Mal was ganz anderes:
Ich will zwischendurch auch mal zu meiner Teetasse greifen oder vielleicht mal eben zum Chatprogramm oder Handy wechseln und da eine Nachricht tippen können. Alles Sachen, bei denen ich die Brille abnehmen und mich im RealLife™ umschauen muß.
Das könnte schwierig werden. Chatprogramm könnte aber möglich sein, wenn es eine Möglichkeit gibt, den normalen Monitorinhalt (also Windows Desktop) auch auf Oculus Rift darzustellen. Es gibt ein paar Testprogramme für das erste Dev Kit, die das können, aber die 1280x800er Auflösung ist, da nicht der ganze Bildschirm genutzt werden kann und dieser Bereich auch noch halbiert wird, viel zu niedrig. Bei 1080p wird das auch noch ein Problem sein, aber wenn das Endkundengerät ein 1440p Display bekommt, sollte das eigentlich machbar sein.
Handy wird da natürlich schwierig, dazu musst du das Gerät dann schon absetzen.
Oder auch:
Ich bin Brillenträger und hab noch ein Headset auf. Geht das überhaupt rein mechanisch irgendwie übereinander? bzw: kann man da die Dioptrin einstellen oder ist man mit Dioptrin>1 eh gearscht?
Das passt. Bin selbst auch Brillenträger und selbst das Dev Kit 1, das in der Hinsicht noch nicht optimiert ist, lässt sich problemlos darüber tragen. Das Endkundengerät soll in der Hinsicht noch besser funktionieren. Da John Carmack auch Brillenträger ist, wird der schon darauf achten, dass es da keine Problem gibt.
Und zum Thema 3D:
Das gibt's ja schon fast ein Jahrhundert (der erste rot-grün 3D Kino Film ist von 1922), aber solange man nicht VR-mäßig zB schauen kann, was in Szene 21 hinter dem Schreibtisch ist, ist der Mehrwert abgesehen von einem spontanen "Huch, eine Kugel/Wurfstern/Knopf/... !" doch recht minimal.
Im Kino sehe ich da auch keinen großen Vorteil und es strengt die Augen (zumindest meine) sehr an. Liegt wohl an der Art, wie 3D da funktioniert. VR funktioniert da aber anders, da jedes Auge ein komplett eigenes Bild bekommt und sich individuell (Augenabstand) anpassen lässt, wirkt das alles sehr natürlich. Die Stärke da ist halt nicht der 3d Effekt an sich (der fällt irgendwann kaum noch auf), sondern dass einfach alles sehr natürlich wirkt. In der Realität denkst du ja auch nicht, wenn du z. B. direkt vor einem Gegenstand stehst und diesen mit dem Hintergrund vergleichst "Wow, cooler 3d Effekt". Das wird einfach so hingenommen, weil es etwas völlig normales ist. Ähnlich wirkt es nach kurzer Eingewöhnungsphase mit VR-Geräten auch. Man kann ganz natürlich Entfernungen, Größenverhältnisse usw. abschätzen.