AW: News - Killerspiele: Streifall Entschärfung: Machen Spiele durch Bluteffekte und Splatter mehr Spaß?
ZloUmOE am 27.01.2009 11:44 schrieb:
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Bestes Bsp: Left 4 Dead. Ich würds mir hier ja kaufen, aber es ist einfach nicht das selbe Zombies abzuknallen, die 1. grünes Blut von sich geben (Sind ja infizierte Ex-Menschen - wieso sollte sich da ihr Blut auf einmal verfärben)
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Oder diese ganze Kürzerei bei C&C: Statt Menschen gibts da Cyborgs! wie arm ist das denn?
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Und das Beste ists dann noch, wenn die Spiele trotzdem ab 18 rauskommen! Was soll das denn bitte? bei sowas kann mans auch für ab 16 verscherbeln... als ob 16-jährige noch nie sowas gesehen hätten!
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Und ja, ich weiß, dass viele jüngere auch da dran kommen - aber das ist dann Sache der Eltern. Wenn die Ihre Blagen nicht unter Kontrolle haben sollte das nicht auf Kosten der erwachsenen Zocker gehen, die sich über oft übertriebenen Blutfluss amüsieren, weils so herrlich unrealistisch ist
da in dem Posting so vieles drin steckt muss ich da nochmal drauf antworten.
Zum ersten Punkt mit der Blutfarbe: Max Brooks' "World War Z"- und "Zombie Survival Guide"-Büchern zufolge müßte das Blut sich verdunkeln und Gel-artig werden.

Und der Mann hat sich viele Gedanken zu dem Thema gemacht *gg* (vgl. Zombie Survival Guide). Die Verfärbung ansich würde mich daher bei Zombies jetzt nicht wirklich groß stören. Was anderes sind da die restlichen uncut-Effekte (dazu habe ich ja schon geschrieben).
Zum zweiten Punkt mit C&C: Dem kann ich voll und ganz zustimmen. Ich fand das auch sehr arm damals mit der Cut-Version und den Cyborgs.
Zum dritten Punkt mit dem "ab 18": Ich habe mich einmal mit der USK zu dem Thema ausführlich auseinander gesetzt, da ich auch nie verstand, weswegen USK 18 Titel zenziert sind. Ergebnis war, dass das USK-Siegel mit "Ab 18" den Titel vor einer Indizierung durch die BPjM schützt. Ohne USK-Siegel, also wenn das Spiel "Keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG" bekommt, gibt es diesen Schutz nicht. Viele Anbieter möchten eine solche Indizierung nicht riskieren, da ab dann ein Werbeverbot in Kraft tritt und künftig weniger Kunden erreicht werden. So einfach ist das.
Zensiert im eigentlichen Sinne wird aber wohl sowieso nicht: Die Aussage der USK war, dass im Prüfgutachten keine Angabe gemacht wird, was herausgenommen werden muss, um dieses oder jenes Siegel zu bekommen. Stattdessen ändert der Hersteller nach dem Gutachten nach eigenem Ermessen sein Spiel ab und legt es bei Bedarf erneut vor. Dann wird ein neues Gutachten gemacht (vereinfacht dargestellt).
Fraglich bleibt freilich, warum "Ab 18" noch zum Jugendschutz zählt, wo man mit 18 am Dienst an einer echten Waffe ausgebildet wird (Bundeswehr). Wo bleibt da der Jugendschutz? Ach ja: Das ist ja für's Vaterland und was ganz anderes *augenroll* Ja, was ganz anderes schon: Echtes Gewehr, echte Kugeln, echte Tote bei Unfällen und Verletzte bei nachgestellten Folterszenarien mit Rekruten *uuuups*
Zum vierten und letzten Punkt mit den Eltern: Würde das Verantwortungsbewußtsein und die Medienkompetenz der Eltern in diesem Land besser funktionieren, und die Scheiss-Egal-Mentalität mancher Erzeuger ein bisschen verfliegen, würde sich vielleicht auch der Staat wieder etwas zurückziehen. Wir haben nicht umsonst eines der schärfsten Jungendschutzrechte, die es gibt. Daher bin ich dafür, dass der Staat da mal Geld investiert um Eltern aufzuklären, was eigentlich seit je her ihre Pflichten sind!
Abschließend: Ich finde auch, wie einer meiner Vorredner, dass es nicht sein kann, dass Filme wie SAW 1 bis X ohne Probleme eine solch derbe Brutalität, sei es nun visuell oder (wie in vielen anderen Filmen) auch rein psychisch, ungestraft zeigen dürfen, während bei Computerspielen
nur aus dem einzigen Grund heraus, dass sie interaktiv sind, denn das ist ja immer das Argument (!!!) so ein riesen Geschrei gemacht wird. Entweder man schützt die Jugend über alle Medien, und dazu gehören
Nachrichtensender, die morgends um 9 Uhr aus dem Irak Bilder von verbrannten Leichen (!!!!!!!) zeigen, genauso wie Videos, Filme im Kino und dann meinetwegen auch Computerspiele. Oder man läßt es komplett und gibt den Eltern wieder die Kompetenzverantwortung ab, die sie sich in den letzten Jahren (aus Bequemlichkeit?) haben nehmen lassen.
Ein Anfang wäre es meiner Meinung nach, wenn die Spielehersteller dazu verpflichtet (!) würden, dass es in den Optionen einen Schieberegler für den Gore-Gehalt geben muss. Z.B. "Kein Blut---Blut an---Körperteile abtrennbar" oder etwas vergleichbares. Das ganze dann immer noch mit einer Kindersicherung versehen. Das wäre doch mal ein Anfang.
Gruß
cougar2010