Steam hat auch Vorteile
Für mich ist der Grund ein ganz einfacher: .............
PS: Sämtliche Meinungen und Äußerungen in diesem Post sind ganz eindeutig subjektiv und beruhen ausschließlich auf meinen Gedankenspielereien. Ich bitte dies vor möglichen bösartigen Angriffen zu bedenken. Danke.
Ein ausführlicher, neutraler und kompetenter Forumbeitrag - selten geworden in Foren. Danke dafür.
Grundsätzlich stehe ich dem Thema "gläserner Anwender" sehr skeptisch gegenüber und hatte anfänglich auch etwas gegen Steam und habe mich hier zunächst konsequent verweigert. Erst Jahre nach Erscheinen habe ich mir steam dann auf den PC installiert und hatte vor Kurzem ein sehr positives Erlebnis.
Ich mußte meinen Computer neu aufsetzen und jeder der auf seinem Rechner mehr als 2 Programme installiert hat, weiß was für ein riesiger und ärgerlicher Aufwand das ist.
Erst einmal alle Programme analysieren deren Daten und Einstellungen gesichert werden sollen.
Bei jedem Programm muß dann z.T. anders vorgegangen werden. Verzeichnisse sichern, Einstellungen sichern, Daten sicheren, Accounts deaktivieren, Registry-Einträge sichern, undsoweiterundsofort. Stundenlang ist man beschäftigt und hat immer das Gefühl irgendetwas vergessen zu haben. Das ist EXTREM ärgerlich.
Steam hatte ich bei der Datensicherung vor dem Plattmachen ganz vergessen, nur das Programmverzeichis auf der Spielepartition war in der Sicherung noch da - und die hatte nach der Neuinstallation einen anderen Laufwerksbuchstaben.
Testweise habe ich nach der Neuinstallation das steamprogramm direkt aus dem rückgesicherten Programmverzeichnis heraus gestartet. Und ratterratter, alles wieder da. Alle steam-Einstellungen und Accountinformationen, alle (Steam)Spiele, alle Einstellungen in allen Spielen, alle Spielstände, alles wieder wie vorher. Sogar eine Verknüpfung zu steam wurde wieder erstellt.
In dem Augenblick hätte ich einen steamprogrammierer umarmen können.
Alleine die individuellen Tastatureinstellungen für 10 Spiele....
Die Kritiker von steam haben natürlich nicht unrecht, Internet- bzw. Registrierungszwang, regionale Einschränkungen und Überlastung der Server sind Argumente, aber erstens gibt es gerade durch diese Zentralisierung auch große Vorteile (siehe Neuinstallation) und zweitens macht das mittlerweilen jedes Computerspiel. Oder kennt jemand ein aktuelles Spiel das nicht online zumindest aktiviert werden muß?
Mittlerweile ist der Datenschutz für Kunden bzw. Endkunden schon seit langem aufgeweicht, Big Brother schaut uns schon seit Jahren auf die Tastatur. Egal ob zentrales Anmeldetool wie steam oder eigenständiges Spiel, es werden seit langem alle Daten gesammelt, die in irgendeiner Form für den Hersteller interessant sein könnten. Wer also aus diesen Gründen etwas gegen Steam hat, sollte konseqenterweise eigentlich ganz die Finger von Software lassen die in irgendeiner Form online geht. Denn selbst der Tipp von Brotkruemel dann zu Konsolen zu wechseln funktioniert nicht. Gerade hier ist datamining groß in Mode sobald die Konsole online ist. Da wird wirklich alles aufgezeichnet, analysiert und recherchiert was der gute Konsolenbesitzer mit seiner Konsole tut.
Und hier gibt es ganz nebenbei NUR zentrale Server über die grundsätzlich alles läuft.
Ich kenne tatsächlich Leute, die sich eben aus Datenschutzgründen über steam beschweren, aber gleichzeitig Accounts bei Facebook, Lokalisten und myspace pflegen, wo schon in den Geschäftsbedingungen frei übersetzt ganz klar steht - ob weitergeben, verkaufen oder als Plakat aushängen, wir dürfen mit euren daten alles machen was immer wir damit machen wollen. Das passt irgendwie nicht zusammen.
Fazit:
Wer einmal seinen Rechner neu aufgesetzt hat und sich Dank steam das stundenlange Recherchieren und Sichern von Daten gespart hat und per Mausklick alles wieder wie vor der Neuinstallation vorfindet, der wird steam vielleicht mit anderen Augen sehen.