News - PC Games Exklusiv: Wir entwickeln ein eigenes Spiel - Teil 5

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Zum Artikel: http://www.pcgames.de/aid,559721
 

stefan667

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Unter Episch versteh ich nen mix mit der Atmosphäre aus Gothic und den beeindruckenden Effekten aus Final Fantasy.
 
B

BigL

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Zitat von Wikipedia: "Epos als Gestaltung einer »geschlossenen Lebenstotalität« mit festen Lebens-, Wert- und Sozialordnungen und verbindlichem Weltverständnis (...)" Ich denke das trifft es doch ganz gut.
Gothic ist zum Beispiel episch: eine Welt, in sich schlüssig, incl. Religionen, Weltanschauungen, Politik, Intrigen etc. Oder Herr der Ringe.
Das beste Beispiel bieten dazu vielleicht die verschiedenen Teile von "Das Lied von Eis und Feuer". Das ist episch.

Grundsätzlich bedarf es wohl immer eines bedeutenden Umfangs eines Werkes, um als episch zu gelten. Von daher wünsche ich euch schon jetzt viel Spaß beim Erstellen des Spiels :-D :P
 

ColeusRattus

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Episch ist für mich eine tiefgreifende Handlung (Stichwort Weltretter), die sich über einen langen Zeitraum hinzieht, sowohl spielerisch, als auch "in-game" Zeit
 

Jester84

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Etwas Episches ist für mich eine weitläufige Erzählung.
Also etwas Großes, eine gigantische Welt.
Dabei wird alles sehr detailliert behandelt, man befasst sich nicht nur mit der Haupthandlung, sonder auch mit den vielen Kleinigkeiten.
Es ist aber nicht an Fantasy, Zeitepochen oder Paralleluniversen gebunden.

Wenn jemand Langeweile hat: siehe Duden! :-D

Oder halt die Kurzfassung: episch beschreibt das Ausmaß und die Details.
 

Sir-B

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"Episch" bedeutet für mich, eine Veränderung/ ein Ereignis von enormen Ausmassen. Es muss eine ganz besondere Atmosphäre erzeugt werden, aber nicht alles muss kolossal wirken. Auch die Details und die einzelnen Schicksale tragen zu einer epischen Geschichte bei.
Was aber definitif nicht episch ist: Irgend ein geistes gestörter, der die Weltherrschaft an sich reissen möchte (James Bond).

Grosse Schlachten und Katastrophen und der Spieler mitten im Geschehen - das verstehe ich unter dem Begriff. (Vielleicht ist das technisch nicht möglich und muss in Zwischensequenzen erzählt werden)
 

Thordy

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Naja episch, heißt ja erzählend, also ich weiß beim besten willen nicht wer bei der abstimmung so ein unsinn gevoted hat.

Bestes Beispiel ist für mich Dreamfall.
Dreamfall spielt zwar in der nahen Zukunft, jedoch wird man als Spieler in diese zeit geworfen. Man sieht die Hauptdarstellerin im Koma liegend und sie fängt an ihre Geschichte zu erzählen.
Man selbst spielt also die Geschichte die sie durchlebt hat, mit allen höhen und tiefen. Man personifizert sich also mit ihr und bekommt die Storry erzählt/"erspielt". Ich denke das ist es was epik in diesem falle ausdrücken könnte.
 

Leichi

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Episch ist wohl eher ein geflügeltes Wort und soll woll eher den Umfang beschreiben, den das Rollenspiel erreichen sollte. Heisst wohl eher der Spieler soll das Gefühl haben sich in einer schier grenzenlosen Welt zu bewegen.
Wenn Ihr soetwas umsetzen wollt, dann steht euch wohl ne Menge Arbeit bevor. Erscheinungstermin ca. 2012 :rolleyes:
 
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Ra-Tiel

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SYSTEM schrieb:
Was verstehen Sie unter dem Begriff "episch"?
Das wurde ja schon in Teil 4 von vielen bemängelt, was denn bitte "episch" in einem "modernen Rollenspiel" sein soll. Daher nochmal meine Interpretation (auch wenn ich für "neutral" gestimmt hab ;) ).

Ein "episches" Werk zeichnet sich durch die Elemente aus, die auch schon in den klassischen Epen Verwendung fanden. Ein einzelner Held (oder eine kleine Gruppe) der sich "against all odds" behaupten kann, und am Ende doch noch sein Ziel erreicht.

Es gibt schon ein paar Beispiele (die zwar nicht unbedingt Rollenspiel und auch nicht unbedingt Gegenward sind, aber trotzdem :P ) die in diese Richtung gehen:
* Deus Ex: JC kann die Verschwörung zur Übernahme der weltweiten Herrschaft von MJ12 aufdecken und abwenden, obwohl ihm alles erdenkliche an Steinen in den Weg gelegt wird.
* Unreal 2: Dalton schafft es trotz seines verräterischen Vorgesetzten das Wiederauferstehen der alten Kriegerrasse zu verhindern und die Menschheit zu retten.
* Shadow Ops: Hayden schafft es nach einer Schnitzeljagd quer über den Globus das Attentat auf den UNO-Gipfel abzuwenden und die Verräterin zur Strecke zu bringen.

In meinen Augen sind es 2 wesentliche Aspekte die ein "episches" Rollenspiel ausmachen:
* der einzelne Protagonist, der sich gegen den ganzen Rest behaupten muss (ähnlich Odysseus)
und
* die Geschichte, welche eine weltweite Bedrohung für die ganze Menschheit umschreibt, und nur der Hauptcharakter fähig/willig/bereit dazu ist sich ihr entgegen zustellen.

Wie das konkret in diesem Fall aussehen könnte, wurde schon teilweise in Teil 4 erörtert:
STARSCrazy am 19.02.2007 12:00 schrieb:
Neue Version der Hintergrundgeschichte:

HINTERGRUND
Wir befinden uns im Jahre 2014 in einer Welt wie wir sie vor Jahren selbst nicht möglich geglaubt hätten. Eine katastrophale Hungersnot ereilte uns im Jahre 2010, ausgelöst durch einen revolutionären Makrovirus der eigentlich Getreide und andere Nutzpflanzen weltweit gegen Krankheit und Schädling immunisieren sollte. Die Folgen waren global betrachtet enorm. Milliarden Menschen sterben durch Krieg und Hunger. Unzählige Staaten zerbrechen unter der Last des Virus. Um die Überlebenschance der Menschheit zu verbessern und den Kriegen Einhalt zu gebieten, entschließen sich alle der noch existierenden UNO-Mitgliedsstaaten ihre Staatsgewalt an eine zentrale Institution, eine globale Notstandsregierung, abzugeben. Dies war die Geburt des United Earth Governments.
Doch schon nach kurzem brodeln hinter den Schleier des Schweigens und den Kulissen der Medienwelt die diplomatischen Beziehungen weltweit am Sidepunkte. Eine geheime Allianz der Gerechten (der betroffensten Ex-Staaten) - wie sie sich nennen - bedroht die vorherrschende Stellung der UEG. Längst hat die militärische Aufrüstung der Teilstaaten stattgefunden.

Zum Unglück der Situation erschreckt nun im Sommer 2014 zeitgleiche Bombenanschlagsserien in den großen Städten die Weltgemeinschaft. Ein Zerbrechen der EUG und ein darauff folgender Krieg scheint unausweichlich. Nur Stunden nach den Anschlägen melden predigen die Geistlichen von apokalyptischen Visionen die sie heimsuchten. Im Chaos der Tage gab es weltweit Berichte über Männer und Frauen, die mit dem wirken von unmöglich geglaubten, beängstigenden Wundern das Ende der Welt ankündigen. Sie selbst nennen sich die "Verkünder".

AUFBAU
Als Agent (+ Partner) des neugegründeten UEF-Geheimdienstes untersucht man einen der Anschlags-Tatorte und stößt dabei auf merkwürdige Hinweise. Man bemerkt schnell, dass hier von verschiedener Seite Vertuschungsaktionen am laufen sind. Schließlich begibt man sich mit seinem Partner auf eine selbst eingeleitete Suche. Schon nach kurzer Zeit erkennt man, dass etwas größeres hinter diesen Taten steht. Die Spur führt zu Verschwörern, Fanatikern, korrupten Politikern, vorbei an Aufständen und weiteren Anschlägen. Wissen und Technologie eines geheimes Projekt sind in die Hände einer apokalyptischen Sekte geraten. Doch schließlich bemerkt man, dass es sich bei den weltweiten (göttlichen) Phänomänen nicht nur um technische Tricks oder wahnsinnige Spielereien handelt - das Okkulte scheint Wirklichkeit zu werden.

---------------

stefan667 am 21.02.2007 11:59 schrieb:
Unter Episch versteh ich nen mix mit der Atmosphäre aus Gothic und den beeindruckenden Effekten aus Final Fantasy.
Sorry, aber dem muss ich entschieden wiedersprechen. Die Atmosphäre des Spiels und seine Effekte haben nichts mit einer Geschichte von "epischen" Ausmaßen zu tun. ;)
 

Emanuel06

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Ra-Tiel am 21.02.2007 12:17 schrieb:
SYSTEM schrieb:
Was verstehen Sie unter dem Begriff "episch"?
Das wurde ja schon in Teil 4 von vielen bemängelt, was denn bitte "episch" in einem "modernen Rollenspiel" sein soll. Daher nochmal meine Interpretation (auch wenn ich für "neutral" gestimmt hab ;) ).

Ein "episches" Werk zeichnet sich durch die Elemente aus, die auch schon in den klassischen Epen Verwendung fanden. Ein einzelner Held (oder eine kleine Gruppe) der sich "against all odds" behaupten kann, und am Ende doch noch sein Ziel erreicht.

Es gibt schon ein paar Beispiele (die zwar nicht unbedingt Rollenspiel und auch nicht unbedingt Gegenward sind, aber trotzdem :P ) die in diese Richtung gehen:
* Deus Ex: JC kann die Verschwörung zur Übernahme der weltweiten Herrschaft von MJ12 aufdecken und abwenden, obwohl ihm alles erdenkliche an Steinen in den Weg gelegt wird.
* Unreal 2: Dalton schafft es trotz seines verräterischen Vorgesetzten das Wiederauferstehen der alten Kriegerrasse zu verhindern und die Menschheit zu retten.
* Shadow Ops: Hayden schafft es nach einer Schnitzeljagd quer über den Globus das Attentat auf den UNO-Gipfel abzuwenden und die Verräterin zur Strecke zu bringen.

In meinen Augen sind es 2 wesentliche Aspekte die ein "episches" Rollenspiel ausmachen:
* der einzelne Protagonist, der sich gegen den ganzen Rest behaupten muss (ähnlich Odysseus)
und
* die Geschichte, welche eine weltweite Bedrohung für die ganze Menschheit umschreibt, und nur der Hauptcharakter fähig/willig/bereit dazu ist sich ihr entgegen zustellen.

Wie das konkret in diesem Fall aussehen könnte, wurde schon teilweise in Teil 4 erörtert:
STARSCrazy am 19.02.2007 12:00 schrieb:
Neue Version der Hintergrundgeschichte:

HINTERGRUND
Wir befinden uns im Jahre 2014 in einer Welt wie wir sie vor Jahren selbst nicht möglich geglaubt hätten. Eine katastrophale Hungersnot ereilte uns im Jahre 2010, ausgelöst durch einen revolutionären Makrovirus der eigentlich Getreide und andere Nutzpflanzen weltweit gegen Krankheit und Schädling immunisieren sollte. Die Folgen waren global betrachtet enorm. Milliarden Menschen sterben durch Krieg und Hunger. Unzählige Staaten zerbrechen unter der Last des Virus. Um die Überlebenschance der Menschheit zu verbessern und den Kriegen Einhalt zu gebieten, entschließen sich alle der noch existierenden UNO-Mitgliedsstaaten ihre Staatsgewalt an eine zentrale Institution, eine globale Notstandsregierung, abzugeben. Dies war die Geburt des United Earth Governments.
Doch schon nach kurzem brodeln hinter den Schleier des Schweigens und den Kulissen der Medienwelt die diplomatischen Beziehungen weltweit am Sidepunkte. Eine geheime Allianz der Gerechten (der betroffensten Ex-Staaten) - wie sie sich nennen - bedroht die vorherrschende Stellung der UEG. Längst hat die militärische Aufrüstung der Teilstaaten stattgefunden.

Zum Unglück der Situation erschreckt nun im Sommer 2014 zeitgleiche Bombenanschlagsserien in den großen Städten die Weltgemeinschaft. Ein Zerbrechen der EUG und ein darauff folgender Krieg scheint unausweichlich. Nur Stunden nach den Anschlägen melden predigen die Geistlichen von apokalyptischen Visionen die sie heimsuchten. Im Chaos der Tage gab es weltweit Berichte über Männer und Frauen, die mit dem wirken von unmöglich geglaubten, beängstigenden Wundern das Ende der Welt ankündigen. Sie selbst nennen sich die "Verkünder".

AUFBAU
Als Agent (+ Partner) des neugegründeten UEF-Geheimdienstes untersucht man einen der Anschlags-Tatorte und stößt dabei auf merkwürdige Hinweise. Man bemerkt schnell, dass hier von verschiedener Seite Vertuschungsaktionen am laufen sind. Schließlich begibt man sich mit seinem Partner auf eine selbst eingeleitete Suche. Schon nach kurzer Zeit erkennt man, dass etwas größeres hinter diesen Taten steht. Die Spur führt zu Verschwörern, Fanatikern, korrupten Politikern, vorbei an Aufständen und weiteren Anschlägen. Wissen und Technologie eines geheimes Projekt sind in die Hände einer apokalyptischen Sekte geraten. Doch schließlich bemerkt man, dass es sich bei den weltweiten (göttlichen) Phänomänen nicht nur um technische Tricks oder wahnsinnige Spielereien handelt - das Okkulte scheint Wirklichkeit zu werden.

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stefan667 am 21.02.2007 11:59 schrieb:
Unter Episch versteh ich nen mix mit der Atmosphäre aus Gothic und den beeindruckenden Effekten aus Final Fantasy.
Sorry, aber dem muss ich entschieden wiedersprechen. Die Atmosphäre des Spiels und seine Effekte haben nichts mit einer Geschichte von "epischen" Ausmaßen zu tun. ;)

Also ich stimm dir zu. So würd ich mir das auch vorstellen. :top:
 

HanFred

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episch ist die beschreibende erzählweise.
sollte man eigentlich im deutschunterricht behandelt haben, wenn man das gymnasium hinter sich hat.
 
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eX2tremiousU

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HanFred am 21.02.2007 12:23 schrieb:
episch ist die beschreibende erzählweise.
Jap. Deshalb kann man auch mit sehr kleinen Mitteln und Geschichten bezogen auf einzelne, stark ausgearbeitete Figuren ein episches Lese- oder Spielerlebnis schaffen. Das Problem an vielen hier genannten Ideen ist imho der Umstand, dass man "episch" mit "grenzenlos übertrieben" gleichsetzt, bzw. eine übertriebene und mit Klischees behaftete Geschichte als Vorraussetzung für ein episches Erlebnis sieht. Der Spagat ist hier sehr schmal, Shadow Ops z.B. hatte mit epischen Inhalten nicht viel gemeinsam, da wurde einfach eine Geschichte mit übertriebenen, zeitgenössischen, Mitteln erzählt. Wenn man nach dieser Sichtweise geht, dann sind auch alle Bond-Filme "episch", oder ein Cartoon, wo mal eben die Welt von einem Superhelden gerettet wird. Episch kann schon die Erzählweise sein, wenn sich das Plot auf eine Figur fokussiert, die viel im Leben mitgemacht hat (Max Payne z.B., Oskar Schindler), ohne aber direkt die Welt gerettet, Killerseuchen verhindert oder Regierungen gestürzt hat.
sollte man eigentlich im deutschunterricht behandelt haben, wenn man das gymnasium hinter sich hat.
KA, habe so ein Gebäude niemals betreten.

Regards, eX!
 

STARSCrazy

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SYSTEM am 21.02.2007 11:59 schrieb:
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"Epische" Geschichten beinhalten in meiner Definition, bezogen auf die typisch bekannten antiken oder mittelalterlichen Epen (nicht auf den eigentlich Erzählstil):
Große Ereignisse, Abenteuer, Heldentum und Tapferkeit.

Ein Bezug zu Sagen und Legenden ist dabei meist zu finden.
Der Epos selbst erzählt sich dabei mit einem gewissen Ernst und Faszination.

Beispiele:
Kampf um Troja
Jason und das Goldene Vlies
Beowulf
Nibelungenlied
Hildebrandslied
 

SaKrifieD

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eX2tremiousU am 21.02.2007 12:58 schrieb:
Jap. Deshalb kann man auch mit sehr kleinen Mitteln und Geschichten bezogen auf einzelne, stark ausgearbeitete Figuren ein episches Lese- oder Spielerlebnis schaffen.

Dem schließe ich mich an. Ich möchte aber noch ein weitere Ebene mit einfließen lassen: Die Zeit!

Episch hat für mich auch immer was von Kaugummi. Ein episches Spiel- und Leseerlebnis ist nicht kurz und knackig. Es ist ein langer Weg bis ans Ziel. Manchmal mit sehr langweiligen, manchmal mit sehr kurzweiligen Passagen. Der Weg den die Figur beschreitet erzählt auch ein Stück Leben... und das ist nunmal wie Kaugummi ;)

PS: Langweilig ist hier bitte nicht stark negativ zu besetzen!
 

mag0r

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bei einer epischen geschichte muss man immer das gefühl haben an etwas großartigem teil zu haben, so wie z.b. in Warcraft III (vor allem das Ende )

da unsere geschichte aber in der gegenwart spielt müssen wir vorsichtig sein das es nicht unrealistisch wird und deshalb wie meine vorredner schon gesagt haben eher im kleinen bleiben
 
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Ra-Tiel

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eX2tremiousU am 21.02.2007 12:58 schrieb:
Jap. Deshalb kann man auch mit sehr kleinen Mitteln und Geschichten bezogen auf einzelne, stark ausgearbeitete Figuren ein episches Lese- oder Spielerlebnis schaffen.
Und dein Vorschlag wäre? ;)

eX2tremiousU am 21.02.2007 12:58 schrieb:
Das Problem an vielen hier genannten Ideen ist imho der Umstand, dass man "episch" mit "grenzenlos übertrieben" gleichsetzt, bzw. eine übertriebene und mit Klischees behaftete Geschichte als Vorraussetzung für ein episches Erlebnis sieht.
Das kannst du so auf jede Geschichte anwenden. Schauen wir uns zB mal "Die Odyssee" an, ok?
* Rachsüchtige, missgünstige Götter? Check.
* Boshafte Zauberinnen? Check.
* Seeungeheuer? Check.
* Menschenfressende Riesen? Check.
* Odysseus der als einziger den Willen/Skill hat sich dem zu widersetzen und Heim zu kommen? Check.

In gewisser Weise ist eben jede Geschichte übertrieben.

eX2tremiousU am 21.02.2007 12:58 schrieb:
Der Spagat ist hier sehr schmal, Shadow Ops z.B. hatte mit epischen Inhalten nicht viel gemeinsam, da wurde einfach eine Geschichte mit übertriebenen, zeitgenössischen, Mitteln erzählt.
Und wo ist da bitte der Unterschied zur Odyssee? :confused: Die Odyssee ist auch maßlos übertrieben/strotz vor logischen Brüchen die es dem Protagonisten überhaupt erst ermöglichen zu entkommen/weiter zumachen. Warum hat Polyphem zB Odysseus nicht gleich als erstes gefressen? Richtig, weil dann das Epos schon zu Ende wäre. :P

eX2tremiousU am 21.02.2007 12:58 schrieb:
Wenn man nach dieser Sichtweise geht, dann sind auch alle Bond-Filme "episch", oder ein Cartoon, wo mal eben die Welt von einem Superhelden gerettet wird.
Naja, Superheldengeschichten könnte man prinzipiell als "episch" betrachten, da die Fähigkeiten des/der Protagonisten über die normaler Menschen hinausgehen und sie sich übermenschlichen Gefahren stellen müssen.

Die neueren Bondstreifen kann man meiner Meinung nach eh alle in die Tonne treten. :| Die älteren hatten viel mehr "Stil" und waren weniger auf eine mehr oder minder sinnlose Aneinanderreihung möglichst protziger FX ausgelegt. Von diesen älteren Filmen können manche sehr wohl als "episch" betrachtet werden (auch wenn diverse von dir angeprangerte Stereotype sich nicht leugnen lassen), zB
* Man lebt nur zweimal
* Diamantenfieber

Wobei ich anmerken muss, dass mir Bond sowieso nicht gefällt, da alle Filme nach dem gleichen "Schema F" aufgebaut sind. :(

eX2tremiousU am 21.02.2007 12:58 schrieb:
Episch kann schon die Erzählweise sein, wenn sich das Plot auf eine Figur fokussiert, die viel im Leben mitgemacht hat (Max Payne z.B., Oskar Schindler), ohne aber direkt die Welt gerettet, Killerseuchen verhindert oder Regierungen gestürzt hat. [...]
Und was willst du sonst in einem Computerspiel bringen welches nicht nur unterhalten, sondern sich wenn möglich auch noch gut verkaufen soll?

Tiefgründige/langatmige Passagen mögen in nem Buch funktionieren, in nem Film/Spiel ist sowas aber tödlich. Bestes Beispiel das ich gerade spiel: die UCS und Alien Kampagnen in Earth 2160. Einfach nur "GÄÄÄHHHNNNNNNN".

Wenn überhaupt, dann kann ich mir sowas als Zusatzinfo in Zwischensequenzen/Büchern vorstellen (wie zB "Die wahre Barenziah" Buchreihe in den TES Spielen :top: ).
 
R

Ra-Tiel

Gast
mag0r am 21.02.2007 13:21 schrieb:
[...] da unsere geschichte aber in der gegenwart spielt müssen wir vorsichtig sein das es nicht unrealistisch wird und deshalb wie meine vorredner schon gesagt haben eher im kleinen bleiben
Und was genau verstehst du unter "im Kleinen bleiben"? :confused:

Könntest du ein paar konkrete Vorschläge machen welche das Zeug hätten für ein (sagen wir mal) 50-Stunden-nur-für-den-Mainplot-RPG herzuhalten? :-o

Klar könnte man ein RPG über Bob den Streifenpolizisten machen, aber das hätte glaub ich weniger Taug. :| (Nach 2h wird Strafzettel verteilen wegen Falschparken einfach langweilig ^^ )
 
E

eX2tremiousU

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Ra-Tiel am 21.02.2007 13:30 schrieb:
eX2tremiousU am 21.02.2007 12:58 schrieb:
Jap. Deshalb kann man auch mit sehr kleinen Mitteln und Geschichten bezogen auf einzelne, stark ausgearbeitete Figuren ein episches Lese- oder Spielerlebnis schaffen.
Und dein Vorschlag wäre? ;)
Habe keinen, da mich das Genre der Rollenspiele eher weniger interessiert, und ich mir hier auch nichts zusammenreimen kann, was mir selbst gefallen würde. War eben nur meine Sichtweise zu epischen Inhalten.

Regards, eX!
 

Jester84

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Ra-Tiel am 21.02.2007 13:39 schrieb:
mag0r am 21.02.2007 13:21 schrieb:
[...] da unsere geschichte aber in der gegenwart spielt müssen wir vorsichtig sein das es nicht unrealistisch wird und deshalb wie meine vorredner schon gesagt haben eher im kleinen bleiben
Und was genau verstehst du unter "im Kleinen bleiben"? :confused:

Könntest du ein paar konkrete Vorschläge machen welche das Zeug hätten für ein (sagen wir mal) 50-Stunden-nur-für-den-Mainplot-RPG herzuhalten? :-o

Klar könnte man ein RPG über Bob den Streifenpolizisten machen, aber das hätte glaub ich weniger Taug. :| (Nach 2h wird Strafzettel verteilen wegen Falschparken einfach langweilig ^^ )
Juhuuu, stundenlang Strafzettel verteilen und Verkehrskontrollen durchführen! (erhöht den "Kelle schwenken"-Skill) :B

Scherz beiseite!
Also ein RPG hat heutzutage eh keinen guten Stand, wenn es klein bleibt.
Aber grundlegend kann man sagen:
So ziemlich jedes PC-Spiel ist episch, es gibt immer einen Helden der (nahezu) übernatürliches leistet und die Welt vor dem Untergang bewahrt, einen Krieg gewinnt oder eine Katastrophe verhindert.
Jetzt mal von "Sims" oder so abgesehen. ;)

Und ob das Spiel unrealistisch wird oder nicht, steht grad gar nicht zur Debatte.
Der Fantasy-/SciFi-Grad ist nicht geklärt, das wird erst später.
 

KoenigvonLorion

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Episch bedeutet für mich in erster Linie groß.

Will heißen: Viele Rassen/Völker/Clans mit vielen Absichten, lange Story mit vielen Wendungen und etwas unvorstellbar Böses was man verhauen muss.
 

MagicmanOZ

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macht doch ein rollenspiel in sinne von "postal" :oink:

ihr müsst in dem spiel alltägliche sachen bewältigen .. milch holen .. post wegbringen .. usw... :-D
 
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Ra-Tiel

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eX2tremiousU am 21.02.2007 13:40 schrieb:
Habe keinen, da mich das Genre der Rollenspiele eher weniger interessiert, und ich mir hier auch nichts zusammenreimen kann, was mir selbst gefallen würde. War eben nur meine Sichtweise zu epischen Inhalten.
Aso.

Es ist nunmal eben so, dass für unterschiedliche Medien unterschiedliche Erzähltechniken und Geschichten angewandt werden müssen. Was im Film funktioniert, muss in einem Roman nicht unbedingt gehen, und was in nem Spiel geht ist ein No-Go im Film, usw.

So Sachen wie zB "Das Haus im Nebel" von V.C Andrews funktioniert als Buch wunderbar. Als Film könnte es unter Umständen noch gehen, aber auf nem interaktiven Medium wär's ne Katastrophe. In dem Roman wird die Geschichte von 4 Mädchen erzählt, die alle aus zerrüttelten Familien kommen und in ihrer Kindheit mehr oder weniger stark misshandelt/-braucht worden sind und jetzt in einer Therapie sich gegenseitig versuchen zu helfen.

Genauso würde zB Diablo 2 als Roman weniger taugen (und ich meine jetzt explizit eine Romanversion der im Spiel präsentierten Handlung). "Und dann hab ich Blutrabe getötet... und 20 Skelette... und 20 Zombies.... und 20 verseuchte Jägerinnen... und... usw... usf... etc... pp..." :schnarch: Wohingegen es als actionlastiger Film durchaus etwas Gutes haben könnte (mit entsprechenden Anpassungen).

Auch muss man sich die Frage stellen, ob es wirklich Sinn machen würde in einem RPG eine "ordinäre" Geschichte zu erzählen. Ist das wirklich was die Spieler haben wollen? Ich denke mal weniger. Ich glaube eher dass die meisten Spieler in einem RPG etwas besonderes erleben wollen, etwas was so in der realen Welt nicht passieren kann/wird.

In einem RPG will ich nicht als Quest für meine virtuelle Nachbarin 6 Semmel vom Bäcker holen müssen, oder die entlaufene Katze vom Baum einsammeln müssen. Ich will eine globale Verschwörung aufdecken, eine Alieninvasion abwenden, oder ein Heilmittel gegen ein "Killervirus" finden. :]
 

Medith

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Also episch .... :-D wie lässt sich das wohl beschreiben , schwer zu sagen , am besten mit Beispielen den wer kann das schon wirklich erklären. :oink:

Da hätten wir zum Beispiel Filme: Wenn der Held alleine mit seinen par Soldaten trotz der Sinnlosigkeit und dem sicheren Tot immernoch weiterkämpft.

Bsp: Black Hawk down: Da sind immernoch ein par Soldaten in der Stadt und obwohl einer der Helden kein Blut mehr sehen kann und verdammt viel Angst hat steigt er unter Epischer Musik mit den Worten "Ich muss da raus , meinen Freunden helfen" oder so in den nächsten Jeep obwohl da in der Stadt die Hölle los ist.

Oder bei Fantasy Filmen geht das wohl am einfachsten HDR :B
Als der Typ sagt das Frodo tot ist will Aragorn trotzdem immernoch kämpfen, sagt seinen Leuten " Für Frodo!" :-D und rennt dem (zahlenmäßig weit überlegenen) Feind entgegen.

Bei Spielen hab ich sowas bisher eigentlich nur sehr selten gesehen , da fällt mir gerade halt Brother in Arms ein als man da in dem Graben sitzt und von allen seiten beschossen wird , deine Freunde sterben und in letzter sekunde die retenden Panzer kommen (auch wenn man die selber hohlen muss:oink:)

Auf jedenfall müsste der Held in einem Epischen Spiel eine enge beziehung zu seinen Freunden haben (und ne ordentliche portion relitätsverlust :B ) in verzweifelte Situationen geraten.
Also bei nem gegenwart Spiel ist das schwieriger bei nem Fantasy wärs einfach : Mit seiner Armee und seinen besten Freunden an der seite versuchen den weit überlegenen Feind zu besiegen ......

Aber leider gibts keine solchen Spiele , würd die Graphikkarte wahrscheinlich auch net raffen , da lob ich mir Kameo da gibt es richtig schöne riesen Schlachten mit ordentlicher musik ... nur kann mans net im multiplayer spielen und es ist naja zu einfach :oink:
 

SaKrifieD

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Ra-Tiel am 21.02.2007 13:30 schrieb:
Tiefgründige/langatmige Passagen mögen in nem Buch funktionieren, in nem Film/Spiel ist sowas aber tödlich.

Dein gerade "aktuelles" Spiel kann ich nicht bewerten, jedoch gehören sie ein Stück zu episch hinzu. Gedanken über den Charakter, die zukünftigen möglichen Handlungsweisen mache ich mir nicht, wenn ich von Kampf zu Kampf / von Action zu Action hüpfe.

Langatmige Passagen sind z.B. die langen Fußmärsche in den Gohtic-Teilen. Teilweise echt nervig, aber sie helfen sich in die Story einzubinden. Ebenso die langen Fußmärsche in den Filmen der HdR-Triologie. Für den Plott im ersten Moment völlig unwichtig. Aber sie geben der Erzählung erst Charakter.
 
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piddie

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KoenigvonLorion am 21.02.2007 13:47 schrieb:
Episch bedeutet für mich in erster Linie groß.

Will heißen: Viele Rassen/Völker/Clans mit vielen Absichten, lange Story mit vielen Wendungen und etwas unvorstellbar Böses was man verhauen muss.

Also für mich bedeutet Episch vorallem Weltbewegend. Also nicht das Schicksal eines einzelnen, sondern das der ganzen Welt oder das eines großen Volkes, welches z.B. im Krieg ist.
 
I

ich98

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HanFred am 21.02.2007 12:23 schrieb:
sollte man eigentlich im deutschunterricht behandelt haben, wenn man das gymnasium hinter sich hat.

siehst du einen Unterschied zwischen "behandelt haben" und "gemerkt haben"
:o
 

Camrel

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Ein episches SPIEL beinhaltet für mich eine Porson oder Personengruppe, die sich eine Bedrohung entgegenstellt die eine Gefahr für ihre Welt darstelt. Dabei spielt es keine Rolle ob ihre Welt einen Planeten, einen Kontinent oder nur ein abgelegenes Thal umfasst. Es muss sich bei der Bedrohung auch nicht unbedingt um eine physische gefahr handeln, es kann sich dabei auch um die Zerstörung ihrer Lebensart und Denkweise handeln. Das entscheidende dabei ist, das man quasi das gefühl hat, das man das Schiksal dieser Welt mitbestimmt.

Um ein solches Gefühl zu erzeugen und den Spieler richtig in die Geschichte einzubinden, muss die Welt stimmig sein und die verschiedenen Menschen und Fraktionen sollten sich glaubhaft verhalten. Ausserdem sollten die Taten und entscheidungen des Spielers einfluss auf die Welt und das verhalten ihrer Bewohner haben.
 
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Ra-Tiel

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SaKrifieD am 21.02.2007 14:01 schrieb:
Dein gerade "aktuelles" Spiel kann ich nicht bewerten, jedoch gehören sie ein Stück zu episch hinzu. Gedanken über den Charakter, die zukünftigen möglichen Handlungsweisen mache ich mir nicht, wenn ich von Kampf zu Kampf / von Action zu Action hüpfe.
Vielleicht hab ich mich auch falsch ausgedrückt... ich wollte nicht sagen dass der Charakter von einer Schießerei zur nächsten hüpfen soll. Natürlich erwarte ich in nem RPG (gerade in nem RPG) auch Einsichten in die Gedanken meines Alter Ego. Aber das muss man nicht unbedingt so machen dass der Spieler gezwungen wird das zu machen.

Ich könnte mir nix schlimmeres vorstellen als ein plattes, schlecht synchronisiertes, nicht-abbrechbares Gespräch (mit meinetwegen dem Dienststellenpsychiater) nur um in ner 3/4h Multiple-Choice Dialog rauszufinden dass der Protagonist den Tod seiner Familie immer noch nicht gänzlich überwunden hat. :schnarch:

Das könnte man genauso gut in Zwischensequenzen verpacken, in Tagebüchern die man ingame lesen kann (aber nicht muss), oder auch Flashbacks in (unpassenden :finger: ) Momenten zB wenn man in eine Situation gerät die den Todesumständen der eigenen Familie ähnelt. :top:

Auch solche Charaktereinsichten kann man ansprechend verpacken und präsentieren, es muss nicht langweilig sein. Nur stundenlang innerer Monolog ist auch net so pralle. :finger:

SaKrifieD am 21.02.2007 14:01 schrieb:
Langatmige Passagen sind z.B. die langen Fußmärsche in den Gohtic-Teilen. Teilweise echt nervig, aber sie helfen sich in die Story einzubinden. Ebenso die langen Fußmärsche in den Filmen der HdR-Triologie. Für den Plott im ersten Moment völlig unwichtig. Aber sie geben der Erzählung erst Charakter.
Ich denk nur mit Schrecken an Morrowind zurück, wo man für die Aufgaben der Magiergilde kreuz und quer durch die Pampa hat stiefeln müssen (natürlich in Gegenden wo es keine Schiffe/Siltstrider/Gildenhäuser gab) und auf dem Hin- und Rückweg duzende Cliffracer runtergeholt hat. :$

Das war sowas von unnötig und hat genervt wie Hölle. :B

Mann könnte es ja ähnlich machen wie in Oblivion mit "Fast Travel". Zunächst muss jeder Ort "manuell" besucht werden (also zum Auto und dann durch die Stadt hinfahren, oder auf das Dach und per Heli hinfliegen, usw). Später kann man dann durch eine Auswahl direkt an den Ort springen. Hinterhalte oder wichtige Ereignisse unterwegs ("Random encounters" :B ) kann man ja mit ingame Sequenzen einleiten, den Spieler machen lassen, und dann Fast Travell fortsetzen.
 

ParaSucd

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Episch ist für mich, wenn ich in einem spiel mit wenig Einsatz etwas großes Bewege! Mit etwas großes kann dann durchaus ein "ding" sein oder halt die Story!
 
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eX2tremiousU

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Ra-Tiel am 21.02.2007 13:57 schrieb:
Es ist nunmal eben so, dass für unterschiedliche Medien unterschiedliche Erzähltechniken und Geschichten angewandt werden müssen. Was im Film funktioniert, muss in einem Roman nicht unbedingt gehen, und was in nem Spiel geht ist ein No-Go im Film, usw.
Keine Frage, kein Erzählstil ist universell einsetzbar. Gerade Rollenspiele, so mein subjektiver Blickwinkel, eignen sich nicht für bekannte Erzählschemen. Da eignet sich eigentlich kaum ein Erzählstil wirklich gut, jedenfalls hat mich nur Bloodlines begeistern können, der Rest, gerade Gothic 3, war im Bezug auf eine funktionierende Geschichte mit passenden Figuren eher mau. Da lief man rum, ohne eigentlich zu wissen warum. Eine gute Geschichte dient gerade dazu, um dem Spieler zu erklären warum er jetzt ausgerechnet durch Wälder laufen muss oder in ein Museum einbrechen soll - wie eben bei Bloodlines.
Auch muss man sich die Frage stellen, ob es wirklich Sinn machen würde in einem RPG eine "ordinäre" Geschichte zu erzählen. Ist das wirklich was die Spieler haben wollen? Ich denke mal weniger. Ich glaube eher dass die meisten Spieler in einem RPG etwas besonderes erleben wollen, etwas was so in der realen Welt nicht passieren kann/wird.
Geschichten sind bei Rollenspielen immer so eine Sache. Spontan fallen mit nur Gothic 2 und Bloodlines ein, wo der Spieler wirklich Teil einer gut erzählten Geschichte mit nötigen spielerischen Freiheiten war. Ob man nun ordinäre Sachen sehen will, oder eben den typischen Epos, ist so eine Frage. Abhängig von der Story-Idee, den Ansätzen und der Figurendarstellung kann vielleicht auch ein RPG in einer urbanen Umgebung und ohne gigantische (= epische) Story Spaß machen, weil man “Bekanntes” eben aus einer völlig anderen, persönlichen Perspektive erzählen kann.
In einem RPG will ich nicht als Quest für meine virtuelle Nachbarin 6 Semmel vom Bäcker holen müssen, oder die entlaufene Katze vom Baum einsammeln müssen. Ich will eine globale Verschwörung aufdecken, eine Alieninvasion abwenden, oder ein Heilmittel gegen ein "Killervirus" finden. :]
Eine Frage der Geschichte. Aber wie gesagt, dazu muss man eine Geschichte haben, eine die auch auf die Spielfigur und die passende Klasse zugeschnitten ist. Und da haben mich RPG-Games bisher noch niemals so richtig überzeugen können. Im Endeffekt ging es nur um Hack&Slay und um das Leveln / Sammeln von Gegenständen. Da wurde eigentlich (fast) jede Story von der eigentlichen Spielmechanik zur Nebensächlichkeit degradiert.

Regards, eX!
 
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