Ohne dir unterstellen zu wollen, dass du ausschließlich auf Grafik achtest, so finde ich es doch zumindest fragwürdig, dass man sich bei jedem neuen Spiel über die neuen grafischen Möglichkeiten freut, da man der Realität angeblich immer näher zu kommen glaubt, sich aber anschließend noch immer hinstellt und behauptet, ausschließlich auf Polygone zu schießen. Wenn dem so wäre und wir uns alle ständig darüber bewusst sein wollten, dass wir nur auf Polygone schießen, so bräuchten wir keinen technischen Fortschritt. Derartigen Spaß könnten wir nämlich noch immer auch auf dem ATARI haben. Meiner Meinung nach ist ja gerade das tolle an einem Spiel, dass man sich in seine Welt hineingezogen fühlt und gegebenenfalls auch Entscheidungen trifft, die man mit sich selbst vereinbaren kann. Ich habe bspw bis heute noch nie das Adam aus den Mädels in Bioshock gezogen - wohl wissend, dass diese Kinder nicht real sind. Natürlich könnte ich mich auch hinmsetzen und sagen "das sind nur Polygone - also zieh das Adam". Es würde mir aber absolut keinen Spaß machen, weil ich mich damit nicht identifizieren würde.
Deine Idee, Zivilisten retten zu wollen, kann man auch hinterfragen. Was ist, wenn man sie nicht retten kann? Welchen spielerischen Mehrwert sollte dies haben? Soll es uns zeigen, dass im Krieg Unbeteiligte sterben und Krieg schlecht ist? Ist das der Sinn eines Spiels? Würde sich übrigens mit deiner Aussage widersprechen, dass diese Leute nur Polygone sind. Denn wozu sollte man im Krieg Polygone retten? Da hätte ich bspw besseres zu tun