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News - Emsdetten: Die Rückkehr der Killerspiele?

AW: News - Emsdetten: Die Rückkehr der Killerspiele?

Spassbremse am 21.11.2006 17:29 schrieb:
Ich sehe es zwar im Prinzip wie Du, dass zuviel "Liebe" auch wieder schlecht für die Entwicklung des Kindes sein kann, weil die Entwicklung der Selbstständigkeit damit behindert oder gar verhindert wird, dennoch halte ich diese Form "schlechter" Erziehung für deutlich harmloser, als eine Vernachlässigung des Kindes.

Die Schuld bei solchen Taten auf die Familie allein abzuwälzen, ist in meinen Augen ebenso falsch wie Computerspiele zum Sündenbock zu machen.

Ich persönlich bin überzeugt, dass es niemals EIN Faktor allein ist, der diese Vorgänge auslöst, sondern eine ungute Mischung aus vielen.

Verantwortlich in meinen Augen sind:

-die Gesellschaft: um angesehen zu sein, muss man schön, reich und erfolgreich sein. Abweichungen vom "Idealtyp", der durch die Medien gebetsmühlenartig propagiert wird, werden ausgegrenzt (in Abstufungen natürlich).

-die Politik: anstatt solchen Entwicklungen gegenzusteuern, fördert die Politik noch solche Entwicklungen, indem seit Jahren Beratungsstellen/Pädagogen für Jugendliche gestrichen werden.

-das Umfeld: jeder, der den Täter gut kannte, trägt gewissermaßen eine Mitschuld. Sein Verhalten war durchaus auffällig, man hätte gerade an dieser Stelle vielleicht etwas ändern können.

-die Familie: siehe Umfeld. Ich frage mich, wie weit entfernt sich die Eltern schon von ihrem Sohn hatten und inwieweit sie die Augen verschlossen.

-Computerspiele: tatsächlich halte ich es für möglich, dass Computerspiele einen schädlichen Einfluß auf labile Persönlichkeiten haben können, ebenso wie andere Medien, darunter auch Bücher! Ich würde mich schon dafür aussprechen, solche labilen Menschen nicht derartiger Beeinflussung auszusetzen, solange Auffälligkeiten bestehen.
Allerdings würde diese aufwendige Methode natürlich wieder erfordern, dass sich der "Rest" um intensiver um diese Menschen kümmert.

Gruss,
Bremse

Ich stimme dir grundsätzlich in allen Punkten zu. Bei einer solchen Tat ist es schwer die wirklichen Gründe zu finden, weil es meistens ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren ist. Doch ist einfach die Inkompetenz der Medien und Politik die Schuld auf die "Killerspiele" abzuschieben, in meinen Augen einfach unhaltbar. Es ist eine leichte und einfache Erklärung für ein Problem, mit dessen wirklichen Ursachen man sich nicht beschäftigen möchte.

Das schlimme daran ist, dass viele Menschen die mit dem Thema Computerspiele wenig anfangen können, wirklich das glauben was von den Medien und der Politik verbreitet wird. Was zur Folge hat, dass wir uns als Computerspieler für unser Hobby schämen müßten, da es ja anscheinend unseren geistigen Zustand verwirrt.

Ich bin mir sicher, dass Egoshooter wie Doom etc. auf geistig labile Personen bestimmt keinen guten Einfluss haben, doch die Schuld für das Verhalten und die Taten dieser Personen auf die Spiele zu schieben, ist in meinen Augen einfach dermaßen kurzsichtig und wirklichkeitsfremd - ich frage mich ob diejenigen die das behaupten, schon mal über die Gründe und Konsequenzen ihrer Behauptungen nachgedacht haben.

Außerdem bin ich mir sicher, dass man mittlerweile fast bei jedem "Gesetzesbrecher" zu Hause eine Art von Videospielkonsole oder PC finden wird, und einen dazu passenden Egoshooter - ich spiele selbst eigentlich nur RTS games aber irgendwann hab ich auch mal cs oder quake gespielt ums auszuprobieren. Demnach lassen sich wahrscheinlich 70 % der Verbrechen durch die Killerspiele erklären - so würde jedenfalls die Logik der Politik und Medien funktionieren.

Ich frage mich ernsthaft, wer in dieser Gesellschaft die Amokläufer sind. Diejenigen die die Gesellschaft als solches einfach nicht mehr ertragen können, oder diejenigen die mit diesen Menschen Geld machen.

Gruß,
wertu
 
AW: News - Emsdetten: Die Rückkehr der Killerspiele?

ich werd schon wieder aggressivvvvv... ne weile nich bf2 gezockt und schon wieder n 500 mb update download argh :ugly: lasst uns killer doch zocken :ugly:
 
AW: News - Emsdetten: Die Rückkehr der Killerspiele?

Zero-Zardon am 21.11.2006 17:38 schrieb:
Was für eine überraschung der Geistige Tiefflieger Stoiber muss sich auch noch zu wort melden.
http://www.golem.de/0611/49059.html
:-$ :-$

Asche zu Asche
StoiberStaub zu Staub


Manchmal fragt man sich, ob Politiker wirklich so blöd sein können, oder ob da System dahinter steckt.
Jeder gute Arzt weiß, dass es nur Besserung bringt, wenn man die Krankheit bekämpft und nicht das Symptom.
 
AW: News - Emsdetten: Die Rückkehr der Killerspiele?

lagsam nervt es immer mehr ständig versuchen die politiker alles auf die spiele zu schieben.
mich nervt dieser generationskonflikt nur weil die alten leute nicht damit klar kommen die spielen doch selber krieg was regen die sich die ganze zeit auf echt eh die solln sich ma an ihrer eigenen nase ziehn
 
AW: News - Emsdetten: Die Rückkehr der Killerspiele?

IXS am 21.11.2006 17:49 schrieb:
Manchmal fragt man sich, ob Politiker wirklich so blöd sein können, oder ob da System dahinter steckt.
Jeder gute Arzt weiß, dass es nur Besserung bringt, wenn man die Krankheit bekämpft und nicht das Symptom.

So ist also weg mit den Politikern
:finger: :finger: :ugly:
 
AW: News - Emsdetten: Die Rückkehr der Killerspiele?

Ich sehe gerade eine Möglichkeit sehr reich zu werden. Ich wette, dass am selben Tag, nachdem alle Killerspiele weltweit verboten worden sind, ein Jugendlicher jemanden umbringt!
Klingt krass? Aber nicht doch, die meisten Menschen sterben sinnlos in Gegenden wo es noch nicht einmal Elektrizität gibt. Da stellt sich doch einem die Frage was erschreckender ist: Die Tatsache das trotz unserer Zivisilations-Konditionierung immer noch Leute mit Gewalt ihren Frust äußern, oder der Fakt das so viele Politiker und Verantwortliche mit solch immenser Ignoranz gesegnet sind.
Und darum geht es schließlich - Verantwortung! Bei diesem Jugendlichen haben sowohl die Eltern (Hauptverantwortlich) als auch die Lehrer versagt. Es werden ja wohl alle mit mir einer Meinung sein, wenn ich behaupte das Vater/Mutter zu sein die verantwortungsvollste Aufgabe ist, die ein Mensch übernehmen kann.
Die Lehrer haben die Aufgabe, ihren Schülern Wissen zu vermitteln, sie zu bilden und ihre Schwächen und Stärken zu kennen. So weit ich aber erfahren habe haben die Lehrer den Jungen wohl als Versager abgestempelt. Multipliziert man das mit der Frustration des Elternhauses und eventl. Ablehnung seitens der Mitschüler, dann ist ersichtlich das "Killerspiele" keine Ersatzbefriedigung darstellen.
Die Folge ist eine gewaltsame Entladung aufgestauter Frustation! Bei mir helfen gewisse Spiele Frust abzubauen und ich sehe es als Teil meines Selbstverwirklichungsrechtes mir solche Games auch kaufen zu können.
Hitler, Stalin und Bush haben kein UT oder CS gespielt, aber sehr viele Menschen sind wegen ihnen vorsätzlich getötet worden.
Also liebe Politiker, labert keine Scheiße!
 
AW: News - Emsdetten: Die Rückkehr der Killerspiele?

Crogrom am 21.11.2006 17:46 schrieb:
da sind nur die 1.000.000 ea updates fur bf2 schuld :ugly:

Crogrom am 21.11.2006 17:48 schrieb:
ich werd schon wieder aggressivvvvv... ne weile nich bf2 gezockt und schon wieder n 500 mb update download argh :ugly: lasst uns killer doch zocken :ugly:
kannst du deine (wenig konstruktiven) Beträge auch mal lassen?
Die sind alles andere, nur nicht lustig! :rolleyes:

und wenn du schon posten musst, dann bitte konstruktiv ...
 
AW: News - Emsdetten: Die Rückkehr der Killerspiele?

Also meiner Meinung nach, wird da nur wieder ein Schuldiger gesucht, ist doch viel einfacher zu sagen die "Killerspiele" sind schld, als sich einzugestehen, das in unserer Gesellschaft vielleicht nicht alles so läuft wie es laufen soll. :finger2:

Irgendwo hat er doch schon recht, wenn er sagt ja das der Konsumterror einen fertig machen kann, besonders Jungendliche von weniger reichen Eltern.Und wenn man dann noch kein wirkliches soziales Umfeld hat, wird es doch ziemlich heavy.

Ein Patentrezept wird es da dann aber auch nicht geben. Aber einfach weitergehen und sich sagen, passiert ja immer wieder, kann man nichts machen, sollte man auch nicht. :confused:
 
AW: News - Emsdetten: Die Rückkehr der Killerspiele?

Aber sagen wir mal es werden alle "killerspiele" verboten und sagen wir mal, der begriff killerspiel wird definiert als spiele mit gewalttätigem inhalt. dann bin ich mir sicher das es trotzdem noch amokläufe geben wird, denn diese thematik der politiker über die schuld von killerspielen, geht am eigentlichen kern des problems, also warum jemand amok läuft, vorbei. es hat doch jedesmal psychologische gründe gegeben warum der amoklauf überhaupt geschehen ist, wie in diesem fall fühlte sich der täter als opfer unserer konsumgesellschaft und gab den lehrern und mitschülern die schuld.
allerdings übersehen die politiker anscheinend die psychologischen aspekte und gehen auf etwas los wovon sie zwar eigentlich keinen blassen schimmer haben, aber was sie im ansatz gerade noch verstehen können, aus der sicht der politiker sieht jedes killerspiel wohl so aus:>spieler schießt mit waffe auf pixelmännchen<, ...und jedesmal wenn ich eine erklärung von politikern lese, warum killerspiel der auslöser für amokläufe sind, denke ich sofort an die hexenjagden aus dem mittelalter, sprich: dünne argumentation und beschuldigungen die nichtmal erwas mit den spielen zu tun haben.

anstatt immer auf den spielen rumzuhacken und sie zu verteufeln, sollten die politiker mal aufklärungsarbeit leisten und zwar bei den eltern. zudem sollte der sparkurs bei der bildung endlich mal aufhören, weil computerspiele nämlich sonst irgendwann die einzige bildungsquelle sind die wir und unsere kinder noch haben.
 
AW: News - Emsdetten: Die Rückkehr der Killerspiele?

Also langsam wird es mir mit diesem Killerspieltheater echt zu blöd. Sollen sie es doch endlich verbieten, damit man sich das nichtmehr ständig anhören muss und anstatt es zu importieren ohne schlechtes gewissen aus dem Internet raubmordkopieren kann.
 
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Ich möchte an dieser Stelle übrigens allen, die unsere Politiker für "unfähig" oder "dumm" halten, mal die Augen öffnen:

Glaubt ihr wirklich, Stoiber & Co. sind so weltfremd, dass sie annehmen würden, ein Verbot von "Killerspielen" würde tatsächlich etwas bringen?

Natürlich wissen sie, dass ein Verbot GAR nichts bewirkt. Es geht hier nur darum, sich zu profilieren. Man benötigt einen Sündenbock, um der Bevölkerung zu zeigen, "Schaut her! Wir machen etwas! Ihr könnt euch sicher fühlen!"
Ein Verbot demonstriert somit den Handlungswillen der Politiker und kann den nötigen Vorsprung bei der nächsten Wahl bedeuten, zumal die einschlägigen Medien diesbezüglich ja schon genug Vorarbeit geleistet haben , so dass Computerspiele durchaus als potentielle Bedrohung wahrgenommen werden, sodass diejenigen die diese Bedrohung beseitigen, natürlich an Ansehen gewinnen.

Warum gerade Computerspiele? Ganz einfach, im Gegensatz zu in Deutschland anderen "potentiellen Übeltäter", wie z.B. Schützenvereinen, die jahrhundertelange Tradition haben und eine dementsprechend große Lobby in der Wählerklientel (speziell bei CSU/CDU und SPD), beschränkt sich bei Computerspielen die "Lobby" vornehmlich auf Jugendliche und junge Erwachsene, die nur wenig bis gar keinen Einfluß auf politische Entscheidungen haben bzw. haben wollen und dementsprechend von den etablierten Parteien vernachlässigt werden.

Die CSU ist sich z.B. sehr wohl bewusst, WOHER sich ihre Wählerschaft rekrutiert. Jugendliche? Eher weniger...oder wer von euch hier wählt CSU/CDU?

Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass sich Parteien wie FDP und Grüne mit durchaus "vernünftigen" Aussagen zu dem Thema äußern.

Der Hauptgrund ist aber auch in dem Fall eher, dass man damit versucht, junge Wähler für sich zu gewinnen.

Politik ist wie Wirtschaft. Jede Partei möchte sich besonders gut an "ihre" Zielgruppe verkaufen (wobei die Zielgruppe möglichst umfassend sein soll).

Gruss,
Bremse
 
AW: News - Emsdetten: Die Rückkehr der Killerspiele?

für diese komentare vom herrn steuber werden sie ihn bald erschiesen lol :-D
 
AW: News - Emsdetten: Die Rückkehr der Killerspiele?

Wieso heißt es immer Killerspiele?
Dieser Typ ist doch mit ECHTEN Waffen herumgerannt und das auch VOR seinem Amoklauf an der Schule. Nicht nur er, sondern auch alle anderen Amokläufer waren im Besitz von Waffen, keine digitalen, sondern mit echten Kugeln!!!
Und wie ist ER an die gekommen? Das erfährt man sicher wieder so nebenher, aber die ach so bösen Spiele kommen sicher ins Rampenlicht.
Nicht mal in Counter Strike lernt man eine Bombe zu basteln, da sieht man per Tastendruck nur wie die Bombe scharf gemacht wird (Der Charakter drückt auf einer digitalen Tastertur herum) und dann piepst es bis sie hochgeht (ja, außer sie wird entschärft ;-) ).

Es wäre wohl besser das Waffengesetz zu verschärfen als immer gleich über PC-Spiele usw. herzufahren...

Auch mit der deutschen Spiele-Kastrations-Behörde gibt es noch Amokläufe, wie man im jüngsten Fall sehen kann...

Was sollte man also daraus welche Schlüsse ziehen?
 
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IXS am 21.11.2006 17:49 schrieb:
Manchmal fragt man sich, ob Politiker wirklich so blöd sein können, oder ob da System dahinter steckt.
Bei uninformierten Wählern kommt sowas halt immer gut an. Man zeigt Entschlußkraft... auch wenn sie nichts bringt :-S

Aber bis auf die Dampfplauderer a la Stoiber sehen das die Politiker mittlerweile ja doch etwas differenzierter. Zum Glück.

Sogar die Gewerkschaft der Polizei warnt vor solchen "Scheindebatten":
Diese lenkten nur „von der Hilflosigkeit und Oberflächlichkeit derjenigen ab, die sie in Gang setzen“.

Notwendig sei vielmehr eine Ursachensuche und Bestandsaufnahme, erklärte der Bund der Kriminalisten (BDK). „Die Gesellschaft sollte sich die Frage stellen, warum die Zahl der Gewaltdelikte junger Leute in vielen Bundesländern in den vergangenen Jahren teils zweistellig gestiegen ist“, sagte BDK-Chef Klaus Jansen.
q
"Hilflosigkeit und Oberflächlichkeit", das passt so gut auf Stoiber, einfach herrlich :top: :-D
 
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obi141 am 21.11.2006 18:15 schrieb:
Es wäre wohl besser das Waffengesetz zu verschärfen als immer gleich über PC-Spiele usw. herzufahren...
das wird wohl auch weniger was nützen, denn wenn er die Waffen sowieso illegal erworben hat, wird das später (leider) auch noch möglich sein.
Sprich: es gibt immer mittel und wege
 
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SYSTEM am 21.11.2006 15:28 schrieb:
Jetzt ist Ihre Meinung gefragt: Hier können Sie Ihren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.

Vieleicht war er ja auch CDU-Wähler und man müsse daher die CDU verbieten :finger2:
 
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FossilZ am 21.11.2006 18:19 schrieb:
obi141 am 21.11.2006 18:15 schrieb:
Es wäre wohl besser das Waffengesetz zu verschärfen als immer gleich über PC-Spiele usw. herzufahren...
das wird wohl auch weniger was nützen, denn wenn er die Waffen sowieso illegal erworben hat, wird das später (leider) auch noch möglich sein.
Sprich: es gibt immer mittel und wege

Gleiches gilt für Spiele ;-)
 
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Spassbremse am 21.11.2006 18:14 schrieb:
Ich möchte an dieser Stelle übrigens allen, die unsere Politiker für "unfähig" oder "dumm" halten, mal die Augen öffnen:

Glaubt ihr wirklich, Stoiber & Co. sind so weltfremd, dass sie annehmen würden, ein Verbot von "Killerspielen" würde tatsächlich etwas bringen?

Natürlich wissen sie, dass ein Verbot GAR nichts bewirkt. Es geht hier nur darum, sich zu profilieren. Man benötigt einen Sündenbock, um der Bevölkerung zu zeigen, "Schaut her! Wir machen etwas! Ihr könnt euch sicher fühlen!"
Ein Verbot demonstriert somit den Handlungswillen der Politiker und kann den nötigen Vorsprung bei der nächsten Wahl bedeuten, zumal die einschlägigen Medien diesbezüglich ja schon genug Vorarbeit geleistet haben , so dass Computerspiele durchaus als potentielle Bedrohung wahrgenommen werden, sodass diejenigen die diese Bedrohung beseitigen, natürlich an Ansehen gewinnen.

Warum gerade Computerspiele? Ganz einfach, im Gegensatz zu in Deutschland anderen "potentiellen Übeltäter", wie z.B. Schützenvereinen, die jahrhundertelange Tradition haben und eine dementsprechend große Lobby in der Wählerklientel (speziell bei CSU/CDU und SPD), beschränkt sich bei Computerspielen die "Lobby" vornehmlich auf Jugendliche und junge Erwachsene, die nur wenig bis gar keinen Einfluß auf politische Entscheidungen haben bzw. haben wollen und dementsprechend von den etablierten Parteien vernachlässigt werden.

Die CSU ist sich z.B. sehr wohl bewusst, WOHER sich ihre Wählerschaft rekrutiert. Jugendliche? Eher weniger...oder wer von euch hier wählt CSU/CDU?

Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass sich Parteien wie FDP und Grüne mit durchaus "vernünftigen" Aussagen zu dem Thema äußern.

Der Hauptgrund ist aber auch in dem Fall eher, dass man damit versucht, junge Wähler für sich zu gewinnen.

Politik ist wie Wirtschaft. Jede Partei möchte sich besonders gut an "ihre" Zielgruppe verkaufen (wobei die Zielgruppe möglichst umfassend sein soll).

Gruss,
Bremse

Um deine Frage zu beantworten: Ja sind SIE. Glaube nicht das die sich mal wirklich nen Kopf über sowas machen. Die nehmen immer den Weg des geringsten Widerstandes. Das war damals so und so ist es auch noch heute. hauptsache ist denen geht es gut und fertig. Ich glaube das es denen Sch..... egal ist. :-$
 
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obi141 am 21.11.2006 18:21 schrieb:
FossilZ am 21.11.2006 18:19 schrieb:
obi141 am 21.11.2006 18:15 schrieb:
Es wäre wohl besser das Waffengesetz zu verschärfen als immer gleich über PC-Spiele usw. herzufahren...
das wird wohl auch weniger was nützen, denn wenn er die Waffen sowieso illegal erworben hat, wird das später (leider) auch noch möglich sein.
Sprich: es gibt immer mittel und wege

Gleiches gilt für Spiele ;-)
nur das man mit einer scharfen Waffe mehr schaden anrichten kann, als wie bei Spielen das Urheberrecht zu verletzten ;-)
 
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Trotz meiner Abneigung solche Themen zu kommentieren:

Zuerst mal eine Zusammenfassung: Unabhängig von einer hypothetischen (alleinigen) Ursache solcher Attentate ist ein Verbot vollkommen sinnlos wenn nicht eher kontraproduktiv, wie man bei ähnlichen Problematiken sehen kann. Sie würde den deutschen Spielemarkt im internationalen Vergleich schwächen, jedoch den (dann illegalen) Absatz von "Killerspielen" fördern.

Warum eine derart starke Schwächung trotz des relativ kleinen Anteils an "gewaltverherrlichenden" Spielen derart negative Folgen auf den Markt hätte, lässt sich in der Tatsache begründen, dass von skandal-politischer Seite keine Differenzierung zwischen Spielen mit Gewalt-Inhalten und Spielen insgesamt vorgenommen wird.

Warum ein Verbot einer Förderung gleichkommt sollte für jeden nachvollziehbar sein. Zum einen lässt sich hier auf historische Vorbilder verweisen, e.g. Alkoholprohibition. Hier führt ein Illegalisierung eines allgemein normalen Zustandes, zu einer breiten Akzeptanz der Illegalität, mit der Konsequenz, das wo bisher Grenzen existierten, die nur vereinzelt übertreten wurden, keine Gernzen mehr vorhanden sind und ein Abtrifften in noch weniger gewollte Zustände die Folge sind.

Hier ließen sich viele weitere Argumente hervorbringen, die überlasse ich aber anderen. Ich bin der Meinung, jemand sollte einen Thread zur Diskussion von über mögliche Verbesserungen öffnen (der dann auch nur dazu genutzt wird), oder zumindest ein Link dazu posten. (Ich bin dazu zu wenig mit der Materie vertraut)

Josel

PS: Und natürlich Spiele ich auch hauptsächlich FPS, was aber eher daran liegt, dass es für meine Spieleplattform (Linux-PC) kaum andere Neuerscheinungen gibt.
 
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