Vielleicht sollte man einfach auch einmal akzeptieren, dass ein lieb gewonnenes Hobby nicht so problemlos ist, wie man es gerne hätte. Den Experten hier die Fachkenntniss absprechen (auch von PC-Games durch die Anführungszeichen) und sich selbst ohne große Eigenqualifikation zum Experten aufschwingen ist auch keine Lösung.
Den gesunden Menschenverstand auszuschalten ist auch keine Lösung. Den den sollte man immer gebrauchen, ansonsten ist man Scharlatanen, Hochstaplern und Rattenfängern hilflos ausgeliefert.
Diese selbsternannten Experten haben keine Ahnung von der Materie. Und die Familienangehörigen haben in dieser "Expertenrunde" überhaupt nichts verloren. Das ist genauso als würde man den Vater eines ermordeten Kindes als Richter über den Mordfall einsetzen.
Hast Du Dir auch nur die ersten 10 Seiten dieser 85 Seiten durchgelesen? Wenn man diese Leute nicht zu Experten - zumindest in bestimmten Bereichen zählen kann - wen dann? Dass man auch Experten nicht immer alles sofort glauben muss - immerhin gibt es ja auch Diskussionen unter Fachleuten - ist auch klar, aber jemandem sofort jedes Wissen absprechen, nur weil er/sie eine unangenehme Meinung vertritt, ist kindisches Verhalten.
Schon daran gedacht, dass die Angehörigen deshalb in der Expertenrunde waren, damit man untersuchen konnte, welche Familienumstände evtl. eine Rolle gespielt haben?
Ich habe mir sehr genau angeschaut wer in der sogenannten "Expertenrunde" dabei ist.
Vor allem Kriminologische Vertreter aus verschiedenen Instituten und Vertereter der Kriminalpolizei, ein paar Wischiwaschi-Psychologen, viele Politiker die absolut Null Ahnung von den neuen Medien haben und natürlich die Eltern von Opfern die verzweifelt sind und mit jeder Faser ihres Daseins nach Gründen und auch Sündenböcken suchen.
Es geht nicht um eine unangenehme Meinung sondern um absolut falsche, populistische und hahnebüchene Theorien.
Als ob man durch Ego-Shooter lernen würde in der Realität Waffen mit absoluter Präzision zu bedienen.
Da müßte man als Anwender von CAD-Programmen (ich meine jetzt Programme wie Autocad oder Vectorworks etc.) die perfekten Mörderamokschützen sein. Denn diese CAD-Programme verlangen viel mehr Präzision als jeder Shooter. Man muß sehr genau Punkte und Linien auf dem Bildschirm anklicken.
Das hat aber nichts mit dem realen Schießen mit einer Schusswaffe zu tun. Jeder Bundeswehrsoldat und jeder ehrliche Polizist, der schon mal einen Shooter gespielt hat würde sich kaputtlachen.
Einige Punkte aus dem Programm scheinen ja auch vernünftig zu sein und versuchen die Komplexität so einer Tat aufzuzeigen.
Aber Verbote, Zensur und absolute Kontrolle des Internets können doch nicht Amokläufe verhindern.
Das Wort "Amok" stammt aus einer Zeit wo es noch keinerlei moderne Medien gab.
Aber blanker Aktionismus und populistisches Stammtischgerede ist einfach sehr beliebt und beruhigt das "gesunde Volksempfinden".