creeperpcs am 19.03.2009 10:51 schrieb:
so so der Herr Heini Schmitt, Vorsitzender der Polizeigewerkschaft, sagte gestern in Darmstadt: "[/b]Die Art und Weise der Tatausführung ähneln den virtuellen Vorbildern mitunter in frappierender Weise.[/b]"
Ganz abwegig ist das nicht, zumal bei allen dieser Taten ein gewisses berechnendes und strukturiertes Tötungsmuster zu erkennen ist, das man eben vornehmlich in Spielen tatsächlich präsentiert bekommt.
Die Täter aus Littleton töteten gezielt Personen, arbeiteten also eine "Liste" ab. Sie verbarrikadierten Räume und nutzten selbstgebaute Sprengmittel um "strategische" Punkte zu sichern.
Der Täter aus Erfurt tötete gezielt mit Kopfschüssen und ging systematisch vor.
Der Täter aus Emsdetten bastelte tatsächlich die Schule als CS-Map nach, und ging beim Attentat ebenfalls zielgerichtet vor bzw. er erachtete den Einsatz von Sprengmitteln als geeignete Möglichkeit, um die Situation zu kontrollieren bzw. gezielten Schaden anzurichten. Glücklicherweise war sein Frontlader keine adäquate Waffe, was vielen das Leben rettete.
Der Täter aus Winnenden tötete gezielt mit Kopfschüssen und ging ebenfalls systematisch vor. Hinzu kam die Selbstverständlichkeit, mit der er gezielt auch auf Passanten und Polizisten feuerte.
Da muss meiner Ansicht nach schon was dran sein, immerhin bestätigen durch die Bank weg Experten (auch die sachlichen in Sendungen oder Publikationen, die man nicht unbedingt gezielt wahrnimmt), dass gewisse Muster frappierend an Abläufe aus Spielen erinnern. Besonders weil der klassische Amoklauf eher ungezielt und aus einem Reflex erfolgt, während diese Taten gezielt, strukturiert und ausgearbeitet waren.
Wenn einer im Kopf so durcheinander ist, und tatsächlich den gezielten Massenmord als legitimes Mittel ansieht, dann kann ich mir auch vorstellen, dass diese Personen virtuelle Vorlagen als Inspiration ansehen, bzw. gezielt Elemente (Waffenwahl, Trefferbild) übernehmen und soweit möglich auch umsetzen. Und in CS (und vergleichbaren Spielen) wird eben "vorgebetet", dass gezielte Kopfschüsse das universelle Rezept zum Erfolg sind. Tim K. soll ja am Abend vor der Tat Far Cry 2 gespielt haben. GERADE da setzt das Spiel doch „voraus“, dass man Gegner (egal ob mit Kurz- oder Fernwaffen) gezielt mit Kopfschüssen richtet.
Regards, eX!