MrBigX am 03.07.2008 13:17 schrieb:
Ich kann gerade nicht dagegen sein, weil ich ja sonst zugeben müsste, dass das Erschießenen von virtuellen Menschen in Computerspielen auch fragwürdig ist.
das ist doch quatsch, denn darum geht es ja dabei gar nicht. es geht darum, dass bei einem spiel, wo du als "leistung" so was machen sollst, die historische tatsache dadruch dann verharmlost wird. einen film über einen soldaten, der mit freude hiroshima atomisiert und positiv dabei wegkeommt, würde ebenso kritisch gesehen werden, obwohl im film ja auch keine leute wirklich sterben...
etliche spiele wären zutiefst verachtenswert und moralisch verwerflich, wenn man als helden und "opfer" bestimmte historische leute/gruppen setzen würde. das hat aber nix damit zu tun, dass die virtuelle gewalt als "echt" klassifiziert wird, sondern dass durch das spiel die echten tatsachen verharmlost werden, echte "opfer" sich verletzt fühlen könnten.
was man aber durchaus in ein spiel einbauen könnte wäre eine solche historisch korrekte szene zB als zwischensequenz, die dann aber nicht als heldentat präsentiert wird. es gibt ja durchaus kriegsspiele, in denen zwischen den szenarien auch auf die grausamkeiten und schlimme ereignisse aufmerksam gemacht wird auf eine eher beklemmende art und weise. ich glaub es war sogar bei panzers, wo die "helden" als zwischensequenzen ein tagebuch führten und dort teils auch selber kritisch gegenüber krieg etwas schreiben.
oder auch world in conflict, wo auf private seiten und probleme der soldaten eingegangen wird. obwohl WiC ja ein rein fiktives szenario ist.