AW: Killerspiel-Kritiker-Kritiker Prof. Spassbremse empfiehlt: Pfeiffer ignorieren, stattdessen spielen.
TheChicky am 02.02.2009 07:44 schrieb:
papaabg am 02.02.2009 07:25 schrieb:
Hällöchen,
als ich Kind war (bin 40 Jahre alt), gabs noch keine Killerspiele grins. Aber wir sind mit Spiezeugpistolen rumgerannt und haben uns gegenseitig "abgeballert". Seltsamerweise erschieße ich jetzt keine Menschen oder verprügel diese, grübel und Kopfkratz. Nein, ich erziehe mein Kind zu einem (meiner Meinung nach) guten Menschen.
Wenn du schon eine solch schöne Metapher wie die lustigen Spielzeugpistolen heranziehst, dann sollte diese schon etwas ähnlicher sein:
Das heißt, ihr Kinder hättet euch damals lustig spielend in die Köpfe geschossen, bzw einzelne Körperteile abgeschossen, es wäre dabei Literweise Kunstblut geflossen (damit mehr Atmosphäre und Realismus entsteht, weißt du) und der Abgeschossene hätte sich schreiend, blutüberströmt und mit abgetrennten Gliedmaßen auf dem Boden geworfen und wär auch nicht mehr aufgestanden und lustig lachend weitergelaufen.
Ja, so wäre es ein halbwegs plausibler Vergleich und wenn du deine Kinder tatsächlich derartig erziehen solltest und dabei wohlwollend "ist doch nur ein Spielchen" säuseln würdest, so würde ich stark hoffen, dass bei dir mal das Jugendamt vorbeischaute.
Schöne Erziehung noch, oh verantwortungsbewusster Vater!

Na wunderbar, genau das sind die Menschen die allmächtige Wahrheit und das non plus ultra der Definitionen in Richtung der einzigen Gültigkeit gepachtet haben.
Jede Generation hat Ihre Spiele bzw. Medien die anderen, oder anderen Generationen, oder anderen Besserwissern nicht passen, bzw. von denen als nicht richtig empfunden werden. Aber es ist eben nicht so allgemeingültig zu betrachten!! In der Antike regte sich Plato über das geschriebene Wort auf und meinte, wenn das geschriebene Wort kommt wird das gesprochene sterben. Im 18 Jahrhundert waren es die Romane die ins Kreuzfeuer gerieten und von denen behauptet wurde das sie süchtig machen. Zu meiner Kindheit haben sich meine Eltern und andere über die Spielzeugwaffen aufgeregt. Jetzt sind es die Computerspiele, bei denen sich selbstberufene Zeitgenossen genötigt sehen den Zeigefinger zu erheben. Ich denke mal das der Zeigefinger eher erhoben werden sollte weil zu wenig für Kinder getan wird! Zu wenig Lehrer, zu hohe Kinderarmut, zu viele geschlossene Kindereinrichtungen und Jugendclubs, zu wenig Zeit für die Eltern um sich mit den Kindern beschäftigen zu können und so weiter und so weiter. Wenn man mal dort ansetzen würde wäre das die richtige Stelle um Gewalt entgegenzuwirken. Wenn ich zum Ohrenarzt gehe wegen Schmerzen, wird der auch nicht das Ohr abschneiden wollen, sondern die Ursache bekämpfen wollen!
Mal drei kleine Beispiele für alle Moralapostel und Weltverbesserer:
1. Was ist mit dem Boxsport? Anschauen wie jemand so lange geschlagen wird bis er bewusstlosund blutend, das Gesicht geschwollen, zu Boden geht? Prima, absolut spitze. Nur das ist eben !!!real!!
2. Jaja die Bundeswehr, die mit der guten alten Tradition. So ein Mist aber auch das immer mal wieder für die Bundeswehr geworben wird und vor allem die Soldatenw erden auch eingesetzt. Bloß die spielen da nicht am PC, nein die machen richtigen Krieg, so mit Menschen töten usw.
3. Gewalt in den Nachrichten, Tote die gezeigt werden. Zerstörung von Wohnungen, Blut was noch auf der Erde klebt. Ziemlich real gell!
Mein Gott, hier gehts nur um Spiele und solange man Spiel und Realität auseinanderhalten kann sehe ich da kein Problem. Wenn einige wenige das nicht können, ist es ungerecht alle die den Unterschied zwischen real und virtuell kennen zu bestrafen.
Achso einen Komentar zu den dümmlichen Jugendamt Anmerkungen spare ich mir.
VG