Loosa am 22.08.2007 12:01 schrieb:
danmage am 22.08.2007 11:24 schrieb:
Das witzige ist ja, daß die meisten hier die Reportage im Fernsehen gar nicht gesehen haben. Sonst hätten sie die Einseitigkeit und die falschen und übertriebenen Darstellungen erkannt.
Dann müssen Du und ich irgendwie verschiedene Beiträge gesehen haben

So einseitig fand ich den nicht (es wurde mehrfach erwähnt, dass auch andere Faktoren eine Rolle spielen), und den meisten Aussagen kann ich mich anschliessen.
Witzig sind die, fast schon allergischen, Reaktionen in diversen Foren auf den Beitrag. Da wäre auch mal wieder was Neues, und vielleicht differenzierteres, angebracht
Wäre der Beitrag differnziert gewesen, hätte man:
1. Darauf aufmerksam gemacht, dass DE das schärfste Jugendschutzgesetz hat und die Gesetze absolut ausreichend sind
2. Darauf Aufmerksam gemacht, dass ein weiteres Verbot dazu führen würde, dass Eltern und Gesellschaft wieder ein Stück mehr aus der Verantwortung gezogen würden.
3. Darauf Aufmerksam gemacht, dass man gemeinsam Wege fidnen muss, dass der Handel die Bestimmungen einhält.
4. Darauf Aufmerksam gemacht, dass es nötig ist, Aufklärung zu betreiben und Erwachsene dazu gebracht werden müssen, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.
5. Darauf Aufmerksam gemacht, dass nicht das Spielen zu solchen Taten führt.
6. Darauf Aufmerksam gemacht, dass es inzwischen wesentlich mehr Studien gibt, die eben keinen Handlungsbedarf in der Gesetzgebung sehen und auch einen Kausalzusammenhang nicht herstellen können.
7. Darauf Aufmerksam gemacht, dass die FH-Köln nicht nur eine Nähe zu der Spieleindustrie haben, sondern dass Forschung immer von anderen Investoren partizipieren, da staatliche Mittel nicht ausreichen und dass die FH-Köln dennoch eine Forschung betrieben hat, auch auf Hinblick der Ergebnisse anderer Länder wie die USA.
8. Darauf Aufmerksam gemacht, dass ein Verbot, im so hoch gelobten Zeitalter der Globalisierung den Sinn verliert und das Problem aus dem Fokus nimmt.
Was der Beitrag gemacht hat:
1. Gesagt, dass Jugendliche Titel spielen, die nicht für sie geeignet sind.
2. Die Gegner dieser Spiele zu Wort kommen lassen.
3. Die Gegner eines Verbots zu Wort kommen lassen - mit dem mehr als faden Beigeschmack, dass sie gekauft seinen.
4. Eine Statistik gezeigt, die suggeriert, dass das Spielen von Gewaltspielen potentiell Gewalttaten auslöst.
5. Die Entscheidung des Kulturrates lächerlich gemacht und das auch noch im letzten Satz, der vom Moderator gesprochen immer hängen bleibt
6. Keine sachliche Lösung auf Basis der aktuellen Gesetzgebung angeboten.
Dieser Bericht wäre als Abiturarbeit 0 punkte wert gewesen, da weder eine richtige Analyse, noch eine Synthese und erst Recht keine Lösung angeboten wurde.
Es bleibt nur hängen, dass Computerspiele in unserer Gesellschaft ein Problem darstellen.