Hallo zusammen...
Was mich zum Thema Zensur / Schnitte in Spielen mal wirklich interessieren würde, ist ob man mit einer Sammelklage vor Gericht eine Chance hätte etwas zu bewegen. Ich gehe davon aus, das es genug volljährige Spieler gibt, die sich einer solchen Anschließen würden.
Unterschriftenaktionen usw. gab es schon, die werden aber meist nicht groß beachtet. Im Grundgesetz heißt es doch:
Artikel 5
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei
zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen
ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der
Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine
Zensur findet nicht statt.
Mich würde interessieren in wie weit man das rechtlich gesehen auf die Computerspieleindustrie und das Medium Computerspiel beziehen kann. Mich persönlich stört es nämlich mit meinen 32 Jahren Lebensalter sehr, das ich mir vorschreiben lassen muss, wie viel Gewalt ein Computerspiel für "mich" enthalten darf und wieviel nicht. Mal ganz abgesehen davon, das die anderen Medien nicht ansatzweise so stark eingeschränkt werden wie Computerspiele.
Ich mag jetzt hier keine Diskussion vom Zaun brechen, ob die Wirkung von interaktiver Gewalt in einem Spiel anders oder stärker auf die Psyche einwirkt als ein Film oder nicht. Es ist aber eine Tatsache das Filme wie Saw oder andere Splatterfilme ab 18 ungeschnitten zu bekommen sind und Computerspiele oftmals eben nicht mehr. Würde man also von Splatterfilm X das Splatterfilm-Spiel X produzieren, würde die deutsche Version davon wahrscheinlich viel "braver" ausfallen als die internationalen Versionen.
Wenigstens geht Activision vorerst nicht so weit, auch der österreichischen Version die Aktivierung zu unterbinden, wie anfangs befürchtet.
Quelle: 4Players Nachfrage beim Publisher.
Also an alle die ein zu 99,99 % uncut Blackops haben möchten, ordert die österreichische Version und aktiviert diese. Ein einmal legal aktiviertes Spiel wird von Activision NICHT im nachhinein gesperrt. Ich weiß es daher so sicher, da ich mein Modern Warfare 2 auch als Import-Version aktiviert habe direkt nach dem Release. Es ist immer noch uncut und ich kann es immer noch spielen ohne das es verändert wurde.
Für all jene die die englische Sprachausgabe spielen möchten: oftmals bietet Steam eine Option an, das Spiel auch in englisch zu spielen. Man muss dann lediglich die englische Sprachausgabe via Steam nachladen. Ob das mit Sicherheit auch bei Blackops so ist kann ich nicht sagen. Ich habe die österreichische Version bestellt und werde es ausprobieren, ob man sie auf englisch spielen kann. Wer wissen möchte ob mir das gelungen ist, der schreibe bitte eine PM an mich. Ab dem Wochenende der 45. Kalenderwoche werde ich es wissen. (Ein pünktlicher Release am 9.11. vorausgesetzt)
Das einzige was einem dann fehlt sind die hierzulande per Gesetz verbotenen Hakenkreuze die angeblich irgendwo im Spiel (vermutlich in einem wohl dort vorhandenen Nazi-Zombie Level) enthalten sind. Klar man kann jetzt laut aufschreien und sagen NEIN ich kaufe nichts was nicht zu 100% uncut ist, aber dann kommt ihr legal leider auch NICHT in den Genuss dieses Spiels. Ich persönlich brauche keine Hakenkreuze um einen Shooter gut zu finden auch wenn ein, in diesem Fall sehr kleiner Teil, damit dann nicht zu 100% Authentisch ist.
Sollte sich unter Euch jemand befinden der Anwalt ist, dabei ist Jura zu studieren oder andere handfeste Qualifikationen bezüglich deutscher Gesetze hat, so möge er sich bitte an mich wenden per PM. Die Möglichkeit einer Sammelklage finde ich nämlich durchaus interessant. Falls damit eine Chance besteht dem Schneidewahn endlich Einhalt zu gebieten, würde ich das in Angriff nehmen.
Danke für´s lesen.
Gruß,
Alexey