• Aktualisierte Forenregeln

    Eine kleine Änderung hat es im Bereich Forenregeln unter Abschnitt 2 gegeben, wo wir nun explizit darauf verweisen, dass Forenkommentare in unserer Heftrubrik Leserbriefe landen können.

    Forenregeln


    Vielen Dank
  • Kritk / Fragen / Anregungen zu Artikeln

    Wenn ihr Kritik, Fragen oder Anregungen zu unseren Artikeln habt, dann könnt ihr diese nun in das entsprechende Forum packen. Vor allem Fehler in Artikeln gehören da rein, damit sie dort besser gesehen und bearbeitet werden können.

    Bitte beachtet dort den Eingangspost, der vorgibt, wie der Thread zu benutzen ist: Danke!

Debatte über Spiele-Tests: PC Games-Chefredakteurin Petra Fröhlich antwortet auf Christian Schmidts Essay

game one ist auch spitze weil da die alten giga (r i p) leute dabei sind.

simon und eddy könnt ich den ganzen tag zuschauen und mich über ihren humor totlachen.
sie sind einfach witzig, sehr witzig sogar, bringen geile sketches und legen sich richtig ins zeug damit alles schön lustig rüberkommt,
was ich von dem möchtegern-deus ex sketch im testvideo nicht behaupten kann. wobei das spiel gerade mal 3 min-test geschenkt wurde.

MTV GAME TWO: Exklusiver Pilot - YouTube

hier bitte schön, solche videos sind einfach nur toll und richtig gut gemacht.
das video ist super und stimmt perfekt auf das ganze szenario ein.
sogar die sketches sind funny ohne ende. die machen immer geile movies
wie auch z.b. zu borderlands. ich hab mich da echt weggeschmissen vor lachen ;-)

und das find ich auch so toll an game one. sie sagen einfach was sache ist, zählen alle fakten auf und gehen bei
besonderen spielen sogar etwas ins detail, dann gibts noch eine kleine eigene kurze meinung und fertig.

und so sollte es sein. 90% produkttest, 10% eigene meinung (vom redakteur).
 
Ich glaube, in Sachen coole Videos kommt zur Zeit keiner an GameOne ran. Wenn man überhaupt daneben existieren will, muss man seriöser und abgeklärter berichten, und nicht versuchen GameOne zu kopieren.

Außerdem haben die Jungs keine Printausgabe, auch da kann man gegen sie anstinken, ansonsten nicht.
 
Ich denke das es einen Unterschied zwischen einem Spieletest und einer Spielekritik gibt. Zur Zeit werden Spiele "nur" getestet. Es wird versucht objektiv den Kontext zu erfassen, die Features und die Mechaniken des Spiels. Es wird auf die Technik, die Umsetzung und auf sehr viele andere skalierbare Eigenschaften des Games geachtet. (In einem vorherigen Post wollte ich darauf hinaus das diese Art der Bewertung austauschbarer und nichtssagender werden kann(!), umso mehr man davon gelesen hat.)

Eine Spielekritik, genau wie eine Filmkritik, traut sich viel eher das persönliche Empfinden des Redakteurs zu beinhalten. Der zigste Aufguss eines COD kann einen Redakteur auf die Nerven gehen! In einen Spieletest darf so etwas nicht einfliessen, aber in einer Kritik schon! Ich lese eine Kritik auch nicht um eine Kaufberatung oder Ähnliches zu bekommen. Eine Kritik lese ich von bestimmten Redakteuren, wo es mich interessiert wie er das sieht. Umso mehr ich von einem Kritiker gelesen habe, umso besser kann ich ihn einschätzen, und weiss wo ich ihm im allgemeinen Recht gebe und wo nicht. (Manche Filme sind miserabelst bewertet und ich finde sie trotzdem genial. Genauso andersrum)

Kritiken gibt es aber leider nur ganz wenig. Es wird sich nur selten die Zeit genommen ein mehrseitigen Bericht über das eigene Erlebnis zu schreiben. Meistens wird sich auch nicht getraut Dinge zu sagen wie "Das ist doch alles Müll!!!". In einer Kritik würde ich sowas erwarten. Da erwarte ich auch das es nicht immer objektiv zugeht. In einem Test wäre das natürlich undenkbar.

Spiele werden aber getestet und nicht kritisiert! Es fängt schon damit an das sich Spielemagazine Testversionen zuschicken lassen. Oder die Entwickler im vorhinein besuchen. Nicht falsch verstehen, das ist natürlich super. Der Test wird damit verbessert! Eine Kritik würde aber verlangen es genauso zu erleben wie jeder andere Kunde auch. Man müsste sich das Spiel genauso im Laden bei Erscheinung holen. Man würde in einer Kritik auch mehr spoilern, da man mehr über das Erlebnis etc. schreibt.

Die Liste der Unterschiede zwischen Kritik und Test ist glaube ich noch sehr sehr lang. Die Magazine der heutigen Zeit testen meistens, was zwar wichtig ist, aber Spiele Kritiken vermisse ich weitgehend in der gesamten Landschaft der Magazine.

P.S.: Wegen GameOne. Die Homefront Kritik von Simon ist jedem zu empfehlen. Hier wurde am Ende des Berichtes zwar relativiert, wie es sich für einen Test gehören würde. Aber der Anfang des Berichts ist Kritik auf genialstem und unterhaltsamstem Niveau!
P.P.S.: Wer Homefront noch ernsthaft spielen will, sollte sich den Bericht nicht anschauen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe meine drei Posts von Donnerstag und Freitag zurückgezogen.

Es hat mich in den letzten zwei Tagen keine Ruhe gelassen. Mein schlechtes Gewissen hat mich ziemlich geplagt. Meine Emotionen sind mit mir durchgegangen. Ich bin einfach frustiert, dass es in der Medienlandschaft kein Angebot gibt das mir zusagt. Und wenn mal darüber diskutiert wird, wird es von vielen lächerlich gemacht. Ich kann es zugeben: Die PC-Games sagt mir nicht zu. Bei diesem Online-Portal gibt es zwar ein paar gute Artikel und News. Aber viele sind mit Fehler gespickt oder qualitativ einfach nicht so wie ich es erwarte. Das ist jedenfalls meine Meinung. Sprich: Sagt mir PC-Games-Online auch nicht mehr zu. Mein Versuch etwas an beiden zu ändern war nicht recht. Es liegt an der PC-Games zu entscheiden, wie sie sich gibt. Welchen Teil der Gamer-Community sie ansprechen will. Gemäss Marquard Media (dem Besitzer von Computec) spricht PC-Games jüngere Gamer bis 25 Jahre an. Und das habe ich so zu akzeptieren. Dass mir die Hauptredakteure Florian Stangl und Petra Fröhlich persönlich nicht sympatisch sind, liegt einfach genau an dieser Tatsache, dass mir die PC-Games nicht zusagt. Und nicht weil die Beiden nicht sympathisch sind. Es ist also eine reine subjektive Wahrnehmung. Während es bei Florian Stangl mit meiner Kritik in letzter Zeit noch sittlich zuging, ging ich bei Petra Fröhlich zu weit, indem ich sie ganz offensichtlich schlecht machen wollte - unter anderem aufgrund ihrer Ausbildung (auf Wikipedia ersichtlich) und meinem Zweifel an ihrer journalistischen Fähigkeit. Ich entschuldige mich bei Petra Fröhlich dafür. Und auch bei allen Community-Mitgliedern, denen ich bös gekommen bin. Es liegt nicht an mir zu entscheiden, auf welchem Niveau in Games-Foren diskutiert werden soll. Und wenn jemand mir blöd kommt, soll er das. Das ist kein Grund um ihn auf dem gleichen Niveau runterzumachen.

Vielleicht gibt es bald ein Angebot - Online oder als Printmagazin, das den Ideen von Christian Schmidt in seinem Essay entspricht. Professioneller. Und dann wird - meiner Meinung nach - auch die Games-Szene mit professionelleren Augen gesehen und besser von der Gesellschaft akzeptiert. Aber eben, das ist nur meine Meinung und mein Wunsch.

Ich wünsche allen weiterhin viel Spass mit der PC-Games.
 
Vielen Dank für die Schützenhilfe, Vordack. Es ist schön, dass es hier Leute gibt, die mich verstehen :-D Aber Rabowke hat schon recht. Es liegt bei mir vor allem am Frust. Erklärungen habe ich im vorigen Post geliefert. Aber ich muss schmunzeln, auf welche Gedanken Leute kommen. Nein, ich habe noch nie für die Computec gearbeitet.

Im folgenden Punkt muss ich Rabowke aber wiedersprechen. Betreffend Intelligenz und Auseinandersetzung mit dem Thema. Wenn hier jemand schreibt, dass er den Artikel von Schmidt überhaupt nicht verstanden hat, hat das entweder mit zu wenig Textverständnis (= mangelnde Sprachliche? Intelligenz) oder einfach mit Faulheit zu tun, seinen Essay verstehen zu wollen. Rabowke, du darfst gerne selber nachzählen, bei wie vielen Postern dies der Fall ist...

So, letzter Post. Ich mach jetzt das worum es eigentlich geht - Deus Ex gamen :-D
 
Was Herr Schmidt anspricht ist eingentlich nicht schlecht. Die Spiele Industrie tritt seit Jahrzehnten, bis auf ganz kleine Ausnahmen, auf der Stelle wenn es um Emotionen, Politik oder Lerninhalte geht.
Ich glaube aber er hat sich hier leider ans falsche Publikum gewendet. Natürlich können die Spieletester jetzt anfangen Spiele für ihre Oberflächlichkeit oder ihren reinen Unterhaltungswert anzugreifen. Aber erstens sind Spiele nun mal vorrangig Spiele und zweitens sind es nicht die Tester die die Spiele machen sondern die Entwickler. Anstatt sich also bei Spiegel.de darüber auszulassen sollte er lieber selbst mal in den Spiegel blicken, sich fragen warum er das früher nicht selbst gemacht hat und warum er es nicht geschafft hat vor ein paar Wochen einen Vortrag auf der GDC darüber zu halten.

Wir fassen zusammen: Berechtigte Kritik aber an die falschen Leute gerichtet.
 
Ich kann Christian Schmidt eigentlich nur zustimmen. Features haben in einer Spielkritik sicher ihren Platz aber dieses ewige "Wir gehen hierhin, töten das und bekommen jenes als Belohnung" stört mich schon lange und hat dazu geführt, dass ich mir Spielmagazine sogut wie nicht mehr kaufe.
 
@kornhill: Sehr schönes Statement. :)

Ich würde mir auch viel öfter mehr Kritik in (oder statt nur) den Tests wünschen. Und zwar abseits der Mechanik und Technik des Spiels. Der Vorschlag mit dem Kommentar eines Außenstehenden finde ich nicht schlecht. Aber nur "außenstehend" in Bezug auf die Spielepresse. Selber Spieler sein sollten die Personen dann doch, sonst bekommt man kein brauchbares Urteil, denn am Ende sollen ja immer noch andere Spieler angesprochen werden.
Die Meinung der Person muss ja nicht in den Test integriert werden, sie könnte im Anschluss für sich stehen, sie kann sich auf den Test beziehen (muss aber nicht). Aus meiner Sicht muss diese Person ja nicht mal ein A- oder B-Promi sein. Vor allem für lange Rollenspiele dürfte es Probleme geben, jemanden aus dieser Kategorie zu finden, der so ein Spiel in der kurzen Zeit zwischen Erhalt des Testexemplars und Redaktionsschluss ausreichend spielen kann. Man könnte (namenhafte) Blogger oder die Community einbeziehen. Wie auch immer das aussehen soll. Irgendwie filtern, dass man am Ende auch reflektierte Aussagen und lesbare Texte bekommt, wird man müssen.

Zu was anderem: Der Verlust an Leserschaft des Printmagazins hat mit dem Internet zu tun, ja, aber aus meiner Sicht anders, als es wohl die meisten sehen. Da geht es weniger darum, dass vieles online "kostenlos" erhältlich ist. Früher, als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte und Hefte die einzige zuverlässige Informationsquelle waren, hatten die Jugendlichen auch die Zeit, die Hefte zu lesen. Mittlerweile sind alle diese Kinder erwachsen, arbeiten und wenn sie überhaupt noch zum Spielen kommen, dann sehr viel weniger als früher. Ich sehe das auch an mir selbst. Diese Kunden fallen weg, Zeit zum Lesen des Magazins ist einfach nicht mehr da. Die Hefte kaufe ich eigentlich auch nur, wenn mal eine für mich interessante Vollversion dabei ist. Die Artikel überblätter ich mal kurz, gelesen wird nur, was mich wirklich interessiert. Früher hab ich das komplette Heft gelesen, hauptsächlich zum Zeitvertreib. Die Stammleser von vor 10-15 Jahren sind einfach älter geworden. Ich sehe das auch an vielen (themenübergreifenden) Foren, die Stammuser bleiben weg, weil sich die Interessen verlagert haben oder die Freizeit weniger geworden ist (und die Foren versäumt haben, mit dem ganzen Social-Kram mitzuziehen oder gute Alternativen zu bieten, aber das ist ein anderes Thema ^^).
So, nun kamen und kommen zwar neue, junge Spieler nach, aber für die ist das Internet schon da, die kennen es nicht anders, als Informationen jederzeit und so schnell wie möglich verfügbar zu haben. Warum sich mit einem informationstechnisch veralteten Heft rumschlagen? Mir kommt es auch so vor, dass zu einem gewissen Grad auch das Unpersönliche am Internet seinen Teil dazu beträgt. Ein Heft ist etwas, das man in Händen hält, das "einem gehört", das einen womöglich auch direkt anspricht. Für die junge Generation, für die alles digitale auch "allen gehört" (ja, ganz vereinfacht zusammengepresst), ist das Persönliche vielleicht auch nicht mehr von Bedeutung.

Um den Bogen zu schlagen - darum gefällt mir auch Game One so gut. Es spricht mich persönlich an, nicht nur, was meinen Geschmack betrifft, sondern auch mich als Spieler, als Person. Es ist paradox, da ich mit keinem der Leute aus dem Team irgendwie Kontakt habe, dennoch fühle ich mich wahrgenommen. Warum auch immer. ^^ Jedenfalls ging mir das mit den Spielemagazinen früher auch mal so, das ist leider nicht mehr der Fall. Ich kann allerdings nicht abstreiten, dass das nur eine verklärte, nostalgische Sicht auf vergangene Tage sein könnte, wie es ja mit so vielem passiert, das man früher viel besser fand. :D
Es wäre aber auf jeden Fall falsch und zum Scheitern verurteilt, wenn man nun versucht, den Erfolg von Game One zu kopieren. Das Konzept ist nicht perfekt, aber gut. So gut, dass man was völlig eigenes auf die Beine stellen muss, um ebenfalls wahrgenommen zu werden. Mit Nachahmen ist das jedenfalls nicht zu schaffen - außer man ist auf Hohn und negative Reaktionen aus.

Dass es die Gee nicht mehr als Zeitschrift gibt, ist wirklich schade. Ich hatte mich schon gewundert, warum ich die nirgends mehr in den Regalen gesehen hab. :/
Früher fehlte mir das Geld, sie zu kaufen, interessiert hätte sie mich schon. Vielleicht probiere ich es ja mal mit der digitalen Ausgabe, wobei ich auch ungern längere Texte am Bildschirm lese.

EDIT: Die Gee gibts anscheinend doch noch als Printmagazin. O_o
Muss ich in Zukunft wohl doch stärker die Augen in den Läden offen halten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hm... ich schreibe in letzter Zeit relativ selten in diesem Forum, aber das Thema interessiert mich aus vielerlei Perspektiven:

a) war ich zig Jahre lang Abbonent dieses Magazins, habe es mir aufgrund von Internetreferenzen, die ich für meine Bedürfnisse besser finde, abbestellt (dazu später noch mehr)
b) ist die Frage eines "Tests" immer eine schwierige und hab auch in den letzten Jahren viele Änderungen des Magazins mitbeobachtet und wie die Tests immer mehr verfeinert und präzisiert wurden
c) zeigen die sinkenden Absatzzahlen, dass die Branche scheinbar ein Problem hat, die Forcierung auf Webseiten scheint auch nicht recht erfolgreich zu sein (soweit ich weiß kämpfen fast alle deutschen Spielemagazine mit sinkenden Absatzzahlen im Printbereich und sinkenden Klickzahlen im Webbereich)
d) ist es außerdem schwierig, solch ein Thema im Forum kritisch zu behandeln, da sich hier meistens die "Hardcore" Leute tummeln, was bedeutet, dass Sichtweisen fehlen. Finde daher auch die Aussage komisch, wenn Frau Fröhlich meinte, beurteilen zu können was der Markt benötige weil sie einen Kollegen bei der Kaffeemaschine getroffen habe. Repräsentative Populationen sind eben nicht hier im Forum oder in der Kollegschaft zu finden, sondern, wie beim Spiegel Online Artikel auch angemerkt, in der Mitte der Gesellschaft. Hier besteht meiner Meinung nach eine Korrelation zwischen den sinkenden Absatzzahlen und der Allgemeinen Akzeptanz von Computerspielen (vor allem im Bereich der Konsolen, beim PC wird scheinbar noch immer mehr die Hardcore Klientel angesprochen, vermute ich zumindest).

Zu a) Ich verzichte mittlerweile ganz bewusst darauf, mir dezidierte Berichte über zig Seiten in einem Magazin durchzulesen. Das hat mehrere Gründe: ich verfüge erstens, durch mein fortschreitendes Alter, über mehr finanzielle Möglichkeiten und muss daher nicht mehr so genau darauf achten welches Spiel ich mir nun kaufe bzw. nicht so stark darauf achten, dass dieses Spiel auch zu 100% das richtige für mich ist. Ich sehe mir daher lieber Rezessionen auf gamestrailer.com an, da es sehr kurz und prägnant in 5 Minuten vermittelt was ich gerne wissen möchte. Einen Ausführlichen Test mit Spielspaßkurve etc. lese ich meist einfach nicht mehr, da mir ein Grobüberblick nach dem Ampelsystem rot, gelb, grün, in Kombination mit dem üblichen Hype und den Bericht von ein paar Usern durchaus ausreicht. Meine Erfahrung hat auch gezeigt, dass ich damit bis jetzt nicht verkehrt liege und die Erwartungen, die ich an ein Spiel habe, auch nicht mehr so überproportional hoch sind. Dadurch habe ich auch mehr Spaß am Spiel selbst, anstatt dass ich mir ein halbes Jahr vorher den ganzen Hype antue und dann vom Spiel auch erwarte, dass dieses Jahrelange mitfiebern auch qualitativ gewürdigt wird.

Außerdem haben die Berichterstattungen sowieso ein Problem, denn wirklich "objektiv" können sie sowieso nicht sein und jegliche Versuche dies in der Vergangenheit zu objektivieren (Spielspaßparameter über zig Stunden, doppelte Rezessionen, genaue Auflistung von allen Möglichen Details) interessiert mich überhaupt nicht und kann das, was ich an einem Spiel schätze, sowieso nicht einfangen: Spielspaß ist manchmal eben subjektiv, ansonsten müsste Super Mario Galaxy, ganz objektiv, eine miese Note bekommen da es über keine nennenswerte Story verfügt, es ist trotzdem ein grandioses Spiel was ich immer wieder gerne Spiele. Ich hab außerdem immer das Gefühl, dass ein Spiel zu Tode geschrieben wird, bedingt durch die Seitenlange Rezession.

Wenn Frau Fröhlich recht hätte, dass die breite Masse sich vorher ausführlich, typisch deutsch, darüber auch ganz genau informiert, dann wäre die Diskrepanz zwischen Absatzzahlen von Spielen in Deutschland und Absatzzahlen der dazu passenden Printmedien nicht so hoch, wovon ich aber ausgehe. Ich behaupte jetzt mal ganz dreist, dass sich, was früher vielleicht anders war, der typische Spieler eben nicht ein Spielemagazin kauft sondern Impulsiv handelt und ein Test auch diesem Impuls folgen sollte um dem Bauchgefühl eine Grundlage a la "gutes Spiel" oder "das ist Schrott" zu liefern. Wenn jedoch der typisch durchschnittliche Spieler diese ausführliche Ausführung wünschen würde, dann würden die Verkaufszahlen von Printmedien die sich damit beschäftigen auch proportional zu der spielenden Bevölkerung steigen oder fallen, das tun sie aber nicht. Spielemagazine sprechen eben nicht den breiten Markt an, sondern eine sehr spezielle Nische an Leute, die sich ausführlich darüber informieren möchte. Daran ist per se auch nichts verkehrt, wenn die Nische auch gleich bleibt kann man damit gutes Geld verdienen. In Zeiten von Onlinerezessionen und ständig abrufbarer kostenloser Informationen ist das aber nicht mehr der Fall und den otto normal Spieler erreicht man mit Hardcore Tests und einem solchen Spielemagazin eben nicht. Die Frage, die sich PCGAMES stellen sollte ist, ob sie das auch möchten: Wenn Frau Fröhlich als Chefredakeurin sagt, dass Spielemagazine nicht die Mitte erreichen, aber auch nicht diesen Anspruch haben, ist das in Ordnung. Wenn sie jedoch die Mitte erreichen will, das Spielemagazin jedoch auf die Hardcoregamer ausgerichtet ist, braucht man sich nicht wundern wieso die Absatzzahlen sinken oder eben die Mitte damit nicht erreicht. Ich weiß leider nicht, welchen Anspruch das Magazin hat und ob es hier einen Widerspruch gibt oder ob das die allgemeine Ausrichtung des Magazins ist, eben nur diese spezielle Nische anzusprechen, die dann aber auch detailierte Informationen haben möchten. Repräsentativ für die gesamte Population der "Spieler" ist das natürlich nicht, was auch in Ordnung ist, wenn man das nicht möchte. Von der Stellungnahme von Frau Fröhlich meine ich jedoch zwischen den Zeilen zu lesen, dass hier sehr wohl ein Widerspruch besteht, den gilt es zu bearbeiten um auch für das Magazin zu entscheiden, was es denn möchte. Problematisch ist, dass der Hardcoremarkt eben sinkt, was auch die stagnierenden oder zurückgehenden Absatzzahlen in der Branche der Spieleredakteure meiner Ansicht nach auch bestätigen würde.

Wenig hilfreich scheint da auch noch die Tatsache zu sein, dass man sich, um auf d) Bezug zu nehmen, die Bestätigung unter dieser Nische sucht und sich denkt "ach ge, die wollen ja eh alle die Detailierten Informationen". Wenn ich einen fanatischen FC Schalke Fan frage, was er sich vom Fußballspiel erwartet und vom Merchandising, werde ich eine andere Antwort erhalten als von den Personen, die sich spontan entscheiden ins Stadion zu gehen. Die Frage ist aber: an wen verkauft der Verein seine Tickets? An den spontanen Stadionbesucher oder an den fanatischen Fan? Die Spielebranche ist hier normalverteilt: auf der einen Seite habe ich einen kleinen Teil der Spieler, die sich ausführlich mit dem Thema beschäftigen und Stundenlang informationen nachlesen oder recherchieren. Auf der anderen Seite habe ich die totalen Impulsivkäufer, die sich gar nicht informieren und spontan ein Spiel kaufen, wenn überhaupt. In der Mitte, der großen Mehrheit, wären meiner Ansicht nach jedoch Spieler, die nur ein wenig Information haben möchten, die eben nicht den so starken Bedarf an 3-Seitigen Tests haben, sondern wo eine kleine Zusammenfassung über die groben pro und kontras genügen würde um eine Kaufentscheidung zu treffen. Da liegt auch meiner Meinung das Problem, denn Herr Schmidt spricht von der Mitte, Frau Fröhlich spricht von einer Randgruppe, im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung der Spieler, und sieht sich darin auch noch bestätigt weil sie, soweit ich das verstanden habe, diese Bestätigung durch eben dieses Forum oder ihr Umfeld, was auch aus Hardcorespielern besteht, wie ich mal behaupte, auch bekommt und darin keine Diskrepanz sieht. Gefragt werden sollten aber nicht die Leute hier im Forum, sondern auch andere Vertreter der gesamten Population. So hat das ganze den Geschmack von einem tautologischen System, welches sich ständig selbst bestätigt. Das ich darin keine oder wenig kontroversielle Meinung finde, liegt wohl auf der Hand....

So, das war jetzt sehr ausführlich und auch etwas verschachtelt. Ich hoffe dennoch, dass der/die ein oder andere, speziell Frau Fröhlich, auch damit etwas anfangen kann und hoffentlich auch eine, für die Zukunft des Magazins, entsprechend gute Entscheidung treffen kann.
 
Spiegel Online hat noch einmal nachgelegt, was das Thema "Spiele-Kritiken" betrifft:
Videospiel-Kritiken: die unheimliche Macht des Durchschnitts

Dieses Mal betrifft es primär die Auswirkungen von Metacritic und Co, sowie die Folgen der Benotung von Spielen.

Es ist eine verfahrene Situation, in die sich die Branche begeben hat. Sie ist von Zahlen abhängig geworden, die eigentlich nur eines beschreiben können: Ob die Person, die sie vergibt, Spaß beim spielen hatte oder nicht. Daraus hat sie ein System gemacht, in dem alle nur noch auf die Zahlen schielen. Gleichzeitig drehen sie an einer Spirale, in der nur noch Wertungen als akzeptabel angesehen werden, die über 85 Prozent liegen. Das ist in etwa mit der Schulnote 2+ vergleichbar. Hier aber kann man mit einer 2- schon durchfallen.
 
Mein Beitrag zum Thema kurz nach Veröffentlichung am 30. hat es leider nicht durch die interne Spiegel Zensur geschafft. Vermutlich weil ich nicht die Meinung des TE vertreten habe. Es war ein umfangreicher und sachlicher Beitrag der zeigte wie gut das bestehende System funktioniert.
 
Weil ich ein anderes Klientel erreichen wollte. Wenn sowas schonmal auf in "der Öffentlichkeit" diskutiert wird, dachte ich mir. Ich geh ja auch nicht zum Bauern und erklär ihm seine Kartoffeln.
 
Zurück