AW: News - Emsdetten: Die Rückkehr der Killerspiele?
Ich stimme dir grundsätzlich in allen Punkten zu. Bei einer solchen Tat ist es schwer die wirklichen Gründe zu finden, weil es meistens ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren ist. Doch ist einfach die Inkompetenz der Medien und Politik die Schuld auf die "Killerspiele" abzuschieben, in meinen Augen einfach unhaltbar. Es ist eine leichte und einfache Erklärung für ein Problem, mit dessen wirklichen Ursachen man sich nicht beschäftigen möchte.
Das schlimme daran ist, dass viele Menschen die mit dem Thema Computerspiele wenig anfangen können, wirklich das glauben was von den Medien und der Politik verbreitet wird. Was zur Folge hat, dass wir uns als Computerspieler für unser Hobby schämen müßten, da es ja anscheinend unseren geistigen Zustand verwirrt.
Ich bin mir sicher, dass Egoshooter wie Doom etc. auf geistig labile Personen bestimmt keinen guten Einfluss haben, doch die Schuld für das Verhalten und die Taten dieser Personen auf die Spiele zu schieben, ist in meinen Augen einfach dermaßen kurzsichtig und wirklichkeitsfremd - ich frage mich ob diejenigen die das behaupten, schon mal über die Gründe und Konsequenzen ihrer Behauptungen nachgedacht haben.
Außerdem bin ich mir sicher, dass man mittlerweile fast bei jedem "Gesetzesbrecher" zu Hause eine Art von Videospielkonsole oder PC finden wird, und einen dazu passenden Egoshooter - ich spiele selbst eigentlich nur RTS games aber irgendwann hab ich auch mal cs oder quake gespielt ums auszuprobieren. Demnach lassen sich wahrscheinlich 70 % der Verbrechen durch die Killerspiele erklären - so würde jedenfalls die Logik der Politik und Medien funktionieren.
Ich frage mich ernsthaft, wer in dieser Gesellschaft die Amokläufer sind. Diejenigen die die Gesellschaft als solches einfach nicht mehr ertragen können, oder diejenigen die mit diesen Menschen Geld machen.
Gruß,
wertu
Spassbremse am 21.11.2006 17:29 schrieb:Ich sehe es zwar im Prinzip wie Du, dass zuviel "Liebe" auch wieder schlecht für die Entwicklung des Kindes sein kann, weil die Entwicklung der Selbstständigkeit damit behindert oder gar verhindert wird, dennoch halte ich diese Form "schlechter" Erziehung für deutlich harmloser, als eine Vernachlässigung des Kindes.
Die Schuld bei solchen Taten auf die Familie allein abzuwälzen, ist in meinen Augen ebenso falsch wie Computerspiele zum Sündenbock zu machen.
Ich persönlich bin überzeugt, dass es niemals EIN Faktor allein ist, der diese Vorgänge auslöst, sondern eine ungute Mischung aus vielen.
Verantwortlich in meinen Augen sind:
-die Gesellschaft: um angesehen zu sein, muss man schön, reich und erfolgreich sein. Abweichungen vom "Idealtyp", der durch die Medien gebetsmühlenartig propagiert wird, werden ausgegrenzt (in Abstufungen natürlich).
-die Politik: anstatt solchen Entwicklungen gegenzusteuern, fördert die Politik noch solche Entwicklungen, indem seit Jahren Beratungsstellen/Pädagogen für Jugendliche gestrichen werden.
-das Umfeld: jeder, der den Täter gut kannte, trägt gewissermaßen eine Mitschuld. Sein Verhalten war durchaus auffällig, man hätte gerade an dieser Stelle vielleicht etwas ändern können.
-die Familie: siehe Umfeld. Ich frage mich, wie weit entfernt sich die Eltern schon von ihrem Sohn hatten und inwieweit sie die Augen verschlossen.
-Computerspiele: tatsächlich halte ich es für möglich, dass Computerspiele einen schädlichen Einfluß auf labile Persönlichkeiten haben können, ebenso wie andere Medien, darunter auch Bücher! Ich würde mich schon dafür aussprechen, solche labilen Menschen nicht derartiger Beeinflussung auszusetzen, solange Auffälligkeiten bestehen.
Allerdings würde diese aufwendige Methode natürlich wieder erfordern, dass sich der "Rest" um intensiver um diese Menschen kümmert.
Gruss,
Bremse
Ich stimme dir grundsätzlich in allen Punkten zu. Bei einer solchen Tat ist es schwer die wirklichen Gründe zu finden, weil es meistens ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren ist. Doch ist einfach die Inkompetenz der Medien und Politik die Schuld auf die "Killerspiele" abzuschieben, in meinen Augen einfach unhaltbar. Es ist eine leichte und einfache Erklärung für ein Problem, mit dessen wirklichen Ursachen man sich nicht beschäftigen möchte.
Das schlimme daran ist, dass viele Menschen die mit dem Thema Computerspiele wenig anfangen können, wirklich das glauben was von den Medien und der Politik verbreitet wird. Was zur Folge hat, dass wir uns als Computerspieler für unser Hobby schämen müßten, da es ja anscheinend unseren geistigen Zustand verwirrt.
Ich bin mir sicher, dass Egoshooter wie Doom etc. auf geistig labile Personen bestimmt keinen guten Einfluss haben, doch die Schuld für das Verhalten und die Taten dieser Personen auf die Spiele zu schieben, ist in meinen Augen einfach dermaßen kurzsichtig und wirklichkeitsfremd - ich frage mich ob diejenigen die das behaupten, schon mal über die Gründe und Konsequenzen ihrer Behauptungen nachgedacht haben.
Außerdem bin ich mir sicher, dass man mittlerweile fast bei jedem "Gesetzesbrecher" zu Hause eine Art von Videospielkonsole oder PC finden wird, und einen dazu passenden Egoshooter - ich spiele selbst eigentlich nur RTS games aber irgendwann hab ich auch mal cs oder quake gespielt ums auszuprobieren. Demnach lassen sich wahrscheinlich 70 % der Verbrechen durch die Killerspiele erklären - so würde jedenfalls die Logik der Politik und Medien funktionieren.
Ich frage mich ernsthaft, wer in dieser Gesellschaft die Amokläufer sind. Diejenigen die die Gesellschaft als solches einfach nicht mehr ertragen können, oder diejenigen die mit diesen Menschen Geld machen.
Gruß,
wertu
lasst uns killer doch zocken


).