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Marvel-Star Evangeline Lilly prahlt mit Teilnahme an Impfgegner-Demo

Loosa

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Man kann viel diskutieren, aber irgendwann muss man die Kirche auch mal im Dorf lassen? =)
Und es geht nicht um Ecken. Radikalismus, egal welcher Art, wird hier im Forum nicht toleriert.
 

xaan

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Würde Erich Honecker heute noch leben, dann würde er vermutlich auch denken: "Ach, hätte es zu meiner Zeit doch nur Corona gegeben, dann hätte ich all die Dinge durchziehen können und die Leute hätten mir applaudiert. Dann hätte ich die Mauer als Schutzwall vor dem Virus verkaufen können und alle hätten es mir geglaubt."

Und ich sehe es ähnlich. Wer andere dazu zwingen will, dass sie sich etwas spritzen lassen sollen, was diese gar nicht wollen, der ist für mich auch ein Faschist. Jeder hat das Recht auf Selbstbestimmung und sollte selbst entscheiden dürfen: Will ich das oder will ich das nicht.
Was hätte Honnecker denn überhaupt noch durchziehen wollen, was er nicht sowieso schon konnte und auch getan hat? Wofür hätte er noch einen Vorwand wie Corona gebraucht, was nicht schon mit den bereits vorhanden Vorwänden möglich gewesen wäre? Impfpflicht jedenfalls war in der DDR existent und wurde als völlig normal und selbstverständlich wahrgenommen.

BTW: keiner der vorliegenden Impfpflichtvorschläge - inklusive dem aus den USA - sieht vor, dass dich die Behörden abholen und mit gewalt Spritzen. Wer sich nicht impfen lassen möchte, der hat selbstverständlich ein Recht auf körperliche Unversehrtheit. Die Sache ist nur: ... alle Anderen haben dieses Recht auch. Und leider ist es nun mal Fakt, dass Ungeimpfte das RIsiko nicht allein tragen. Sie sind auch ein RIsiko für alle Anderen, mit denen Sie in Kontakt kommen. Auch für Gemimpfte, denn keine Impfung hat jemals einen Schutz von 100%. Durchbrüche sind immer möglich.

Es stellt sich also Frage, warum ausgerechnet die Gruppe der Impfmuffel hier ihr Recht bekommen sollten und damit automatisch alle Anderen nicht. Weil sie am lautsten mit dem Fuß aufstampfen? Und was ist z.B. mit Kassierern im Supermarkt, die jeden Tag hunderten Menschen ausgesetzt ist? Wie genau dürfen die sich vor Ungeimpften schützen? Was ist mit pflegebedürftigen Menschen, die keine Wahl haben als auf Pfleger angewiesen zu sein? WIe können die sich vor impunwilligen Pflegern schützen? Was ist mit Pendlern, die keine Wahl haben als sich jeden Tag in einen rammelvollen Zug zu setzen? WIe dürfen die sich vor ungeimpften Fahrgästen schützen? Die am besten auch noch die Maske nur halb aufsetzen, schön die Nase frei lassen, aus Trotz und voller Blödheit?...
 
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Gast1649365804

Gast
Was hätte Honnecker denn überhaupt noch durchziehen wollen, was er nicht sowieso schon konnte und auch getan hat? Wofür hätte er noch einen Vorwand wie Corona gebraucht, was nicht schon mit den bereits vorhanden Vorwänden möglich gewesen wäre? Impfpflicht jedenfalls war in der DDR existent und wurde als völlig normal und selbstverständlich wahrgenommen.

BTW: keiner der vorliegenden Impfpflichtvorschläge - inklusive dem aus den USA - sieht vor, dass dich die Behörden abholen und mit gewalt Spritzen. Wer sich nicht impfen lassen möchte, der hat selbstverständlich ein Recht auf körperliche Unversehrtheit. Die Sache ist nur: ... alle Anderen haben dieses Recht auch. Und leider ist es nun mal Fakt, dass Ungeimpfte das RIsiko nicht allein tragen. Sie sind auch ein RIsiko für alle Anderen, mit denen Sie in Kontakt kommen. Auch für Gemimpfte, denn keine Impfung hat jemals einen Schutz von 100%. Durchbrüche sind immer möglich.

Es stellt sich also Frage, warum ausgerechnet die Gruppe der Impfmuffel hier ihr Recht bekommen sollten und damit automatisch alle Anderen nicht. Weil sie am lautsten mit dem Fuß aufstampfen? Und was ist z.B. mit Kassierern im Supermarkt, die jeden Tag hunderten Menschen ausgesetzt ist? Wie genau dürfen die sich vor Ungeimpften schützen? Was ist mit pflegebedürftigen Menschen, die keine Wahl haben als auf Pfleger angewiesen zu sein? WIe können die sich vor impunwilligen Pflegern schützen? Was ist mit Pendlern, die keine Wahl haben als sich jeden Tag in einen rammelvollen Zug zu setzen? WIe dürfen die sich vor ungeimpften Fahrgästen schützen? Die am besten auch noch die Maske nur halb aufsetzen, schön die Nase frei lassen, aus Trotz und voller Blödheit?...
Das würde unter der Annahme funktionieren, indem alle Umgeimpften sich automatisch infizieren und alle Geimpften automatisch den vollen Schutz, sowohl gegen Infektion, als auch gegen eine Weitergabe und gegen schwere Verläufe hätten. Beides ist nicht der Fall.
So bleibt die Frage, was genau soll man machen? Ich glaube nicht, dass sich die Zahl der Impfwilligen signifikant erhöhen wird, auch nicht bei einer Impfpflicht. Vielleicht ein paar, aber keine ausschlaggebende Zahl. Dazu wäre längst Zeit gewesen. Gleichzeitig kann aber auch die Wirtschaft nicht auf den Teil der Umgeimpften verzichten, wenn z.B diese dann nicht mehr zur Arbeit gehen dürften.
In großen Unternehmen funktioniert das noch ganz gut, mit den täglichen Testungen und dem Controlling.
Aber ich will auch mal sagen, aus eigener Erfahrung, wie es in vielen kleineren Unternehmen abgeht. Da testen sich die Angestellten gegenseitig, bzw. tun es nicht mehr und ein und derselbe Selbsttest wird 14 Tage lang aus der Hosentasche geholt. Papier ist geduldig, sehr geduldig. Wenn der Chef selbst ein Impfgegner ist….na mehr muss man wohl nicht sagen. Ein nicht unbeträchtlicher Teil hat sich irgendwo einen Impfpass geholt, teils mit freundlicher Unterstützung des Chefs…nichts leichter als das, wenn man es will. Das ist leider auch Realität.
Außerdem verlieren derzeit mehr Menschen ihren Impfstatus, als neue hinzukommen. Diese Zahlen werden aber nicht täglich veröffentlicht, also dass wir in Wahrheit rückläufige Zahlen haben.
Eine allgemeine Impfpflicht durchzusetzen wird schwierig, halte es für nicht durchführbar und auch für nicht umsetzbar. Es dreht sich auch bei vielen Menschen nicht alles nur noch um dieses eine Thema. Viele haben ganz andere Sorgen, auch hervorgerufen durch diverse Maßnahmen. Ich sage bewußt durch die Maßnahmen, nicht durch Corona selbst. Dazu kommt ein großer Vertrauensverlust in die Politik und deren Entscheidungsträger, sowie in weiten Teilen der Bevölkerung, auf allen Ebenen, eine verbreitete kognitive Dissonanz. Keiner weicht auch nur einen Millimeter von seiner Meinung ab und andere Auffassungen werden sofort als Angriff betrachtet.
Mir persönlich ist es egal, ob jemand geimpft ist oder nicht, sich impfen lässt oder nicht, es ablehnt oder befürwortet. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind zum Glück bisher nur Menschen, die das genauso handhaben. Solche Debatten wir hier gerade, gibt es deshalb dort nicht. Und das ist gut so.
 

xaan

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Das würde unter der Annahme funktionieren, indem alle Umgeimpften sich automatisch infizieren und alle Geimpften automatisch den vollen Schutz, sowohl gegen Infektion, als auch gegen eine Weitergabe und gegen schwere Verläufe hätten. Beides ist nicht der Fall.
So bleibt die Frage, was genau soll man machen?
Wenn der Impfschutz 100% wäre, würde sich die Frage ohnehin nicht stellen. Denn dann bestände ja kein Restrisiko selbst für Geimpfte. Das Ding ist einfach, dass ungeimpfte Menschen eine Infektion nicht vermeiden können -allerspätestens wenn wir mal irgendwann in ferner Zukunft die Maskenpflicht aufheben und keine Isolation und Quarantäne mehr haben wollen. Und sobald sie sich anstecken, sind sie eben auch ein Risiko für alle, mit denen sie kontakt haben.

Nun beseitigt eine Impfpflicht das Problem auch nicht zu 100%, aber sie trägt dazu bei, dass das Risiko weiter sinkt und dass wir irgendwann vielleicht doch mal wieder ohne Maske und Impfnachweis und hastenichtgesehen in Restaurants und auf Konzerte und in Fußballstadien gehen können. Wir wollen ja irgendwann auch mal wieder zur Normalität zurückkehren und nicht auf Ewig ein Maskenland bleiben, nur weil ein paar Impfunwillige Egoisten das Risiko zu stark nach oben treiben.
 
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Gast1649365804

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Wenn der Impfschutz 100% wäre, würde sich die Frage ohnehin nicht stellen. Denn dann bestände ja kein Restrisiko selbst für Geimpfte. Das Ding ist einfach, dass ungeimpfte Menschen eine Infektion nicht vermeiden können -allerspätestens wenn wir mal irgendwann in ferner Zukunft die Maskenpflicht aufheben und keine Isolation und Quarantäne mehr haben wollen. Und sobald sie sich anstecken, sind sie eben auch ein Risiko für alle, mit denen sie kontakt haben.

Nun beseitigt eine Impfpflicht das Problem auch nicht zu 100%, aber sie trägt dazu bei, dass das Risiko weiter sinkt und dass wir irgendwann vielleicht doch mal wieder ohne Maske und Impfnachweis und hastenichtgesehen in Restaurants und auf Konzerte und in Fußballstadien gehen können. Wir wollen ja irgendwann auch mal wieder zur Normalität zurückkehren und nicht auf Ewig ein Maskenland bleiben, nur weil ein paar Impfunwillige Egoisten das Risiko zu stark nach oben treiben.
Tja, das ist die Frage. Nach derzeitigem Stand tragen bei Omikron Geimpfte wie Ungeimpfte gleichermaßen zur Verbreitung bei. Aufgrund mangelnder Tests sogar mehr.
Unter getesteten Umgeimpften muss man sich ja sicherer fühlen, als unter nicht getesteten Geimpften.
Eine Impfung wird das Problem nicht aus der Welt schaffen.
Ich persönlich plädiere für Öffnungen, wie es etliche andere Länder auch machen. Die offiziellen Zahlen sind eh viel zu niedrig. In Wahrheit liegen sie wahrscheinlich 3-5 Mal höher.
Es ist doch längst völlig aus dem Ruder gelaufen und nicht mehr kontrollierbar. Andere Möglichkeit sehe ich persönlich nicht.
Die Leute sollten ins Stadion, in die Clubs, ins Lokal. Das tun sie doch sowieso schon sinngemäß, nämlich ganz privat. Da kontrolliert niemand, da gibts kaum Regeln und interessiert sowieso die wenigsten.
Es wird mMn nur mit der sogenannten Durchseuchung funktionieren oder gibt es einen Plan, wie man alle 4 bis 6 Monate die ganze Welt be-impfen soll? Keine Chance.
 

xaan

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Tja, das ist die Frage. Nach derzeitigem Stand tragen bei Omikron Geimpfte wie Ungeimpfte gleichermaßen zur Verbreitung bei. Aufgrund mangelnder Tests sogar mehr.
Omikron steht da so ein bisschen neben. Geimpfte und Genesene mit Alpha oder Delta können sich mit Omikron anstecken weil die Antikörper dagegen nicht helfen. Aber umgekehrt gilt das auch. Wer eine Omikron-Infektion überstanden hat, ist immer noch anfällig für Alpha und Delta. Die Impfung bleibt daher wichtig.

Zumal die existierende Impfung bei Omikron zumindest noch recht gut gegen schwere Verläufe schützt. Das entlastet die Krankenhäuser weil weniger Leute in der Intensivstation beatmet werden müssen, es entlastet die Krankenkassen und die Wirtschaft weil weniger Leute ausfallen, deren Ausfall Geld kostet, es entlastet die Kollegen die den Aufall durch eigene Mehrarbeit kompensieren müssen und bringt uns daher näher an das Ziel, die Coronamaßnahmen irgendwann ein mal abschaffen zu können.
 
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ichmusssagen

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Würde Erich Honecker heute noch leben, dann würde er vermutlich auch denken: "Ach, hätte es zu meiner Zeit doch nur Corona gegeben, dann hätte ich all die Dinge durchziehen können und die Leute hätten mir applaudiert. Dann hätte ich die Mauer als Schutzwall vor dem Virus verkaufen können und alle hätten es mir geglaubt."

Und ich sehe es ähnlich. Wer andere dazu zwingen will, dass sie sich etwas spritzen lassen sollen, was diese gar nicht wollen, der ist für mich auch ein Faschist. Jeder hat das Recht auf Selbstbestimmung und sollte selbst entscheiden dürfen: Will ich das oder will ich das nicht.

Ist ja ganz schön durcheinander, diese Schwurbelei.
Die Faschisten sind die, die auf Querdenkerdemos mitlaufen. Die Diktatur der DDR beruhte auf einer anderen Ideologie.

Faschistoid ist dagegen der gedanke, dass Menschen mit schwächerem Immunystem sich von der Gesellschaft absondern sollen, um sich selbst zu schützen, weil die Gesellschaft nicht zu deren Schutz bereit ist. Noch faschistoider ist die Idee, dass Menschen, die eine Operation benötigen, dann halt Pech haben, wenn es zu viele Covidpatienten gibt.

Der häufigste Grund, sich nicht impfen zu lassen, dürfte Angst sein. Da die ängstlichen Personen dies jedoch ungerne zugeben, denken sie sich was anderes aus.
 
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Gast1649365804

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Omikron steht da so ein bisschen neben. Geimpfte und Genesene mit Alpha oder Delta können sich mit Omikron anstecken weil die Antikörper dagegen nicht helfen. Aber umgekehrt gilt das auch. Wer eine Omikron-Infektion überstanden hat, ist immer noch anfällig für Alpha und Delta. Die Impfung bleibt daher wichtig.

Zumal die existierende Impfung bei Omikron zumindest noch recht gut gegen schwere Verläufe schützt. Das entlastet die Krankenhäuser weil weniger Leute in der Intensivstation beatmet werden müssen, es entlastet die Krankenkassen und die Wirtschaft weil weniger Leute ausfallen, deren Ausfall Geld kostet, es entlastet die Kollegen die den Aufall durch eigene Mehrarbeit kompensieren müssen und bringt uns daher näher an das Ziel, die Coronamaßnahmen irgendwann ein mal abschaffen zu können.
Da bin ich der gleichen Ansicht, na klar.
Doch die Realität ist eine andere. Wie gesagt, es ist längst aus dem Ruder gelaufen und völlig außer Kontrolle.
Deshalb nochmal die Frage, wie ist der Plan, künftig alle 4 bis 6 Monate die ganze Welt zu impfen? Denn selbst wenn wir hier dieses (für mich völlig unrealistische Ziel) erreichen, was ist mit dem Rest der Welt? Wir sind hier nicht alleine. Was also soll die Perspektive sein, bzw. die Alternative? Immer wieder neue Impfstoffe gegen immer wieder neue Varianten?
Schotten wir uns gegenüber anderen ab und leben in unserer eigenen Blase? Geht nicht. Nicht in einer globalisierten Welt.
Die Infektionszahlen gingen auch schon vor Omikron trotz Impfungen deutlich nach oben.
Die Politik selber hat auch einiges zu verantworten, indem sie entweder gar nicht oder oft falsch gehandelt hat. Nicht an allem sind Impfgegner schuld.
Und mittlerweile sprechen sich auch etliche seriöse Wissenschaftler, auch Teile des RKI und des Beraterstabes der Bundesregierung auch für eine Durchseuchung aus, weil man erkannt hat, dass dies möglicherweise der effektivste Weg ist, die sogenannte Grund-Immunität zu erreichen. Das birgt ein Risiko, ja. Bisher liegt das Durchschnittsalter aller Covid-Toten in Deutschland bei ca. 84 Jahren, also sogar noch über der allgemeinen Lebenserwartung.
Mancher könnte somit fragen, ja wo ist jetzt das Problem? Darf heute nicht mehr gestorben werden? Oder wird das Thema Tod allgemein heute in einem Maße gesellschaftlich ausgeblendet, so dass allein der Grundgedanke daran, den Menschen große Angst bereitet.
Diese Fragen wurden letztens aufgeworfen in einer philosophischen Runde im ZDF…war sehr interessant. Genau wie das mit der kognitiven Dissonanz, also der Pauschalangriff auf alles, was nicht der eigenen Denke entspricht, aus Angst, der andere könnte recht haben und somit das eigene Weltbild in Gefahr sein und der Unwille zugeben zu müssen, dass man einem Irrglauben erlegen war. Wie gesagt, war eine äußerst interessante Runde. ;)
 

ichmusssagen

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Und mittlerweile sprechen sich auch etliche seriöse Wissenschaftler, auch Teile des RKI und des Beraterstabes der Bundesregierung auch für eine Durchseuchung aus, weil man erkannt hat, dass dies möglicherweise der effektivste Weg ist, die sogenannte Grund-Immunität zu erreichen.

Die Experten sprechen sich für eine Durchseuchung nach Durchimpfung aus, quasi als Extrabooster. Drosten nennt Omikron da eine Chance, weil Omikron leichtere Verläufe verursacht.
Das ist aber zunächst nur eine Hoffnung. Die Immunisierung durch eine Infektion hält nicht lang und vor allem kaum, bei neuen Mutationen. Es sieht insgesamt also alles andere als gut aus. Vielleicht müssen wir uns auch eingestehen, dass es einfach keinen leichten Weg aus der Krise gibt.
 

Worrel

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Deshalb nochmal die Frage, wie ist der Plan, künftig alle 4 bis 6 Monate die ganze Welt zu impfen?
Wie soll denn der Plan sein?
Wer soll denn so allwissend sein, daß er den kompletten weiteren Verlauf der Pandemie vorhersagen kann? (inklusive sämtlicher Veranstaltungen von Hirnverweigerern wie Coronaparties oder gar Corona im Internet zu kaufen, um die Infektion dann hinter sich zu haben und natürlich auch inklusive sämtlicher anderer Veränderungen zB durch den Klimawandel)

Wir sind in einer aktuell laufenden Pandemie, wissen nicht, welche Variante Mutation sich in 3, 6, 12 Monaten ergeben wird. Vielleicht war Omikron die letzte relevante Mutation, vielleicht war das Ganze bisherige nur ein Vorgeplänkel und ab Mutation Zeta ist Corona über 10m Luftweg übertragbar und zu 80% tödlich innerhalb von 72 Stunden nach Infektion.
Wie realistisch so ein Szenario ist, kann natürlich nur ein Fachmann sagen.
Aber selbst Fachkräfte können ihre Vorhersagen nur auf bisherigen Daten erstellen. Ist eine neue Mutation da, muß diese erst mal in zig Datensätzen erfasst werden, bevor man dazu eine sinnvolle Aussage treffen kann.

Und da ist eben eine sinnvolle Aussage, daß schwere Verläufe momentan am wirkungsvollsten mit 2x Impfen + Booster verhindert werden.
Wie oft das dann in Zukunft sein wird, hängt von der Weiterentwicklung des Impfstoffs und der Mutationen ab.

Und natürlich sollte der aktuelle Impfstoff idealerweise global verfügbar sein.
Die Infektionszahlen gingen auch schon vor Omikron trotz Impfungen deutlich nach oben.
Was eben zeigt, daß der Impfschutz nicht solange anhält, wie bisher prognostiziert.
Daher: Booster.
Und mittlerweile sprechen sich auch etliche seriöse Wissenschaftler, auch Teile des RKI und des Beraterstabes der Bundesregierung auch für eine Durchseuchung aus, weil man erkannt hat, dass dies möglicherweise der effektivste Weg ist, die sogenannte Grund-Immunität zu erreichen.
Wenn das so ist, gibt es wohl neue Daten, die eine Neu-Orientierung bei den Maßnahmen sinnvoll machen. Das hat nichts damit zu tun, daß irgendwer recht hat und das endlich eingesehen wurde oder was auch immer man daraus für ein Narrativ erdenken könnte.
...wo ist jetzt das Problem? Darf heute nicht mehr gestorben werden? Oder wird das Thema Tod allgemein heute in einem Maße gesellschaftlich ausgeblendet, so dass allein der Grundgedanke daran, den Menschen große Angst bereitet.
Was ist das denn für eine Argumentation?
Komm, wir schmeißen das komplette Gesundheitssystem weg - Freiheit für die Sterbenden, Kranken und Schwachen!
Also Freiheit vom einengenden Zustand des Lebendig-seins...
 
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Gast1649365804

Gast
Was ist das denn für eine Argumentation?
Komm, wir schmeißen das komplette Gesundheitssystem weg - Freiheit für die Sterbenden, Kranken und Schwachen!
Also Freiheit vom einengenden Zustand des Lebendig-seins...
Das ist nicht das, was ich gesagt habe.
Wir lassen zu, dass Alkohol und Zigaretten verheerende Gesundheitsschäden anrichten, aber machen sogar noch Werbung dafür.
Wir lassen zu, dass diemLebensmittelundustrie uns langsam aber sicher vergiftet. Wir lassen zu, dass Kinder mit Zucker überhäuft werden und später unter Diabetes leiden, was eneorme Schäden und Folgeschäden verursacht. Auch das hat mittlerweile epidemische Ausmaße. Fast jeder 8. Mensch in Deutschland ist Diabetiker. All das und so vieles weiteres lassen wir zu. Der Unterschied…damit lässt sich ganz gut Geld verdienen.
Was mich daran stört, ist die Doppelmoral, an die an den Tag gelegt wird.
Natürlich brauchts immer einen Schuldigen. Somit hat man natürlich dankbare Opfer, wobei manches Züge einer Hexenjagd hat und wir wissen ja, bei keiner Hexenjagd ging es wirklich um Hexen…
Ich schlage mich auf keine der Seiten, sondern bilde mir mein eigenes Bild. Die komplette Leugnung des Virus (denn ich hatte es) finde ich genauso befremdlich, wie die oft gnadenlos selbsterhöhte Darstellung von so manchen Geimpften.
Die Spaltung schreitet jedenfalls immer weiter voran, aber vielleicht ist das ja auch alles gewollt, wer weiß?
 
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xaan

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Da bin ich der gleichen Ansicht, na klar.
Doch die Realität ist eine andere. Wie gesagt, es ist längst aus dem Ruder gelaufen und völlig außer Kontrolle.
Deshalb nochmal die Frage, wie ist der Plan, künftig alle 4 bis 6 Monate die ganze Welt zu impfen? Denn selbst wenn wir hier dieses (für mich völlig unrealistische Ziel) erreichen, was ist mit dem Rest der Welt? Wir sind hier nicht alleine. Was also soll die Perspektive sein, bzw. die Alternative? Immer wieder neue Impfstoffe gegen immer wieder neue Varianten?

So lange Corona existiert werden wir uns damit arrangieren müssen. Das Virus verhandelt nicht. Es ist einfach da, wie eine Naturkatastrophe. Es lässt sich nicht bestechen mit "komm, jetzt haben wir genug getan, jetzt lass mal wieder gut sein". Wenn wir aufhören uns zu schützen, macht das Virus einfach stur das, was ein Virus halt so macht. Leute infizieren, sich weiter verbreiten, mutieren.

Mag sein, dass die Forschung in Zukunft eine Behandlungsmethode findet, die man unkompliziert als Pille verabreichen kann oder was auch immer. Aber momentan gibt es zum Impfen keine Alternativen. Jedenfalls dann nicht, wenn wir auf absehbare Zeit mal wieder Maskenfrei sein wollen. Die Alternativen dazu sind: a) auf ewig maske tragen und ungeimpfte dürfen nicht in Restaurants oder auf andere Veranstaltungen oder b) einfach nichts tun und jeden Tag mit dem Risiko leben, nicht nur sich selbst zu infizieren sondern die Infektion auch an andere Menschen, wie z.B. die eigenen Großeltern, weiterzugeben. Und bei Option b) stellt sich dann auch die Frage, wie lange wir das durchhalten können, bevor unsere Krankenhäuser aufgeben weil das medizinische Personal völlig ausgebrannt ist und keiner mehr die Kosten sowohl für das Gesundheitssystem als auch die WIrtschaft zu tragen vermag.
 
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Gast1649365804

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So lange Corona existiert werden wir uns damit arrangieren müssen. Das Virus verhandelt nicht. Es ist einfach da, wie eine Naturkatastrophe. Es lässt sich nicht bestechen mit "komm, jetzt haben wir genug getan, jetzt lass mal wieder gut sein". Wenn wir aufhören uns zu schützen, macht das Virus einfach stur das, was ein Virus halt so macht. Leute infizieren, sich weiter verbreiten, mutieren.

Mag sein, dass die Forschung in Zukunft eine Behandlungsmethode findet, die man unkompliziert als Pille verabreichen kann oder was auch immer. Aber momentan gibt es zum Impfen keine Alternativen. Jedenfalls dann nicht, wenn wir auf absehbare Zeit mal wieder Maskenfrei sein wollen. Die Alternativen dazu sind: a) auf ewig maske tragen und ungeimpfte dürfen nicht in Restaurants oder auf andere Veranstaltungen oder b) einfach nichts tun und jeden Tag mit dem Risiko leben, nicht nur sich selbst zu infizieren sondern die Infektion auch an andere Menschen, wie z.B. die eigenen Großeltern, weiterzugeben. Und bei Option b) stellt sich dann auch die Frage, wie lange wir das durchhalten können, bevor unsere Krankenhäuser aufgeben weil das medizinische Personal völlig ausgebrannt ist und keiner mehr die Kosten sowohl für das Gesundheitssystem als auch die WIrtschaft zu tragen vermag.
Der Ansicht bin ich eben nicht. Auch Geimpfte können es genauso weitergeben…auch an Großeltern. Von diesem Totschlag-Angst-Szenario Großeltern halte ich außerdem nichts.
Die können sich genauso bei ihren geimpften Enkeln anstecken, sogar noch wahrscheinlicher, weil die in aller Regel sich nicht mehr testen lassen.
Das hatten wir doch alles schon. Es gibt Länder mit 99,7 % Impfquote und Inzidenzen von 4-5 Tausend. Das kann nicht mehr mit 0,3 Prozent Ungeimpften erklärt werden. Also was stimmt da nicht?
Nein, die Politik hat sich mit ihren Maßnahmen selbst in diese Lage gebracht und ich habe schon vor 2 Jahren die Frage gestellt, wie die aus der Nummer wieder rauskommen wollen.
Ich beobachte neugierig, wie es jetzt und in naher Zukunft in den Ländern wird, die jetzt öffnen, Maßnahmen beenden und auch der Gesundheitspass keine Rolle mehr spielt.
Ich hoffe sehr, dass das klappt. Für mich derzeit die plausibelste Ausstiegsvariante.
 

xaan

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Der Ansicht bin ich eben nicht. Auch Geimpfte können es genauso weitergeben…auch an Großeltern. Von diesem Totschlag-Angst-Szenario Großeltern halte ich außerdem nichts.
Das ist grundsätzlich richtig, aber lässt einen Teil der Wahrheit weg und damit irreführend.

Geimpfte haben eine wesentlich(!) geringere Chance eine Infektion weiter zu geben, da ihre Immunreaktion ja die Virenlast im Körper senkt. Selbst bei einer Durchbruchinfektion - welche ja auch schon eher eine geringe Chance hat aufzutreten. Selbst wenn es doch mal dazu kommt, dass ein Geimpfter die Infektion weiter gibt, ist die Ansteckungskette wesentlich kürzer, weil alle an die er es weitergeben könnte ja idealerweise auch geimpft sind.

"Auch Geimpfte können ansteckend sein" ist ein schönes Beispiel für Lügen mit Halbwahrheiten, einfach durch Weglassen von ganz wichtigen Informationen. Leute, fallt doch bitte nicht auf diese Tricks der Impfmuffel herein. Das ist so transparent, dass ein es Blinder mit Holzstock durchschauen kann.

Das hatten wir doch alles schon. Es gibt Länder mit 99,7 % Impfquote und Inzidenzen von 4-5 Tausend. Das kann nicht mehr mit 0,3 Prozent Ungeimpften erklärt werden. Also was stimmt da nicht?

Sorry, dass ich das erst jetzt nach schiebe. Wir hatten ja oben schon festgestellt, dass die Impfung gegen Alpha, die auch ganz gut gegen Delta hilft, nicht so wirklich toll vor einer Ansteckung durch Omikron schützt. Und was grassiert gerade ganz stark? Richtig. Omikron.

Die Impfung hilft allerdings trotzdem gut gegen schwere Verläufe. Zumal Omikron selbst ja scheinbar auch weniger tödlich ist. Das führt zu hohen Inzidenzen, aber ist weniger schlimm als wenn uns das selbe mit Alpha oder Delta passiert.
 
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LesterPG

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"Auch Geimpfte können ansteckend sein" ist ein schönes Beispiel für Lügen mit Halbwahrheiten, einfach durch Weglassen von ganz wichtigen Informationen. Leute, fallt doch bitte nicht auf diese Tricks der Impfmuffel herein.
Wobei sie damit im Kern als einige der wenigen Aussagen auch recht haben.
Egal ob die Wahrscheinlichkeit um einen ein- oder zweistelligen Faktor gesenkt ist, man kann andere damit anstecken.

Obendrauf kommt dann natürlich auch die deutlich geringere Last der Virenabgabe, macht den Satz nicht falsch, aber wenn man da mit Wahrscheinlichkeiten anstelle vom generellen "kann" arbeiten würde relativiert sich das natürlich. 🤨

Ich bin ziemlich optimistisch das man bis zum Herbst einen weitgehend "finalen" Booster hat, der (keine neue extremere Mutation vorausgesetzt) dann wirklich die Effekte soweit senkt das dann eine Restdurchseuchung mit akzeptabelen Risiko ermöglicht.😉
 
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Gast1649365804

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Das ist grundsätzlich richtig, aber lässt einen Teil der Wahrheit weg und damit irreführend.

Geimpfte haben eine wesentlich(!) geringere Chance eine Infektion weiter zu geben, da ihre Immunreaktion ja die Virenlast im Körper senkt. Selbst bei einer Durchbruchinfektion - welche ja auch schon eher eine geringe Chance hat aufzutreten. Selbst wenn es doch mal dazu kommt, dass ein Geimpfter die Infektion weiter gibt, ist die Ansteckungskette wesentlich kürzer, weil alle an die er es weitergeben könnte ja idealerweise auch geimpft sind.

"Auch Geimpfte können ansteckend sein" ist ein schönes Beispiel für Lügen mit Halbwahrheiten, einfach durch Weglassen von ganz wichtigen Informationen. Leute, fallt doch bitte nicht auf diese Tricks der Impfmuffel herein. Das ist so transparent, dass ein es Blinder mit Holzstock durchschauen kann.
Aber auch Blinde sollten erkennen, dass nicht alles, was uns öffentlich präsentiert wird, zutreffend ist. Ich habe erhebliche Zweifel an so mancher Meldung und dem, was uns als „Wahrheit“ verkauft wird.
Nicht falsch verstehen, ich leugne das Virus nicht, ich stelle mich nur nicht auf irgendeine Seite.
Ich habe jetzt 2 Mal eine Infektion gehabt. Das erste Mal ungeimpft, also ungeschützt, mit schwerem Verlauf rechnend. Ergebnis war, dass ich knapp 2 Tage leichte Kopfschmerzen hatte, die ich sowieso häufiger habe, aber das wars dann. Genesen also, danach fristgerechte Boosterung. Prima.
Zweite Infektion, trotz Boosterung mit ziemlich heftigen Symptomen im Vergleich. Meine Frau, gar nicht geimpft hatte in der ganzen Zeit gar nichts. Alles nur Zufall?
 

Worrel

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Das ist nicht das, was ich gesagt habe.
Wenn du die Frage "Darf heute nicht mehr gestorben werden?" ernst meinst, ist das GENAU das, was du sagst.

Oder ist das jetzt diese Doppelmoral, die du kurz darauf kritisierst?
Wer von Coronapatienten, Aids-Kranken, Blinddarm-Entzündeten, Diabetikern, ... soll denn deiner Meinung nach "sterben dürfen" und wer nicht? und warum der Unterschied ?
Wir lassen zu, dass Alkohol und Zigaretten verheerende Gesundheitsschäden anrichten, aber machen sogar noch Werbung dafür.
Wir lassen zu, dass die Lebensmittelundustrie uns langsam aber sicher vergiftet. Wir lassen zu, dass Kinder mit Zucker überhäuft werden und später unter Diabetes leiden, was eneorme Schäden und Folgeschäden verursacht. Auch das hat mittlerweile epidemische Ausmaße. Fast jeder 8. Mensch in Deutschland ist Diabetiker. All das und so vieles weiteres lassen wir zu. Der Unterschied…damit lässt sich ganz gut Geld verdienen.
A: "Wir" sind in diesem Kontext wir als Gesellschaft.
B: "Wir", die wir unsere Meinung hier schreiben, sind Individuen mit einer eigenen Vorstellung davon, was sinnvoll wäre.

"Wir" (A) haben das Problem, daß Lobbyismus viel zu viel Platz einnimmt.
Lobbyismus mit Millionen-Spenden ist meiner Meinung nach prinzipiell demokratiefeindlich.

"Wir" (B) haben durchaus die Schädlichkeit erkannt und verzichten freiwillig darauf.
"Wir" (A) bzw: Entscheidungsträger kriegen von Lobbyisten aber die Ohren vollgeheult, daß dann ja Arbeitsplätze wegfallen würden.

Und auch, wenn "Wir" (A) im Supermarkt lauter Fertiggerichte kaufen können, mit denen das Essen in 10 Minuten auf dem Tisch steht, können "wir" (B) uns auch jederzeit selbst aus Rohwaren gesundes Essen zubereiten.
PS: Es muß nicht jeden Tag Fleisch sein.
Was mich daran stört, ist die Doppelmoral, an die an den Tag gelegt wird.
Das ist keine "Doppelmoral", das ist ein Unterschied zwischen persönlicher Einstellung und gesetzlichen Vorgaben.

Und ja, da gibt es massiven Platz nach oben.
Die Spaltung schreitet jedenfalls immer weiter voran, aber vielleicht ist das ja auch alles gewollt, wer weiß?
Putin likes this ♥
Alles nur Zufall?
Wieso nicht?
 
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