Ich muss ehrlich sagen: die Grafik finde ich schlechter als bei Revelations.
Und die Steuerung - die ist unter aller Sau! (PC)
Bis zu AC Revelations war die Steuerung m.E. sehr gut. Natürlich, sehr vielfältig, und für Einsteiger sicher auf den ersten Blick etwas kompliziert.
Aber muss man deshalb eine idiotensichere Minimalisierung vornehmen?
Das "Puppenspieler"Konzept (oder wie es auch immer hieß) war m.M.n. sehr durchdacht! Ich verstehe beschwerden anderer über die alten AC nicht. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich AC seit dem ersten Titel spiele und deshalb bestens mit der Steuerung zurechtkam in den darauffolgenden Teilen.
Aber jetzt, bei AC3 - wieso bitte wurden die Funktionen DREIER TASTEN (!!) auf gerade mal EINE reduziert?
Umschalttaste für Aktionen mit der Hand o.Ä. (interagieren, Dinge aufheben, im Sprung irgendwo festhalten, sich fallenlassen, Gegner ergreifen), Rechtsklick für Blocken/Parieren bzw. aggressiver Modus, und noch eine Funktion, die mir gerade entfallen ist - wurden alle auf die Taste "E" reduziert. Und das Kommandieren der Begleiter hinzugefügt. Das ist totaler Schwachsinn. Dieser Mischmasch ergibt überhaupt keinen Sinn, wenn ich jetzt an einer Kante stehe, und eine Waffe aufheben will, kann es evtl. auch sein, dass die Spielfigur sich an die Kante hängt. Und wenn ich Begleitung habe, dann wird diese auch noch angehalten bzw. zum Kommen aufgefordert. Im Kampf benötige ich jetzt allein für das Kämpfen an sich Tastatur + Maus, anstatt früher nur die Maus mit ihren zwei primären Tasten. Ebenfalls unnötig. Parieren durch E+Linksklick - das ist kein bisschen intuitiv. Und: Wenn man im Kampf ist, kann man mit "E" keine Waffe aufheben, da es nun fürs Blocken/Parieren verwendet wird. Denn man kann jetzt nicht mehr jederzeit den Kampfmodus ausschalten. Das passiert automatisch, wenn man wegrennt. Aber wenn man bei den Gegnern ist, und dort eine Waffe liegt - Pech gehabt!
Fortbewegung: Wenn man beim Gehen gegen Personen läuft, dann bleibt man stehen. Mit Leertaste werden sie beiseite geschoben. Früher hat das mit "Shift" Sinn ergeben - wegschieben - Hände werden gebraucht - Shift.
Rennen/Sprinten: okay, das ist angenehmer - man benötigt nur noch eine Rechtungstaste + Rechtsklick. Allerdings kann man jetzt also nur noch gehen oder sehr schnell rennen. Kein Zwischending mehr. Und beim Rennen werden andere Personen automatisch beiseite geschubst. Bis zu AC Revelations musste man dazu auch "Shift" drücken - ist ja schließlich eine Aktion der Hände/Arme!
Klettern/Über Dächer Fortbewegen: Beim Klettern kann man einfach nur noch klettern - nicht ein Sprung nach oben o.Ä. Auch nicht mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten.
Fallen lassen mit "E", wieder irgendwo Festhalten mit einer Richtungstaste.
Dächerrennen: Einfch immer vorwärts rennen! Keine Herausforderung, keine zusätzlichen Tasten. Man muss sich nicht noch knapp an irgendwelchen Kanten/Vorsprüngen mit "Shift" festhalten.
Waffen: Man kann nicht mehr einfach in die Luft schlagen.
Luftattentat: Einfach Linksklick. Klasse, wieder null Sinn.
Noch ein paar Beispiele: Auf eine Kante zurennen und sich direkt daran hängen, ohne davor stehen zu bleiben. Oder vom Dacha uf einen Passanten zu springen, um keinen Fallschaden zu erleiden. Und so geht es weiter und weiter...
Ich könnte wirklich noch viel viel mehr schreiben.
Okay, eins muss ich den Entwicklern lassen, man bewegt sich nun flüssiger durch das Spiel. Aber das hätte man mit der ursprünglichen Steuerung auch umsetzen können, hat also nichts mit der Tastenbelegung zu tun.
Die alte Steuerung hat Sinn ergeben. Sie ließ einem alle Möglichkeiten. Egal ob auf der Straße, an der Kante eines hohen Gebäudes, oder sonst wo - sie reagierte immer so, wie man es wollte. Denn jede Taste hatte einen eigenen Zweck. Man konnte überall in die Hocke gehen, überall die Waffe benutzen, sich überall fallen lassen, und auch gerne alles kombinieren.
Das geht nun nicht mehr.
"Ist auch alles nicht nötig", sagt ihr? Natürlich nicht! Aber wo ist jetzt die Freiheit in der Steuerung, die man immer hatte? Gerade das hat Assassins Creed u.A. doch von anderen Actionadventures etc. unterschieden! Die Freiheit in allem! Und die gibt es jetzt in der Steuerung nicht mehr.
Sie wurde auf das Nötigste und Einfachste reduziert. Klar, die Entwickler passen sich auf den Markt an, das Spiel soll auch jeder von Anfang an problemlos spielen können, inklusive der kleinen Kids da draußen, die fast nur noch die Spiele der "großen" spielen.
Aber das finde ich schade. Unglaublich schade.
Natürlich, ich werde mich bald an die Steuerung gewöhnen. Aber ich werde trotzdem die Kontrolle über die Bewegungen vermissen, die bei den Vorgängern noch gewährleistet war.
Jetzt wurde es verinfacht, idiotensicher gemacht. Damit auch - entschuldigt den Ausdruck - jeder Trottel dieses Spiel von Anfang an problemlos beherrscht.
Aber wo ist jetzt die Herausforderung in diesem Bereich? Die Freiheit, die Vielfältigkeit, die Möglichkeit, sich zu entscheiden, wie man sich mit der Spielfigur durch das Spiel bewegt?
Das ist einfach eine Steuerung für Dumme.
Aber sie schränkt einen einfach ein, lässt einen nicht mehr immer das tun, was man tun will.
Ich bin frustriert, das merkt man, oder? Eigentlich unnötig, sich wegen einem Spiel derart zu echauffieren.
Aber das musste jetzt einfach mal raus.
Achso: Kann natürlich sein, dass noch einige Elemente im Laufe des Spiels hinzukommen werden, die ich noch nicht kenne. Aber ich denke, im Großen und Ganzen sollten meine Ausführungen stimmen.
Natürlich wird das hier auch kaum jemand lesen, aber immerhin konnte ich da jetzt mal meiner kleinen Krise freien Lauf lassen
Schade, schade. Das mindert den Spielspaß zumindest jetzt, anfangs, doch etwas. Etwas mehr, als man vielleicht erwartet hätte.
Fazit: Die Steuerung ist m.E. kein bisschen durchdacht - zuindest wirkt sie so. Vermutlich wird man sich sehr viele gedanken darüber gemacht haben. Aber entweder nicht genug, oder in die falsche Richtung.
Vielleicht bin ich auch der Einzige, der so denkt, oder ich habe die alten AC zu viel gespielt und bin dadurch zu sehr an die "alte" Steuerung gewöhnt.
Aber eine so drastische Veränderung und vor Allem Vereinfachung der Steuerung lässt das Spiel etwas verlieren, das es eben vorher hatte, sei es Freiheit, Vielfältigkeit, oder irgendetwas anderes.
Dennoch, um das alles etwas zu relativieren: Die Story ist bisher genial! Atmosphäre, Spielwelt: Klasse!
Der Anfang im Theater und auf dem Schiff, einfach Kinoreif! Trotz der Steuerung

Die Inszenierung ist toll, das muss ich echt sagen. So Steht die Story noch viel mehr im Fordergrund, und das ist das, was einen richtig guten Singleplayer ausmacht.
Ich bin kein Freak. Auch wenn ich jetzt so viel dazu geschrieben habe. Das war nicht geplant
Cheers!