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News - World of Warcraft: Amoklauf-Konsequenz: Bayerische Regierung fordert World of Warcraft-Verbot

ichmusssagen am 01.05.2009 13:10 schrieb:
Jaja, so läuft das halt. Aber immerhin hat er ca 20 Orden bekommen, ehrendoktorwürden, etc.

Schließt das eine das andere aus?
Aber ich hätte gar nicht gedacht, dass es hier FJS "Fans" gibt
 
Boesor am 01.05.2009 13:13 schrieb:
Spassbremse am 01.05.2009 13:04 schrieb:
Boesor am 01.05.2009 12:34 schrieb:
Und ja, der war ein Verbrecher!

:rolleyes:

na dann erzähl doch mal ;-) :rolleyes: usw ist albern

Naja, wenn man keine Diskussion auf Stammtisch-Niveau führen möchte, sollte man solche Begriffe meines Erachtens vermeiden, denn "Verbrecher" impliziert, dass die betreffende Person sich eines Verbrechens schuldig gemacht hat und dafür rechtskräftig verurteilt worden ist. Freilich bleibt es Dir aber überlassen, FJS z.B. als "Arschloch" zu titulieren, wenn Du seinen -durchaus kritisierbaren- Politikstil nicht abkannst...
;-)

Edit:

"Unser" Franz-Josef ist uns Bayern heilig, denn seiner Politik ist es in erster Linie zu verdanken, dass Bayern nach dem 2. Weltkrieg kein unterindustrialisiertes, rückständiges (wehe! :-D ) Bundesland geblieben ist, sondern sich im Vergleichsranking der Bundesländern zumeist auf den vorderen Plätzen tummelt.
 
Spassbremse am 01.05.2009 13:35 schrieb:
Naja, wenn man keine Diskussion auf Stammtisch-Niveau führen möchte, sollte man solche Begriffe meines Erachtens vermeiden, denn "Verbrecher" impliziert, dass die betreffende Person sich eines Verbrechens schuldig gemacht hat und dafür rechtskräftig verurteilt worden ist. Freilich bleibt es Dir aber überlassen, FJS z.B. als "Arschloch" zu titulieren, wenn Du seinen -durchaus kritisierbaren- Politikstil nicht abkannst...
;-)

Du nimmst es aber ganz genau, oder?
Gut, also nach rechtsstaatlicher Definition ist FJS kein Verbrecher, da er für seine Taten (die jeder für sich selbst beurteilen sollte) niemals verurteilt wurde.
Gleichwohl wahe ich zu behaupten (und das ist hoffentlich nicht zu gewagt), dass FJS und z.B. Augstein zeit Lebens keine Freunde geworden sind.
Dies ist aber eine von mir nicht zu beweisende Spekulation, was ich hiermit öffentlich kenntlich mache.

Gute Nacht
 
Spassbremse am 01.05.2009 13:35 schrieb:
Edit:

"Unser" Franz-Josef ist uns Bayern heilig, denn seiner Politik ist es in erster Linie zu verdanken, dass Bayern nach dem 2. Weltkrieg kein unterindustrialisiertes, rückständiges (wehe! :-D ) Bundesland geblieben ist, sondern sich im Vergleichsranking der Bundesländern zumeist auf den vorderen Plätzen tummelt.

Na da kann man wohl sagen: "Der Zweck heiligt die Mittel", oder wie?
naja, mit ein Grund, warum ich die bayern einfach nicht verstehe
 
Boesor am 01.05.2009 13:49 schrieb:
Na da kann man wohl sagen: "Der Zweck heiligt die Mittel", oder wie?

Wenn der "Zweck" ausreichend wichtig ist, und die "Mittel" gerade noch so vertretbar sind, mit zugekniffenen Augen z. B., dann "ja".

naja, mit ein Grund, warum ich die bayern einfach nicht verstehe.

Des passt scho.
:top: :ugly:
 
Spassbremse am 01.05.2009 13:53 schrieb:
Boesor am 01.05.2009 13:49 schrieb:
Na da kann man wohl sagen: "Der Zweck heiligt die Mittel", oder wie?

Wenn der "Zweck" ausreichend wichtig ist, und die "Mittel" gerade noch so vertretbar sind, mit zugekniffenen Augen z. B., dann "ja".

wieder was gelernt.
Da brauchen wir jetzt aber nicht weiter ins Detail zu gehen, dieses Thema regt mich so schon immer genug auf.
 
Boesor am 01.05.2009 13:59 schrieb:
wieder was gelernt.
Da brauchen wir jetzt aber nicht weiter ins Detail zu gehen, dieses Thema regt mich so schon immer genug auf.

Die "Spiegel-Affäre" z.B. war natürlich eine Sauerei, ohne jede Frage. Aber nur weil er in diesem Fall groben Bockmist gebaut hat, sollte man dennoch nicht den Fehler machen, FJS' sämtliche Verdienste in Abrede zu stellen, auch wenn sich diese Verdienste zugegebenermaßen in erster Linie auf Bayern beschränken und Restdeutschland - z. T. zurecht - nur das Negativbild sieht.
 
Boesor am 01.05.2009 13:12 schrieb:
ichmusssagen am 01.05.2009 13:10 schrieb:
Jaja, so läuft das halt. Aber immerhin hat er ca 20 Orden bekommen, ehrendoktorwürden, etc.

Schließt das eine das andere aus?
Aber ich hätte gar nicht gedacht, dass es hier FJS "Fans" gibt


?wer ich???
also eigendlich war der hinweis auf die 20 orden eher zynisch gemeint, im sinne einer kritik an der selbstbelobigung in machtpositionen. und ja, ich finde es "sollte" sich ausschließen, das "verbrecher" auch noch mit würdigungen überschüttet werden, wenn es eine gesellschaft schon nicht schafft solche leute "rechtsstaatlich" zu belangen.
 
ichmusssagen am 01.05.2009 14:18 schrieb:
?wer ich???
also eigendlich war der hinweis auf die 20 orden eher zynisch gemeint, im sinne einer kritik an der selbstbelobigung in machtpositionen.

ahso

und ja, ich finde es "sollte" sich ausschließen, das "verbrecher" auch noch mit würdigungen überschüttet werden, wenn es eine gesellschaft schon nicht schafft solche leute "rechtsstaatlich" zu belangen.

In der Tat, es sollte sich ausschließen.
Aber wie wir ja hier auch wieder gelernt haben, in bayern wird FJS anders gewürdigt, als z.B. in England:

"Strauß wird bei Madame Tussauds in der Abteilung „Helden und Bösewichte“ gezeigt. Er wird nicht als Wachsfigur präsentiert, sondern mit einem Bild und einer Textpassage, die sich auf seine Rolle in der „Spiegel“-Affäre konzentrieren. Der CSU-Politiker wird in der Ausstellung neben dem Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg und dem deutschen Jagdflieger im Ersten Weltkrieg Manfred von Richthofen gezeigt – und neben dem DDR-Spion Günter Guillaume."

das hat natürlich gleich für Schnappatmung bei führenden CSU Politikern geführt:

Auch führende CSU-Politiker reagierten mit Entrüstung. Bayerns Europaminister Markus Söder (CSU) bezeichnete die Darstellung von Strauß als „Skandal“ und „unmöglichen Vorgang“. Er verlangte ein Einschreiten der Bundesregierung, weil der Fall eine „Belastung für die bayerisch-englischen Beziehungen“ sei."

http://www.morgenpost.de/berlin/article717661/CSU_entruestet_ueber_Strauss_als_Schurken_Figur.html

Was ich mich seit dem nur frage: Wissen die Briten eigentlich, dass es bayrisch-englische beziehungen gibt? :-D

Ja, das muss man den bazis lassen, sie ärgern einen nicht nur, sie erheitern einen manchmal auch.
 
Spassbremse am 01.05.2009 13:53 schrieb:
Boesor am 01.05.2009 13:49 schrieb:
Na da kann man wohl sagen: "Der Zweck heiligt die Mittel", oder wie?

Wenn der "Zweck" ausreichend wichtig ist, und die "Mittel" gerade noch so vertretbar sind, mit zugekniffenen Augen z. B., dann "ja".

:top: :ugly:


also ich finde deine wage zweckrationalitätsdefinition für ethisch äußerst fragwürdig. gerade politiker sollten die wertrationalität nicht zu kurz kommen lassen. (begriffe siehe max weber)
und wenn jemand gegen ethische und rechtsstaatliche prinzipien wie pressefreiheit in solchem maße verstößt, wie strauß, mit vorwürfen wie "volksverhetzung", etc, dann ist jegliches maß an tragbarkeit überschritten. solche fälle führen in det bevölkerung zu nachhaltiger politikverdrossenheit und demokratiezweifel. und "verbrecher" sind auch leute, die straftaten begehen, ohne geschnappt zu werden, da das verbrechen die straftat an sich ist und nicht erst eines wird, wenn ein richter es auch als solches befindet.
 
Sehr lustig wirds, wenn die ganzen Spieler die auf der Straße landen a: über andere leute an das spiel kommen und b: Blizzard/Regierung auf Schadensersatz ihrer Chrarctere verklagen wollen^^

spaß zur seite, ich glaube kaum das WoW verboten werden kann und sollte. Alkohol, Zigaretten und co sind auch verboten für leute unter 16/18 allerdings hört man immernoch von genug Minderjährigen, die betrunken sind oder rauchen.
mfg
 
PS: um aufs thema zurückzukommen, auch dieser hier besprochene fall von populismus ist ethisch unvertretbar. welche ziele die dame auch verfolgt, vorspielung falscher tatsachen, offensichtliche lügen, die auch nicht mit uninformiertheit wegzureden sind, sind mit keiner zweckrationalität zu rechtfertigen (wobei ich hoffe, dass hier keine zwecke erreicht werden und die mittel des populismus zu einem nachhaltigen rufverlust führen, was wohl ein wunschtraum meinerseits bleibt, schließlich werden solche leute ja immer wieder gewählt). würden die politiker nicht nur in deutschland sich mal etwas mehr auf werte wie ehrlichkeit konzentrieren, würde einiges in der welt besser laufen, aber man handelt ja lieber erfolgsorientiert zweckrational, hauptsache stimmen kriegen, da kann man dann auch das volk und bestenfalls noch sich selbst belügen (als politiker).
 
ichmusssagen am 01.05.2009 14:29 schrieb:
also ich finde deine wage zweckrationalitätsdefinition für ethisch äußerst fragwürdig. gerade politiker sollten die wertrationalität nicht zu kurz kommen lassen.

Ich habe ja noch einmal nachgebessert. Die "Spiegelaffäre" war mehr als nur daneben, daran gibt es nichts zu rütteln.
Grundsätzlich stehe ich aber zu meiner Aussage, dass der Zweck *manchmal* die Mittel heiligt, gerade in Extremsituationen, die evtl. gar nicht vom Gesetzgeber berücksichtigt wurden.

Ein Beispiel wäre hierfür der Einsatz von Folter, um z.B. einen Terroranschlag rechtzeitig abzuwenden (Jack Bauer/24 lässt grüßen).

Edit: Das führt jetzt aber langsam viel zu weit vom eigentlichen Thema weg deshalb:

Ich persönlich hätte kein Problem mit einem WoW-Verbot, aber ich denke, dass die CSU wieder einmal mit populistischem Getöse weit am eigentlichen Ziel vorbeischießt.
 
also im zusammenhang mit irgendwelchen amokläufen halte ich dieses verbot für reinen unfug. Aber im zusammenhang mit sozialer inkompetenz finde ich das schon eine diskussion wert. Ich erlebe es selbst wie freunde und bekannte nurnoch davor hocken und selbst keine zeit mehr haben um eine pizza zu bestellen geschweige denn an die tür zu gehen und sie zu holen. Viele sitzen ewigkeiten davor, schlafen kaum noch und zocken bis tief in die nacht hinein, wissen garnichts mehr mit sich anzufangen und reagieren auch tagsüber total desinteressiert. Finde solche spiele mit so hohem suchtfaktor sollte man zumindest irgend einer überwachung unterwerfen, dass man nur eine bestimmte anzahl an stunden pro tag spielen kann oder sowas. Solche spiele machen die leute kaputt meiner meinung nach. Aber da es warscheinlich nicht jedem so ergeht ist diese äußerung wieder mal für die katz...
 
Spassbremse am 01.05.2009 15:10 schrieb:
ichmusssagen am 01.05.2009 14:29 schrieb:
Ein Beispiel wäre hierfür der Einsatz von Folter, um z.B. einen Terroranschlag rechtzeitig abzuwenden (Jack Bauer/24 lässt grüßen).

folter ist ethisch mehr als fragwürdig, egal welche zwecke verfolgt werden. und solche serien wie 24 können dann noch als rechtvertigung für folter herangezogen werden, wie sie ja gerade die USA offiziell zugegeben und vorher angeordnet hatten.
 
Zumal in Deutschland unter Folter "erpresste" Aussagen ja vor Gericht nicht einmal geltend gemacht werden können (zu Recht).

Unter Folter ist ein Mensch irgendwann bereit alles zuzugeben (auch wenn er's garnicht war), nur um etwas an der qualvollen Situation zu ändern...um keine Schmerzen mehr zugefügt zu bekommen.

Geständnisse unter Folter sind nichtig und unbrauchbar


EDIT:
Das erinnert zu sehr an die Hexenverfolgung. Man schmeißt eine Frau mit einem Gewicht am Bein ins Wasser. Kann sie sich befreien, dann ist das Hexerei und sie wird verbrannt, kann sie sich nicht befreien, ist sie zwar keine Hexe, aber trotzdem tot.
 
ichmusssagen am 01.05.2009 15:54 schrieb:
Spassbremse am 01.05.2009 15:10 schrieb:
Ein Beispiel wäre hierfür der Einsatz von Folter, um z.B. einen Terroranschlag rechtzeitig abzuwenden (Jack Bauer/24 lässt grüßen).

folter ist ethisch mehr als fragwürdig, egal welche zwecke verfolgt werden. und solche serien wie 24 können dann noch als rechtvertigung für folter herangezogen werden, wie sie ja gerade die USA offiziell zugegeben und vorher angeordnet hatten.

*Natürlich* ist es ethisch mehr als fragwürdig, das steht doch nicht zur Debatte, nur zwingen die Umstände manchmal eben Entscheidungsträger dazu, bestehende Gesetze und Moralvorstellungen zu ignorieren und zum Wohle aller zu handeln.

EDIT:

@Mothman:

Himmel, es geht doch nicht darum, irgendwelche Geständniss zu erfoltern.
Es geht darum, bei Gefahr im Verzug (bspw. bei einer "tickenden" Zeitbombe), oder, wie es im Fall Magnus G., das Versteck rechtzeitig herauszufinden, um das Opfer evtl. noch retten zu können... Du dagegen hörst das Wort "Folter" und konstruierst sofort eine Situation, die mit meinem Beispiel nicht das Geringste zu tun hat...
 
Spassbremse am 01.05.2009 15:59 schrieb:
..steht doch nicht zur Debatte, nur zwingen die Umstände manchmal eben Entscheidungsträger dazu, bestehende Gesetze und Moralvorstellungen zu ignorieren und zum Wohle aller zu handeln.
Gerade diese Gesetze und Moralvorstellungen existieren ja zum Wohle aller. ;-)

EDIT:
Es kann keine offizielle Ausnahme gemacht werden, denn ab diesem Zeitpunkt wären Gesetze nicht mehr relevant. Man würde sich selbst den Boden unter den Füßen wegziehen, wenn man Methode anwendet, die man doch bei anderen bemängelt.

@Spassbremse:
Hölle, es geht um das "Thema Folter im Ausnahmefall zulassen?" ... wie es im Fall Magnus .. der Fall war. Und das ist - egal in welchem Fall - immer schlecht. Du kannst da gerne anderer Meinung sein, dass wird aber trotztdem - solange besonnene Menschen das Sagen haben (und so ist es derzeit trotz aller Probleme) - niemals mit unserer Gesellschaft akzeptiert werden. Von einigen sicher. Sieht man ja an dir. Aber vom Großteil zum Glück nicht.
 
Spassbremse am 01.05.2009 15:59 schrieb:
*Natürlich* ist es ethisch mehr als fragwürdig, das steht doch nicht zur Debatte, nur zwingen die Umstände manchmal eben Entscheidungsträger dazu, bestehende Gesetze und Moralvorstellungen zu ignorieren und zum Wohle aller zu handeln.

das ist nicht dein Ernst.
Einzelne dürfen sich "zum Wohle aller" (wie ist das überhaupt definiert? wer entscheidet das?) über gesetze hinwegsetzen und z.B. foltern?

Willkommen im Rechtsstaat!
 
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