• Aktualisierte Forenregeln

    Eine kleine Änderung hat es im Bereich Forenregeln unter Abschnitt 2 gegeben, wo wir nun explizit darauf verweisen, dass Forenkommentare in unserer Heftrubrik Leserbriefe landen können.

    Forenregeln


    Vielen Dank
  • Kritk / Fragen / Anregungen zu Artikeln

    Wenn ihr Kritik, Fragen oder Anregungen zu unseren Artikeln habt, dann könnt ihr diese nun in das entsprechende Forum packen. Vor allem Fehler in Artikeln gehören da rein, damit sie dort besser gesehen und bearbeitet werden können.

    Bitte beachtet dort den Eingangspost, der vorgibt, wie der Thread zu benutzen ist: Danke!

Special - Fröhlich am Freitag (heute schon am Mittwoch): Keine Wertung, keine Eier

AW:

Da gab es mal ein Statement der Redaktion zu. Genau weis ich das nicht mehr, also möcht ich mich nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen. Aber es hieß mein ich, dass keine Wertungsangabe auch auf eine mindere Akzeptanz seitens der Leserschaft stößt. So in der Art.
Ja, genau darauf hätte ich jetzt auch getippt: Angst vor weiter zurückgehender Auflage. Dabei könnte man sich doch mal wirklich von der Masse absetzen, indem man sagt: Wir sind konsequent und wir verkaufen unsere Leser nicht für dumm!

Mein Vorschlag wäre: Die Einzelwertungen für objektiv messbare Qualitäten beizubehalten. Sprich eine Wertung für Grafik, eine für Sound, Steuerung, Spieldauer, usw.

Und dann subjektive Wertungen einzelner Redakteure für Atmosphäre, Story, Glaubwürdigkeit, Charaktere, Langzeitmotivation, Innovation, uvm. Nicht nur ein Meinungskästen mit viel Interpretationsspielraum.

Aus den ~10 bewerteten Kriterien kann sich jeder aussuchen, was er für wichtig hält. Wer sich dann unbedingt einen mathematischen Durchscnitt für das Endergebis ausrechnen will, daran wird ja niemand gehindert.

edit: @Tarnsocke: Genau das meine ich ja: Stärken werden überbewertet, Schwächen vernachlässigt. Was ist mit dem Spieler, der eine gute Story für unverzichtbar hält (am Beispiel Crysis)?
 
AW:

Gabs dazu irgendein konkreten Anstoss, ist das hier vielleicht eine Antwort auf Jörg Luibls Kolumne oder ist es einfach nur ein riesen Zufall? :confused:
Steht doch drin; eine Antwort zum Blog vom ehem. Chefredakteur der PC Player der darüber wohl schon länger brütet.

Lesenswerter Blogeintrag, trifft meine Meinung auch weit besser als das was Petra geschrieben hat.

Mein Vorschlag wäre: Die Einzelwertungen für objektiv messbare Qualitäten beizubehalten. Sprich eine Wertung für Grafik, eine für Sound, Steuerung, Spieldauer, usw.
Einspruch
Sound (Musik?) kannst du niemals objektiv bewerten. Rock, Pop, Techno bei einem Rennspiel gut/schlecht? Subjektiver als Musik bewerten und ob die dann auch noch zum Bildmaterial passt, geht ja schon fast gar nicht.
Grafik ebenso. Cel Shading für Shooter/ RPG gut schlecht? HDR/Bloom/Glow gut/schlecht?
Steuerung? auch schwierig... Rennspiel das man mit Tastatur spielen können muss, wie manche PC-Fanboys fordern, oder wertet man doch die Pad- oder gar Lenkradvariante....

Spieldauer mit und ohne Nebenquests als vager Anhaltspunkt ist möglich. Das war es dann aber mit objektiv.

Bugs kann man sofern sie bei einem auftreten objektiv niederschreiben, die Geschichte kann man in Auszügen widergeben, Screenshots und Video für Ton mit Bild kann man liefern. Der Rest ist aber subjektiv, völlig irrsinnig das in eine Zahl zu pressen- überhaupt in eine 1-100. 1-5 oder 1-10 wie es Filme machen ist schwammiger und daher imer richtiger und lässt daher den Leser immer ratlos zurück, zwingt ihn zum Lesen des Artikels. Genau das verkneift man isch ja, man versteckt sich hinter einer Zahl, die dann zwar kritisiert wird, aber eben einfacher zu relativieren.
 
AW:

Einspruch
Sound (Musik?) kannst du niemals objektiv bewerten. Rock, Pop, Techno bei einem Rennspiel gut/schlecht? Subjektiver als Musik bewerten und ob die dann auch noch zum Bildmaterial passt, geht ja schon fast gar nicht.

Einspruch stattgegeben. Trotzdem lassen sich auch hier Kriterien finden, die nicht subjektiv sind: Ist die Musik vielfältig oder nervt sie mit Wiederholungen? Klingen die Soundeffekte realistisch? Natürlich ist keine Wertung 100%ig objektiv, egal wohin man schaut. Aber mache Dinge sind besser zu verallgemeinern als andere. Da muss man eben die Trennlinie finden.


Grafik ebenso. Cel Shading für Shooter/ RPG gut schlecht? HDR/Bloom/Glow gut/schlecht?

Wieso? Die meisten Spiele versuchen realistisch auszusehen. Da vergibt man dann eine Realismus-Note für die Spielwelt-Grafik.

Bei Exoten wie Cell-Shading-Spielen, gibts die halt nicht, das ist dann "Außer Konkurrenz". Ich sehe da kein Problem. Und Effekte wie Bloom/Hdr/Glow lassen sich abschalten.


Steuerung? auch schwierig... Rennspiel das man mit Tastatur spielen
können muss, wie manche PC-Fanboys fordern, oder wertet man doch die
Pad- oder gar Lenkradvariante....

Deshalb gibts Abzüge, wenn eines dieser Geräte nicht unterstüztz wird.
Oder man nimmt im Bereich "subjektive Wertungen" noch den Punkt Steuerung hinzu.

Bugs kann man sofern sie bei einem auftreten objektiv niederschreiben,
die Geschichte kann man in Auszügen widergeben, Screenshots und Video
für Ton mit Bild kann man liefern. Der Rest ist aber subjektiv, völlig
irrsinnig das in eine Zahl zu pressen- überhaupt in eine 1-100. 1-5
oder 1-10 wie es Filme machen ist schwammiger und daher imer richtiger
und lässt daher den Leser immer ratlos zurück, zwingt ihn zum Lesen des
Artikels. Genau das verkneift man isch ja, man versteckt sich hinter
einer Zahl, die dann zwar kritisiert wird, aber eben einfacher zu
relativieren.

Deshalb bin ich für die Trennung subjektiver und objektiver Kriterien. Jeder Leser entscheidet dann für sich selbst, wie weit er dem bewertenden Redakteur zutraut, sein eigenes Empfinden widerzuspiegeln.

Seien wir doch realistisch, es gibt keine 100%ige Objektivität. Man ist gezwungen Kompromisse zu schließen.
 
AW:

Was pappen sich die Publisher auf Werbeseiten und DVD box?

Wertung!
Und was machen sie wenn das Spiel tatsächlich ein Rohrkrepierer geworden ist? Sie zitieren Aussagen, die aus einer Preview herrühren. Als fiktives Beispiel mal: "Da wächst ein großer Genre Vertreter heran -Herr YXZ- PC-Heft (Deiner Wahl)"

Das kann es ja auch nicht sein. Sowas nennt man Vortäuschung, um doch noch den einen oder anderen Kunden zu erreichen..

Zum Artikel :top:
 
AW:

Seien wir doch realistisch, es gibt keine 100%ige Objektivität. Man ist gezwungen Kompromisse zu schließen.
Entweder Kompromisse, was ja Ist-Zustand ist oder gar nix mit Zahlen bewerten versuchen.
Objektivität kann man nämlich bei so gut wie gar nichts was Kunst betrifft anwenden. Im Grunde sind ja Wertungen bei Filmen und Musik-CD-Veröffentlichungen genauso albern. Wenigstens hat man da aber nie den Sprung zu den Prozenten gewagt.

z.B.
"Vielfalt" der Musik interessiert mich genau überhaupt nicht als Zahlenwert. Die Musik soll passen, da kann sie wie bei Dr. Mario aus drei vier (?) Stücken bestehen und trotzdem stundenlang gut sein. Die große Kunst ist dann bei wenigen Stücken, das sie nicht nur nicht schnell nerven dürfen, sondern eben dauernd zu gefallen wissen. Das kann man alles kaum in Zahlen pressen.

Edit:
Welche Wertung bekommt eig. die Mona Lisa?
97%?
Pinselführung 9/10
Farbwahl 10/10
Motivwahl 8/10
Haltbarkeit des Papiers 9/10
Haltbarkeit der Farben 8/10
;-)
 
AW:

Seien wir doch realistisch, es gibt keine 100%ige Objektivität. Man ist gezwungen Kompromisse zu schließen.
Entweder Kompromisse, was ja Ist-Zustand ist oder gar nix mit Zahlen bewerten versuchen.
Eine alles andere in den Hintergrund drängende Gesamtwertung nennst du Kompromiss? Ich zumindest sehe das eher als das Gegenstück zu reinen Textlichen Beschreibung. Und zwischen diesen beiden gilt es einen Kompromiss zu schließen.
Und damit meine ich nicht sowas halbgares, wie neben dem Großen Wertungsbalken noch ein paar kleine danebenzudrucken. Erinnerst du dich noch an die Bewertung für die Grafik bei, sagen wir, Half Life 2? Ich nicht. Ich erninnere mich nur noch an die große fette 96% :-D

Na dann bearbeite ich meinen Eintrag eben auch:
Edit:
Welche Wertung bekommt eig. die Mona Lisa?
97%?
Pinselführung 9/10
Farbwahl 10/10
Motivwahl 8/10
Haltbarkeit des Papiers 9/10
Haltbarkeit der Farben 8/10

Ich will die Mona Lisa ja nicht kaufen, aber falls ich das vorhaben sollte - ja, dann wären zumindest die letzten zwei sinnvolle Kriterien.
 
AW:

Starker Artikel!

Kleine Frage am Rande: hatte die Frau Fröhlich nicht schon vor 1995 als freie Redakteurin (u.a. bei der Playtime) gearbeitet? Mir ist so, als hätte ich noch immer nen Wertungskasten mit "Petra Maueröder" vor Augen :)
 
AW:

Eine alles andere in den Hintergrund drängende Gesamtwertung nennst du Kompromiss?
bin da eher von Motivationskurve mit anschließender Bewertungsnummer bzw. ganz allgemein von dem Zahlenwahn bei cbs und gamestar ausgegangen.

Erinnerst du dich noch an die Bewertung für die Grafik bei, sagen wir, Half Life 2? Ich nicht. Ich erninnere mich nur noch an die große fette 96% :-D
Ich erinnere mich vor allem daran das es mir wesentlich mehr Spass machte als HL1. Die Wertung von pcg oder sonstwem ist mir eig. schnuppe.

Edit:
Haltbarkeit des Papiers 9/10
Haltbarkeit der Farben 8/10
Ich
will die Mona Lisa ja nicht kaufen, aber falls ich das vorhaben sollte
- ja, dann wären zumindest die letzten zwei sinnvolle Kriterien.
Also als Kunstliebhaber mit dem nötigen Bankkonto würdest du das Bild kaufen weil es lange hält und nicht weil es dir gefällt?^^
Ein paar wenige objektive Kriterien an Kunst sind erfassbar, aber für das Gefallen an einem Bild, an Musik von Namesoundso, an dem Film, an der Skulptur oder den Spielspass sind das doch meist völlig nebensächliche Sachen.
 
AW:

Also als Kunstliebhaber mit dem nötigen Bankkonto würdest du das Bild kaufen weil es lange hält und nicht weil es dir gefällt?^^
Ein paar wenige objektive Kriterien an Kunst sind erfassbar, aber für das Gefallen an einem Bild, an Musik von Namesoundso, an dem Film, an der Skulptur oder den Spielspass sind das doch meist völlig nebensächliche Sachen.
Ich würde sie nicht kaufen, weil das Papier gut ist. Ich würde weniger dafür ausgeben, wenn ich weiss, dass das Teil in 100 Jahren Schrott ist. Aber die Diskussion läuft aus dem Ruder, Bilder und Computerspiele sind schon von der Intention her nicht zu vergleichen.
 
AW:

Bilder und Computerspiele sind schon von der Intention her nicht zu vergleichen.
Würde ich nicht unbedingt sagen.

Theaterstücken, Oper oder Bilder werden ja auch kritisiert. Mir ging's aber vor allem darum das bei anderen Kunstformen, gerade den älteren, niemand auf die Idee kommt Zahlen ranzupappen- auch nicht für objektive Bestandteile.
Aber ok, lassen wir das.
 
AW:

Theaterstücken, Oper oder Bilder werden ja auch kritisiert. Mir ging's aber vor allem darum das bei anderen Kunstformen, gerade den älteren, niemand auf die Idee kommt Zahlen ranzupappen- auch nicht für objektive Bestandteile.
Die Wagner Wochen in der Deutschen Oper Berlin haben satte 94% abgeräumt, hab ich gehört. :ugly: :-D
 
AW:

Theaterstücken, Oper oder Bilder werden ja auch kritisiert. Mir ging's aber vor allem darum das bei anderen Kunstformen, gerade den älteren, niemand auf die Idee kommt Zahlen ranzupappen- auch nicht für objektive Bestandteile.
Die Wagner Wochen in der Deutschen Oper Berlin haben satte 94% abgeräumt, hab ich gehört. :ugly: :-D
Skandal! Wäre das von dem Royal Philharmonic Orchestra gespielt worden wäre es sicher eine 96 geworden. :ugly:
 
AW:

Ach und noch etwas:

Folgendes Zitat:
"Ich halte es vielmehr für eine Frechheit, dem
vielzitierten "mündigen Spieler" möglichst viele
Informationen (fünf Kilometer Text, Dutzende
Pro und Contras, 20 Meinungen) vor die Füße
zu kippen - und zu erwarten, er solle gefälligst
das rauspicken, was für ihn relevant sein
KÖNNTE. Wer sind wir denn, dass wir uns und
unsere Ansprüche über unsere Kundschaft
Dass wir voraussetzen, JEDER Spieler möge
bitte seitenweise Foren durchkämmen?"

Frechheit? Dieser Kommentar ist allerdings
frech. 20 Meinungen? Ich glaube zu Metakritik
hat Boris einiges gesagt...

Ja, ich lese.
Nein, ich gehöre nicht zu der von euch
erkannten und angepeilten Zielgruppe der
"ROFL LOL EY" Generation, die auch hier in
zahlreichen Anläufen versucht sich zu
kommunizieren

Der von dir angesprochene "mündige" Spieler,
stell dir vor, er ist da draussen.

Nur findet er kein PC Mag mehr, dass ihn
ansprechen möchte. Denn sie brauchen keine
Sonderhefte voller Auflistungen von
FEATURES.

Was du hier unter "Kundenfreundlichkeit"
verkaufen möchtest nenne ich Kultivierung des
Oberflächlichen.

Wir wollen also über Features sprechen?
Features kann ich in jedem x-beliebigen Forum
nachlesen. Ohne zu wissen, wie sie wohl auf
mich wirken werden. Dazu brauche ich keine
Redaktion, die mir diese auflistet und
krampfhaft versucht, diese "objektiv" zu
beleuchten.

Ja, Features nennen ist wichtig. Fehlen
etablierte Features (wie dedicated server)
dann ist das ein Thema für sich. Mit der Essenz
des Spiel hat das nur sehr bedingt etwas zu
tun.

Knall doch von mir aus 1824 Wertungskästen
unter den Testbericht. Wenn die Zeilen mir
aber nichts über das Spielerlebnis (mit
Betonung auf ERLEBNIS) verraten, dann kann
man den Text auch weglassen.

Welchen Mehrwert soll die Printversion
gegenüber der Onlinenews denn zukünftig
haben? Sie kann nicht reden, sie kann keine
bewegten Bilder zeigen. Sie kann nur eine
tolle Geschichte erzählen und versuchen,
spannende Eindrücke zu vermitteln.
 
AW:

Zudem wäre mal interessant zu erforschen, wie
viele Leser zunächst (nach der Wertung) erst mal
den Meinungskasten lesen, oder die zwei, bei
grösseren Tests.

Hier bekommt man meist einen besseren
Eindruck vom Spiel, als wenn man den blutleeren
Text liest.
 
AW: Special - Fröhlich am Freitag (heute schon am Mittwoch): Keine Wertung, keine Eier

Sorry Petra, die Kolumne ist gut geschrieben, aber inhaltlich stimme ich diesem flammenden Apell für die Notwendigkeit traditioneller Wertungssysteme nicht zu. Um ehrlich zu sein, die Argumentation is auch ein wenig dünn, denn die Orientierung und theoretische Vergleichbarkeit ist nur relevent wenn man davon ausgeht, dass alle Wertenden ein solches System verwenden. Wertungssysteme sind für ein einzelnes Magazin nur aus Konkurrenzgedanken notwendig, selbiges gilt für den Leser, der den schnellen Vergleich sucht.

Das sind allerdings keine Argumente, die Belegen, dass man die numerische Wertung zwingend braucht um dem Leser ein umfassenden hochinformelles Bild über das Produkt seines Interesses zu vermitteln. Ich kann "Features" hin oder her, nicht erkennen, warum Computerspiele diese Art von Wertungssystem nötiger haben als andere Prudukte, und das hat auch nichts mit der Skala zu tun auf der man Produkte zwischen Müll und Kulturgut einsortiert.

Das größere Problem, welches in meinen Augen gerade die PC Games hat, bleibt aber unausgesprochen. Durch den Zwang zur Vergleichbarkeit gibt es häufig einen offensichtlichen Disconnect zwischen Review und vergebener Wertung (das wurde ja auch von einigen in dem letzten sagt-und-eure-meinung-thread angesprochen). Der Zwang zur Zahl, nimmt den Spielraum emotional oder persönlich für oder gegen ein Spiel zu argumentieren, das führt entweder zu langweiligen 08:15 Review texten oder zu guten Reviews, die aber mit der vergebenen Wertung nicht viel zu tun haben. Petra meint die Kommbination aus beidem macht den Test aus, das sollte so sein, funktioniert aber nur wenn beides nachvollziehbar zusammenpasst.

Langer Rede kurzer Sinn: Wertungssysteme können (wenn nachvollziebar und eigenständig) eine Ergänzung zu einem guten Review sein, für sich allein genommen sind die hingegen grober Unfug.
 
AW: Special - Fröhlich am Freitag (heute schon am Mittwoch): Keine Wertung, keine Eier

Nachdem ich die Einleitung gelesen hatte, war mir bereits klar, um was es ging. ;-)

Ich persönlich fand den Blogeintrag darunter sehr viel interessanter & diskussionswürdiger, vorallem die absolut überzogene Reaktion von dem Juibl Typen von 4Players. Der Typ muss wirklich einen an der Klatsche haben mit so einem Tonfall zu kommentieren, aber ich schweife ab, dafür gibts hoffentlich ein zweites Special von Frau Fröhlich, diesmal aber am Freitag. %-)

Die Grundaussage von BSJ ist, so leid es mir tut, absolut korrekt. Wertungen und Tests sind einfach nur subjektiv verfasst, niemand kann mir ernsthaft erzählen, er würde Spiele nach objektiven Bewertungskritieren testen ... sowas ist schlicht nicht möglich, wie auch BSJ in seinem Blog richtig erwähnt.

Die perfekte Lösung, die mMn zum Großteil von PCP im ersten Jahr ihrer Gründung verwendet hatte, sind lange und detailierte Tests, wo man im Grunde nicht mehr auf der Wertung unterhalb des Artikels schauen muss um zu wissen, obs dem Tester gefallen hat oder nicht. Mir ist klar, dass sich ein Magazin ohne Wertungen nicht verkauft, weil es bestimmt nicht wenige Käufer gibt, die das Magazin aufschlagen, ihr Spiel raussuchen und die Wertung sehen, dann für sich entscheiden "kauf ich oder nicht". Des Weiteren, und auch hier hat er Recht ( immer in Verbindung mit dem zweiten Blogeintrag vorher ), mittlerweile kann jeder Hinz und Kunz Spiele Testen und irgendwelche Dinge aufschreiben, die nicht unbedingt wahr sein müssen ... umgemünzt auf die PCG heißt das, leider: früher hattet ihr noch Redakteure, mit denen man sich identifizieren konnte im Sinne der Wertungsfindung.

Es gab ausgesprochene RTS Freaks, da wusste man, der hats Spiel unter bestimmten Gesichtspunkten bewertet und sieht den Großteil der Dinge wie ich, das ist eine willkommene Quelle zur Entscheidungsfindung, ob ich das Spiel kaufe oder nicht.

Bei der erwähnten PCP bin ich mit ca. 90% der Wertungen konform gegangen und konnte mich auch sehr schnell an den Schreibstil gewöhnen und man hat einfach das Gefühl hat, Mensch, der Typ denkt genauso wie ich, also vertrau ich dem mal was der schreibt.

Bei aktuellen Publikationen ist dies leider nicht der Fall. Der Hinweis auf die Edge ist garnicht so verkehrt, auch nicht deren selbstironische Erklärung ihrer Wertung:

1 = one
2 = two

[...]

Die Edge probiert hat, mMn & der BSJ siehts wohl genauso, die Wertung in Worten im Artikel selbst auszudrücken und bietet, als Verbeugung vor dem Markt, eine Schulnote unter dem Artikel an.

Und ganz ehrlich: eure Motivationskurve war und ist mir schon immer suspekt gewesen, weil so eine Kurve nun wirklich absolut subjektiv ist & sich nicht in genaue Kriterien packen lässt. Aber solche Diskussionen hatten wir hier, intern und extern, schon häufiger ... ;-)
 
AW: Special - Fröhlich am Freitag (heute schon am Mittwoch): Keine Wertung, keine Eier

Die Edge probiert hat, mMn & der BSJ siehts wohl genauso, die Wertung in Worten im Artikel selbst auszudrücken und bietet, als Verbeugung vor dem Markt, eine Schulnote unter dem Artikel an.
Damit wir hier klar sind: Es geht bei der Debatte nicht um Print vs Online oder um Heftverkäufe. So gut wie alle großen (= AGOF-gelisteten) deutschsprachigen sowie die relevanten US-Spielewebsites verwenden ziemlich filigrane Wertungssyteme - IGN verwendet 100 %, Gamespot kommt inkl. der Zwischenstufen auf 20 Punkte, Gamespy immerhin noch auf 10. Genauso wie die Filmwertungswebsite IMDB, die zehn Sternchen zulässt, die Ergebnisse aber mit einer Nachkommastelle (= 100 von 100) ausgibt.

Hinzu kommen wundervolle, witzige, teils exotische Testformate (Videos, Podcasts etc.), die alle ihre Daseinsberechtigung haben. Aber sie sind - genauso wie EDGE - weit entfernt von "Industriestandard".

Petra
PC Games
 
AW:

Stimmt nicht. Gerade in letzter Zeit wird auch von redaktioneller Seite gesagt, dass eine absolute Wertung nicht geht, und letztlich der Leser selbst urteilen soll.
umso sinnloser dem Leser überhaupt einen "fixen" Startpunkt für die eigene Einordnung vorzugeben.
Die Wertung ist immer am Ende des Tests. Besonders bei online Artikel sieht man diese auch erst wenn man auf die letzte Seite klickt und so kann es geschehen, dass Text und Wertung auseinander gehen. Das liegt dann daran, wie viel Gewicht der Leser den einzelnen Aussagen des Autors gibt.

Einer "fixer" Standpunkt dient immer als Orientierung. Wenn man z.B. für sich erkannt hat, dass die PCG Shooter zu hoch bewertet. Dann ist das doch auch ein Anhaltspunkt.

Es gibt Websites, die bieten wirklich hammerharte Filmkritiken. Selbst wenn man nun mit den Kritiken nicht übereinstimmt, so wird man vielleicht merken, dass man auch Spaß an Filmen hat, die die Seite nur als "mittelmäßig" bewertet hat. So ist dann auch eine Kritik für den Leser sinnvoll, die aus seiner Sicht etwas über kritisch ist. Und an dieser Stelle merke ich gerade, dass es andersherum wahrscheinlich nicht funktioniert. Ist ein Test zu "lasch", werden möglicherweise Aspekte nicht kritisiert, die vielen wichtig sind. Bestes Beispiel dafür ist wihl der Gothic 3 Test.
 
AW: Special - Fröhlich am Freitag (heute schon am Mittwoch): Keine Wertung, keine Eier

Petra_Froehlich am 26.11.2009 09:16 schrieb:
Hinzu kommen wundervolle, witzige, teils exotische Testformate (Videos, Podcasts etc.), die alle ihre Daseinsberechtigung haben. Aber sie sind - genauso wie EDGE - weit entfernt von "Industriestandard".
Petra
PC Games
Aber genau darum geht es doch, er stellt den "Industriestandard" auf den Prüfstand und fragt, übrigens mMn völlig zurecht, ob so ein System überhaupt noch zeitgemäß ist.

So ein System, sei es nun in 1'er oder 10'er Schritten oder Darstellung als Sterne etc.pp., kann meiner Meinung nach den Spielspass bzw. alle Facetten eines Spiels nicht glaubhaft rüberbringen, eben weil Tester A ggf. eine andere Sichtweise bzw. Bewertung wie Tester B hat.

Wenn man jetzt aber in einem Text (!) alle relevanten Informationen sachlich darstellt, bleibt es dem Leser überlassen welche Schlüsse er darauszieht.

Nehmen wir einfach Dragon Age : Origins als Beispiel. Ich hab im kompletten Text z.B. nichts über die Zauber / Fähigkeitenqueue gelesen, sowas hätte man einfach erwähnen können. In diesem Fall "Es gibt keine Queue Möglichkeit für Zauber oder ähnliches, man darf nur eine Tätigkeit / Aktion einspeichern". Mir, z.B., stößt sowas sauer auf, weil ich schon in Kotor meine Aktionen queuen könnte und sinnvoll aufeinander abstimmen konnte, anderen Leuten wird dieser Umstand herzlich egal sein.

Das ist jetzt ein Punkt von vielen & die Masse an solchen Details, die man in einem Text darlegt, formt schlussendlich den Test. Ich würde z.B. DA:O im Leben keine 9x Punkte geben aufgrund der vielen kleinen Designmängel, nur hab ich im PCG Test darüber nichts gelesen ... d.h. es wurde weder im Test noch im Wertungskasten angesprochen bzw. fließt sowas in die Wertung ein.

Das meine ich halt mit "über alles informieren, Leser entscheiden lassen wie er was gewichtet" und das ist auch die Aussage von BSJ, weg vom "Industriestandard". ;-)
 
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