam, gab es grundsätzlich eine Demo Version dazu.

Spielemagazine waren damals noch Mangelware.

Heute ist es genau umgekehrt, Spielemagazine in Hülle und Fülle
und Demo Versionen sind seltener geworden.
Die Hersteller sollten ganz einfach wieder etwas mehr Demos
bereitstellen damit sich die Spieler einen persönlichen Eindruck
verschaffen können.


Streitigkeiten über das Bewertungsschema der PC Games würden
dann der Vergangenheit angehören.

Viele Grüße
 
AW: Special - Fröhlich am Freitag (heute schon am Mittwoch): Keine Wertung, keine Eier

An die Zeit vor ca. 20 Jahren kann ich mich auch noch erinnern.
Ich hatte damals einen Amiga 500, und wenn ein neues Spiel
herauskam, gab es grundsätzlich eine Demo Version dazu.
Also ich kann mich auch sehr gut an die Amiga 500-Zeiten erinnern und damals war es so (zumindest bei all den Leuten, die ich kennengelernt hatte und die einen Amiga hatten), dass die zu 90% Raubkopien hatten und höchstens 10% Original. Damals wars auch noch eher ein "Kavaliersdelikt" .. bzw. man machte sich schlicht und ergreifend keine Gedanken darüber.
Aber Raubkopien gab es immer und wird es immer geben. Da können die machen was sie wollen. Ob Kopierschutz, Demo oder 1 Million innovative Features ...
 
AW: Special - Fröhlich am Freitag (heute schon am Mittwoch): Keine Wertung, keine Eier

es gab (legale) amiga demos für angeblich jedes spiel?
über welche kanäle sollen die denn bezogen worden sein?
heft- disketten gabs ja nun nicht immer. :confused:
 
AW: Special - Fröhlich am Freitag (heute schon am Mittwoch): Keine Wertung, keine Eier

es gab (legale) amiga demos für angeblich jedes spiel?
über welche kanäle sollen die denn bezogen worden sein?
heft- disketten gabs ja nun nicht immer. :confused:
Das frage ich mich auch. Ich war immer ein eifriger Heftkäufer (damals Power Play), aber eine Amiga Demo ist mir nie untergekommen.
 
AW: Special - Fröhlich am Freitag (heute schon am Mittwoch): Keine Wertung, keine Eier

Also das Thema, dass möglichst viel aus dem Testbericht herauszulesen ist, ist schwierig. Nehmen wir mal Dragon Age: Origins, oder Neverwinter Nights (DA:O hab ich selbst noch nicht gezockt):
Über die Spiele könnte man garantiert zig Seiten schreiben, müsste man vielleicht sogar, wenn man alle (viele) Features abdecken will, und vielleicht noch persönliche Eindrücke einbringen will. Das geht aber nicht, da eine Zeitschrift ja net 500 Seiten umfassen oder bei einem Umfang von ca 150 Seiten 10 Seiten nur einem Spiel widmen kann.
Da muss ein Redakteur immer ein Mittelmaß finden. Klar bleibt da z.T. mal was auf der Strecke. Ich hab auch schon Testberichte gelesen in die ich persönlich bestimmte andere Punkte eingebracht hätte.
Da kommen wir aber wieder zu dem Punkt, dass man halt die Zeitschrift kauft die einem am meisten zusagt, mit einem Redakteur der evlt. deckungsgleich mit dem eigenen Geschmack ist und auch die für einen wichtigen Punkte in einem Spiel anspricht.
 
AW: Special - Fröhlich am Freitag (heute schon am Mittwoch): Keine Wertung, keine Eier

Ich kann mir unmöglich all die Kommentare bis hierher durchlesen, vielleicht wurde es schon erwähnt, wahrscheinlich aber nicht:
  • Es ist nach wie vor DAS Blog. Blog = (Kurzform von) web log = Internet-Tagebuch. Ergo DAS.
  • Walther von der Vogelweide ist ja für vielerlei berühmt, aber mit Sicherheit nicht für sein Prosawerk, falls so etwas auch nur ansatzweise existieren sollte.
Jaja, nichts zu danken. :-D

LifeOnMars
 
AW: Special - Fröhlich am Freitag (heute schon am Mittwoch): Keine Wertung, keine Eier

Es interessiert mich wirklich sehr: Wie hätten wir dir am besten helfen und dich am besten beraten können?
Schwierige Frage, vermutlich gar nicht, da ich in Tests auf eher "sonderbare" Kriterien wert lege. Der Test zu MW ist auch ein blödes Beispiel weil ich den Grundton einfach stupid finde und das schon mal völlig Ansichtssache ist.

Mir fehlt wohl generell eine stärkere Betonung und Beschreibung der neg. Punkte in vielen Tests.[...]
Ich hake an dieser Stelle mal ein, weil ich finde, dass der CoD6 Test ein paar verbesserungswürdige Dinge deutlich macht.

Die spielerischen Neuerungen lassen sich problemlos an einer Hand abzählen, trotzdem werfen wir Modern Warfare 2 keineswegs mangelnde
Innovation vor. Was hätte man an einem der besten Shooter der letzten
Jahre auch großartig verbessern sollen?
Diesen Satz finde ich äußerst merkwürdig, besonders im Kontext eines Spieletests und weil CoD tatsächlich noch Baustellen hat. Es fehlt dem Test insgesamt "härte". Klar müssen positive Dinge auch erwähnt werden, aber negative eben auch.

Die Skripte werden z.B. nur kurz (positiv) erwähnt. Ich hatte während des Spielverlaufs öfter das Gefühl in einem interaktiven Film zu sein, in dem man nichts bewirken kann, obwohl man grade 30 Gegner in einer Minute abgeknallt hatte. Diese Statistenrolle offenbart sich in der ersten Mission in den USA. Man muss einfach nur den Schützenpanzer zu einem Haus lotsen, warten bis dieser bestätigt, alles sei sauber und weiter. Egal ob eigentlich noch Gegner in den Häusern sind oder nicht. Auf der anderen Seite nützt es nichts, wenn ich mich als Spieler anstrenge und die Häuser säubere. Denn das Spiel geht nicht weiter, wenn ich nicht dem Panzer bescheid sage. Schlimmer ist in dieser Hinsicht (schon wieder) die Snipermission mit Price. Die Spannung geht gegen Null, weil ich genau weiß, dass mir nichts passiert, wenn ich die Anweisungen von Price befolge. Das Spiel gibt mir nie das Gefühl gut zu spielen. Das liegt wiederum auch an einigen Trail and Error passagen, in denen man erstmal die Gegnerpositionen/ -laufwege lernen muss (erstes Level in Brasilien). Besonders ab dem dritten Schwierigkeitsgrad wird CoD typisch deutlich, dass die KI (wieder/ immer noch) cheaterhaft reagiert und alle Gegner nur auf den Spieler schießen, während die eigenen Leute die Gegner auf 2m nicht treffen. So etwas nervt und nagt sogar an der Atmosphäre. Diese KI Macken gibt es seit Teil 1. Darüberhinaus bekommt die an den Haaren herbeigezogene, unlogische Geschichte keine nennenswerte Kritik. Ebenfalls wird nicht erwähnt, dass die optionale(!) Flughafenmission, eigentlich essentiell für die Geschichte ist.

Es fehlen im Test also ein paar Kritikpunkte, die sogar in den Vorgängern schon bemängelt. Wichtig ist dabei nicht, wie stark diese letztenendes die Wertung beeinflussen, sondern die Erwähnung an sich. Damit die Leser für sich selbst einschätzen können wie wichtig ihnen diese Punkte sind.

Edit: Die Geschichte wurde doch erwähnt.
 
AW: Special - Fröhlich am Freitag (heute schon am Mittwoch): Keine Wertung, keine Eier

Ich bin definitiv gegen Wertungen, denn diese sind dermaßen nichtssagend, dass sie imho eher schaden als nutzen.
Es gibt keine umfassenden, objektiven und genormten Testkriterien bei Computer- und Videospielen, ebensowenig wie bei Büchern, Musik und Filmen. Ja, es exisiteren diverse Einzelaspekte, die man mit einer Note bewerten kann (technische Umsetzung bspw.).

Spielspaß lässt sich jedoch niemals objektiv bewerten, fließt aber immer in eine Wertung mit ein. Somit wird jedes Testergebnis von vornherein verwässert. Die Wertung ist also, außer als Werbemittel für die Industrie, in meinen Augen völlig überflüssig und für den Spieler selbst eher kontraproduktiv.

Die Prozentnoten sind absolut irreführend, weil sie dem Leser suggerieren, dass ein Vergleich zwischen den einzelnen bewerteten Spielen möglich wird. Doch dies ist bereits innerhalb eines Genres nur bedingt möglich , und scheitert zwischen den einzelnen Genres vollends.

Was nutzt mir z. B. eine 98% Traumnote, wenn mich das Genre überhaupt nicht anspricht?
Gut, man könnte jetzt argumentieren, die Wertung ist ausschließlich als Referenz für das jeweilige Genre geeignet, aber üblicherweise werden ja 90+ Titel als Ausnahmetitel dargestellt, die prinzipiell *jeden* Spieler ansprechen *müssten*.

Ein weiterer Aspekt ist, dass sich die Wertungssysteme der einzelnen Magazine voneinander doch soweit unterscheiden, dass ein Vergleich unmöglich wird. Somit verwirren diese "Noten" am Ende mehr, als das sie informieren. Ja, ich weiß, es gibt sicherlich zahlreiche Leser, die eine (Prozent)wertung fordern und deshalb kann ich auch die Haltung der Magazine verstehen, an dieser Form festzuhalten.

Ich allerdings würde Rezensionen, die ein Spiel kritisch besprechen, auf einen Wertungskasten am Ende aber verzichten, als deutlich seriöser einstufen.

Gegen Awards jedoch ist nichts einzuwenden, wenn dadurch z.B. herausragende Leistungen (die objektiv nachprüfbar sind), wie z.B. Innovation, beste aktuelle Grafik, Soundqualität, etc. gewürdigt werden was sicherlich auch im Interesse der Industrie liegen dürfte.

Jetzt habt endlich nach über 20 Jahren Spielejournalismus einmal die Eier, und schafft die Wertungssysteme ab! ;-)

EDIT: Und ich möchte mich Boris' Forderung anschließen:

Werdet vom Tester zum Kritiker!
 
AW: Special - Fröhlich am Freitag (heute schon am Mittwoch): Keine Wertung, keine Eier

Was mir aufgefallen ist: crackajack kritisiert, dass ihm bei PC Games (wenn auch nur auf einen einzelnen Artikel bezogen) die negativen Aspekte zu kurz kommen. Interessanterweise beinhaltet der Text von Schneider-Johne unter anderem folgende Passage: "Abzüge gibt es für: Technische Mängel …Erhebliche Spielunterbrechungen / Ladezeiten … nicht genau erklärte Spielfunktionen Seltsam – offensichtlich kann man ganz konkret aufzählen, was keinen Spaß macht. Aber nicht, was eigentlich Spaß macht."

Nachfolgende Aussage von Schneider-Johne finde ich allerdings schon arg bemüht: "Mit vielen Punkten bewerten wir: Glaubwürdige Spielwelt – STOP! Ok, das schließt dann ja schon mal alle Fantasy-Spiele, alle Action-Spiele, ach eigentlich alles aus weil, bitte schön, glaubwürdig ist so ziemlich keine Spielewelt. Magische Momente – Sprich, alles was wir nicht beschreiben können, aber dann doch irgendwie Spaß gemacht hat."
Hier geht es doch in Spielen seit Jahrzehnten nie um "glaubwürdig" im Sinne von "realitätsnah", sondern um "glaubwürdig" im Sinne der fiktiven Spielwelt. Wenn der Flight Simulator sehr glaubwürdig ist, dann ist er das wohl im Sinne von "realitätsnah", da es sich eben weniger um ein Spiel als um um eine Simulation handelt. Ein Risen oder Dragon Age: Origins dagegen wird nicht glaubwürdiger, wenn es die Bewegung von Flugkörper physikalisch annöhernd korrekt abbilden kann.

Davon abgesehen finde ich besonders den Vergleich zu Musik und Filmen sehr mühselig, wenn man sich hier auf den Kunstbegriff festnagelt. Gerade hier ist es doch sehr offensichtlich, dass der marktbeherrschende Teil weniger einen künstlerischen als einen kommerziellen Anspruch erfüllt. Der Umstand, dass das bei Spielen mittlerweile auch der Fall ist, zeigt doch erst, dass dieses Medium "erwachsen" im Sinne eines etablierten Mediums geworden ist. Natürlich gibt es sie - die Ausnahmetitel für Kenner, die geistreichen Softwareperlen für Feingeister. Aber das sind rare Ausnahmen, die einen sehr sehr kleine Zielgruppe bedienen. Doch was ist mit den "großen" Titeln, die die meisten Spieler in diesem Jahrzehnt gefesselt haben?
Ist Counterstrike nun ein "erwachsenes" Spiel, ein Kunstobjekt oder vielleicht doch nur ein gut ausbalancierter Reaktionstest, der Teamkommunikation belohnt? Nimmt jemand World of WarCraft in seiner Freizeit als Alternative zu einem Besuch der städtischen Pinakothek wahr?
Im Prinzip geht es eigentlich um handwerklich Präzision. Was waren denn die Aussagen im Vorfeld zu Risen oder Stalker: Call of Pripyiat? War es "Wie steht es um den künstlerischen Anspruch dieses Mal? Die moralische Komponente kam mir beim letzten Mal bei vielen Quests zu kurz." oder vielleicht doch eher "Hoffentlich gibt es dieses Mal keine Bugs. Die Grafik macht immerhin Lust auf mehr."?
Natürlich kann gutes Handwerk auch Emotionen auslösen, ja geradezu damit kalkulieren, indem beispielsweise gezielt auf Schlüsselreize gesetzt wird - aber auch das muss gelernt sein. Das ist aber auch kein Hokus Pokus, der sich automatisch bestimmter Arten der Kritik entziehen kann. Im Endeffekt geht es nicht darum, ob am Ende eine Zahl steht oder nicht, sondern um die Legitimation dieser Abstraktion anhand der Qualität des Vorhergegangenen.
 
Spiel- und Spülspaß

Da fühlt man sich doch gleich genötigt, liebe Petra, Euch mal gehörig und auf gut deutsch bei den Eiern zu packen: Eine schon seit Jahrzehnten abgedroschene „Spielspaßwertung“ zu verteidigen, verleiht Euch also
„Eier“? Sich weiterhin dem Leser, der „Kundschaft“ anzubiedern und mit ungefähr so ziemlich allen anderen auf dem deutschen Markt existierenden Testzeitschriften in der grauen Masse mitzuschwimmen, ist mit „Mut“
gleichzusetzen? Aha. Das verleiht den Worten „Mut“ und „Eiern“ ganz neue, mir bisher unbekannte Dimensionen.

„Das gilt in gleicher Weise für scheinbar objektive, gemessene Ergebnisse: Auch ein "Sehr gut" im Stiftung-Warentest-Waschmaschinentest und die 358/400-Punkt-Wertung beim Auto-Motor-und-Sport-Kleinwagentest muss jeder Leser für sich selbst "lesen" und abgleichen. Ist der Testsieger das richtige Produkt für meine Bedürfnisse, für meinen Geschmack, für meinen Rechner, für mein Zeitpensum und nicht zuletzt: für meinen Geldbeutel?“
Interessant. Stiftung-Warentest und Auto-Motor-Sport, Waschmaschinen und Autos. Was für ein Vergleich! Und wie entlarvend! Vielleicht befindest Du Dich einfach in der falschen Branche? Kleinwagen und Waschmaschinen sind einen bestimmten Zweck erfüllende Gebrauchsgegenstände, Spiele – genau wie Spielfilme, Romane, Musik, Theaterstücke und Opern – nicht. Ich ertappe mich jedenfalls relativ selten vor meiner Waschmaschine hockend, den Blick geschlagene zwei Stunden auf die rotierende Trommel gerichtet, in enthusiastischen Jubel ausbrechend: „Heidewitzka, gleich kommt der Schleudergang – wat ein Spaß!“ Die Waschmaschine wäscht Wäsche. Leidenschafts- und emotionslos, aber hoffentlich effektiv. Obwohl Du mit einer „Spülspaßwertung“ sicherlich die eher biedere Haushaltsmaschinentestbranche schlagartig revolutionieren würdest. Ob Spiele nun gleich Kunst sind oder nicht, sei mal dahingestellt. Sie jedoch auf „Features“ herunterzureduzieren, heißt den Intellekt Deiner Leser zu beleidigen.

„Hinzu kommen wundervolle, witzige, teils exotische Testformate (Videos, Podcasts etc.), die alle ihre Daseinsberechtigung haben. Aber sie sind - genauso wie EDGE - weit entfernt von "Industriestandard".“
Aber die Edge ist doch inzwischen die einzig noch verbliebene, halbwegs lesenswerte Spielzeitschrift da draußen. Und wo ist ihr deutsches Pendant? Allein schon dieses Wort, „Industriestandard“! Wie schon gesagt, eigentlich solltet Ihr die Branche wechseln. Und Spülmaschinen testen.

Keine Wertung, keine Eier? Falsch und genau umgekehrt: Hättest Du Eier, würdest Du die Wertung abschaffen oder zumindest herausfordern und ironisch brechen (wie die Edge). Hättest Du Eier, würdest du nicht vor lauter Feigheit dem „Industriestandard“ hinterhertreiben, stets dem Untergang entgegen, zusammen mit der übrigen grauen Masse der inzwischen leider belang- und leidenschaftslosen deutschen Spielepresse. Und hättest Du Eier, würdest Du Dich auf den Intellekt Deiner Leser verlassen! Denen fehlt nämlich gerade das: Eine Testzeitschrift mit Mut!
Und Eiern…
 
AW: Spiel- und Spülspaß

@ SoerenP: Große Zustimmung!

Die EDGE ist auch die einzige Spielezeitschrift die ich mir regelmäßig wegen der Artikel kaufe, trotz sauteurer Importpreise und ohne DVD Beilage.
Deutsche Zeitschriften werden eigentlich nur mehr wegen der Vollversionen manchmal mitgenommen. Das Heft ist dann nettes Beiwerk, was ja eigentlich fast ein Armutszeugnis ist...

Am liebsten les ich überhaupt die Retro Gamer, denn da wird nicht mehr wirklich bewertet (wozu auch bei zig Jahr alten Spielen) sondern das Spielgefühl an sich verehrt und diverse Klassiker detailliert und schön beschrieben.
Da hab ich dann wirklich das Gefühl eine Zeitschrift zu lesen, die Videospiele als Kunst begreift und nicht als Produkt das gewissen Industriestandards entsprechen muss und auch danach bewertet werden soll.
 
AW: Spiel- und Spülspaß

„Das gilt in gleicher Weise für scheinbar objektive, gemessene Ergebnisse: Auch ein "Sehr gut" im Stiftung-Warentest-Waschmaschinentest und die 358/400-Punkt-Wertung beim Auto-Motor-und-Sport-Kleinwagentest muss jeder Leser für sich selbst "lesen" und abgleichen. Ist der Testsieger das richtige Produkt für meine Bedürfnisse, für meinen Geschmack, für meinen Rechner, für mein Zeitpensum und nicht zuletzt: für meinen Geldbeutel?“
Interessant. Stiftung-Warentest und Auto-Motor-Sport, Waschmaschinen und Autos. Was für ein Vergleich! Und wie entlarvend! Vielleicht befindest Du Dich einfach in der falschen Branche? Kleinwagen und Waschmaschinen sind einen bestimmten Zweck erfüllende Gebrauchsgegenstände, Spiele – genau wie Spielfilme, Romane, Musik, Theaterstücke und Opern – nicht. Ich ertappe mich jedenfalls relativ selten vor meiner Waschmaschine hockend, den Blick geschlagene zwei Stunden auf die rotierende Trommel gerichtet, in enthusiastischen Jubel ausbrechend: „Heidewitzka, gleich kommt der Schleudergang – wat ein Spaß!“ Die Waschmaschine wäscht Wäsche. Leidenschafts- und emotionslos, aber hoffentlich effektiv. Obwohl Du mit einer „Spülspaßwertung“ sicherlich die eher biedere Haushaltsmaschinentestbranche schlagartig revolutionieren würdest. Ob Spiele nun gleich Kunst sind oder nicht, sei mal dahingestellt. Sie jedoch auf „Features“ herunterzureduzieren, heißt den Intellekt Deiner Leser zu beleidigen.
Spiele kannst und musst du aber wie Waschmaschienen oder Autos auch unter dem Aspekt testen, wie diese technisch gemacht sind. Hat das Spiel Bugs, evtl lange Ladezeiten, oder oder oder.
Das kann man so auf Musik nicht münzen, vielleicht noch auf Filme, aber beides ist in der Entwicklung nicht so komplex, das es da gerechtfertig wäre oder genug Kritikpunkte gibt. Wie gesagt, ausser vielleicht Filme, wo Kenner sagen können "Oh die Kammeraführung". Schlechte Bildqualität oder ehnlich technisches hast bei AAA-Filmen wohl kaum.
 
AW: Spiel- und Spülspaß

Tarnsocke am 27.11.2009 08:14 schrieb:
Spiele kannst und musst du aber wie Waschmaschienen oder Autos auch unter dem Aspekt testen, wie diese technisch gemacht sind. Hat das Spiel Bugs, evtl lange Ladezeiten, oder oder oder.
Muss man? Nach welchen Kriterien prüfst du denn Spiele?
Bei Autos ist die Klassifierung ziemlich einfach:

Beschleunigung von 0 auf 100 ... ein realer & messbarer Wert.
Verbrauch auf 100km ... ein realer & messbarer Wert.
Serienausstattungsmerkmale ... you got the point.
[...]

Bei Spielen ist es eben nicht möglich, verschiedene Dinge in 'stare' Bewertungskriterien zu zwängen, nehmen wir doch einfach mal Bugs & lange Ladezeiten.

Ich erinner mich an zig Diskussionen hier im Forum, wo Leute meinten, Spiel XYZ hat Bugs und stürzt ob bzw. SecuROM ist schuld.

Dann hab ich mich hingestellt und gemeint, kA was hier habt: bei mir läufts wunderbar.

Der Punkt, auf den ich hinaus will, dass man solche Dinge schwerlich testen kann unter der Fülle von verschiedenen PC Konfigurationen aber auch "Wissen" der Benutzer.

Alles andere, von der Bedienbarkeit etc. kann bzw. könnte man lange Texte verfassen, wo man alle Dinge anspricht, die einem so einfallen. Dann bleibt es dem Leser überlassen aus den Infos seine Meinung zu bilden ...

Der Tester kann und soll natürlich auch negative Dinge schreiben, die dann aber ein wenig ausführlicher. Dinge wie .... haben wir nicht gefallen weil ... -> der Leser kann wieder selbst entscheiden, ob ihn diese Dinge auch stören würden, oder nicht.
 
AW: Spiel- und Spülspaß

Am Ende erinnert das irgendwie an das Ergebnis der D3-Farbdiskussion. Es werden immer und immer wieder Argumente für und wieder der einen oder anderen Variante gebracht. Manche begründet, manche rein subjektiv...

Am Ende hat man 2 Seiten denen man es beiden nicht gleichzeitig recht machen kann.

Es wird niemand gezwungen auf einen Wertungskasten zu schauen, und es wird auch niemand gezwungen sich nur ein Review anzuschauen wenn er denkt die Reviews seien zu positiv oder beschönigt.

Ich zum Beispiel kannte Edge nicht einmal bisher, das was ich mir nun in 30 Mins angeschaut habe ist für mich psuedo-kritisches Geschwubbel mit zu großem Einfluss der Konsolenwelt.

Juckt mich nicht, will ich nicht und damit steh ich auch sicher nicht alleine da.

Eine Frage stellt sich mir aber sicher: Hier schreiben so viele vom Untergang des Abendlandes wegen diesem Bewertungskasten, es sei ja seit Jahrzehnten schlecht (die Herrschaften sind aber gerade mal 30...wenn überhaupt)... aber wuseln doch hier anscheinend jeden Tag bei diesen Bewertungskästen rum.

Inkonsequent auf jeden Fall. Wenn einem etwas nichts bringt, warum schaut man sich es dann an? Verbesserungsvorschläge kommen ja nicht: Ausschließlich: Blabla das doch alles subjektiv, das kann man nicht bewerten...

Totschlägerargumente... was soll man dazu sagen? Sage ich dagegen: Nein die Leute haben so viel Erfahrung, die wissen was Sie tun...das ist mehr als rein subjektiv sonst würden sich die Wertungen nicht immer grob ähneln...

Pattsituation. Nur weil irgendwer meint in einem Blog mal vom Leder ziehen zu müssen kommen alle aus den Höhlen getrollt die vorher nie aber wirklich nie ihren Mund aufgemacht haben.

Bzgl: Blog: Das kommt auf dem Englischen...also geht sowohl der oder das im Deutschen - dies lehr uns wie immer der Duden...
 
AW: Spiel- und Spülspaß

Spiele kannst und musst du aber wie Waschmaschienen oder Autos auch unter dem Aspekt testen, wie diese technisch gemacht sind. Hat das Spiel Bugs, evtl lange Ladezeiten, oder oder oder.
Muss man? Nach welchen Kriterien prüfst du denn Spiele?
Bei Autos ist die Klassifierung ziemlich einfach:

Beschleunigung von 0 auf 100 ... ein realer & messbarer Wert.
Verbrauch auf 100km ... ein realer & messbarer Wert.
Serienausstattungsmerkmale ... you got the point.
[...]

Bei Spielen ist es eben nicht möglich, verschiedene Dinge in 'stare' Bewertungskriterien zu zwängen, nehmen wir doch einfach mal Bugs & lange Ladezeiten.

Ich erinner mich an zig Diskussionen hier im Forum, wo Leute meinten, Spiel XYZ hat Bugs und stürzt ob bzw. SecuROM ist schuld.

Dann hab ich mich hingestellt und gemeint, kA was hier habt: bei mir läufts wunderbar.

Der Punkt, auf den ich hinaus will, dass man solche Dinge schwerlich testen kann unter der Fülle von verschiedenen PC Konfigurationen aber auch "Wissen" der Benutzer.

Alles andere, von der Bedienbarkeit etc. kann bzw. könnte man lange Texte verfassen, wo man alle Dinge anspricht, die einem so einfallen. Dann bleibt es dem Leser überlassen aus den Infos seine Meinung zu bilden ...

Der Tester kann und soll natürlich auch negative Dinge schreiben, die dann aber ein wenig ausführlicher. Dinge wie .... haben wir nicht gefallen weil ... -> der Leser kann wieder selbst entscheiden, ob ihn diese Dinge auch stören würden, oder nicht.
Punkt 1: Da geb ich dir Recht, Bugs stoßen wirklich jedem verschieden auf, ausser natürlich welche die das Spiel nicht lauffähig machen.

Punkt 2´: Das ist ja das worauf ich hinauswollte. Wie bei Autos (bsp) kannst du in den Text (Test) bestimmte technische Punkte einfließen lassen. Z.B. Steuerung. Beim PC-Spiel wie beim Auto kann die Steuerung negativ auffallen. Ein technischer Punkt, den es zu erwähnen gilt und den auch viele Leser/Spieler negativ finden werden.
Oder hoher Hardware-Hunger.

Ich bezog mich ja auf folgende Aussage:
SoerenP; "Kleinwagen und Waschmaschinen sind einen
bestimmten Zweck erfüllende Gebrauchsgegenstände, Spiele – genau wie
Spielfilme, Romane, Musik, Theaterstücke und Opern – nicht."


Spiele erfüllen ja auch einen Zweck, Spielspaß. Und es gibt eben auch technische Punkte die diesen beeinflussen können, die man bewerten kann oder zumindest anführen kann. Wie bei Autos oder Waschmaschienen.
 
AW: Spiel- und Spülspaß

Es wird niemand gezwungen auf einen Wertungskasten zu schauen, und es wird auch niemand gezwungen sich nur ein Review anzuschauen wenn er denkt die Reviews seien zu positiv oder beschönigt.
Natürlich wird niemand gezwungen, aber wie soll man Kritik und Verbesserungsvorschläge sonst anbringen? Ist kein wirklich gutes Argument...
Und es ist ja nun mal so, dass jedes Spielemagazin sich der Masse anpasst, "dem Industriestandard", also wieso nicht versuchen unser Magazin aus der Masse wieder hervorstechen zu lassen? Ich habe die PCGames auch schon jahreang im Abo trotz Kritik, aber auch aus dem Grunde weil es einfach keine besseren Alternativen gibt.
Meinetwegen können am Ende des Artikels 10 Wertungskästen stehen, wenn nur der Rest des Artikels ansprechend, über alles informierend und neutral gehalten ist.
mMn wird im Fließtext schon zu sehr auf die Wertung "hingearbeitet" und viel zu viel vom persönlichen Geschmack fließt vom Tester mit ein. Oder aber der Test ist so kurz (die Ein-Seiten-Teste mit 2/3n an Bildern), dass eine vernünftige Spielbeschreibung gar nicht möglich ist.
 
AW: Spiel- und Spülspaß

Eine schon seit Jahrzehnten abgedroschene „Spielspaßwertung“ zu verteidigen, verleiht Euch also „Eier“? Sich weiterhin dem Leser, der „Kundschaft“ anzubiedern und mit ungefähr so ziemlich allen anderen auf dem deutschen Markt existierenden Testzeitschriften in der grauen Masse mitzuschwimmen, ist mit „Mut“ gleichzusetzen? (...) zusammen mit der übrigen grauen Masse der inzwischen leider belang- und
leidenschaftslosen deutschen Spielepresse.
Wir schaffen die Wertung nicht ab, weil wir uns nicht anmaßen, zu sagen: "Okay, lieber Leser, du zahlst zwar die Gehälter und die Server, aber wir sind trotzdem der Meinung, dass du keine Wertung brauchst. Schönen Tag noch!"

Es geht - wie geschrieben - nicht um SpieleZEITSCHRIFTEN. Alle relevanten nationalen wie internationalen Spiele-Onlinemedien WERTEN -- und gerade die Großen trauen sich 100 von 100 Punkten zu. Das ist weder eine deutsche Erfindung noch eine deutsche Spezialität.

Aber die Edge ist doch inzwischen die einzig noch verbliebene, halbwegs lesenswerte Spielzeitschrift da draußen. Und wo ist ihr deutsches Pendant?
EDGE ist Nische. Eine fantastische Nische. Aber: eine Nische. Bitte geh davon aus, dass es ein Heft oder eine Website mit EDGE-Ansatz längst gäbe, wenn es kostendeckend zu betreiben wäre.

Kleinwagen und Waschmaschinen sind einen bestimmten Zweck erfüllende Gebrauchsgegenstände, Spiele – genau wie Spielfilme, Romane, Musik, Theaterstücke und Opern – nicht. Ich ertappe mich jedenfalls relativ
selten vor meiner Waschmaschine hockend, den Blick geschlagene zwei Stunden auf die rotierende Trommel gerichtet, in enthusiastischen Jubel ausbrechend: „Heidewitzka, gleich kommt der Schleudergang – wat ein
Spaß!“ Die Waschmaschine wäscht Wäsche. Leidenschafts- und emotionslos, aber hoffentlich effektiv. Obwohl Du mit einer „Spülspaßwertung“ sicherlich die eher biedere Haushaltsmaschinentestbranche schlagartig
revolutionieren würdest. Ob Spiele nun gleich Kunst sind oder nicht, sei mal dahingestellt. Sie jedoch auf „Features“ herunterzureduzieren, heißt den Intellekt Deiner Leser zu beleidigen.
Autos, Grafikkarten und Waschmaschinen unterliegen im Gegensatz zu Spielen präzisen Bewertungsmaßstäben und lassen sich in vielerlei Hinsicht MESSEN (um beim Auto zu bleiben: Kofferraumgröße, Beschleunigung, Spritverbrauch, CO2-Ausstoß, Motorleistung, Seitenaufprallschutz, umklappbare Sitze etc.). Aber auch dieses geprüfte, vermessene und verbürgte Testergebnis - zum Beispiel vom ADAC - wird kein Mensch der Welt 1:1 in eine Kaufentscheidung umsetzen. Mir zum Beispiel ist das Kofferraumvolumen völlig wurscht - und ich brauch auch keine Dachgepäckträgerverankerung. Ergo ist selbst dieses 100 % RICHTIGE, unangreifbare und mit Präzisionsgeräten GEMESSENE Testergebnis für mich falsch.

Wir sind nicht die Stiftung Warentest und nicht Auto BILD, wir arbeiten nicht so. Wir versuchen aber, Kriterien zu entwickeln, die für möglichst viele Menschen von Relevanz sind. Freilich könnten wir Informationen wie Kopierschutz oder Cut/Uncut weglassen, doch die allererste Frage nach Online-Veröffentlichung wird lauten: Was ist mit dem Kopierschutz? Ist das Ding geschnitten?

Das SpielGEFÜHL soll freilich durch Fließtext und Meinungskasten transportiert werden. Doch die meisten Leser interessiert mindestens genauso, wenn nicht mehr(bitte guck dir die Kommentare auf Amazon, Fansites etc. an), wie die Features von Dragon Age, Uncharted 2 oder Modern Warfare 2 umgesetzt wurden. Was wird denn bei einem
fantastischen, vor Atmosphäre triefenden Spiel wie Assassin's Creed 2 bemängelt? Einzelne Missionen. Die Dialoge. Doofe Soldaten. Kurzum: Features.

Mag sein, dass diese Belanglosigkeiten bundesweit 1.000 Privilegierte nicht tangieren. Mag sein, dass 1.000 Leute das Spicken in einer Komplettlösung ablehnen. Mag sein, dass 1.000 Leute Modern Warfare 2 nicht mehr ertragen. Nur: Wir (und IGN und IDG und viele andere) machen Website und Hefte für Hunderttausende von Spiele-Interessierten.

Und hättest Du Eier, würdest Du Dich auf den Intellekt Deiner Leser verlassen! Denen fehlt nämlich
gerade das: Eine Testzeitschrift mit Mut!
JEDE Wertung (ob gefühlt, gemessen, addiert, verglichen...) ist ein Indiz, ein Hinweis, eine Aussage. Wie ein "Befriedigend" unter einer Klassenarbeit. Nicht mehr. Ein anderer Lehrer kämen sicher bei derselben Arbeit zu einem gänzlich anderen Ergebnis. Aber es ist immerhin ein Ergebnis.

Ich habe maximalstgroßes Vertrauen in den Instinkt von pcgames.de-Usern und PC-Games-Lesern, dass sie die 64 % für FIFA PC und die 91 % für Dragon Age - jeweils in Kombination mit dem Text - richtig für sich persönlich interpretieren und eine gute Entscheidung treffen.

Petra
PC Games
 
AW:

Ein toller Artikel dem nicht viel hinzuzufügen ist.
Das wir dazu neigen zu schubladisieren und kategorisieren und Wertungen dazu ein gutes Werkzeug sind ist einfach so, das geht auch mit "Kultur" Es gibt genug Websites und TV-Sendungen oder Printmedien die sich genau diesem Thema widmen und Filme,Bücher ect, mit einem Bewertungsystem und einem Artikel behandeln.
Das da persönliche Geschmäcker eine grosse Rolle spielen ist nicht von der Hand zu weisen, Die ganzen Zahlen, Kästchen mit Balken, Statistiken und Listen waren bisher für mich eigentlich immer mehr ein Index den eine Kaufentscheidung und ich lege gerade bei einer Zeitschrift wie der PC-Games mehr wert auf gute Artikel die auch unterhaltsam zu lesen sind. So etwas spricht mich viel schneller an und hilft mir dabei eine Auswahl zu treffen.
Aber die Features müssen tatsächlich erwähnt sein das hat schon was, ich spiele auch schon seit den frühen 80igern und lese ab und zu mal Tests oder klicke mich durch Wertungen und Kommentare. Und viele Spiele sprechen mich schon lange nicht mehr so einfach an und machen Spass weill man es einfach schon kennt und der x.te Aufguss eines bekannten Spielprinzips in mir einfach nicht mehr diese Neugier weckt wie es war als man das erste mal so etwas gespielt hat. Der Trend bei mir zumindest ist auch das wenn in einem - Aufguss ist vielleicht das falsche Wort - weiterentwickelten Spiel ein Feature fehlt das ich dazu neige das Gnadenlos abzustrafen mit Ignoranz oder sogar ab und zu mal einem bissigen Kommentar.. Von dem her sind gewisse Wertungen doch wichtig bei Spielen - gerade wenn es um die Spielmechanik oder Innovationen geht und das es da immer schwerer wird was neues zu machen was noch nicht da war merkt man ja gut an den vielen remakes und halt eben warmen Aufgüssen.
So genug gelabert :P

Meine Wertung zu diesem Artikel 10/10

In diesem Sinne -

Frohe Ostern

A.
 
AW:

Da hätte ich doch mal nen Vorschlag welcher "Eier in der Hose" erfordern könnte. :)


Ein extra Heft OHNE Wertungen.
So wie es die "Hardware", "MMOre" und "Extended" sowie Sonderhefte(zu RoM z.B.) gibt warum nicht eine PCG "Advanced"?

Ich stelle mir eine Ausgabe vor in der wirklich die Spielerfahrung geschildert wird,mit Fazit,persönlichem Kommentar aber eben keine Zahl,kein Wertungskasten.

Das ganze erscheint dann Quartalsweise,so hat der/die Redakteur/e genug Zeit sich mit dem Spiel zu beschäftigen und nicht den nächsten allmonatlichen Abgabetermin im Nacken(was dem Schreiber auch viel mehr Freiheiten lässt).
Auch gibt es keine Previews,Leserbriefe,Sneak Peaks und das ganze "unnötige" Beiwerk,sondern es geht schlicht um Spiele.
So hat man viel mehr Platz wirklich ausführlich auf ein Spiel einzugehen.Man wäre auch nicht mehr Sklave der Erscheinungstermine von Spielen,da die ja dann eh in der normalen PCG schon getestet wurden.
Und das böte die Chance auch abseits des Mainstreams nach Perlen ausschau zu halten und diese zu thematisieren.

So in etwa stelle ich mir das vor. :-D

Nur zum testen wie es beim Kunden ankommt,könntet ihr ja mal sowas machen.
Butter bei die Fische,äh Eier. :ugly:
 
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