erstmal:
"SPDIF erlaubt es Audio-Geräte wie z.B. MiniDisk-Recorder, CD-Player, DAT-Recorder, Stereoanlage oder Verstärker digital zu verbinden und somit Audiosignale ohne Klang-Verlust zu übertragen. Moderne Soundkarten verfügen mittlerweile ebenfalls über SPDIF Anschlüsse und bieten somit die Möglichkeit auch den PC mit anderen Audiogeräten digital zu koppeln. Erfolgt die Übertragung über die optische TosLink-Buchse (optisches SPDIF), so wird ein spezielles Fiberglas Toslink Kabel benötigt. Als elektrisches SPDIF bezeichnet man SPDIF über RCA / Chinch - Coaxialkabel. SPDIF oder auch S/PDIF steht für "Sony/Philips Digital Interface" und wurde von den Firmen Sony und Philips entwickelt."
dann:
Im folgenden Text werden 2 Kodierungsarten benutzt. AC3 welches echten 5.1 Sound auf einer digitalen Leitung überträgt (Dolby Digital ist wohl die bekannteste Kodierung dieser Art).
Das andere Format: PCM. Hier werden nur 2 Kanäle pro digitaler Leitung übertragen -> Das Signal ist in Stereo.
Damit man den Soundblaster 5.1 nun mit vollem 5.1 Sound über einen normalen Verstärker anschliessen kann der nur einen digitalen Coaxialeingang besitzt, müßte der Soundblaster sein 5.1 Signal z.B. in AC3 kodieren und diesen Datenstrom dann über ein Koaxialkabel zum Verstärker schicken.
Leider beherrscht der Soundblaster 5.1 (wie auch die meisten anderen Soundkarten) keine AC3 Kodierung in Echtzeit. Es gibt einfach noch keinen Kodierer, der schnell genug wäre.
Damit kann der Sound so nicht ausgegeben werden. Deshalb behilft sich die Soundkarte eines Tricks. Sie kodiert die insgesamt 6 Kanäle in 3 PCM Datenströme.
-> Man hat 3 Leitung auf der jeweils zwei Kanäle übertragen werden.
Diese drei einzelnen Kanäle werden nun in der einen Klinke die den digitalen Ausgang darstellt ausgegeben. Dazu bracht die Klinke also 3 Abgreifpunkte um alle drei PCM Signale abgreifen zu können. Solche Klinkenstecker sind verfügbar und man erkennt sie an den zwei schwarzen Ringen statt nur einem wie bei einem normalen Stereoklinkenstecker mit 2 Abgreifpunkten.
Problem nun: Ich keine keinen Standard Hi-Fi Verstärker der in der Lage ist drei PCM Signale gleichzeitig auf seine 6 Boxen zu verteilen. Dies können nur die speziell von Creative angebotenen 5.1 Lautsprechersysteme.
Aber vielleicht hat sich die Hi-Fi Welt auch schon angepaßt und gibt derartige Verstärker inzwischen.
Es ist aber eher zu erwarten, das Echtzeit AC3 Kodierer entwickelt werden. NVidia hat mit dem NForce Chipsatz hier mal einen ersten Versuch unternommen.
Noch was zum Schluß. Der digitale Ausgang ist wenigstens in der Lage, AC3 Sounddaten von einer DVD durchzureichen. Wenn du DVD guckst, dann kann man durchaus Dolby Digital Sound haben. Dies geht, weil hier die Sounddaten ja schon fertig komprimiert auf der DVD vorliegen.
jetzt:
Ich habe beschlossen zu warten, weil sich da hoffentlich mal was tut. Wie gesagt NVidia hat da schon mal einen Vorstoß gemacht, allerdings ist das anscheinend wieder eingeschlafen, weil ich nie wieder was davon gehört habe. Eigentlich hatte ich gehofft das hier der entscheidende Impuls gegeben wurde.
Linuxsupport war für den AC3 Kodierer im NForce Chipsatz aus lizenzrechtlichen Gründen allerdings nie geplant!
Bis dahin bekommt mein Heimkino beim Spielen vom Computer leider nur ein Stereosignal. Beim DVD schauen wie gesagt kann man den AC3 Sound direkt von der CD auf den digitalen Ausgang der Soundblaster durchreichen lassen und den vollen 5.1 Sound genießen.
Man lernt daraus, das 5.1 Sound nicht gleich Dolby Digital oder DTS sein muss und man beim Kauf richtig aufpassen sollte.
und:
weiß jemand vielleicht ob das bei der neuen crative karte genauso ist oder ob die inzwischen in der lage ist ac3 echtzeit zu komprimieren?
Grüße!
