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News - Urheberrechte: 3.500 deutsche eDonkey-Nutzer im Visier der Fahnder

McTrevor am 24.05.2006 10:32 schrieb:
HanFred am 24.05.2006 10:17 schrieb:
McTrevor am 24.05.2006 10:08 schrieb:
wieso ist das bei Musikern und Programmierern bitte nicht selbstverständlich?
weil die, genau wie die drucker, im prinzip einen nicht ganz fairen vorteil gegenüber anderen haben: sie produzieren ein einziges mal und können dann praktisch unendlich viele kopien anfertigen. kann das ein maurer oder ein zimmermann? kaum.
fortschritt nennt sich sowas. der fortschritt hat ihnen erst die möglichkeit gegeben, auf diese weise geld zu verdienen.
das einzige, was die scene macht, ist diesen vorteil wieder zu relativieren. auch das ist fortschritt. vorher war er gut, dieser soll aber wieder verhindert werden? nunja, fortschritt wird immer nur gebremst, kann aber nicht verhindert werden.

Das ist doch nicht dein Ernst? Man sollte auch bedenken, daß die Entwicklung eines Programms oder das rausbringen eines Albums (zumindest im Metalbereich, wo noch nicht lieblos fließbandproduziert wird) Monate, oft sogar Jahre benötigt und nicht innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen zu erledigen ist. Nun könnte man natürlich hingehen, die Materialkosten und Mannarbeitsstunden nur einem Kunden in Rechnung stellen, aber dann kostet daß den Käufer eine fünf bis siebenstellige Summe. Der Vorteil von dem du redest ist darum essenziell, um derartige Projekte überhaupt umsetzen zu können! Wenn man diesen Vorteil "relativiert" werden diese Projekte über kurz oder lang nicht mehr umsetzbar. Und dieser Vorteil kommt ja auch dem Kunden zu Gute. Ohne diesen Vorteil gäbe s keine Computerspiele, es sei denn du gibst es selbst in Auftrag und zahlst das mal eben aus deiner Portokasse!

Also bevor du hier die Möglichkeit des mehrfachen Verkaufs als unlauteren Vorteil der Industrie darstellst, solltest du erstmal überlegen, wer wirklich davon profitiert. Also erst denken und dann posten!

Bis dann denn!

McTrevor

Also wenn man ne Musik-CD tatsächlich "Maurer-like" nur einmal verkaufen könnte und sie dann neu produzieren müsste... schätze, dann würde ne neue Robbie Williams CD so ungefähr 250000 Euro kosten... :-)
 
TheChicky am 24.05.2006 10:41 schrieb:
Also wenn man ne Musik-CD tatsächlich "Maurer-like" nur einmal verkaufen könnte und sie dann neu produzieren müsste... schätze, dann würde ne neue Robbie Williams CD so ungefähr 250000 Euro kosten... :-)
eine überflüssige überlegung, weil es keine musikindustrie gäbe, wenn das so wäre. dann gäbe es wahrscheinlich gar keine tonträger sondern nur livemusik.
ich hab übrigens nie behauptet, dass es so sein sollte oder dass ich das toll fände. es war nur eine feststellung der tatsachen, es ist ein ganzer wirtschaftszweig, der nur von der möglichkeit lebt, etwas kopieren zu können. und weil der anwender jetzt auch einfach kopieren kann, soll es ihm wieder verboten werden? jaja, versuchen können sie's ja, weit kommen sie damit aber nicht.
 
Außerdem weiß ja die Polizei schon vorher die Adressen. Die untersucht ja nicht die Clients sondern eher Firmen die dafür spez. sind. Alles andere geht seinen Weg. Ps. es ist meistens eh nicht so das: "Puff und schon Durchsuchungsbefehl da" Die kosten nämlich dicke Kohle und sollte so einer ins leere gehen muss der Staat dann alles zahlen. Oder offen heraus gesagt ihr alle :-D
 
Ich persönlich halte mich seit Jahren an die Devise, Qualität wird gekauft. Natürlich "sauge" ich mir das eine oder andere, um es zu testen (wenn es keine Demo gibt bzw. die Möglichkeit, sich das Ganze vorab anzuschauen). Gefällt mir das, was ich sehe/höre, dann wird es auch gekauft.
Enttäuschungen werden ohne Umschweife wieder entsorgt.

Ganz anders verhält es sich im Bereich "Privatkopie". Ich habe eine wunderschöne CD-Sammlung (ca. 2000 STück), alles Originale. Und ich nehme mir das Recht heraus, wann immer ich will, aus meiner Sammlung Sampler zu generieren bzw. diese Titel als MP3 auf entsprechende Geräte zu transferieren.

Es ist eine Sauerrei, wenn gewisse geldgeile Dreckssäcke dies mit allen juristischen Mitteln zu verhindern suchen.

Gruss,
Bremse
 
mazzo99 am 23.05.2006 14:46 schrieb:
aber IP darf der provider doch nicht freigeben. brauchts dazu nicht einen straftatbestand?
Ich glaub auf richterliche Anordnung muss er das.

Der Musikindustrie fordert indes die uneingeschränte Einsicht in die Datenbestände der Provider. Womit sie dann Befugnisse hätte, von denen die Polizei nur träumen kann. %-)


*für die "Kultur-Flat" votier* :top:



Insgesamt könnte die Musikindustrie von mir aus auf die milionen Verträge mit ein paar Stars verzichten. Wieviel Geld hat Mariah Carey für fünf ALben bekommen? ~70milionen? :rolleyes:
Ist aber nicht nur ein Problem der Musikindustrie. Bei der Filmindustrie ist das imo noch ne Ecke schlimmer.
 
Spassbremse am 24.05.2006 10:54 schrieb:
Ich persönlich halte mich seit Jahren an die Devise, Qualität wird gekauft. Natürlich "sauge" ich mir das eine oder andere, um es zu testen (wenn es keine Demo gibt bzw. die Möglichkeit, sich das Ganze vorab anzuschauen). Gefällt mir das, was ich sehe/höre, dann wird es auch gekauft.
Enttäuschungen werden ohne Umschweife wieder entsorgt.
hab ich auch schon so gemacht. auch ich kaufe qualität, filme wie musik und eben auch spiele. :top:

Ganz anders verhält es sich im Bereich "Privatkopie". Ich habe eine wunderschöne CD-Sammlung (ca. 2000 STück), alles Originale. Und ich nehme mir das Recht heraus, wann immer ich will, aus meiner Sammlung Sampler zu generieren bzw. diese Titel als MP3 auf entsprechende Geräte zu transferieren.
das ist doch auch einfach dein recht. kopierschutz hin oder her. ich mach mit meinen gekauften medien das, was ich will. und solange ich keine kopien erstelle und die dann weiterverbreite, habe ich auch überhaupt kein schlechtes gewissen dabei.
ich hab sogar schon musikalben runtergeladen, weil der kopierschutz ein rippen verhindert hat. ist bei uns so gesehen noch nicht einmal illegal. und auch da habe ich kein schlechtes gewissen, weil ich das original besitze.

Es ist eine Sauerrei, wenn gewisse geldgeile Dreckssäcke dies mit allen juristischen Mitteln zu verhindern suchen.

Gruss,
Bremse
untaugliche versuche, ihre bald nur noch der geschichte angehörenden astronomischen gehälter zu sichern.
die musikindustrie liegt im sterben und filesharing ist mitschuld. die kreativitätsflaute ist auch mitschuld. aber sie liegt nunmal im sterben und der schaden ist nicht wiedergutzumachen. nicht mehr, es ist zu spät.
ich kenne den sohn eines musikproduzenten und der kann glaube ich schon beurteilen, ob die industrie eine zukunft hat oder nicht und sein vater meint selbst, dass es nicht mehr lange geht.

der fortschritt hat's gegeben, der fortschritt hat's wieder genommen. das ist weiss gott nicht das erste mal, dass der fortschritt einen ganzen industriezweig zerstört oder obsolet macht.
 
HanFred am 24.05.2006 10:17 schrieb:
McTrevor am 24.05.2006 10:08 schrieb:
wieso ist das bei Musikern und Programmierern bitte nicht selbstverständlich?
weil die, genau wie die drucker, im prinzip einen nicht ganz fairen vorteil gegenüber anderen haben: sie produzieren ein einziges mal und können dann praktisch unendlich viele kopien anfertigen. kann das ein maurer oder ein zimmermann? kaum.
fortschritt nennt sich sowas. ...
Fortschritt !? Nö.

Das ist der simple Unterschied zwischen geistiger Arbeit und körperlicher Arbeit.
Geistige Arbeit kann man kopieren, körperliche nicht.
Und zwar, weil geistige Arbeit unabhängig ist von dem Medium, auf dem sie veröffentlicht wird. Das gebundene Buch, die Musik CD, die Videokassette, das alles sind nur Trägermedien, die das eigentliche Produkt (den Text, die Musik, den Film) transportfähig machen. Insofern ist eine grundsätzliche Entwicklung in Richtung Download statt Herstellung und Verteilung des Transportmediums logisch und konsequent.
 
Harlekin am 24.05.2006 10:57 schrieb:
mazzo99 am 23.05.2006 14:46 schrieb:
aber IP darf der provider doch nicht freigeben. brauchts dazu nicht einen straftatbestand?
Ich glaub auf richterliche Anordnung muss er das.
ja, aber NUR dann. alles andere ist illegal.

Der Musikindustrie fordert indes die uneingeschränte Einsicht in die Datenbestände der Provider. Womit sie dann Befugnisse hätte, von denen die Polizei nur träumen kann. %-)
ah ja, soweit kommt's noch. dann will ich aber auch polizeirechte, hurra, polizeirechte für jedermann! dass dann irgendwann kein rechtsstaat mehr möglich ist, leuchtet wohl nicht nur mir ein.

*für die "Kultur-Flat" votier* :top:
macht sinn. eigentlich ist das seit langem der einzige vorschlag, der in meinen sinn macht.
aber polizeirechte darf die industrie nicht kriegen, selbstjustiz ist verboten und muss es auch unbedingt bleiben.
 
Worrel am 24.05.2006 11:05 schrieb:
Insofern ist eine grundsätzliche Entwicklung in Richtung Download statt Herstellung und Verteilung des Transportmediums logisch und konsequent.
sicher, schon, aber was ändert das?
was man herunterladen kann, kann man ja lesen... und daraus folgt, dass man es imme rnoch kopieren kann.
ALLES, was man lesen kann, kann man kopieren.
quantenkryptographie nicht, aber die kann man glaub ich auch nicht ohne weiteres auslesen, ungerechtferigterweise kann man das gar nicht.
 
HanFred am 24.05.2006 11:06 schrieb:
macht sinn. eigentlich ist das seit langem der einzige vorschlag, der in meinen sinn macht.
aber polizeirechte darf die industrie nicht kriegen, selbstjustiz ist verboten und muss es auch unbedingt bleiben.
Also ich wäre durchaus bereit bis zu 50€ im Monat zu zahlen, wenn ich mir dafür uneingeschränkt Musik, Filme und PC-Spiele saugen könnte.
Software dürfte da schon schwieriger werden, da die mal schnell die hundert € Grenze nimmt *an Photoshop oder MS Office denk*.

Gegen einen modularen Aufbau der Flatrate hätte ich auch nix. Das man also verschiedene Flats für verchiedene Bereiche (Musik/Film/Video-Spiele/PC-Software/Bücher) buchen kann.

N Problem wäre sicher die Geldverteilung. Aber das dürfte man auch relativ leicht überwinden können.


Problem ist natürlich, dass nicht jeder n PC hat und so von dieser Lösung gleichermaßen profitieren kann. Denke da an Downloadstationen bei nem Elektronik-Händler.
Für MM, Amazon und Co würde es dann sicherlich auch enger werden, aber ich wäre zusätzlich zu den ~50€ im Monat auch bereit nochmal 10€ für z.B. ein Spiel im Laden zu zahlen, falls ich dadurch auch einen Mehrwert erhalte. Also eine schicke Verpackung, Poster oder anderen Merchandise-Kram.
 
Exekutor am 24.05.2006 10:40 schrieb:
Typisch deutsche Polizei, lieber um Parksünder und Raubkopierer kümmern als um die wichtigen Sachen, macht ja nicht so viel Aufwand und ist nicht gefährlich :finger2:


:top: genau, und statistisch gesehen ist die "raupkopiererei" in europa auch längst nicht so ausgeprägt wie beispielsweise in asien. ich halte absolut nicht davon, z.b. spiele illegal zu saugen und dann zu kopieren, ich liebe ein regal mit geilen games und auch DVD´s im rechnerzimmer. einzelne musiktitel zu ziehen, halte ich für moralisch unbedenkbar. auch bei kompletten alben, pfffff, solln die leute ziehen. sicherlich schmerzt es die plattenfirma, sagen wir mal pauschal, wenn z.b. 5 millionen dollar durch illegale downloads flöten gehen. die 150 millionen dollar gewinn durch verkäufe, lizensen an radios, ect pp werden aber nicht erwähnt.

mal ne frage, wie siehts juristisch denn aus, wenn man z.b. mukke bei nem internetradio mitschneidet, sich seine lieder rausfilter, als mp3 konfertiert und brennt??? vielleicht aufwändiger, aber juristisch??? und rein technisch isset ja das gleiche prinzip
 
Harlekin am 24.05.2006 11:14 schrieb:
Also ich wäre durchaus bereit bis zu 50€ im Monat zu zahlen, wenn ich mir dafür uneingeschränkt Musik, Filme und PC-Spiele saugen könnte.

So lobenswert deine Idee ist, hast du das Hauptproblem schon angesprochen: die Gewinnverteilung. Wenn ein PC-Spiel heute schon knapp 50€ kostet, eine Musik-CD oder ein Film 10-30€. Dann denke ich, dass die Publisher/Labels von dieser Kulturflat auch einen Vorteil oder zumindest keinen Nachteil haben wollen.
Und fast sicher ist, dass mit einer solchen Maßnahme auch nicht jeder vom raubkopieren weg zu bringen ist. Ich glaube, wenn es so eine Flat geben sollte, dann wird sie entweder teurer, oder eine Volumenbegrenzung haben.

Zum Thema Musikindustrie:
Ich habe mal bei Tracks auf Arte nen Bericht über non profit labels gesehen. Da bin ich auf das hier gestoßen. Das ist sogenannte Wegwerfmusik. Von der Qualität sicher nicht immer berauschend, und auch ausschließlich Electro. Aber es gibt doch einige Denkanstöße, wie es vlt mal aussehen könnte.


Gruß Matze
 
Also ich wäre durchaus bereit bis zu 50€ im Monat zu zahlen, wenn ich mir dafür uneingeschränkt Musik, Filme und PC-Spiele saugen könnte.
Software dürfte da schon schwieriger werden, da die mal schnell die hundert € Grenze nimmt *an Photoshop oder MS Office denk*.



www.firstload.de

5€ für 15GB traffic im Monat
10€ für 25GB traffic im Monat
20€ für 50GB Traffic im Monat

da ist die platte fix voll ;-) und der hersteller distanziert sich von den inhalten die über seine plattform angeboten werden. was mir aber angst macht...man muss seine kreditkarteninfos hinterlegen,
ich nutz den account von nem kumpel. da bekommst du ALLES, das geile, ziehst aber mit voller bandbreite deines anschlusses....
 
Matze04 am 24.05.2006 11:36 schrieb:
So lobenswert deine Idee ist, hast du das Hauptproblem schon angesprochen: die Gewinnverteilung. Wenn ein PC-Spiel heute schon knapp 50€ kostet, eine Musik-CD oder ein Film 10-30€. Dann denke ich, dass die Publisher/Labels von dieser Kulturflat auch einen Vorteil oder zumindest keinen Nachteil haben wollen.
Öhm, Publisher/Labels sind dann meiner Meinung nach eigentlich überflüssig. Für was sind die denn jetzt zuständig? Hauptsächlich für den Vertrieb und die Werbung.
Wenn man sich das Zeug dann sowieso legal und überall runter laden kann, brauch man imo keinen Publisher mehr. Valves Steam geht ja schon in die Richtung "Publisher? brauchen wir nicht!". In diesem Zuge könnten auch die milionen Gagen für einige wenige Künstler/Musiker abgeschafft werden. Netter Nebeneffekt wär, dass es auf Viva dann keine Sendungen ala "The Fabolous(?) life of...." gibt. ;-)
Richtig Geld sollen die Künstler dann von mir auus durch Touren verdienen.


Und wenn jetzt jeder Haushalt pro Monat 50€ abdrücken müsste, würde auch ein kleines Sümmchen zusammen kommen.
Obs reichen würde, kann ich nicht sagen. Die 50€ waren auch eigentlich nur aus der Luft gegriffen und würden mir noch ganz gut in den Kram passen ^^


Firstload bewegt sich afaik in der selben Grau-Zone wie jedes P2P-Programm. Nur das man da noch Geld bezahlt.
 
Yaso_Kuuhl am 23.05.2006 22:35 schrieb:
Das Original muss ich gar nicht besitzen, um für mich privat etwas zu kopieren. Ich kann aber sogar auch Kopien machen und die an meine Freunde verschenken.

Wird das Original weitergegeben/veräußert, muss auch die Kopie vernichtet oder mit übergeben werden.
 
g-13mrnice am 24.05.2006 11:38 schrieb:
da ist die platte fix voll ;-) und der hersteller distanziert sich von den inhalten die über seine plattform angeboten werden. was mir aber angst macht...man muss seine kreditkarteninfos hinterlegen,
ja, das ist ganz super. du ziehst dann massenweise ILLEGALE inhalte und zahlst noch dafür. und gibst deine daten an. sehr klug, doch. :rolleyes:
das geht auch mit weniger risiko und gratis.

zum thema teure software à la Photoshop: jeder hat es, aber wer BRAUCHT es schon? ich komm eigentlich prima mit Irfanview und Gimp zurecht. sicherlich vermisse ich selten mal ein feature, aber das lässt sich meistens umgehen.

@harlekin: richtig: publisher wird es irgendwann nicht mehr brauchen. sponsoren vielleicht, das klassische publishermodell ist aber überholt und wird über kürzer oder länger ganz verschwinden.
der ganze zwischenhandel ebenso.


es gibt übrigens noch ein interessantes modell, dass im bereich musik schon von wenigen praktiziert wird:
man spendet, bevor man sich ein album kauft. mit dem geld wird produziert und danach hat man das recht auf einen download des albums.
ok, das modell hat noch lücken und viele unbekannte, vielleicht kann es sich nie durchsetzen, aber es ist zumindest interessant.
 
Harlekin am 24.05.2006 11:56 schrieb:
Öhm, Publisher/Labels sind dann meiner Meinung nach eigentlich überflüssig. Für was sind die denn jetzt zuständig? Hauptsächlich für den Vertrieb und die Werbung.

Ganz meine Meinung. Das Internet macht sogar die Sache mit dem Vertrieb überflüssig. Deswegen verstehe ich EA auch nicht. Wenn die sagen, in 20 Jahren gäbe es keine Datenträger mehr, und die ganze Abwicklung läuft übers Netz, dann frage ich mich, was die selber noch machen wollen.

Ich sehe das Problem in der Tatsache, dass die Labels und Publisher sich selbst nicht als überflüssig ansehen. Und kampflos untergehen werden die wohl auch nicht. Deswegen sehe ich (in naher Zukunft) keine Chancen für eine Kulturflat.

Und zum Preis: von mir aus auch 100€. Wenn es ohne Bergrenzung wäre, kommt man auch auf seine Kosten.
 
Matze04 am 24.05.2006 12:15 schrieb:
Ganz meine Meinung. Das Internet macht sogar die Sache mit dem Vertrieb überflüssig. Deswegen verstehe ich EA auch nicht. Wenn die sagen, in 20 Jahren gäbe es keine Datenträger mehr, und die ganze Abwicklung läuft übers Netz, dann frage ich mich, was die selber noch machen wollen.
ja halt, aber irgendwer muss die entwicklung doch noch finanzieren.
die wenigsten entwicklerstudios haben doch die ressourcen, um völlig eigenständig ein spiel auf eigene rechnung zu entwickeln. kommt vor aber eher selten wüde ich meinen.
 
g-13mrnice am 24.05.2006 11:32 schrieb:
einzelne musiktitel zu ziehen, halte ich für moralisch unbedenkbar. auch bei kompletten alben, pfffff, solln die leute ziehen. sicherlich schmerzt es die plattenfirma, sagen wir mal pauschal, wenn z.b. 5 millionen dollar durch illegale downloads flöten gehen. die 150 millionen dollar gewinn durch verkäufe, lizensen an radios, ect pp werden aber nicht erwähnt.
Es "schmerzt" auch noch andere. Nämlich die Leute, welche die gleiche Musik so sehr lieben dass etwas anderes als ein Kauf der Platte für sie nie in Frage käme. Wenn ich mir über die Zeit eine hübsche Sammlung zulege, mit Platten die mein Leben bewegen und mich zusammengezählt viel kosteten, bin ich glücklich sie zu haben.
Wenn ich ich dann aber höre/lese/sehe, dass ein anderer sich einen Teil "meiner" Sammlung in kurzer Zeit mal nebenbei aus dem Internet geladen hat und dies mit einem nüchternen "Och, hab mal wieder 2GB gezogen =)" quitiert um abschließend womöglich noch über die Musik zu urteilen, finde ich das nicht so toll.

Das ist bestimmt alles eine Frage des Standpunktes, seh ich ein. Ohne die Möglichkeiten des Internets gäbs z.B. keine Demotracks auf Seiten der Bands oder Labels - was übrigens IMO eine sehr gute Möglichkeit darstellt sich ein Bild über die Musik zu machen. Das Argument beim P2P-Laden, man würde das Album dann eh kaufen, falls einem die Musik gut gefällt, ist IMO eher Pseudo-Legitimation.
Wenn es keine Demo-Tracks gibt, hilft einem das natürlich auch nicht weiter, verstehe ich ja.

Was mich wohl am meisten Ärgert ist der inflationäre Umgang mit Software / Musik / Filmen, den das Internet erst ermöglicht. Für mich stellt das nichts als eine Entwertung dar. Und dazu tragen IMO die P2P-Gewohnheiten der Gesellschaft maßgeblich bei.


BTW: Um mal was zu dem Medien-Flatrate-Thema zu sagen:
Ich kann mir auch vorstellen dass dies die bisherigen Vertriebswege verdrängen wird - finde prinzipiell auch keinen Anstoß darann.
Aber: Bitte nicht, bevor nicht auch jedem einzelnen Breitbandinternet zur Verfügung steht.
Solange die konventionellen Vertriebe noch gut dabei sind ists ja in Ordnung, aber sollten diese wirklich abgelöst werden, will ich dass das dann auch jeder einzelne in vollem Umfang nutzen kann.
Wobei ich hoffe dass die dafür nötige Zeit die Rahmenbedingungen automatisch mit sich bringt ... naja, hoffen. *g*
 
McTrevor am 24.05.2006 10:08 schrieb:
Mal an alle, die meinen, es wäre ja ok, sich alles mögliche zu saugen:

Stellt euch mal vor, ihr wäret davon abhängig, daß man eure CD, euer Programm, etc. kauft. Dann geht ihr in ein Forum und lest:

"Scheiß auf die Industrie! Die sehen keinen Cent von mir! Ich lade mir alles runter. P2P forever!"

Wäret ihr da nicht en bischen angepißt? Mag sein, daß die Industrie durch ihre Lobbyarbeit mittlerweile über das Ziel hinausschießt (insbesondere die Regelung der Privatkopie für den eigenen mp3-Player ist eine Frechheit), aber es kann doch nicht weitergehen wie bisher. Als Softwarefirma kann man bis auf wenige Ausnahmen hierzulande nur dann überleben, wenn man maßgeschneiderte Software auf Auftrag produziert. Macht man ein massentaugliches Programm, wird kein Schwein dafür bezahlen. Klempner, Mechaniker und dergleichen werden doch auch bezahlt, wieso ist das bei Musikern und Programmierern bitte nicht selbstverständlich?

Bis dann denn!
McTrevor

Ich war mal in der Situation, das ich eine CD bei einer großen Plattenfirma veröffentlicht habe (mit meiner ehemaligen Band) und ich hatte überhaupt kein Problem mit illegalen Downloads, im Gegenteil, ich habe gehofft das unsere Musik dadurch einer breiteren Masse zugänglich wird. Wie schon in meiner vorangegangenen Post erwähnt, als Künstler sind die CD Verkäufe selber so gut wie überhaupt keine Einnahmequelle. Es ist wichtig das die Hallen voll sind, dadurch verdient man sein Geld und im besten Fall ist man in den öffentlichen Medien vertreten, dafür gibt es GEMA Schütte. Nur Bands, die sich von ihren Plattenfirmen abziehen lassen, haben nix davon. In der Regel sehen Plattenfirmen durch die Einnahmen von GMA/GVL (Radio, Fernsehen, Live Auftritte, Kooperationen), Tourneeeinahmen und Merchandising (Fan Artikel Verkauf) keinen Cent, sondern sind die eigentliche Einnahmen von Bands. Die Plattenfirma verdient nur an den CD Verkäufen und von denen wiederum sieht die Band fast nix.
 
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