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News - Jugendschutz: Take 2 legt Manhunt 2 auf Eis

Sir-B am 22.06.2007 21:07 schrieb:
texx am 22.06.2007 20:33 schrieb:
Also da ist die Grenze ja wohl recht deutlich wie ich meine... Porno und Sex ist ne ganz andere Sparte wie Computerspiele. Das ist dort ganz klar geregelt was gezeigt werden darf und was verboten ist. Bei "Killerspielen" ist das was ganz anderes.
Mein Kumpel z.b. ist Zeuge Jehova, der spielt keine Kriegsspiele weil er an der Türe von Frieden predigt und dann nicht daheim virtuellen Krieg spielen kann... ist nicht mit seinem Glauben vereinbar sagt er...gut das is SEINE Entscheidung, und genau solch eine Entscheidung (ob MH was für mich ist oder nicht) hätte ich gerne selbst getroffen und ich nicht von irgend einer Instanz diktiert bekommen..Jugendschutz usw. alles okay aber ganz verbieten ist wirklich in so einem Falle keine Option..

Genau so meine ich das :top:

du kannst tun und lassen was du willst, solang der rest der gesellschaft nicht betroffen ist. du kannst kiffen soviel du willst, solang du danach die nächsten monate nicht auto fährst und andere gefährdest. und derzeit in der diskussion ist ja die vermeindliche gefährdung von mitmenschen nach dem konsum von gewaltspielen. und solang es dazu keine studien gibt die alles haar genau belegen, ists nun mal so, dass der staat die gesellschaft schützt.
 
Ich finde die Entscheidung richtig Spiele, die dem Spieler perverse, sadistische und moralisch verkehrte Vorgehensweisen abverlangen, zu ächten und zu boykottieren.

Die oberste Zensurinstanz ist zwar der eigene Geschmack aber in so einigen wirklich abartigen Fällen (wie bei diesem hier) finde ich es doch ganz gut "bevormundet" zu werden.
Wenn alle Jugendschutzgrenzen fallen würden wird doch eine viel krassere Welle von Geschmacklosigkeiten auf uns einbrechen, es werden neue Zielgruppen bedient werden, neue Tabus gebrochen, Spiele wie "The Snuff Movies", "Built the City 11 - KZ Edition", "Alone in the Cellar - A girl's new nightmare" oder "Cannibal - The Flesh Eater Simulation" wirds an jeder Ecke zu kaufen geben. Mal ganz abgesehen von dem braunen Schund, den's dann wohl auch ganz legal zu erwerben geben wird.

Ja ja ich höre jetzt schon aus allen Ecken, daß es doch nur Spiele seien.
"Man wird doch nicht gleich zum Vergewaltiger, wenn man Alone in the Cellar spielt. Ich spiele das Spiel nur weil es mir Spass macht"

Wollen wird Spieler so ein Szenario wirklich??? Mit sowas dann regelmässig belästigt werden? Geschmackvolle Testberichte, esthätische Werbeanzeigen, blutgeile Trailer, tolle (rechte) Werbeslogans und Spieletitel, begeisterte Teens "Voll geiles Game, da kann man voll cool und blutig morden"!

Klingt jetzt stark übertrieben aber das Beispiel hier mit Manhunt zeigt ja schon, dass die Tendenzen prinzipiell da sind.

Es gibt einfach Dinge, die sollten in den Giftschränken oder "Gedankenwelten" eingesperrt bleiben weil sie einfach gesellschaftsunwürdig sind. :-$
 
Cruzader am 22.06.2007 21:00 schrieb:
http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeug/0,1518,489788,00.html

Die Normierung des Mediums Videospiele durch die Gesellschaft hat gerade erst begonnen.
Jo, ......
Wenn man die Adults only Liste von esrb anschaut reibt man sich als Deutscher wohl die Augen. z.b. Lula 3D, das Spiel das bei uns auf Heft-DVDs oben war- also praktisch für jedermann zugänglich- ist dort quasi indiziert bzw. genauso "pervers" wie Manhunt2 (nach der vorläufigen Bewertung) bzw. eben noch eine Stufe höher eingestuft wie Manhunt1!
Nunja Nipplegate war dort ja auch ein großer Skandal der wohl einige Nachdenkphasen im Volk hervorgerufen hat.
Und bei uns ist Gewalt halt verpönter, warum auch immer. Das wird sich wohl mit der Zeit anpassen oder die Amis ziehen irgendwann nach......

Die Normierung der Grenzlinien von allerhand für Medieninhalten ist im laufenden Umbruch und das sicher weltweit in vielen Ländern.
 
crackajack am 22.06.2007 23:46 schrieb:
Die Normierung der Grenzlinien von allerhand für Medieninhalten ist im laufenden Umbruch und das sicher weltweit in vielen Ländern.
Und mit so einem Spiel hat RS der ganzen Industrie und Gamerschaft einen Bärendienst erwiesen.
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr bin ich auf Rockstar sauer.
Die habens darauf angelegt. Der erste Teil war schon in den Medien und mit dem zweiten Teil wollten sie das ganze noch toppen.
Wem nütz es?
Den "Killerspiel"-Gegnern.
 
McDrake am 23.06.2007 00:05 schrieb:
crackajack am 22.06.2007 23:46 schrieb:
Die Normierung der Grenzlinien von allerhand für Medieninhalten ist im laufenden Umbruch und das sicher weltweit in vielen Ländern.
Und mit so einem Spiel hat RS der ganzen Industrie und Gamerschaft einen Bärendienst erwiesen.
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr bin ich auf Rockstar sauer.
Die habens darauf angelegt. Der erste Teil war schon in den Medien und mit dem zweiten Teil wollten sie das ganze noch toppen.
Wem nütz es?
Den "Killerspiel"-Gegnern.

Nicht unbedingt schlimm, vielleicht sogar gut.
Durch dieses Spiel kann man sich vielleicht in der Mitte treffen.
Es wird nicht gleich alles verboten, abgesehen von solchen Spielen.
Vielelicht wird ja jetzt eine grenze definiert und alle sind zufrieden.
 
Jacro am 22.06.2007 19:18 schrieb:
wenns uninteressant ist, dann lasse doch bitte solch unnütze Comments.

Geh doch wenigstens auf den Post ein wenn du dir schon die Mühe machst, darauf zu antworten. Ich behaupte, er war einiges weniger unnütz als deiner, oder dein "kindergarten-post".. ;-)

Ok, dann gehe ich jetzt mal darauf ein:

Ließ dir mal den ganzen Thread von Anfang an durch, dann kennst du meine Meinung und Argumente :-)
 
Boesor am 23.06.2007 00:19 schrieb:
McDrake am 23.06.2007 00:05 schrieb:
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr bin ich auf Rockstar sauer.
Die habens darauf angelegt. Der erste Teil war schon in den Medien und mit dem zweiten Teil wollten sie das ganze noch toppen.
Wem nütz es?
Den "Killerspiel"-Gegnern.

Nicht unbedingt schlimm, vielleicht sogar gut.
Durch dieses Spiel kann man sich vielleicht in der Mitte treffen.
Es wird nicht gleich alles verboten, abgesehen von solchen Spielen.
Vielelicht wird ja jetzt eine grenze definiert und alle sind zufrieden.
Hmm, beides interessante Gedanken. Wäre schön, wenn etwas gutes dabei herauskommt =)

DaStash am 23.06.2007 01:09 schrieb:
Ok, dann gehe ich jetzt mal darauf ein:

Ließ dir mal den ganzen Thread von Anfang an durch, dann kennst du meine Meinung und Argumente :-)
Aber Deine Meinungen und Argumente zum Thema erklären irgendwie nichts darüber, was Du an Jacros' Post auszusetzen hast.

Nur weil sich die Killerspieldebatte, nervigerweise, schon über dutzende von Threads und News hinzieht und immer wieder dieselben Argumente benutzt werden (da stimme ich Jacro absolut zu), heisst es doch nicht, dass das Thema uninteressant ist. Warum sollte er nicht posten, vor allem wenn es um einige Absätze mehr als ein Einzeiler ist :confused:
 
Aber Deine Meinungen und Argumente zum Thema erklären irgendwie nichts darüber, was Du an Jacros' Post auszusetzen hast.

Nur weil sich die Killerspieldebatte, nervigerweise, schon über dutzende von Threads und News hinzieht und immer wieder dieselben Argumente benutzt werden (da stimme ich Jacro absolut zu), heisst es doch nicht, dass das Thema uninteressant ist. Warum sollte er nicht posten, vor allem wenn es um einige Absätze mehr als ein Einzeiler ist :confused:

Da brauch ich nichts mehr hinzuzufügen.. Thx! :-D

Edit:
Ich finde die Entscheidung richtig Spiele, die dem Spieler perverse, sadistische und moralisch verkehrte Vorgehensweisen abverlangen, zu ächten und zu boykottieren.

Die oberste Zensurinstanz ist zwar der eigene Geschmack aber in so einigen wirklich abartigen Fällen (wie bei diesem hier) finde ich es doch ganz gut "bevormundet" zu werden.
Wenn alle Jugendschutzgrenzen fallen würden wird doch eine viel krassere Welle von Geschmacklosigkeiten auf uns einbrechen, es werden neue Zielgruppen bedient werden, neue Tabus gebrochen, Spiele wie "The Snuff Movies", "Built the City 11 - KZ Edition", "Alone in the Cellar - A girl's new nightmare" oder "Cannibal - The Flesh Eater Simulation" wirds an jeder Ecke zu kaufen geben. Mal ganz abgesehen von dem braunen Schund, den's dann wohl auch ganz legal zu erwerben geben wird.

Ja ja ich höre jetzt schon aus allen Ecken, daß es doch nur Spiele seien.
"Man wird doch nicht gleich zum Vergewaltiger, wenn man Alone in the Cellar spielt. Ich spiele das Spiel nur weil es mir Spass macht"

Wollen wird Spieler so ein Szenario wirklich??? Mit sowas dann regelmässig belästigt werden? Geschmackvolle Testberichte, esthätische Werbeanzeigen, blutgeile Trailer, tolle (rechte) Werbeslogans und Spieletitel, begeisterte Teens "Voll geiles Game, da kann man voll cool und blutig morden"!

Klingt jetzt stark übertrieben aber das Beispiel hier mit Manhunt zeigt ja schon, dass die Tendenzen prinzipiell da sind.

Es gibt einfach Dinge, die sollten in den Giftschränken oder "Gedankenwelten" eingesperrt bleiben weil sie einfach gesellschaftsunwürdig sind.

Guter Post finde ich! :top:
 
Nochmal zu dem Spiegelartikel:
2. Fehlende moralische Rechtfertigung für das Töten von Menschen

Es gibt aber auch Videospiele, in denen man Menschen tötet und die trotzdem nicht verboten sind. Das Kriegsspiel "Call Of Duty" beispielsweise. Im Unterschied zu "Manhunt 2" - und auch schon seinem Vorgänger "Manhunt" - tötet der Spieler in den allermeisten dieser Spiele jedoch die "Bösen", sprich: diejenigen, die gesellschaftlich als moralisch verwerflich angesehen und damit zu einem gewissen Grad entmenschlicht werden.
Ich spiele das garantiert nicht um den Bösen/ das Böse zu töten, sondern einfach weil ich auf der einen Seite stehe und das Missionsziel es erfordert das ich Deutsche töte, sofern ich eben überleben und siegen möchte.
In "Call Of Duty" spielt man zum Beispiel einen Soldaten der Alliierten, der Nazis regelrecht abschießt. Wäre das umgekehrt, wäre das Spiel vermutlich ebenso verboten wie "Manhunt".
Das glaube ich sogar das das Spielen der deutschen Seite hierzulande möglicherweise verboten wäre. Aber genau weil Hakenkreuze in Deutschland verboten sind, spielt man ja gerade nicht gegen böse Nazis, sondern gegen "unschuldige" deutsche Soldaten.
Außerdem gefällt mir die Darstellung das alle deutsche Soldaten automatisch böse Nazis waren und die alliierten Soldaten Engel oder sowas in der Art darstellen sollen überhaupt nicht.
Man könnte also argumentieren, dass solcherlei moralische Rechtfertigungen für das virtuelle Töten vornehmlich dazu dienen, die eigene Lust am Sadismus zu kaschieren. Man spielt Spiele wie "Call Of Duty" oder "Godfather" sicherlich mehr aus der Lust am Überschreiten von Grenzen als aus der Motivation heraus, das Böse zu vernichten.
Also das Überschreiten von irgendwelchen Grenzen ist mir garantiert egal. Ich spiele das wie gesagt einfach nur des Spielziels wegen.
Ebenso, wie man einen Boxkampf weniger aus Interesse an der sportlichen Leistung guckt, als aus der Lust an wetteifernder Gewalt.
Ebenso wie "ödes" Imkreisfahren (z.b. bei Nascar) nur wegen den Crashs geschaut wird?!? Imo Unfug, beim Boxen ist sicher die wetteifernde Gewalt in gewissen Maße faszinierend und zugleich abstoßend, aber letztendlich will man doch einen Gewinner sehen? Am Liebsten halt den von einem selber favorisierten.
Wäre mir auch neu das Ali, Foreman, Tyson usw. wegen ihrer Brutalität gelobt wurden, sondern höchstens wegen ihrer schnellen KOs (die dann sicher vorhergehend eine gewisse Brutalität erforderten) oder ähnlichem. Der sportliche Erfolg überwiegt doch?
Das was Manhunt so abschreckend macht ist ja wohl die Konzentration der Brutalität über lange Zeit. Wer das nur bei irgendwelchen Levelgegnern nötig- jeder hätte halt eine ganz besondere eigene Tötungsvariante, die man nur bei dem ausführt- und der Rest wäre shooter, wäre es vielleicht auch kein Problem mehr.
Fakt ist: In "Manhunt 1" fehlt diese moralische Rechtfertigung für die eigene Lust am Sadismus. Die moralische Struktur der Geschichte gibt dem Spieler keine gesellschaftlich geduldete Rechtfertigung zum Anwenden von Gewalt. Im ersten Teil übernimmt der Spieler die Rolle eines Ex-Knackis, der sich an seine Opfer heranschleicht und sie unter anderem mit der Plastiktüte erdrosselt. Im zweiten Teil spielt man, so weit bekannt, einen Wahnsinnigen, der aus einer psychiatrischen Anstalt ausbricht.
Und hier beschleicht mich das Gefühl das der Schreiber noch weniger Ahnung von Manhunt hat als ich.
Alles was ich von den Storys gelesen habe rechtfertigt imo schon das drauffolgende prinzipielle Handeln des Knackis/ Wahnsinnigen.
Der Knacki ist ja nicht freiwillig auf einen Deal eingegangen, sodass er seiner Todesstrafe entgeht, wenn er möglichst alle im vorgeworfenen Typen kaltmachen würde, er wurde einfach, ohne gefragt zu werden, offiziell hingerichtet und landet in einer Art Arena eines perversen Fernsehfritzen. Und da wird er dann "in Notwehr handelnd" ein brutaler Mörder. Lediglich die obszöne Brutalität, die einfach nur mehr ein Zelebrieren des Tötungsaktes darstellt ist moralisch angreifbar.
Um Punkt 3 des Spiegelartikel auch noch zu behandeln: "3. Fehlende ironische Brechung"
Vielleicht ist genau das der missverstandene Punkt. z.B. der Film Funny Games zeigt Gewalt ohne allzu viel davon zu zeigen und das auf boshafteste frustrierende Weise. Bei dem Film ist aber ganz klar wer der Böse ist. (genauso bei Hostel, oder Saw mit denen halt immer verglichen wird) Nur was wenn man in so einen Mördercharakter reinschlüpft, der als er gezwungen wird zu morden eben nach seiner Art das zu tun handelt? Kann man das dann nicht genauso sehen?
Manhunt erreicht sicher nicht den gehobenen Anspruch von Funny Games, aber Saw oder eher noch Hostel haben wohl genauso niedere Daseinsberechtigung.
Ist Manhunt nicht doch eine etwas unglückliche Studie über TV-Voyeurrismus und menschlicher Brutalität in ev. unausreichend erzählter Form? Vielleicht müsste man es ja nur mehr in Richtung eines Adventures umwandeln, mehr Geschichte einfügen, mehr Monologe, weniger Fließbandtöten (falls das überhaupt der Fall ist)- also mehr zu einem Katz- und Mausspiel verarbeiten, bei dem der Sadismus des Fernsehfritzen in anfeuernden Lautsprecheransagen (oder bei Teil 2 eben per Monolog mit dem wahnsinnigen Ich) tragendere Rollen übernehmen und die pure irre Gewalt nur schubweise reingestreut wird. Und schon könnte man die beabsichtigte Kunst dahinter verstehen?


Vielleicht hat es Rockstar aber wirklich einfach nur darauf angelegt Tabus zu brechen ohne größerem Hintergedanken und um ihre "kranke" Fantasie ein Gerüst gebastelt.....


Der einzige greifbare Unterschied zu Filmen ist und bleibt nunmal die aktive Beteiligung am Geschehen: das Selberausleben/ Füttern der niederen Instinkte und nicht einfach mit Gewalt "berieselt" werden.
Filme (Dramen!) über Vergewaltigung können gemacht werden, da man immer noch einen distanzierten Blick auf die Charaktere werfen kann und den Guten vom Bösen trennen kann, aber wenn man selber in die Rolle des Bösen schlüpfen darf und dabei eben Menschenleben verachtende Taten vollführen soll wird es halt kritisch/ unethisch?
 
Hab mir heute mal Hitman Blood Money gekauft, mal sehen wie da die drei Punkte der Briten im Spiel zu finden sind.
 
sculler am 22.06.2007 23:11 schrieb:
Ich finde die Entscheidung richtig Spiele, die dem Spieler perverse, sadistische und moralisch verkehrte Vorgehensweisen abverlangen, zu ächten und zu boykottieren.

Die oberste Zensurinstanz ist zwar der eigene Geschmack aber in so einigen wirklich abartigen Fällen (wie bei diesem hier) finde ich es doch ganz gut "bevormundet" zu werden.
Wenn alle Jugendschutzgrenzen fallen würden wird doch eine viel krassere Welle von Geschmacklosigkeiten auf uns einbrechen, es werden neue Zielgruppen bedient werden, neue Tabus gebrochen, Spiele wie "The Snuff Movies", "Built the City 11 - KZ Edition", "Alone in the Cellar - A girl's new nightmare" oder "Cannibal - The Flesh Eater Simulation" wirds an jeder Ecke zu kaufen geben. Mal ganz abgesehen von dem braunen Schund, den's dann wohl auch ganz legal zu erwerben geben wird.

Ja ja ich höre jetzt schon aus allen Ecken, daß es doch nur Spiele seien.
"Man wird doch nicht gleich zum Vergewaltiger, wenn man Alone in the Cellar spielt. Ich spiele das Spiel nur weil es mir Spass macht"

Wollen wird Spieler so ein Szenario wirklich??? Mit sowas dann regelmässig belästigt werden? Geschmackvolle Testberichte, esthätische Werbeanzeigen, blutgeile Trailer, tolle (rechte) Werbeslogans und Spieletitel, begeisterte Teens "Voll geiles Game, da kann man voll cool und blutig morden"!

Klingt jetzt stark übertrieben aber das Beispiel hier mit Manhunt zeigt ja schon, dass die Tendenzen prinzipiell da sind.

Es gibt einfach Dinge, die sollten in den Giftschränken oder "Gedankenwelten" eingesperrt bleiben weil sie einfach gesellschaftsunwürdig sind. :-$

Nettes Horrorszenario, nur leider völlig an der Realität vorbei.
Der Witz ist ja, dass es zunächst mal gar nicht um Jugendschutz geht. Also nicht darum, dass blutgeile Teens irgendwelche Folterphantasien o.ä.nachspielen DÜRFEN sollen. Stattdessen geht es ja um ein völliges Verbot für alle Erwachsenen! Die derzeitigen Jugendschutzmaßnahmen niederzureißen wäre m.E. auch ganz klar ein falscher Schritt, aber zudem völlig unmöglich, gerade in unserem Land - hier sollte sich niemand Sorgen machen.
Und wer trotzdem an entsprechende Spiele kommt, den hindert sowieso kaum eine Maßnahme, außer man erlaubt Dauerüberwachung und schickt solche "Täter" ins Gefängnis. Entspricht das eher deinen Vorstellungen? Doch wohl nicht.
Und auf die völlig übertriebene Situation, die du hier malst, muss man ja kaum weiter eingehen. Denn (s.o.) für alle diese Spiele gibts entsprechende Maßnahmen; zudem sprechen wir hier nicht von irgendwelchen rechtsextremen oder Sadomaso-Spielen, sondern von Manhunt 2. Dieser Titel mag extrem gewalttätig sein, aber wer den ersten Teil gespielt hat, weiß, dass das Spiel nur vordergründig so menschenverachtend erscheint, wie immer behauptet wird. Denn die beinharte und alles andere als glatte Gewaltdarstellung sowie die zynischen Kommentare des "Regisseurs" lassen einen immer wieder zurückzucken. Ich sehe das Spiel eher in einem Kontext mit Filmen wie TDR o.ä., die perverse Gewalt zeigen, dabei aber deren Hässlichkeit nicht verschweigen, sondern dem Zuschauer regelrecht ins Gesicht klatschen. Klar, beim Spielen selbst tritt die Reflexion in den Hintergrund, weil es schließlich ums Überleben geht, aber danach denk ich durchaus darüber nach (wie es sich z.B. gerade in diesem Post niederschlägt).
Ob das so auch für Manhunt 2 gilt, kann man wohl nur sagen, wenn man das Teil gespielt hat, denn Ferndiagnosen sind schwierig, auch wenn sich gewisse Leute immer gern über Dinge auslassen, sie sie überhaupt nicht kennen. Von der Website her denke ich, dass die dreckige, düstere Atmosphäre sogar noch verstärkt wurde, wasallerdings tatsächlich der Fall ist, wird erst die echte Erfahrung zeigen.
 
War ja klar, dass es Manhunt 2 nicht leicht haben wird.
Warum bringt Take 2 Manhunt 2 nicht als ein ADDON zum ersten Teil raus? Immerhin hat sich die Grafik und das Gameplay kaum verändert und einen weltweiten Verbot wäre man leichter aus dem Weg gegengen. Natürlich gäbe es auch die Möglichkeit Manhunt 2 geschnitten auf den Markt zu bringen und die Gewalt per nachträglichen Patch freizuschalten.

:finger:
 
Entschärfte Version immer noch zu hart für UK

The BBFC has rejected a revised version of the video game Manhunt 2. This follows the rejection of the original version of the game in June. The distributor had set in motion an appeal to the Video Appeals Committee against that decision, and this was suspended while the revised version was considered for classification.

David Cooke, Director of the BBFC said: “We recognise that the distributor has made changes to the game, but we do not consider that these go far enough to address our concerns about the original version. The impact of the revisions on the bleakness and callousness of tone, or the essential nature of the gameplay, is clearly insufficient. There has been a reduction in the visual detail in some of the ‘execution kills’, but in others they retain their original visceral and casually sadistic nature.

“We did make suggestions for further changes to the game, but the distributor has chosen not to make them, and as a result we have rejected the game on both platforms. The decision on whether or not an appeal goes ahead lies with the distributor.”

wp


tja, da hat sich t2 wohl schon wieder verzockt.
 
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