Wie sehr wird unsere Meinung durchs Internet beeinflusst?

Worrel

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Wir alle bewegen uns in Internet, konsumieren dort diverse Artikel, Videos, Podcasts, Memes und beteiligen und mehr oder weniger an Diskussionen.
Dank der weltweiten Vernetzung kann jedes x-beliebige Bit, das wir sehen, von sonstwem erstellt worden sein, und je nach Standort rechtlich gesehen unantastbar sein.
Wer erstellt das, was wir im Internet sehen, was für eine Zielsetzung hat derjenige und was macht das mit uns?

Das Ganze fängt ja im Prinzip schon bei Werbung an:
Wenn da am Rand der Seite irgendwas rumpimpelt, geht das jenseits des "was bilnkt da?" Effektes spurlos an uns vorbei oder bleibt da tatsächlich irgendwas hängen?
Gibt es vielleicht sogar Leute, die wirklich glauben, Waschmaschinen würden nur mit Calgon länger leben, nur Carglass könne Autoscheiben effizient und kompetent reparieren oder daß das Coca Cola -"Feeling" nicht zu "beaten" ist?
Kann es sein, daß Menschen, die begreifen, wie Werbung funktionieren soll, immun dagegen sind? oder sind die dann nur für andere Werbung empfänglich?

Und wie ist das jetzt mit den sozialen Medien - wo gerade in dieser Zeit des Wahlkampfes diverse politische Inhalte in diversen Formaten unter die Leute gebracht werden?
Wir alle haben ja eine grundsätzliche Richtung, die wir bevorzugen, und wenn man jetzt nicht gerade einschneidende Erlebnisse hat, dürfte sich im Laufe eines Jahrzehntes nicht viel daran ändern.

Wäre jetzt jedenfalls mein erster Gedanke.
Allerdings gibt es wohl doch genug Menschen, die von social Media Posts beeinflusst werden können. Sonst gäbe es ja solche wie in diesem Beitrag vorkommenden Firmen gar nicht.
=> ARD Dokumentation über PR Agenturen, die im Wahlkampf mitmischen
 

Batze

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Das was du meinst, Stichwort Calcon und so weiter, geht wohl eher übers TV/Radio in die Hirne der Menschen.
Und bei Wahlkampf/Politik, da werden wir ebenfalls schon durch die öffentlich rechtlichen so weit auf Kurs gebracht das es das Internet dazu nicht braucht und noch gar nicht da war als viele ihre Gehirnwäsche bekommen haben.
 

Zybba

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Ich glaube, dass ich einige Werbetaktiken (er)kenne. Dennoch bin ich sicher nicht immer gefeit davor, mich beinflussen zu lassen.
Im Alltag hinterfrage/überprüfe ich nicht immer alle Aussagen/Quellen/etc.
Am ehesten dann nicht, wenn sie in mein Weltbild passen.

Und bei Wahlkampf/Politik, da werden wir ebenfalls schon durch die öffentlich rechtlichen so weit auf Kurs gebracht das es das Internet dazu nicht braucht und noch gar nicht da war als viele ihre Gehirnwäsche bekommen haben.
Du wurdest also komplett von den öffentlich-rechtlichen beeinflusst? Oder was willst du mit der Aussage mitteilen?
 

Neawoulf

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Solange unsere Sinne funktionieren, wird man doch quasi von allem irgendwie beeinflusst, was wir hören, sehen, fühlen etc. bzw. können von allem beeinflusst werden. Inwiefern das unsere Handlungen/Gedanken/Meinungen etc. verändert, ist sicherlich unterschiedlich und meiner Meinung nach hat man da auch durchaus Einfluss drauf.

Um mal das Beispiel Werbung zu nehmen: Ich brauche keine Coca Cola Werbung im Fernsehen oder Internet sehen. Wenn mir an einem heißen Sommertag eine Person in der Stadt mit ner eiskalten Coca Cola in der Hand über den Weg läuft, dann lasse ich mich davon sehr gerne und ganz bewusst beeinflussen, wenn gerade ein Supermarkt in der Nähe ist.

Wovon ich mich dagegen gar nicht gerne beeinflussen lasse, sind negative Stimmungen, die im Internet (nicht nur da) in den letzten Jahren leider sehr vorherrschen. Ja, die Welt ist Scheiße: Politik, Wirtschaft, Umwelt, Krankheiten... es läuft so vieles schlecht und ich kann natürlich auch verstehen, dass das auf die Stimmung der Leute schlägt und nein, ich selbst bin dagegen natürlich auch nicht immun. Gerade zu Anfang der Corona-Krise ging es mir einige Wochen richtig dreckig, fast schon am Rande einer Depression mit Hand zu spontanen Panikmomenten.

Aber wie gesagt: Man hat Einfluss darauf, nur man muss sich dessen auch bewusst sein. Klar lässt sich das alles nicht einfach durch positiveres Denken aus der Welt schaffen, aber man kann sich selbst und seinem direkten Umfeld damit sicherlich einen Gefallen tun. Langfristig tut es einem selbst und anderen nicht gut, sich von zu vielen negativen Einflüssen überwältigen zu lassen. Das trägt sich weiter, sowohl offline, als auch online, und man steckt andere damit an. Bin ich kein Fan von. Ich versuche andere Leute lieber positiv zu beeinflussen, auch wenn mir das sicher nicht immer gelingt.

Alles in allem ist man in dem, wovon man sich (egal ob on- oder offline) beeinflussen lässt bzw. lassen kann, auch sehr vom Umfeld (online Filterblase) abhängig. Wenn man merkt, dass die aktuellen Einflüsse einem nicht gut tun, dann ist es eben auch manchmal nötig und gesund, sich aus diesem Umfeld/Filterblase zurückzuziehen.

Und was die Politik angeht: Sich selbst eine Meinung bilden auf Basis vieler unterschiedlicher Informationsquellen ist sicherlich schlauer, als sich von irgendwelchen Meinungsmachern seine Meinung "diktieren" zu lassen, egal aus welcher Richtung diese Meinungsmacher kommen.


TLDR: Wir werden immer wieder beeinflusst, nicht nur in den sozialen Medien im Internet. Aber man kann dem (teilweise) entgehen, indem man sich dessen einfach bewusst ist und selbst mitentscheidet, was einen wie beeinflusst. Unser Denken ist ein mächtiges Werkzeug und im Zweifel ist positiveres Denken konstruktiver, als sich dem Negativen zu ergeben und davon sein Handeln diktieren zu lassen.
 
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Worrel

Worrel

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Um mal das Beispiel Werbung zu nehmen: Ich brauche keine Coca Cola Werbung im Fernsehen oder Internet sehen. Wenn mir an einem heißen Sommertag eine Person in der Stadt mit ner eiskalten Coca Cola in der Hand über den Weg läuft, dann lasse ich mich davon sehr gerne und ganz bewusst beeinflussen, wenn gerade ein Supermarkt in der Nähe ist.
Spontan würde ich sagen: Äh, ne. Würde ich nicht machen.

Bloß genau diese Frage finde ich jetzt interessant: Ist das wirklich so?
Nun, bei mir ist das so, daß ich immer eine Wasserflasche mit mir rumschleppe und dann daraus ab und zu n Schluck trinke - aber wie ist das in ähnlich gelagerten Fällen?

Bsp: Ich bin in der Fußgängerzone und habe etwas Hunger. Dank des vielfältigen Nahrungsangebotes in der Innenstadt könnte ich innerhalb von ~10 Minuten alles mögliche zu essen kaufen.
Wonach entscheide ich das?

Sicher, einige +/- Faktoren sind mir bewußt: Nahrungsunverträglichkeiten, Boykott (Hallo McD), "vielleicht doch mal was Gesünderes" ... aber was kommt dann?
Hm, vielleicht doch kein so gutes Beispiel, denn Döner + Käsebrötchen Werbung hab ich jetzt eher selten gesehen.

Und was die Politik angeht: Sich selbst eine Meinung bilden auf Basis vieler unterschiedlicher Informationsquellen ist sicherlich schlauer, als sich von irgendwelchen Meinungsmachern seine Meinung "diktieren" zu lassen, egal aus welcher Richtung diese Meinungsmacher kommen.
Mein Reden.
Aber wenn ich jetzt ein kritisches / positiven CDU / Grünen / AfD Meme sehe (SPD und FDP scheinen da nicht so sehr vertreten zu sein, was wiederum auch quasi in einem Punkt des Videos erklärt wird),
wenn ich also ein solches Meme sehe - was passiert dann psychologisch gesehen?

Klar, wenn's witzig ist, schmunzle oder lache ich kurz darüber.
Aber was weiter?
Wenn die Aussage meine Meinung bestätigt - verstärkt das dann meine Meinung zu dem Thema? Fühle ich mich dann durch das Gesehen-Haben dieses Memes etwas gefestigter auf meinem Standpunkt?
Oder bin ich dadurch, daß es mir bewußt ist, gar dagegen immun?

TLDR: Wir werden immer wieder beeinflusst, nicht nur in den sozialen Medien im Internet.
Aber gerade in der Wahlkampfzeit greifen PR Agenturen unsere Meinungsbildung in den sozialen Medien an. (Siehe eben das Video im Startposting)
Und gerde deshalb sollte man sich JETZT über sowas Gedanken machen.
 

LesterPG

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Unser Denken ist ein mächtiges Werkzeug und im Zweifel ist positiveres Denken konstruktiver, als sich dem Negativen zu ergeben und davon sein Handeln diktieren zu lassen.
Ich hab mir angewöhnt mit kritisch an die Dinge heranzugehen auf Basis meiner bisherigen Erfahrungen.
Vorteil dabei ist der positive Überraschungseffekt wenn (was leider seltener vorkommt) etwas mal nicht noch schlechter als bereits erwartet sich als Regelfall einstellt. :O

Klar, für gewisse unbelehrbare "Optimisten" die es irgendwie schaffen alles Negative ausblenden/wegignorieren bin ich ein Pessimist/Zyniker, komischerweise habe ich aber zumeist recht, was mich aber überhaupt nicht freut. :|
Solche "Optimisten" sind für mich einfach unbelehrbar und eine Bremse für den Fortschritt, zumindest bei mir im Job.


Memes konsumiere ich eher überhaupt nicht, ähnlich wie Werbung.
 

Athrun

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Die Beeinflussung durch das Netz hängt doch auch viel von uns selber ab. Beispiel: der Youtube-Algorithmus schlägt dir ja Videos vor basierend auf deinem Sehverhalten. Wenn man also z.B. viel Links-gerichtete Medien und Kommentatoren schaut, dann wird einem mehr von der gleichen Sorte vorgeschlagen. Du wirst quasi in eine Art Blase geschoben. Darum finde ich das immer so interessant, wenn ich z.B. Nachrichten auf den Seiten von FAz oder Tagesschau lese und dann gleichzeitig auf Youtube schauer, dann sind oft die gleichen Nachrichten so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Wichtig ist, das man die Nachrichten von verschiedenen Quellen liest, um ein ausgewogenes Bild zu bekommen. Das Problem hierbei ist natürlich, das dies aufwendig ist. Vor dem Internet hattest du das aus der Zeitung und dann vielleicht noch ungefähr das gleiche aus dem Fernsehen und das wars. Heute liest du Nachrichten und du kannst es oft mit Live-Bildern vor Ort abgleichen und da kann es dann oft zu der Frage kommen, was denn jetzt korrekt war. Beispiel: Erinnert sich noch jemand an das Zusammentreffen des Schülers Nick Sandmann und dem Ureinwohner? Wo viele Medien sofort schrieben "Rassistischer Trump-Jugendlicher macht sich über Ureinwohner lustig?" War alles falsch, das volle Bildmaterial hat die Wahrheit gezeigt und Sandmann hat von den Medien, die sich nicht entsachuldigt hatten, eine dicke Schadensersatzzahlung erhalten bzw. Vergleich abgeschlossen. Ich glaub, da laufen immer noch Prozesse.
 
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Worrel

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Darum finde ich das immer so interessant, wenn ich z.B. Nachrichten auf den Seiten von FAz oder Tagesschau lese und dann gleichzeitig auf Youtube schauer, dann sind oft die gleichen Nachrichten so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Wichtig ist, das man die Nachrichten von verschiedenen Quellen liest, um ein ausgewogenes Bild zu bekommen.
Das Problem dabei ist: Nur weil es verschiedene Ansichten gibt, heißt das nicht, daß das Thema umstritten ist.

Es kann genausogut sein, daß da einige Flacherde Trottel bei sind, die schlicht die Realität leugnen. Und die Meinung eines YouTubers, der NIX in dem Themenbereich gelernt, sondern nur mal 'n Wochenende laienhaft darüber nachgedacht hat, wiegt nicht Aussagen eines oder mehrerer hauptberuflicher Wissenschaftler in dem Themenbereich auf oder hätte damit gar "bewiesen", daß die falsch liegen.

Außerdem immer interessant: Wer bezahlt denn das jeweilige Institut/den jeweiligen Sender?
Sollte man wirklich Eike vertrauen, die von der Erdölfirmen gesponsort werden? Sollte man sich auf RT "informieren", obwohl der Sender russische Staatspropaganda sendet?
 

Athrun

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Das Problem dabei ist: Nur weil es verschiedene Ansichten gibt, heißt das nicht, daß das Thema umstritten ist.

Es kann genausogut sein, daß da einige Flacherde Trottel bei sind, die schlicht die Realität leugnen. Und die Meinung eines YouTubers, der NIX in dem Themenbereich gelernt, sondern nur mal 'n Wochenende laienhaft darüber nachgedacht hat, wiegt nicht Aussagen eines oder mehrerer hauptberuflicher Wissenschaftler in dem Themenbereich auf oder hätte damit gar "bewiesen", daß die falsch liegen.

Außerdem immer interessant: Wer bezahlt denn das jeweilige Institut/den jeweiligen Sender?
Sollte man wirklich Eike vertrauen, die von der Erdölfirmen gesponsort werden? Sollte man sich auf RT "informieren", obwohl der Sender russische Staatspropaganda sendet?
Da kommt aber das nächste Problem: wenn man einen Artikel vom einem Journalisten liest dann solte man davon ausgehen, das dies ein neutraler Berichterstatter ist. Leider sind die heutigen Journalisten oft verkappte Aktivisten, die ihre eigene Ansicht in ihre Artikel einfließen lassen. Ich würde jetzt nicht "Lügenpresse" sagen sondern eher "Halbwahrheitenpresse". Und wie viele suchen nach Referenzen bzw. verschiedenen Quellen und versuchen dann auch noch die Quellen zu verifizieren?
 
TE
Worrel

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Da kommt aber das nächste Problem: wenn man einen Artikel vom einem Journalisten liest dann solte man davon ausgehen, das dies ein neutraler Berichterstatter ist. Leider sind die heutigen Journalisten oft verkappte Aktivisten, die ihre eigene Ansicht in ihre Artikel einfließen lassen. Ich würde jetzt nicht "Lügenpresse" sagen sondern eher "Halbwahrheitenpresse". Und wie viele suchen nach Referenzen bzw. verschiedenen Quellen und versuchen dann auch noch die Quellen zu verifizieren?
Wie viele "Journalisten" der "alternativen Medien" schreiben eigentlich objektiv und ausgewogen und achten auf die Auswahl ihrer Quellen?
 

TheRattlesnake

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Ich würde das ganze nicht nur aufs Internet beschränken. Beeinflusst wird man überall im Alltag.
Ich war z .b. vorhin im Baumarkt um Farbe zu kaufen. Da gab es einen Eimer für 20€ und einen gleich großen Eimer für 25€ vom gleichen Hersteller. Auf dem billigeren stand einfach nur "Weiß", auf dem teureren stand "Superweiß". Hab den für 25€ genommen. Wohl in dem wissen dass am Ende wahrscheinlich eh die gleiche Farbe drin ist. :B
Beim rausgehen bin ich dann tatsächlich noch kurz an so nem kleinen Monitor stehen geblieben wo das danebenstehende Teppichmesser beworben wurde. Gekauft habe ich es natürlich nicht aber ich will nicht wissen wie viele Leute da vorbei gehen und sich denken "kann man ja mal mitnehmen".
Ich denke von solchen Beeinflussungen kann sich niemand freisprechen. Oft ist man sich dessen gar nicht bewusst.

Was Nachrichten angeht halte ich eine pluralistische Berichterstattung für äußerst wichtig. Und da ist es egal über welche Kanäle man sich Informiert. Konsumieren kann man alles. Nur muss man sich im klaren sein dass Journalisten (egal woher) oft nicht objektiv berichten sondern auch ihre eigene Meinung bzw. eine Agenda von Vorgesetzten mit einfließen lassen.
 

Rabowke

Klugscheißer
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Ich würde das ganze nicht nur aufs Internet beschränken. Beeinflusst wird man überall im Alltag.
Ich war z .b. vorhin im Baumarkt um Farbe zu kaufen. Da gab es einen Eimer für 20€ und einen gleich großen Eimer für 25€ vom gleichen Hersteller. Auf dem billigeren stand einfach nur "Weiß", auf dem teureren stand "Superweiß". Hab den für 25€ genommen. Wohl in dem wissen dass am Ende wahrscheinlich eh die gleiche Farbe drin ist. :B [...]
Nein, nicht wirklich. Also, kann natürlich sein, aber auch die Deckkraft der Farbe kann ein Grund für den Aufpreis sein.

Gerade bei so einem Zeugs macht der Aufpreis manchmal den Unterschied ob man mit einmal weißen auskommt, was wiederum eine Zeit- und Materialersparnis ist, oder ob man ein zweites mal streichen muss.

Ich bin in meinem Leben schon ~8x oder so umgezogen ... ich würde hier immer den Aufpreis bezahlen. ;)
 

Enisra

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Subjektiv Schreibende Journalisten, also die die versuchen bei allem möglich dämlichen den Latschet gut darstehen versuchen und so peinlich sich Dinge aus der Nase ziehen um die Grünen mies zu machen? Wie Dispektierliche Schreibweise bzw. so Dinge unter den Tisch fallen lassen beim einem was man so vorher bei anderen Groß aufgebauscht hat oder die in BW mies zu machen, weil man jetzt auch online Steuersünder melden kann und nicht mehr nur normal per Brief anzeigen kann?

Oder Generell Angstmachende Springerscheiße die irgendwelche Schnellschüsse abfeuert die dann natürlich sich als Falsch herrausstellen?
 

GTAEXTREMFAN

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Du wurdest also komplett von den öffentlich-rechtlichen beeinflusst? Oder was willst du mit der Aussage mitteilen?
Das Problem an der Stelle ist vermutlich, dass es "die" Öffentlich Rechtlichen" so nicht gibt. Da geht es um einzelne Redaktionen bei denen es gelegentlich zu (politisch) motivierten Aussetzern kommt.
 

Neawoulf

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Ich hab mir angewöhnt mit kritisch an die Dinge heranzugehen auf Basis meiner bisherigen Erfahrungen.
Vorteil dabei ist der positive Überraschungseffekt wenn (was leider seltener vorkommt) etwas mal nicht noch schlechter als bereits erwartet sich als Regelfall einstellt. :O

Klar, für gewisse unbelehrbare "Optimisten" die es irgendwie schaffen alles Negative ausblenden/wegignorieren bin ich ein Pessimist/Zyniker, komischerweise habe ich aber zumeist recht, was mich aber überhaupt nicht freut. :|
Solche "Optimisten" sind für mich einfach unbelehrbar und eine Bremse für den Fortschritt, zumindest bei mir im Job.


Memes konsumiere ich eher überhaupt nicht, ähnlich wie Werbung.
Memes an sich mag ich auch nicht besonders. Manche sind witzig, die meisten aber eher nicht.

Was den Optimismus angeht: Ich versuche mir halt zu allem irgendwie erstmal eine positive Grundeinstellung zu bewahren (fällt mir oft schwer, aber ich arbeite daran), einfach weil ich sonst zu sehr ins Negative abdrifte. Anfang 2020, als die Coronazeit losging, ging es mir durch die sehr dramatische Berichterstattung in den Nachrichten echt nicht gut. Das ging bei den Berichten über Leichen, die in Italien vom Militär abtransportiert wurden schon bis an den Rand einer Panikattacke.

Klar kann und sollte man die Realität nicht ausblenden, aber sich eben NUR auf das Negative zu konzentrieren tut meiner Meinung nach (zumindest ist es bei mir so) langfristig der Psyche nicht gut.

Oft liest man z. B. in den Kommentare auf Nachrichtenseiten und unter Nachrichtenvideos die verbittertsten Kommentare von Leuten. So möchte ich einfach nicht werden. Auf die Weise hätte ich dann auch nicht mehr viel Freude am Leben und ich habe eben nur dieses eine und möchte einfach das beste daraus machen.

Klischeespruch: Jeder ist seines eigenene Glückes Schmied und dieses Glück fängt eben oft schon beim Denken an. Wer den ganzen Tag negative Gedanken wälzt, der wird irgendwann auch nicht mehr positiv überrascht werden bzw. nicht mehr viel Freude darüber empfinden, weil er gleich schon wieder mit dem nächsten Negativen rechnet.
 

LesterPG

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Klar kann und sollte man die Realität nicht ausblenden, aber sich eben NUR auf das Negative zu konzentrieren tut meiner Meinung nach (zumindest ist es bei mir so) langfristig der Psyche nicht gut.
Das sehe ich etwas anders, ich mag nicht ständig herunter gezogen zu werden, insofern kann ich mit einer realistischeren Grundeinstellung deutlich besser leben weil es eben ab und zu positive Ausnahmen gibt.

Oft liest man z. B. in den Kommentare auf Nachrichtenseiten und unter Nachrichtenvideos die verbittertsten Kommentare von Leuten. So möchte ich einfach nicht werden. Auf die Weise hätte ich dann auch nicht mehr viel Freude am Leben und ich habe eben nur dieses eine und möchte einfach das beste daraus machen.
Ok, das ist aber auch sehr extrem wo man zumal idR keine Erfahrungswerte parat hat.
Klar, da muß man keine Weltuntergangsstimmung verbreiten, ich tue mein Beitrag dazu und der Rest wird sich halt ergeben, aber es ist mir halt klar das es zu viele Egomanen gibt die da nicht nötig haben mitzuziehen.
Egal ob Impfungen, Maskentragen oder sonstwas ...

Klischeespruch: Jeder ist seines eigenene Glückes Schmied und dieses Glück fängt eben oft schon beim Denken an. Wer den ganzen Tag negative Gedanken wälzt, der wird irgendwann auch nicht mehr positiv überrascht werden bzw. nicht mehr viel Freude darüber empfinden, weil er gleich schon wieder mit dem nächsten Negativen rechnet.
Äh nein ?
Wenn er die Realität nicht ganz ausblendet wird er deutlich häufiger positiv überrascht und erhält Glücksmomente als jemand der positiv denkt und regelmäßig negativ auf den Boden der Wahrheit zurückgeholt wird. :-D
 

CyrionX

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Liegt es denn so sehr am Medium? Mir ist klar, dass kein "TV vs internet" Vergleich angestrebt wird.
Die Frage wird aber interessanter wenn man sie ein wenig in Stückchen aufteilt.
Denn so lange es Interessensgruppen und kognitive Verzerrungen gibt, die zur Beeinflussung genutzt werden können (viele gibt es aus dem selben Grund, wodurch wir überhaupt denken und uns an Dinge erinnern können), wird es auch Angriffspunkte zur Beeinflussung geben.
Das Medium ansich definiert dann die Möglichkeiten zur Umsetzung.

Eine unvollständige Liste um mal einen Eindruck zu bekommen was ich meine:
Kognitive Verzerrungen (Cognitive Bias)
(Die Mechanismen lassen sich natürlich auch kombinieren :)..)

Gegen einige kann man sich zumindest passiv immunisieren. z.B. Suggestionen in der Werbung.
Z.B.: Sobald mir bewusst wird, dass die Werbung mich durch Suggestion dazu bringen möchte ein Produkt erstehen zu wollen, fällt die Wirkung der Suggestion aus und meine Defensive gegen "aussen" hält direkt dagegen. Sogar bis zu dem Punkt an dem ich das Produkt im Leben nicht mehr kaufen würde (z.B. Saitenbacher Müsli...). Das kann also auch gut zurückfeuern.

Ansonsten wäre es sicher auch nützlich sich die am meisten genutzten Mechanismen zu verinnerlichen,
z.B. Mere exposure, Confirmation Bias, Kontrasteffekt, Framing u.v.a.
Viele davon sind ja nicht neu und waren auch in der Rethorik im alten Rom und davor bekannt und werden heute auch noch in dieser Form genutzt. Ich möchte Rethorik keine moralische Komponente absprechen, ansich ist sie aber erstmal nur als Unterstützung zum Informationsgehalt gedacht. Also solange der sachliche Inhalt nicht gegen Null tendiert.

Eine rethorische Bildung ist heute leider jedem selbst überlassen und evtl mit Kosten verbunden. Viele Menschen, wenn nicht sogar der Großteil, glauben intuitiv wohl auch, die Fähigkeit zum korrekten logischen Denken, z.B. um rethorische Fallstricke zu erkennen, wäre naturgegeben und angeboren (ironischerweise ein Bias ansich) und sehen keine Notwendigkeit darin sich darin weiterzubilden.
Dabei ist unser komplexer Neuronenhaufen names Gehirn nicht logarithmisch sondern heuristisch aufgebaut.
(d.h. soviel wie, wenn 7 von 10 mal etwas funktioniert, wird es als "funktioniert" abgespeichert. Aber auch: Wenn die Chance von 2% besteht, dass der im Wald gefundene Pilz giftig ist, wird gehandelt als wäre er absolut also zu 100% giftig)
Gut fürs Überleben und Evolution, schlecht für differenzierte Aussagen.
-Ein Haar im Burger? Das Restaurant ist gestorben!
-Ich versuche ein Problem 99 mal auf dem selben Weg zu lösen aber es klappt nicht.
Was mache ich? ja klar, die hundert voll machen.
- Der Typ mit den langen Haaren/Baggies/Goldkette dort, bestimmt voll der Assi!

...Back 2 Topic :)
Worin das Internet und besonders Social-Media die alten Medien wirklch abhängt ist die Auswahl und Frequenz.
Früher gab es 1x am Tag morgens die Zeitung und abends die Nachrichten. Man hat sie gelesen und ggfs. danach darüber diskutiert. Heute wird man geradezu damit bombardiert und ertrinkt auch schonmal im Angebot und auf der Suche nach "der" glaubhaften Quelle ( oder im Zweifel der, die die eigene Meinung am besten wiederspiegelt)

Also meine 50c zur Frage:

Wie sehr wird unsere Meinung durchs Internet beeinflusst?​

Stärker als durch alle Medien davor. Nur was ist die Konsequenz daraus? Können wir alle uns dagegen immer wehren oder sogar Immunisieren? Wächst die nächste Generation durch die frühe Konfrontation vielleicht schon Teil-immunisiert auf und das ist nur "unser" Problem wie das einer Gesellschaft die gerade erst Elektrizität entdeckt hat?

Oder müssen wir Mangels Expertise und Energie darauf vertrauen, wie z.B. bei der Cybersicherheit, dass es "Beeinflussungsanalysten" gibt, die sich zum Ziel gesetzt haben die Masse der Bürger vor verwerflicher Manipulation zu schützen ohne gleichzeitig nützliche Einflüsse zu veröden.
Also eine Art freiwillge Firewall gegen "Mindhacking"
(im Grunde fiele da sogar ein Großteil jeglicher Werbung und politischer Aussagen darunter, subjektiv kaum vorstellbar)

Ich glaube das ist erstmal Zukunftsmusik. Im Moment müssen wir uns wohl mit der indirekten Wirkung der Demokratie begnügen und hoffen, dass der größere Teil der Bürger zum "besseren" Schluss hin folgert.
(Fehlentscheidungen, Lerneffekt und Neuausrichtungen inklusive)

MfG Cy
 
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Liegt es denn so sehr am Medium? Mir ist klar, dass kein "TV vs internet" Vergleich angestrebt wird.
Die Frage wird aber interessanter wenn man sie ein wenig in Stückchen aufteilt.
Denn so lange es Interessensgruppen und kognitive Verzerrungen gibt, die zur Beeinflussung genutzt werden können (viele gibt es aus dem selben Grund, wodurch wir überhaupt denken und uns an Dinge erinnern können), wird es auch Angriffspunkte zur Beeinflussung geben.
Das Medium ansich definiert dann die Möglichkeiten zur Umsetzung.

Eine unvollständige Liste um mal einen Eindruck zu bekommen was ich meine:
Kognitive Verzerrungen (Cognitive Bias)
(Die Mechanismen lassen sich natürlich auch kombinieren :)..)
Rolf Dobelli hat dazu 2 sehr gute Bücher geschrieben. Er betrachtet die genannten Effekte zwar sehr aus der Perspektive eines CEOs, so daß für den normalbürger überdurchschnittlich oft von der Börse oder den Mitarbeitern geredet wird, dennoch sind die eigentlichen dargestellten Effekte gut verständlich und nachvollziehbar.

Worin das Internet und besonders Social-Media die alten Medien wirklch abhängt ist die Auswahl und Frequenz.
... und im Besonderen, daß JEDER seine Meinung & Kampagnen da rein scheißen kann.

dh: im Thema des Beitrags ungebildete Nullchecker können genauso oft posten wie Fachleute mit nachgewiesener Sachkenntnis.
=> Jemand, der sich nicht weiter damit auseinandersetzt, könnte meinen, das Thema sei umstritten oder das wäre ja gar nicht so klar.

zB sagte Alice Weidel, daß das mit dem menschengemachten Klimawandel ja überhaupt nicht belegt sei. Das war nach der Veröffentlichung des IPCC2021, in dem genau das belegt wird.

Kampagnenbetreiber können das Netz absichtlich mit Unwahrheiten fluten und lauter Mücken zu Skandalefanten aufpusten.
=> Wenn man "von überall" und "so vielen Leuten" hört, daß <X>, dann muß da ja was dran sein. :rolleyes:
... oder eben eine solche Kampagne hat viele Accounts zur Verfügung, die das Netz aus allen Richtungen mit ihrer Wunschmeinung vollballern.
=> Wenn so viele Leute das Posten / den Beitrag liken, dann muß da ja was dran sein ...

Das ist ja das Praktische: Tweets, Facebook Posts & YT Videos einzustellen, kostet nix.

(Dennoch scheinen manche Leute zu viel Geld (Angst?) zu haben, daß sie deutschlandweit(!) Plakate gegen die Grünen (die mit den herunterhängenden Sonnenblumen) aufhängen lassen. Die kosten dann doch so einiges.)


Letzten Endes muß der mündige Bürger eben selbst darauf achten, daß er dem ganzen Klimbim nicht auf den Leim geht und sich mehr über aufgeblasene Kleinigkeiten aufregt als über die eigentlichen, viel größeren und gravierenden Probleme.

Leider geht die Aufmerksamkeitsspanne bei vielen Menschen allerdings nicht weiter als bis zum Teilen Button, auch wenn sie nur eine Überschrift gelesen haben. Und sie machen sich somit mitunter selbst zu einem Teil einer Haßkampagne, ohne das zu wollen...
 
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