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News - Killerspiele: Der Amoklauf von Winnenden: Gewaltspiele sind nicht der einzige mögliche Auslöser

AW:

Sehr interessanter Bericht eines Mitschülers.

"Einen richtigen Freund hatte er nie"

In der Schule war er nie besonders gut. Insbesondere in Mathe hat er immer schlechte Noten bekommen und war sehr sauer auf den Lehrer. Aber gedroht hat er dem Lehrer nie. Überhaupt war Tim kein gewalttätiger Typ. Er war nie aggressiv und hat meines Wissens nach auch keine Gewalt-Computerspiele gespielt. Über seine Hobbys weiß ich nichts. Sein Musikgeschmack war aber sehr ausgefallen: Im Musikunterricht kam mal raus, dass er sich für Klassik interessiert und Opern hört. Ich habe ihn seit unserem Abschluss vor einem Jahr nicht mehr gesehen. Es hat mich vollkommen überrascht, dass er so etwas getan hat, dass hätte ich von ihm nie erwartet."

Aber die Wahrheit interessiert in der Politik leider niemanden. Ich find's auch traurig, das deshalb nicht den wahren Ursachen auf den Grund gegangen wird. Denn wenn schon so viele Menschen sterben, sollte man zumindest den tatsächlichen Grund dafür herausfinden. Das wäre allerdings zu aufwändig, und würde auch nicht beim Wahlkampf helfen.
 
AW:

Vidaro am 12.03.2009 10:36 schrieb:
und komischerweise kommt es in andren länder die unzensierte spiele anbieten wie england usw nicht vor das einer amok läuft komisch komisch
zu recht, denn in schützenvereinen (wie auch - zumindest bei uns in der schweiz - im militär) lernt man doch schon beim eintritt, wie man die waffen zuhause aufbewahren sollte. nämlich eingeschlossen im schrank, die munition davon getrennt.
 
AW:

Nachtfrost am 12.03.2009 10:16 schrieb:
SWR.de: "Nach dem Amoklauf mit insgesamt 16 Todesopfern hat die Polizei "einen ersten Anhaltspunkt" für ein Motiv des 17-Jährigen. Der Amokläufer habe sich in letzter Zeit viel mit Killerspielen beschäftigt."

Soviel zur Zurückhaltung. Wenn man nichts anderes findet stürzt man sich auf altbekannte Feindbilder.

Noch eine bekannte Phrase:
>> Hans-Dieter Schwind, Professor für Kriminologie: „Dass der17-Jährige auf der Flucht noch weiter um sich geschossen hat, ist ein Verhalten, das Jugendliche in Spielen wie Counterstrike oder Crysis lernen können.“ << (Bild.de)

Das gleiche Verhalten kann man auch in Filmen, den Nachrichten, ja sogar aus Büchern (halt ohne die bewegten Bilder, muss man sich halt vorstellen...) "erlernen".

Im Übrigen braucht es keine Übung wild um sich zu ballern. Wie einige Leute zu Ihren Titeln kommen...

Aber sonst war erstaunlich wenig über Gewaltspiele, Computer oder die üblichen Verdächtigen zu hören. Dachte gestern schon, der Pfeiffer holt zum nächsten Schlag aus. Aber er überlegt wohl noch...
 
AW:

HanFred am 12.03.2009 10:34 schrieb:
und damit ziele ich nicht auf sportschützen oder waffennarren ab, die wissen eigentlich ganz genau, dass man schussbereite waffen nicht für andere zugänglich herumliegen lassen sollte, in einem haushalt mit kindern bzw. jugendlichen ist so etwas schlicht verantwortungslos.

muss man aber auf genau die zioelen!
denn bisher war JEDER amokläufer in irgendeiner verbindung mit Schützen/waffenvereinen und auch jeder wurde an der waffe ausgebildet!
der gestern bekam es vom vater beigebracht!

waffen gehören nicht in ein haus aus ende
 
AW:

Mittlerweile wird's immer krasser:

"Als bestätigt gilt inzwischen die Vorliebe des Amokläufers für Waffen und gewaltlastige Computerspiele. Demnach hat er in den vergangenen Monaten viel Zeit mit Killerspielen verbracht und in seiner Freizeit mit Softair-Waffen geschossen. "Das kann ich bestätigen", sagte der Polizeisprecher Klaus Hinderer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "Wir haben bei ihm unter anderem das Spiel Counter-Strike gefunden." Derzeit würden die Daten auf K.s Computer ausgewertet, sagte Hinderer.

"Dass der 17-Jährige auf der Flucht noch weiter um sich geschossen hat, ist ein Verhalten, das Jugendliche auch in Spielen wie Counter-Strike oder Crysis lernen können", sagte der Präsident der Deutschen Stiftung für Verbrechensbekämpfung, Hans-Dieter Schwind, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" und sprach sich für ein totales Verbot von Computer-Gewaltspielen sowie eine weitere Verschärfung des Waffenrechts aus."

Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten.
Manchmal frage ich, was in den Hirnen von solchen "Experten" vorgeht.
Aber egal, es war ja abzusehen, dass jetzt wieder so eine Hexenjagd losbricht.

Es ist ja nicht traurig genug, dass gestern 16 Menschen gestorben sind und viele Familien in Leid und Elend gestürzt wurden.
 
AW:

HanFred am 12.03.2009 10:34 schrieb:
es ist doch ganz klar, dass sich die diskussion jetzt in erster linie um die waffensammlung des vaters dreht, denn es ist bekannt, dass gerade affekttaten schneller begangen werden und auch meistens tödlich enden, wenn schusswaffen griffbereit herumliegen.
und damit ziele ich nicht auf sportschützen oder waffennarren ab, die wissen eigentlich ganz genau, dass man schussbereite waffen nicht für andere zugänglich herumliegen lassen sollte, in einem haushalt mit kindern bzw. jugendlichen ist so etwas schlicht verantwortungslos.

eben nicht. von dieser diskussion hab ich zumindest bei meinem radiosender den ganzen morgen noch gar nix gehört.
 
AW:

Vidaro am 12.03.2009 10:42 schrieb:
HanFred am 12.03.2009 10:34 schrieb:
und damit ziele ich nicht auf sportschützen oder waffennarren ab, die wissen eigentlich ganz genau, dass man schussbereite waffen nicht für andere zugänglich herumliegen lassen sollte, in einem haushalt mit kindern bzw. jugendlichen ist so etwas schlicht verantwortungslos.

muss man aber auf genau die zioelen!
denn bisher war JEDER amokläufer in irgendeiner verbindung mit Schützen/waffenvereinen und auch jeder wurde an der waffe ausgebildet!
der gestern bekam es vom vater beigebracht!

waffen gehören nicht in ein haus aus ende
deine einstellung ist nachvollziehbar, ich möchte auch keine schusswaffen in meiner wohnung haben. ich wohne in der schweiz und hier gibt's immer wieder affekttaten mit militärwaffen, weil sie halt jeder dienstpflichtige schweizer bis vor kurzem inkl. munition zuhause rumstehen hatte.
ist die waffe schnell zur hand, wird sie auch benutzt, wenn man sich und weitere umbringen möchte. wäre keine waffe da, könnte sich ein potentieller amokläufer vielleicht wieder etwas beruhigen, bevor er an eine waffe gelangen kann.
 
AW:

Ist das Waffenarsenal des Vaters schuld, mit dem man die Bundeswehr für den dritten Weltkrieg hätte ausrüsten können? Nein, denn die Eltern sind nie in der Verantwortung, schließlich sollen sie die Zeitung kaufen/den Sender sehen/den Politiker wählen

Ist CS schuld, das ca. 90 % der Computerspieler schonmal auf dem Rechner hatten? Klar, denn damit sind die Eltern aus dem Schneider!

Amen
 
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Nosi11 am 12.03.2009 10:43 schrieb:
HanFred am 12.03.2009 10:34 schrieb:
es ist doch ganz klar, dass sich die diskussion jetzt in erster linie um die waffensammlung des vaters dreht, denn es ist bekannt, dass gerade affekttaten schneller begangen werden und auch meistens tödlich enden, wenn schusswaffen griffbereit herumliegen.
und damit ziele ich nicht auf sportschützen oder waffennarren ab, die wissen eigentlich ganz genau, dass man schussbereite waffen nicht für andere zugänglich herumliegen lassen sollte, in einem haushalt mit kindern bzw. jugendlichen ist so etwas schlicht verantwortungslos.

eben nicht. von dieser diskussion hab ich zumindest bei meinem radiosender den ganzen morgen noch gar nix gehört.
bei den wenigen online-artikeln, die man kommentieren kann, dreht sich die diskussion hauptsächlich um die waffensammlung des vaters.
 
AW:

Dekstrose am 12.03.2009 10:43 schrieb:
"Dass der 17-Jährige auf der Flucht noch weiter um sich geschossen hat, ist ein Verhalten, das Jugendliche auch in Spielen wie Counter-Strike oder Crysis lernen können", sagte der Präsident der Deutschen Stiftung für Verbrechensbekämpfung, Hans-Dieter Schwind, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" und sprach sich für ein totales Verbot von Computer-Gewaltspielen sowie eine weitere Verschärfung des Waffenrechts aus."
ich find's ziemlich pietätlos, wie diese ekligen opportunisten sofort wieder aus ihren löchern gekrochen kommen. :-|
 
AW:

Valarius am 12.03.2009 10:11 schrieb:
Na dann ist es doch mal erfreulich daß nicht gleich wieder den "Killerspielen" schuld an allem gegeben wird. Das hätte ich anders erwartet. Na aber wer auch seine Kanone im Schlafzimmer liegen lässt auf daß sich sein Sohn das Ding klaut und Leute umschiesst ist selbst schuld. Viel Spass PAPA !!!!

Es müssen einfach immer viele Faktoren zusammenkommen damit jemand so eine Tat begeht. Das sind nie NUR Computerspiele..

Ein interessanter Artikel auf Stern:

http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/:Amoklauf-Schulen-Es-Warnsignale/657475.html

Das mit den Killespielen glaube ich erst in ein paar Wochen. Also das sie nicht an den Pranger gestellt werden.
 
AW:

Schon mal die Artikel auf Focus gelesen, wo ein CDU-Kriminologe und ein CSU-Politiker Verbote fordern. Antenne Bayern hat ja gestern mit einem wohl nicht ganz ehrlichen Interview die Treibjagd eröffnet.

Auch ist Tim K. wohl nicht der typische Amokläufer gewesen und nicht annähernd so gesellschaftlich isoliert wie seine Vorgänger
Und ein isolierter, gemobbter Außenseiter entsteht auch erst durch das Tun seiner Umwelt.

Man erklärt namentlich Counterstrike, Crysis und Wow zu Auslösern oder zu Vorbildern. Die Propagandamaschine ist schon losgerollt.

Gut, es gibt Ausnahmen bei der Berichterstattung oder zumindest bei den Redaktionskommentaren, selbst in Tageszeitungen, aber die Politik braucht einen Sündenbock und der Mob jemanden, den er lynchen kann.

Daß der Amoklauf eines arbeitslosen Metzgers oder eines Palästinensers mit einem Bagger auch nichts anderes sind als Amokläufe an Schulen, ignoriert man mal wieder und auch, daß, wenn man so blind ist und sagt: " Spiele machen Mörder.", eigentlich die katholische Kirche als Workshop für Kinderschänder verboten werden müßte und Koran und Bibel wegen der Gefahr militanten religiösen Fanatismus auf dem Index landen müßten.
 
AW:

HanFred am 12.03.2009 10:47 schrieb:
Nosi11 am 12.03.2009 10:43 schrieb:
HanFred am 12.03.2009 10:34 schrieb:
es ist doch ganz klar, dass sich die diskussion jetzt in erster linie um die waffensammlung des vaters dreht, denn es ist bekannt, dass gerade affekttaten schneller begangen werden und auch meistens tödlich enden, wenn schusswaffen griffbereit herumliegen.
und damit ziele ich nicht auf sportschützen oder waffennarren ab, die wissen eigentlich ganz genau, dass man schussbereite waffen nicht für andere zugänglich herumliegen lassen sollte, in einem haushalt mit kindern bzw. jugendlichen ist so etwas schlicht verantwortungslos.

eben nicht. von dieser diskussion hab ich zumindest bei meinem radiosender den ganzen morgen noch gar nix gehört.
bei den wenigen online-artikeln, die man kommentieren kann, dreht sich die diskussion hauptsächlich um die waffensammlung des vaters.

leider machen sich viele ja erst gar nicht die mühe zu recherchieren.
auch bei den vorangegangenen taten hat man wenn überhaupt mal beiläufig erfahren wo die waffen herkommen. bzw. es wurde mehr darüber diskutiert wie man es schafft jugendliche nicht an spiele kommen zu lassen als sich darüber gedanken zu machen wie man es verhindern kann das solche leute an waffen kommen.
 
AW:

Soll man diesen Wichtigtuern ihre 5 Minuten Aufmerksamkeit gönnen...danach guckt sie sowieso keiner wieder an.
 
AW:

Vidaro am 12.03.2009 10:42 schrieb:
waffen gehören nicht in ein haus aus ende

genau meine meinung, aber ganz losgelöst von irgendwelchen konkreten ereignissen.


Vidaro schrieb:
und komischerweise kommt es in andren länder die unzensierte spiele anbieten wie england usw nicht vor das einer amok läuft komisch komisch

unsinn.
 
AW:

schön ist auch, dass mal wieder ignoriert wird, dass er mit 17 Jahren Spiele wie Crysis gar nicht hätte spielen dürfen.
 
AW:

Vidaro am 12.03.2009 10:42 schrieb:
HanFred am 12.03.2009 10:34 schrieb:
und damit ziele ich nicht auf sportschützen oder waffennarren ab, die wissen eigentlich ganz genau, dass man schussbereite waffen nicht für andere zugänglich herumliegen lassen sollte, in einem haushalt mit kindern bzw. jugendlichen ist so etwas schlicht verantwortungslos.

muss man aber auf genau die zioelen!
denn bisher war JEDER amokläufer in irgendeiner verbindung mit Schützen/waffenvereinen und auch jeder wurde an der waffe ausgebildet!
der gestern bekam es vom vater beigebracht!

waffen gehören nicht in ein haus aus ende

Ich möchte hier mal was klarstellen. Und zwar unterscheiden sich durchaus Schützenvereine voneinander. Es gibt zum einen Sportschützenvereine, in denen Hobby-Schützen den Umgang mit Luftgewehren/Luftpistolen, sowie dessen Gefahren kennen lernen. Ich spreche aus Erfahrung, da ich selbst in einem sochen Verein Mitglied bin und ich besitze keine Waffe in meinem Haus. Der Vater des Jungen, der solche Waffen zu Hause hatte, kann nur dem Deutschen Militär-Schützenverein (oder so ähnlich) angehören und als solches Mitglied ist es erlaubt (mit entsprechender Waffenbesitzkarte) Waffen zu Hause zu haben, jedoch müssen diese ordnungsgemäß in Tresoren verschlossen sein. Dies ist hier wahrscheinlich nicht passiert, weshalb der Junge die Waffen nehmen konnte.

Generell bin ich aber der Meinung, dass man jetzt nicht alle Sportschützen über einen Kamm scheren sollte, da es bei vielen ein Hobby wie z.B. Fussball ist. Außerdem sind sich alle Sportschützen der Gefährlichkeit ihrer Sportgeräte (Waffen) im klaren und würden deshalb nicht auf die Idee kommen eine Waffe auf einen Menschen zu richten.
 
AW:

Ich möchte nur kurz anmerken, dass die Anzahl der Waffen die der Vater zuhause hatte, eigentlich unbedeutend ist. Immerhin wurde nur eine bei der schrecklichen Tat verwendet.
Und es ist, meines Wissens, noch nicht geklärt ob die Waffen vorschriftsgemäß aufbewahrt wurden. Von daher sind Aussagen wie "Waffen zuhause rumliegen haben" pure spekulation.

Edit: Soweit ich weiss, kann jeder Schützenverein, der gewisse Voraussetzungen erfüllt, beantragen eine Zulassung für Feuerwaffen zu bekommen. Das muss nicht zwangsläufig etwas mit Militär zu tun haben.
 
AW:

LionsClaw am 12.03.2009 10:55 schrieb:
schön ist auch, dass mal wieder ignoriert wird, dass er mit 17 Jahren Spiele wie Crysis gar nicht hätte spielen dürfen.


stimmt nicht.
wie kommst du darauf?
 
AW:

biggamer89 am 12.03.2009 10:57 schrieb:
Generell bin ich aber der Meinung, dass man jetzt nicht alle Sportschützen über einen Kamm scheren sollte, da es bei vielen ein Hobby wie z.B. Fussball ist. Außerdem sind sich alle Sportschützen der Gefährlichkeit ihrer Sportgeräte (Waffen) im klaren und würden deshalb nicht auf die Idee kommen eine Waffe auf einen Menschen zu richten.

ich wüsste nicht, wieso man da differenzieren sollte?
schusswaffen können töten und haben damit -für meine begriffe- in keinem haushalt was verloren (polizeibeamte etc. evtl. ausgenommen). fertig.
und der vergleich mit fussball oder anderen sportarten, ist wirklich mal komplett daneben.

damit verurteile ich keinen sportschützen, ich hoffe, das ist jedem klar.
wer diesem hobby nachgehen will, soll das nach wie vor tun.
die waffen können dort vor ort gelagert werden.
 
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