Call of Duty: Modern Warfare - Schüsse aufs Baby beenden das Spiel

AndreLinken

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Zum Artikel: Call of Duty: Modern Warfare - Schüsse aufs Baby beenden das Spiel
 

MichaelG

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Finde ich richtig so. Es sollte Grenzen geben.
 

devilsreject

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Ich findes es gut, wegen mir müsste es einen Bann geben für nen Tag, damit es auch direkt spürbare Konsequenzen gibt. Keine Ahnung ob das überhaupt möglich ist, wäre aber ne gute Sache.

Ansonsten muss ich sagen ist die Kampagne wirklich gut gemacht. Klar ist das ganze an vielen Stellen brutal, aber ist Krieg das nicht immer? Die Frage ist ja wie damit umgegangen wird. Es bringt ja nun nichts ein Spiel zu entwickeln in dem man lediglich auf Pappkameraden schießen kann in einer wohlfühl Regenbogenlandschaft während sich das Spiel dann auch noch Modern Warfare nennt.

Die Missionen sind nachvollziehbar und könnten quasi grad live irgendwo in der Welt passieren. Die Missionen im Nahen Osten könnten quasi von Flüchtlingen so geschildert werden, das würde man Ihnen abnehmen.
 

Cobar

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Ich findes es gut, wegen mir müsste es einen Bann geben für nen Tag, damit es auch direkt spürbare Konsequenzen gibt. Keine Ahnung ob das überhaupt möglich ist, wäre aber ne gute Sache.

Du lebst auch in einer sehr traumhaften Welt oder?
Man kann ein Spiel nicht weiterspielen, weil man eine Möglichkeit, die das Spiel bietet auch nutzt? Lächerlich...
Ich habe das Baby in dieser speziellen Mission nicht einmal gesehen (nur irgendwo im Hintergrund gehört), aber so viele Zivilisten, die mich da oftmals zum letzten Savepoint zurückgeschickt haben, das ging mir teilweise schon echt auf die Nerven.
Man kann sowieso schon schlecht unterscheiden, wer Feind ist und wer nicht (darfst gerne mal die verschiedenen Levels spielen, in denen man im Dunklen die Häuser stürmt oder auch das auf dem Picadilly Circus, wo dir die Zivilisten direkt ins Gewehrfeuer rein rennen). Teilweise sind die so offensichtlich in mich rein gerannt, dass ich daraufhin von den Gegnern gekillt wurde, weil ich selbst nicht schießen konnte/durfte. Tolle Sache und für sowas dann bitte auch gleich einen Tag lang nen Bann bitte...
 

Neawoulf

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Ich hoffe, das gilt nicht nur für Babys sondern generell für Zivilisten. Alternativ fände ich es auch passend, dass die Kampagne wegen so einer Entscheidung (bei eindeutig bewusstem Schießen auf Zivilisten, nicht nur ne versehentlich fehlgeleitete Kugel im Kampf) die Kampagne einen anderen Verlauf nimmt und nach der Mission generell Schluss ist.
 

Bonkic

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Ich hoffe, das gilt nicht nur für Babys sondern generell für Zivilisten. Alternativ fände ich es auch passend, dass die Kampagne wegen so einer Entscheidung (bei eindeutig bewusstem Schießen auf Zivilisten, nicht nur ne versehentlich fehlgeleitete Kugel im Kampf) die Kampagne einen anderen Verlauf nimmt und nach der Mission generell Schluss ist.

DAS wäre konsequent und noch dazu "realistisch": virtuelle degradierung und zurücksetzen des gesamten spielfortschritts. aber das traut man sich dann als hersteller vermutlich doch nicht.
 

devilsreject

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Du lebst auch in einer sehr traumhaften Welt oder?
Man kann ein Spiel nicht weiterspielen, weil man eine Möglichkeit, die das Spiel bietet auch nutzt? Lächerlich...
Ich habe das Baby in dieser speziellen Mission nicht einmal gesehen (nur irgendwo im Hintergrund gehört), aber so viele Zivilisten, die mich da oftmals zum letzten Savepoint zurückgeschickt haben, das ging mir teilweise schon echt auf die Nerven.
Man kann sowieso schon schlecht unterscheiden, wer Feind ist und wer nicht (darfst gerne mal die verschiedenen Levels spielen, in denen man im Dunklen die Häuser stürmt oder auch das auf dem Picadilly Circus, wo dir die Zivilisten direkt ins Gewehrfeuer rein rennen). Teilweise sind die so offensichtlich in mich rein gerannt, dass ich daraufhin von den Gegnern gekillt wurde, weil ich selbst nicht schießen konnte/durfte. Tolle Sache und für sowas dann bitte auch gleich einen Tag lang nen Bann bitte...

Nun wenn du schon im Spiel nicht zwischen Freund oder Feind unterscheiden kannst, kann ich nur hoffen niemals mit dir in ein reales Gefecht zu müssen. Ist ja absoluter Bullshit den du uns hier präsentierst. Als ehemaliger SOldat und aktiver Reservist kann ich dir sagen das solche Dinge traniert werden. Gerade in der deutschen Bundeswehr geht der zivilisten Schutz sogar soweit, dass man sich aus einem aktiven Gefecht zurück zieht um Zivilisten nicht unnötig in gefahr zu bringen.

Was Kommando und Spezialsoldaten angeht, diese werden sogar real und explizit darauf geschult Zivilisten zu schützen und trotzdem den Feind auszuschalten. Dazu kann man sich wenn man Lust mal einen Laienhaften Eindruck auf Youtube ansehen von der KSK Kommando Ausbildung - Schießtraining und Häuserkämpf mit Geiselrettung....

Was die Level angeht in Call of Duty (habe den Singleplayer komplett durch) kann ich nur sagen das grad die Häusersturm Missionen grandios inszeniert wurden.

Wenn man natürlich meint das Töten von Zivilisten sei auch in Spielen absolut in ordnung und man müsste dafür am Ende vielleicht sogar belohnt werden, sollte vielleicht mal seine Psyche hinterfragen und mal ärztlich abklären ob das Stroh im Hirn noch trocken liegt...
 

Frankenheini

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Absoluter Schwachsinn, so eine Bevormundung. Sind Spieleentwickler heutzutage nun auch gleichzeitig unsere Ethik-Komissionen?
Wie verblendet muss man sein, Spieler fürs Spielen zu bestrafen, oder denken die wirklich das wär Real Life.

Da gelob ich mir GTA 1 wo man noch belohnt wurde wenn man mit dem Auto ne ganze Jogger-Truppe umfuhr.
 
C

Celerex

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Ich habe das Baby in dieser speziellen Mission nicht einmal gesehen (nur irgendwo im Hintergrund gehört), aber so viele Zivilisten, die mich da oftmals zum letzten Savepoint zurückgeschickt haben, das ging mir teilweise schon echt auf die Nerven.
Man kann sowieso schon schlecht unterscheiden, wer Feind ist und wer nicht (darfst gerne mal die verschiedenen Levels spielen, in denen man im Dunklen die Häuser stürmt oder auch das auf dem Picadilly Circus, wo dir die Zivilisten direkt ins Gewehrfeuer rein rennen). Teilweise sind die so offensichtlich in mich rein gerannt, dass ich daraufhin von den Gegnern gekillt wurde, weil ich selbst nicht schießen konnte/durfte. Tolle Sache und für sowas dann bitte auch gleich einen Tag lang nen Bann bitte...

Aufgrund einer ausgeprägten Farbenblindheit hab ich tatsächlich sehr häufig Schwierigkeiten, in Spielen verschiedene Fraktionen zu unterscheiden, aber wie man im neuen COD Feind von Zivilisten nicht unterscheiden kann, ist selbst für mich nicht nachvollziehbar. Bei meinem kompletten Durchgang auf „realistisch“ (also ohne HUD) wurde ich genau 2x wegen zivilen Beschuss zurückgesetzt, wobei ich in beiden Fällen einfach zu hektisch und dementsprechend selbst schuld war. Vielleicht solltest du das Spiel nicht als eine Art Wettrennen sehen. Man hat wirklich ausreichend Zeit, auf die Gegner (die mit den Waffen) zu schießen.
 

LOX-TT

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Sagt derjenige, der kein Argument hat und Spiele nicht von der Wirklichkeit unterscheiden kann.
Mein Beileid für deine geistige Armut.

Das glaubst aber auch nur du :P

und wenn du meinst mich schief von der Seite anzumachen (geistige Armut), fängste beim nächsten mal ne Verwarnung.

Activisions Bevormundung, wie du es hier nennst, ist absolut vorbildlich. Man hat nicht auf unschuldige Babys zu feuern. Macht man es doch, wirste aus der Mission gekickt
 

Adrup

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Uuuh

Mann da kannst du ja mächtig stolz darauf sein deinem Vaterland mit der Waffe gedient zu haben. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los dein Kommentar dient allein dem Zweck davon zu berichten. Bravo, dann hoffe ich für dich dass du nicht nochmal, oder erstmalig in den Krieg musst und da call of duty mäßig auf böse Terroristen ballern musst, Soldat...
 

Frankenheini

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Das glaubst aber auch nur du :P

und wenn du meinst mich schief von der Seite anzumachen (geistige Armut), fängste beim nächsten mal ne Verwarnung.

Activisions Bevormundung, wie du es hier nennst, ist absolut vorbildlich. Man hat nicht auf unschuldige Babys zu feuern. Macht man es doch, wirste aus der Mission gekickt

Ohje, alle Warnleuchten für Fanboy-Alarm blinken. Das auch noch "vorbildlich" zu benennen ist wirklich die Spitze des Idiotismus.
Selten hab ich so gelacht, bleib du mal bei deinen Verwarnungen und Drohungen, Lox. Für was anderes biste ja nich zu gebrauchen.

Außerdem ist diese Heuchelei mal wieder typisch: Babys sind unschuldig, aber erwachsene Zivilisten abzuknallen oder umzufahren ist wieder okay, ne?
Siehste selber wo deine heißgeliebte Zensur hinführt...

Aber wem sag ich das...n Activision Fanboy.
 

riesenwiesel

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Activisions Bevormundung, wie du es hier nennst, ist absolut vorbildlich.
"absolut vorbildlich"... Ist das ein Witz?

Also wenn man schon die Moralkeule schwingt, dann bitte auch konsequent.

Wer das Baby erschießt fliegt raus, wer "nur" die Mutter abknallt kommt mit einer Verwarnung davon?
Was für eine unfassbar abartige Form von Moral soll einem das bitte vermitteln?

Grenze ziehen okay, aber dann bitte auch an der richtigen Stelle.
 

-JB-

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Ich finde das nicht gelungen und wundere mich, das Activision da so gefeiert wird.

Zwar ist es grundsätzlich sehr gut, dass das Spiel gewisse Grenzen einbaut, aber die Umsetzung finde ich eher schlecht.

Im vorliegenden Fall hätte ich es im äußersten Notfall so gelöst, dass man auf das Baby nicht abdrücken kann (meinetwegen mit Verwarnung) und dann ist gut.

Alternativ und das hätte ich als deutlich bessere Design-Entscheidung empfunden: Verzichtet doch einfach auf Babys in einem Shooter! Ist es wirklich so wichtig für den Twist, dass da noch ein Baby in der Wiege liegt? Muss man das haben? Meine persönliche Meinung ist, dass das Baby in der Szene insgesamt nichts verloren hat und dann bräuchte man auch keine Spieler auf den Startbildschirm zu "verbannen"...
 

Worrel

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Nun wenn du schon im Spiel nicht zwischen Freund oder Feind unterscheiden kannst, kann ich nur hoffen niemals mit dir in ein reales Gefecht zu müssen. Ist ja absoluter Bullshit den du uns hier präsentierst. Als ehemaliger Soldat und aktiver Reservist kann ich dir sagen das solche Dinge trainiert werden. Gerade in der deutschen Bundeswehr geht der Zivilisten Schutz sogar soweit, dass man sich aus einem aktiven Gefecht zurück zieht um Zivilisten nicht unnötig in Gefahr zu bringen.
Nun gibt es aber ein kleines Problem: Das ist ein Spiel und die Spieler (also die Typen, die den Computer bedienen, nicht die Figuren, die sie durch die Level steuern) haben nicht zwangsläufig in der Realität eine militärische/taktische Ausbildung genossen.

Genauso wenig wie zB eine Wirtschaftssimulation die Realität 100%ig abbildet, tut dies eine Soldaten Simulation. (Oder mußtet ihr euch in einem Kriegsshooter ingame schon mal mit einer Erkältung, einer Familienfeier oder auch nur dem Wecker stellen oder Brot schmieren beschäftigen?

Krieg ist nun mal Krieg. Schön ist da nix dran und Verbrechen und brutale Tötungsdelikte sind da an der Tagesordnung. Da wird es auch mal Situationen geben, in denen Zivilisten dran glauben müssen, weil sonst noch mehr Zivilisten dran glauben müßten.

Wenn man natürlich meint das Töten von Zivilisten sei auch in Spielen absolut in Ordnung und man müsste dafür am Ende vielleicht sogar belohnt werden, sollte vielleicht mal seine Psyche hinterfragen und mal ärztlich abklären ob das Stroh im Hirn noch trocken liegt...
Frage: Warum denn nicht?

In Spielen wird man für alles Mögliche belohnt, was in der Realität moralisch gesehen höchst verwerflich wäre.
In Unreal Tournament gibt es beispielsweise Anfeuerungen vom "Moderator" bei jedem "HEADSHOT!" und Mehrfachmorde eines Killstreak werden mit gesteigerten Begriffen wie "MULTIKILL", "MEGAKILL!!!!" etc "belohnt".

In WoW gibt es Quests, bei denen man Gefangene foltern muß, damit die Informationen liefern und bekommt bei Erhalt der Information eine Questbelohnung.

In Dungeon Keeper kann man Lebewesen durch eine Domina foltern lassen, die dabei Freudensschreie ausstößt,

In Starcraft kann man Parasiten in die Gegner einpflanzen, die Alien-like aus den Opfern herausplatzen und diese in zig Stücke zerplatzen lassen.

In Prototype sind die NPCs eigentlich nur eine Ressource, die man zur Tarnung oder als "Healthpack" auffressen kann.

In Giants: Citizen Kabuto sind Gegner für King Kong Verschnitt Kabuto auch nur Healthpacks oder Opfer und man kann sich sogar einen Gegner aufs Horn spießen, um den erst später als Healthpack zu verwenden.

In Painkiller gibt es iirc ein Achievement, wenn man die Level nur mit den Holzpflöcken als Waffe abschließt. Sprich: Die Gegner mit eben jenen Holzpflöcken durchbohrt und damit auch des öfteren an der Wand befestigt.


Nicht umsonst gibt es das Klischee des "Murder Hobo", den unser gespielter "Held" darstellt: ein massenmordender Herumstreicher, der für ein paar Gold Questbelohnung seine eigene Großmutter köpfen und den Kopf verkaufen würde.


Was ich sagen will: Spielwelt und reale Welt unterscheiden sich radikal: Nur weil ich in der Spielwelt (un)gern Hatred gespielt habe, in dem man einen Amokläufer spielt, hat das überhaupt nichts mit der Realität zu tun.
Und wenn ich ingame einen Babyshooter Simulator spielen würde, hätte das ebenso wenig mit der Realität und den dort geltenden moralischen Vorstellungen zu tun.


Spiele sind immer auch Rollenspiele mit einem "Wie wäre es, wenn ...?" Faktor, in dem man seine Fantasie durchaus auch mal auf fragwürdige Wege schicken kann.
Was auch jeder hier schon unzählige Male getan hat. Man denke nur an die jeweiligen "Begründungen", warum man denn jetzt gerade gegen die Gegner des aktuellen Auftrags kämpfen soll.
Kostprobe gefällig?

"Kämpft gegen die Kobolde. Die besetzen das Land. das geht nicht. Wir waren schließlich zuerst hier.
Nun, davor waren die Kobolde hier, aber das tut jetzt nichts zur Sache."
(sinngemäßer Questtext im Startgebiet der Menschen in WoW)
 

devilsreject

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Nun gibt es aber ein kleines Problem: Das ist ein Spiel und die Spieler (also die Typen, die den Computer bedienen, nicht die Figuren, die sie durch die Level steuern) haben nicht zwangsläufig in der Realität eine militärische/taktische Ausbildung genossen.

Genauso wenig wie zB eine Wirtschaftssimulation die Realität 100%ig abbildet, tut dies eine Soldaten Simulation. (Oder mußtet ihr euch in einem Kriegsshooter ingame schon mal mit einer Erkältung, einer Familienfeier oder auch nur dem Wecker stellen oder Brot schmieren beschäftigen?

Krieg ist nun mal Krieg. Schön ist da nix dran und Verbrechen und brutale Tötungsdelikte sind da an der Tagesordnung. Da wird es auch mal Situationen geben, in denen Zivilisten dran glauben müssen, weil sonst noch mehr Zivilisten dran glauben müßten.

Grundsätzlich stimme ich dir zu, jedoch sollte man die moralischen Aspekte in einer Kriegssimulation nicht außer Acht lassen. Eben deshalb kommst du zum Start-Bildschirm zurück wenn du das Baby tötest. Ja es ist ein Spiel, jedoch versucht COD Modern Warfare tatsächlich real mögliche Missionen im Hier und Jetzt abzubilden. Da ist es nur sinnvoll auch den gesellschaftlichen Maßstab vom Hier und Jetzt abzubilden.

Auch in Wirtschaftssimulation versucht man die realen Möglichkeiten in ein Spiel zu packen. In Need for Speed kommt ja auch nicht ohne Grund beim Start der Hinweis, das es ein Spiel ist und man das Fahrverhalten bitte nicht im Straßenverkehr anwendet.

Zum Thema Krieg ist Krieg, da machst du es dir ebenfalls einfach. Nehmen wir zum Beispiel mal die Amerikaner, die wohl im Schnitt die höchste Quote beim "versehentlichen" Töten von Zivilisten anführt in der westlichen Welt. Die Soldaten müssen sich im Nachgang dafür verantworten. Das bedeutet eben nicht das es immer vermieden wird, aber die Soldaten müssen sich trotzdem dafür verantworten und zwar nicht mit einem "gehe zum Start Bildschirm zurück." Ob die Strafen angemessen sind ist ein komplett anderes Thema.


Frage: Warum denn nicht?

In Spielen wird man für alles Mögliche belohnt, was in der Realität moralisch gesehen höchst verwerflich wäre.
In Unreal Tournament gibt es beispielsweise Anfeuerungen vom "Moderator" bei jedem "HEADSHOT!" und Mehrfachmorde eines Killstreak werden mit gesteigerten Begriffen wie "MULTIKILL", "MEGAKILL!!!!" etc "belohnt".

In WoW gibt es Quests, bei denen man Gefangene foltern muß, damit die Informationen liefern und bekommt bei Erhalt der Information eine Questbelohnung.

In Dungeon Keeper kann man Lebewesen durch eine Domina foltern lassen, die dabei Freudensschreie ausstößt,

In Starcraft kann man Parasiten in die Gegner einpflanzen, die Alien-like aus den Opfern herausplatzen und diese in zig Stücke zerplatzen lassen.

In Prototype sind die NPCs eigentlich nur eine Ressource, die man zur Tarnung oder als "Healthpack" auffressen kann.

In Giants: Citizen Kabuto sind Gegner für King Kong Verschnitt Kabuto auch nur Healthpacks oder Opfer und man kann sich sogar einen Gegner aufs Horn spießen, um den erst später als Healthpack zu verwenden.

In Painkiller gibt es iirc ein Achievement, wenn man die Level nur mit den Holzpflöcken als Waffe abschließt. Sprich: Die Gegner mit eben jenen Holzpflöcken durchbohrt und damit auch des öfteren an der Wand befestigt.

Alle genannten Spiele würde ich din die Kategorie Fantasy oder ScienceFiction einordnen, je nach Spiel gehört es zum Konzept. Ich will nicht den Moralapostel spielen, aber hinterfragbar sind die Spiele von der Seite her allesamt. Der letzte Teil von COD war auch sehr ScienceFiction, dieser aber bildet im Grunde das hier und jetzt ab, das könnte so tagtäglich passieren, und ist es in der Vergangenheit auch schon, da darf man ruhig die Moral in das Spiel mit einfließen lassen. Und wie wir seit dem Beitrag wissen, müssen einige Menschen ernsthaft darauf hingewiesen werden Babys und Zivilisten nicht zu erschießen :)

Nicht umsonst gibt es das Klischee des "Murder Hobo", den unser gespielter "Held" darstellt: ein massenmordender Herumstreicher, der für ein paar Gold Questbelohnung seine eigene Großmutter köpfen und den Kopf verkaufen würde.

Wie gesagt, für mich spielt das der Kontext schon eine Rolle, da könnte man als Beispiel GTA aufführen. Die Konsequenzen sind im Grunde viel zu gering wenn man Zivilisten überfährt oder gnadenlos abknallt :) Die Grenzen sind da fließend. Ich spiele solche Spiele ja auch gern, aber eben weniger um zielgerichtet Zivilisten abzuknallen, außer es gehört, warum auch immer, explizit zur Story.

Was ich sagen will: Spielwelt und reale Welt unterscheiden sich radikal: Nur weil ich in der Spielwelt (un)gern Hatred gespielt habe, in dem man einen Amokläufer spielt, hat das überhaupt nichts mit der Realität zu tun. Und wenn ich ingame einen Babyshooter Simulator spielen würde, hätte das ebenso wenig mit der Realität und den dort geltenden moralischen Vorstellungen zu tun.

Ja das DIng ist, das muss man über seinen Tellerrand hinaus schauen. Die meisten Menschen sind sicher gefestigt genug zwischen Spiel und Realität unterscheiden zu können. Aber eben leider nicht alle! Ich will jetzt auch nicht in jedem Spiel mit Realismus überhäuft werden, trotzdem darf man Moral und Konsequenzen durchaus mit einfließen lassen, und ich finde COD hat es da schon relativ gut gelöst indem eben Zivilisten töten bestraft wird, und das ist doch auch absolut in Ordnung, wenn man bedenkt das es eben auch garnicht Ziel des Spiels ist Zivile Personen zu töten.

Spiele sind immer auch Rollenspiele mit einem "Wie wäre es, wenn ...?" Faktor, in dem man seine Fantasie durchaus auch mal auf fragwürdige Wege schicken kann.
Was auch jeder hier schon unzählige Male getan hat. Man denke nur an die jeweiligen "Begründungen", warum man denn jetzt gerade gegen die Gegner des aktuellen Auftrags kämpfen soll.
Kostprobe gefällig?

Ja wie gesagt im Kontext eines Spiels mag das passen und auch spielerisch sogar richtig Spaß machen. Ich bin auch nicht grundsätzlich dagegen. Aber in diesem speziellen teil COD Modern Warfare finde ich es gut und absolut super das man "bestraft" wird wenn man seine Aufgabe nicht wahr nimmt. Den und das ist ja der Witz an der Story..... Du kämpfst ja gegen die Terroristen um letzlich dein Land, dein Volk zu beschützen. Sonst könnten wir ja auch einfach die Seite der terroristen spielen.

"Kämpft gegen die Kobolde. Die besetzen das Land. das geht nicht. Wir waren schließlich zuerst hier.
Nun, davor waren die Kobolde hier, aber das tut jetzt nichts zur Sache."
(sinngemäßer Questtext im Startgebiet der Menschen in WoW)
[/QUOTE]

Joar kann man als Beispiel aufführen, aber ich denke irgendwelche Fantasiewesen töten hat erstmal keinen Bezug zur Realität. Im Gegenzug wirst du kein Spiel finden wo du Nazis spielst, welche du zum Sieg führst im 2 WK. Warum? weil das eben höchst unmoralisch wäre.. Aber eigentlich doch nur ein Spiel oder?!?
 

ztyphoon0

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Kinder und Babies gehören nicht in Shooter.
Andere Entwickler halten sich auch stets daran. Und mit Realismus braucht mir hier niemand zu kommen, vor allem nicht bei CoD.
 

Worrel

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Grundsätzlich stimme ich dir zu, jedoch sollte man die moralischen Aspekte in einer Kriegssimulation nicht außer Acht lassen.
Ganz ganz doof und generell gefragt: Warum?

Es gibt ja bereits verschiedene Spiele, in denen man auf der bösen Seite spielt wie Dungeon Keeper oder Hatred - und noch viele andere, bei denen man zwischen Gut und Böse entscheiden kann wie Mass Effect, dem Star Wars MMO, Black & White ... und in Strategiespielen ist es auch üblich, daß man je eine Kampagne für jede Seite des Konfliktes hat.

Ich finde es viel interessanter, wenn Spielen kein moralischer Kompass auferlegt wird, und man sich daher selber einen Kopf darüber machen muß, was man denn eigentlich vom Spielgeschehen hält. Wenn man sich zwischendurch auch mal fragt: "Was mache ich da eigentlich?" - und zwar sowohl aus der Sicht der Spielfigur wie auch aus Sicht des vor dem PC sitzenden Spielers.

Eben deshalb kommst du zum Start-Bildschirm zurück wenn du das Baby tötest. Ja es ist ein Spiel, jedoch versucht COD Modern Warfare tatsächlich real mögliche Missionen im Hier und Jetzt abzubilden. Da ist es nur sinnvoll auch den gesellschaftlichen Maßstab vom Hier und Jetzt abzubilden.
Zudem zerstört ein abrupter Abbruch der Mission die Immersion. Und es gibt ja viele Möglichkeiten, den Spieler zu bestrafen: Zivilisten, die vorher die Freiheitskämpfer mit Munition und Nahrungsspenden unterstützt haben, werfen einem auf einmal Steine in den Weg oder locken einen in eine Falle; Kollegen wenden sich von dem durchgeknallten Psycho, den der Spieler jetzt für sie darstellt, ab - überhaupt: einen Mitstreiter, der einen im Kriegseinsatz dann hinterrücks erschießt, wenn ich auf Babies ballere, fände ich weitaus(!) besser als eine Einblendung à la "Sie haben in einem Krieg jemanden getötet. Letzte Warnung! Spielen sie den Level nochmal und diesmal halten sie sich gefälligst an die moralischen Spielregeln eines demokratischen Rechtsstaates im Friedenszustand"

In Need for Speed kommt ja auch nicht ohne Grund beim Start der Hinweis, das es ein Spiel ist und man das Fahrverhalten bitte nicht im Straßenverkehr anwendet.
Aber - und das ist der Unterschied: Man kann trotzdem im Spiel(!) sämtliche Geschwindigkeitsbegrenzungen ignorieren.

Zum Thema Krieg ist Krieg, da machst du es dir ebenfalls einfach. Nehmen wir zum Beispiel mal die Amerikaner, die wohl im Schnitt die höchste Quote beim "versehentlichen" Töten von Zivilisten anführt in der westlichen Welt. Die Soldaten müssen sich im Nachgang dafür verantworten. Das bedeutet eben nicht das es immer vermieden wird, aber die Soldaten müssen sich trotzdem dafür verantworten und zwar nicht mit einem "gehe zum Start Bildschirm zurück."
Und genau deshalb finde ich es blöd, daß das im Spiel mit einer Texteinblendung "gelöst" wird.


Alle genannten Spiele würde ich in die Kategorie Fantasy oder ScienceFiction einordnen,
Das liegt daran, daß mir realistische Kriegsspiele keinen Spaß machen und das realistischste Kriegsspiel, was ich länger gespielt habe, ein Castle Wolfenstein gewesen sein dürfte.

Hat was von dem Tarantino Effekt: Wenn die Gewalt übertrieben dargestellt wird, ist es interessant. Wird sie realistisch dargestellt, ist es abstoßend. Also jedenfalls für mich.

je nach Spiel gehört es zum Konzept.
Öhm, ja nun, mach ich halt einen Moorhuhn Klon mit Babies: Zack: gehört das Baby-Abschießen zum Konzept. Und ist damit moralisch wieder vertretbar ...?

Und wie wir seit dem Beitrag wissen, müssen einige Menschen ernsthaft darauf hingewiesen werden Babys und Zivilisten nicht zu erschießen :)
Remember: in einem Spiel(!). Natürlich reden wir dabei ausschließlich über Spiele für Erwachsene, denn Kinder machen eh schon zu oft unreflektiert Sachen nach (wie das Nachbarskind, daß vom Garagendach gesprungen ist und sich das Bein gebrochen hat, weil es den Stuntman aus der Serie Colt Seavers nachgespielt hatte ...)

Ja das DIng ist, das muss man über seinen Tellerrand hinaus schauen. Die meisten Menschen sind sicher gefestigt genug zwischen Spiel und Realität unterscheiden zu können. Aber eben leider nicht alle!
Dann mußt du dir aber bei diversen anderen sachen ebenfalls Sorgen machen - und nicht erst bei dem ingame "Töten" von Babies. Was ist zB mit der Matrix? Wenn jetzt jemand ebenso wie Neo infilm meint, etwas stimme nicht mit der Welt und es wäre eine gute Idee, so einen wie Morpheus aufzusuchen und später "berechtigterweise" (weil ja eh alles nur Matrix ist) dann Terrorakte begeht (nichts anderes sind ja die inmatrix Handlungen von Neo & Co, die in der Matrix ganze Gebäude oder gar Straßenstriche in Schutt und Asche legen), ist das ja ebenso schlimm/gefährlich.

.. und das ist doch auch absolut in Ordnung, wenn man bedenkt das es eben auch garnicht Ziel des Spiels ist Zivile Personen zu töten.
Das ist ja gerade das Schöne an Spielen: daß man sich nicht an dem Orientieren muß, was man soll.

Es gibt zB Rumu (oä), einen spielbaren Reinigungsroboter. Da hat man die Aufgabe, Flecken zu reinigen. Und reinigt den Fleck. Und bekommt die Aufgabe, Flecken zu reinigen. Und reinigt den Fleck. Und bekommt die Aufgabe, Flecken zu reinigen. Und reinigt den Fleck. Und bekommt die Aufgabe, Flecken zu reinigen. Und dann ploppt dieser Xounter auf: 5/1000 Flecken gereinigt. Und man reinigt den Fleck. Und reinigt den Fleck. Und reinigt den Fleck. Und reinigt den Fleck. ...

... bis einen das irgendwann langweilt und man schaut, was man denn noch machen kann. Und ja, man kann den Counter einfach Counter sein lassen und statt dessen einfach zur Tür raus in den nächsten Level.
Man muß aber nicht. Man kann sich selbst entscheiden. und dann noch 995 weitere Flecken wegmachen. Juhu, ein voller Counter!
R24A5ZL.gif


Sicher, dabei ging es jetzt nicht um moralische Fragen, aber dennoch ist es alleine die Sache des Spielers, was er aus den Gegebenheiten macht.

Joar kann man als Beispiel aufführen, aber ich denke irgendwelche Fantasiewesen töten hat erstmal keinen Bezug zur Realität.
Ist das nun gut oder schlecht?
Wenn man das Morden in bunte Farben , Feuerbälle und Eiswände verpackt, möglicherweise noch mit launigen Sprüchen versieht und den Spieler mit schicken Klamotten und Reittieren belohnt, ist das dann nicht eigentlich viel mehr Gewaltverherrlichung und -befürwortung, die da trainiert wird, als wenn man detailliert realistisch zB eine Enthauptung in Nahaufnahme zeigen würde?

Im Gegenzug wirst du kein Spiel finden wo du Nazis spielst, welche du zum Sieg führst im 2 WK. Warum? weil das eben höchst unmoralisch wäre.. Aber eigentlich doch nur ein Spiel oder?!?
Wer sagt denn, daß es sowas nicht gäbe? Es gibt/gab ja immerhin mal einen KZ Simulator.
Und nur eine kurze Google Suche später:
https://www.vice.com/de/article/znkxa9/dieses-game-gibt-der-wehrmacht-eine-zweite-chance
https://de.wikipedia.org/wiki/Codename:_Panzers

Und richtig: Es sind erstmal nur Spiele.
 

RedDragon20

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Sagt derjenige, der kein Argument hat und Spiele nicht von der Wirklichkeit unterscheiden kann.
Mein Beileid für deine geistige Armut.

Es geht nicht um die Unterscheidung zwischen Fiktion und Realität. Aber hey...zeigen wir doch auch Kinderpornografie und lassen Spieler aktiv in Vergewaltigungen involviert sein. Ist ja nur Fiktion, ne? Willst du dafür noch ingame belohnt werden?

Es geht um Grenzen. Leute wie du checken es einfach nicht, dass es schlicht und einfach um Grenzen geht und nicht um Realität und Fiktion. Ob die im neuen CoD konsequent umgesetzt sind oder nicht, sei mal dahin gestellt. Aber man kann ja auch nicht alles erdenkliche in Filmen zeigen, auf Bildern oder eben in Spielen.
 

Kevin-Spicey

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"Aber man kann ja auch nicht alles erdenkliche in Filmen zeigen, auf Bildern oder eben in Spielen. "

Kann man wohl, aber Leute wie du checken es einfach nicht. Die Liste an Filmen alle aufzuzählen wäre länger als du denken kannst.
Außerdem gibt es genug Spiele wo "böse" Entscheidungen zum Gameplay gehören, weil es "Fiktion" ist.

Die Moralkeule zu schwingen ist einfach nur heuchlerisch und vielleicht ein Anzeichen dafür dass derjenige sich von ERWACHSENEN Spielen fernhalten sollte.
 

MrFob

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Ehrlich gesagt halte ich diese Vorgehensweise sogar fuer relativ realistisch. So wie es im Artikel beschrieben ist ist der Spieler hier ja mit einer ganzen Truppe Kameraden unterwegs. Wenn ein Soldat in dieser Sitaution einen Saeugling erschiesst (schlimmstenfalls auch noch bewusst und nicht einfach als "Unfall"), dann wuerde ich schon erwarten, dass dieser von seinen Kameraden so schnell wie moeglich aus dem Verkehr gezogen und vor ein Kriegsgericht gestellt wird.
Der eingeblendete Schriftzug ist dann ja quasi nichts anderes als der textliche Hinweis darauf, dass der Protagonist unter diesen Umstaenden die Mission nicht weiterfuehren kann (aehnlich wie wenn er stirbt). Und damit ist halt Game Over. Passt fuer mich in dem Kontext also ganz gut, nachdem, was ich gelesen habe.
 

golani79

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Und Game Over ist es ja nicht nur, wenn man auf ein Baby schießt, sondern generell bei Zivilisten und auch bei Friendly Fire auf die eigenen Truppen.

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Worrel

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Es geht um Grenzen. [...] man kann ja auch nicht alles erdenkliche in Filmen zeigen, auf Bildern oder eben in Spielen.
Ich würde sagen: doch. Man kann alles Erdenkliche zeigen. (Natürlich nur mit entsprechender Freigabe) Und das wurde ja auch bereits gemacht:

Spontan fallen mir da ein
- Morden (zB erschießen, enthaupten, zerplatzen, mästen, in Säure auflösen, zerteilen, auffressen, ...)
- Foltern (siehe die Serie "24" für Details)
- Verstümmelungen, nicht gesundheitlich motivierte Operationen gegen den Patientenwillen
- Sexuelle Abarten, Vergewaltigungen, Kindesmißbrauch und Orgien
- Drogenmißbrauch (durchaus auch verherrlichend (manchmal nur mit alibihaft nachgeschobenem "moralisch korrekten" Kontext))
- Unterdrückung, die zu psychischen Störungen führt
- Religöse, politische, monetäre oder einfach nur bloße Macht Fantasien

Was NICHT geht, ist dagegen eine relativ kurze Liste:
- Gewaltverherrlichung (ohne Kontext)
- KiPo
- Volksverhetzung
- Insignienverwendung bestimmter Gruppierungen
- Holocaustleugnung

Und konkret eine Szene, in der ein Kind willentlich (sogar von einer Protagonistin) erschossen wird, gibt es auch schon längst. Und zwar in der dritten(?) Staffel von The Walking Dead

Nachdem das Gefängnis zerstört wurde, sind die Überlebenden in kleinen Gruppen verstreut. Carol und Tyreese haben 2 Kinder in ihre Obhut genommen.
Kind A ist überzeugt davon, daß Zombies nur der nächste Schritt in der Evolution der Menschen sind und daß es gar nichts Schlimmes sei, ein Zombie zu werden. Aus dieser Überzeugung heraus tötet sie ihre Schwester. (die dann natürlich zu Zombie wird und getötet werden muß).

Carol erkennt, daß A eine Gefahr für sämtliche Überlebenden ist, und beschließt, daß sie nicht weiter leben darf und erschießt Kind A daher hinrichtend.
In der Welt und in der Situation ist das sogar nachvollziehbar.
 

RedDragon20

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"Aber man kann ja auch nicht alles erdenkliche in Filmen zeigen, auf Bildern oder eben in Spielen. "

Kann man wohl, aber Leute wie du checken es einfach nicht. Die Liste an Filmen alle aufzuzählen wäre länger als du denken kannst.
Außerdem gibt es genug Spiele wo "böse" Entscheidungen zum Gameplay gehören, weil es "Fiktion" ist.

Die Moralkeule zu schwingen ist einfach nur heuchlerisch und vielleicht ein Anzeichen dafür dass derjenige sich von ERWACHSENEN Spielen fernhalten sollte.

Inwiefern ist das heuchlerisch? Du hast doch überhaupt keine Ahnung davon, was ich wie konsumiere. :confused:

Warum sollte ich meine Moralvorstellungen, die ich im Real Life lebe, in einem Spiel plötzlich abstellen? Es gibt Dinge, die gehen für mich einfach nicht in Ordnung und da ist es völlig egal, ob das nun "nur" fiktional passiert, in einem Film oder Buch. Noch weniger, wenn ich in einem Spiel (inter)aktiv daran beteiligt bin.

Und wenn ich die Wahl in einem Spiel habe, nehme ich grundsätzlich den Weg, der meinen Moralvorstellungen am ehesten entspricht. Manchmal kann man sich nur zwischen Pest und Cholera entscheiden, aber die Welt ist halt nicht nur Schwarz/Weiß. Trotzdem finde ich es absolut in Ordnung, dass im neuen CoD das Game Over über den Bildschirm flimmert, wenn man das Kind erschießt.

Ich würde sagen: doch. Man kann alles Erdenkliche zeigen. (Natürlich nur mit entsprechender Freigabe) Und das wurde ja auch bereits gemacht:

Spontan fallen mir da ein
- Morden (zB erschießen, enthaupten, zerplatzen, mästen, in Säure auflösen, zerteilen, auffressen, ...)
- Foltern (siehe die Serie "24" für Details)
- Verstümmelungen, nicht gesundheitlich motivierte Operationen gegen den Patientenwillen
- Sexuelle Abarten, Vergewaltigungen, Kindesmißbrauch und Orgien
- Drogenmißbrauch (durchaus auch verherrlichend (manchmal nur mit alibihaft nachgeschobenem "moralisch korrekten" Kontext))
- Unterdrückung, die zu psychischen Störungen führt
- Religöse, politische, monetäre oder einfach nur bloße Macht Fantasien

Was NICHT geht, ist dagegen eine relativ kurze Liste:
- Gewaltverherrlichung (ohne Kontext)
- KiPo
- Volksverhetzung
- Insignienverwendung bestimmter Gruppierungen
- Holocaustleugnung
Jetzt kann man an der Stelle natürlich vortrefflich darüber diskutieren, inwiefern Insignienverwendung bestimmter Gruppen oder Volksverhetzung schlimmer sind, als Mord, Kindesmissbrauch etc. Aber für mich geht sowohl das eine, als auch das andere sowieso nicht in Ordnung.

Aber Filme, in denen Kinder missbraucht wurden und in denen explizit und offen vergewaltigt wurde, standen zumeist zurecht in Kritik und meist waren das auch Filme, die sonst nichts zu bieten hatten. Hounddog z.B. (mit Dakota Fanning in der Hauptrolle). Mega schlechter und vergessenswerter Film, der lediglich durch die Rape-Szene Aufmerksamkeit erlangte und damit auch in Kritik stand. Gibt aber noch schlimmere Filme. "Human Centipede"? A Serbian Film? Alles Filme, die richtig schlecht sind und lediglich durch ihre Schockmomente Aufmerksamkeit erlangten. Provokation der Provokation willen.


In der Welt und in der Situation ist das sogar nachvollziehbar.
Auch wenn es nachvollziehbar ist, ist es nicht in Ordnung. Ich finde z.B. den neuen Joker-Film grandios und seine Charakterentwicklung ist auch recht nachvollziehbar. Damit auch die Morde, die er verübt. Da wird nichts verherrlicht, es bleibt stets glaubwürdig. Aber das heißt doch nicht, dass ich das in Ordnung finden muss. :confused: Etwas nachvollziehen können und etwas in Ordnung finden, sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
 
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Bonkic

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Inwiefern ist das heuchlerisch? Du hast doch überhaupt keine Ahnung davon, was ich wie konsumiere. :confused:

kevin-spicey ist offensichtlich ein troll. lohnt sich nicht, auf sein geschreibsel einzugehen. ich tippe auf einen neu angelegten account eines kürzlich gesperrten users. :]
 
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