• Aktualisierte Forenregeln

    Eine kleine Änderung hat es im Bereich Forenregeln unter Abschnitt 2 gegeben, wo wir nun explizit darauf verweisen, dass Forenkommentare in unserer Heftrubrik Leserbriefe landen können.

    Forenregeln


    Vielen Dank

Nächster Kahlschlag gegen "Killerspiele" - 20.10.2006 23:15 Uhr ZDF

K

knaeckebrotdeluxe

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AW: Nächster Kahlschlag gegen "Killerspiele" - 20.10.2006 23:15 Uhr ZDF

Das nennt sich in Deutschland übrigens "Drogenpolitik".

PS: Die Arschgeigen!!!
 
B

beafsteak

Gast
AW: Nächster Kahlschlag gegen "Killerspiele" - 20.10.2006 23:15 Uhr ZDF

Sehr gutes Interview-Video zum aktuellen Thema

http://www.tagesschau.de/video/0,1315,OID6114556_RES_NAV_BAB,00.html

leider werden das wieder viele Politiker nicht kapieren.
 

Tristan3D

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AW: Nächster Kahlschlag gegen "Killerspiele" - 20.10.2006 23:15 Uhr ZDF

Hi bin neu hier... hab schon mal was dazu in einem anderen Forum gesagt und habe das schon ordentlich gekürzt damits nicht ganz so lang ist... aber ich möcht auch Euch kurz meine Meinung dazu sagen (wird aber vielleicht trotzdem ziemlich lang - tut mir leid) :)

---
(...)
Beachtenswert an seinem Abschiedsbrief ist allerdings, daß kein Wort über Computerspiele fällt... als Gründe für seinen Hass gibt er (Sebastian Bosse - der Amokläufer) ausschließlich soziologische Probleme an. Dies wird natürlich von Herrn Wolfgang Bosbach (stellvertretender Unionsfraktionsvorsitzender - CDU) kaum erwähnt. Er gab just vor einer Stunde bei NTV zum besten, das Computerspiele natürlich verantwortlich seien; Beispiele hatte er zahlreich, so z.B. das es kein Argument sei, wenn man sagt Verbote seien wegen des Internets unnütz, da sich jeder der will, eines der "so genannten Killerspiele" aus dem Netz saugen könnte - das Verbot müsse trotzdem kommen. Oder auch: Ein kleiner Junge habe ein noch kleineres Mädchen "umgebracht" um zu "sehen ob sie so stirbt wie in der Videosequenz zu sehen war" (Anmerkung: Es ist unklar was er meint: Eine Spielhandlung oder eine Introsequenz; auch ließ Bosbach offen von welchem Vorfall und Spiel er genau sprach, so daß es für mich jetzt schwierig ist, diesesn Sachverhalt selbst auf argumentative Tauglichkeit zur Untermauerung seiner Ansicht abzuklopfen). Desweiteren zog er einen lockeren Zusammenhang zwischen der Beschaffung von "Killerspielen" im Internet und der Beschaffung von illegalen Waffen "im Bahnhofsviertel".

Das dies alles ad hoc Argumente sind, fällt kaum auf und wurde auch von der interviewenden Moderatorin der NTV Nachrichtensendung nicht weiter zur Disposition gestellt.

Jedenfalls sind es die alten Argumentationen die auch schon damals bei anderen Gelegenheiten nicht fruchteten. So z.B. setzt er mit dem ad hoc Argumentationsvergleich der illegalen Waffenbeschaffung Computerspiele (Killerspiele im speziellen) mit Schußwaffen gleich. Doch ist bitte zu bemerken, daß Spiele - so gewaltsam die Inhalte auch sein mögen - keine Schußwaffen sind und auch sonst keine Eigenheiten ansich haben, um einem anderen Menschen invasiv zu schaden (mit Ausnahme der relativ stumpfen Randkante der CD/DVD auf denen solche Spiele vertrieben werden - aber das ist Haarspalterei) - kurz: Spiele sind mit Waffen (insbesondere Kriegswaffen) nicht gleichzusetzen.

Was will Bosbach eigentlich?

- Genrelles Verbot von "Killerspielen" (er läßt offen wo die Grenze zu ziehen ist - "(...) in denen Menschen erschossen werden (...)" hatte er erwähnt, aber graphisch zusammenhängende Polygonfiguren sind keine Menschen und ich persönlich weigere mich, diesen irrealen Konstrukten ein Menschenrecht zuzugestehen... das tun wir nicht mal bei realen Primaten)

- Generelles Verbot der Produktion dieser "Killerspiele" (Undurchführbar, da weit mehr als 95% der "Killerspiele" im Ausland produziert werden. Daran zeigt sich auch das seine Argumentation ein purer Populismus zur Eigenprofilation in breiter Öffentlichkeit ist... dieses erstrebte Verbot ist Unfug)

- Harte Kontrolle des Internets, so daß als Folge keines dieser Spiele aus dem Internet geladen werden kann (da fällt mir nur ein Spruch ein: "Herr Bosbach - das Internet ist kein Wasserhahn - man kann es nicht ab und anstellen, wie es einem beliebt" - also auch dies: Undurchführbar und völliger Unsinn)


Ich möchte zu bedenken geben: Herr Bosbach fordert nicht nur eine Ausweitung des Jugenschutzes (Okay, schützen wir die Jugend; schützen wir unsere Kinder - da sind wir sicher alle auf Bosbachs Seite), er fordert ein generelles Verbot - für alle! Dies ist der Punkt an dem unsere Freiheit das was wir konsumieren wollen auch frei konsumieren zu können, eingeschränkt werden will. Ob wir das wirklich wollen und überhaupt über unsere erwachsenen Köpfe hinweg für uns entschieden werden darf ohne uns zu fragen, ist für Herrn Bosbach offenkundig irrelevant.

Nun, soviel jedenfalls zu dem was er als seine Motive vorgibt: All dies verhindern zu wollen, was aber allein dadurch nicht verhindert werden kann. Herr Bosbach ignoriert die deutlichen (!) Hinweise von Sebastian Bosse zu den wahren Gründen seines Amoklaufs in geradezu eklatant egoistischer Weise, denn dieses Echauvieren über die Computerspiele dient ihm nur zu einem Zweck: Die relativ unbekannte Person Wolfgang Bosbach in der ganzen Republik zum richtigen Zeitpunkt außerordentlich bekannt zu machen. Mir persönlich war dieser Mann bis gestern jedenfalls noch kein Begriff - das hat er effektvoll verändert.

Dieses Vorgehen - das Ausnutzen einer schockierend, schrecklichen Tat zum Zwecke der politisch nützlichen Selbstdarstellung in den Medien - erachte ich als verwerflich und im Hohen Maße unmoralisch, denn Herr Bosbach setzt sich nur am Rande mit den soziologischen Problemen - die sogar von Experten (Soziologen, Psychologen, Pädagogen) ganz klar als die Hauptauslöser favorisiert werden - des Sebastian Bosse auseinander... ignoriert sie also größtenteils sehr gezielt um die hitzige Debatte über die "Killerspiele" für sich auszunutzen. Die Gunst der Stunde muß schließlich genutzt werden.

Nun, was wird passieren? Bosbach wird zu aller erst Gleichgesinnte der eigenen Partei (CDU) um sich scharen - danach wird er dann versuchen den Koalitionspartner auf gleiche Linie zu bringen (SPD) - ein Gesetzesentwurf wird eingereicht. Dieser muß auf wissenschaftliche Tauglichkeit geprüft werden. Während er im Sinne des Jugenschutzes gute Chancen hätte, ein Verbot durchzusetzen (das aber nicht für erwachsene gelten würde; was ihm ja nicht reicht) muß er allerdings den 55 Millionen Erwachsenen der Bundesrepublik Deutschland erstmal nachweisen, daß sie zwangsläufig zu Killern werden, wenn sie die angeprangerten Gewaltspiele spielen. Und genau das ist unmöglich - undurchfühbar und eine infame Unterstellung die er hier implizit aufstellt, um eben dies zu erreichen (aber gerade deswegen nicht erreichen kann). Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet ist die Beeinflussung von erwachsenen Personen im Bezug zu "Killerspielen" schlicht bei Null. Hier wird ihm kein ernsthafter Soziologe zustimmen wollen - aber gerade diese braucht er als Gutachter um seine Verbotsforderung für den Bund auf stabile Beine zu stellen. Unmöglich.

Herr stellvertretender Fraktionsvorsitzender Wolfgang Bosbach kann zwar im Moment noch vorgeben, mit seiner gespielten Führungsstärke ein Verbot erwirken zu können; wird sich aber alsbald der Realität faktischer Tatsachen stellen und einsehen müssen, daß dies chancenlos ist.

Exakt DAS weiß Herr Bosbach sicher selbst... aber das hat ja nichts mit dem Prinzip der öffentlichen Profilierung zu tun - alles was er dafür tun muß, um jetzt zu Punkten, ist einfach nicht über die Chancenlosigkeit seines Vorhabens zu reden, denn wer obiges nicht weiß, kann nicht wissen, daß dies nicht viel mehr als heisse Luft ist. Und so wirkt er nun stark und erhaben - einer der weiß in welche Richtung das Volk zu gehen hat - ob es will oder nicht: Er wird uns den sicheren Frieden bringen...

... eine Pharse wie sie Edmund Stoiber sowie auch Otto Schily damals in Erfurt auf ekelerregendste Art und Weise schon vor der Gutenbergschule zelebrierten - und daran scheitern mußten. Bosbach wird ebenso scheitern; ich denke da muß man sich keine Sorgen machen. Stärke mag er spielen können, aber die Macht unsere Freiheiten zu beschneiden wie es ihm passt, hat er nicht, denn wie heißt es doch noch gleich?:...


... Wir sind das Volk! Und Millionen von diesem Volk spielen diese "Killerspiele"; sind damit auch schon die Negation seiner eklatanten voraussetzenden Behauptungen; und diese Millionen sind "normal" - sie sind keine "Amokläufer"... wer braucht noch Studien, wenn dies doch schon seit einem Jahrzehnt als unerschütterliche, selbsterprobte Tatsache millionenfach bewiesen wurde?

An der Wahlurne jedenfalls - Herr Bosbach - reden wir nochmal darüber!

-

Just my two Cents :)

Greetz
Daniel
 

Spassbremse

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AW: Nächster Kahlschlag gegen "Killerspiele" - 20.10.2006 23:15 Uhr ZDF

Tristan3D am 22.11.2006 01:30 schrieb:
[...]

Just my two Cents :)

Greetz
Daniel

Dem ist eigentlich nichts hinzufügen, außer ein anerkennender Applaus meinerseits.
:top:

Gruss,
Bremse
 

Boesor

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AW: Nächster Kahlschlag gegen "Killerspiele" - 20.10.2006 23:15 Uhr ZDF

Tristan3D am 22.11.2006 01:30 schrieb:
An der Wahlurne jedenfalls - Herr Bosbach - reden wir nochmal darüber!

-

Just my two Cents :)

Greetz
Daniel


Neben den ganzen Peinlichkeiten die hier heute zu lesen waren ist dies eine Wohltat!
 

lenymo

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AW: Nächster Kahlschlag gegen "Killerspiele" - 20.10.2006 23:15 Uhr ZDF

Herr Bosbach - das Internet ist kein Wasserhahn - man kann es nicht ab und anstellen, wie es einem beliebt

Da haben andere Politiker aber schon viel konkretere Vorstellungen was diese Sache angeht.
 

Boesor

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AW: Nächster Kahlschlag gegen "Killerspiele" - 20.10.2006 23:15 Uhr ZDF

lenymo am 22.11.2006 02:00 schrieb:
Herr Bosbach - das Internet ist kein Wasserhahn - man kann es nicht ab und anstellen, wie es einem beliebt

Da haben andere Politiker aber schon viel konkretere Vorstellungen was diese Sache angeht.

Naja konkret nennt das wohl nur der "vorbereitete" Innenminister Schünemann
 

lenymo

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AW: Nächster Kahlschlag gegen "Killerspiele" - 20.10.2006 23:15 Uhr ZDF

Boesor am 22.11.2006 02:11 schrieb:
lenymo am 22.11.2006 02:00 schrieb:
Herr Bosbach - das Internet ist kein Wasserhahn - man kann es nicht ab und anstellen, wie es einem beliebt

Da haben andere Politiker aber schon viel konkretere Vorstellungen was diese Sache angeht.

Naja konkret nennt das wohl nur der "vorbereitete" Innenminister Schünemann

Wenn "Killerspiel" Up/Downloads genau so viel Beachtung wie Kinderpornografie und Internetseiten möglicher Terrornetzwerke geschenkt wird, würde man doch schon eher überlegen ob und wo man sich was saugt.
Natürlich würde es die im Internet ermittelnden Beamten vor viel größere Schwierigkeiten stellen, denn es gibt nur verhältinsmäßig wenige Terroristen, zwar deutlich mehr Kinderpornografen aber die Anzahl an Zockern denen sie hinterher schnüffeln müssen würde sie vor eine Mamutaufgabe stellen. Aber wenn ich schon als privater 0815 User in der Lage bin sämtliche Illegale Downloads im Internet zu finden um mir Software herunter zu laden so sollte es doch für ein Ermittlerteam erst recht kein Problem sein diese aufzuspüren.
 

Boesor

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AW: Nächster Kahlschlag gegen "Killerspiele" - 20.10.2006 23:15 Uhr ZDF

lenymo am 22.11.2006 02:31 schrieb:
Boesor am 22.11.2006 02:11 schrieb:
lenymo am 22.11.2006 02:00 schrieb:
Herr Bosbach - das Internet ist kein Wasserhahn - man kann es nicht ab und anstellen, wie es einem beliebt

Da haben andere Politiker aber schon viel konkretere Vorstellungen was diese Sache angeht.

Naja konkret nennt das wohl nur der "vorbereitete" Innenminister Schünemann

Wenn "Killerspiel" Up/Downloads genau so viel Beachtung wie Kinderpornografie und Internetseiten möglicher Terrornetzwerke geschenkt wird, würde man doch schon eher überlegen ob und wo man sich was saugt.
Natürlich würde es die im Internet ermittelnden Beamten vor viel größere Schwierigkeiten stellen, denn es gibt nur verhältinsmäßig wenige Terroristen, zwar deutlich mehr Kinderpornografen aber die Anzahl an Zockern denen sie hinterher schnüffeln müssen würde sie vor eine Mamutaufgabe stellen. Aber wenn ich schon als privater 0815 User in der Lage bin sämtliche Illegale Downloads im Internet zu finden um mir Software herunter zu laden so sollte es doch für ein Ermittlerteam erst recht kein Problem sein diese aufzuspüren.


Klar, alles eine Frage der "Manpower", aber wir wissen ja das es leicht ist zu reden, die Umsetzung, speziell wenn es dann ans Geld geht, ist eine andere Sache
 

lenymo

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AW: Nächster Kahlschlag gegen "Killerspiele" - 20.10.2006 23:15 Uhr ZDF

Klar, alles eine Frage der "Manpower", aber wir wissen ja das es leicht ist zu reden, die Umsetzung, speziell wenn es dann ans Geld geht, ist eine andere Sache

Na überleg mal wenn sie jetzt schon davon reden das jede Schule mit einem oder mehreren Sozialpädagogen ausgestattet werden soll, dann sind doch ein par Hundert zusätzliche Ermittler auch nur ein Klacks :-D
 

Tristan3D

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AW: Nächster Kahlschlag gegen "Killerspiele" - 20.10.2006 23:15 Uhr ZDF

Eine Kontrolle des Internets wie sie Herr Bosbach anstrebt ist nicht möglich... wenn es so wäre, wie er großspurig zu erwirken glaubt (nur weil "er" sich jetzt damit für uns in grandioser heroischer Weise befasst), dann wäre diese Debatte völlig unnötig. Da sei aber bei all dem Geplänkel um die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der staatlichen Kontrolle des Internets auch die Frage erlaubt: "Aber wenn das so ist... weshalb hat dann alle Welt ein Problem mit P2P? Weshalb fürchtet sich das Zentralkomitee der chinesischen Regierung vor den Freiheiten des Internets, wenn es doch so einfach zu kontrollieren sein soll?"

Nein, diese Kontrolle ist eine Illusion - genauso wie die Anonymität im Internet eine Illusion ist.

Herr Bosbach ist nicht so mächtig und weitsichtig, wie er vorgibt zu sein - er kennt sich nicht mal am Rande mit den soziologischen Mechanismen eines Gamers aus, der das Spielen von gewaltträchtigen Games zum Teil seines Lebens gemacht hat.

Kurz und gut: Herr Bosbach ist auf dem Gebiet ein Amateur - er ist inkompetent und kann so eine Entscheidung nicht für uns treffen. Alles was er öffentlich anzubieten hat um seine Forderung zu rechtfertigen sind emotional stark eingefärbte und extrem populistisch orientierte "ad hoc" Argumente (ad hoc in dem Sinne, daß dies nur Ersatzargumente sind, die jegliche empirische Nachprüfbarkeit ausschließen, da es schlicht keine empirisch besser geeigneten Argumente gibt. Kurz gesagt: Ad hoc Argumente sind argumentatorisch wertlos und unhaltbar).

Nur meine Meinung - kann mich ja irren ;)

Greetz
Daniel
 

pcotaku

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AW: Nächster Kahlschlag gegen "Killerspiele" - 20.10.2006 23:15 Uhr ZDF

Also ich finde es ist an der Zeit etwas zu tun und denen da oben zu zeigen, das wir uns nicht alles gefallen lassen. Warum versuchen wir uns nicht zu wehren? Sollen wir uns noch länger von diesem Staat bevormunden und unterdrücken lassen?

NEIN!

Vielleicht sollten wir in allen größeren Städten Demos am selben Tag, zur selben Zeit veranstalten und denen mal unsere Meinung klarmachen. Die denken doch, sie sprechen Verbote aus und wir sind zu feige was dagegen zu machen und sitzen weiterhin brav zu Hause und halten unser "Maul". Was sollen denn danach noch für Verbote kommen? Durch solche Verbote fühle ich mich in meiner Freizeitgestaltung sehr eingeschränkt und das will ich nicht. Ich möchte spielen wozu mir der Sinn steht, schließlich bin ich alt genug um selbst Entscheidungen zu treffen.
 

Vampire16

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Ja klar immer diese Spiele

Hy.

Ich habe mir mal gedacht ich schreibe auch etwas zu diesem Thema und muß sagen, wie blöd Politiker und andere Personen in solchen sachen sein können. Da wäre z. B. der Vergöeich eines Politikers Killerspiele, als Kinderpornografie einzustufen. Jedenfalls in di4eser Kategorie. Also Kinderpornos, sind meiner Meinung nach sowieso das allerletzte und bringen auch in der heutigen Zeit, sowie auch damals keinen Sinn.

Die sogenannten Killersp9iele schon. Nach der Arbeit oder Schule setzt man sich vorm PC und anstatt in der richtigen Stadt die Leute anzulabern oder gar anzugreifen, hat man die Möglichkeit in einer virtuellen Stadt alles niederzumetzeln, ohne das man in der Realität Schaden macht.

Außerdem war das doch schon immer so ein Thema, das solche Spiele Schuld daran sind für diese Vorfälle. Klar. Die haben vielleicht einen Teil dazu beizutragen, aber da gehört mehr dazu: 1. Die Psyche des Menschen muß so derbe sein, das er nicht Realität von Virtuellen Sachen unterscheiden kann.
2. Die Eltern scheinen wohl an der Erziehung was falsch gemacht zu haben und ihn evtl. in jungen Jahren schon solche Games ermöglicht haben.
3. Es gibt auch Filme, wo rumgemetztelt wird.
4. Musik mit radikalen Botschaften.
5. Einfluß anderer Schüler vielleicht.

Also wenn die schon einen Angriff auf die Ballerspiele machen dann sollen die doch erstmal richtig ihr Gehirn einschalten und nachdenken das dieses noch andere Ursachen haben kann. Dann müßten die ja schon alles verbieten. Das darf nun auch nicht sein. Ich persönlich zocke auch gerne so Ballerspiele, aber die müßten dann schon eine Handlung haben wie Doom oder Prey. Doch man weiß halt, das es sich dabei um ein Spiel handelt.

Die Leute im TV suchen halt nur einen Grund und wollen vielleicht der Öffentlichkeit zeigen, das die auch was können. Vielleicht haben die auch nur eine dämliche Panik davor, das die Völker dahinter kommen würden, das die Politiker keine Innitiative ergreifen. Daher suchen die wohl Panikartig nach einen Grund, sagen dann das die Spiele daran Schuld sind und versuchen den Leuten das auch noch einzureden in der Hoffnung, das die nicht als Leute bezeichnet werden, die nichts dagegen machen. Aber leider kann es dazu führen das die Politiker eine Fehtlentscheidung machen.

Also man sollte dann schon genauer nachdenken und vielleicht sagen: Wir haben keinen richtigen Grund für diese Ausbrüche, es könnte an die Killerspiele liegen, doch wenn es nur an denen liegen sollte, müßte man auch die anderen Sachen wie Filme und Musik berücksichtigen.

Ich will hier nun nicht damit sagen, das ich vielleicht ein besserer Politiker wäre, will ich eh nicht werden, sondern nur, das man vielleicht nicht ruckartig auf eine Sache die vielleicht schon fast allzubekannt ist zurückreift. Laßt die Leute doch ihre Spiele weiterhin zocken. Warum sollte man das alles nun verbieten? Welchen grund hat es? Nur damit vielleicht in den nächsten 2ß Jahren kein leidenschaftlicher Zocker auf die Idee kommt und das Spiel in Realität umdenkt. Ja super sage ich da nur. Für solche Fälle, wenn man es schon denken könnte, gibt es auch Psychologen oder halt erstmal sollten die Eltern da eingreifen und sagen, das solche Spiele nur Virtuell sind und man in der Wirklichkeit nicht sowas anstellen sollte. Ich hoffe ich habe hier nun keine faklschen Gedanken aufgerufen. Aber ihr könnt mal gerne was hierzu schreiben. Sorry das ich die Politiker zu Anfang als blöd bezeichnet habe, aber sowas macht einem schon echt wütend wenn die immer wieder an einer Sache sozusagen rumkauen, was vielleicht gar nicht so schlimm ist.

Also ich würde mich sehr freuen, wenn ein PC-Gamesleser sich mal dazu äußern könnte.

Tschau.
 

Tristan3D

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AW: Ja klar immer diese Spiele

Es geht ja nicht darum das wir in Ruhe "weiterzocken" können - das ist nicht mal das Thema von Herrn Bosbach oder Stoiber. Es geht schlicht und ergreifend darum, daß - wenn sie schon die Wissenschaft für ihre Argumentation bemühen - sich auch an eben dieser messen lassen müssen.

Stoiber hat just vor einigen Stunden im Spiegel Online ein Interview gegeben, in dem er doch tatsächlich behauptet es sei wissenschaftlich erwiesen (analogisch betrachtet allerdings - er verwendete zwei Formulierungen, die man aber natürlich nicht getrennt betrachten darf), daß gewaltträchtige Spiele Jugendliche dazu "animieren" Morde zu begehen; und das nur derjenige sich ein Urteil bilden könne, der auch mit Pädagogen und Eltern mal gesprochen habe...

... nun, ich informiere mich seit bald einem Jahrzehnt in dieser Richtung und habe mich mit zahlreichen Pädagogen (Lehrern) und Eltern auseinandergesetzt. Darüber hinaus auch mit Psychologen, Soziologen und Gewaltforschern (Uni Frankfurt). Aber solch eine "wissenschaftliche" Beweislage, die seine Behauptung untermauern könnte, ist mir bis heute nicht untergekommen. Zieht meine Meinung aber bitte in Zweifel, denn Ihr kennt mich nicht und könnt daher nicht wissen, wie genau und intensiv ich eigentlich zum Thema recherchiere... dennoch: Ich behaupte, daß diese Aussage von Herrn Stoiber nicht viel mehr als eine Behauptung ist. Und eine Behauptung ist auch nicht viel mehr als eine persönliche Meinung - und eine persönliche Meinung ist kein Beweis.

Problem an diesem einfachen, logisch empirischen Konstrukt ist nur: Es interessiert keinen - nicht mal Stoiber. Denn es geht nicht um die Spiele als Hauptauslöser jugendlich tödlicher Gewalttaten. Es geht tatsächlich um populistischen Profilationswahn in der Öffentlichkeit. Es geht um Machterhalt (und damit nicht zuletzt natürlich auch um Geld, was faktisch mit Machterhalt gleichzusetzen ist).

Das Falsifikationsprinzip:
Jeder gute Wissenschaftler, der das wissenschaftliche Arbeiten erlernt hat, wird wissen: Jedes Theorem; jede Theorie muß falsifizierbar sein. D.h. im Klartext auch nur, daß eine Hypothese aufgestellt wird, die überprüfbar sein muß. Das Falsifikationsprinzip erfordert folgendes:

1. Vorhersagbarkeit

2. Berechenbarkeit

3. Wiederholbarkeit

Das sind die Grundpfeiler der Falsifikation im wissenschaftlichen Sinne. Die Aufgabe der Psychologen, Soziologen und Gewaltforscher muß nun sein, Stoibers und Bosbachs Hypothese (und nicht viel mehr als das ist es bis jetzt - und wenn sie noch so sehr darauf beharren, daß ihnen die "Wissenschaft" recht geben würde... natürlich ohne die Quellen zu nennen, die aber für einen Gesetzesentwurf (Verbot) der Spiele allerdings erforderlich ist, wenn sie das auf eben diese wissenschaftlichen Standbeine stellen wollen) der eindeutigen Animerung zu tödlicher Gewaltanwendung eines jeden Menschen der solche Spiele spielt, auf eben diese Weise zu überprüfen. Dies ist aber nicht möglich, weil die ad hoc Argumentation von beiden Politikern sich vor allem auf emotionale Empörung und Allerweltslogik beruft, die stark von ihren persönlichen Weltansichten geprägt ist. Dies läßt sich nicht falsifizieren. Oder kurz gesagt: Es ist "nur" deren Meinung - und sonst nichts.

Seneca (römischer Gelehrter) fasste vor 2000 Jahren (so alt ist die Geschichte der Scheinarguemtation also schon) solche ad hoc Argumentationen folgendermaßen zusammen: "Etwas, das sich nicht beweisen läßt, kann auch nicht widerlegt werden". Das bedeutet auch nichts anderes: Stoiber, Bosbach & Co wollen uns ihren Willen aufzwingen, weil es ihnen einerseits um ihren Machterhalt geht (populistisches Profilationsprinzip) und andererseits persönliches Unverständnis der Materie für sie gleichbedeutend mit einer Gefahr definiert ist. D.h.: Es gibt etwas, daß sie nicht verstehen und auch nicht kontrollieren können... unkontrollierbares ist für einen Machtpolitiker wie Stoiber z.B. ein unhaltbarer, inakzeptabler Zustand, der auf jeden Fall für ihn gütlich geändert werden muß - und sei es auch auf Kosten unserer Freiheit.

Es geht also nicht darum die Mechanismen hinter dem Gamer zu verstehen und weshalb er von diesen Spielen fasziniert ist... es geht nur darum Kontrolle über etwas unkontrollierbares ausüben zu wollen. Und so führen sie jetzt alles ins Feld was die emotionale Empörungspalette hergibt. So z.B., wird plakativ von Bosbach beschrieben, wie die Köpfe in solchen Spielen rollen; wie die Augen aus den Köpfen hervortreten und die Därme aus den Polygonfiguren quillen...

... mit einer empirischen, wissenschaftlich geführten Debatte - die auch gerade Bosbach und Stoiber für sich bescheinigen - hat dies freilich wenig bis nichts zu tun (interessant ist auch, daß sie die Verbotsforderung für Erwachsene mit dem Jugendschutz verbinden wollen - wobei aber außer acht gelassen wird, daß es z.B. in Videotheken mit dem Jugendschutz nun doch einigermaßen gut funktioniert und dies ebenso gehandhabt werden könnte... aber das wollen sie nicht. Sie wollen es ganz verbieten - was ein Fehler ist).

Aber zum Glück läßt sich auch behaupten: Alles was sie da sagen ist nicht viel mehr als eine wilde Spekulation - Behauptungen die sie aufstellen, die jeder ernsthafte Soziologe erstmal als eine "Hypothese" zu betrachten hat, wenn er ein Gutachten für solch ein Gesetz entwerfen muß. Dieser Soziologe (falls nicht geschmiert), wird das Falsifikationsprinzip anwenden müssen und zu dem Schluß kommen, daß das seit einem Jahrzent angewandte großangelegte Selbstexperiment der Gemeinschaft der Gamer in diesem Lande die besten Zahlen und Ergebnisse über den Wahrheitsgehalt solch einer Hypothese liefern kann. Und die sagt ganz klar aus: Nein! Erwachsene Menschen lassen sich kaum oder nicht davon animieren gewalttätige Ambitionen zu entwickeln. Nein, Spiele animieren nicht zum realen Mord - und: Nein... Stoiber, Bosbach & Co haben Unrecht. Die Verbotsforderung steht also von vornherein auf keiner wissenschaftlich fundierten Grundlage. Wenn es trotzdem durchgesetzt wird, ist dies die direkte Beschneidung unserer Freiheiten und muß auf demokratische Weise vehement bekämpft werden. Wir leben schließlich in einer Demokratie - Stoiber kann nicht mit uns machen, was ihm beliebt... auch wenn er das in seinem megalomanischen Machtwahn anders sieht.

Gefährlich an dieser Debatte ist nur, daß die Energien die dafür aufgewendet werden jenen Erkenntnisbemühungen über die soziologischen Hintergründe solcher Amokläufer abgehen... d.h.: Die Debatte um die Spiele verklärt den Blick auf das reale Problem... es zögert hinaus; es verschwendet Energien und Ressourcen. Uns wird nun vorgeworfen, wir sollten uns über unsere "Perversion" solche Spiele zu spielen mal an die Nase fassen - ich persönlich kann nur sagen, daß diese Debatte gerne geführt werden kann, allerdings ohne den Populismus (der immer nur dann ausbricht, wenn einer Amok läuft - erst dann will man sich wieder damit befassen... so sauber sind die Moralhühter also nicht) und vor allem auch sollten jene sich mal an die Nase fassen, die mit dieser in den Vordergrund gedrängten Debatte das Problem auf einen infantil einfachen Nenner reduzieren und dabei weitere Probleme ignorieren die damit in Verbindung stehen.

Fazit
Das alte Lied in nicht mal neuem Gewand - erst wenn auch unsere Machtmenschen begreifen, daß das Problem der Gewaltspiele nur ein Teil des Ganzen ist, erst dann werden wir auch beweglich sein die Sache in den Griff zu kriegen. Die Debatte um die "Killerspiele" allein zu führen ist jedenfalls kontraproduktiv und wird nichts bewirken, außer, daß ein paar unwissende Seelen in diesem Lande nach solch einem Verbot besser schlafen können. Das aber sollten sie dann in dem Wissen tun, daß das Problem nicht gelöst wurde und sicherlich der nächste Amokläufer - da in seinem Wesen selbst ignoriert - bereitsteht seine Tat zu tun, weil der angebliche Hauptgrund nun doch ausgeräumt sein müßte.

Was aber wenn der nächste Amokläufer keine Killerspiele gespielt hat? Wird man ihn dann überhaupt noch nach der Stoibermaxime erkennen können? Und was wird dann der Grund sein, daß er zum Amokschützen wurde? Vielleicht weil er ein (junger) Mann ist (auch das ein auffälliges Faktum)? Ist dann jeder junge Mann potentiell ein Killer nur weil er Mann ist?

Kipling hatte recht: Krieg macht Spaß... das ist das Dunkle Geheimnis der Menschheit - das ist der Grund, weshalb wir seit zehntausend Jahren dieses heikle Spiel mit dem größtmöglichen Einsatz (unser Überleben) spielen - das ist der Grund weswegen wir den pausenlosen Genozid betreiben. Und das ist auch der Grund, warum virtuelle Gewalt so faszinierend ist: Weil Gewalttätigkeit Teil der menschlichen Natur ist... und sie ist umso faszinierender, je weniger Konsequenzen sie für uns hat. Und virtuelle Gewalttaten, die weder objektiv noch kausal existent sind - haben absolut keine Konsequenzen für die Meisten von uns.

Ist es das? Käme dies einem Edmund Stoiber je in den Sinn?...

... mein Name ist Daniel Kurle, ich bin Gamer; ich spiele diese "Killerspiele" - und mir kamen all diese Fragen in den Sinn.

Wer hätte das von mir erwartet?

Gruß
Daniel
 

KabaKacke

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AW: Ja klar immer diese Spiele

Hi Zocker!!!!!!!!!!!!!
hier mal eine dringende aufforderung:

um 20:15 Uhr läuft auf dem Sender WDR eine Diskussionssendung mit dem Thema "Killerspiele"hart-aber-fair@wdr.deTel.: 0800/5678-678Fax: 0800/5678-679Ruft an, faxt oder mailt. Es ist wichtig sich zu äußeren. Zeigt ihnen was ihr fühlt und denkt und beweist ihnen, dass wir ganz normale Menschen sind. Geht in andere Foren und teilt so vielen Usern wie möglich mit, dass diese Sendung heute läuft.




guckts euch unbedingt an und schreibt vllt. was oder ruft dort an

WIR wollten doch eine Initiative und jetzt müssen wir eben bei sonem sender anfangen. der wird wahrscheinlich seine höchste einschalt qoute bekommen ^^


also guckt rein unbedingt

sry das sich das überall reinspamme aber MUSS gelesen werden!!!!!!
 
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