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The Witcher 3: Erfolg des Games soll sich negativ auf die Bücher ausgewirkt haben

Ich habe mir damals nach den ersten Vorberichten zum ersten Spiel die Kurzgeschichtensammlung gekauft, um die Zeit bis zum Release zu überbrücken. Das Buch hat mir großartig gefallen, also habe ich mir nach und nach alle Bücher besorgt und sie verschlungen. Das erste Witcher Spiel fand ich dann auch Bombe. Allerdings nur, bis der Enhanced Edition Patch nachgeliefert wurde. Allein Geralts Stimme gefällt mir seitdem nicht mehr. Das zweite Spiel habe ich nach wenigen Stunden abgebrochen. Auch mit Teil drei habe ich es nochmal versucht, aber hier habe ich nicht mal das Tutorial beendet.
Also ich kann den Autor gut verstehen, für mich reich die Atmosphäre in den Spielen längst nicht an die geschriebenen Werke heran.

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Ich kann die Kritik nicht nachvollziehen, die Bücher über Geralt sind lesenswert, aber ohne das Game wären sie mir nie aufgefallen. Es gibt Unmengen an guten Fantasy Romanen die aber in der Masse untergehen. Die Witcher Romane haben meiner Ansicht nach von dem überragenden Game profitiert.
 
... weil sie mir einen dicken Sack mit Geld gegeben haben... ein Moralapostel ist Sapkowski also mit Sicherheit nicht.

Diese Charaktereigenschaft voraussetzend nehme ich an, er ärgert sich darüber seinen Witcher zu günstig verkauft zu haben.

Er konnte damals ja nicht ahnen, wie populär die Witcher-Spiele werden würden, besonders mit dem 3. Teil, der unumstritten der Erfolgreichste war/ist.
 
Ist doch quatsch mit soße. Der Erfolg der Spiele dürfte seinen büchern viel mehr geholfen haben und ihn ärgert nur das er aus der an der lizens hätte viel mehr verdienen können. Die Bücher Bilden die vorgeschichte zu dem was in Witcher 1 beginnt und als echter Fan will ich die selbstverständlich lesen. Das machte die Bücher eines unbedeutenden Autors international sehr viel interessanter als es ohne die spiele jemals der fall gewesen wäre.
 
Viele hier scheinen nicht zu verstehen, dass es Sapkowski vor allem darum geht, dass viele Leute heute davon ausgehen, dass Geralt und Co. CDPRs Schöpfung wären und nicht seine eigene. Klar kann es gut sein, dass ihm die Spiele wirtschaftlich sogar geholfen haben und sich gerade die englischen Versionen seiner Romane so besser verkaufen. Aber von einem künstlerischen Standpunkt her kann ich absolut nachvollziehen, warum Sapkowski mit der Situation nicht zufrieden ist. Es geht um die "Deutungshoheit" seines Werks und seiner Charaktere, was für einen seriösen Autor überaus wichtig ist, weil er seinen Charakteren sehr eng verbunden ist und weil das praktisch seiner Legende entspricht.

Ich gehe auch mal sehr stark davon aus, dass Sapkowski nicht damit gerechnet hat, dass die Spiele derart erfolgreich werden würden. Witcher 1 war ja damals auch nur ein Nischentitel.

Also ich wusste Vorher noch nicht mal das es da überhaupt eine Vorgeschichte in vorm von Büchern gab. der soll mal ganz ruhig bleiben.
Bleib doch du mal ganz ruhig. Kannst du wirklich nicht verstehen, dass es einen Autoren ärgert, wenn die eigenen Charaktere sich praktisch selbständig machen und man dadurch die Kontrolle über seine eigene Schöpfung verliert?

Und es gibt keine "Vorgeschichte". Es gibt die Bücher und es gibt Fan-Fiction(!) made by CDPR...
 
Viele hier scheinen nicht zu verstehen, dass es Sapkowski vor allem darum geht, dass viele Leute heute davon ausgehen, dass Geralt und Co. CDPRs Schöpfung wären und nicht seine eigene. Klar kann es gut sein, dass ihm die Spiele wirtschaftlich sogar geholfen haben und sich gerade die englischen Versionen seiner Romane so besser verkaufen. Aber von einem künstlerischen Standpunkt her kann ich absolut nachvollziehen, warum Sapkowski mit der Situation nicht zufrieden ist. Es geht um die "Deutungshoheit" seines Werks und seiner Charaktere, was für einen seriösen Autor überaus wichtig ist, weil er seinen Charakteren sehr eng verbunden ist und weil das praktisch seiner Legende entspricht.

Ich gehe auch mal sehr stark davon aus, dass Sapkowski nicht damit gerechnet hat, dass die Spiele derart erfolgreich werden würden. Witcher 1 war ja damals auch nur ein Nischentitel.


Bleib doch du mal ganz ruhig. Kannst du wirklich nicht verstehen, dass es einen Autoren ärgert, wenn die eigenen Charaktere sich praktisch selbständig machen und man dadurch die Kontrolle über seine eigene Schöpfung verliert?

Und es gibt keine "Vorgeschichte". Es gibt die Bücher und es gibt Fan-Fiction(!) made by CDPR...

Dann hätte er es anders machen sollen. Wäre ich der Buchautor und jemand käme wegen eines Spieles zu mir, dann würde ich sagen: Ja, ihr könnt ein Spiel machen, aber ich schreib die Geschichte und die Dialoge dazu. Dann hätte man die Deutungshoheit darüber behalten ;-)

Bei den South Park Spielen z.B. machen das ja auch die "Original-Erfinder".
 
Ich kann es, ehrlich gesagt, auch nicht ganz nachvollziehen - vielleicht kennt sich ja jemand in dem Fall besser aus und kann es mir erklären.

Soweit ich es verstanden habe, hat Sapkowski CDPR eine Lizenz erteilt, seine Figuren und sein Hexer-Universum für Videogames zu verwenden. Schätzungsweise für gutes Geld.

Er war darüber hinaus zu keiner weiteren Zusammenarbeit bereit und hatte kein Interesse, die Entwicklung der Witcher-Spiele auch nur im Entferntesten zu verfolgen, geschweige denn darauf Einfluss zu nehmen.

Jetzt, nachdem er doch irgendwann einmal mitbekommen hat, was für ein Riesenerfolg die Videospielreihe geworden ist, meldet er sich zu Wort und, sorry, mosert rum.

Nein, das kann ich nicht nachvollziehen. Wenn er sich denn unbedingt ärgern will, dann über sich selbst - jedenfalls ist das meine Meinung nach den mir vorliegenden Informationen.
 
Kannst du wirklich nicht verstehen, dass es einen Autoren ärgert, wenn die eigenen Charaktere sich praktisch selbständig machen und man dadurch die Kontrolle über seine eigene Schöpfung verliert?
Nein, in diesem speziellen Fall kann ich den Ärger des Autors eigentlich nicht wirklich verstehen, denn er hat "die Kontrolle über seine eigene Schöpfung" nicht etwa verloren, wie du sagst, er hat sie verkauft.
War ja laut einem der Vorredner hier beim Witcher-Film offenbar schon ähnlich: den Sack voll Geld, den er für die Lizenz bekommen hat, hat er dankend angenommen, nur um sich danach darüber zu beschweren, dass der Film nicht gut war. Das kann ich ja soweit noch nachvollziehen...
Aber jetzt bei der anderen Lizenz, den Spielen, beschwert er sich ja praktisch darüber, dass diese ZU gut sind?! Ist ja nicht so, als würde er selbst nicht massiv vom Erfolg der Spiele profitieren, er ist damit, in seinem Genre, ja praktisch erst zu "Weltruhm" gelangt. Heute verdient er also viel mehr Geld, als es ihm ohne die Spiele wohl Zeit seines Lebens gelungen wäre... und jetzt beschwert er sich also, dass der Erfolg der Spiele den seiner Bücher mittlerweile überschattet, dass manche Spieler seine Bücher nicht mal kennen? Tja, dumm gelaufen würde ich sagen. Aber wenn man nicht will, dass jemand anders das eigene Kind aufzieht, gibt man das Kind eben nicht zur Adoption frei.
 
Nein, in diesem speziellen Fall kann ich den Ärger des Autors eigentlich nicht wirklich verstehen, denn er hat "die Kontrolle über seine eigene Schöpfung" nicht etwa verloren, wie du sagst, er hat sie verkauft.
Ja sicher, aber wie ich schon sagte: es war nicht abzusehen, dass die Spiele derart erfolgreich sein würden. Abgesehen davon kann man sich auch prima über etwas ärgern, an dem man eine "Mitschuld" trägt.

Dann hätte er es anders machen sollen. Wäre ich der Buchautor und jemand käme wegen eines Spieles zu mir, dann würde ich sagen: Ja, ihr könnt ein Spiel machen, aber ich schreib die Geschichte und die Dialoge dazu. Dann hätte man die Deutungshoheit darüber behalten
Sapkowski hat selbst mehrfach betont, dass er keine Ahnung von Videospielen hat und damit überhaupt nichts am Hut hat. Das ist so gar nicht seine Welt.

Der Sapkowski ist eben ein Autoren-Kauz der ganz alten Schule, immer etwas schrullig und sehr von sich eingenommen. Muss man nicht mögen, aber sein Werk gibt ihm allemal recht. ;)

Nein, das kann ich nicht nachvollziehen. Wenn er sich denn unbedingt ärgern will, dann über sich selbst - jedenfalls ist das meine Meinung nach den mir vorliegenden Informationen.
Ich denke mal, dass er sich auch über sich selbst ärgert, ja. Aber ich denke auch, dass er sich über die angeblichen Fans ärgert, die den Hexer für eine Schöpfung CDPRs halten und den Namen Sapkowski noch nicht mal kennen, geschweige denn seine Büchzer. So viel Ignoranz wäre aber auch für jeden kreativen Schöpfer imo ein hartes Los. Das hat mit der Lizenz an sich auch erst mal wenig zu tun, da geht es nur um das Verhalten bzw. die Unkenntnis der Konsumenten...
 
Bei mir war es noch umgekehrt! Ich habe The Witcher (erster Teil) gespielt und fand die Welt so cool, dass ich angefangen habe die Bücher zu lesen.
Außerdem gab es auch mal gelungene Buchadaptionen von Spielen. Es kommt immer darauf an.
 
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