AW: Zum Schutz der Demokratie Rechte einschränken?
Huntercontroll am 29.04.2006 20:38 schrieb:
Da geb ich Dir nur zu Bedenken, dass es inzwischen Fakt ist dass sich die meisten Ösis diese Privatabsicherung auch wenn Sie es wollten nicht leisten können einschließlich mir, in Germany siehst wahrscheinlich nicht besser aus!
Denn dann müßten die Löhne bei den KV-Verhandlungen mal rapide ansteigen und die AN nicht durch solch minderwerdige Angebote wie zur Zeit bei MBE Elektronik mit 2% und zugleicher Sonderzulagenkürzung von 25% auf 15% und diverses anderer Streichungen seitens der AG genötigt werden!
Kann man sie sich nicht leisten oder will man das lediglich nicht? Ich gebe zu, es gibt immer Härtefälle, aber der Großteil der Bevölkerung wird sicherlich in der Lage sein, 30€ monatlich aufzubringen und wenn man früh genug anfängt, dann kommt da ein nettes Sümmchen zusammen. Natürlich wird man dafür heute auf etwas verzichten müssen und das ist unbequem. Andererseits brauchst du dir keine Illiusionen machen, daß du es anderswo gratis machst, denn kostenseitig ist es völlig irrelevant, ob du privat Geld für die Pension ausgibst oder ob der Staat die Beiträge erhöht - das Geld steht dir so oder so nicht zur Verfügung.
Die Private Vorsorge ist aber rentabler und kann dir auch im Leben bis zum Ruhestand von Nutzen sein, wenn du beispielsweise ein Eigenheim finanzieren willst. Versuch mal deine Pensionsansprüche belehnen zu lassen!
Und das man die Bürger nicht zu jeder Sache selbst befragen kann, wiederspreche ich Dir auch, ersten ist jeder Bürger normalerweise Vollmündig und weiß was er zu denken und zu rechnen hat
Da ist aber der Wunsch Vater des Gedanken.
Die Pensionsproblematik in dieser Form ist seit Mitte der 70er bekannt. Wieviele Menschen haben damals gehandelt und wieviel dachten sich "wird schon werden" oder " erlebe ich eh nicht mehr"?
Vollmündig ist ein hübsches Wort, leider sagt es nicht viel aus. Was genau weißt du denn von Architektur, Medizin, Gentechnik, Kriminalitätsbekämpfungsmaßnahmen,...?
Allein das österr. Bundesbudget umfaßt jährlich 2000-3000 Seiten. Willst du mir ernsthaft einreden, daß das der Durchschnittsbürger lesen kann und nicht nur Bahnhof versteht?
was im Gegensatz so manche sehr große und bekannte Möchtegernbesserwisser in hohen Funktionen garantiert nicht immer alles wissen vor allem falls es Du noch nicht kapiert hast, hier ist immer jede Menge Geld im Spiel und die Meinug der sogenannte Experten gründet sich meistens auf Machtansprüche Geld und Aussicht auf noch bessere Funktionen innerhalb dieses Netzwerkes, und der erste Leitsatz lautet hier
"die Bürger soll man verdummen so gut es irgend geht, aber die Wahrheit dürfen Sie nie erfahren".
Natürlich ist das so, schließlich sind Menschen die Entscheidungsträger und jeder hat seine eigenen Interessen. Das gilt allerdings auch für den Wähler.
Und zweitens gibt es ein sehr grandioses Beispiel das diese direkte Demokratie mit der alle Bürger zu jedem Problem und Vorhaben einzeln befragt werden eben durch Volkbefragung das ist nähmlich unser Nachbarland die Schweiz und dort funktioniert es bestens oder willst Du denn Schweizern jetzt unterstellen das Sie eine falsche Demokratieform haben, weil ihnen das zuviel Geld im Jahr kostet nur weil es bei jedem noch so kleinem Bauvorhaben in einem Dorf immer eine Volksbefragung geben muß nach Schweizerischem Grundrecht, darum wollten die Schweizer ja nicht in die EU, weil eben Diese dieses Grundrecht eines Schweizer Bürgers abschaffen wollte, damit Sie freien Handlungspielraum hat um ihre Ideen umzusetzten die aber für sehr viele Bürger mehr zum Schaden als zum Nutzen des Einzelnen gedacht, klar Nutzen haben dann meistens eh die die ihr Großkapital noch weiter auf Kosten der Sozialschwachen vergrössern wollen! mfg Hc.
Abgesehen davon, daß auch in der Schweiz die Bevölkerung auch nur zu Nebenthemen befragt wird, was erhoffst du dir davon, wenn man wegen jedem Mist die Bevölkerung befragt.
Ich greife mal dein Beispiel mit dem Bauvorhaben auf:
Offenbar wird hierbei in der Schweiz immer die gesamte lokale Bevölkerung befragt. Dümmer gehts nicht mehr!
Was interessiert es mich denn, wenn 10 Straßen weiter ein Hochhaus gebaut wird? Ich werde davon wahrscheinlich nie was mitbekommen, profitiere aber vielleicht in irgendeiner Form davon. Die Masse der Leute wird die Sache egal sein, aber für die Nachbarn direkt neben dem geplanten Wolkenkratzer sieht die Sache ganz anders aus und die sind logischerweise die Minderheit.
In Ö gibt es auch Befragungen, aber die gilt nur für jene Menschen, die auch von der Sache betroffen sind. Sobald ein entsprechendes Bauvorhaben bei der Baubehörde zur Bewilligung vorgelegt wird, informiert die Behörde per eingeschrieben Brief die Nachbar und setzt einen Termin für eine Parteienstellungnahme fest. In diesem Verfahren kann ein Nachbar ein solches Projekt problemlos zu Fall bringen, wenn er selbst negativ betroffen ist und das glaubhaft machen kann, was im Regelfall problemlos möglich ist.
Es gibt überhaupt keinen Grund, für so etwas den ganzen Ort zu fragen, selbst wenn es ein kleiner ist.
Natürlich könnte man mehr Volksabstimmungen abhalten, doch das ändert lediglich den Entscheidungsprozess und zwar auf völlig neutraler Basis. Die Entscheidungen sind deshalb nicht schlechter oder besser. Das was man durch eine breitere Basis gewinnt, verliert man auf der anderen Seite durch Planlosigkeit, da jeder im eigenen kurzfristigen Interesse abstimmt und weder auf Gesamtinteressent Rücksicht nimmt noch ein langfristige Betrachtung vornimmt - beides würde viel zuviel Zeit in Anspruch nehmen.
Abgesehen davon geht es der Schweiz keineswegs besser als uns, in letzter Zeit sogar deutlich schlechter. Der große Vorteil den die Schweiz immer hatte, nämlich Kapital sicher und steuerneutral aufzubewahren, hat sie übrigens schon aufgegeben, weil sie mittlerweile völlig isoliert in Europa ist. Ausländisches Geld wird zwar immer noch sicher sein, aber dafür mit 35% KESt. besteuert werden und wenn die Schweiz einmal ihre bisher einzigartige Kapitalkraft verliert, dann macht das Land nicht mehr viel her. Die Vollanwendung dieser Besteuerung tritt 2008 oder 2012 an (weiß nicht mehr so genau) und dann gucken wir mal.
Übrigens: Über diesen Vertrag gab es keine Volksabstimmung