WoW: Blizzard bannt zahlreiche Spieler wegen Stygia-Exploit

AndreLinken

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Worrel

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Findet ihr sie übertrieben oder genau richtig? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Nun, um das beurteilen zu können, müsste man wissen, wie der Exploit denn in etwa aussieht.

Nur steht das in dem News Text gar nicht drin - im Gegensatz zur Quelle. Dort steht (thx @google translator):

[im Schlund füllt sich eine Leiste, die mit jedem besiegten Gegner voller wird. Ist diese Leiste voll, kann man sich dort (selbst ohne Kampf) nicht mehr aufhalten, ohne sehr schnell ins Gras zu beißen]

Unendliches Stygia Exploit

Seit dem Start von Shadowlands haben die Spieler jedoch bestimmte Mobs im Maw gefunden, die den Fortschritt des Eye of the Jailer umgehen, während sie weiterhin Stygia erhalten. ...

Resonantes Elend
Das resonante Elend ist einer der Mobs, die nicht Eye of the Jailer ansammeln, sondern nur Stygia fallen lassen. Die Farmrate dieser Tiere ist jedoch niedrig und das Auf- und Ablaufen des Flusses der Seelen zum Farmen von Resonant Misery ist sehr, sehr langsam, in der Größenordnung von 500 Stygien pro Stunde.

Es geht also darum, daß Blizzard vergessen hat(!), bei einigen Mobs, das Füllen der Auge-Leiste zu implementieren. Findige Spieler haben dies nun rausgefunden und das einzige, was sie gemacht haben, ist: gezielt Mobs ausgekuckt, die sie besiegen wollten.

Nicht irgendwie in der UI hantiert, damit irgend ein Gegenstand dupliziert wird;
nicht eine gescriptete Schadensimmunität umständlich ausgenutzt;
nicht per Client Hack Wände entfernt;
nicht mal komplexe Abfolgen der eigenen Fähigkeiten angewendet, um durch besondere Synergien hohe Schadenszahlen zu erlangen oder vielleicht die ~80-100 Anima Boni aus den gewundenen Korridoren mit in den Schlund zu nehmen

- nein, sie sind einfach rum gelaufen und haben gezielt Mobs gekillt.
Also völlig normales Spielen.


Daher finde ich einen Bann komplett unangebracht.

Angemessen fände ich ein: "Tja, da haben wir wohl Mist gebaut, So schnell sollte das gar nicht zu farmen sein. Das Stygia, das dadurch gewonnen wurde, wird als Kompromiß zu 75% wieder entfernt"
 

coolbit

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Ich finde einen Bann hier auch nicht gerechtfertigt. Das zu "unrecht" verdiente Stygia wieder entfernen (voll oder teilweise), ok kann man machen.
Aber dann kommt wahrscheinlich wieder die Aussage, dass die Spieler hätten wissen müssen, dass die Mechanik fehlerhaft ist... blablabla. Wie damals bei Neverwinter, wo man einen eigentlich wöchentlich begrenzten Dungeon ewig laufen konnte, und das über Monate. Die Schuld liegt bei Blizz, so seh ich das.
 

G-Kar

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Ich finde einen Bann hier auch nicht gerechtfertigt. Das zu "unrecht" verdiente Stygia wieder entfernen (voll oder teilweise), ok kann man machen.
Aber dann kommt wahrscheinlich wieder die Aussage, dass die Spieler hätten wissen müssen, dass die Mechanik fehlerhaft ist... blablabla. Wie damals bei Neverwinter, wo man einen eigentlich wöchentlich begrenzten Dungeon ewig laufen konnte, und das über Monate. Die Schuld liegt bei Blizz, so seh ich das.

- nein, sie sind einfach rum gelaufen und haben gezielt Mobs gekillt.
Also völlig normales Spielen.


Daher finde ich einen Bann komplett unangebracht.

Was du mal so schön elegant weggelassen hast, waren nicht die 500 Stygia pro Stunde. Sondern der Exploit selber.....

Zitat:

Maw Roach Hatchling
This is the more recent find from players, as this is another type of mob that drops Stygia but does not accumulate Eye of the Jailer. These are found in the Beastwarrens, and would generally be a very slow farm of Stygia as well, but players have recently managed to find a location to hyperspawn them.


This has resulted in them collecting tens of thousands of Stygia from farming, bypassing the limitations from Eye of the Jailer.


Darum geht es. Aber hey, ist ja kein Exploit sondern nur normales spielen......


Und ja das hätte man wissen sollen, denn das man Eye des Jailers bekommt ist nun mal die KERNMECHANIK! des Maw. Mal ganz davon abgesehen das eine normal tägliche Quest von Venari da 4XX Stygia gibt und andere 140. Also mal eben OHNE Eye of Jailer zehntausende Stygia zu erhalten, das ist exploiten. Hin oder her.

Die Definition von Exploit: to use someone or something unfairly for your own advantage

Und da Stygia nun mal genutzt wird um Conduits aufzuwerten und dadurch stärker zu werden.

Das ist mehr als nur verdient.
 

Spiritogre

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Die Definition von Exploit: to use someone or something unfairly for your own advantage

FALSCH!
So ein Exploit ist ein Fehler in der Spielmechanik, ein Bug also.
JEDEM Spieler MUSS es freistehen das zu nutzen oder auch nicht, denn es ist Teil des offiziellen Spiels. Es ist kein Cheat, kein Mod und auch kein Hack, also nichts, was einem einzelnen Spieler einen unfairen Vorteil bringt. Solange der Bug vorhanden ist kann jeder Spieler ihn nutzen.

Es ist EINZIG die Verantwortung der Entwickler. Die sollten das fixen wenn es ihnen nicht gefällt und gut ist. Spieler dafür zu bestrafen, dass sie ein vorhandenes Spielelement nutzen ist einfach armselig.

Gerade bei solchen Spielen wie Diablo ist das entdecken von solchen Dingen meiner Ansicht nach Teil des Spieles selbst. Ich erinnere mich mit Freuden etwa an Guild Wars, dort gab es Hunderte Skills und den Spielern stand es frei damit zu tun, was sie wollten. Sogar ich selbst habe da eine geile Kombi entdeckt, der es meinen Elementarmagier erlaubte den am mächtigsten Schaden austeilenden Spruch, Meteorschauer, der eigentlich zwei Minuten Cooldown hat, quasi endlos in Folge zu spammen, wobei die Cast-Zeit zugegeben auch nicht ohne war, indem ich zwei seltene Skills dazu nahm. (Da man nur sieben Skills mitnehmen konnte war diese Skillung aber nicht immer sinnvoll).

Sehr populär war auch das Mobs farmen als 55 Hitpoint Mönch, eine besondere Skillung die es erlaubte, wenn man wenig Hitpoints hatte, praktisch keinen Schaden mehr zu nehmen, wenn man es schaffte möglichst viele Mobs zu pullen, je mehr, desto besser, auf die wurde dann der Schaden zurückgeworfen. Dazu benötigte man ein Item und spezielle Skills. So konnte man solo in kürzester Zeit verdammt viel Kohle und Items farmen.

Alles Sachen, die die Entwickler nicht bedacht hatten, die das Spiel aber ermöglichte und die von den Entwicklern dann auch begrüßt wurden. Solche Dinge rauszufinden waren elementarer Teil von Guild Wars und die Spieler verbrachten Wochen damit solche Sachen auszutüfteln.

Noch einmal, es ist nicht Schuld der Spieler, wenn die Entwickler zu doof sind die Spielmechanik so zu programmieren wie sie wollen sondern da Fehler einbauen. Entweder sie reparieren die Fehler oder sie leben damit, dass Spieler sie auch nutzen.
 
Zuletzt bearbeitet:

G-Kar

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FALSCH!
So ein Exploit ist ein Fehler in der Spielmechanik, ein Bug also.
JEDEM Spieler MUSS es freistehen das zu nutzen oder auch nicht, denn es ist Teil des offiziellen Spiels. Es ist kein Cheat, kein Mod und auch kein Hack, also nichts, was einem einzelnen Spieler einen unfairen Vorteil bringt. Solange der Bug vorhanden ist kann jeder Spieler ihn nutzen.

Es ist EINZIG die Verantwortung der Entwickler. Die sollten das fixen wenn es ihnen nicht gefällt und gut ist. Spieler dafür zu bestrafen, dass sie ein vorhandenes Spielelement nutzen ist einfach armselig.

Du willst ernsthaft gegen die Definition des Oxford Dictionary argumentieren?

Ich bring mal deine eigene Argumentation in die echte Welt. Und ja, das ist EXAKT dein Beispiel nur auf die echte Welt umgemünzt.

Wenn eine Bank vergisst den Tresor zu schließen und ich das Geld da raushole für mich, dann muss mir das ja freistehen. Kann ja jeder in die Bank gehen solange die Tür offen ist, bring mir alleine ja keinen unfairen Vorteil. Solange die Tresor also offen ist darf sich jeder bedienen, ist alleine die Verantwortung der Bank, sollense den Tresor doch schließen wenn es ihnen nicht passt. Argumentier mal so vor Gericht. Ich bin mal gespannt was der Richter sagt.

https://www.duden.de/rechtschreibung/ausnutzen

Bedeutung 2 ist was hier zählt.

Und Sorry, aber du willst Diablo 2, was du im Multiplayer mit 8 Spielern gleichzeitig spielen kannst, mit WoW vergleichen? Wo bei WoW pro Server mehrere tausende Spieler (wenn nicht mehr ) unterwegs sind. Und dann willst du von "kein unfairer Vorteil" reden? Also ist es für dich vollkommen in Ordnung wenn Spieler a, der diesen Exploit genutzt hat alle seine 20+ Conduits auf Max Level gebracht hat und Spieler b, der von dem Exploit nichts wusste oder ihn einfach nicht nutzen wollte seine Conduits auf normalem, vorhergesehenem, Weg aufwertet? Dadurch hat Spieler a einen enormen Vorteil, da er mehr Leben hat und mehr Schaden macht. Das ist ok für dich?
 

Spiritogre

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Punkt 1: Wenn ich die Bank gekauft habe, sie also mein Eigentum ist, dann kann ich da durchaus einfach Geld aus dem Tresor nehmen, wenn er offen steht. Müsste es dann später ggf. wieder zurückzahlen.

Punkt 2: JEDER Spieler kann den Exploit / Bug nutzen, muss es aber nicht. Jeder kann spielen wie er will, mit den Mitteln, die ihm das Spiel bereit stellt. Und dank Internet weiß jeder auch schnell von solchen Exploits. Niemand kann sich also über "unfairer Vorteil" beschweren, denn jeder hat diesen Vorteil. Ob er ihn nutzt oder nicht ist einzig Sache des einzelnen Spielers.

Punkt 3: Ich verglich mit dem MMORPG Guild Wars. Diablo war da nur in den ersten Satz quasi reingerutscht, weil es auch von Blizzard ist.

Also wäre ich wegen sowas gebannt worden, als zahlender (Abo-) Kunde, ich hätte Blizzard verklagt.
 

Worrel

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Was du mal so schön elegant weggelassen hast, waren nicht die 500 Stygia pro Stunde. Sondern der Exploit selber.....

Zitat:

Maw Roach Hatchling
This is the more recent find from players, as this is another type of mob that drops Stygia but does not accumulate Eye of the Jailer. These are found in the Beastwarrens, and would generally be a very slow farm of Stygia as well, but players have recently managed to find a location to hyperspawn them.


This has resulted in them collecting tens of thousands of Stygia from farming, bypassing the limitations from Eye of the Jailer.


Darum geht es. Aber hey, ist ja kein Exploit sondern nur normales spielen.....
Öh ... stand das heut morgen auch schon da? ... äääh ...


Nun gut, da liegt der Fall ein wenig anders.

Wenn Mobs in erhöhtem Maße spawnen, ist das erstmal noch nichts Ungewöhnliches, da die Spawnrate ja schon mal erhöht wird, wenn viele Spieler eine bestimmte Ecke gezielt abfarmen.

Wenn man damit jedoch die Grenze des Stygia aushebeln und schnell(!) massig davon ansammeln kann, sollte einem klar werden, daß man da gerade exploitet.

Also mal eben OHNE Eye of Jailer zehntausende Stygia zu erhalten, das ist exploiten. Hin oder her.
Yep.


Dennoch: Das ist ganz einfach Schlamperei von Blizzard, daß es so eine Möglichkeit auf die Live Server schafft.

Wenn ich eine derartig Spielzeit-begrenzte Zone integrieren will, dann sollte ich
a) jedem besiegten Gegner in dieser Zone per Default eine Mindestmenge "Auge" zuweisen oder
b) jedem gelooteten Stygia per Default eine Mindestmenge an "Auge" zuweisen
 

Worrel

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Gerade bei solchen Spielen wie Diablo ist das entdecken von solchen Dingen meiner Ansicht nach Teil des Spieles selbst. ... Sogar ich selbst habe da eine geile Kombi entdeckt, der es meinen Elementarmagier erlaubte den am mächtigsten Schaden austeilenden Spruch, Meteorschauer, der eigentlich zwei Minuten Cooldown hat, quasi endlos in Folge zu spammen, ...
In der aktuellen Season von D3 gibt es für den Dämonenjäger als Set die Eigenschaft, Strafe quasi ununterbrochen zu spammen. Solche Kombinationen werden also auch vom Entwickler hervorgehoben und damit das Herausfinden von ähnlichen Synergien gefördert.
 

Javata

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In der aktuellen Season von D3 gibt es für den Dämonenjäger als Set die Eigenschaft, Strafe quasi ununterbrochen zu spammen. Solche Kombinationen werden also auch vom Entwickler hervorgehoben und damit das Herausfinden von ähnlichen Synergien gefördert.

Den Wirbelwind DH gibts aber schon ewig. Die Sets zum Seasonstart rotieren einfach durch, das nun das "neue" Set gerade verfügbar ist ist eher Zufall. Und selbst als alter D3-Spieler ist mir nicht klar was Spiritogre glaubt entdeckt zu haben. Der Meteor hat keine 2min Cooldown.



Und das Topic ist ja nun schon oft besprochen worden. Jeder, der gezielt diese Mobs farmt weiß, dass es sich um einen Bug handelt. Bug-Abuse ist 100% gegen die AGBs und folglich muss man sich über einen Bann wenig wundern. Manchen Menschen fehlt hier scheinbar einfach das Unrechtsbewusstsein.
 

G-Kar

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Punkt 1: Wenn ich die Bank gekauft habe, sie also mein Eigentum ist, dann kann ich da durchaus einfach Geld aus dem Tresor nehmen, wenn er offen steht. Müsste es dann später ggf. wieder zurückzahlen.

Also wäre ich wegen sowas gebannt worden, als zahlender (Abo-) Kunde, ich hätte Blizzard verklagt.

1: Hast du aber nicht. WoW ist NICHT dein Eigentum, du hast ein Nutzungsrecht, eine Lizenz erworben, dafür bezahlst du ja auch jeden Monat Geld damit du die Server weiterhin nutzen darfst. Wenn du nämlich WoW gekauft hättest, dann dürftest du mit dem Quellcode machen was du willst.

2: Und du willst Blizzard verklagen. Aha.... Ok.... Viel Glück..... Aber nur für dich noch einmal die relevante Stelle der Nutzungsbedingungen der Spieler zustimmen.

Quelle: https://www.blizzard.com/de-de/legal/b8a1574a-8137-44ad-acf0-11c92e90b26f/blizzard-servicekündigung

Gemäß der Endbenutzerlizenzvereinbarung von Battle.net (die „Vereinbarung“) behält sich Blizzard Entertainment SAS („Blizzard“) das Recht vor, die Vereinbarung, den Battle.net®-Service („Battle.net“) und/oder die Lizenz für ein interaktives Spiel von Blizzard (die „Spiele“) bei einem Verhalten Ihrerseits, das Blizzard als schwerwiegenden Verstoß gegen die Vereinbarung ansieht, ohne vorherige Mitteilung zu kündigen, was die sofortige und dauerhafte Sperrung Ihres Accounts zur Folge hat. Als „schwerwiegende Verstöße“ gegen die Vereinbarung sind unter anderem die folgenden Verhaltensweisen anzusehen:

Jedes Verhalten, das das Spielerlebnis anderer Spieler gefährdet.

Erstellung, Nutzung, Angebot, Bewerbung, Bereitstellung und/oder Vertrieb des Folgenden oder die Beihilfe dazu:
Cheats, also nicht ausdrücklich von Blizzard genehmigte Methoden, die das Gameplay beeinflussen und/oder vereinfachen, einschließlich der Ausnutzung von Fehlern im Spiel, durch die Ihnen und/oder einem anderen Benutzer ein Vorteil gegenüber anderen Spielern entsteht, die solche Methoden nicht nutzen;

Ich hab das für dich relevante mal vorgehoben. Die hätten die Leute komplett bannen können, rein rechtlich gesehen. Es gibt nur mittlerweile Untersuchungen da draußen die zeigen das permanente Bans nicht so wirkungsvoll sind wie temporäre. Um es mal einfach zusammen zu fassen. Wer einen Perma Ban bekommt, der erstellt sich nen neuen Account und macht einfach weiter. Wer dagegen einen temporären Ban erhält, der wartet ab und es ist viel wahrscheinlicher das diese Leute ihre Lektion gelernt haben und den kompletten Verlust ihres Accounts nicht riskieren wollen.


Dennoch: Das ist ganz einfach Schlamperei von Blizzard, daß es so eine Möglichkeit auf die Live Server schafft.

Dass das Schlamperei seitens der Entwickler war, da stimme ich dir voll und ganz zu. Hätte nicht passieren dürfen! Ist es jedoch (auch nur Menschen) und deswegen haben wir den Salat.
 

Spiritogre

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1: Hast du aber nicht. WoW ist NICHT dein Eigentum, du hast ein Nutzungsrecht, eine Lizenz erworben, dafür bezahlst du ja auch jeden Monat Geld damit du die Server weiterhin nutzen darfst. Wenn du nämlich WoW gekauft hättest, dann dürftest du mit dem Quellcode machen was du willst.
Auch du verwechselst Urheberrecht mit Eigentumsrecht. Ich habe WoW gekauft, also ist die Kopie der Software mein Eigentum und ja, offline kann ich damit machen, was ich will inklusive den Quellcode zu verändern. Das ist in Deutschland der Stand des Rechts.

2: Und du willst Blizzard verklagen. Aha.... Ok.... Viel Glück..... Aber nur für dich noch einmal die relevante Stelle der Nutzungsbedingungen der Spieler zustimmen.

Quelle: https://www.blizzard.com/de-de/legal/b8a1574a-8137-44ad-acf0-11c92e90b26f/blizzard-servicekündigung

Gemäß der Endbenutzerlizenzvereinbarung von Battle.net (die „Vereinbarung“) behält sich Blizzard Entertainment SAS („Blizzard“) das Recht vor, die Vereinbarung, den Battle.net®-Service („Battle.net“) und/oder die Lizenz für ein interaktives Spiel von Blizzard (die „Spiele“) bei einem Verhalten Ihrerseits, das Blizzard als schwerwiegenden Verstoß gegen die Vereinbarung ansieht, ohne vorherige Mitteilung zu kündigen, was die sofortige und dauerhafte Sperrung Ihres Accounts zur Folge hat. Als „schwerwiegende Verstöße“ gegen die Vereinbarung sind unter anderem die folgenden Verhaltensweisen anzusehen:

Jedes Verhalten, das das Spielerlebnis anderer Spieler gefährdet.

Erstellung, Nutzung, Angebot, Bewerbung, Bereitstellung und/oder Vertrieb des Folgenden oder die Beihilfe dazu:
Cheats, also nicht ausdrücklich von Blizzard genehmigte Methoden, die das Gameplay beeinflussen und/oder vereinfachen, einschließlich der Ausnutzung von Fehlern im Spiel, durch die Ihnen und/oder einem anderen Benutzer ein Vorteil gegenüber anderen Spielern entsteht, die solche Methoden nicht nutzen;
Hier kommt der Punkt mit den Onlineservern zum Tragen. Die gehören Blizzzard und entsprechend können sie dort tun und lassen was sie wollen. Da ich aber Abogebühren zahle müssen sie mir bei einem Bann meine Gebühren zurückzahlen.

Dass das Schlamperei seitens der Entwickler war, da stimme ich dir voll und ganz zu. Hätte nicht passieren dürfen! Ist es jedoch (auch nur Menschen) und deswegen haben wir den Salat.
Wie du selbst feststellst, es ist die Schuld der Entwickler, die Spieler dafür zu bestrafen ist also der falsche Weg und meiner Ansicht nach deswegen im Falle eines Banns einklagbar.
 

-JB-

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Das Ausnutzen des Exploit ist wie beschrieben ein klarer Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen von Blizzard.

Insoweit finde ich die Strafe mit maximal ein paar Tagen Bann und Löschung der zu Unrecht erworbenen Vorteile echt milde und dagegen ist aus meiner Sicht auch absolut nichts einzuwenden. Blizzard muss ja auch irgendwie reagieren, um den Spielern, die den Exploit nicht ausgenutzt haben, den Spielspaß zu erhalten.

Das Blizzard bei Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen die Abo-Gebühren zurückerstatten muss, halte ich übrigens für eine ziemlich gewagte These, aber gut - ich bin kein Anwalt.
 

Spiritogre

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Das Blizzard bei Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen die Abo-Gebühren zurückerstatten muss, halte ich übrigens für eine ziemlich gewagte These, aber gut - ich bin kein Anwalt.
Das Ding in diesem Fall ist, Blizzard sagt es ist ein Exploit, allerdings haben sie ihn selbst in das Spiel einprogrammiert. Warum sollten sie also das Recht haben Spieler dafür zu bestrafen und ihnen monetäre Nachteile zu bescheren, es ist ja einzig ihr eigenes Verschulden.
Anders sieht es aus, wenn Spieler externe Hacks, Cheats, Tools oder sonst was nutzen, um Dinge online im Spiel zu machen, die der Entwickler nicht vorgesehen hat. Aber hier hat der Entwickler es ganz klar vorgesehen, denn es ist Bestandteil seiner Software. Hat er es nicht vorgesehen steht es an ihm das zu fixen. Das hat aber alles mit den Kunden nichts zu tun.
 

-JB-

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Das Ding in diesem Fall ist, Blizzard sagt es ist ein Exploit, allerdings haben sie ihn selbst in das Spiel einprogrammiert. Warum sollten sie also das Recht haben Spieler dafür zu bestrafen und ihnen monetäre Nachteile zu bescheren, es ist ja einzig ihr eigenes Verschulden.

Der Argumentation kann ich folgen, allerdings glaube ich nicht, dass es in der Praxis eine Erstattung gibt. Falls hier einer von dem Bann getroffen wurde, kann er das ja mal berichten. Ich würde erwarten, dass die gar nix erstatten, egal ob der Bann nun wegen Exploit, Cheaten oder sonst was war...
 

OldMCJimBob

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Natürlich erstatten sie nicht, und ich bezweifle auch, dass eine Klage überhaupt vor einem Gericht landen würde - dazu ist der Streitwert einfach zu gering.

Blizzard kann das schon so machen, letzten Endes haben sie sich mit ihrer AGB so gut abgesichert, dass sie eh fast alles machen können. Schäbig finde ich es trotzdem.
 

Worrel

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Auch du verwechselst Urheberrecht mit Eigentumsrecht. Ich habe WoW gekauft, also ist die Kopie der Software mein Eigentum und ja, offline kann ich damit machen, was ich will inklusive den Quellcode zu verändern. Das ist in Deutschland der Stand des Rechts.
Aber du darfst ihn dann nicht weiter verbreiten und auch nicht nutzen um mit deinem veränderten Client auf den Original Blizzard Servern rumzuturnen.

Analog zum analogen Buch:
Du darfst selbstredend deiner Familie zuhause aus einem Buch vorlesen und auch Sachen dabei abändern, aber du darfst ein gekauftes Buch nicht einfach in der Öffentlichkeit vorlesen.

Wie du selbst feststellst, es ist die Schuld der Entwickler, die Spieler dafür zu bestrafen ist also der falsche Weg und meiner Ansicht nach deswegen im Falle eines Banns einklagbar.
Und welchen Betrag willst du dann einklagen?

Fun Fact: die Gerichtskosten betragen mindestens 35 Euro.
 

Spiritogre

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Aber du darfst ihn dann nicht weiter verbreiten und auch nicht nutzen um mit deinem veränderten Client auf den Original Blizzard Servern rumzuturnen.

Analog zum analogen Buch:
Du darfst selbstredend deiner Familie zuhause aus einem Buch vorlesen und auch Sachen dabei abändern, aber du darfst ein gekauftes Buch nicht einfach in der Öffentlichkeit vorlesen.
Das ist selbstredend. Mir ging es nur darum, dass mal wieder einer gekauftes Eigentum und was man privat damit machen darf mit dem Urheberrecht in einen Topf schmeißt, was hier im forum ja ständig passiert, weil die Leute leider keine Ahnung haben und glauben, sie kaufen nur eine Lizenz und keine Software.


Und welchen Betrag willst du dann einklagen?

Fun Fact: die Gerichtskosten betragen mindestens 35 Euro.
Ob das sinnig ist und ob Gerichte so eine Klage überhaupt zulassen steht auf einem anderen Blatt. Aber genau das ist ja auch Teil des Problems, weil niemand wegen solcher Summen klagt kann der Hersteller machen was er will.
 

Spiritogre

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... wenn man sich aber zum Blizzard Server verbindet, isses nicht mehr privat - also was für eine Relevanz hat das jetzt zum Threadthema?
Keine großartige, es ging darum einen Irrtum aufzuklären, weil G-Kar scheinbar nicht wusste, dass deutsche und amerikanische Gesetze unterschiedlich sind und er wie viele Leute annahm, hierzulande hätten wir US Recht und nicht unser eigenes.
 

G-Kar

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Das ist selbstredend. Mir ging es nur darum, dass mal wieder einer gekauftes Eigentum und was man privat damit machen darf mit dem Urheberrecht in einen Topf schmeißt, was hier im forum ja ständig passiert, weil die Leute leider keine Ahnung haben und glauben, sie kaufen nur eine Lizenz und keine Software.



Und hier nochmal die relevanten Ausschnitte aus den Nutzungsbestimmungen.

Zitat: Sofern nachstehend nicht anders angegeben, wird die Nutzung der Plattform Ihnen von Blizzard Entertainment S.A.S., einem französischen Unternehmen mit Geschäftssitz in 145 rue Yves Le Coz, 78000 Versailles, Frankreich lizenziert, wenn Sie sich in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder im Vereinigten Königreich aufhalten und die Plattform auf einem PC nutzen.

Zitat: Lizenzgewährung. Sofern Sie den Bestimmungen dieser Vereinbarung zustimmen und diese einhalten, gewährt und überlässt Blizzard Ihnen folgende beschränkte, nicht unterlizenzierbare und nicht exklusive Lizenz zur Nutzung der Plattform und von Spielen, vorbehaltlich der in Abschnitt 1.C unten dargelegten „Lizenzbeschränkungen“:

Du kaufst eine Lizenz, Punkt. Zumindest wenn du es online auf der Webseite kaufst. Wenn du es im Laden als Packung kaufst, dann kaufst du den Lizenzschlüssel und die Box.

Und nein, es gelten nicht die amerikanischen Gesetze sondern die französischen, oder niederländischen, wie auch hier erklärt wird.

10. Gerichtsstand.
Soweit nach geltendem Recht zulässig stimmen Sie ausdrücklich zu, dass die ausschließliche Gerichtsbarkeit für Rechtsstreitigkeiten, die sich aus oder im Zusammenhang mit diesen Verkaufsbedingungen ergeben, bei niederländischen oder französischen Gerichten liegt, je nachdem, in welchem Land gemäß Abschnitt I die Bestellung aufgegeben wurde.
 

Spiritogre

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Und hier nochmal die relevanten Ausschnitte aus den Nutzungsbestimmungen.

Zitat: Sofern nachstehend nicht anders angegeben, wird die Nutzung der Plattform Ihnen von Blizzard Entertainment S.A.S., einem französischen Unternehmen mit Geschäftssitz in 145 rue Yves Le Coz, 78000 Versailles, Frankreich lizenziert, wenn Sie sich in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder im Vereinigten Königreich aufhalten und die Plattform auf einem PC nutzen.

Zitat: Lizenzgewährung. Sofern Sie den Bestimmungen dieser Vereinbarung zustimmen und diese einhalten, gewährt und überlässt Blizzard Ihnen folgende beschränkte, nicht unterlizenzierbare und nicht exklusive Lizenz zur Nutzung der Plattform und von Spielen, vorbehaltlich der in Abschnitt 1.C unten dargelegten „Lizenzbeschränkungen“:

Du kaufst eine Lizenz, Punkt. Zumindest wenn du es online auf der Webseite kaufst. Wenn du es im Laden als Packung kaufst, dann kaufst du den Lizenzschlüssel und die Box.

Und nein, es gelten nicht die amerikanischen Gesetze sondern die französischen, oder niederländischen, wie auch hier erklärt wird.

10. Gerichtsstand.
Soweit nach geltendem Recht zulässig stimmen Sie ausdrücklich zu, dass die ausschließliche Gerichtsbarkeit für Rechtsstreitigkeiten, die sich aus oder im Zusammenhang mit diesen Verkaufsbedingungen ergeben, bei niederländischen oder französischen Gerichten liegt, je nachdem, in welchem Land gemäß Abschnitt I die Bestellung aufgegeben wurde.

Da das europäische Gesetz hier mit dem deutschen übereinstimmt können die sich ihre EULA, EULA ist übrigens ein amerikanischer Vertrag, sonst wo hinstecken, die ist nämlich in Europa nicht gültig. Dazu gibt es Gesetzesurteile vom EuGH. Siehe das EuGH Urteil von Oracle gegen Usedsoft oder das BGH Urteil gegen Microsoft.

Wenn du in Deutschland eine Software kaufst wird sie nach § 90 BGB dein Eigentum (ob Retail oder online gekauft ist dabei völlig unerheblich). Und noch einmal, Eigentum enthält kein Urheberrecht aber eben das Recht im Privaten alles mit der Software zu machen, was du willst, einschließlich Umprogrammieren oder Weiterverkauf. Du kaufst KEINE Lizenz, das gibt es für Endkunden gar nicht. Und nein, deine EULA steht NICHT über dem Gesetz, da können sich die Ami-Firmen sonst wie verbiegen oder gegenteiliges behaupten, das ist schlicht gelogen.

Davon ab ist eine EULA so oder so ungültig, denn eine AGB hat Teil des Kaufvertrages zu sein. Wenn du eine Software installierst und dann Lizenzbestimmungen zustimmen sollst, dann ist es zu spät, oder anders, diese wurden dir zu spät vorgelegt und sind deswegen nicht mehr Teil des Kaufvertrags. Die AGB muss dir VOR dem Kauf vorgelegt werden und mit dem Kauf stimmst du ihr zu, allerdings natürlich nur denen, die auch gesetzeskonform sind, alle anderen Teile sind eh ungültig. Und aus dem amerikanischen 1:1 übersetzte EULAs enthalten nun mal viel, was hierzulande nicht gültig ist.

Anders sieht es mit dem Online-Teil aus. Du nutzt Accounts und Services, die du natürlich nicht gekauft hast sondern die dir zur Verfügung gestellt werden. Hier können die Hersteller praktisch machen was sie wollen. Allerdings, wenn du ein zahlender Abo-Kunde bist, dann haben sie einen Servicevertrag mit dir geschlossen und da können sie eben auch nicht machen, was sie wollen. Und sind u.U. eben auch durchaus schadensersatzpflichtig wenn sie den ihnen versprochenen Leistungen nicht nachkommen.
 
L

LesterPG

Guest
Das Ding in diesem Fall ist, Blizzard sagt es ist ein Exploit, allerdings haben sie ihn selbst in das Spiel einprogrammiert. Warum sollten sie also das Recht haben Spieler dafür zu bestrafen und ihnen monetäre Nachteile zu bescheren, es ist ja einzig ihr eigenes Verschulden.
Vermutlich aus ähnlichen Gründen wie Mauerschützen, die durch Änderung der Umstände von "Linientreu" zum "Täter" wurden.
Ethisch sicherlich korrekt, aber Rechtlich gesehen schon fragwürdig.

Ich mein klar, Wenn man z.B. Gegenstände kopiert ist es ein offensichtliches Ausnutzen wo jedem Spieler klar sein muß das es so nicht geplant war.
Aber bei Mechaniken wo man durch verschiedene Dinge Einfluß auf die Dauer Derselben nehmen kann, ist es dem Spieler nicht vorzuwerfen das er nicht absehen kann das es so nicht geplant war.

Hier hat der Entwickler gepatzt und ein Bann ist diesbezüglich eine Frechheit.
 

Worrel

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Wenn du in Deutschland eine Software kaufst wird sie nach § 90 BGB dein Eigentum (ob Retail oder online gekauft ist dabei völlig unerheblich). Und noch einmal, Eigentum enthält kein Urheberrecht aber eben das Recht im Privaten alles mit der Software zu machen, was du willst, einschließlich Umprogrammieren oder Weiterverkauf.
Das trifft zu, wenn du bei einem Programmierer eine Software einkaufst, aber ich bezweifle mal ganz stark, daß das auch für ein fertiges kommerziell vertriebenes Programm gilt.

Du kannst doch nicht einfach zB eine Windows Version modden und dann als eigenes Programm vervielfältigen und weiterverkaufen.
 

Batze

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Wenn du in Deutschland eine Software kaufst wird sie nach § 90 BGB dein Eigentum (ob Retail oder online gekauft ist dabei völlig unerheblich).
Da muss ich dich leider ein wenig Enttäuschen. Auch wenn ich es gerne selbst anders sehen würde.
§90 BGB behandelt erstmal nur die/eine Sache.
Und jetzt kommt es,
Sachen im Sinne des Gesetzes sind nur körperliche Gegenstände.

Bei Software gibt es momentan Zwei Punkte. Kaufst du eine Software auf einem Datenträger, so zählt dieses laut BGH auch zu einer Sache, wegen eben dem Tatenträger und ist somit auch dein Eigentum, was du auch verkaufen darfst.
Bei Digitalen kauf ist das aber nicht der fall.
Bei Steam und auch anderen ist man da in einer Zwickmühle, du kaufst es zwar teils als Datenträger, bist aber gezwungen um es überhaupt nutzen zu können es zu registrieren, und damit gibst du praktisch dein Recht als Eigentümer ab. Über diesen Registrierung Zwang gekaufter Retailespiele streiten sich die Gerichte gerade in Europa seit Jahren hin und her und kommen leider zu keiner Einheit.
 

Spiritogre

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Das trifft zu, wenn du bei einem Programmierer eine Software einkaufst, aber ich bezweifle mal ganz stark, daß das auch für ein fertiges kommerziell vertriebenes Programm gilt.
Doch, gilt es. Es gilt sogar für OEM Versionen.

Du kannst doch nicht einfach zB eine Windows Version modden und dann als eigenes Programm vervielfältigen und weiterverkaufen.
Auch du schmeißt hier gerade Urheberrecht mit in den Topf, das ist was völlig anderes. Das hatte ich oben doch schon erwähnt. Du darfst auch das von dir gekaufte iPhone oder den VW Golf nicht einfach nachbauen und diesen Nachbau verkaufen. Ist genau das gleiche Spiel. Und nein, auch das iPhone oder den Golf hast du gekauft und sind dein Eigentum - genau eben wie Software.

Da muss ich dich leider ein wenig Enttäuschen. Auch wenn ich es gerne selbst anders sehen würde.
§90 BGB behandelt erstmal nur die/eine Sache.
Und jetzt kommt es,
Sachen im Sinne des Gesetzes sind nur körperliche Gegenstände.

Bei Software gibt es momentan Zwei Punkte. Kaufst du eine Software auf einem Datenträger, so zählt dieses laut BGH auch zu einer Sache, wegen eben dem Tatenträger und ist somit auch dein Eigentum, was du auch verkaufen darfst.
Bei Digitalen kauf ist das aber nicht der fall.
Bei Steam und auch anderen ist man da in einer Zwickmühle, du kaufst es zwar teils als Datenträger, bist aber gezwungen um es überhaupt nutzen zu können es zu registrieren, und damit gibst du praktisch dein Recht als Eigentümer ab. Über diesen Registrierung Zwang gekaufter Retailespiele streiten sich die Gerichte gerade in Europa seit Jahren hin und her und kommen leider zu keiner Einheit.
Nope, das Urteil des BGHs besagt ausdrücklich, dass der Datenträger unerheblich ist, keine Rolle spielt. Ob die Software auf deiner Festplatte nach einem Download liegt oder du eine CD hast spielt keine Rolle. Das BGH machte damals klar, dass Software eine Sache ist, unerheblich vom Datenträger, der ist nur Mittel zum Zweck. Ähnlich wie bei einem Buch, das kaufst du nicht wegen dem Papier sondern wegen den darauf gedruckten Wörtern. Software benötigt ein Medium und selbst deine eigene Festplatte gilt als dieses Medium und genau dadurch wird Software zu einer Sache.

Siehe u.a. https://www.anwaltscontor.de/news/software-als-sache/
 

Batze

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Wenn dem so wäre, warum darf ich dann meine PC Spiele nicht weiterverkaufen und sind gebunden, trotz unlauterer AGBs?
 

Spiritogre

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Wenn dem so wäre, warum darf ich dann meine PC Spiele nicht weiterverkaufen und sind gebunden, trotz unlauterer AGBs?

Du darfst deine PC Spiele weiterverkaufen. Auch dazu gibt es ein Urteil vom BGH (Verbraucherzentrale gegen Valve). Das Problem ist die Accountbindung, denn der Server und die Accounts gehören dem Anbieter und solange der keine Möglichkeit der Spieleübertragung anbietet, hat er dich eben gearscht und verhindert erfolgreich, dass du deine Rechte ausüben kannst.
 

Worrel

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Auch du schmeißt hier gerade Urheberrecht mit in den Topf, das ist was völlig anderes. Das hatte ich oben doch schon erwähnt. Du darfst auch das von dir gekaufte iPhone oder den VW Golf nicht einfach nachbauen und diesen Nachbau verkaufen. Ist genau das gleiche Spiel. Und nein, auch das iPhone oder den Golf hast du gekauft und sind dein Eigentum - genau eben wie Software.
Du hast oben geschrieben:
"Eigentum enthält kein Urheberrecht aber eben das Recht im Privaten alles mit der Software zu machen, was du willst, einschließlich Umprogrammieren oder Weiterverkauf."
Gut, das "Vervielfältigen" war von meiner Seite aus daher überzogen, aber dennoch:

Ich darf doch nicht ein Spiel oder Programm nehmen, das Modden und das gemoddete Exemplar weiterverkaufen...
 
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