Und das ist der Unterschied zu den anderen PC-Spiele Publisher. Die anderen haben als DX11 neu war, auf DX10/11 gesetzt und meistens beides Angeboten für das Spiel (Sid Meiers Civ z.B.). Aber hier wird man von Microsoft gezwungen auf das neue Betriebssystem zu wechseln. Mein Rechner ist Leistungsstark genug und hat alle vorraussetzungen für die Spiele aus dem Microsoftstore, aber ich muss dafür Windows 10 nutzen. Will ich DX12 nutzen für mein Rechhner, muss ich auf Windows 10 wechseln.
Dies ist ein Novum. Es gab noch nie ein Publisher für PC-Spiele der vorgeschrieben hat, was für ein Betriebssystem man nutzen muss um das Spiel zu spielen. Microsoft macht es.
Ich würde gerne wissen wie groß der Aufschrei werden würde, wenn Half-Life3 nur über die Steam-Box oder nur mit dem Steam-Controller spielbar wäre.
Natürlich gab es das schon, z.B. beim Wechsel von DOS auf Win95. Ich sehe auch das große Problem nicht. Es gab auch schon Spiele, die einen zwangen eine bestimmte Hardware zu kaufen bzw. zu besitzen. Das erste DOOM z.B. zwang den Spieler ein CD-Laufwerk zu kaufen.
Ich sehe da kein Problem, zumal du effektiv überhaupt nicht "gezwungen" wirst. Du kannst nach wie vor einfach auf Win10 verzichten und kommst prima zurecht. Wenn du aber Spiele mit DX12 zocken willst, brauchst du Win10. Das ist deine freie Entscheidung. Und ganz ehrlich, bisher geht es einzig um Spiele, die direkt von Microsoft gepublisht werden und die es bisher eh nicht für den PC gab. Wenn du also nicht auf Win10 wechseln willst, ändert sich praktisch nichts für dich. 99,9% aller PC Spiele erscheinen bisher nicht exklusiv für Win10.
Übrigens gibt dir KEIN Spiel die "freie" Wahl zwischen Betriebssystemen. Die meisten aktuellen Spiele laufen nicht unter Linux. Die meisten aktuellen Spiele laufen nicht unter Win XP. Die meisten aktuellen Spiele laufen nur mit einem 64bit OS. Die meisten aktuellen Spiele laufen nur unter DX11. Es gibt immer Beschränkungen beim OS und die Zukunft ist nun mal Win10. Das ist völlig normal.
Und das ganze (ich habe es noch nicht erlebt) ist ein novum in der PC-Spielebranche. Es wird vom Publisher eines Spieles vorgeschrieben, was für eine bestimmte Peripherie Du benötigst (nichts von Flexibilität und PC-Vielfalt). Demnächst macht dann Take Two eine Cooperation mit Intel und die Spiele laufen nur noch auf Rechner mit Intelchips. Blizzard geht eine gemeinschaft mit AMD ein und die Spiele laufen nur noch auf Rechner mit AMD... soll das die neue Spielewelt sein? Nein Danke und dann ist auch Microsoft mit ihren auswüchsen nicht zu tollerieren.
Das ist kein Novum und ein OS ist keine Peripherie. Du kannst auch mit Win10 jede beliebige Hardware nutzen (die übrigens für Spiele auch in einem bestimmten Leistungsspektrum liegen muss). Und du weißt schon, dass die Vergleiche an den Haaren herbeigezogen sind und keiner davon Sinn macht? Keiner außer Microsoft könnte sich eine solche Kooperation leisten und keiner würde davon profitieren.
Aber ich weiß schon, wo das wahre Problem liegt. Es gibt Leute, die sich aus was für Gründen auch immer sträuben, auf Win10 zu wechseln und jetzt händeringend nach Gründen suchen, warum sie so arm dran sind und wie schlecht sie doch behandelt werden. Dabei reicht es ihnen nicht, einfach zu verzichten und sich mit dem zu begnügen, was sie auf Win7 bekommen können (nach wie vor so gut wie alles). Nein, sie müssen es natürlich für alle schlecht reden und spielen sich dazu zur Moralpolizei auf, wie schlecht doch Win10 wäre und wie sie die Bürger dafür schützen müssten usw. Ich weiß, dass es für manche schwer zu akzeptieren ist, aber wir sind alle mündige Bürger und können selbst entscheiden. Wenn jemand keine Lust auf Win10 hat, ok, dann verzichtet man eben darauf. Aber es gibt auch Leute, die kein Problem damit haben mit der Zeit zu gehen und ein Unterhaltungsprogramm zu nutzen, wenn es ihnen gefällt. Nicht jeder ist ein Prinzipienreiter und nicht jeder ist ein Schwarzmaler, der in allem immer nur das Negative sieht und hinter jeder Ecke Feinde und Böses vermutet. Und nein, das soll kein Kritikverbot sein, ganz und gar nicht. Ich möchte mich allerdings auch nicht immer dafür rechtfertigen, dass ich den Dingen auch mal positive (oder neutrale) Aspekte abringen kann, wenn ich entsprechend differenziert und reflektiert habe...
Langfristig gesehen war man in der Gaminghistorie immer mal gezwungen das Betriebssystem zu wechseln. Es sei denn man blieb bei seinen alten Spielen und wollte nichts neues. Ob der Wechsel nun wegen DirectX oder weil eben die Mindestvorraussetzungen bezüglich des Betriebssystems hochgesetzt wurden oder es die Treiberunterstützung für die geforderte Hardware einfach nicht mehr gegeben hat (ansonsten würden die Spiele heute noch Win 3.2 unterstützen, aber jetzt steht ja drauf mindestens WIN 7, teils sogar 8 oder 10).

Versuche z.B. mal für eine Geforce GTX 970 einen WIN 98/XP/Vista-Treiber zu bekommen. Allein das Ergebnis dieser Suche beantwortet doch auch schon einen Teil der Frage. Oder daß es für Systeme wie WIN 98 gar keine Sicherheitsupdates mehr gibt und diese für XP eingestellt werden sollen. Für Vista wird z.B. auch der Browsersupport eingestellt (z.B. bringt Google Chrome keine Updates mehr für XP- und Vista-Systeme).
Daß das ganze jetzt durch MS noch mehr forciert wird und teils auch spezialisiert ist auch klar. Aber den Zwang zum Wechsel hat es auf lange Sicht immer gegeben.
Der ganze ursprüngliche Sinn von GOG.com war es doch, dass sie alte Spiele für aktuelle Betriebssysteme und Hardware fit gemacht haben. Das war und ist praktisch immer noch ihr Kern-Geschäftsmodell.
