D&D: Neues Regelbuch f?hrt gro?e ?nderung bei V?lkern ein

Darkmoon76

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Jetzt ist Deine Meinung zu D&D: Neues Regelbuch führt große Änderung bei Völkern ein gefragt.


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Zum Artikel: D&D: Neues Regelbuch führt große Änderung bei Völkern ein
 

Neawoulf

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Dass Gleichberechtigung und der Kampf gegen Diskriminierung anderer Völker, Hautfarben, Geschlechter und Religionen ein wichtiges Thema für unsere Welt sind, darüber muss man hoffentlich nicht diskutieren.

Aber ehrlich gesagt finde ich solche Maßnahmen reichlich albern und wirken auf mich, als würden die Entwickler das Thema Gleichberechtigung eher parodieren, als ernst nehmen. Gleichberechtigung heißt außerdem in meinen Augen auch nicht, dass alle "Menschen" (hier geht es ja nicht einmal nur um menschliche Völker) gleich sind, sondern dass alle die gleichen Rechte haben sollten. Warum soll es da keine unterschiedlichen Völker mit unterschiedlichen Eigenschaften mehr geben? Davon abgesehen sehe ich hier auch spielerisch Nachteile, da die Wahl des Volkes keine wirklichen spielerischen Auswirkungen mehr hat, außer der GM/Autor integriert welche ins Storytelling seines Abenteuers.

Ich weiß wirklich nicht, was ich davon halten soll. Wie gesagt: Für mich wirkt das, als würden die Entwickler das Konzept Gleichberechtigung parodieren wollen oder auf Teufel komm heraus auf eine Weise ins Spiel integrieren wollen, die weder zum Setting passt, noch spielerisch irgendwie etwas bringt.
 
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LesterPG

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Ich finde es albern, weil es nichts anderes ist als auf der aktuellen Welle mitzusurfen.

Das ein schneller Zwerg gleich schnell sein soll wie ein schneller Elf läuft meiner Vorstellung zuwider, kleine stämmige Körpergröße bedeutet nun einmal Einschränkungen aber auch Vorteile (robuster) insofern war es vorher vollkommen OK.
 

Basileukum

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Naja, dann dürfen aber Elfen und Zwerge auch nicht mehr älter werden als Menschen. Elfen müßen aus den Wäldern raus und Zwerge aus den Stollen. Zudem dürfen diese kein Bier mehr trinken oder einen Bart haben, das stigmatisiert. :D :D :D

Diese Gleichmacherei, eine rückwärtige Geburt aus den Hirnen von sehr kranken Geschöpfen, welche es bei näherem Hinsehen es mitnichten gut mit der Menschheit meinen (damit aber umso mehr mit "Gutsein" umherhausieren, jeder Mensch mit Bewußtsein hat das wohl schon gerißen) und dem damit verbundenen Kniefall an einer irren Ideologie, die schon bei uns in der realen Welt an der Wirklichkeit scheitert, soll nur die schöne Fantasywelt kaputt machen.

Naja, ich muß ja kein Regelbuch kaufen, oder die Regeln beachten. Gerade in einer Pen und Papersparte, wo man sich viele Abenteuer selbst ausdenkt, sollte diese Form des Widerstandes durchaus noch gegeben sein. Und Spiele, welche mit solcher Gleichmacherei anfahren, die können ja dann auch die eher geistig Seichten kaufen, das ist doch auch kein Thema. Kauf ich halt bei kleinen Studios, welche eher Tolkien als Vorbild nehmen, als ... was auch immer. :D
 

McTrevor

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Ich bin ja sonst ganz klar für Diversifizierung aber das ist wirklich lachhaft. Schließlich gibt es hier ja keinen Bezug zu real existierenden Menschen, die nachteilig dargestellt wurden. Rollenspiele sind nicht zuletzt Eskapismus. Da muss es legitim bleiben, die Welt einfacher zu strukturieren und fiktive Völker (bzw. Spezies!!) ohne realen Bezug mit Stereotypen zu belegen.

Wenn ich nachher das reale Leben samt Bürokratie und Verwaltung abbilde und man laut Regelwerk Konflikte vorbildlich durch Kompromissfindung lösen muss, wird es keiner mehr spielen wollen :B
 

starr

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Wird interessant. Gerade weil man mit diesen Stereotypen weniger Aufwand im storytelling und im balancing hatte.
Es eröffnet auf jeden Fall spannende Möglichkeiten.
Mein diverser Ork Schamane der eine therapeutische Praxis betreibt... Das wird lustig!
Ob man das nun mit dem Hammer umsetzen muss und wie weit das Potential genutzt wird... mal abwarten.
 

burzum793

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Das Video fasst es satirisch ganz gut zusammen was leider aktuell überall zu beobachten ist... https://www.youtube.com/watch?v=iKcWu0tsiZM
 

xaan

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Finde ich gut so. Wieso sollte z.B. ein Halbork einen Malus auf Charisma bekommen? Zum beschreibt schon das Regelwerk selbst Charisma nicht als Schönheit (klick), zum Anderen, selbst wenn es platt als Schänheit definiert wäre liegt Schönheit im Auge des Betrachters. Will sagen: unter Seinesgleichen müsste der Malus dann wegfallen. Tat er natürlich nicht. WotC ist hier endlich konsequent und lässt den Spieler selbst entscheide, was er für sinnvoll hält und was nicht.
 

Herbboy

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Finde ich gut so. Wieso sollte z.B. ein Halbork einen Malus auf Charisma bekommen?
Weil die Spielewelt von D&D ähnlich wie unsere Spielewelt bevölkert ist, eine Analogie zu unserer Welt sein, und es daher auch dort eine Menge Rassisten gibt plus etliche, die einfach nur ohne bösen Willen jemanden unterbewusst kritischer begegnen, weil er bestimmte äußere Merkmale hat. Oder umgekehrt auch positiver begegnen, wenn jemand Merkmale hat, die als "schön" oder "vertrauenswürdig" gelten.


Zum beschreibt schon das Regelwerk selbst Charisma nicht als Schönheit (klick), zum Anderen, selbst wenn es platt als Schänheit definiert wäre liegt Schönheit im Auge des Betrachters. Will sagen: unter Seinesgleichen müsste der Malus dann wegfallen.
Letzteres ist wohl richtig - obwohl man natürlich auch einfach festlegen könnte, dass selbst Orks und Halborks alle anderen Völker positiver wahrnehmen - vlt. auch, weil sie "ihresgleichen" kennen und daher misstrauischer sind, was in einem schlechteren Charisma mündet.


So oder so: es ist eine ausgedachte Welt, da kann man alles mögliche festlegen, wie man Bock hat.
 

xaan

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Weil die Spielewelt von D&D ähnlich wie unsere Spielewelt bevölkert ist, eine Analogie zu unserer Welt sein, und es daher auch dort eine Menge Rassisten gibt plus etliche, die einfach nur ohne bösen Willen jemanden unterbewusst kritischer begegnen, weil er bestimmte äußere Merkmale hat. Oder umgekehrt auch positiver begegnen, wenn jemand Merkmale hat, die als "schön" oder "vertrauenswürdig" gelten.
Das mag durchaus so sein, aber die Characterstats wie Charisma repräsentieren den Charakter selbst und nicht wie Andere ihn wahrnehmen. Der Stärkewert z.B. repräsentiert wie stark der Charakter ist und nicht für wie stark andere ihn halten

Rassismus und unterschiedliche Einstellungen gegenüber verschiedenen Völkern wird über Würfelproben erreicht, auf die man dann Boni oder Mali geben kann. Z.B. kann ein Halbork -5 auf seine Überzeugungsprobe bekommen wenn er versucht einen Elfen zu überreden - weil der Elf nunmal Orks hasst - aber +5 wenn er einen Goblin einschüchtert.

So oder so: es ist eine ausgedachte Welt, da kann man alles mögliche festlegen, wie man Bock hat.
Das Argument funktioniert in beide Richtungen.
 

Herbboy

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Das mag durchaus so sein, aber die Characterstats wie Charisma repräsentieren den Charakter selbst und nicht wie Andere ihn wahrnehmen. Der Stärkewert z.B. repräsentiert wie stark der Charakter ist und nicht für wie stark andere ihn halten
Ja und? Gibt es ein Gesetz, das besagt, dass alle Charakter-Stats besagen müssen, wie jemand IST?

Und auch beim Charisma kannst du sehr wohl sagen, dass es so IST. Es gibt auch im echten Leute, bei denen man sagt "er hat Charisma" - egal ob diese Leute denjenigen mögen oder nicht. Mourinho zB hat Charisma, aber ich mag ihn überhaupt nicht.

Hinzu kommt, dass es ohnehin nur Stats sind, die dazu da sind, dass die Wahl eines Volkes auch ganz bestimmte Vor- und Nachteile hat - es ist ein Spielelement, und zwar ein Element, dass einfach nur den Durchschnitt eines Volkes darstellt. Denn auch innerhalb eines Volkes gibt ja in Wahrheit Unterschiede, Zb gibt es Zwerge, die überhaupt nicht besonders stark sind und einen Stärkebonus nicht verdient hätten. Man kann Charisma zudem auch als Eigenschaft ähnlich der Intelligenz definieren, und weil Orks idR etwas plumper denken, kriegen sie halt beim Charisma nen Abzug - so what? Dafür haben sie woanders nen Bonus.

Ohne Unterschiede wären die Völker einfach nur Skins - das wäre doch auch langweilig. Dann macht es gar keinen Unterschied mehr, welches Volk man wählt, außer die pure Optik... Wenn Du unbedingt nen (Halb)Ork spielen willst, dann gib ihm halt manuell mehr Charisma und stell einen anderen Wert runter.


Rassismus und unterschiedliche Einstellungen gegenüber verschiedenen Völkern wird über Würfelproben erreicht, auf die man dann Boni oder Mali geben kann. Z.B. kann ein Halbork -5 auf seine Überzeugungsprobe bekommen wenn er versucht einen Elfen zu überreden - weil der Elf nunmal Orks hasst - aber +5 wenn er einen Goblin einschüchtert.
klar, kann man machen. Man kann aber auch ganz allgemein vorher festlegen, dass ein Volk bei einer bestimmten Eigenschaft einen Malus oder Bonus hat, weil das Volk halt vom Rest der Welt so wahrgenommen wird. Man könnte es sogar in Verbindung mit der Region bringen, in der man sich aufhält - z.B. dass man als Dunkelelf in bestimmten Regionen schlechter behandelt wird, höhere Preise bezahlen muss usw.

Das Argument funktioniert in beide Richtungen.
Eben, deswegen schrieb ich es ja. Es gibt keine "richtigen" Regeln, sondern man kann es machen ,wie man will, und entweder die Spieler akzeptieren es oder nicht, finden es gut oder scheiße, spielen trotzdem oder gerade deswegen weiter usw.
 

xaan

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Ja und? Gibt es ein Gesetz, das besagt, dass alle Charakter-Stats besagen müssen, wie jemand IST?
Ja. Das D&D Regelwerk. Da steht das so drin. (und zwar auch schon in den Älteren)

klar, kann man machen. Man kann aber auch ganz allgemein vorher festlegen, dass ein Volk bei einer bestimmten Eigenschaft einen Malus oder Bonus hat, weil das Volk halt vom Rest der Welt so wahrgenommen wird.
Das ist viel zu starr und unflexibel, weil eben nicht "der Rest der Welt" die gleiche Meinung über bestimmte Charaktere hat. Wie willst du diese unterschiede in den Ansichten sonst abbilden? Soll der Charismawert etwa jedem Wechsel des Gesprächspartners wegradiert und neu vergeben werden, abhängig davon wie derjenige den Charakter sieht? So ein Quatsch.
 

Enisra

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na, Charisma heißt halt wie Redegewand einer ist, Die Führungseigenschaften und Selbstsicherheit
deswegen sind die Werte Überzeugen, Täuschen, Einschüchtern und Performance auch alles Charisma Skills

Der DM kann vielleicht in einer Kampagne einen NPC bauen der was Gegen eine Rasse hat und dann über Skillchecks das auswürfelt
 

Wamboland

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Eine weitere Ausgeburt der falschverstandenen Gleichberechtigung aus den USA.

Wir sind NICHT alle gleich. Wir sollen und wollen alle die GLEICHEN RECHTE haben, aber wir sind NICHT gleich.

Würde also bedeuten das die "Rasse" der "Sumoringer", genau so schnell und agil sind wie die "Rasse" der "Bolts". Die unterschiedlichen Werte waren logisch und nachvollziehbar, Wer einen agileren Zwerg spielen wollte konnte seinen angeborenen Malus ja versuchen auszugleichen.

Ich bezweifele das sich diese Änderungen bei den Fans durchsetzen werden ...
 

xaan

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Würde also bedeuten das die "Rasse" der "Sumoringer", genau so schnell und agil sind wie die "Rasse" der "Bolts".
Was sollen "Bolts" sein? Meinst du Usain Bolt?
Na wie auch immer: Weder Sumoringer noch Sprinter sind eine Rasse. Deren körperliche Verfassung ist das Ergebnis von Training und rigider Diät.
Aber klar, jeder noch so kleine Strohhalm um diese Änderung zu einem Ergebnis von "falschverstandener Gleichberechtigung" zu erklären.
 

Whizark

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In unserer Gruppe spielen wir das schon immer mehr im Baukastenprinzip. Der Zwerg von einem meiner Spieler hat z. B. Kälte- anstatt Giftresistenz weil er aus einer sehr kalten Region kommt. Und auch die anderen Rassen und ihre Feats habe ich für unsere Wel angepasst (auch aus Balancinggründen). Und wenn jemand einen Elfen mi Konsti 18 spielen möchte, dann ok, wenn es Ingamegründe dafür gibt. Die Frostelfen in unserer Welt sind z. B. körperlich robuster als andere Elfen.
Und wem die Optionalen Regeln (und genau das sind sie) nicht gefallen, der muss sie ja nicht nehmen. Genauso wie niemand in den Forgotten Realms spielen oder alle Drow bösärtig darstellen muss.
 

Wamboland

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Was sollen "Bolts" sein? Meinst du Usain Bolt?
Na wie auch immer: Weder Sumoringer noch Sprinter sind eine Rasse. Deren körperliche Verfassung ist das Ergebnis von Training und rigider Diät.
Aber klar, jeder noch so kleine Strohhalm um diese Änderung zu einem Ergebnis von "falschverstandener Gleichberechtigung" zu erklären.

Wir haben halt keine vergleichbaren "Rassen".

Meine Aussage bleibt dabei aber bestehen - es gibt keinen Grund für diese Gleichmacherei.
 

Nevrion

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Das heißt also dass ich den Konstitutions Malus eines Elfen auch einfach auf ein anderes Attribut umlegen kann, weil mein Elf dann eine genetische Anomalie ist und in Wirklichkeit ein Mensch? Das war bisher doch die einzige Rasse die keine Attributsmali oder Boni bekommt. Das spricht schon für sich
 

Cobar

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Was sollen "Bolts" sein? Meinst du Usain Bolt?
Na wie auch immer: Weder Sumoringer noch Sprinter sind eine Rasse. Deren körperliche Verfassung ist das Ergebnis von Training und rigider Diät.
Aber klar, jeder noch so kleine Strohhalm um diese Änderung zu einem Ergebnis von "falschverstandener Gleichberechtigung" zu erklären.

Wenn man den Vergleich nicht verstehen will, kann man wenigstens rumjammern, hm?
Okay, machen wir das anders. Die Sumoringer sind die Nashörner und die Bolts sind Geparden.
Jetzt zeig mir bitte ein Nashorn, das das Tempo eines Geparden schafft oder einen Geparden, der den Körperbau und damit die Kampfkraft eines Nashorns hat.
Ist aber wie immer einfacher sich für dumm zu verkaufen und auf andere zu zeigen, weil die ja so blöde unverständliche Beispiele bringen oder?
 

Herbboy

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Ja. Das D&D Regelwerk. Da steht das so drin. (und zwar auch schon in den Älteren)
Das würde sich das Regelwerk ja selber widersprechen, wenn es Charisma als Stat-Wert beeinhaltet, ODER es sieht es halt so, dass Charisma eben NICHT "so sehen es andere" ist, sondern dass Charisma eine klar definierte Eigenschaft wie Stärke ist. Man HAT also ein bestimmte Charisma. Das sorgt zwar für einen Bonus bei der Frage, wie andere einen wahrnehmen - aber es wäre trotzdem bei zB Charmisa +1 ein "er IST charismatischer als der Charakter ohne Charisma +1"

Nebenbei gesagt verwenden manche Games den Charisma-Wert auch für ganz andere Dinge als zB leichteres Überzeugen von NPCs oder leichteres Vermeiden von Konflikten usw., also was anderes als das, was man klassischerweise erwartet.


Das ist viel zu starr und unflexibel, weil eben nicht "der Rest der Welt" die gleiche Meinung über bestimmte Charaktere hat. Wie willst du diese unterschiede in den Ansichten sonst abbilden? Soll der Charismawert etwa jedem Wechsel des Gesprächspartners wegradiert und neu vergeben werden, abhängig davon wie derjenige den Charakter sieht? So ein Quatsch.
Genau deswegen muss es ja diese Werte geben - sie repräsentieren den DURCHSCHNITT eines Volkes. Da bei etlichen Dingen trotzdem gewürfelt wird, stehen die Werte ja eh nur für eine bestimmte Wahrscheinlichkeit.

Man kann aber unmöglich für jeden NPC eine eigene Weltansicht simulieren, das wäre auch für den Spieler dann viel zu kompliziert.

Das Charisma ist so oder so bei solchen Games keine "Meinung", sondern eine Eigenschaft, die je nach dem auch lediglich die Chance auf etwas erhöht oder senkt. Auch bei zB der Stärke wird am Ende ja trotzdem noch gewürfelt - ein guter Wert erhöht nur die Chance, dass man einen harten Treffer landet.
 

Enisra

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Das würde sich das Regelwerk ja selber widersprechen, wenn es Charisma als Stat-Wert beeinhaltet, ODER es sieht es halt so, dass Charisma eben NICHT "so sehen es andere" ist, sondern dass Charisma eine klar definierte Eigenschaft wie Stärke ist. Man HAT also ein bestimmte Charisma. Das sorgt zwar für einen Bonus bei der Frage, wie andere einen wahrnehmen - aber es wäre trotzdem bei zB Charmisa +1 ein "er IST charismatischer als der Charakter ohne Charisma +1"

Nebenbei gesagt verwenden manche Games den Charisma-Wert auch für ganz andere Dinge als zB leichteres Überzeugen von NPCs oder leichteres Vermeiden von Konflikten usw., also was anderes als das, was man klassischerweise erwartet.

naja ne
meine Erklärung war ja eigentlich eine paraphrasierte Übersetzung von der Erklärung zum Charisma aus dem D&D5 Regelwerk
 

xaan

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Wenn man den Vergleich nicht verstehen will, kann man wenigstens rumjammern, hm?
Okay, machen wir das anders. Die Sumoringer sind die Nashörner und die Bolts sind Geparden.
Jetzt zeig mir bitte ein Nashorn, das das Tempo eines Geparden schafft oder einen Geparden, der den Körperbau und damit die Kampfkraft eines Nashorns hat.
Ist aber wie immer einfacher sich für dumm zu verkaufen und auf andere zu zeigen, weil die ja so blöde unverständliche Beispiele bringen oder?

Der Vergleich mach schon etas mehr Sinn...zumidnest oberflächlich betrachtet. Ich verstehe worauf du hinaus willst, aber es läuft an zwei Punkten gegen die Wand:

1: Zwerge sind keine Nashörner und Elfen sind keine Geparden. Die Übertreibung macht zwar deinen Gedanken deutlich, aber auch nur das. Daraus folgt nicht, dass das Gleichnis so einfach übertragbar ist. Im Zweifelsfall gilt: es ist sowieso alles ausgedacht und WotC sagt uns wie's ist.

2: Die Charaktererschaffung dreht sich um individuelle Charaktere und nicht um Rassen insgesamt.
Wenn mein Elf (nicht alle Elfen, ->mein<- Elf) ein kugelrunder, fetter Händler mit Magiebegabung ist, dann läuft er nicht flink wie ein Gepard.
Wenn mein Zwerg (nicht alle Zwerge, ->mein<- Zwerg) ein hochtalentierter Goldschmied ist, der Schmuck mit den filigransten Details verziert, dann hat er unter Garantie auch einen hohen Geschicklichkeitswert.
Wenn mein Halbork (nicht alle Halborks, ->mein<- Halbork) ein Warlock ist, der gelernt hat mit Teufeln und Dämonen Pakte zu schließen und dabei mit einem Vorteil rauszukommen, dann warum sollte irgendein künstlicher Charaismamalus dem im Weg stehen? Als wenn irgendein Teufel aus dem 3. Kreis der Hälle sich darum schert, ob er mit einem Halbork oder einem Mondelf verhandelt.

Davon mal ganz abgesehen sind diese Regel-Addons optional. Sie erlauben den Spielern und Spielleitern mehr Flexibilität die man nutzen kann oder auch nicht. Ich sehe also ganz ehrlich das Problem nicht.
 

xaan

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Das würde sich das Regelwerk ja selber widersprechen, wenn es Charisma als Stat-Wert beeinhaltet, ODER es sieht es halt so, dass Charisma eben NICHT "so sehen es andere" ist, sondern dass Charisma eine klar definierte Eigenschaft wie Stärke ist. Man HAT also ein bestimmte Charisma. Das sorgt zwar für einen Bonus bei der Frage, wie andere einen wahrnehmen - aber es wäre trotzdem bei zB Charmisa +1 ein "er IST charismatischer als der Charakter ohne Charisma +1"
Jup. Charisma (in D&D!) ist die natürliche persönliche Ausstrahlung eines Charakters.
Mali oder Boni auf Würfelproblen sind die individuellen Modifikatoren durch Freundschaft, Abneigung, Rassismus etc.

Genau deswegen muss es ja diese Werte geben - sie repräsentieren den DURCHSCHNITT eines Volkes. Da bei etlichen Dingen trotzdem gewürfelt wird, stehen die Werte ja eh nur für eine bestimmte Wahrscheinlichkeit.
Ich schrieb's oben schon in meiner Antwort an Cobar, aber der Punkt ist wichtig genug um ihn noch mal anzuführen:
Die Charaktererstellung dreht sich nicht um die gesamte Rasse an sich sondern um individuelle Charaktere. Die dürfen vom Normendurchschnitt abweichen. Dann sind sie eben etwas anders als der Rest ihres Volkes. Daraus kann sich auch ein interessanter Background als Außenseiter ergeben.
 
L

LesterPG

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2: Die Charaktererschaffung dreht sich um individuelle Charaktere und nicht um Rassen insgesamt.
Wenn mein Elf (nicht alle Elfen, ->mein<- Elf) ein kugelrunder, fetter Händler mit Magiebegabung ist, dann läuft er nicht flink wie ein Gepard.
Wenn mein Zwerg (nicht alle Zwerge, ->mein<- Zwerg) ein hochtalentierter Goldschmied ist, der Schmuck mit den filigransten Details verziert, dann hat er unter Garantie auch einen hohen Geschicklichkeitswert.
Wenn mein Halbork (nicht alle Halborks, ->mein<- Halbork) ein Warlock ist, der gelernt hat mit Teufeln und Dämonen Pakte zu schließen und dabei mit einem Vorteil rauszukommen, dann warum sollte irgendein künstlicher Charaismamalus dem im Weg stehen? Als wenn irgendein Teufel aus dem 3. Kreis der Hälle sich darum schert, ob er mit einem Halbork oder einem Mondelf verhandelt.
Aber genau das war mit dem bisherigen System durchaus möglich !
Nur das der Elf nie runder sein konnte wie ohnehin rundlichere Rassen zb. Zwerg, der geschickteste Zwerg jedoch nie soviel Geschick aufbringen konnte wie ein geschickter Elf, der zudem aber noch schmale Finger hat die ihm eben im Maximum mehr ermöglichen würde, ihm aber niemals ein mächtigen Bartwuchs vergönnt sein wird, was nicht heißt das er der bärtigste Elf ever sein kann. ;)

Um es mal auf die menschlichen Begebenheiten herunter zu brechen worauf es ja abziehlt :
Ein Indianer mit starken Bartwuchs ist aufgrund seiner Gene (sofern noch nicht zu vermischt) nahezu ausgeschlossen, ebensowenig sind naturblonde/-rothaarige Asiaten außer in extremen Ausnahmefällen möglich oder ein Pygmäe, der Basketballqualitäten aufgrund seiner Körpergröße aufweisen kann.
 

xaan

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Aber genau das war mit dem bisherigen System durchaus möglich !
Nur das der Elf nie runder sein konnte wie ohnehin rundlichere Rassen zb. Zwerg, der geschickteste Zwerg jedoch nie soviel Geschick aufbringen konnte wie ein geschickter Elf, der zudem aber noch schmale Finger hat die ihm eben im Maximum mehr ermöglichen würde, ihm aber niemals ein mächtigen Bartwuchs vergönnt sein wird, was nicht heißt das er der bärtigste Elf ever sein kann. ;)

Um es mal auf die menschlichen Begebenheiten herunter zu brechen worauf es ja abziehlt :
Ein Indianer mit starken Bartwuchs ist aufgrund seiner Gene (sofern noch nicht zu vermischt) nahezu ausgeschlossen, ebensowenig sind naturblonde/-rothaarige Asiaten außer in extremen Ausnahmefällen möglich oder ein Pygmäe, der Basketballqualitäten aufgrund seiner Körpergröße aufweisen kann.

Das ist das selbe Argument/Gleichnis welches Cobar weiter oben mit Nashörnern und Geparden gebracht hat. Und es unterliegt dem selben zwei logischen Irrtümern:

1: Die Charaktererschaffung betrifft nicht die durchschnittliche Norm einer gesamten Rasse, sondern individuelle Charaktere. Die dürfen auch von der Norm abweichen.
2: Elfen und Zwerge sind weder Indianer und Asiaten, noch sind es Nashhörner und Geparden. Es sind ausgedachte Fantasyrassen. Für die gilt was WotC festlegt.
 
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LesterPG

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1: Die Charaktererschaffung betrifft nicht die durchschnittliche Norm einer gesamten Rasse, sondern individuelle Charaktere. Die dürfen auch von der Norm abweichen.
Aber die Boni/Mali repräsentieren eben auch das minimal/maximal mögliche, was Du gerne vergisst oder absichtlich verdrängst. :rolleyes:
2: Elfen und Zwerge sind weder Indianer und Asiaten, noch sind es Nashhörner und Geparden. Es sind ausgedachte Fantasyrassen. Für die gilt was WotC festlegt.
Nur das die "Festlegung" eben aus anderen Gründen jetzt geändert wurde, welch Zufall ?
Wieso funktionierte das "Ausgedachte Fantasyrassen" denn vorher nicht ? - oh wait ! :-D
Das hat es bislang doch hervorragend !
 

Herbboy

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Jup. Charisma (in D&D!) ist die natürliche persönliche Ausstrahlung eines Charakters.
Mali oder Boni auf Würfelproblen sind die individuellen Modifikatoren durch Freundschaft, Abneigung, Rassismus etc.
Die "natürliche Ausstrahlung" kann aber auch durch rassistische Einflüsse mitbestimmt werden - ein Wesen mit großen Fangzähnen wird nun mal IMMER mit etwas mehr Angst wahrgenommen als ein Wesen mit einem lächelnden Kussmund. Das ist eine Eigenschaft des Charakters genau wie zB "im Dunklen besser sehen" oder "Intelligenz". Ich sehe da einfach keinen Widerspruch und kann Dir nicht zustimmen, dass man deinen Wunsch, keinen Charisma-Malus oder Bonus zu geben, rein logisch begründen kann. Es ist (D)ein Wunsch, (D)eine Meinung - aber es ist weder richtig noch falsch.

Ich hätte ja nichts dagegen, dass man den Malus entfernt - ich sage lediglich, dass es keine logische Begründung gibt, dies tun zu müssen.

Ich schrieb's oben schon in meiner Antwort an Cobar, aber der Punkt ist wichtig genug um ihn noch mal anzuführen:
Die Charaktererstellung dreht sich nicht um die gesamte Rasse an sich sondern um individuelle Charaktere. Die dürfen vom Normendurchschnitt abweichen. Dann sind sie eben etwas anders als der Rest ihres Volkes. Daraus kann sich auch ein interessanter Background als Außenseiter ergeben.
Die Regeln verlangen aber eben auch Unterschiede bei den "Rassen", und zwar einfach nur im DURCHSCHNITT, und zwecks Balancing bekommt jedes Volk eben Boni und Mali. Du kannst ja per Umverteilung auch eoinen total Charismatischen Ork erstellen - es "kostet" halt mehr. Wo ist denn da bitte das Problem? Mit Deinem Argument dürften die Völker keine Unterschiede mehr haben außer Äußerlichkeiten...
 

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Aber die Boni/Mali repräsentieren eben auch das minimal/maximal mögliche, was Du gerne vergisst oder absichtlich verdrängst. :rolleyes:
Das mögliche Minimum und Maximum muss aber nicht für jedes Individuum einer Rasse gleich sein....was du gerne vergisst oder absichtlich verdrängst. :rolleyes:

Nur das die "Festlegung" eben aus anderen Gründen jetzt geändert wurde, welch Zufall ?
Wieso funktionierte das "Ausgedachte Fantasyrassen" denn vorher nicht ? - oh wait ! :-D
Das hat es bislang doch hervorragend !
Es hat eben nicht funktioniert bzw. gab es Inkonsistenzen. Das habe ich auf den vorherigen Seiten mit meinem Halbork-Charisma-Beispiel darzulegen versucht. Falls du jetzt nicht alles durchgelesen hast noch mal zusammengefasst: Halborks bekommen -2 auf Charisma. Dafür gibt es aber keine wirklich stringente Erklärung, denn Charisma ist im Regelwerk als natürliche Ausstrahlung / Persönlichkeit definiert. Nicht als die Art wie man von Anderen wahrgenommen wird.
Mit den neuen (optionalen) Regeln wird alles ein wenig konsistenter und erlaubt gleichzeitig mehr Flexibilität von den festen Stereotypen abzuweuchen.

Die "natürliche Ausstrahlung" kann aber auch durch rassistische Einflüsse mitbestimmt werden.
Jup, kann und muss. Dafür gibt es individuelle Boni und Mali auf die Würfelproben. Bei einem Charakter, der dich so sehr hasst, dass der Malus -20 beträgt, musst du schon eine 20 würfeln um überhaupt bei 0 anzukommen. Und jetzt hat der Charakter noch ein individuelles Charisma, das dazuaddiert wird um unterschiede zwischen Individuen abzubilden. Vielleicht hat ein Halbork mit Charisma 16 (+3) gerade noch Erfolg (Würfel: 20, -20 Malus, +3 durch Charisma = 3), während einer mit Charisma 8 (-1) keine Chance hat, selbst wenn er ne 20 würfelt.

Bei einem anderen Charakter, der nicht gehasst wird, wäre dann der Malus ein ander oder gar ganz weg. Nehmen wir mal eien Elfen mit Charisma 16 (+3) und der würfelt nur eine 10 sieht es so aus: Würfel: 10 -0 Malus +3 durch Charsima = 13.

Die Regeln verlangen aber eben auch Unterschiede bei den "Rassen", und zwar einfach nur im DURCHSCHNITT, und zwecks Balancing bekommt jedes Volk eben Boni und Mali. Du kannst ja per Umverteilung auch eoinen total Charismatischen Ork erstellen - es "kostet" halt mehr. Wo ist denn da bitte das Problem? Mit Deinem Argument dürften die Völker keine Unterschiede mehr haben außer Äußerlichkeiten...

Dass es mehr kostet ist schon in sich ein Problem denn warum sollte es einen Halbork mehr kosten charismatisch zu sein? Was ist denn der Maßstab der festlegt, dass ein Halbork weniger Charisma haben muss? Und selbstverständlich dürfen die einzelnen Fantasyvölker weiterhin im Durchschnitt unterschiede haben. Die Regeln zur Charaktererschaffung beziehen sich doch auf das eine Individuum.
 
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