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News - Far Cry 2: Zu heftig? Neues Far Cry 2-Video erregt die Gemüter

AW:

Da habe ich doch mal eine Frage:
Wie sieht das eigentlich rechtlich aus für
pcgames.de (nicht Print Ausgabe)
wenn man solche Trailer hier zum anschauen
anbietet ?

BTT:
So ist das eben, immer realistischere Grafik und KI "zwingen" einem zu realistischerem Verhalten.
Ohne Witz, was der Sniper da macht haben wir in der Grundausbildung gelernt - wenn auch abgewandelt. Uns sagte man nur, man solle einen Verwunden so das sich mind. ein anderer um den Verletzten kümmern muss - von einem Abschuss des Helfers sprach damals aber keiner in der AGA.
 
AW:

Wieviel Krieg sollte Simuliert werden?
Naja, irgendwann wird es sicher zu exterem werden, die Technik wird immer besser und es wird wohl darauf hinauslaufen, dass man am Ende einen Film (Photorealistisch) steuern kann.
Für die einen wünschenswert, für die anderen der pure Horror.
Für mich persöhnlich bleibt das was auf dem Bildschirm passiert immer etwas vollkommen anderes, als das was in der Realen Welt passiert.

Ich muss aber zugeben. Sobald es Spiele gibt, sie absolut Photorealistisch sind und zeigen, wie Menschen Körperteile abgeschossen usw. wird. ist auch für mich die Grenze überschritten. Es wäre zwar dann immernoch simuliert, aber es gibt definitiv eine Grenze.
Diese Grenze liegt bei jedem anders. Bei Boesor wol bei Farcry 2, bei mir leigen sie noch etwas anders.

Deutsch Soldaten waren im Irak (Bundeswehrsoldaten als Söldner zu den Us-Steitkräften..., halt unter der Hand) . Google mal.

Sicher sollte ein Land dem es wirtschaftlich gut geht, einem dem es schlecht geht, helfen, aber, wenn man dermassen heftig Atackiert wird (auch mit Terrordrohungen), ist es fraglich, ob man die Hilfe unbedingt aufzwingen muss.
Das mit der UN ist meiner Meinung nach auch Blödsinn, haben sich die USA nach der UN gerichtet als sie den Irak angegriffen haben?

Zu den Verbotenen Spielen, diese gibt es:
Mortal Kombat 1
Mortal Kombat 2
Manhunt
Und in den nächsten Jaren kommen sicher noch einige dazu.

"Jetzt erkläre mich nur noch bitte, wie reale Verletzungen gegen die Würde von Menschen eben solche Darstellungen in Spielen rechtfertigen?"
Das habe ich nicht behauptet. Die Verletzungen gegen die Würde des Menschen gibt es, sonst würde man sie nicht darstellen.

Ich kann nur wiederholen, wenn ich im Spiel jemanden erschiesse, ist das etwas anderes, als würde ich tatsächlich Jemanden verletzen.
Etwas vollkommen anderes.
 
AW:

Odin333 am 20.07.2008 22:10 schrieb:
Wieviel Krieg sollte Simuliert werden?
Naja, irgendwann wird es sicher zu exterem werden, die Technik wird immer besser und es wird wohl darauf hinauslaufen, dass man am Ende einen Film (Photorealistisch) steuern kann.
Für die einen wünschenswert, für die anderen der pure Horror.
Für mich persöhnlich bleibt das was auf dem Bildschirm passiert immer etwas vollkommen anderes, als das was in der Realen Welt passiert.

Ich muss aber zugeben. Sobald es Spiele gibt, sie absolut Photorealistisch sind und zeigen, wie Menschen Körperteile abgeschossen usw. wird. ist auch für mich die Grenze überschritten. Es wäre zwar dann immernoch simuliert, aber es gibt definitiv eine Grenze.
Diese Grenze liegt bei jedem anders. Bei Boesor wol bei Farcry 2, bei mir leigen sie noch etwas anders.

Vielleicht wirst du mich für krank halten , aber ich kann so drastische Darstellungen von Leid und Tod auf dem Bildschirm nur begrüßen.
Wer in einem Spiel einen Menschen in Flammen setzt , oder ihm in den Fuß schiesst , der soll nicht vom Wehklagen derjenigen Person verschont werden. In dem Moment , in dem ich beschliesse einen Menschen (auch wenn es nur in einem Spiel ist) auf diese Art und Weise umzubringen , muss ich auch die Konsequenzen vor Augen geführt bekommen.
Imho wird dadurch der angeblich entstehenden mangelnden Differenzierfähigkeit zwischen virtueller und realer Gewalt vorgebeugt , da das Ganze nicht auf "Knopf drücken -> tot" hinausläuft sondern die volle Bandbreite der Konsequenzen auf realistische Art und Weise vermittelt.
 
AW:

GodsWeapon am 20.07.2008 14:31 schrieb:
Also ich verstehe die Aufregung kein bischen, denn ein Spiel ohne Gewalt würde ich niemals spielen. Je brutaler das Spiel, desto bessser!

du solltest mal zum psychologen oder besser gleich zum neurologen gehen. :rolleyes:
 
AW:

patsche am 20.07.2008 22:30 schrieb:
GodsWeapon am 20.07.2008 14:31 schrieb:
Also ich verstehe die Aufregung kein bischen, denn ein Spiel ohne Gewalt würde ich niemals spielen. Je brutaler das Spiel, desto bessser!

du solltest mal zum psychologen oder besser gleich zum neurologen gehen. :rolleyes:


ich hoffe, der kollege, den du zitierst, hat nur ein smily vergessen...
 
AW:

es ist nicht brutal sondern realistisch. so würde das jeder machen der bissl was von krieg versteht. nix für kinder definitiv!
 
AW:

Bonkic am 20.07.2008 22:33 schrieb:
patsche am 20.07.2008 22:30 schrieb:
GodsWeapon am 20.07.2008 14:31 schrieb:
Also ich verstehe die Aufregung kein bischen, denn ein Spiel ohne Gewalt würde ich niemals spielen. Je brutaler das Spiel, desto bessser!

du solltest mal zum psychologen oder besser gleich zum neurologen gehen. :rolleyes:


ich hoffe, der kollege, den du zitierst, hat nur ein smily vergessen...

darauf würde ich nicht wetten!
 
AW:

@ gamerschwein
"Vielleicht wirst du mich für krank halten , aber ich kann so drastische Darstellungen von Leid und Tod auf dem Bildschirm nur begrüßen.
Wer in einem Spiel einen Menschen in Flammen setzt , oder ihm in den Fuß schiesst , der soll nicht vom Wehklagen derjenigen Person verschont werden. In dem Moment , in dem ich beschliesse einen Menschen (auch wenn es nur in einem Spiel ist) auf diese Art und Weise umzubringen , muss ich auch die Konsequenzen vor Augen geführt bekommen.
Imho wird dadurch der angeblich entstehenden mangelnden Differenzierfähigkeit zwischen virtueller und realer Gewalt vorgebeugt , da das Ganze nicht auf "Knopf drücken -> tot" hinausläuft sondern die volle Bandbreite der Konsequenzen auf realistische Art und Weise vermittelt."

Teilweise gebe ich dir recht, wenn solche Spiele, dann sollte man die Konsequenzen tragen (können).
ABER!!!!
Diese Spiele die aufgrund der Gewaltdarstellung ab 18 verkauft werden, haben nichts bei Saturn und Co. zu suchen.
Warum macht man es nicht wie es jedes Erotikgeschäft. macht. Grundsätzlich dürfen nur Volljährige ins Geschäft.
Saturn und Co. sollten einfach eine Geschlossene Abteilung zusammenzimmern, und ein Arbeiter sollte die Ausweise kontrollieren.
Dann bräuchte man das Geschneide nicht.
Sicher nicht 100% sicher (Internet) aber sicherer.
Auserdem würde ich bei manchen Spielen eine Freigabe ab 21 begrüssen. Spätestens dann sollte man wissen was man kauft und auf was man sich einlässt, wenn man bestimmte Szenen Sieht.
 
AW:

gamerschwein am 20.07.2008 22:28 schrieb:
Vielleicht wirst du mich für krank halten , aber ich kann so drastische Darstellungen von Leid und Tod auf dem Bildschirm nur begrüßen.

einerseits soll ein spiel, auch wenn es den krieg darstellt, immer noch ein spiel sein.
andererseits soll es -deiner meinung nach- ihn so realistisch wie nur möglich abbilden?
bisschen paradox oder?

ich bin mir nämlich nicht sicher, ob noch viele wirklich ein spiel spielen wollten, in denen der gegner um sein leben bettelt, während er vor den augen des "spielers"(?) seine gedärme auskotzt.

was ich damit sagen will:
realismusforderungen in diesem kontext sind einfach hanebüchner unsinn.

und wenn sie vom hersteller (siehe cod5) kommen, dann kann man sie schon gleich getrost vergessen; denn der ist nur so lange für -angeblichen- realismus, wie es dem verkaufserfolg dient.
 
AW:

ich finde genau in die richtung muss es gehen die AI ist ein wichtiger bestandteil eines jeden spieles und spiele anzuprangern bei denen die menschen nicht dumm sind ist doch quatsch. wenn ich zocke dann gehts mir nicht ums töten.
 
AW:

Odin333 am 20.07.2008 22:10 schrieb:
Zu den Verbotenen Spielen, diese gibt es:
Mortal Kombat 1
Mortal Kombat 2
Manhunt
Und in den nächsten Jaren kommen sicher noch einige dazu.
Liebe Sternies, währet ihr so freundlich, die genannten Spiele zu editieren? Man darf sie nicht bewerben! Oder gilt das auf dieser Seite nur für indiziierte, nicht aber für beschlagnahmte Spiele??
 
AW:

Zubunapy am 20.07.2008 23:20 schrieb:
Odin333 am 20.07.2008 22:10 schrieb:
Zu den Verbotenen Spielen, diese gibt es:
Mortal Kombat 1
Mortal Kombat 2
Manhunt
Und in den nächsten Jaren kommen sicher noch einige dazu.
Liebe Sternies, währet ihr so freundlich, die genannten Spiele zu editieren? Man darf sie nicht bewerben! Oder gilt das auf dieser Seite nur für indiziierte, nicht aber für beschlagnahmte Spiele??


wer bewirbt denn hier was?
nennen darf man all diese spiele, egal ob indiziert oder gar beschlagnahmt.
 
AW:

hpp1230 am 20.07.2008 23:17 schrieb:
ich finde genau in die richtung muss es gehen die AI ist ein wichtiger bestandteil eines jeden spieles und spiele anzuprangern bei denen die menschen nicht dumm sind ist doch quatsch. wenn ich zocke dann gehts mir nicht ums töten.


Nein, es geht ums Kaffeekränzchen. Man lädt sich die künstlich intelligenten Söldner zu einem kleinen Stelldichein ein, serviert Tee nebst Gebäck und spricht über die aktuelle Wirtschaftslage.

Wenn es bei SHootern nicht ums Töten geht, worum denn dann?
 
AW:

Zubunapy am 20.07.2008 23:22 schrieb:
hpp1230 am 20.07.2008 23:17 schrieb:
ich finde genau in die richtung muss es gehen die AI ist ein wichtiger bestandteil eines jeden spieles und spiele anzuprangern bei denen die menschen nicht dumm sind ist doch quatsch. wenn ich zocke dann gehts mir nicht ums töten.


Nein, es geht ums Kaffeekränzchen. Man lädt sich die künstlich intelligenten Söldner zu einem kleinen Stelldichein ein, serviert Tee nebst Gebäck und spricht über die aktuelle Wirtschaftslage.

Wenn es bei SHootern nicht ums Töten geht, worum denn dann?




ich hoffe hier hat ein entwickler mitgelesen. das ist ne marktlücke.
 
Hui, hier geht's ja zur Sache!

Interessante Diskussion, da bringe ich mich doch glatt auch mal ein:

Es ist teilweise schon erstaunlich, dass bei dem aktuellen Video eine so aufgeladene Diskussion entsteht, obwohl es ähnliche Mechanismen schon seit längerem in Spielen gibt, wenn auch in etwas anderer Form.

Jemand hat z.B. Commandos erwähnt. Gut, da konnte man Leute nicht verwunden, sondern nutzte eine Leiche, um die Aufmerksamkeit eines Gegners zu erhaschen, der untersuchen will, was mit seinem Kumpel passiert ist. Das taktische Grundprinzip ist dabei aber mehr oder weniger das Gleiche, und darum geht es doch im Kern, um die taktischen Möglichkeiten.

Ein weiteres Beispiel sind Multiplayer-Shooter. Warum ist in den meisten klassenbasierten Shootern der Medic eine so unbeliebte Klasse? Einer der Hauptgründe: Hetzt man mit dem Defibrilator oder sonstwas in der Hand zu einem Kameraden, um ihn zurückzuholen, endet das meistens damit, dass beide, Verwundeter und Helfer, Respawnen müssen, weil irgendwer nur darauf wartet auch noch den Helfer zu erwischen. Dennoch habe ich nie erlebt, dass darüber mal kontrovers diskutiert wurde und die Einhaltung der Genfer Konvention bei Battlefield und Konsorten gefordert wurde.

Für einige ist es die Tatsache, dass einem virtuellen Opfer virtuelle "Schmerzen" (entsprechende Animationen und Soundfiles) zugefügt werden, die die Geschmacksgrenze strapaziert. Nun ist es aber doch bei vielen MP-Games so, dass ein Spieler mit 0 Lebenspunkten nicht als tot, sondern als verwundet gilt. Seine Figur liegt dann auch da, windet sich und wartet auf den Medic. Bei Enemy Territory und dem Nachfolger Quake Wars ist es doch quasi erforderliche Taktik, jedem, den man ausgeschaltet hat, noch mal ein Messer in die Brust zu rammen, um zu verhindern, dass er wiederbelebt wird. Auch ziemlich makaber, aber wieder gab es keine Diskussion. Kann es sein, dass bei MP-Shootern doch eher die Spielmechanik und Taktik so sehr im Vordergrund steht, dass die Stilmittel in den Hintergrund rücken?

Desweiteren wäre da auch noch das Grundprinzip des Spiels näher zu betrachten. Der Ubidays-Trailer ( http://www.gametrailers.com/player/34444.html ) bringt es ziemlich deutlich rüber: "Wie stoppt man einen Diktator, der die Macht hat, eine ganze Nation in einen Friedhof zu verwandeln?" Ok, dieses Zitat stammt aus dem aktuellen E3-Trailer, der nun folgende Rest aber aus dem oben verlinkten: "Du musst das werden, was du jagst. Jeder Mann hat seinen Preis. Sei dir darüber im klaren, dass dieser Preis in deinem Fall deine Seele sein könnte." Es geht also in der Tat um eine Kontroverse, die erzeugt werden soll. Wie weit ist man als Spieler bereit zu gehen? Wo zieht man für sich persönlich die Grenze?
Wenn ich in diesem Spiel in eine Situation kommen sollte, in welcher ich verwundet, eingekesselt und fast am Ende meines Munitionsvorrates bin und die einzige mir verbleibende Möglichkeit ein unsauberer Trick ist, sei es nun das gezielte Verwunden eines Gegners oder z.B. eine Mine neben einer Leiche zu vergraben, um die angelockten Gegner loszuwerden, so bietet mir das Spiel diese taktische Möglichkeit, anstatt sie mir vorzuenthalten und mich dadurch in eine ausweglose Situation zu bringen. Wenn ich diese Möglichkeit nun also nutze, hinterher dann aber ein flaues Gefühl im Magen und sogar ein schlechtes Gewissen habe (natürlich immer nur den Anflug davon, der Grad hängt von der Immersionskraft des Spiels ab), dann hat das Spiel etwas Großes erreicht, etwas, das nur wenige Titel schaffen und das es denkwürdig macht.
Natürlich bin ich mir bewusst, dass dies ein gewisses Maß an der Fähigkeit zur Selbstreflexion erfordert, welches wohl nur wenige Spieler mitbringen, aber ich denke dennoch, dass die Entwickler diese Intention hatten. Ubisoft spielt öfter mit solchen Moralfragen, z.B. gab es doch auch in Splinter Cell 4 diese Szene, wo man sich entscheiden musste, einen Unschuldigen, der erschreckend realistisch um Gnade bettelte, entweder zu erschießen, um die Tarnung nicht zu gefährden, oder es eben nicht tut und dadurch die Mission und somit das Leben zahlreicher Menschen gefährdet. Zugegeben, nach dem was man so an Tests gelesen hat, haben die Jungs es nicht so richtig durchgezogen/hinbekommen in dem Spiel, aber der Ansatz war da.

Was also meiner Meinung nach als Kritikpunkt bleibt, ist die Art und Weise, wie das Video präsentiert wurde und in diesem Punkt schließe ich micht den kritischen Stimmen an. Ich kann ja verstehen, dass man solche erweiterten KI-Funktionen zeigen möchte. Bei einer Historie von grausig schlechter Gegner-KI in Spielen, wo es selbst vor einem Jahr noch Gang und Gäbe war, dass ein Gegner es nicht bemerkt hat, wenn dem Mann neben ihm der Kopf wegflog, ist es schon eine Erwähnung wert, zu betonen, dass man diesen so weit verbreiteten Kardinalfehler nicht begangen hat.
Aber es so zu kommentieren, wie der gut aufgelegte PR-Mann am Mikrofon, hat schon wirklich etwas unglaublich zynisches. Ich glaube auch, dass diese Art der Kommentation, unter Berücksichtigung des vorherigen Absatzes, auch nicht so wirklich im Sinne der Entwickler gewesen ist. Ich glaube nicht, dass sie dieses Verhalten simuliert haben, nur weil es jemand witzig finden könnte, einen Helfer abzuknallen. Ich denke, sie wollten eher den Realismus steigern um die taktische Vielfalt zu erhöhen. Und vielleicht wollten sie sogar dem Spieler ganz explizit moralische Entscheidungen in einem gewissen Rahmen ermöglichen. Wenn dann beim Publisher ein PR-Fritze das Ganze als amüsant darstellt und das Video dann auch noch bei Gametrailers mit der Kurzbeschreibung "Humorous ways to deceive your enemies and make an almost clean getaway" betitelt wird, so glaube ich schon, dass sich beim Entwicklerteam der ein oder andere angesichts Dessen gründlich mit der flachen Hand vor die Stirn schlägt.


Im Zuge dieser Diskussion lohnt es sich meines Erachtens nach auch noch einmal zu erwähnen, dass ein Computerspiel, im Sinne eines Coregamers, eben doch nicht nur ein Spiel ist:
Wir bezeichnen unsere digitale Unterhaltung mit diesem Sammelbegriff, aber es gehört doch wesentlich mehr dazu. Was wir heutzutage als Casual Games bezeichnen, das sind schon eher Spiele im klassischen Sinn: Nur Regeln und Mechanik, klar und ohne tiefergehende Motivationsgrundlage über die eigentliche Spieltätigkeit und die sich daraus ergebenden Glücksgefühle im Erfolgsfall hinaus. Keine handlungs- oder kontextschaffenden Abstraktionsebenen (Story, Setting, Handlungsfreiraum).
Das, was wir als Games bezeichen, ist hingegen ungleich vielschichtiger. Dort geht es doch nicht ausschließlich darum Spaß zu haben, man will unterhalten werden. Unterhaltung ist aber nicht gleich Spaß. Wenn ich wissen will, wie eine Story weitergeht, dann weil sie spannend ist, nicht weil sie lustig ist. Und auch ein Spiel mit ernsthaftem Hintergrund kann unterhalten, selbst wenn es statt Spaß eben Gefühle wie Angst, Trauer, Mitleid oder eben Abscheu weckt. Emotionale Erlebnisse sind das Ziel, und Emotionen beschränken sich eben nicht nur auf Belustigung und den "Coolness-Faktor".
Kinofilme wie "Saving Private Ryan" und "Schindler's List" sind auch packende Werke aus dem Unterhaltungssektor Filmindustrie, aber natürlich greifen Sie auf anderer Ebene als ein "Die Hard". Und wer aus "Schindler's List" mit einem "Boah, cool, wie der Nazi den Alten einfach so umgenietet hat" rausgeht, der hat mehr als nur einen gehörigen Dachschaden, das sollte wohl klar sein.
Klar, das Medium Games steckt noch in den Kinderschuhen, weshalb diese ernsten Faktoren immer noch nur Ansatzweise und nicht konsequent in Games vorhanden sind, die meisten Developer geben sich tatsächlich noch mit Spaß und Coolness zufrieden, obwohl viel mehr möglich wäre. Dennoch sollte man dem Medium diese durchaus vorhandenen Ansätze nicht pauschal aberkennen, denke ich. Wie soll es sich denn sonst weiterentwicklen?

Was ich ja gerne mal sehen würde, wäre ein Spiel, dass einen quasi mal so richtig zum Reflektieren bringt:
Sagen wir, eine Verschwörungsgeschichte, die man aus verschiedenen Blickwinkeln erlebt. Zum Beispiel gibt es dort eine Mission, in der man mit dem typischen Random SpecialOps Guy eine Infiltrationsmission erfüllt, um nach Beweisen für üble Machenschaften einer Firma zu suchen. Man bekommt die Aufgabe, die Wache auf einem der Türme auszuschalten, um das Firmengelände betreten zu können. Dort sucht man dann nach Beweisen.
Etwas später im Spiel schlüpft man dann in die Rolle eines Angestellten dieser Firma, der für den Sicherheitsdienst arbeitet. Er wird befördert und in eine große Außenanlage der Firma versetzt. Er endeckt, dass dort irgendetwas nicht koscher ist und beginnt auf eigenes Risiko gegen seinen Arbeitgeber zu ermitteln. Man erlebt, wie er sich mit seiner Familie ausspricht, dass er sich des Risikos bewusst ist und deshalb verspricht, vorsichtig zu sein. Eines Abends dann findet die entscheidene Mission für diesen Charakter statt, in welcher er entscheidende Beweise für die Machenschaften der Firma sicherstellt. Er begibt sich danach zur Kaserne, da er, um keinen Verdacht zu erregen, ordnungsgemäß seinen Wachdienst antreten muss. Er hat heute Nachtschicht auf dem Wachturm...
... Und für die, die sich jetzt nicht denken können, was nun kommt: Man erlebt in First-Person-Perspektive mit, wie der von uns gespielte, heldenhafte Wachmann von unserem stereotypischen SpecialOps-Abziehbild eines Helden eine Kugel in den Kopf bekommt.
Was wäre das für ein denkwürdiger Moment in der Spielegeschichte, richtig großes Kino. Ein einschneidendes, erschreckendes Erlebnis, das auch den weniger anspruchsvollen Gamer nicht kalt lassen kann.
Aber welcher Entwickler würde sich so etwas trauen? Ich fürchte, kein Einziger...
 
AW: Hui, hier geht's ja zur Sache!

Doc-Shock am 20.07.2008 23:53 schrieb:
... Und für die, die sich jetzt nicht denken können, was nun kommt: Man erlebt in First-Person-Perspektive mit, wie der von uns gespielte, heldenhafte Wachmann von unserem stereotypischen SpecialOps-Abziehbild eines Helden eine Kugel in den Kopf bekommt.
Was wäre das für ein denkwürdiger Moment in der Spielegeschichte, richtig großes Kino. Ein einschneidendes, erschreckendes Erlebnis, das auch den weniger anspruchsvollen Gamer nicht kalt lassen kann.

Ja. Und weisst Du was die ganzen Emotionskrüppel dazu meinen würden?

"Mir doch scheißegal, sind doch nur Pixel."

Nate
 
AW:

Odin333 am 20.07.2008 22:53 schrieb:
@ gamerschwein
"Vielleicht wirst du mich für krank halten , aber ich kann so drastische Darstellungen von Leid und Tod auf dem Bildschirm nur begrüßen.
Wer in einem Spiel einen Menschen in Flammen setzt , oder ihm in den Fuß schiesst , der soll nicht vom Wehklagen derjenigen Person verschont werden. In dem Moment , in dem ich beschliesse einen Menschen (auch wenn es nur in einem Spiel ist) auf diese Art und Weise umzubringen , muss ich auch die Konsequenzen vor Augen geführt bekommen.
Imho wird dadurch der angeblich entstehenden mangelnden Differenzierfähigkeit zwischen virtueller und realer Gewalt vorgebeugt , da das Ganze nicht auf "Knopf drücken -> tot" hinausläuft sondern die volle Bandbreite der Konsequenzen auf realistische Art und Weise vermittelt."

Teilweise gebe ich dir recht, wenn solche Spiele, dann sollte man die Konsequenzen tragen (können).
ABER!!!!
Diese Spiele die aufgrund der Gewaltdarstellung ab 18 verkauft werden, haben nichts bei Saturn und Co. zu suchen.
Warum macht man es nicht wie es jedes Erotikgeschäft. macht. Grundsätzlich dürfen nur Volljährige ins Geschäft.
Saturn und Co. sollten einfach eine Geschlossene Abteilung zusammenzimmern, und ein Arbeiter sollte die Ausweise kontrollieren.
Dann bräuchte man das Geschneide nicht.
Sicher nicht 100% sicher (Internet) aber sicherer.
Auserdem würde ich bei manchen Spielen eine Freigabe ab 21 begrüssen. Spätestens dann sollte man wissen was man kauft und auf was man sich einlässt, wenn man bestimmte Szenen Sieht.


Ich geb dir da voll recht, nur dass es in Deutschland meines Wissens nicht möglich ist die Abgabe ab 21 zu festzulegen, da man mit 18 volljährig ist und bei uns meines Wissens keine weitere Grenze der bei 21 besteht. Dazu kommt dass es auch 21Jährige gibt die die geistige Reife von 14-Jährigen haben.

Zu den Konsequenzen und dem Ansatz, dass sich die Spieler darüber Gedanken machen sollen habe ich aber eine sehr zweischneidige Meinung!
Die Spieler mit Verstand die das Ganze begreiffen können und dadurch bedrückt sind wenn sie so eine Handlung durchführen sind ja nicht die Problemgruppe!
Das Problem bei der Gewaltdarstellung in der Form ist, dass die Spieler wie der "je brutaler desto geiler"-Typ hier im Forum einen heiden Spass dran haben die Leute auf diese Art und Weise umzulegen und sich noch darüber lustig machen wenn sie es ihren Freunden zeigen. Das sind dann oftmals die Selben die in der Schule andere zusammenschlagen, das ganze per Handy filmen und es dann voller Stolz ihren Freunden zeigen.

Und genau wegen solchen Leuten führen wir und auch die Politiker diese Diskussionen. Das der Großteil der Spieler gut damit umgehen kann ist klar, das Problem ist eben der kleine Rest der es nicht kann.

Und dass die Entwickler dieses neue Feature zu Promotionzwecken anpreisen kann man ihnen nicht verübeln, da es den neuen Realismusgrad darstellt und in anderen Ländern nicht so kritisch gesehen wird wie bei uns. In Amerika würden diese Diskussion nur aufkommen wenn sie eine Buschfrau mit blanken Nippeln zeigen was ja auch durchaus realsitisch wäre...
Da muss ich ganz ehrlich sagen finde ich diese Diskussion zumindest deutlich berechtigter.

Das Schlimme für uns Spieler ist nur dass die Medien sowas zerfleischen und wie in der Vergangenheit oft geschehen einfach völlig verzerren und aus dem Zusammenhang reißen!
Und die Basis der Leute die so einen Ausschnitt in den Nachrichten sehen und schockiert sind steigt und analog dazu die Zahl derer, die Shooter generell verbieten wollen.
 
AW:

Zubunapy am 20.07.2008 23:22 schrieb:
hpp1230 am 20.07.2008 23:17 schrieb:
ich finde genau in die richtung muss es gehen die AI ist ein wichtiger bestandteil eines jeden spieles und spiele anzuprangern bei denen die menschen nicht dumm sind ist doch quatsch. wenn ich zocke dann gehts mir nicht ums töten.


Nein, es geht ums Kaffeekränzchen. Man lädt sich die künstlich intelligenten Söldner zu einem kleinen Stelldichein ein, serviert Tee nebst Gebäck und spricht über die aktuelle Wirtschaftslage.

Wenn es bei SHootern nicht ums Töten geht, worum denn dann?

Hier mal eine kleine Anmerkung:

§ 131 Strafgesetzbuch
Gewaltdarstellung
(1) Wer Schriften (§ 11 Abs. 3), die grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen in einer Art schildern, die eine Verherrlichung oder Verharmlosung solcher Gewalttätigkeiten ausdrückt oder die das Grausame oder Unmenschliche des Vorgangs in einer die Menschenwürde verletzenden Weise darstellt,
1. verbreitet,
2. öffentlich ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht,
3. einer Person unter achtzehn Jahren anbietet, überläßt oder zugänglich macht oder
4. herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, ankündigt, anpreist, einzuführen oder auszuführen unternimmt, um sie oder aus ihnen gewonnene Stücke im Sinne der Nummern 1 bis 3 zu verwenden oder einem anderen eine solche Verwendung zu ermöglichen,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft

(§ 11 Abs. 3: Den Schriften stehen Ton- und Bildträger, Datenspeicher, Abbildungen und andere Darstellungen in denjenigen Vorschriften gleich, die auf diesen Absatz verweisen.)
 
AW:

So langsam kommen wir aufgrund der immer realitätsnaheren Grafik und stärker werdenden KI in einen Bereich, wo es ethische Fragen zu berühren scheint, was der Spieler tut, bzw. tun könnte.
Nicht nur bei FarCry2, auch COD5 scheint sich bei seiner Gewaltdarstellung so sehr dem Realismus anzunähern. Selbst mir würde, als alteingessenen Shooterfan doch recht abgehärtet, bei einem Gegner, den ich mit einem Flammenwerfer verbrenne - und der dann daraufhin vor Schmerzen schreiend vor mir wegläuft, ein sehr mulmiges Gefühl beschleichen. Gut so, ein Zeichen, das man anscheinend so abgestumpft wie vorgeworfen wird, doch nicht ist.
Allerdings wird dadurch das Dilemma, vor dem wir langsam immer öfter stehen werden, nicht kleiner. Immer realistischere Gegner, die die Unterschiede zur realen Welt immer mehr verschwimmen lassen werden.
Nach meiner Meinung wird dies auf Dauer die reinen Shooter, in welchen das Schießen Hauptsinn ist, verdrängen und den Weg zu Spielen machen, die gerade durch ihre Realitätsnähe andere Interessen wecken und vielleicht gerade dadurch einen noch viel tiefer in die virtuelle Welt eintauchen lassen werden.
Wenn ich ehrlich bin, ist mir reines Ballern inzwischen auch viel zu öde, ich spiele eigentlich Spiele wie Halflive, Stalker oder Crysis, welche sicher immer noch Shooter sind, aber einen auch schon sehr gut in Ihre Welt eintauchen lassen, ohne unnötige Gewalt zu verlangen. Ich bin selbst gespannt, wie ich auf/in FarCry 2 reagieren werde - ich glaube aber nicht, das es meine moralischen Grenzen ausser Kraft setzen wird!

Sten
 
AW:

sten am 21.07.2008 00:50 schrieb:
So langsam kommen wir aufgrund der immer realitätsnaheren Grafik und stärker werdenden KI in einen Bereich, wo es ethische Fragen zu berühren scheint, was der Spieler tut, bzw. tun könnte.
Die Grafik kann noch so gut werden aber die menschlichen Figuren in Computerspielen haben immer etwas , starres, kaltes, leeres was es einfach unmöglich macht sie als echte Menschen zu sehen. Da weckt doch jeder drittklassige Schaupieler mehr Emotionen als diese absolut künstlichen Wesen.
Wer Gewissensbisse bekommt wenn er sie nach allen Regeln der Kunst aus einander nimmt rennt sicher auch zur nächsten Polzeiwache und zeigt sich wegen Totschlags an wenn er auf eine Ameise getreten ist. :-D
 
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