HeikoKarner am 08.07.2004 09:57 schrieb:
wenn du Sie nicht bezahlen kannst benutze Sie nicht. ende.
Du kannst die Homepage doch auch in nem texteditor schreiben. der ist bei Windoof dabei und kostet nix, denn das hast du wahrscheinlich auch kopiert.
Ich finde es immer wieder so klasse, wie die Prinzipienreiter sich an dem an sich vollkommen richtigen Punkt aufhängen, dass es vom rein juristischen Standpunkt illegal ist, wenn man Software einsetzt, die man nicht "ordnungsgemäß" lizenziert hat. Dass es legal ist, behauptet doch niemand!! Lest UND versteht doch mal bitte die Argumente derjenigen, die die Sache vom wirtschaftlichen Blickwinkel aus betrachten.
Ich benutze eine Software, die ich nicht legal erstanden habe, für irgendwelche firlefanzigen Hobbyzwecke. Als da wären, die schon erwähnte Clan-Homepage und andere Spielereien. Wozu hier die Hexenverbrenner losschicken und Zeter und Mordio schreien? Aus Prinzip? Weil hier einige die Buchstaben des eines Gesetzes höher schätzen, weil sie grundsätzlich der Obrigkeit folgen, anstatt sich die Sache mal im Zusammenhang zu betrachten, zu differenziern und zu relativieren. Wenn sich jemand aus reiner Neugier Photoshop saugt, um mal ein wenig mit diesem Programm zu arbeiten ... wo ist da der wirtschaftliche Schaden für Adobe? Wenn ein Schüler für seine Kumpels mit Photoshop und Dreamweaver eine kleine Clan-Homepage macht, wo ist da der wirtschaftliche Schaden für Adobe? Adobe sollte sich eher freuen, dass man sich mit seinen Programmen beschäftigt, da diese dann später im Berufsleben gekauft werden, da sich die Mitarbeiter damit auskennen, eine langwierige und teure Einarbeitung entfällt und man somit sofort produktiv sein kann.
Anwendungsprogramm-Kopien für den Hausgebrauch ist auch nicht das Problem. Deswegen sollte man sich auch nicht aufregen, deswegen sollte man auch keinen einzigen Gedanken verschwenden, denn das prangert die BSA auch gar nicht an.
Hier geht es um Fälle, wie zB. eine Firma hat 3000 PC-Arbeitsplätze, kauft aber nur 300 Office-Lizenzen usw. usf.
Also lasst die Schüler weiterhin mit "Markensoftware" die Clanhomepages erstellen, lasst den Studenten sich "für umme" mit arscheteurer Spezialsoftware beschäftigen und lasst den Familienvater einfach ein bisschen mit Photoshop herumspielen. Das kratzt niemanden, das verursacht keinen Schaden (ausser dem verletzten Ego einiger Beamtenseelen hier im Forum) und es ist auch noch gut für den späteren Berufseinstieg bzw. die Weiterbildung.
Nachtrag:
Und zum Argument, dass Anbieter günstigerer Software leer ausgehen würden, sei nur gesagt, dass diese auch wunderbare Geschäfte machen, da genügend Leute gibt, denen die Profi-Programme viel zu kompliziert sind, die lieber 90 € für PaintShopPro ausgeben als 700 € für Photoshop.
Auch hier bitte nachdenken und nicht alles über einen Kamm scheren. Nicht alle saugen sich Office. Viele setzen zu ihrer vollsten Zufriedenheit OpenOffice ein, weil sie 1. mit dem Microsoft-Kram nix anfangen können und 2. OpenOffice auf beruflich einsetzen können, ohne teure Lizenzen bezahlen zu müssen.