AW: News - Activision (DE): Der Preis für Spiele steigt
Das Problem an der Sache ist eigentlich nur folgendes:
Die Aktionäre, welche meist nur wenig Ahnung von der Materie der Computerspiele haben, sehen auf der einen Seite die Kosten welche ein Spiel verursacht (Entwicklung etc.), und auf der anderen Seite die Erträge. Da Menschen nun mal geldgierig sind, wollen sie natürlich so hohe Dividenden wie nur eben möglich erziehlen.
Wenn ich mir die Situation in Russland angucke, muss ich feststellen, dass dort die Spiele für max 10 € über die Ladentheke gehen. Warum ist das so? Ganz einfach: dort ist die Anzahl der Raubkopien so hoch, dass dort einfach nur noch Schadensbegrenzung betrieben wird.
Und wer muss diese Defizite ausbaden? Wir!
50€ sind in Anbetracht der Entwicklungskosten eigentlich in Ordnung, wenn man dann auch ein gutes Spiel bekommt. Wenn ich mir da Doom 3 oder Half Life 2 angucke, muss ich sagen, dass hier viel mit der Grafik erkauft wurde, ohne dass es die Story vorantreibt.
Ich selbst spiele auch an der PS2, und wenn ich mir da die Rollenspiele angucke, empfinde ich, für eine Mindestspielzeit von über 40 Std. (wenn man NUR durch die Geschichte hetzt, ohne sich großartig an Nebenquest und Aufleveln der Charactere aufzuhalten) in Zusammenarbeit mit guter Grafik für 50 € als vollkommen gerechtfertigt.
Und wer glaubt dass durch den höheren Kaufpreis, die Qualität der Spiele steigen wird, der ist gewaltig auf dem Holzweg. Ich prophezeie, dass die Entwickler von diesen 10 € keinen einzigen Cent sehen werden.
Oder mit anderen Worten:
Das ist reine Geldmache, welche aber analog zu anderen Maßnahmen (Tabaksteuer etc.) nicht fruchten und ins Gegenteil umschlagen wird.
Der Wirtschaftsmotor kann nur anspringen, wenn eine Seite (also Unternehmen oder konsumenten) Geld in Umlauf bringen. Da die Konsumenten aber kein Geld haben, können wir den Motor auch nicht anwerfen
Denk mal darüber nach.