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HLP-Andy am 11.04.2009 10:10 schrieb:
Steam hat Wachstumsraten von rund 100 Prozent, jedes Jahr, seit 2003. Andere Downloadplattformen berichten ähnliches. Offensichtlich gibt es also Leute, die das wollen, sonst würde es ja nicht weiter wachsen - oder?
Wer die Foren und Bewertungen, bespielsweise bei Amazon, betreffend STEAM-Spielen aufmerksam verfolgt, wird feststellen, dass die Mehrheit der Kunden STEAM ablehnt. Das Wachstum ist daher tendenziell darauf zurückzuführen, dass den Kunden keine Alternative bleibt wenn ein Spiel nur mit STEAM-Anbindung verkauft wird. Außer man greift auf "nicht verseuchte" Titel zurück oder widmet sich einem anderen Hobby.
Und wer in die aktuellen Verkaufscharts hineinschaut, wird bedauerlicherweise feststellen müssen, dass die Mehrheit der interessanten Titel zwischenzeitlich DRM Kopierschutzmechnismen haben.
Problematisch ist in diesem Zusammenhang auch, dass viele Kunden, die STEAM grundsätzlich ablehnen, trotzdem ein "verseuchtes" Spiel kaufen. Aber warum ?
Weil sie es lieber zähneknirschend hinnehmen, als auf ihr Hobby zu verzichten.
Das läuft ab nach dem Motto: "Friss oder stirb !"
Und diejenigen, die weder fressen noch sterben wollen, werden zu Raubkopierern, wie das Spiel Spore eindrucksvoll bewiesen hat.
Der "Erfolg" von STEAM ist daher weniger auf die vermeintlichen Vorteile zurückzuführen, sondern darauf, dass die Leute keine adäquate Alternative mehr haben.
Die Unwissenheit und Gleichgültigkeit vieler Kunden hat hierbei nicht unwesentlich dazu beigetragen.