Grundsätzlich finde ich die Aktion des Verbraucherschutzes auch gut. Die Rechte der Verbraucher sind in der digitalen Welt tatsächlich deutlich schlechter als bei anderen vergleichbaren Geschäften. Publisher und Distributoren sitzen erstmal am längeren Hebel und wenn es keine gesetzlichen Einschränkungen gibt, muss man als Kunde alle Nachteile schlucken.
Das blöde ist ja dass man den Publishern eigentlich nichts böses vorwerfen dürfte
wenn wir so ein instabiles Rechtssystem haben was unser digitales Zeitalter angeht.
Das Problem ist einfach dass wir immer noch nach alten Mustern
handeln die heutzutage einfach schon überholt sind.
Und wenn es nach meinung vieler Leute gehen würde, hätten wir immer noch nen alten Petium 3 mit einer Geforce 2
und die Spiele hätten alle noch ruhig mit DirectX 8 rauskommen können. Alles über Windows XP ist eh unnötig usw.
Verstehst du auf was ich hinaus möchte?
Das ist eben der Fortschritt da wir im digitalen Zeitalter eh kaum Begrenzungen haben
ist dieses Zeitalter so kompliziert und lässt sich mit altmodischen Methoden einfach
schlecht regulieren.
Genau dasselbe wie die ganzen Diskussionen um den geistigen Besitzt etc.
Alles schwachsinn und man sollte langsam die alte Urwald-einstellung loslassen und Leute an
die Gesetze ran die jung, dynamisch sind und ebenfalls in diesem Zeitalter aufwachsen.
Was passiert, wenn Steam das Konto sperrt, weil man ohne es zu wissen gegen eine der AGB verstoßen hat? Alles weg. Und gelesen hat die AGBs doch keiner von uns.
Wie auch sonst im Leben. Unwissenheit schützt nicht
Ich fände es jedenfalls schön, wenn Steam bzw. die Publisher z.B. nach 1-2 Jahren neben der an Steam gebundenen Fassung eine zusätzliche und ohne Steam lauffähige Fassung zur Verfügung stellen würden. Für mich wäre das jedenfalls ein zusätzlicher Kaufanreiz und eine Entegegenkommen gegenüber den ehrlichen und treuen Kunden.
Also noch ehrlicher und entgegenkommen als Valve kann wohl niemand. Denk ich zumindest.
Valve verfährt immer noch nach dem Win - Win Prinzip und sind deswegen heute so erfolgreich
und ist in meinen Augen das letzte stabile Bein im PC Sektor und hält diese Platform noch so am leben.
Sie haben bestimmte Ziele und sind immer noch ein Unternehmen.
Es ist klar dass sie nur Geld möchten und natürlich ihr Hobby komplett ausleben können.
Aber ohne unser Geld und unsere Zufriedenheit verdienen sie nix, zumindest nicht dauerhaft.
Und ich denke nicht dass Valve in absehbarer Zeit irgendetwas einführt was die eigene Platform
schwächen könnte.
Gebrauchthandel ist heutzutage überflüssig finde ich.
Viele Spiele kosten kurz nach Release keine 30 Euro mehr und das ist im Gegensatz zu früher teilweise
sogar billiger geworden.
Das kann man so nicht sagen. GOG hat seine Produktpalette inwzischen deutlich erweitert und hat sogar eine Reihe von neueren, teilw. sogar aktuellen Titeln im Programm (z.B. Deponia, Back to the Future,...). Es sind zwar allesamt keine AAA-Titel, aber wenn ich als Kunde die Wahl hätte, würde ich für eine DRM-freie Fassung bei GOG sogar mehr bezahlen. Bei Multiplayer-Titeln bekommt man von GOG übrigens einen CD-Key, um online spielen zu können.
Aber trotzdem ist GoG in erster Linie ein reiner Verkaufsvertrieb oder nicht?
Ich finde ja toll dass es sowas wie GoG gibt und viele Leute glücklich macht, ich gönne jedem Unternehmen den Erfolg
solange alles mit rechten Dingen zu geht.
Nur eine Platform wie Steam ist in meinen Augen einfach so kompliziert konzipiert worden
sodass man einfach nicht irgendwas trennen kann.
Die ganzen Keys sind in erster Linie ebenfalls Kopierschutzmaßnahmen wie man sie schon früher kannte.
Und ganz ehrlich.. Wenn ich Sony, Microsoft und Nintendo beobachte
wie sie jährliche Rekordumsätze mit exklusiven Produkten machen,
dann versteh ich das voll und ganz dass Valve ebenfalls sich mit sowas absichern möchte.
Oder sind die Leute ebenfalls auf die Straßen gelaufen als Bungie mit Halo oder Remedy mit Alan Wake nur für Microsofts
Xbox produziert haben?
Nö.
Ich weiß es ist eine leichte Themaverfehlung, aber hier gehts ums Prinzip.
Man kann einfach nix fordern weil in erster Linie die Anbieter IMMER am längerem Hebel sitzen.
Und bis sich irgendwas ändert und irgendein Verbraucherschutz reagieren kann
ist der Zug schon oft abgefahren.
Im Internetzeitalter ist es einfach unverständlich dass irgendwelche Verstöße erst Wochen, Monate ja sogar erst Jahre später behandelt werden.
Es muss etwas getan werden sobald es aktiv wird und nicht sich schon etwas durchgesetzt hat.
Punkt Nr.1 Hier schlafen ganz klar bestimmte Leute die für sowas zuständig sind.
Punkt Nr. 2 die Konsumzombies.
und Punkt Nr. 3 normale Konsumenten die wiederum wegen Punkt Nr.1 etwas nicht gewusst haben.
Bisjetzt hat Valve ihre Arbeit und ihren Anteil zur Kooperation jahrelang behalten und stets zuvorkommend
die Spieler belohnt.
Gleich mit so einer Abmahnung finde ich doch ein wenig unüberlegt, aber naja.
Ich hoffe nur dass Valve die Sache gut regeln und erklären wird.