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Youtube: Bundesgerichtshof entscheidet über Haftung

AntonioFunes

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Zum Artikel: Youtube: Bundesgerichtshof entscheidet über Haftung
 
Unverschämte Forderung (vor allem das mit den Daten der Nutzer) mit der dieser Typ hoffentlich nicht durchkommt und finanziell auf die Nase fliegt
 
Unverschämte Forderung (vor allem das mit den Daten der Nutzer) mit der dieser Typ hoffentlich nicht durchkommt und finanziell auf die Nase fliegt
Ich finde das auch ziemlich frech, aber ich kann es auch verstehen, wenn man sauer ist, dass massenhaft die eigenen Werke ohne Vergütung abrufbar sind, sofern man nicht zu den Leuten gehört, die darin sogar eher Werbeeffekte sehen. Falls es ihm nur um DIE geht, die damit dann ihrerseits Geld verdienen, finde ich es aber völlig ok. Es kann nicht sein, dass einer was hochlädt, viele Follower hat und deswegen dann für den Upload Geld bekommt, obwohl er dem Schöpfer des Werkes keinen Cent gibt und schon gar nicht um dessen Erlaubnis gefragt hat.

Da hätte es aber eben ganz einfach auch viel früher klare Regelungen geben müssen. Aber diese "ich darf alles hochladen"- und "ich krieg alles gratis"-Mentalität einiger Nutzer ist auch zum kotzen und gefährdet die Existenz von Kunst abseits des nur auf Massengeschmack ausgelegten Sektors. Etliche "kleinere" Bands haben Anfang der 2000er-Jahre noch 500-1000 CDs pro Jahr verkauft, was gerade so reichte, um dann ein neues Album in Angriff zu nehmen und nicht fett draufzuzahlen, und inzwischen bringen die nicht mal mehr 100-200 CDs (inkl. Onlinealben) an den Mann, obwohl die Zahl der Fans offenbar nicht geschrumpft ist (sieht man ja bei Konzerten) und die Songs bei Youtube&co oft 6-, teils 7-stellige Abrufzahlen haben.

Diese Mentalität ist aber eben auch daraus gewachsen, dass die Gesetzgeber und selbst die Rechteinhaber das Ganze VIEL zu spät erkannt haben und sich viele in den letzten 10-15 Jahren einfach dran gewöhnt haben, so aufgewachsen sind.
 
Unverschämte Forderung (vor allem das mit den Daten der Nutzer) mit der dieser Typ hoffentlich nicht durchkommt und finanziell auf die Nase fliegt

Ich finde die Forderung nicht unverschämt. Warum sollen sich andere an meiner Arbeit bereichern, die nicht mal einen Finger dafür krumm gemacht haben? Man kann das jetzt als kostenlose Werbung sehen, aber dafür hätte man vorher mal anfragen können und da wird man sich immer einig. Diese Selbstverständlichkeit von Urheberrechtsverletzungen ist doch echt traurig. Der Schutz wurde ja nicht umsonst ins Leben gerufen. Jeder hat das Recht dazu, das einzuklagen. Youtube wird dafür bestimmt nicht den Kopf hinhalten, aber für den Uploader sieht es sehr schlecht aus. Hoffentlich kommen Sie noch mit einem blauen Augen davon, aber ich ahne böses.
 
Da geht es mmn um die blanke Gier sonst nichts. Wenn das schon Jahre zurück reicht, warum erst jetzt die Klage?!........ Genau weil die super geschmierten Abgeordneten vor zwei Tagen für die Zensur des Internets gestimmt haben. Btw ist das ein Vorgeschmack was kommt, wenn der durchkommt zB Video vom Fußballspiel im Stadion, da kann dich dann jeder Verein dafür belangen.

Schöne neue Welt!
 
Ich finde das auch ziemlich frech, aber ich kann es auch verstehen, wenn man sauer ist, dass massenhaft die eigenen Werke ohne Vergütung abrufbar sind, sofern man nicht zu den Leuten gehört, die darin sogar eher Werbeeffekte sehen. Falls es ihm nur um DIE geht, die damit dann ihrerseits Geld verdienen, finde ich es aber völlig ok. Es kann nicht sein, dass einer was hochlädt, viele Follower hat und deswegen dann für den Upload Geld bekommt, obwohl er dem Schöpfer des Werkes keinen Cent gibt und schon gar nicht um dessen Erlaubnis gefragt hat.

Da hätte es aber eben ganz einfach auch viel früher klare Regelungen geben müssen. Aber diese "ich darf alles hochladen"- und "ich krieg alles gratis"-Mentalität einiger Nutzer ist auch zum kotzen und gefährdet die Existenz von Kunst abseits des nur auf Massengeschmack ausgelegten Sektors. Etliche "kleinere" Bands haben Anfang der 2000er-Jahre noch 500-1000 CDs pro Jahr verkauft, was gerade so reichte, um dann ein neues Album in Angriff zu nehmen und nicht fett draufzuzahlen, und inzwischen bringen die nicht mal mehr 100-200 CDs (inkl. Onlinealben) an den Mann, obwohl die Zahl der Fans offenbar nicht geschrumpft ist (sieht man ja bei Konzerten) und die Songs bei Youtube&co oft 6-, teils 7-stellige Abrufzahlen haben.

Diese Mentalität ist aber eben auch daraus gewachsen, dass die Gesetzgeber und selbst die Rechteinhaber das Ganze VIEL zu spät erkannt haben und sich viele in den letzten 10-15 Jahren einfach dran gewöhnt haben, so aufgewachsen sind.

In einer Zeit, in der Vervielfältigung praktisch nix kostet und faktisch nicht unterbunden werden kann, sind Geschäftsmodelle sowie Gesetze auf denen diese Geschäftsmodelle aufbauen nicht mehr zeitgemäss. Ich ziehe daher aus Deinem Posting den wesentlichen Punkt extra nochmal raus:

...obwohl die Zahl der Fans offenbar nicht geschrumpft ist (sieht man ja bei Konzerten)...

Ein einfaches wirtschaftliches Prinzip besagt: Verkaufe das, was Mangelware ist. Digitale Musik gehört nicht dazu. Konzerte, T-Shirts und weitere Fan-Artikel schon. Nur das sich einige vom Geschäftsmodell "produziere jetzt, kassiere für (fast) immer" partout nicht verabschieden wollen. Dabei wurde Kunst in den Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte auf unterschiedlichste Weise finanziert. So ist z.B. heute Mäzenatentum nicht auf ein paar reiche Menschen beschränkt wie vielleicht noch zu Michelangelos Zeiten, weil Crowdfunding es auch "dem kleinen Mann" ermöglicht, den von ihm favorisierten Künstler finanziell zu unterstützen.
 
Wenn das schon Jahre zurück reicht, warum erst jetzt die Klage?!

Das Verfahren wandert schon seit 10 Jahren durch die Instanzen.
Aber dass das Urheberrecht gerade reformiert werden soll, dürfte ein Grund sein, weshalb die Frage jetzt an das EuGH weitergereicht wurde.

In einer Zeit, in der Vervielfältigung praktisch nix kostet und faktisch nicht unterbunden werden kann, sind Geschäftsmodelle sowie Gesetze auf denen diese Geschäftsmodelle aufbauen nicht mehr zeitgemäss.

Aufnahmen lassen sich faktisch nicht mehr unterbinden. Früher war es normal, dass man zu einem Konzert keine Kamera mitnehmen durfte. Im Zuge von Smartphones kann man solche Kontrollen vergessen. Und gegen Aufnahmen für den privaten Gebrauch ist sowieso nix zu sagen.
Veröffentlichung lassen sich mittlerweile aber sehr, sehr leicht nachweisen. Gerade weil es meist auf den großen Plattformen geschieht. Dementsprechend könnte der Uploader auch genauso leicht zur Kasse gebeten werden.

Ob man das durchsetzen will, oder lieber die Rechtslage ändern sollte ist natürlich die andere Frage.
 
Aufnahmen lassen sich faktisch nicht mehr unterbinden. Früher war es normal, dass man zu einem Konzert keine Kamera mitnehmen durfte. Im Zuge von Smartphones kann man solche Kontrollen vergessen. Und gegen Aufnahmen für den privaten Gebrauch ist sowieso nix zu sagen.
Veröffentlichung lassen sich mittlerweile aber sehr, sehr leicht nachweisen. Gerade weil es meist auf den großen Plattformen geschieht. Dementsprechend könnte der Uploader auch genauso leicht zur Kasse gebeten werden.

Ob man das durchsetzen will, oder lieber die Rechtslage ändern sollte ist natürlich die andere Frage.

Ja, "leicht" ist es tatsächlich, wenn es über die grossen Platformen geschieht, aber in den obskureren Ecken des Internets wird das schon etwas schwieriger - klar, mit genügend Aufwand kriegt man den Uploader doch noch raus - egal über wieviele Proxies dieser gegangen ist. Aber ob sich der Aufwand dahingehend wirklich lohnt?

Und: Die Aufnahme eines Konzertes und das Erlebnis des Konzertes selbst sind zweierlei Dinge. Wie schon gesagt, ersteres ist praktisch frei erhältlich, letzteres hingegen Mangelware.
 
In einer Zeit, in der Vervielfältigung praktisch nix kostet und faktisch nicht unterbunden werden kann, sind Geschäftsmodelle sowie Gesetze auf denen diese Geschäftsmodelle aufbauen nicht mehr zeitgemäss.
Mit der Begründung könntest du auch gleich das komplette Patentrecht einfach abschaffen und den Unternehmen empfehlen, ihre Ideen trotzdem zu entwickelt und damit zu leben, dass die Konkurrenz es ohne eigene Forschung und Entwicklung nutzen darf.... und es KANN ja unterbunden bzw. geregelt werden, darum geht es ja: die Portale, die es anbieten, sollen halt dafür bezahlen, und das soll rechtlich korrekt geregelt werden - ganz einfach. Wie beim Patentrecht. Ich wüsste keinen Grund, warum man dagegen sein sollte, außer man betreibt selber ein solches Portal.


Ein einfaches wirtschaftliches Prinzip besagt: Verkaufe das, was Mangelware ist.
Das ist ein Prinzip für Gewinnmaximierung bei Verkauf von "greifbaren" Produkten. Ansonsten ist das aber Blödsinn, schon für so was wie zB Äpfel oder klassische Bücher gilt das Prinzip ja nicht, da diese Dinge nie Mangelware sind, außer du definierst "endliche Menge" als "Mangelware"... darum geht es aber bei dem "Prinzip" nicht, sondern das Prinzip meint: finde das Produkt, das so begehrt, aber auch selten ist, dass du dabei eine hohe Gewinnspanne erzielen kannst. Das Prinzip richtet sich aber an Leute, die absolut auf Gewinnmaximierung aus sind - etliche Millionen von "normalen" Händlern und Produkten bieten aber Produkte an, die keine Mangelware sind, aber eben trotzdem ihren Preis haben, so dass man gut davon leben kann.

Bei digitalen Produkten muss halt, da man die Dinge kostenfrei kopieren oder verbreiten könnte, gelten: wer es nutzen will, bezahlt, und je "besser" das Produkt desto mehr kann der Rechteinhaber verlangen. Er muss dann halt selber wissen, welcher Preis ihm den höchsten Gewinn bringt.

Das Recht ist da btw schon sehr lange völlig eindeutig, nur fehlt(e) halt eine Präzisierung für das Onlineleben, so das dies jahrelang unbeachtet sich selber immer weiter gesteigert hat. Rein vom Prinzip her ist aber klar: wer fremde Werke öffentlich vorführt oder zugänglich macht, muss den Rechteinhaber fragen und etwas bezahlen, ggf. über standardisierte Fälle wie zB Radiosender und Discos via Gema. Eigentlich hätte schon vor mind 10 Jahren einer hingehen und feststellen müssen, dass es nicht ok ist, was bei zB Youtube passiert.


Digitale Musik gehört nicht dazu. Konzerte, T-Shirts und weitere Fan-Artikel schon. Nur das sich einige vom Geschäftsmodell "produziere jetzt, kassiere für (fast) immer" partout nicht verabschieden wollen. Dabei wurde Kunst in den Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte auf unterschiedlichste Weise finanziert. So ist z.B. heute Mäzenatentum nicht auf ein paar reiche Menschen beschränkt wie vielleicht noch zu Michelangelos Zeiten, weil Crowdfunding es auch "dem kleinen Mann" ermöglicht, den von ihm favorisierten Künstler finanziell zu unterstützen.
Das Problem ist aber, dass die alternativen Einnahmen bei weitem nicht das abfedern, was früher durch Rechteverwertung zustande kam, so dass die Gefahr besteht, dass sich nur noch das Produzieren von "Mainstream"-Grütze rentiert. Und eine noch nicht bekannte Band kann unmöglich im Vorfeld schon per Crowdfunding sich finanzieren.

Und völlig unabhängig von der Frage der verkauften Alben: die Alben sind ja nur ein Zeichen dafür, was in den letzten Jahren passiert ist - aber genau DESWEGEN sollten die Werke auch online entlohnt werden. Es geht ja nicht darum, die Musik NICHT mehr frei verfügbar zu machen, sondern nur darum, dass die, die die Musik anbieten (also eben die Portale, Websites, Internetradiosender usw.) und damit idR auch selber Geld verdienen, dafür auch bezahlen, da sie von der Nutzung ja profitieren - ich verstehe auch nicht, wie man dieses Prinzip nicht unterstützen kann - es schadet dem Nutzer nicht, hilft aber den Leuten, die überhaupt erst die Werke kreieren.
 
Mit der Begründung könntest du auch gleich das komplette Patentrecht einfach abschaffen und den Unternehmen empfehlen, ihre Ideen trotzdem zu entwickelt und damit zu leben, dass die Konkurrenz es ohne eigene Forschung und Entwicklung nutzen darf.... und es KANN ja unterbunden bzw. geregelt werden, darum geht es ja: die Portale, die es anbieten, sollen halt dafür bezahlen, und das soll rechtlich korrekt geregelt werden - ganz einfach. Wie beim Patentrecht. Ich wüsste keinen Grund, warum man dagegen sein sollte, außer man betreibt selber ein solches Portal.

Patentrecht und Urheberrecht sind 2 Paar Schuhe. Während man bei letzteren die digitalen Produkte, welche wie bereits erwähnt praktisch kostenlos vervielfältigt werden können, im Auge hat, geht es bei ersteren um eine bestimmte Anwendung dessen Kontrolle wesentlich einfacher ist als die Kontrolle der Distribution digitaler Produkte.

Das ist ein Prinzip für Gewinnmaximierung bei Verkauf von "greifbaren" Produkten. Ansonsten ist das aber Blödsinn, schon für so was wie zB Äpfel oder klassische Bücher gilt das Prinzip ja nicht, da diese Dinge nie Mangelware sind, außer du definierst "endliche Menge" als "Mangelware"... darum geht es aber bei dem "Prinzip" nicht, sondern das Prinzip meint: finde das Produkt, das so begehrt, aber auch selten ist, dass du dabei eine hohe Gewinnspanne erzielen kannst. Das Prinzip richtet sich aber an Leute, die absolut auf Gewinnmaximierung aus sind - etliche Millionen von "normalen" Händlern und Produkten bieten aber Produkte an, die keine Mangelware sind, aber eben trotzdem ihren Preis haben, so dass man gut davon leben kann.

Dann reden wir meinetwegen von endlicher Menge wenn Dir der Begriff lieber ist bzw. Du der Meinung bist, dass er eher passt. Am Prinzip ändert das nichts.

Bei digitalen Produkten muss halt, da man die Dinge kostenfrei kopieren oder verbreiten könnte, gelten: wer es nutzen will, bezahlt, und je "besser" das Produkt desto mehr kann der Rechteinhaber verlangen. Er muss dann halt selber wissen, welcher Preis ihm den höchsten Gewinn bringt.

Nur ist das bei einer Nullkosten-Vervielfältigung nicht durchsetzbar. Eine Regel die nicht durchgesetzt werden kann ist unnütz.

Das Recht ist da btw schon sehr lange völlig eindeutig, nur fehlt(e) halt eine Präzisierung für das Onlineleben, so das dies jahrelang unbeachtet sich selber immer weiter gesteigert hat. Rein vom Prinzip her ist aber klar: wer fremde Werke öffentlich vorführt oder zugänglich macht, muss den Rechteinhaber fragen und etwas bezahlen, ggf. über standardisierte Fälle wie zB Radiosender und Discos via Gema. Eigentlich hätte schon vor mind 10 Jahren einer hingehen und feststellen müssen, dass es nicht ok ist, was bei zB Youtube passiert.

Nochmals: Das Recht mag eindeutig sein, richtet sich aber nicht nach der tatsächlichen Faktenlage: Wenn man digitale Kopien und deren widerrechtliche Verbreitung nicht effektiv unterbinden kann, greift das Recht nicht. Womöglich kann man einen "Kanal" wie Youtube schliessen - entsprechend werden sich digitale Kopien auf anderem Wege verbreiten...

Das Problem ist aber, dass die alternativen Einnahmen bei weitem nicht das abfedern, was früher durch Rechteverwertung zustande kam, so dass die Gefahr besteht, dass sich nur noch das Produzieren von "Mainstream"-Grütze rentiert. Und eine noch nicht bekannte Band kann unmöglich im Vorfeld schon per Crowdfunding sich finanzieren.

Es ist genau umgekehrt: Durch die Digitalisierung wurde es auch kleinen, wenig bekannten Musikern ermöglicht, nicht mehr auf Labels angewiesen zu sein, um ein Publikum, und dadurch auch Einnahmen, zu erreichen. Der "Wert" steigt durch höhere Bekanntheit. Das bedeutet vielleicht, dass die ersten Songs selbst finanziert werden müssen. Doch wenn das Produkt gefragt ist, wird sich auf jeden Fall Kundschaft finden, die für Nachfolgeprodukte bereit sind zu zahlen.

Und völlig unabhängig von der Frage der verkauften Alben: die Alben sind ja nur ein Zeichen dafür, was in den letzten Jahren passiert ist - aber genau DESWEGEN sollten die Werke auch online entlohnt werden. Es geht ja nicht darum, die Musik NICHT mehr frei verfügbar zu machen, sondern nur darum, dass die, die die Musik anbieten (also eben die Portale, Websites, Internetradiosender usw.) und damit idR auch selber Geld verdienen, dafür auch bezahlen, da sie von der Nutzung ja profitieren - ich verstehe auch nicht, wie man dieses Prinzip nicht unterstützen kann - es schadet dem Nutzer nicht, hilft aber den Leuten, die überhaupt erst die Werke kreieren.

Ich habe noch nie von einem Unternehmen gehört, der seine Kosten nicht auf den Endnutzer abwälzen würde, also ist durchaus ein "Schaden" für den Nutzer vorhanden: Entweder bezahlt er es durch Bares oder durch mehr Werbung die er über sich ergehen lassen darf.

Und ja, ich bin auch dafür dass ein Künstler für sein Werk entlohnt werden soll, aber eben nicht durch ein Geschäftsmodell welches im letzten Jahrhundert noch funktionierte, heute aber hauptsächlich Probleme schafft. Filigrane Upload-Filter sind eine Utopie. Algorithmen werden wohl kaum je in der Lage sein zu entscheiden, ob ich nun berechtigt bin etwas hochzuladen oder nicht. Wenn hingegen Mensch statt Maschine diese Aufgabe übernehmen soll, wird es unbezahlbar. Also wird ein Upload-Filter derart restriktiv gestaltet sein, dass das Internet, so wie wir es kennen, aufhören wird zu existieren. Stattdessen werden es sich nur noch die Big Players leisten können, Content hochzuladen.
 
Patentrecht und Urheberrecht sind 2 Paar Schuhe. Während man bei letzteren die digitalen Produkte, welche wie bereits erwähnt praktisch kostenlos vervielfältigt werden können, im Auge hat, geht es bei ersteren um eine bestimmte Anwendung dessen Kontrolle wesentlich einfacher ist als die Kontrolle der Distribution digitaler Produkte.
Die beiden Dinge ähneln sich sehr, was die rechtliche Seite bzw. den Zweck der Gesetze angeht: der Gesetzgeber will es belohnen, wenn jemand eine gute "Idee" hat und ihm gewähren, dass er diese Idee "exklusiv" für eine Weile verwerten kann, weil man ansonsten viele Teile seiner Arbeit quasi kostenlos kopieren könnte. Ohne eine solche Regelung gäbe es viel weniger Anreize, zu forschen und zu entwickeln. Das ist der Punkt.

Bei einem Patent ist halt die Idee oder ein Bauplan geschützt, weil eine Firma darin viel Ressourcen gesteckt hat, um dies zu entwickeln - dafür kann sie dann das Produkt exklusiv herstellen und vermarkten. Bei zb einem Song ist es fast genauso, nur dass das "Produkt" am Ende etwas ist, das man heutzutage technisch leicht kopieren kann - bis zum eigentlichen Endprodukt ist es aber wie beim Patentrecht. Das gilt aber auch für viele Patente, z.B. könnte man ein Design für ein Handy "kostenlos" kopieren: man will sowieso ein Handy bauen, den kreativen Inhalt (das Design) kopiert man also wie bei Musik "kostenfrei", es kostet in der Produktion nicht mehr als wenn man ein eigenes Design verwendet, aber man profitiert vom fremden Design. Das ist im Grunde nichts anderes als das, was zb Youtube macht: die haben Kosten dadurch, dass sie Serverplatz und sichere Accounts und eine gut bedienbare Website "produzieren", und anstatt eigene Videos zu nutzen, wird halt "kostenlos" fremdes Material zugelassen.

Es geht ja nicht um die Nutzer, sondern um die größeren Firmen.


Dann reden wir meinetwegen von endlicher Menge wenn Dir der Begriff lieber ist bzw. Du der Meinung bist, dass er eher passt. Am Prinzip ändert das nichts.
Doch, denn Dein angebliches Prinzip, dem die Wirtschaft folgt, basiert eben nicht darauf, dass es einfach nur um "endliche" Mengen, sondern um Produkte geht, die wirklich Mangelware sind.

Nur ist das bei einer Nullkosten-Vervielfältigung nicht durchsetzbar. Eine Regel die nicht durchgesetzt werden kann ist unnütz.
Klar ist es umsetzbar. Glaubst du zB , YouTube hätte sich aus Spaß mit der Gema geeinigt?

Nochmals: Das Recht mag eindeutig sein, richtet sich aber nicht nach der tatsächlichen Faktenlage: Wenn man digitale Kopien und deren widerrechtliche Verbreitung nicht effektiv unterbinden kann, greift das Recht nicht.
So ein Unsinn - dann kannst du mit dem Argument Zb Einbrüche ja auch straffrei machen, denn die Aufklärungsquote dabei ist gering, du kannst diese widerrechtlichen Aktionen also nicht effektiv unterbinden.... :rolleyes:

Womöglich kann man einen "Kanal" wie Youtube schliessen - entsprechend werden sich digitale Kopien auf anderem Wege verbreiten...
Wieso schließen? Die sollen nur eine faire Abgabe zahlen, was sie auch inzwischen tun. Um "Raubkopien" geht es ja eh nicht, wenn du das mit "anderem Weg" meinst. Es geht um Portale, die von jedem als legal wahrgenommen und genutzt werden. DIE sollen halt etwas bezahlen, damit es auch wirklich legal und auch "moralisch legal" bleibt. Das sind doch nicht anderes als eine moderne Form von Radio/TV-Sendern, und die zahlen ja auch etwas für die Inhalte, und die weitaus meisten würden da sicher zustimmten, dass es völlig ok ist.


Es ist genau umgekehrt: Durch die Digitalisierung wurde es auch kleinen, wenig bekannten Musikern ermöglicht, nicht mehr auf Labels angewiesen zu sein, um ein Publikum, und dadurch auch Einnahmen, zu erreichen. Der "Wert" steigt durch höhere Bekanntheit. Das bedeutet vielleicht, dass die ersten Songs selbst finanziert werden müssen. Doch wenn das Produkt gefragt ist, wird sich auf jeden Fall Kundschaft finden, die für Nachfolgeprodukte bereit sind zu zahlen.
das passiert natürlich auch, aber man sollte es den Künstlern überlassen, was ok ist und was nicht und ob sie wirklich wollen, dass irgendwelche Firmen deren Songs nutzen, damit etwas verdienen und aber nichts davon abgeben wollen. Und bei den keinen Bands kommt dazu: deren Songs sind oft bei "Powernutzern", die einen "Channel" betreiben, und haben da mehr Klicks als auf dem Bandaccount, weil die Nutzer nicht unbedingt nach dem Bandaccount suchen - d.h. die Band hat davon dann nicht so viel, wie man vielleicht glaubt.

Ich habe noch nie von einem Unternehmen gehört, der seine Kosten nicht auf den Endnutzer abwälzen würde, also ist durchaus ein "Schaden" für den Nutzer vorhanden: Entweder bezahlt er es durch Bares oder durch mehr Werbung die er über sich ergehen lassen darf.
ja und? Werbung hast du ja schon lange bei YouTube, und keiner beschwert sich darüber ernsthaft. Wenn einen die Werbung stört, dann kauft er den Kram halt gefälligst. ;)

Und ja, ich bin auch dafür dass ein Künstler für sein Werk entlohnt werden soll, aber eben nicht durch ein Geschäftsmodell welches im letzten Jahrhundert noch funktionierte, heute aber hauptsächlich Probleme schafft. Filigrane Upload-Filter sind eine Utopie. Algorithmen werden wohl kaum je in der Lage sein zu entscheiden, ob ich nun berechtigt bin etwas hochzuladen oder nicht.
um Filter geht es doch hier gar nicht ^^ So, wie es bisher läuft, ist doch alles ok: es gibt eine Verteilung zB per Gema, und ein Rechteinhaber kann sich melden, wenn er nicht will, dass das Video online bleibt - fertig. Zusätzliche Schadenersatzforderungen oder gar Klagen gegen kleine Einzelnutzer sollten ausgeschlossen bleiben. Ich finde den Fall hier, um den es geht, ja auch frech und würde dem auf keinen Fall zustimmen - aber ich kann den Mann trotzdem VERSTEHEN und finde es allgemein schlecht, wie es in vielen Bereichen mit der Rechteverwertung gehandhabt wird. Das ist alles.
 
Ich finde das auch ziemlich frech, aber ich kann es auch verstehen, wenn man sauer ist, dass massenhaft die eigenen Werke ohne Vergütung abrufbar sind, sofern man nicht zu den Leuten gehört, die darin sogar eher Werbeeffekte sehen. Falls es ihm nur um DIE geht, die damit dann ihrerseits Geld verdienen, finde ich es aber völlig ok. Es kann nicht sein, dass einer was hochlädt, viele Follower hat und deswegen dann für den Upload Geld bekommt, obwohl er dem Schöpfer des Werkes keinen Cent gibt und schon gar nicht um dessen Erlaubnis gefragt hat.

Da hätte es aber eben ganz einfach auch viel früher klare Regelungen geben müssen. Aber diese "ich darf alles hochladen"- und "ich krieg alles gratis"-Mentalität einiger Nutzer ist auch zum kotzen und gefährdet die Existenz von Kunst abseits des nur auf Massengeschmack ausgelegten Sektors. Etliche "kleinere" Bands haben Anfang der 2000er-Jahre noch 500-1000 CDs pro Jahr verkauft, was gerade so reichte, um dann ein neues Album in Angriff zu nehmen und nicht fett draufzuzahlen, und inzwischen bringen die nicht mal mehr 100-200 CDs (inkl. Onlinealben) an den Mann, obwohl die Zahl der Fans offenbar nicht geschrumpft ist (sieht man ja bei Konzerten) und die Songs bei Youtube&co oft 6-, teils 7-stellige Abrufzahlen haben.

Diese Mentalität ist aber eben auch daraus gewachsen, dass die Gesetzgeber und selbst die Rechteinhaber das Ganze VIEL zu spät erkannt haben und sich viele in den letzten 10-15 Jahren einfach dran gewöhnt haben, so aufgewachsen sind.

Hier allein den bösen Kunden heran zu ziehen der ja alles nur kostenlos haben will ist zu einseitig gedacht.
Fakt ist das die Musikindustrie die Entwicklung der letzten 20 Jahre größtenteils verschlafen hat.
Warum muss ich für einen Song der in mittelmäßiger Qualität ecodiert wurde so viel bezahlen als wäre er auf einer CD?
Warum sollte ich für einen Song Geld bezahlen dessen DRM mir vorschreibt womit ich ihn höre?

Das Problem ist eben nicht das alle alles Kostenlos haben wollen. Die Leute wollen ja für eine legale nutzung bezahlen. Das Problem in diesem Fall ist schlicht und einfach das die legalen angebote oftmal deutlich schlechter sind als die Illegalen. Dann braucht man sich als Verwerter auch nicht wundern wenn die Kunden lieber auf die illegalen Quellen zurückgreifen.

Die Zeiten in denen man sich CDs kaufen MUSSTE um Musik zu genießen sind nun mal vorbei! Heute ist das eher was für Sammler oder Leute die legal Musik in hoher Qualität genießen wollen.

Einer Firma die deswegen insolvent geht weil sie sich nicht an die Veränderte Marktsituation anpassen will trauert keiner nach. Einer Musikindustrie die sich weigert sich anzupassen wird dann aber die Legitimation erteilt per Gesetz selbst eine Verfassung zu unterwandern.
Ich versteh es nicht!


Ich wüsste keinen Grund, warum man dagegen sein sollte, außer man betreibt selber ein solches Portal.
Wenn das deine überzeugung ist, hast du dich offensichtlich nicht mit den Folgen beschäftigt die durch das neue Urheberrechtsgesetz zwangsläufig entstehen werden.

Die Urheberrechte zu schützen ist gut und wichtig. Urheberrecht darf aber nie wichtiger sein als die Grundlegenden Werte die sich jede "Westliche" Zivilisation auf die Fahnen geschrieben hat. Ich meine damit natürlich Freiheits- und Grundrechte zu denen "ich darf alles ungestraft uploaden" natürlich nicht gehören.

Ich erinerre nur daran das ein teil des zum glück gescheiterten TTIP gewesen ist, jemandem DAUERHAFT den (Technischen) Internetzugang zu verwehren wenn er gegen das Urheberrecht verstoßen hätte. Daran sieht man doch ziemlich deutlich was die Interessengruppen gerne hätten.
 
Das Thema Musik-Upload wird schon seit viele Jahren heiß diskutiert - zum einen ist so gut wie jede erdenkliche Musik für etliche Nutzer kostenfrei verfügbar, so dass mit Sicherheit einige Leute weniger oder sogar gar keine Musik kaufen und stattdessen ein Portal wie Youtube nutzen. Zum anderen gibt es aber auch zahlreiche Musikfans, die erst durch eine Website wie Youtube auf Musik aufmerksam werden und dann auch Musik kaufen oder ein Konzert des Künstlers besuchen.

Ich bin ja großer Fan von KPop, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern (Japan, Deutschland, England) nutzen die Koreaner You Tube Exzessiv. Jedes Plattenlabel, jede Band hat ihren eigenen YT Kanal. Da gibt es kleine Clips und Auftritte der Künstler vor allem aber auch sämtliche Musikvideos, teils in 4k und in wirklich guter Audio-Qualität.

Dazu kommen ganze Musik-Fernsehsender im Stil von MTV, die ihr komplettes Programm hochladen inkl. auch noch mal der Musikvideos, Live-Auftritte usw.

Der entscheidende Punkt ist, dass natürlich nicht jedes Lied eines Künstlers als Musikvideo veröffentlicht wird sondern eben nur die "großen" Titel. Das hat zur Folge, dass die Künstler bekannt werden und wer dann Fan ist, der kann sich dann immer noch das Album / die Single kaufen wenn er mehr möchte.
 
Hier allein den bösen Kunden heran zu ziehen der ja alles nur kostenlos haben will ist zu einseitig gedacht.
Fakt ist das die Musikindustrie die Entwicklung der letzten 20 Jahre größtenteils verschlafen hat.
Natürlich, aber das ist ja kein Argument gegen eine bessere Regelung der aktuellen Lage. Du kannst ja auch nicht als Staat sagen "liebe Nachbarn, jahrelang habt ihr den libanesischen Clan in eurer Nachbarschaft geduldet, und erst JETZT wacht ihr auf und wollt Hilfe von der Polizei? Nee, regelt das mal selber..."

Warum muss ich für einen Song der in mittelmäßiger Qualität ecodiert wurde so viel bezahlen als wäre er auf einer CD?
musst du ja gar nicht. Die Downloads kosten idr nur 50-70% des CD-Preises. Und unabhängig davon sind die Preise nur Angebote - du kannst selber entscheiden, ob es Dir das dann wert ist. Die große Mehrzahl der Konsumenten merkt ja nicht mal den Unterschied zwischen CD und MP3 in 320kb/s...

Warum sollte ich für einen Song Geld bezahlen dessen DRM mir vorschreibt womit ich ihn höre?
So ein Song sollte natürlich günstiger oder kopierbar sein, keine Frage. Aber DASS es DRM gibt hat ja eben auch damit zu tun, dass immer mehr Leute die Musik kostenlos gezogen haben - klassischer Teufelskreis.


Das Problem ist eben nicht das alle alles Kostenlos haben wollen.
Nein, das Problem HIER ist doch nur, dass die Portale, die Musik kostenlos anbieten, dafür bezahlen sollen - das ist alles. Um Musikkäufe usw. durch private Kunden geht es doch hier an sich gar nicht ^^

Die Leute wollen ja für eine legale nutzung bezahlen. Das Problem in diesem Fall ist schlicht und einfach das die legalen angebote oftmal deutlich schlechter sind als die Illegalen. Dann braucht man sich als Verwerter auch nicht wundern wenn die Kunden lieber auf die illegalen Quellen zurückgreifen.
klar, falls das Thema digitale Verkäufe ist. Ist es aber nicht ;) und dass die Qualität teils nicht optimal ist hat ja vor allem auch damit zu tun, dass nicht jeder schnelles Internet hat - das "Zeug" soll halt bei Bedarf auch in Echtzeit streambar sein. Das wird sich in Zukunft also sicher ändern, die aktuellere Kaufmusik ist ja auch schon besser als die vor ein paar Jahren.

Die Zeiten in denen man sich CDs kaufen MUSSTE um Musik zu genießen sind nun mal vorbei! Heute ist das eher was für Sammler oder Leute die legal Musik in hoher Qualität genießen wollen.
oder für Leute, die 1) damit versuchen, einen Künstler direkter zu unterstützen. Kaufst du zB bei iTunes, geht erstmal was an Apple und erst dann an das Label oder die Band. oder 2) es einfach lieben, zu Hause eine CD einzulegen und dann die Musik zu hören und nicht aus 10 Millionen Songs von einem Server etwas zu starten, immer unterbewusst mit dem Finger auf der Skip-Taste...


Wenn das deine überzeugung ist, hast du dich offensichtlich nicht mit den Folgen beschäftigt die durch das neue Urheberrechtsgesetz zwangsläufig entstehen werden.
an sich schon, aber vlt. meinst du ja einen Punkt, den ich übersehe habe. Es soll klarer geregelt werden, dass große Portale künftig etwas bezahlen. Für private Nutzer ändert sich nichts, der lang diskutierte Filter ist vorerst nicht mehr im Gespräch. Das ist der Stand, auf dem ich bin. Aber völlig unabhängig davon geht es ja nicht um das neue Urheberrecht, sondern hier geht es allgemein um die Frage: sollen Portale an die Rechteinhaber etwas zahlen, wenn man deren Werke auf dem Portal hören/sehen kann? Mehr nicht.



Ich erinerre nur daran das ein teil des zum glück gescheiterten TTIP gewesen ist, jemandem DAUERHAFT den (Technischen) Internetzugang zu verwehren wenn er gegen das Urheberrecht verstoßen hätte. Daran sieht man doch ziemlich deutlich was die Interessengruppen gerne hätten.
Das ist doch Blödsinn, das kann auch niemand kontrollieren. Sicher, dass das ein ernsthaft gemeinter und nicht verhandelbarer Bestandteil von TTIP war und nicht nur eine von tausenden Kleinigkeiten, die dann doch verworfen wurden?


@Spiritogre: "Der entscheidende Punkt ist, dass natürlich nicht jedes Lied eines Künstlers als Musikvideo veröffentlicht wird sondern eben nur die "großen" Titel. Das hat zur Folge, dass die Künstler bekannt werden und wer dann Fan ist, der kann sich dann immer noch das Album / die Single kaufen wenn er mehr möchte. " => das heißt ja also im Umkehrschluss, dass die Bands es also offenbar löschen lassen, wenn andere Lieder als die, die die Band gern bei YT haben möchte, auf YT hochgeladen werden? D.h. du bist dann eher Fan eines strengeren Schutzes, oder wie? ^^
 
Natürlich, aber das ist ja kein Argument gegen eine bessere Regelung der aktuellen Lage. Du kannst ja auch nicht als Staat sagen "liebe Nachbarn, jahrelang habt ihr den libanesischen Clan in eurer Nachbarschaft geduldet, und erst JETZT wacht ihr auf und wollt Hilfe von der Polizei? Nee, regelt das mal selber..."
Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen. Das eine ist Staatliches versagen (und hier nicht das Thema) und das anderre sind Wunschvorstellungen eines Industriezweigs. Stimmt, es ist kein Argument gegen eine beserre Regelung. Das waren aber auch keine Argumente gegen eine beserre Regelung! Es war eine Begründung dafür warum damals so viele auf das deutlich beserre Angebot der Illegalen Quellen ausgewichen sind.
Als besser würde ich die Aktuelle änderrung aber nicht bezeichnen. Außer für die Industrie natürlich.
Eine wirklich "bessere" Regelung wäre fair für beide Seiten. Nicht nur für eine!

musst du ja gar nicht. Die Downloads kosten idr nur 50-70% des CD-Preises. Und unabhängig davon sind die Preise nur Angebote - du kannst selber entscheiden, ob es Dir das dann wert ist. Die große Mehrzahl der Konsumenten merkt ja nicht mal den Unterschied zwischen CD und MP3 in 320kb/s...
Wie hoch die aktuellen CD Preise sind habe ich tatsächlich nicht auf dem Schirm. Aber ein einzelner Song kostet auf Google Play mit 1,29€ sogar noch mehr als "früher" (~0,99€). Wobei google die Songs meines wissens mit 192bits/s anbietet was ja selbst für empfindliche Ohren kaum noch von einer CD unterschieden werden kann.
Es geht hier auch weniger um den Mainstream. Diese Kundegruppe hat mittlerweile für gewöhnlich ein Abo bei Spottify. Ich meinte hier auch tatsächlich den Kundenkreis mit hohen und sehr hohen Qualitätsansprüchen.

So ein Song sollte natürlich günstiger oder kopierbar sein, keine Frage. Aber DASS es DRM gibt hat ja eben auch damit zu tun, dass immer mehr Leute die Musik kostenlos gezogen haben - klassischer Teufelskreis.
Das ist tatsächlich eine Ursache gewesen. Die anderre lag aber auch tatsächlich daran, das die Musikindustrie viel zu spät und mit unzureichendem Angebot auf den neuen Digitalen Markt reagiert hat.
Tonträger wurden im übrigen schon immer Kopiert wenn das technisch machbar war. Die digitalisierung hat es nur möglich gemacht dies ohne Qualitätsverlust und viel einfacher zu machen.

Nein, das Problem HIER ist doch nur, dass die Portale, die Musik kostenlos anbieten, dafür bezahlen sollen - das ist alles. Um Musikkäufe usw. durch private Kunden geht es doch hier an sich gar nicht ^^
Das ganze nennt man zusammengefasst auch Urheberrecht ;) Natürlich geht es hier indireckt auch um den Endkundenabsatz. Der ist laut Meinung der Musik- und Filmindustrie ja gerade deswegen nicht so wie man sich ihn gerne vorstellt weil die Kunden ja eben auf entsprechende Portale gehen und diese dort mehr oder weniger kostenlos konsumieren können.

klar, falls das Thema digitale Verkäufe ist. Ist es aber nicht ;) und dass die Qualität teils nicht optimal ist hat ja vor allem auch damit zu tun, dass nicht jeder schnelles Internet hat - das "Zeug" soll halt bei Bedarf auch in Echtzeit streambar sein. Das wird sich in Zukunft also sicher ändern, die aktuellere Kaufmusik ist ja auch schon besser als die vor ein paar Jahren.
Ähm, doch ... die meisten haben heute einen Internet Anschluss der schnell genug ist um selbst Musik in 320 Kb/s in echtzeit zu streamen. Wenn auch nicht unbedingt in 48khz oder mehr. Ich rede hier aber nicht von Streaming Angeboten sondern von der guten alten MP3. Bei den heutigen Preisen für Speicher macht es aber kaum einen Unterschied ob eine Musikdatei 3 oder 6 MB groß ist. Es gibt ja heute sogar Audio Codecs die (nahezu/komplett) Verlustfrei arbeiten.

an sich schon, aber vlt. meinst du ja einen Punkt, den ich übersehe habe. Es soll klarer geregelt werden, dass große Portale künftig etwas bezahlen. Für private Nutzer ändert sich nichts, der lang diskutierte Filter ist vorerst nicht mehr im Gespräch. Das ist der Stand, auf dem ich bin. Aber völlig unabhängig davon geht es ja nicht um das neue Urheberrecht, sondern hier geht es allgemein um die Frage: sollen Portale an die Rechteinhaber etwas zahlen, wenn man deren Werke auf dem Portal hören/sehen kann? Mehr nicht.

Das Problem an der Sache ist aber das die Portale nichts oder nicht mehr als jetzt dafür zahlen wollen. Also werden die Portale dafür sorgen müssen kein Uhrheberrecht geschüztes Material mehr hochgeladen werden kann. Das wiederrum funktioniert nur mit so genannten Uploadfiltern. Diese sind aber leider nicht so flexibel es die beteiligten gerne hätten weshalb man dann zur Sicherheit einfach mehr blockt als man müsste. Das hat aber zur folge das auch solche uploads blockiert werden können die eigentlich "sauber" wären.
Der große unterschiet zu früherren regelungen ist ja der das Platformen erst reagieren mussten wenn sie auf einen Verstoß hingewiesen wurden. Jetzt müssen sie präventiv tätig werden.

Das ist doch Blödsinn, das kann auch niemand kontrollieren. Sicher, dass das ein ernsthaft gemeinter und nicht verhandelbarer Bestandteil von TTIP war und nicht nur eine von tausenden Kleinigkeiten, die dann doch verworfen wurden?
Natürlich ist das Kontrollierbar. Bei der Schufa funktioniert die Kontolle bei Finanzdienstleistungen doch schon lange. Es wäre ein leichtes eine Bundesweite Kundendatenbank zu erstellen auf die Internetprovider und Mobilfunkanbieter dann Zugriff hätten. Was glaubst du auf welcher Basis Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen verschickt werden. In so einem Fall wärst du dann auf eine Schwarze Liste gekommen. Ob das ganze aber nur eine Idee gewesen ist die aber wieder verworfenn wurde oder nicht weiß ich heute auch nicht mehr. Es ändert aber nichts an meiner Aussage. Es ist ein Hinweis darauf in welche Richtung der Schutz des Urheberrechts aus sicht der Interessengruppen gehen sollte.

Sei mir nicht böse Herbboy aber lege mir in Zukunft bitte keine Aussagen mehr in den Mund die ich so nie getätigt habe. Einzelne Absätze aus dem Kontext zu reißen um sie dann besser kritisieren zu können ist auch nicht sehr förderlich für eine vernünftige Disskusion.
Auf die Art schafft man es nicht sein gegennüber von den eigenen Argumenten zu überzeugen.
 
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Ich höre mittlerweile vorwiegend Musik von Künstlern, wie sie im letzten Absatz angesprochen werden und finde es toll, dass ich mir ganze Alben so oft anhören kann, wie ich möchte. Gefällt mir ein Album nach einer oder zwei Wochen immer noch, wird es gekauft. Dadurch kaufe ich übrigens viel mehr Musik als früher, Streamingdienste sind irgendwie nicht mein Ding.
 
Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen. Das eine ist Staatliches versagen (und hier nicht das Thema) und das anderre sind Wunschvorstellungen eines Industriezweigs.
Nein, es geht um exaktere Regelungen für den noch nicht ausreichend geregelten Bereich "Internet", denn DASS kommerzielle "Sender" selbstverständlich bezahlen müssen IST ja geregelt - so etwas wie zB YouTube ist aber einfach etwas technisch nicht ganz so leicht einzuordnendes (im Falle von YT hat ja YT selber sich schon geeignet, also anerkannt, dass sie rechtlich eher dazu verpflichtet sind, wenn sie die Videos nicht alle löschen wollen). "Wunschvorstellung" ist maximal die Frage, wie sehr man es ausweitet und wie hoch die Beträge sind. Aber Urheber auch online so zu schützen wie es offline ist, das ist ja keine neue Idee, es gibt nur mangels auf das Internet abgestimmter Gesetze zu viele Grauzonen und Unsicherheit.

Stimmt, es ist kein Argument gegen eine beserre Regelung. Das waren aber auch keine Argumente gegen eine beserre Regelung! Es war eine Begründung dafür warum damals so viele auf das deutlich beserre Angebot der Illegalen Quellen ausgewichen sind.
Als besser würde ich die Aktuelle änderrung aber nicht bezeichnen. Außer für die Industrie natürlich.
Eine wirklich "bessere" Regelung wäre fair für beide Seiten. Nicht nur für eine!
wo ist sie denn unfair für die normalen Nutzer? Die einzigen, die "mehr bluten" müssen, sind die großen Internetkonzerne. Und die sind nun echt nicht arm... ;)

Wie hoch die aktuellen CD Preise sind habe ich tatsächlich nicht auf dem Schirm. Aber ein einzelner Song kostet auf Google Play mit 1,29€ sogar noch mehr als "früher" (~0,99€).
Du musst die Preise für Alben nehmen, denn auf CD kannst du ja auch nicht einzelne Songs bekommen ;) und da kosten die meisten Alben, auch von sich selbst vermarktenden kleinen Bands, um die 10-12€, eine CD eher 15-19€. Was Einzelsongs betriff wäre es ja dann erst recht günstiger als Download, denn anstatt eine Maxi oder ein Album auf CD kaufen zu müssen kannst du den einen Song separat kaufen. ;)

Wobei google die Songs meines wissens mit 192bits/s anbietet was ja selbst für empfindliche Ohren kaum noch von einer CD unterschieden werden kann.
Es geht hier auch weniger um den Mainstream. Diese Kundegruppe hat mittlerweile für gewöhnlich ein Abo bei Spottify. Ich meinte hier auch tatsächlich den Kundenkreis mit hohen und sehr hohen Qualitätsansprüchen.
Das widerspricht meiner Erfahrung. Ich kenne etliche Leute, die gern mal ein Album kaufen (und zwar gerade KEINEN Mainstream), aber kein Onlineabo nutzen. Und diese Leute wiederum haben nur ganz selten auch hohe Ansprüche geschweige denn eine entsprechende Anlage oder gute Kopfhörer.


Ähm, doch ... die meisten haben heute einen Internet Anschluss der schnell genug ist um selbst Musik in 320 Kb/s in echtzeit zu streamen.
JEIN. Du musst bedenken, dass viele es ja auch mobil nutzen wollen. Aber was ich sowieso eigentlich meinte war, warum "historisch" gesehen die Qualität manchmal noch hinkt. Das sind teilweise noch alte Strukturen und Verträge.

Das Problem an der Sache ist aber das die Portale nichts oder nicht mehr als jetzt dafür zahlen wollen. Also werden die Portale dafür sorgen müssen kein Uhrheberrecht geschüztes Material mehr hochgeladen werden kann.
Einspruch. Die Portale tönen jetzt nur rum und "drohen", weil sie natürlich die Kosten niedrig halten wollen. Wenn es aber gesetzlich ganz klar geregelt ist, werden IMHO die wenigstens Portale darauf verzichten und brav ihre Abgaben zahlen. YouTube zB zahlt ja bereits. Und möglicherweise gibt es ja sogar einen positiven Nebeneffekt durch eine allgemeine Regelung, denn ggf darf YT dann auch die Videos freischalten, bei denen die Rechteinhaber bisher trotz der Zahlungswilligkeit von YT bockten. Quasi YT (oder auch andere Portale) muss zahlen, darf dann aber auch alles nutzen, was sie wollen.

Das wiederrum funktioniert nur mit so genannten Uploadfiltern.
das hängt davon ab, wie streng man es regelt. Wenn die Portale sich eine gewisse Zeit nehmen dürfen und nur gemeldete Verstöße behoben werden müssen, braucht man keine Filter. Auch wenn man sich entscheidet "falls ein Urheber Ansprüche hat, zahlen wir" braucht man keine Filter. Einen Filter braucht man nur, wenn man sich partout gegen eine Bezahlung entscheidet und nur noch rechtefreie Inhalte auf seinem Portal haben will UND im Falle eines Verstoßes keinerlei zeitlichen Spielraum hat, sondern sofort ne Strafe bekommen könnte.

Jetzt müssen sie präventiv tätig werden.
wo steht das denn so?

Natürlich ist das Kontrollierbar. Bei der Schufa funktioniert die Kontolle bei Finanzdienstleistungen doch schon lange. Es wäre ein leichtes eine Bundesweite Kundendatenbank zu erstellen auf die Internetprovider und Mobilfunkanbieter dann Zugriff hätten.
ich rede doch nicht davon, dass man nicht dafür sorgen kann, dass sich die Person X einen Internetanschluss bestellt. Aber niemand kann kontrollieren, ob diese Person nicht einfach über einen anderen Zugang surft - darum geht es. Die Strafe "Internetverbot" ist nicht kontrollierbar.

. Ob das ganze aber nur eine Idee gewesen ist die aber wieder verworfenn wurde oder nicht weiß ich heute auch nicht mehr. Es ändert aber nichts an meiner Aussage. Es ist ein Hinweis darauf in welche Richtung der Schutz des Urheberrechts aus sicht der Interessengruppen gehen sollte.
ach Gottchen, wenn man ALLES aus Titip, was mal im Gespräch war, als "es war so geplant" einstufen würde, dann hätte man in etlichen Punkten sogar sich gegenseitig KOMPLETT widersprechende Vereinbarungen... ;)

Sei mir nicht böse Herbboy aber lege mir in Zukunft bitte keine Aussagen mehr in den Mund die ich so nie getätigt habe. Einzelne Absätze aus dem Kontext zu reißen um sie dann besser kritisieren zu können ist auch nicht sehr förderlich für eine vernünftige Disskusion.
Auf die Art schafft man es nicht sein gegennüber von den eigenen Argumenten zu überzeugen.
Wovon redest Du? ^^ Ich kann doch nicht immer ALLES zitieren ^^ Wo habe ich denn etwas aus dem Kontext gerissen? idR stimme ich einem Punkt dann auch zu, wenn ich ihn nicht extra zitiere.
 
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