"Es ist doch immer wieder das gleiche mit solchen Aussagen."
Vollkommen korrekt. Man kann 3 Aussagen lesen nach denen man sich fragt, ob die Autoren den Text überhaupt durchgelesen haben.
Erster Satz:
Während eines umfangreichen Interviews mit GamesIndustry.biz, gab Blizzards Executive Vice-President of Game-Design Rob Pardo seine Einschätzung bezüglich der sinkenden Menge an Singleplayer-Spielen ab.
Da wird jemand in einem Interview zu Singleplayerspielen befragt und dieser gibt aufgrund seiner Beobachtungen eine Einschätzung dazu ab.
Darauf hin liest man etwas von "Glaskugel", "zurechtspinnen", "Realitätsfern" und Verallgemeinerung mit irgendwelchen Appentwicklern. Sehr aufschlussreich.
Deshalb sollte sich jeder hüten in Zukunft eine Einschätzung zu überhaupt irgendetwas abzugeben, auch wenn man gefragt wird. Das hieße denn ja sonst, man würde sich anmaßen die Zukunft vorrauszusehen obwohl man absolut keinen Schimmer von seinem Metier hat, selbst wenn man als als Vize-Ceo einer der erfolgreichsten Unternehmen schon länger im Geschäft ist, als viele Spieler überhaupt alt sind.
Und wenn jemand behauptet: Es wird ein stäkerer Focus auf MP Games gelegt, weil diese besser durch Piraterie geschützt werden können oder durch Möglichkeiten wie F2P höhere Einnahmen erzielen etc, dann gebe ich ihm vollkommen Recht.
(Es entbehrt übrigens jeder Grundlage (ur-)alte Spiele als "Gegenbeweis" anzuführen.
Weil ich damals C&C1 auf meinem Pentium 2 gezockt habe, werden Singleplayer Games in alle Ewigkeit weiter Bestand haben?)
Dass der Singleplayer ausstirbt bezweifle ich auch.
Dass reiner Singleplayer sich stark dezimieren wird, diesen Zustand haben wir jedoch bereits. Der Mann hat auch nichts anderes behauptet.
Aus dem Verständnis heraus sind eben doch reine Singleplayergames gemeint. Die aktuelle Lage unterstützt seine Meinung. Selbst das neue Hitman und GTA5 bekommen einen MP spendiert!
Warum, weil die Publisher zuviel Geld haben?
Zum Vergleich auch Specops: The Line. Hier wurde der MP modus nur hinzugefügt, damit es überhaupt gekauft wird. Obwohl ein Klasse Singleplayer game!
Spec Ops
Der Lead-Designer findet allerdings nicht nur kritische Worte für 2K Games. "Sie sind mit diesem Projekt ein höllisches Risiko eingegangen, für das andere Publisher nicht die Eier hätten", sagt Davis und fügt hinzu: "Ich bin stolz auf das, was wir erreicht haben - und es war nicht einfach."
Klingt nicht danach, als hätten reine Singleplayer games wirklich eine rosige Aussicht /Akzeptanz auf dem heutigen Markt.
http://www.pcgames.de/Spec-Ops-The-...er-haelt-Multiplayer-Modus-fuer-Mist-1021152/
IndieGames wären ein Gegenpol, diese sind aber ein Riesenerfolg wenn sie schon nur 1 Million mal verkauft werden.
Für Publisher ist diese Zahl bereits ein Misserfolg und führt zur Einstellung der Serie.
Ausnahmen wie Skyrim die durch gewaltiges Budget gestützt sind, können das Gesamtbild nur verschönern aber nicht ersetzen.
Es bleiben Ausnahmen.
Ebenso wie Meinungen einer Minderheit von Spielern (hauptsächlich auch ältere die der glorreichen Singeplayer Ära entstammen), die leider nichts am Kaufverhalten der gesamten Masse ändern. So schmerzlich das auch sein mag.