RAF Freilassung sinnvoll oder nicht? - Gnadengesuch von Christian Klar abgelehnt !

Agrael12

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Was haltet ihr davon das die RAF Terroristin freigelassen wird.Sie hat ja keine Reue gezeigt!Soll sie noch länger im Gefängnis sein oder frei kommen?
 

Boesor

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Zunächst mal solltest du dich eigentlich selbst dazu äußern.

Meiner Meinung nach ist die Freilassung richtig.
Die Taten sind durch die Haft natürlich nicht ungeschehen gemacht worden, aber 24 jahre sind ne lange Zeit.
Man muss irgendwann einen Schlussstrich ziehen
 

Herbboy

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Boesor am 12.02.2007 20:16 schrieb:
Zunächst mal solltest du dich eigentlich selbst dazu äußern.

Meiner Meinung nach ist die Freilassung richtig.
Die Taten sind durch die Haft natürlich nicht ungeschehen gemacht worden, aber 24 jahre sind ne lange Zeit.
Man muss irgendwann einen Schlussstrich ziehen


ihre sozialprognose ist eindeutig positiv, und auch bei anderen mördern würde man in so einem fall eine freilassung prüfen.

dazu ist nicht zwangsweise "reue" nötig. und "nur" weil es taten gegen den staat waren darf man auch nicht anders bewerten, denn es gilt gleichheit vor dem gesetz.

moralisch finde ich es einerseits nicht gut, weil sie eben keinerlei reue zeigt. andererseits würde man bei einem reuebekenntnis eh nicht wissen, ob es erst gemeint ist.

auf der anderen seite halte ich es für gut, dass man in unserem staat nicht wegen einer tat zwangsweise für immer der freiheit beraubt wird, obwohl alle prognoses positiv sind.
 

INU-ID

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Meine Antwort (welche ich nicht begründen werde) auf die hier gestellte Frage ist:

Nein.
 
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Bonez

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Ganz normale Haftprüfung wie bei allen elbenslänglich vorurteilten. Wenn Sie da ruaskommt gut, wenn nicht, dann nicht. Nur Anhand der Tatsache, dass Sie zur RAF gehört in eine Richtung zu tendieren, ist für mich mit dem GG nicht vereinbar. Alle Menschen sind gleich.
 

Boesor

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

INU-ID am 12.02.2007 20:31 schrieb:
Meine Antwort (welche ich nicht begründen werde) auf die hier gestellte Frage ist:

Nein.


Och, hier werden selten Leute für ihre Begründung verhauen
 

Bonkic

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Boesor am 12.02.2007 20:57 schrieb:
INU-ID am 12.02.2007 20:31 schrieb:
Meine Antwort (welche ich nicht begründen werde) auf die hier gestellte Frage ist:

Nein.


Och, hier werden selten Leute für ihre Begründung verhauen

aber nur mangels zugriffsmöglichkeit. :B
 
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Meller

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Antwort:

Meiner Meinung nach nicht.

Ich verstehe nicht warum es in Deutschland eine Verurteilung zu lebenslänglich gibt, wenn man eh nach 24 Jahren (wie hier) wieder frei kommt. Für mich nicht nach vollziehbar, aber naja, sollen sie sie freilassen und ihr noch ein paar schöne Lebenstage schenken.
 

Maria-Redeviel

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Ich sag: Nix gibts, drinnen lassen!

Begründung: Überwachung, überwachung, überwachung... das wird uns immer auf die Nase gedrückt. Und alles im Namen der "Terrorbekämpfung". Und dann erwischt man doch mal ein paar Terroristen, und was macht man mit denen? Logisch, zu fünfmal lebenslänglich verurteilen, und nach 24 Jahren freilassen.

Nix gibts! Drinnen bleiben - Briefe schreiben.
 

Mothman

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Ich finde auch Terroristen sollten anders/härter behandelt werden, als "normale" Mörder. Schließlich gefährden (bzw. wollen gefährden) Terroristen die gesamte Staatsicherheit, also bedrohen soe genau genommen das Leben von 80 Millionen Menschen (damals wohl ein paar weniger, aber wohl noch genug). Ein "normaler" Mörder hat zwar das Leben einer oder mehrerer Familiern zerstört, sein Motiv ist aber nicht die Demontage des gesamten Staates, sondern "nur" einer oder ein paar Personen.
Ein Terrorist versucht den Rechtsstaat zu stören/zerstören und imao ist seine Tat damit schwerer einzustufen.
Also ich empfinde keine Sympathien zu ehemaligen Terroristen..zumal sie sich nicht einmal entschuldigt oder Reue gezeigt hat. Einfach nur absitzen und dann hinterher auch noch Kohle damit machen, das ist, so finde ich, keine angemessene Bestrafung für den Versuch den Staat zu demontieren.

Gruß
 

Loosa

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Meller am 12.02.2007 21:13 schrieb:
Ich verstehe nicht warum es in Deutschland eine Verurteilung zu lebenslänglich gibt, wenn man eh nach 24 Jahren (wie hier) wieder frei kommt.
Ich verstehe nicht wie in USA 15-jährige nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden und wirklich lebenslänglich bekommen, weil die Tat besonders grausam war. Macht sie das zu Erwachsenen?
Selbst echtes lebenslänglich schreckt keinen von Verbrechen ab.

Maria-Redeviel am 12.02.2007 23:56 schrieb:
Begründung: Überwachung, überwachung, überwachung... das wird uns immer auf die Nase gedrückt. Und alles im Namen der "Terrorbekämpfung".
Die RAF ist so ziehmlich tot. Wohl auch aufgrunde diverser Begnadigungen. Ich wüsste auch von keinem der bisher Freigelassenen, dass er zu einer neuen Bedrohung für die Gesellschaft geworden ist.
Also was haben 68'er Terroristen mit den heutigen zu tun :confused:


Macht es für die Hinterbliebenen der Opfer wirklich einen Unterschied, ob die Strafe 20 Jahre, oder 30 oder wirklich lebenslänglich beträgt? Ab wann ist die Strafe gerecht? Die Opfer können nie wirklich gut gemacht werden, (falsche) Entschuldigung hin oder her. Aber es ist ein, wie ich finde positiver, Teil unseres Rechtsstaats, dass auch Mördern eine Hoffnung bleibt irgendwann in Freiheit zu sein.
 

HanFred

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Bonez am 12.02.2007 20:34 schrieb:
Ganz normale Haftprüfung wie bei allen elbenslänglich vorurteilten. Wenn Sie da ruaskommt gut, wenn nicht, dann nicht. Nur Anhand der Tatsache, dass Sie zur RAF gehört in eine Richtung zu tendieren, ist für mich mit dem GG nicht vereinbar. Alle Menschen sind gleich.
richtig. alles andere wäre nicht rechtens.
so funktioniert nunmal die juristerei, das muss nicht jeder verstehen.

man kann für oder gegen das grundgesetz sein, aber man kann nicht selektiv darüber urteilen. das ist diskrimierung.
 
M

Meller

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Loosa am 13.02.2007 00:35 schrieb:
Aber es ist ein, wie ich finde positiver, Teil unseres Rechtsstaats, dass auch Mördern eine Hoffnung bleibt irgendwann in Freiheit zu sein.

Allerdings traurig das dieser Teil allzu oft versagt.
 

MurPhYsSHeeP

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

meiner meinung nach fallen sonst verbecher durchs justiz netz und werden für änliche taten viel früher auf bewährung entlassen. deshlab bin ich der meinung das man die ehemaligen RAF mitglieder freilassen kann. die sind teilweise 24 jahre im gefängnis , das ist eine sehr lange zeit. trotzdem sollten die entlassenen stellung nehmen.
 

BlackKnight87

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Mothman am 13.02.2007 00:31 schrieb:
Ich finde auch Terroristen sollten anders/härter behandelt werden, als "normale" Mörder. Schließlich gefährden (bzw. wollen gefährden) Terroristen die gesamte Staatsicherheit, also bedrohen soe genau genommen das Leben von 80 Millionen Menschen (damals wohl ein paar weniger, aber wohl noch genug). Ein "normaler" Mörder hat zwar das Leben einer oder mehrerer Familiern zerstört, sein Motiv ist aber nicht die Demontage des gesamten Staates, sondern "nur" einer oder ein paar Personen.
Ein Terrorist versucht den Rechtsstaat zu stören/zerstören und imao ist seine Tat damit schwerer einzustufen.
Gruß


Was wenn der "Rechtsstaat" aber von dir/den Terroristen als ungerecht empfunden wird und du dagegen ankämpfst?
Ist es dann auch unrecht? sollte man dann auch ewig sitzen?

Ich kenn mit mit der RAF und deren Zielen und Methoden nicht aus und weis auch nicht was diese Frau getan hat(glaub jemanden erschossen?) aber ich denke 24 Jahre sind eine lange Zeit und in dieser Zeit kann man viel nachdenken und sich ändern.
Jeder verdient eine 2te Chance im Leben.
 

Maria-Redeviel

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Loosa am 13.02.2007 00:35 schrieb:
Also was haben 68'er Terroristen mit den heutigen zu tun :confused:

Gar nichts. Ist das ein Grund sie zu begnadigen?

Nur Anhand der Tatsache, dass Sie zur RAF gehört in eine Richtung zu tendieren, ist für mich mit dem GG nicht vereinbar. Alle Menschen sind gleich..

Natürlich sind alle Menschen gleich. Und wenn ich anfangen würde, Menschen für eine bessere Welt zu ermorden, dann müsste man mich auch lebenslänglich (dh: bis ich sterbe) einsperren.

Es ist nicht wichtig ob sie zur RAF gehörten oder nicht, Mörder sollte man nicht frei rumlaufen lassen.

Es ist vollkommen egal ob die Strafe grausam ist oder nicht, es ist egal ob diese Typen Reue zeigen oder nicht, es ist egal ob diese Strafe abschreckend wirkt oder nicht... manche Dinge muss man tun um ihrer selbst Willen.
 

HanFred

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Maria-Redeviel am 13.02.2007 09:12 schrieb:
Es ist vollkommen egal ob die Strafe grausam ist oder nicht, es ist egal ob diese Typen Reue zeigen oder nicht, es ist egal ob diese Strafe abschreckend wirkt oder nicht... manche Dinge muss man tun um ihrer selbst Willen.
aber dann schreib gleich, dass du nicht mit dem passus im gesetz einverstanden bist und nicht konkret in diesem fall urteilst.
so ist das ja legitim. ich bin zwar anderer ansicht, aber jeder darf seine meinung haben.
 
S

sweetbob

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Tach,

mMn sollte sie nicht entlassen werden.
Sie hat einen/mehre Menschen getötet (aktiv) oder zu ihrer Tötung beigetragen(bewußt). Sie hat gegen geltendes Recht verstoßen und mußte nach geltenden Recht verurteilt werden. Eine besondere Schwere der Tat mußte auch erkannt werden.
Die Allgemeinheit muß vor solchen Individuen geschützt werden, da schließe ich jeden Mörder, Vergewaltiger und ähnliche Subjekte mit ein.
 

Mothman

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

BlackKnight87 am 13.02.2007 08:25 schrieb:
Mothman am 13.02.2007 00:31 schrieb:
Ich finde auch Terroristen sollten anders/härter behandelt werden, als "normale" Mörder. Schließlich gefährden (bzw. wollen gefährden) Terroristen die gesamte Staatsicherheit, also bedrohen soe genau genommen das Leben von 80 Millionen Menschen (damals wohl ein paar weniger, aber wohl noch genug). Ein "normaler" Mörder hat zwar das Leben einer oder mehrerer Familiern zerstört, sein Motiv ist aber nicht die Demontage des gesamten Staates, sondern "nur" einer oder ein paar Personen.
Ein Terrorist versucht den Rechtsstaat zu stören/zerstören und imao ist seine Tat damit schwerer einzustufen.
Gruß


Was wenn der "Rechtsstaat" aber von dir/den Terroristen als ungerecht empfunden wird und du dagegen ankämpfst?
Ist es dann auch unrecht? sollte man dann auch ewig sitzen?

Ich kenn mit mit der RAF und deren Zielen und Methoden nicht aus und weis auch nicht was diese Frau getan hat(glaub jemanden erschossen?) aber ich denke 24 Jahre sind eine lange Zeit und in dieser Zeit kann man viel nachdenken und sich ändern.
Jeder verdient eine 2te Chance im Leben.

Wenn jemand Terrorist wird, weil er stark unterdrückt, gefoltert oder zu wenig zum Leben bekommt, dann kann ich das ja noch in gewisser Weise nachvollziehen. Aber in Deutschland ging es zu dem Zeitpunkt niemandem (auch nicht den RAF-Terroristen) dso schlecht, dass die Lebensumstände nicht mehr zu ertragen waren. Also kein Grund sich vorzunehmen allen anderen Bürgern ihre Lebensgrundlage zu entziehen, indem sie den Staat zertören. Hätten sich die Terroristen durchgesetzt wäre der Staat durch Angst, Terror und am Anfang des Zerfalls durch Anarchie geprägt. Ist es das, was du verstehen kannst? Ich bin mit dem System nicht zufrieden (also ich hunger nicht, werde nicht einfach so verhaftet oder verprügelt, ich kann eigentlich machen, was ich will.), also werde ich Terrorist und zerstöre das System..ohen Rücksicht darauf, dass der Großteil der Bevölkerung mit dem System doch zufrrieden ist. Ohne Rücksicht darauf wieviele, eigentlich unschuldige Menschen, dadurch ins Unglück gerissen werden. Das ist für mich ein niederer Beweggrund und somit zutiefst verwerflich. Gerade in der heutigen Zeit, wo Terrorismus eine neue grausame Dimension erreicht hat, ist eine Freilassung einer (reuelosen!) Terroristin, die mehrere Menschenleben auf dem Gewissen hat, ein falsches Signal.
Meiner Meinung nach, war die RAF eine Bande, die aus falsch verstandenem Idealismus gegründet wurde und im Grunde nur der Versuch war die Süd-Amerikanischen Freiheitskämpfer zu kopieren.
Niemandem der RAF ging es so schlecht, das eine Radikalisierung begründet war!
Aus dem Stern:
Der Sozialforscher Jan Philipp Reemtsma kürzlich in einem Interview: "Es wird beim Reden über die RAF oft übersehen, dass Menschen nicht Gewalt ausüben, weil sie ohnmächtig sind, sondern weil sie in der Gewalt ihre Macht genießen."


In diesem Sinne
 

TBrain

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Im Falle der Frau:

Wenn die Strafe verbüßt ist muss man sie wieder frei lassen, wie man das bei jedem anderen Mörder auch tun würde. Wär ja noch schöner wenn hier und da verschieden verfahren werden würde. Eine Freilassung verlangt ja nicht unbedingt, dass man sich auch entschuldigt haben muss. Es bedeutet nur, dass die Schuld abgeleistet wurde.

Natürlich wäre es besser wenn da eine Entschuldigung gekommen wäre aber erzwingen kann man das eh nicht. Dass sie es aber nicht getan hat zeigt irgendwie eine asoziale Haltung.

Zu dem Mann:

Gnadengesuch? Pfft - Es gibt da sicher Richtlinien, die der Bundespräsident beachten muss aber rein vom Gefühl her: Nein! Der soll seine vom Gericht verhängte Strafe gefälligst absitzen. Wenn das passiert ist (ich glaub es sind noch 2-3 Jahre) sollte dann so verfahren werden wie bei der Frau, da auch dann die Strafe abgegolten wäre. Aber vorzeitig, nur aus Gnade: Nö.
 

Loosa

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Maria-Redeviel am 13.02.2007 09:12 schrieb:
Loosa am 13.02.2007 00:35 schrieb:
Also was haben 68'er Terroristen mit den heutigen zu tun :confused:

Gar nichts. Ist das ein Grund sie zu begnadigen?
Ist Überwachung, Überwachung, Überwachung ein Grund es nicht zu tun?

Es ist nicht wichtig ob sie zur RAF gehörten oder nicht, Mörder sollte man nicht frei rumlaufen lassen.

Es ist vollkommen egal ob die Strafe grausam ist oder nicht, es ist egal ob diese Typen Reue zeigen oder nicht, es ist egal ob diese Strafe abschreckend wirkt oder nicht... manche Dinge muss man tun um ihrer selbst Willen.
Nur sagt unsere Rechtsordnung da halt was anderes.
Wenn Reue, Abschreckung oder Resozialisierung egal sind ist das nichts anderes als Rache.

Mothman am 13.02.2007 14:03 schrieb:
Niemandem der RAF ging es so schlecht, das eine Radikalisierung begründet war!
Wie definierst Du "schlecht gehen"? Oder unterdrückt?
Das viele NS-Schergen auch nach der Nazizeit in wichtigen Positionen blieben war vielleicht notwendig, wäre mir aber auch sauer aufgestoßen. Dass die Eltern die Geschichte totschwiegen umso mehr. Vietnamkrieg, USA, mit Gewalt globale Interessen sichern... es gab einiges sich zu beschweren. Und die Politik hat auch dazu beigetragen die Situation zu radikalisieren.
Nicht dass ich Anschläge unterstütze, aber keiner radikalisiert sich aus Langeweile, und zumindest die erste Generation hatte durchaus Rückhalt in Teilen der Bevölkerung.

Aber eigentlich egal, weil die Freilassung nichts mit den Taten zu tun hat.

Aus dem Stern:
Der Sozialforscher Jan Philipp Reemtsma kürzlich in einem Interview: "Es wird beim Reden über die RAF oft übersehen, dass Menschen nicht Gewalt ausüben, weil sie ohnmächtig sind, sondern weil sie in der Gewalt ihre Macht genießen."
Sagt der Sozialforscher, oder dessen Erkenntnisse als Entführungsopfer?
 

Dumbi

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Meller am 12.02.2007 21:13 schrieb:
Antwort:

Meiner Meinung nach nicht.

Ich verstehe nicht warum es in Deutschland eine Verurteilung zu lebenslänglich gibt, wenn man eh nach 24 Jahren (wie hier) wieder frei kommt.
Eben. Außerdem sollte man auch bedenken, dass die gute Frau zu fünfmal lebenslänglich verurteilt wurde...
 

Maria-Redeviel

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Loosa am 13.02.2007 22:00 schrieb:
Nur sagt unsere Rechtsordnung da halt was anderes.
Wenn Reue, Abschreckung oder Resozialisierung egal sind ist das nichts anderes als Rache.

Meiner bescheidenen Meinung nach hat das Rechtssystem einer höheren Idee zu dienen, und die kann da lauten: Rache, Gerechtigkeit, Abschreckung oder Sicherheit. Ein Rechtssystem, das KEINEM Zweck dient, sondern einfach nur eine Anhäufung willkürlicher Regeln ist, ist mir ein Gräul.

Deswegen frage ich dich einfach mal: Aus welchem Grund wurden diese Leute eingesperrt? Warum glaubst du, das sie ihre Strafe verbüsst haben? Welchen Nutzen zieht die Gesellschaft daraus, wenn sie begnadigt werden?
 

HanFred

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Maria-Redeviel am 14.02.2007 09:01 schrieb:
Welchen Nutzen zieht die Gesellschaft daraus, wenn sie begnadigt werden?
falsche frage, die korrekte frage lautet: was hat die gesellschaft davon, wenn sie weiterhin eingesperrt bleiben?
rache darf nicht der sinn einer strafe sein, das ist schlichweg barbarisch.
schutz der gesellschaft ist der zweck. sicherstellen, dass der verurteilte seine taten nicht wiederholt.
 

Maria-Redeviel

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

HanFred am 14.02.2007 11:42 schrieb:
falsche frage, die korrekte frage lautet: was hat die gesellschaft davon, wenn sie weiterhin eingesperrt bleiben?
rache darf nicht der sinn einer strafe sein, das ist schlichweg barbarisch.
schutz der gesellschaft ist der zweck. sicherstellen, dass der verurteilte seine taten nicht wiederholt.

Pardon, aber welche Sicherheit gibt es, das die Terroristen ihre Taten nicht wiederholen wenn man sie freilässt? Nur das nicht "nicht wahrscheinlich" ist reicht mir in diesem Zusammenhang nicht. GANZ sicher werden Sie ihre Taten nicht wiederholen, wenn sie eingesperrt bleiben.

Und wenn Rache nicht der Grund für eine Strafe sein soll, was sollte dann der Grund dafür sein?

Und, die Gesellschaft hat sehr wohl etwas davon, die Terroristen früher freizulsassen: Ein generelles "Wir sind doch zivilisierte Menschen" Gefühl.... ein Gefühl, das ich aber nicht teile. Ich bin der Meinung, die Menschen sollen bekommen was die verdienen, und in diesem Fall wäre das: 5x lebenslänglich + 15 Jahre, was so in etwa 415 Jahre Gefängniss bedeutet.
 
S

SCUX

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

Bonez am 12.02.2007 20:34 schrieb:
Ganz normale Haftprüfung wie bei allen elbenslänglich vorurteilten. Wenn Sie da ruaskommt gut, wenn nicht, dann nicht. Nur Anhand der Tatsache, dass Sie zur RAF gehört in eine Richtung zu tendieren, ist für mich mit dem GG nicht vereinbar. Alle Menschen sind gleich.

also wenn ein mehrfacher vergewaltiger frei kommt und bei dir in die nachbarschaft zieht hättest du nix dagegen?
hast du kinder?
oder meinst du so leute sollten dann zwar freikommen aber halt nicht bei dir in der nähe wohnen? :B

und zur raf frau, die war alt genug um zu wissen was sie da tat, und sie wird in freiheit keinen frieden finden bei der presse, also wäre es für alle besser wenn sie da bleibt wo sie jetzt ist :P
 

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AW: RAF Freilassung sinnvoll oder nicht?

SCUX am 14.02.2007 12:54 schrieb:
also wenn ein mehrfacher vergewaltiger frei kommt und bei dir in die nachbarschaft zieht hättest du nix dagegen?
Die Nachbarn sind doch idR die die immer sagen: "Hmm, ganz ruhiger, netter Typ. Hat immer gegrüßt und war ganz unscheinbar..." :B

Irgendwann muss man Menschen eine zweite Chance geben. Wenn die Strafe abgesessen ist und keine Gefährdung mehr zu erwarten ist gibt es keinen Grund jemandem noch weiter Festzuhalten.

Man kann jetzt natürlich darüber streiten, ob die Strafe angemessen war. 5 Tote macht weniger als 5 Jahre pro Opfer. Finde ich so gesehen schon etwas wenig aber wenn man das hierzulande nicht nach dieser Rechnung handhaben will meinetwegen. Es muss dann aber für jeden gleich gelten, und nicht bei einem so, beim anderen anders.
 

HanFred

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SCUX am 14.02.2007 12:54 schrieb:
also wenn ein mehrfacher vergewaltiger frei kommt und bei dir in die nachbarschaft zieht hättest du nix dagegen?
die kommen meistens eben nicht mehr frei. weil sie meistens eine schleche psychologische prognose erhalten.
wenn dann doch mal ausnahmsweise einer freigelassen wird, wird das durch die medien derart aufgebauscht, dass man glauben könnte, das wäre etwas alltägliches.
 

HanFred

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TBrain am 14.02.2007 13:07 schrieb:
Man kann jetzt natürlich darüber streiten, ob die Strafe angemessen war. 5 Tote macht weniger als 5 Jahre pro Opfer. Finde ich so gesehen schon etwas wenig aber wenn man das hierzulande nicht nach dieser Rechnung handhaben will meinetwegen. Es muss dann aber für jeden gleich gelten, und nicht bei einem so, beim anderen anders.
wie ist das in deutschland? kann man da wirklich strafen kumulieren?
bei uns geht das meines wissens nicht, da wird einfach die schlimmste der taten bestraft. bei mehrfacher vorsätzlicher tötung ist es dann eben vorsätzliche tötung.
 
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